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Was sagt der Duden: Eine Variante ist etwas, was sich von etwas Vergleichbarem unterscheidet.

Und da hat Flying Haggis etwas für Euch. Hört der geneigte Motorradfahrer oder die Motorradfahrerin etwas von Südtirol dann geht bei den meisten unmittelbar die Schublade Sella Ronda auf.

Aber Südtirol besteht nicht nur aus der zweifelsohne wunderschönen Pässerunde am Sellastock – da ist noch weitaus mehr. Und um dies auch schnell mit Fakten zu hinterlegen legen wir gleich los mit einem Lieblingsthema von Flying Haggis.

WO kommen WIR denn jetzt am besten unter also Fahrer / Fahrerin und Maschine? Schließlich haben wir bereits Mitte April und der zweirädrige Sommerurlaub will gut geplant sein!

WIR kehren also dem Eisacktal und der üblichen Abzweigung bei Klausen zu der vielbesagten Sellarunde diesmal den Rücken und fahren bei Brixen ab ins Pustertal. Dann folgen wir den Spuren des Biathlon-Weltcups an Bruneck vorbei und wenn uns die Wegweisung den Hinweis zum Staller Sattel und Antholz weist biegen wir links ab. Hier finden wir in der Ortslage von Oberrasen unser Quartier das Hotel Schmalzlhof.

http://www.schmalzlhof.com/

Wie soll ich euch jetzt mit wenigen Worten unsere Basisstation beschreiben? Ein durchweg fein geführter Familienbetrieb ist der Schmalzhof der Familie Klammer. Ankommen in seiner ureigenen Form – Man betritt die Lobby und später die Zimmer und hat bereits das Gefühl: Hier bist Du zu Hause! Verbunden mit der geistigen Frage: Warst Du hier schon einmal und hast es bloß vergessen ODER woher kommt dieses untrügliche Gefühl? Das Gefühl kommt daher, dass man empfangen wird wie ein alter Freund, bei dem man sich freut IHN wiederzusehen.

Die hellen Zimmer sind typisch für Südtiroler Hotels eingerichtet und auf dem Balkon kann man in der Sonne bereits die nächste Tagestour planen.

Das Essen ist vorzüglich und der Service sehr (sehr) aufmerksam ohne dabei aufdringlich zu wirken.

 

Apropos Essen. An einem Abend kamen WIR als „essenstechnischen Aufmacher“ in den Genuss von Südtiroler Schmankerl. Ich hätte mich buchstäblich in die Köstlichkeiten reinsetzen können, hatte aber immer den Gedanken im Hinterkopf, dass da noch ein 3-Gang Menü auf mich wartet, welches zwingend der Verwertung zugeführt werden musste. Wirklich ein Luxusproblem, dass es hier zu bewältigen galt.

Die Hotelbar ist klein und gemütlich und man hat ausreichend Gelegenheit sich durch die Bestände zu arbeiten. Euer werter Erzähler hat dabei große Gebinde des regional gebrauten Pustertaler Weizenbieres vernichtet wirklich vorzügliches Gebräu.

Ein weiteres Highlight ist der Saunabereich des Schmalzhofs, der einem ausreichende Optionen bietet die malträtierten Knochen und Muskeln nach der Tour zu regenerieren. Finnische Trockensauna, Biosauna, Dampfbad und eine Infrarotkabine stehen als Alternative bereit

 

und ein gemütlicher Ruhebereich der geradezu nach Buchlektüre oder Motorradzeitschrift schreit.

 

Wen ob der guten Verpflegung das schlechte Gewissen plagt und nach sportlichen Aktivitäten dürstet wird ebenfalls fündig. Ein wirklich gut ausgestatteter Fitnessraum mit aktuellen Geräten steht ebenfalls zur Verfügung. Also alles da in Sachen rundum wohl fühlen.

 

 Jetzt kommt sicher die Frage UND wo fahren wir jetzt unsere Runden da unten bei deinem Tipp?

Dazu vorab schon einmal Vorschläge. Nr. 1 ist so naheliegend, dass es bereits eine Frechheit ist. Der Stallersattel lädt ein zur Überquerung ins Nachbarland Österreich. Ampelgeregelt kann man ruhig und entspannt (höchstens ein verwaister Fahrradfahrer kann hier stören) die Kurven des Passes in Angriff nehmen und ohne Gegenverkehr genießen. Im Anschluss dann auf der österreichischen Seite über Osttirol zurück. Vor Überquerung der Grenze (Innichen) bietet es sich noch den Tank mit günstigem österreichischen Sprit zu füllen.

Nr. 2 wäre kurz vor Innichen nach rechts in Richtung Sexten abzubiegen. Dort der SS 52 folgen und wir landen in der Provinz Belluno, die schon merklich italienischer angehaucht ist als Südtirol. Über Padola auf der SP 532 in grobe Richtung Auronzo di Cadore ABER vorher wieder links ab auf die SS 52 nach Pieve di Cadore. Hier folgen wir dem Straßenverlauf des kleinen, aber wunderschönen Passo Cibiana (1.530 m; mit bis zu 15 % Steigung und einer Länge von ca. 20 km) bis Cibiana di Cadore und haben unseren Pausenplatz, sowie Zwischenstation erreicht.

Aufwärts zum Messner Mountain Museum Dolomites fahren wir mit den dortigen Shuttle-Bussen. Der 2-stündige Fußmarsch in Motorradstiefelen und –kluft wäre nicht vergnügungssteuerpflichtig und so wählen wir hier lieber diese „Touri-Variante“.

http://www.messner-mountain-museum.it/dolomites/museum/

Warum fahren WIR denn jetzt überhaupt dort hinauf? Weil man einfach dort hoch muss! Selbst wenn man kein Museumsfreund ist und vielleicht ein gespaltenes Verhältnis zu dem Botschafter der Berge Reinhold Messner hat, sollte man zumindest aus einem Grunde hier hinauf. WENN das Wetter gut ist hat man hier oben von dem ehemaligen Sperrfort des Dolomitenkrieges auf dem Monte Rite (2.181 m) einen Ausblick der mit atemberaubend nur unzureichend beschrieben ist.

Gemütlich bei einem Cappuccino draußen auf der Terrasse der Cafeteria kann man die Aussicht genießen und denkt sich einfach:

„Man ist das hier SCHÖN!“

Irgendwann müssen wir aber auch wieder heimwärts in Richtung Hotel Schmalzlhof und das machen wir über Longarone (SP 251) nach Forno Zoldo, Zoldo Alto nach Selva di Cadore.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass mein absoluter Favorit der Dolomitenpässe der GIAU ist? NEIN? Dann kommt jetzt der Hinweis Leute und ich bin auf euer Votum gespannt. Also von Selva di Cadore mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf die SP 638, wenn man es unpersönlich haben will.

Für mich eine der Königsetappen hinauf auf 2.233m Passhöhe und purer Genuss auf 20 km bis nach Cortina d´Ampezzo.

Der Rest ist schnell erzählt, denn der Weg führt uns in sanften Schwüngen nach Toblach und von dort ist es nur noch ein Katzensprung  zurück in unser Hotel.

Das waren jetzt nur -2- Tourenempfehlungen, denn wenn ihr zum Einrollen den Weg an anderen Tagen über Toblach nach Cortina wählt steht dort der Hintereingang zur Sellaronda weit offen. Entweder wieder und wieder den Giau und über Pordoi weiter oder von Cortina auf den Falzarego und dann alle gängigen Alternativen abarbeiten.

Es gibt viel zu tun – packen wir`s an! Aber als Basisstation unserer Touren wählen wir nicht das überlaufene Grödnertal mit seinen Touristenhotels, sondern den schönen, ruhigen Schmalzhof bei FREUNDEN!

 

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