Manchmal macht man(n) seine Passion zum Beruf – GILLES Tooling

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Es gibt Menschen für die hege ich eine außerordentliche Bewunderung. Das sind z. B. diejenigen, die aus ihrem angestammten Umfeld (sei es Familie oder Beruf) von einem Tag auf den anderen ausbrechen und einfach DAS machen, was Sie immer schon ge- oder erträumt haben.

So frei nach dem Sinnspruch: Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum!

Und damit sind wir bei der zweiten Gruppe der Menschen, die ich bewundere. Diejenigen, die ihren Traum oder in diesem Falle besser ihre Passion, direkt zu ihrem Beruf und zur Berufung machen.

Gerhard Gilles, ein neudeutsch Selfmademan, geht in der von ihm gegründeten Firma Gilles Tooling

https://www.gillestooling.com/

seiner Passion nach. Soll konkret heißen Motorräder und Motorradrennsport.

Ja Leute – hier ist ein Enthusiast in Sachen Motorräder am Werk und seine wertigen Produkte sind im harten Alltag auf den Rennstrecken dieser Welt ausgetestet.

Sogar unser „Doctor“ Valentino Rossi und das Yamaha Werksteam schwören auf Gilles Tooling und am Heck der Werksmaschinen auf der Radabdeckung prangt stolz das Firmenlogo – die beiden gespiegelten und überkreuzten „G“, welche ineinander verwoben auf den Werksyamahas wie die Brandzeichen auf Rennpferden zu sehen sind.

Der Rest seiner sportlichen Kundschaft liest sich wie das Who is who im Sektor Motorradrennsport. So zählten auch Sam Lowes und Cal Crutchlow bereits zur Kundschaft von Gerhard Gilles.

Das aber nur einmal als Einleitung in die Materie, denn Flying Haggis hatte Gelegenheit das „Allerheiligste“ der Firma Gilles Tooling im nahen Großherzogtum Luxemburg in einem kleinen Industriegebiet bei Grevenmacher zu besichtigen. Der für den Vertrieb im deutschsprachigen Raum (und einige andere Dinge) zuständige Mitarbeiter Andre Michels führte Flying Haggis durch die heiligen Hallen der Firma. Wie soll man jetzt Andre Michels am besten beschreiben? Am treffendsten wäre sicherlich die Metapher er ist der menschgewordene Produktkatalog der Firma Gilles Tooling. Es gibt nichts was Andre Michels über die Firma nicht weiß und das Strahlen in den Augen bei der Darstellung der Produkte und „seiner Firma“ zeigt dem Besucher ganz eindeutig Hier steht jemand der zu mehr als 100 Prozent von seiner Firma und den Produkten überzeugt ist.

Was soll ich sagen? Die Firma und die Herstellungsräume vermitteln einen derartigen Eindruck, dass man schlichtweg begeistert ist. Hat man noch aus den frühen 80er Jahren die Hinterhofschrauber im Kopf, die zwar handwerklich fit waren, aber oftmals in Werkstätten ihrer Arbeit nachgingen, die Kramläden nahekamen (links liegt der Krims und rechts liegt der Krams zusammen genommen dann Krimskrams-Laden), ist man hier im Vergleich dazu in einem anderen Sonnensystem gelandet.

Die Werkbänke und Fertigungsanlagen sind derart klinisch sauber, dass die Angestellten wahrscheinlich auch bakterienfrei Operationen am offenen Herzen durchführen könnten.

Euer werter Erzähler fühlte sich gefühlsmäßig in Kindertage zurückversetzt, als ein kleiner Kerl mit strahlenden Augen durch den Legoladen lief und an jedem Regal irgendetwas gefunden hat, was seine unstillbare Begierde geweckt hat.

Alle Teile sind aus dem Vollen gefräst und werden hier vor Ort gefertigt.

Kein Billigzulieferer aus Fernost findet seinen Weg hier in die Produktion. Das würde dem Qualitätsanspruch von Gerhard Gilles nicht gerecht werden und damit stellen sich diese Fragen und die Option nach Billigimporten erst gar nicht.
Gefertigt wird für Yamaha (MT-Serie, Tracer und R 1) , Suzuki und auch BMW (HP), aber auch für andere Hersteller findet sich ausreichend Material im Produktkatalog. An dem neuen „BMW-Übermodell“ HP 4 werden -30- Komponenten aus dem Hause Gilles verbaut. Wenn das nicht bereits aussagekräftig ist – Was dann?

Da sind z. B. filigran gearbeitete Fußrastenanlagen im Programm eine schöner gemacht als die andere. Alle offenbaren dabei ein Ziel – die Ergonomie. Variabel und einfach verstellbar lassen sie Fahrer/-in so auf der Maschine Platz finden, dass genau der wichtigste Punkt im Vordergrund steht: Motorradfahren!
Denn wo nichts kneift und beißt hat man seine Gedanken da wo sie hingehören, nämlich auf der Straße und nicht bei der malträtierten Muskulatur oder einem schmerzenden Bandapparat.


Das gilt analog für die Riser und gipfelt dort in dem Modell 2D.GT. Hier ist wirklich alles verstell- und justierbar was dem Fahrer/-in dient. Reichweitenverstellung bis zu 50 mm. Die Höhenanpassung in 5 mm Schritten und die Offseteinstellung 9 – 19 mm in Richtung des Fahrers.


Variabel verstellbare Stummellenker und das alles ohne baulich z. B. bei einer Ducati Panigale Hand an die Verkleidung legen zu müssen. Konkret heißt das: Hier muss nicht Material ein- oder weggeschnitten werden, was abschließend irgendwann einmal einen Rückbau erschwert oder unschön erscheinen lässt.

Eigentlich rechnet man bei der Betrachtung der Artikel nur noch damit, dass Valentino Rossi persönlich kurz vorbeischaut, um sich ein neues Paar für seine M 1 abzuholen.

Ciao ragazzi Sto facendo un test rapido!

Jetzt haben wir von den Kleinoden wie Kupplungs- und Bremshebeln

noch gar nicht gesprochen. Der weltweit erste spielfreie Hebel ist hier bei Gilles im Programm. Hier wackelt nichts mehr in der Aufnahme und die Bewegung geht nur noch in die Richtung für die er auch gedacht ist.

Im Rennsport seit Jahren Pflicht, damit bei engen Manövern nicht versehentlich ein Konkurrent Kontakt zu Brems- oder Kupplungshebel aufnimmt die Lever Guards; wörtlich Hebelwächter oder Schutzbügel.
Auch hier in einer praxisorientierten Variante mit 2-teiliger Bauart und Sollbruchstelle. Der Haupthalter, wie alles bei Gilles aus dem Vollen gefräst, nimmt den glasfaserverstärkten Schutzbügel aus Kunststoff auf. Besser der Schutzbügel zerlegt sich im Ernstfall in zwei Teile, als
  der schöne teure Bremshebel.

Und falls uns unser Weg doch einmal bei einem Fahrertraining ins Kiesbett oder auf der Heimstrecke in den nächstbesten Acker verschlagen hat – dann hat uns, bzw. den Rahmen unserer Maschine, womöglich eines der patentierten Sturzpads aus der Fertigung von Gilles Tooling vor einem größeren Schadensbild bewahrt.


Was gibt es noch? Felgen von der Firma Galespeed, einem langjährigen Kooperationspartner von Gilles Tooling. Für die in Japan hergestellten Schmiederäder ist Gilles der Europaimporteur. In der Moto 2 werden diese Felgen u. a. auch von Sandro Cortese gefahren.

Gerhard Gilles ist selbst im Rennsport groß geworden. In der nationalen Klasse. Das Material, welches zu diesem Zeitpunkt käuflich zu erwerben war erfüllte aber nicht seinen eigenen Qualitätsanspruch.

Also was tun? Selbermachen!

Und genau das tat er dann auch. Zunächst für den Eigenbedarf und dann schnüffelte die Konkurrenz aus der Nachbarbox. Oh, das sieht aber gut aus! Hast Du toll gemacht!  Und so nahm die Geschichte ihren Lauf, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Denn hier im Werk von Gerhard Gilles sieht alles nach Expansion aus und dem Willen jeden Tag etwas Neues zu entwickeln oder Bewährtes noch besser zu machen.

Wenn IHR also richtig wertiges Zubehör für eure Maschinen sucht – dann seid IHR hier richtig!
Nicht billig ABER preiswert! Den Unterschied brauche ich Euch an dieser Stelle nicht zu erklären und verbleibe bei dem alten Sinnspruch:

Irgendwann kann man sich keine billigen Dinge mehr leisten → Denn würden nicht Narren zum Markt gehen, würden schlechte Waren nicht gekauft! Das sagen die Engländer und hin und wieder haben die auch mit ihren Sprüchen recht.

Win on Sunday – sell on Monday! Das trifft ganz besonders auch auf die Produkte von Gilles Tooling zu und vielleicht haucht es uns im Alltag auch ein wenig Grand Prix Gefühl ein.

Ciao ragazzi Sto facendo un test rapido!

Ich werde auf alle Fälle bei meinen nächsten Einkäufen in Sachen Zubehör erst einmal in die Produktpalette von Gilles Tooling schauen – Billige Dinge kann ich mir nicht mehr leisten!

IMPRESSIONEN:


Eine Variante in Sachen Südtirol

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Was sagt der Duden: Eine Variante ist etwas, was sich von etwas Vergleichbarem unterscheidet.

Und da hat Flying Haggis etwas für Euch. Hört der geneigte Motorradfahrer oder die Motorradfahrerin etwas von Südtirol dann geht bei den meisten unmittelbar die Schublade Sella Ronda auf.

Aber Südtirol besteht nicht nur aus der zweifelsohne wunderschönen Pässerunde am Sellastock – da ist noch weitaus mehr. Und um dies auch schnell mit Fakten zu hinterlegen legen wir gleich los mit einem Lieblingsthema von Flying Haggis.

WO kommen WIR denn jetzt am besten unter also Fahrer / Fahrerin und Maschine? Schließlich haben wir bereits Mitte April und der zweirädrige Sommerurlaub will gut geplant sein!

WIR kehren also dem Eisacktal und der üblichen Abzweigung bei Klausen zu der vielbesagten Sellarunde diesmal den Rücken und fahren bei Brixen ab ins Pustertal. Dann folgen wir den Spuren des Biathlon-Weltcups an Bruneck vorbei und wenn uns die Wegweisung den Hinweis zum Staller Sattel und Antholz weist biegen wir links ab. Hier finden wir in der Ortslage von Oberrasen unser Quartier das Hotel Schmalzlhof.

http://www.schmalzlhof.com/

Wie soll ich euch jetzt mit wenigen Worten unsere Basisstation beschreiben? Ein durchweg fein geführter Familienbetrieb ist der Schmalzhof der Familie Klammer. Ankommen in seiner ureigenen Form – Man betritt die Lobby und später die Zimmer und hat bereits das Gefühl: Hier bist Du zu Hause! Verbunden mit der geistigen Frage: Warst Du hier schon einmal und hast es bloß vergessen ODER woher kommt dieses untrügliche Gefühl? Das Gefühl kommt daher, dass man empfangen wird wie ein alter Freund, bei dem man sich freut IHN wiederzusehen.

Die hellen Zimmer sind typisch für Südtiroler Hotels eingerichtet und auf dem Balkon kann man in der Sonne bereits die nächste Tagestour planen.

Das Essen ist vorzüglich und der Service sehr (sehr) aufmerksam ohne dabei aufdringlich zu wirken.

 

Apropos Essen. An einem Abend kamen WIR als „essenstechnischen Aufmacher“ in den Genuss von Südtiroler Schmankerl. Ich hätte mich buchstäblich in die Köstlichkeiten reinsetzen können, hatte aber immer den Gedanken im Hinterkopf, dass da noch ein 3-Gang Menü auf mich wartet, welches zwingend der Verwertung zugeführt werden musste. Wirklich ein Luxusproblem, dass es hier zu bewältigen galt.

Die Hotelbar ist klein und gemütlich und man hat ausreichend Gelegenheit sich durch die Bestände zu arbeiten. Euer werter Erzähler hat dabei große Gebinde des regional gebrauten Pustertaler Weizenbieres vernichtet wirklich vorzügliches Gebräu.

Ein weiteres Highlight ist der Saunabereich des Schmalzhofs, der einem ausreichende Optionen bietet die malträtierten Knochen und Muskeln nach der Tour zu regenerieren. Finnische Trockensauna, Biosauna, Dampfbad und eine Infrarotkabine stehen als Alternative bereit

 

und ein gemütlicher Ruhebereich der geradezu nach Buchlektüre oder Motorradzeitschrift schreit.

 

Wen ob der guten Verpflegung das schlechte Gewissen plagt und nach sportlichen Aktivitäten dürstet wird ebenfalls fündig. Ein wirklich gut ausgestatteter Fitnessraum mit aktuellen Geräten steht ebenfalls zur Verfügung. Also alles da in Sachen rundum wohl fühlen.

 

 Jetzt kommt sicher die Frage UND wo fahren wir jetzt unsere Runden da unten bei deinem Tipp?

Dazu vorab schon einmal Vorschläge. Nr. 1 ist so naheliegend, dass es bereits eine Frechheit ist. Der Stallersattel lädt ein zur Überquerung ins Nachbarland Österreich. Ampelgeregelt kann man ruhig und entspannt (höchstens ein verwaister Fahrradfahrer kann hier stören) die Kurven des Passes in Angriff nehmen und ohne Gegenverkehr genießen. Im Anschluss dann auf der österreichischen Seite über Osttirol zurück. Vor Überquerung der Grenze (Innichen) bietet es sich noch den Tank mit günstigem österreichischen Sprit zu füllen.

Nr. 2 wäre kurz vor Innichen nach rechts in Richtung Sexten abzubiegen. Dort der SS 52 folgen und wir landen in der Provinz Belluno, die schon merklich italienischer angehaucht ist als Südtirol. Über Padola auf der SP 532 in grobe Richtung Auronzo di Cadore ABER vorher wieder links ab auf die SS 52 nach Pieve di Cadore. Hier folgen wir dem Straßenverlauf des kleinen, aber wunderschönen Passo Cibiana (1.530 m; mit bis zu 15 % Steigung und einer Länge von ca. 20 km) bis Cibiana di Cadore und haben unseren Pausenplatz, sowie Zwischenstation erreicht.

Aufwärts zum Messner Mountain Museum Dolomites fahren wir mit den dortigen Shuttle-Bussen. Der 2-stündige Fußmarsch in Motorradstiefelen und –kluft wäre nicht vergnügungssteuerpflichtig und so wählen wir hier lieber diese „Touri-Variante“.

http://www.messner-mountain-museum.it/dolomites/museum/

Warum fahren WIR denn jetzt überhaupt dort hinauf? Weil man einfach dort hoch muss! Selbst wenn man kein Museumsfreund ist und vielleicht ein gespaltenes Verhältnis zu dem Botschafter der Berge Reinhold Messner hat, sollte man zumindest aus einem Grunde hier hinauf. WENN das Wetter gut ist hat man hier oben von dem ehemaligen Sperrfort des Dolomitenkrieges auf dem Monte Rite (2.181 m) einen Ausblick der mit atemberaubend nur unzureichend beschrieben ist.

Gemütlich bei einem Cappuccino draußen auf der Terrasse der Cafeteria kann man die Aussicht genießen und denkt sich einfach:

„Man ist das hier SCHÖN!“

Irgendwann müssen wir aber auch wieder heimwärts in Richtung Hotel Schmalzlhof und das machen wir über Longarone (SP 251) nach Forno Zoldo, Zoldo Alto nach Selva di Cadore.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass mein absoluter Favorit der Dolomitenpässe der GIAU ist? NEIN? Dann kommt jetzt der Hinweis Leute und ich bin auf euer Votum gespannt. Also von Selva di Cadore mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf die SP 638, wenn man es unpersönlich haben will.

Für mich eine der Königsetappen hinauf auf 2.233m Passhöhe und purer Genuss auf 20 km bis nach Cortina d´Ampezzo.

Der Rest ist schnell erzählt, denn der Weg führt uns in sanften Schwüngen nach Toblach und von dort ist es nur noch ein Katzensprung  zurück in unser Hotel.

Das waren jetzt nur -2- Tourenempfehlungen, denn wenn ihr zum Einrollen den Weg an anderen Tagen über Toblach nach Cortina wählt steht dort der Hintereingang zur Sellaronda weit offen. Entweder wieder und wieder den Giau und über Pordoi weiter oder von Cortina auf den Falzarego und dann alle gängigen Alternativen abarbeiten.

Es gibt viel zu tun – packen wir`s an! Aber als Basisstation unserer Touren wählen wir nicht das überlaufene Grödnertal mit seinen Touristenhotels, sondern den schönen, ruhigen Schmalzhof bei FREUNDEN!

 

Alter Wein in neuen Schläuchen……..

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Habt Ihr auch zufälligerweise die Ausgabe 05 2017 der Zeitschrift Motorrad gelesen? Unter dem Titel „Cup-Puccino“ hatte da der Redakteur der Zeitschrift Motorrad, Johannes Müller,  die aktuelle Triumph Street Cup in einem Fahrbericht beschrieben.

Vertieft in den wirklich nett geschriebenen Bericht lese ich dann auch das Fazit des Redakteurs der von einem schönen, voll alltagstauglichen, wertigen Neo-Retro-Cafe-Racerchen (Zitat) für Genießer spricht, die es unkapriziös und stressfrei mögen.

Hey Flying Haggis, dass hört sich ja durchaus interessant an und bei dem Datenblatt steht etwas von 55 PS bei 200 kg Trockengewicht! Mehr braucht eigentlich kein Mensch, um auf einer kurvigen Landstraße mit seinem Motorrad glücklich zu sein.

Wahrscheinlich altersbedingt kommt erst jetzt eurem werten Erzähler ein Gedanke und leicht versonnen marschiert Flying Haggis in die tieferen Gewölbe seiner Höhle. Da war doch noch WAS?

Und richtig – über die Wintermonate wohl schon etwas in Vergessenheit geraten steht SIE da vor mir. Die „Monstro Piccolo“ der besten Sozia von Allen.

Okay, okay – nicht mehr so ganz im Serientrimm steht SIE da, die kleine 600er Monster aus den Hallen von Borgo Panigale in Bologna. Da ist mit der Zeit einiges an hochglanzpolierten Aluprodukten aus der Road Racing Manufaktur angebaut worden. „Kellermännchen“ haben den Platz der etwas klobigen Originalblinker eingenommen und das Originalheck ist einer verkürzten Variante aus dem Hause Pferrer gewichen.

Aber um diese Umbauten geht es mir jetzt eigentlich nicht, sondern vielmehr um einen kleinen Blick in das Datenblatt unserer „Monstro Piccolo“ aus dem Jahr 1996. Hier stehen 54 PS bei 190 kg Trockengewicht im Fahrzeugbrief!

Bei objektiver Betrachtung steht also unsere alte Dame ganz gut im Futter im Vergleich mit aktuellen Produkten aus dem Baujahr 2017. Das einzige was man aus Sicherheitsaspekten vermissen könnte, wäre das ABS. DAS ist also der Fortschritt aus mehr als 20 Jahren technischer Entwicklung?

Denn optisch kann sich das alte Produkt aus Bologna durchaus noch mit der „Neuen“ aus Hinckley messen. Zumindest was meinen Motorradgeschmack angeht.

Im Grunde genommen passiert also gerade im Motorradsektor das, was man bei Bekleidung bereits seit Jahrzehnten feststellen kann. Leute – werft nur ja nichts weg! Egal wie abgefahren es auch immer sein mag – irgendwann kommt die Zeit zurück und ein findiger Stratege verkauft Euch:

Alten Wein in neuen Schläuchen!

Ich bleibe dann aber lieber bei meinem guten alten Roten aus Italien. Einem schönen trockenen Barolo oder Brunello.

Die innere Einkehr

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Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich für die beiden (leider) mittlerweile geschlossenen Einkehrtipps im Großraum Trier vor Saisonbeginn einen adäquaten Ersatz präsentieren werde. WAS schwierig ist, weil beide hinterlassen eine geschmacklich große Lücke. Trotzdem denke ich, dass jetzt sowohl für die einheimischen Fahrer/-innen, als auch für die zweirädrigen Besucher schöne Stationen gefunden sind.

Wer die Anderstouren in Trier ausklingen lässt, denn da ist ja meist das Ziel unserer Touren, der findet mitten in der Innenstadt eine gute Anlaufstelle. Normalerweise meide ich ja die innerstädtische Gastronomie in Trier, weil sie oftmals stark auf Tourismus ausgelegt ist. Soll heißen die Restaurants in der wirklich schönen Fußgängerzone von Trier, verbunden mit einer „Allerweltsküche“, die ihren Umsatz mit der Laufkundschaft macht und auf einen festen Kundenstamm weniger Wert legt. Jetzt ist es aber recht schwierig als Fremdling auszumachen WO auch die Einheimischen ihre feste Nahrung zu sich nehmen. Man kann von Restaurant zu Restaurant pilgern und darauf warten „moselfränkische Wortfragmente“ aufzuschnappen ODER man hört einfach auf Flying Haggis.

Als Freund alles Italienischen habe ich natürlich auch einen Hang zur italienischen Küche und da gibt es MEHR als zentral in Trier einen guten Tipp. Auf geht`s in die Pizzeria „Donna Mia“ am Kornmarkt in Trier.
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www.donnamia-trier.de

Die Maschinen könnt ihr entweder am Motorradparkplatz bei dem Kaufhaus C & A (Konstantinstraße) abstellen und dann die paar Meter zu Fuß zum Kornmarkt in Kauf nehmen oder ihr fahrt ein paar Meter weiter (Zufahrt frei durch Fußgängerzone bis zum Parkplatz) und sucht auf dem hinteren Parkplatz zwischen dem Bitburger Brauhaus und den ansässigen Kaufhäusern ein Plätzchen für die Maschinen.

An sonnigen Sommerabenden findet ihr auf der Terrasse des „Donna Mia“ einen Platz und könnt dem regen Treiben in der Stadt zuschauen. Einige der Trierer „Adabeis“ finden auch immer ihren Platz auf einer der Terrassen der umliegenden Aussengastronomie und so lassen sich, neben dem Genuss der guten Küche, auch noch psychologische Studien machen.

Zu empfehlen sind außer den wirklich feinen Pizzen auch die Nudelgerichte des Hauses. Da gibt es den „Donna Mia Nudeltopf“ der wirklich nur bei ganz hungrigen Mägen zu schaffen ist. Wunderbar nach alter italienischer Tradition mit einer Pizzahaube überbacken. Schön anzusehen und echt lecker!
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Unsere Einkehrtipps sind aber natürlich auch für diejenigen, die komplett neu in der Region sind und deshalb auch etwas Nachhaltiges mit nach Hause nehmen sollten. Insofern ist das nächste Lokal auch mit als solche Empfehlung zu sehen, weil es wirklich in einem Bereich liegt der mehr als nur Lokalkolorit besitzt. Wo geht der „Trierer“ hin, wenn er einen gemütlichen Sommerabend verbringen will? Bei einer Porz Viez und/oder ordentlichem Essen?

Richtig → er oder sie gehen nach Zurlauben. Und hier findet man wirklich eine gemütliche Kneipe neben der anderen, mit den namensgebenden Lauben, also Außenterrassen auf denen man bis tief in die Nacht gemütlich sitzen kann UND dann auch noch Benzingespräche führen kann. So gut wie keine Touristen aber dafür ein repräsentativer Querschnitt der einheimischen Bevölkerung.

Wenn Flying Haggis hier unten speist, dann führt ihn sein Weg in das Balkanrestaurant „Croatia“.
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www.croatia-trier.com

Gute Küche und wirklich gute Portionen. Geschmacklich fein und ein freundlicher Service. (BITTE das Restaurant nicht mit dem Balkanrestaurant in räumlicher Nähe zum Fußballstadion Trier verwechseln – dort sollte Euch euer Weg keinesfalls hinführen). Zu den Pizzen, die Ihr im Croatia auch ordern könnt kann ich keine Aussagen treffen, da ich dort immer nur die mehr als üppigen Fleischgerichte zu mir nehme. Zumindest optisch halten diese Pizzen aber den Vergleich mit den meisten Pizzerien durchaus stand.

Den Tipp „Zurlauben“ im Bezug auf unsere auswärtigen Gäste habe ich aber nicht ohne Grund gegeben. Also ihr Fremdlinge, die ihr die Anderstouren im Großraum Trier nachfahren möchtet → Wo übernachtet IHR eigentlich?

Jetzt könnte man, wenn man es sich einfach macht, eines der vielen Hotels in Trier empfehlen. ABER das macht Flying Haggis natürlich nicht. Übernachtet in einer Ferienwohnung in Trier UND zwar in der Ferienwohnung „Le Poisson d`or“ in der ihr mittendrin seid und nicht nur dabei.
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Nicht mittendrin im städtischen Treiben mit all den anderen Touristen sondern mittendrin in dem urigen Zurlauben dem früheren Trierer Fischerviertel.
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Direkt am Moselufer mit schönem Blick auf den Fluss und die Westseite von Trier mit den Sandsteinfelsen und der „Säulenmarie“ → einem der Trierer Wahrzeichen der Mariensäule. Da wo man eine wunderbare Motorradtour gemütlich ausklingen lassen kann. Bei einem Porz Viez, einem gepflegten Bierchen oder einem Moselwein.

http://ferienwohnungtrier.de/

Alpi Fährt – NEIN – Alpi sitzt

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…..und DAS ist auch gut so. Ich bringe für so ziemlich jeden, der mit einem Motorrad unterwegs ist Verständnis auf. Auch für die Tatsache, dass man (Frau) an der ein oder anderen Stelle unserer Touren über kurvige Landstraßen, die WIR als unser Terrain auserkoren haben, ein wenig zu schnell ist.

Was ich de facto nicht nachvollziehen kann ist wenn IRGENDJEMAND innerorts mit seiner Maschine am Gashahn zieht, dass er im Bereich Fahrverbot unterwegs ist.

WAS soll das? Und vielleicht noch ergänzend: WEM will DERJENIGE hier etwas beweisen? Innerorts mit überhöhter Geschwindigkeit – hat das irgendetwas mit Fahrkönnen zu tun?

Der werte Alpi hatte einen eigenen Youtube-Kanal auf dem er sich regelmäßig (selbst) darstellte. In den Medien stand anschließend etwas von etwa 80.000 Abonnenten oder Zuschauern oder was auch immer. Also müssen irgendwelche infantilen oder grenzdebilen Gemüter seine Darbietungen auch noch als etwas Tolles empfunden haben.

Der „Stern“ hatte in seinem Bericht über diese Person ein Ereignis recherchiert , welches acht Monate vor seiner schicksalhaften Begegnung mit dem dann getöteten Fußgänger stattgefunden hat. Es geht mir jetzt nicht darum, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits zu einem „Beinaheunfall“ mit massivem Personenschaden gekommen wäre, sondern um die Art und Weise WIE Alpi diese Szene kommentiert hatte. Sinngemäß steht im Stern:

In der Onboard-Videosequenz taucht schemenhaft ein Fußgänger auf und bleibt (wahrscheinlich vor Schreck) mitten auf der Straße stehen. Alpi weicht in letzter Sekunde aus.

Ist der behindert?“, schimpft er. „Was für ein behinderter Hurensohn. Er bleibt stehen. Ey, wie ein Reh. Er wäre gestorben. Ich hätte ihn in seine Einzelteile zerlegt, wie mein Lego.“

Da merkt man doch sofort mit welchem empathischen Menschen man hier zu tun hat.

Also zitiere ich einmal kurz die Pressemitteilung des Landgerichtes Bremen vom 24.01.2017 anlässlich der Hauptverhandlung gegen unseren werten Herrn Alpi.
Der Tatvorwurf lautete zunächst auf Mord:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24 Jahre alten Angeklagten vor, am Abend des 17.06.2016 mit seinem Motorrad der Marke „Kawasaki“, ohne dass er die zum Führen dieses Motorrades erforderliche Fahrerlaubnis besessen haben soll, in zwei Fällen grob verkehrswidrig und rücksichtslos falsch überholt zu haben. In einem Fall soll es dadurch zu keiner, in einem anderen Fall zu einer Beschädigung eines anderen PKW gekommen sein.

Unmittelbar nach den ersten beiden Taten soll der Angeklagte die Nordstraße stadtauswärts mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit befahren haben, als ein Fußgänger die Straße trotz einer für ihn – den Fußgänger – „rot“ zeigenden Ampel betrat. Infolge seiner überhöhten Geschwindigkeit soll dem Angeklagten ein Ausweichen oder Abbremsen nicht mehr möglich gewesen sein, so dass er den Fußgänger frontal erfasst und durch die Luft geschleudert haben soll. Der Geschädigte verstarb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.

Der Angeklagte soll einen Youtube-Kanal betrieben haben, um mit spektakulären Videos gefilmter Fahrten Einnahmen zu erzielen.

So weit die Ausführungen der Pressestelle des Landgerichts Bremen. Das lassen wir uns jetzt einmal auf der Zunge zergehen. Der tolle Hecht Alpi begeht also zunächst einmal strafrechtlich ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, im Volksmund Unfallflucht genannt. Im Verfahren wird diese aber letztendlich nicht faktisch belegt. Ohne gültige Fahrerlaubnis ist er obendrein noch unterwegs laut Anklageschrift.

Auf seiner Flucht tötet er dann einen Fußgänger, der zugegebenermaßen alkoholisiert war und bei Rot seine Fußgängerampel passiert hatte. NUR diesen Herrn hätte er de facto nicht erfasst, wenn er nicht mit diesem Tempo unterwegs gewesen wäre. Zwischen 97 und 108 km/h stellte der Gutachter vor Gericht fest. Da war er noch zu Beginn der Bremsung zwischen 48 und 53 m von seinem späteren Opfer entfernt. Bei den zulässigen 50 km/ hätte Alpi nach ca. 27 m gestanden und der angetrunkene Senior wäre locker nach Hause gewackelt.

2 Jahre und 9 Monate Haft waren diese Tathandlungen dem Landgericht Bremen in erster Instanz wert. Man wird sehen, was im sicherlich stattfindenden Revisionsprozess herauskommen wird.

Der Bremer Richter hat Vieles (aus meiner Sicht noch zu viel) für den Angeklagten sprechen lassen. ER sei kein Speed Junkie gewesen. So, so war er das nicht. Was ist denn mit seinem Youtube-Kanal in dem der sich ständig posen musste, wie ein It-Boy in der Regenbogenpresse. Wie war das noch mit dem Kommentar vor laufender Kamera … Ich hätte ihn in seine Einzelteile zerlegt wie mein Lego…ER sei auch durch den Unfall selbst derart schwer verletzt, dass er nicht mehr Motorradfahren könnte!

Was soll das denn jetzt? Das kommt mir vor, als ob ein Mörder, der seine Eltern umgebracht hat im Plädoyer um Milde beim Urteil bittet, weil er ja jetzt schließlich Vollwaise wäre.

2 Jahre und 9 Monate für ein Menschenleben. Für einen Menschen der nicht aus Verkettung unglücklicher Umstände aus dem Leben gerissen wurde, sondern einzig und allein, weil hier ein Showmacher unterwegs war, der sich eingebildet hat FAHREN zu können!

NUR ein richtiger KÖNNER würde Derartiges NIE machen und ein richtiger KÖNNER hat es nicht nötig einen derartigen Schwachsinn auch noch der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Unsere Motorräder sind NICHT GEFÄHRLICH! Ganz und gar nicht, denn eine Maschine, sei es ein Auto oder ein Motorrad, kann nicht gefährlich sein. Gefährlich ist immer nur DER, der auf einem Motorrad sitzt und in Folge seines Unvermögens, sei es fahrerisch oder wegen mangelnder Verstandesreife, aus diesem Gefährt etwas Gefährliches macht.

Alpi sitzt UND das ist gut so. Ich hoffe, dass WIR niemals einen Alpi II in unserer Mitte haben werden! Denn WIR fahren mit Verstand und mit Verständnis für andere auf unseren Straßen!

La La Land ODER doch Verständnis für die Briten?

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La La Land – ich habe den Film noch nicht gesehen obwohl sich die Kritiker vor Lob überschlagen und die Hybridvariante aus Musical und Spielfilm für mehrere Oscars vorgeschlagen ist.

Als ich aber das erste Mal den Filmtitel La La Land in den Medien vernommen hatte dachte ich unwillkürlich: Jetzt haben Sie die Geschichte der EU verfilmt. Das kann ja was werden!

So eine Seifenoper aus drittklassigen Darstellern, die ihren Zenit des Schaffens bei Weitem überschritten haben und jetzt in einer – Wie heißt das noch neudeutsch so schön „Daily Soap“ ihr Gnadenbrot fristen.

Wenn La La Land den Oscar erhält, dann müsste die EU in Verbindung mit meinem Lieblingsressortleiter in der deutschen Regierung die goldene Himbeere für die schlechteste Vorstellung des Jahres erhalten.

Wie begeistert war ich einmal von unserer europäischen Union und dem Gedanken jetzt ein einheitliches großes Ganzes zu schaffen, ohne Grenzen, mit einer gemeinsamen Währung und einer einheitlichen Rechtsprechung! UND einer einheitlichen Führerscheinregelung für alle Mitgliedstaaten.

Seit 28.12.16 gilt jetzt auch für uns Deutsche die europäische Regelung im Bereich der Führerscheinklasse A2:

Nur noch Maschinen mit einer Leistung von 35 Kw oder für uns ältere Semester 48 PS. Mit der europäischen Einschränkung, dass von A2-Fahrern genutzte, gedrosselte Varianten nur noch eine Höchstleistung von 95 PS haben dürfen.

Faktisch bedeutet dies die endgültige und vollständige Umsetzung der 3. EU-Führerscheinrichtlinie. Okay, okay – die hätte bereits Mitte des letzten Jahres umgesetzt werden sollen, bei genauerer Betrachtung sogar etwas früher, denn in „Resteuropa“ hat dies Gültigkeit seit 2013 – ABER – Wir sprechen hier schließlich auch von dem Fachressort des Herrn Alexander Dobrindt, welches unsere demokratischen Entscheidungsträger in den Gremien Bundestag und Bundesrat beraten sollte und da muss man auf den ein oder anderen gespielten Witz im Stile des bayrischen Komödienstadels gewappnet sein.

LEUTE – ich spreche jetzt nicht davon ob ich es für sinnvoll halte eine japanische Feuerklinge oder sonstiges Gerät mit annähernd 200 PS auf A2-konforme 48 PS zu drosseln! Ich spreche davon, dass wir genau um derartige Fälle sachgerecht und „bürgernah“ zu regeln ein europäisches Parlament haben (oder sollte ich besser sagen: Haben sollten?)

Stattdessen hat da wohl flächendeckend die deutsche Delegation dem Schlaf des Gerechten gefrönt ODER war gar nicht anwesend. Zumindest liegt letztere Variante nahe, wenn man Berichterstattungen aus dem EU-Parlament sieht und außer den Reinemachfrauen kein Mensch im Saal anwesend ist.

Jetzt wird uns auch noch die Besitzstandswahrung als besonderes Geschenk verkauft: Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie können weiterhin ihre derart gedrosselten Motorräder im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nutzen!

Jaaa – nur fahrt bei mir hier unten im Dreiländereck mit diesen Maschinen nicht mal schnell ins Großherzogtum Luxemburg tanken ODER nutzt den Wochenendtrip im Schwarzwald noch schnell zu einem Abstecher ins benachbarte Elsass um dem Col de la Schlucht oder dem großen Ballon die Aufwartung zu machen. DANN seid ihr nämlich Dank der deutschen Schnarcherei im illegalen Bereich unterwegs und fahrt nach EU-Recht faktisch ohne gültige Fahrerlaubnis.

Am allerbesten finde ich wirklich die Internetpräsentation unseres mit Fachkompetenz überbordend ausgestatteten Verkehrsministeriums

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LA/rechtliche-grundlagen-des-eu-fuehrerscheins.html?nn=284418

Da steht für alle Interessierten bereits auf der ersten Seite, natürlich leicht versteckt, ein mehr als vielsagender Hinweis:

Sollten Sie Fragen zu Einzelfällen der Erteilung und Entziehung der Fahrerlaubnis und zu Ihrem Führerschein haben, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige örtliche Fahrerlaubnisbehörde (Straßenverkehrsamt).

Wenn diese Seite korrekt gepflegt würde dann müsste hier im Anschluss stehen:

…… denn wir haben leider von dieser Materie überhaupt keine Ahnung.

Ich versuche in der Zwischenzeit zu recherchieren was Alexander Dobrindt tatsächlich beruflich macht. Ich vermute ja mittlerweile, dass der Mann ein kommunistischer Schläfer aus dem kalten Krieg ist und ihn irgendjemand (versehentlich) geweckt hat, um das Land der Dichter und Denker endgültig in den geistigen Abgrund zu treiben. Wahrscheinlich werde ich aber eher ermitteln können ob Florian Silbereisen mit Batterien funktioniert oder tatsächlich echt ist.

Manchmal gibt es Phasen – da habe ich tatsächlich Verständnis für das Verhalten der Briten!

Leib und Seele ODER Auf in den Odenwald

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Es gibt Dinge im Leben eines Menschen, da muss man (Frau) sehr stark sein. 2017 scheint bei Flying Haggis eine derartige Sinnkrise im Bezug auf die Nahrungsmittelaufnahme bevorzustehen.

Furchtbares hat sich im Jahre 2016 ereignet – NEIN – ich wiederhole jetzt nicht an dieser Stelle die Ereignisse, Attentate und Wahlen die einen am menschlichen Verstand zweifeln ließen. Meine aktuellen Probleme gefährden nicht derart den Planeten, sondern vielmehr den körpereigenen Feinkostcontainer von Flying Haggis.

Zwei meiner „Lieblingsfutterstellen“ sind geschlossen und müssen von meiner Einkehrliste gestrichen werden. Was für ein Verlust!

Da hat in Herl die gleichnamige „Herler Stuben“ geschlossen. Unser guter Manü, der Elsässer Koch in der Stuben, hat seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten und ich habe bereits Erscheinungen in nächtlichen Träumen bei denen mir seine traumhaften Steaks mit Gorgonzolasoße erschienen sind. Zum Glück habe ich in diesen Situationen noch nicht die Matratze aufgefressen.

In Trier hat auch der Insidertipp „Externes“ zu. Also keine wunderbaren Aufläufe mehr und auch keine der schmackhaften Fladen und Torten, die bei entsprechenden Chili-Zutaten für Erstbesucher immer mit den Hinweisen scharf oder sauscharf versehen waren. Also kein „Texaner“ mehr und die beste Sozia von allen trauert in stillem Gedenken an ihren israelischen Nudelauflauf mit Schafskäse.

LEUTE – ich bin auf der Suche um euch möglichst noch vor Saison- und damit Tourenbeginn gleichwertige Anlaufstellen in unserer Region anbieten zu können.

Wie ERNST diese SUCHE von Flying Haggis und der besten Sozia von Allen genommen wird seht ihr jetzt. Im Vorgriff zu Tourenvorschlägen im Bereich Odenwald kommt jetzt bereits der Hinweis zur inneren Einkehr.

Also grobe Richtung unser Anflug über Mannheim, Wertheim oder Heidelberg. Nachdem wir uns dann bei der Anreise über Streckenführungen wie der alten Bergrennstrecke Zotzenbach, Hesseneck und dem Sensbachtal die Reifen schon schön rund gefahren haben geht es jetzt über Beerfelden abwärts zum Neckar.

Mein übliches Problem bei den Touren im Zusammenhang mit einer möglichen Unterzuckerung der Fahrer/-innen ist hinlänglich aus den Anderstouren bekannt und erläutert. Vorbeugung ist angesagt und die lässt sich im nahen Eberbach vortrefflich in die Tat umsetzen. Also an der Neckarpromenade angekommen links abbiegen (→ Mosbach) und dann wenig später der Beschilderung in Richtung Zentrum folgen. Die Navifahrer unter uns geben einfach die Friedrichstraße 5 in 69412 Eberbach ein.

http://www.cafe-viktoria.de/

Selbst wenig sensiblen Lesern fällt beim Studium der Tortennamen eine gewisse Affinität des Cafe Viktoria zu den Königshäusern in Europa auf. Man fühlt sich ein wenig wie Queen Elisabeth und ihr königliches Gefolge beim mittäglichen Tee – wobei ich natürlich einen guten Kaffee oder Espresso bevorzuge. Kuchen und Torten sind wirklich alle lecker und die ein oder andere Variante auch prämiert, sowie per Versand erhältlich falls einen zu Hause der Hunger überkommt.

Also Kaffeepause haben wir jetzt gemacht, haben aber das leidige Problem:

WO schlagen wir jetzt unsere Basistation für unsere Odenwaldtouren auf. Wobei der Vorschlag der jetzt kommt auch für einen Abstecher ins durchaus schnell erreichbare Kocher- oder Jagsttal gut ist.

Raus aus dem Cafe Viktoria und ab über die Neckarbrücke auf die andere Uferseite. Hier bergan durch den Ort und der Beschilderung nach Neunkirchen gefolgt. Schöne Routenführung, kurvig bergan auf gutem Asphalt. Genau richtig um die Tour abendlich ausklingen zu lassen.

Die Navifahrer geben 74867 Neunkirchen, Zeilweg 16 ein. Die anderen fahren einfach bei Ortsanfang Neunkirchen in die erste Straße links ab und rollen dann am Waldrand entlang bis sie auf das Hotel Stumpf stossen.

http://www.hotel-stumpf.de/

Und hier findet jetzt jeder / jede was. Die Damen lassen es sich bei einer Wellness- oder Kosmetikbehandlung gut gehen. Die Herren gehen entweder zur Massage und lassen sich den malträtierten Rücken durchkneten oder halten Benzingespräche im Saunabereich. Alternativ geht DAS auch am Beckenrand von dem kleinen, aber feinen Hallenbad. Dort sogar mit Getränkeservice.

Hervorzuheben ist ebenfalls die exzellente Küche des Hauses Stumpf. Sowohl die Steaks, als auch der Fisch sind auf den Punkt gebraten und nach den Viergangmenüs stehen sogar kanadische Holzfäller gesättigt vom Tisch auf. Das Ganze jetzt auch noch verbunden mit einem sehr aufmerksamen und dazu noch humorvollen Service. Selten genug in der Servicewüste Deutschland.

Der Morgen wirft für uns jetzt ein kleines Problem auf – was aber zu bewältigen ist, wenn man bereit ist Opfer zu bringen. Das Frühstücksbuffet ist derart umfangreich bestückt, dass man bei Genuss sämtlicher angebotener Produkte wahrscheinlich schon wieder reif ist für das Bett. Also Obacht, wenn wir zu unserer Ausfahrt in Richtung Odenwald, Jagsttal oder Kochertal starten und sämtliche körperliche Ressourcen im Verdauungstrakt gebunden sind.

Soweit die ersten Einkehr- und Übernachtungstipps zum Jahr 2017. Die Tourenempfehlungen folgen zeitig.

Venire contra factum proprium ODER soziale Kompetenz Teil 2

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Ja Leute ich weiß → es hört sich ziemlich nach dem Latein in den Asterixheften meiner Jugend an. Obwohl – zwischendrin werfe ich ganz gerne mal wieder ein Blick in die Heftchen, verbunden mit einem Schmunzeln.

Aber jetzt sind wir fast vom Thema weg und zum Schmunzeln ist es schon gleich gar nicht. Aktuell geistert es wieder durch die Gazetten obwohl das Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Frankfurt schon um mehr als ein Jahr zurückliegt.

Am 18.08.2015 war es und unter dem Az.: 22 U 39/14 des OLG Frankfurt ist es zu finden.

https://openjur.de/u/851932.html

Damit sind wir auch bei unserem „Asterixlatein“ aus der Überschrift und der Urteilbegründung, dessen Ableitung sich im Grundsatz von Treu und Glauben im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wiederfindet. Nach der Definition dieses unbestimmten Rechtsbegriffes ist es eine unzulässige Rechtsausübung, wenn innerhalb eine Schuldverhältnisses oder einer anders gearteten rechtlichen Sonderverbindung der Berechtigte selbst eine tatsächliche Situation geschaffen hat, auf deren Bestand der andere Beteiligte vertrauen durfte und auch vertraut hat.

Diejenigen unter uns, die bereits das zweifelhafte Vergnügen einer Gerichts-verhandlung hinter sich haben, wissen was sich hinter einem Urteil eines OLG verbirgt. Richtig – hier war bereits irgendein Gericht vorher mit dem Fall betraut. In unserem Fall war es das Landgericht (LG) Darmstadt am 16.01.2014 und danach ging der „Kläger“ in Berufung.

Kläger war in diesem Fall (wie IHR aus den Presseberichten wisst, handelte es sich um eine 4-köpfige Gruppe von Motorradfahrern), der Fahrer an Position 2. Nr. 1 kollidiert in einem Kurvenverlauf mit einem entgegenkommenden PKW. Und das war es im besagten Fall schon mit den Klarheiten. Denn unser Kläger, also Fahrer Nr. 2, behauptet sein Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst zu haben UND dies ohne Sturz oder Kollision. Vielmehr habe nun der Fahrer Nr. 3 (im aktuellen Fall der Beklagte) die Schuld, da er (wegen zu geringen Sicherheitsabstandes) seine Maschine nicht mehr ausreichend abbremsen konnte und dann in das Fahrzeugheck von Nr. 2 krachte. Dadurch wäre mithin der Sturz von Nr. 2 verursacht worden und die daraus resultierenden Folgeschäden.

Soweit so gut oder vielmehr so schlecht. Da hat jetzt jemand einen (unverschuldeten) Schaden [wenn WIR die Auffassung von Nr. 2 teilen], den er beglichen haben möchte und zieht vor Gericht und da haben wir in Deutschland den Grundsatz: Im Zweifelsfall für den Angeklagten UND genau der zieht jetzt.

Denn das LG konnte nach der Beweiserhebung und dem Sachverständigen-gutachten nicht ausreichend sicher feststellen, dass der Beklagte (also Nr. 3) mit seinem Motorrad gegen das Heck des Motorrads des Klägers gestoßen sei und dieses zu Fall gebracht habe. Es sei nicht auszuschließen, dass die Beschädigungen am Heck der Maschine von Nr. 2 und an der Front des Motorrades von Nr. 3 durch Kollisionen während der Rutschphase, insbesondere mit den Fahrbahnbegrenzungen, eingetreten seien.

Genau gegen diese Bewertung des LG Darmstadt ging jetzt unser Fahrer Nr. 2 in Revision und hoffte auf ein anderslautendes Urteil des OLG Frankfurt.

Pustekuchen!

Auch der Frankfurter Senat des OLG teilte die Auffassung des LG Darmstadt, insbesondere unter dem Aspekt, dass die „Reihenfolge“ der Gruppe je nach Verkehrssituation und anderen Umständen auch gewechselt hatte. Des Weiteren wird formuliert über das durchaus im Straßenverkehr vertraute Bild von Motorradfahrern in der Gruppe, bei der alle den erforderlichen Sicherheits-abstand nicht einhalten.

Somit geht das OLG Frankfurt in seiner weiteren Urteilsbegründung davon aus, dass alle Beteiligten in der Gruppe einvernehmlich ein besonderes Risiko eingegangen sind, um das entsprechende Gruppenfahrgefühl zu erreichen. Jedem der Gruppe hätte die gleiche Situation passieren können wie dem Kläger. Dass der Fahrer an Position 4 unfall- und sturzfrei hindurchfahren konnte, mochte daran liegen, dass er eine geringfügig längere Reaktionszeit hatte als die vor ihm fahrenden Motorradfahrer. Sämtliche Teilnehmer der Gruppe nahmen mithin billigend in Kauf, dass entweder sie selbst oder der hinter ihnen fahrende Fahrer bei einer Unfallsituation oder sonstigen Störungen nicht ausreichend bremsen konnte und es mithin zu Schädigungen der anderen Gruppenteilnehmer kommen konnte. Dieses bewusst fahrlässige Handeln schließe die Haftung einzelner Gruppenmitglieder untereinander damit zwingend aus.

Bingo!

Ja und jetzt – was bedeutet das Ganze jetzt für uns im Motorradalltag? Das entscheidende Problem ist, das Urteile eines OLG oftmals präjudizierende Wirkung haben. Soll heißen: Jedes andere Gericht, welches einen ähnlich gelagerten (oder weitestgehend ähnlichen) Sachverhalt zu verhandeln hat, wird jetzt zunächst das o. a. Urteil aus dem Hut zaubern und sich darauf berufen. UND dann werden WIR höchstrichterlich zu hören kriegen: Sie hatten untereinander keinen ausreichenden Sicherheitsabstand und die Reihenfolge innerhalb ihrer Gruppe war ständig wechselnd und nicht festgelegt!

Für MEIN persönliches Dafürhalten bleibe ich einfach weiter bei meinen Ausführungen in dem Artikel „Soziale Kompetenz“ und dann bin ich – egal in welcher Gruppe – auf der sicheren Seite → wenn sich ALLE daran halten!

2 fast 4 you!

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Die Rennsportszene im Motorradbereich verfolge ich ja, wie Ihr wisst, bereits seit einigen Jahren. Irgendwie haben mir es die Kerle und auch die wenigen Mädels in der Szene angetan, also aufrichtige Bewunderung allenthalben.

Könnt ihr euch noch an die (aus meiner Sicht) goldenen Zeiten der Superbike-WM erinnern? Habt ihr SIE noch auf dem Schirm die Herren Fogarty, Phillis, Russell, Slight, Falappa und wie sie alle hießen? Das war so Anfang bis Mitte der 90er des zurückliegenden Jahrtausends. Als sich die Helden der Halbliterklasse in der Motorrad-WM mit Zweitaktmonstern herumschlugen, die in etwa so zu fahren waren wie sich ein wilder Mustang im Rodeo reiten ließ. Nur etwas für ganz hartgesottene Burschen mit einer lebensverachtenden Grundeinstellung oder zumindest der Maxime, dass ein gebrochener Knochen keinerlei Grund für Wehklagen darstellt. Der „gelbe Schein“ war nur dann eine Option, wenn die Mechaniker den Fahrer nicht mehr auf seine Maschine heben konnten. Und so fuhren sie dann auch die Schwantz, Mamola, Lawson, Rainey und Doohan. Am Ende ihrer Karriere dann meist mit derart viel Metall im Körper, dass selbst die Detektoren an den Flughäfen vom Dauerpiepton hinter die Luft kamen.

Genau in dieser Zeit ist ES das erste Mal passiert! Die eigentlichen seriennahen Maschinen aus der Superbikeszene kamen an die Referenzzeiten der Könige des Motorradsports der 500er Klasse heran. Immer näher robbten SIE sich an die Rundenzeiten der Halblitermaschinen. Warum?

Weil diese Monster ohne jegliche heutige Fahrhilfen wie Traktionskontrollen etc. nur noch für ganz wenige, nahezu übermenschliche Fahrer beherrschbar waren. In Anbetracht der Verletzungen dieser Stars gewinnt der Begriff „beherrschbar“ aber einen bitteren Beigeschmack.

WARUM dieser Rückblick? Weil es wieder geschehen ist! Ganz aktuell bei den nachsaisonalen Testfahrten in Jerez.

Hier trafen Fahrer der Moto GP Klasse auf ihre Pendants aus der Superbike. Und was ist passiert?

Der amtierende Weltmeister und Titelverteidiger der SBK-WM Johnny Rea hämmerte in Jerez, bei nicht einmal optimalen Witterungsbedingungen, mit seiner Kawasaki eine neue Rekordrunde auf den Asphalt. Bei 1:38,721 min blieb die Uhr stehen. Schneller als der Doctor mit seiner Moto GP Yamaha im Frühjahr bei seiner Polezeit in Spanien.

Natürlich ist die Superbike-Kawasaki von Jonathan Rea nicht vergleichbar mit einem Serienprodukt der ZX 10. Aber dennoch nahe dran in dieser Silhouettenrennklasse. Okay die Superstockklasse wäre noch näher dran aber dennoch – Wir sprechen hier von einer Maschine, die einer Serienbasis entspringt und auf der anderen Seite von reinrassigen Prototypen. Vollgestopft mit allem was Technik und Ingenieurskunst hergibt – und das ist einiges.

Sind wir wieder angekommen an dem Punkt, den wir bereits ganz leicht in den besagten 90ern touchiert hatten? Ist jetzt die Wende bei den Motorradrennen, zumindest bei den Rundenzeiten zu vermelden. Das wir alle selbst im Motorradrennsport feststellen müssen, dass schiere Leistung allein nicht schneller macht, sondern FAHRBARKEIT!

Ich bin gespannt was sich IRTA und FIM einfallen lassen. Wie lange werden sie diese Entwicklung beobachten ohne einzugreifen? Oder rufen am Ende die Stars der Superbikeszene den Helden der Moto GP zu 2 fast 4 you!

Motorrad Grand Prix Saison 2016

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Was hatten wir jetzt für eine Moto GP Saison 2016? War das spannend? Ganz ehrlich hatte ich in allen drei Klassen erwartet, dass es mit unterschiedlichen Protagonisten spannend bleibt bis zuletzt – soll heißen bis zur abschließenden WM-Station in Valencia.

Und dann so etwas! Da stehen lange vor Saisonende bereits -2- der Titelträger fest und die Luft ist weitestgehend heraus soweit man sie am Titelkampf festmacht. Nach der vorletzten Station war dann auch noch der letzte vakante Titel in der Moto 2 vergeben. Valencia war dann also nur noch das „Schaulaufen der Meister“ um die Metapher aus dem Eiskunstlauf an dieser Stelle zu nutzen.

Gut in der „Wundertüte“ Moto 3 konnte man zu Beginn nicht unbedingt mit dem Namen Brad Binder rechnen obwohl alleine die Teamzugehörigkeit zu Aki Ajo einen Fahrer bereits in den erweiterten Kreis der Titelanwärter bringt.

 

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Da musste man zumindest den Namen Romano Fenati auf alle Fälle auf dem Schirm haben – Aber der Schirm klappte dann nach einigen unfreundlichen Eskapaden von Fenati (5) beim VR46-Team schlagartig zu. Obwohl noch in Schlagdistanz zur Spitze der WM-Tabelle war Schicht im Schacht und der Doctor setzte seinen Fahrer sprichwörtlich auf die Straße. So musste dann der junge Teamkollege Nicolo Bulega (8) die Kohlen für VR 46 aus dem Feuer holen.

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Im letzten Drittel der Moto 3 Saison sah es zunächst nur noch nach einem Zweikampf Binder vs. Navarro, der aber frühzeitig zugunsten von Brad Binder beendet war.

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Navarro bekam dann auch noch Besuch von den Italienern Enea Bastianini und Francesco Bagnaia die ihm den Weg zum Vizetitel streitig machten. Wobei man die Mahindra von Bagnaia nicht mit dem früheren Modell vergleichen kann mit dem sich ein deutscher Fahrer zu Moto 3 Zeiten abplagen musste. Jetzt funktionieren diese Teile im wahrsten Sinne des Wortes wie „Schweizer Uhrwerke“.

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Was war mit meinem Geheimfavoriten dem französischen Fahrtalent im deutschen Kieferteam in Leopardfarben? Fabio Quartararo blieb über die gesamte Saison hinter seinen Möglichkeiten und hinter meinen Erwartungen zurück. Das Erstere dürfte für ihn schwerwiegender sein. Auf erstklassigem Material weit hinter seinen Möglichkeiten zurück endete er auf einem 13. Gesamtplatz.

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Knapp vor meinem Geheimfavoriten landete unser deutscher Vertreter Peter Öttl auf  Platz 12 des Gesamtklassements. Einige recht gute Vorstellungen über den Saisonverlauf verteilt reichten aber nicht aus, um in der Endabrechnung unter den begehrten ersten Zehn aufzutauchen.

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Also vollkommen verdient und souverän herausgefahren – Weltmeister Moto 3 der Saison 2016 Brad Binder auf KTM.

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Platz 2 in der Gesamtwertung und damit Vizeweltmeister Enea Bastianini. Platz 3 an den, nach Verletzungen tapfer kämpfenden, Jorge Navarro. Den vierten Gesamtplatz rettet trotz eines Sturzes im letzen Rennen und damit einem Salto Nullo Francesco Bagnaia. Nach einem fulminanten letzten Rennen und Platz 2 in Valencia landet der Spanier Joan Mir in Leopardfarben nur um ein „Pünktchen“ von Bagnaia getrennt auf Platz 5. Damit wurde er auch Gewinner in der Rookie-Wertung der Moto 3.

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Ein Kapitel der besonderen Sorte ist auch die Betrachtung der Moto 2 Saison 2016. Was hatte ich für Hoffnungen auf unsere -3- deutschen Starter in dieser Saison gesetzt. Alle auf Topmaterial von Kalex unterwegs und somit auf Augenhöhe zur unmittelbaren Konkurrenz. Kaum einmal konnten sie, ihre sicherlich vorhandenen Fähigkeiten, in Szene setzen. Die Dramaturgie der Drehbücher in den Rennen schrieben meistens andere und das waren die üblichen Verdächtigen aus dem zurückliegenden Jahr in der Moto 2.

So kristallisierte sich relativ schnell in der Saison heraus, dass der Titelträger in der Moto 2 entweder der Titelverteidiger Johann Zarco oder sein letztjähriger Herausforderer Alex Rins sein könnte.

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Hatte man zu Saisonbeginn noch den Namen Sam Lowes

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ergänzend im Kopf musste man schnell erkennen, dass hier wahrscheinlich ein genetisches Problem im Weg steht. Sowohl Sam in der Moto 2, als auch sein Bruder Alex in der SBK WM (mit einigen Wildcard-Starts in der Moto GP) haben auf sämtlichen Rennstrecken dieser Welt in einigen Kiesbetten Zweitwohnsitze angemeldet. Also das leidige Problem, welches von dem alten Spruch begleitet wird:

Wenn Du ein Rennen als Sieger beenden möchtest – dann musst Du zunächst das Rennen beenden!

Und so sahen wir ein um`s andere Mal unseren Sam Lowes mit hohen Wertungen für den künstlerischen Wert von seiner Maschine absteigen. Sollte er dieses Manko endlich abstellen dann……………

Aber da hätte sicherlich noch der ein oder andere etwas dagegen einzuwenden. Wer da als erster zu nennen wäre ist Franco „Morbido“ Morbidelli aus der Nachwuchsschule von Valentino Rossi. Schön konstant steigerte sich Morbidelli über die Saison betrachtet und war ein eifriger Punktesammler. 8 Podestplätze und 2 x Platz 4 standen am Ende zu Buche und damit ein erstklassiger 4. Gesamtrang im WM-Klassement. Nur um die Winzigkeit von einem Punkt von seinem unmittelbaren Konkurrenten Alex Rins und damit Platz 3 in der Gesamtwertung getrennt. Für mich ist Morbidelli DER WM-Kandidat für die Moto-2 Klasse 2017.

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Im deutschen Lager wurden Highlights nur von Jonas Folger gesetzt und die auch nicht in der Zahl, die man zu Saisonbeginn erwarten durfte. Fünfmal war er zu Besuch auf dem Podest – dabei einmal ganz oben. Sicherlich ein Highlight seiner diesjährigen Saison der zweite Platz beim Heimrennen auf dem Sachsenring.

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Nach fantastischem Kampf mit dem späteren Sieger Johann Zarco musste sich Jonas wirklich nur um Zentimeter geschlagen geben. Gut gemacht! Das Manko bei Folger ist einfach, dass er nur auf Strecken die ihm fahrerisch liegen vorne mit dabei ist. Bei eher ungeliebten Strecken findet er einfach nicht das Tempo, das ihn zumindest in Schlagdistanz zu seiner, um den Titel kämpfenden, Konkurrenz halten würde. Im Moto GP Team von Tech 3 muss das anders werden, sonst wird sein Moto GP Gastspiel ein kurzes Intermezzo.

Aus deutsch“sprachiger“ Sicht war da zumindest der Schweizer Tom Lüthi noch am ehesten in der Lage in der Spitzengruppe eine Rolle zu spielen.

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Gegen Ende der Saison wurde der Schweizer sogar noch richtig munter und lieferte sich nach zwei Siegen hintereinander in Japan und Australien einen heißen Kampf um den Vizetitel in der Moto-2-Klasse mit Alex Rins.

Wer weit unter meiner Einschätzung im Frühjahr lag war Marcel Schrötter. Trotz Topmaterial von Kalex und in einem (unter Fahrerbeteiligung Jonas Folger) nachweislichen Siegerteam waren die Ergebnisse von Marcel über das Jahr nicht besser, als mit dem unterlegenen Tech 3 Material der beiden Vorjahre. Wir werden sehen zu was er im Dynavolt-Team in der kommenden Saison fähig ist. Prognosen wage ich diesmal jedoch nicht zu stellen.

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Der ebenfalls unter Dynavolt-Farben startende Sandro Cortese stand in der aktuellen Saison weit im Schatten seines Teamkollegen Jonas Folger. Ein Podestplatz mit Topmaterial und mittlerweile ausreichender ErFAHRung in der Moto-2-Klasse war einfach zu wenig.

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Verdienter Weltmeister und Titelverteidiger, der Einzige der seit Einführung der Moto 2 diesen Titel verteidigen konnte Johann Zarco. Der Franzose winkt noch einmal kurz zum Abschied – bevor er die Moto 2 in Richtung Tech 3 und Moto GP verlässt.

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Die Moto GP versprach auf Grund der Neuerungen in Sachen Elektronik und dem Wechsel auf die Pneus von Michelin viel. Ausgeglichener sollte es werden und irgendwie war es DAS dann auch, denn selten in den letzten Jahren sah man derart viele unterschiedliche Gesichter auf dem obersten Podest.

Da stand ein Maverick Vinales mit seiner Suzuki in der nächsten Saison Stallgefährte vom Doctor bei Yamaha.

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Da war ein Cal Crutchlow, der endlich und auch hochverdient auf die oberste Stufe des Podestes klettern durfte und dies gleich zweimal in der Saison 2016.

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Auch der mal wieder in einer Saison vom Pech verfolgte Dani Pedrosa stand einmal auf dem ersten Platz ausgerechnet auf dem Circuit Marco Simoncelli wo sich der Doctor doch gerade dort so viel vorgenommen hatte.

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Und da waren die beiden „Andrea“ bei Ducati, die nach gefühlter Ewigkeit, dem Werk aus Borgo Panigale zwei Siege schenkten und damit Sieger auf der roten Göttin die nicht Casey Stoner hießen.

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Es können also auch noch andere auf „la Bestia“ gewinnen und DAS wird Jorge Lorenzo sicher mit Aufmerksamkeit verfolgt haben, denn er trägt in der Saison 2017 die Hoffnungen der Ducatisti.

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Im Bezug auf den Fahrertitel hat sich die Fahrerpaarung bei Yamaha selbst geschlagen. Zu viele individuelle Fehler und zwischendrin spielte dann auch noch die ansonsten so zuverlässige Technik den Piloten ein Schnippchen. So stand früh – allzu früh – und anders als im Vorjahr der Weltmeister fest.

Großartige Verwunderung hat es natürlich nicht hervorgerufen, dass der Titelträger wieder aus Spanien kommt. Ist doch nur einer über den gesamten Saisonverlauf in der Lage der spanischen Armada Paroli zu bieten.

Also Platz 1 und Weltmeisterschaft für den Fahrer mit der geringsten Fehlerquote im Jahr 2016 Marc Marquez. Er kann zu Recht sein Banner in die Luft reissen.

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Der Vizetitel wie im letzten Jahr für den „Doctor“ und Altmeister Valentino Rossi.

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Platz 3 wahrscheinlich für den Fahrer, der darüber am meisten enttäuscht ist, weil es sein letztes Jahr auf der Yamaha M 1war: Jorge Lorenzo. Ob er auch nach zwei Jahren, wie einst der desillusionierte Valentino Rossi, von der roten Göttin wieder auf die Marke mit den Stimmgabeln wechselt?

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Apropos wechseln! Der bislang einzige deutsche Vertreter in der Königsklasse Stefan Bradl wechselt ebenfalls.

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Ihn sehen die deutschen Rennsportfans im kommenden Jahr in der SBK WM auf einer neuen Honda Fireblade. Ob wir IHN in dieser Klasse mehr als hinterherfahren sehen? Warten wir es ab und schauen positiv nach vorne. Nach vorne deshalb weil wir ja mit Jonas Folger einen „neuen“ Vertreter in der Moto GP haben. Wir erwarten mit Spannung was er mit der Tech 3 in der kommenden Saison zu leisten im Stande ist.

Was erwartet UNS jetzt 2017? Der 10. WM-Titel von Doctor Valentino Rossi oder jubeln die Tifosi in ROT über den Moto-GP-Titel von Jorge Lorenzo auf der Ducati? Vielleicht erleben wir aber auch eine Überraschung und sehen einen ganz anderen spanischen Titelträger → Maverick Vinales könnte auf der Yamaha für eine Überraschung gut sein. Lassen wir uns überraschen und freuen wir uns jetzt schon auf eine spannende Saison 2017 → mit der ein oder anderen Überraschung, die ja das Salz in der Rennsuppe sind.

Impressionen aus den Klassen:

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Wo MH 6 draufsteht ist Maria HERRERA drin.

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Khairul PAWI → der über das Wasser gehen kann.
2 x 25 Punkte in strömendem Regen.

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Luca MARINI → konzentrierte Blickführung ist
die halbe Miete in der Kurve.

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„Domi“ Aegerter → Schweizer Wurzeln kann man
nicht verbergen. Weithin sichtbar auf dem Helmdekor.

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Auch mit einer Tech3 lässt es sich in der Moto 2
richtig schräg um die Ecken stechen.

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Eugene LAVERTY → auch im 2-stelligen Bereich
sind schnelle Leute. Eine mehr als harte Nuss für
Stefan Bradl in der SBK-WM 2017. Eugene dann auf
der pfeilschnellen Aprilia.

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Die TECH 3 – Fahrerpaarung im nächsten Jahr in
orange bei KTM → Ready to Race. UND das Team
neue Heimat von Jonas Folger.

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Jack „Ass“ Miller überraschender Sieger im
Regenrennen.