Der Weg ist das Ziel – Teil II ODER Glücklich sein ist der Weg

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Wir waren ja erst kürzlich im philosophischen Bereich unterwegs und tourten mit unseren Maschinen im Hochwald und Hunsrück umher, so versuchen wir das Ganze jetzt auf der anderen Moselseite. Auch hier können wir unter unserem Leitsatz „Der Weg ist das Ziel“ unserer Phantasie freien Lauf lassen. Denn wie sagte bereits Einstein: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Das Straßennetz in der Eifel ist sicherlich ebenfalls begrenzt, aber es dauert noch eine ganze Weile bis wir sämtliche mögliche Streckenführungen miteinander kombiniert und absolviert haben.

Also nichts wie raus aus Trier. Diesmal in Flussrichtung betrachtet auf der linken Moselseite, die B 53 zum Einrollen genutzt. Aber wirklich nur kurz, denn bei der Abzweigung in Richtung des Stadtteils Biewer verlassen wir die Bundesstraße bereits und rollen kurz in den Ort ein. Kurz bedeutet, dass wir nach 700 – 800 m erneut links abbiegen (Talstraße) auf die K 5 in Richtung Butzweiler.

Im Grunde genommen verbleiben wir erst einmal im weiteren Streckenverlauf nach Butzweiler auf dieser Kreisstraße, obwohl die Widmung dann später K 24 lautet, bis zu einer Kreuzung an der wir uns nach rechts orientieren und dann im weiteren Verlauf durch die Ortslage Butzweiler rollen. Die Ortsendung Weiler finden wir in der Eifel und im Hunsrück häufiger. Auch in der Schweiz gibt es artverwandte Endungen bei Ortsnamen, die dann auf –wil enden. Der Begriff stand ursprünglich für eine Wohnsiedlung, die lediglich aus wenigen Gebäuden bestand. Also größer als eine Einzelsiedlung aber kleiner als ein Dorf. Zwischenzeitlich bleibt festzustellen, dass sich Butzweiler seit seiner Namensgebung zu einem größeren Dorf gemausert hat. Wir sind jetzt bereits auf der L 43 der wir in wunderbaren Kurven bis nach Kordel folgen.

In Kordel einfach dem Verlauf der Straße folgen bis wir dann einen Bahnübergang und das Flüsschen Kyll rechtsabbiegend überqueren. Unmittelbar hinter der Brücke führt unser Weg nach Links, dem Flusslauf der Kyll immer zu unserer Linken folgend. Wir sind immer noch auf der L 43 und wundern uns wahrscheinlich darüber welch kleine Sträßchen hier in der Region eine Widmung als Landesstraße erhalten. Uns kann es egal sein – Hauptsache eine schöne Streckenführung mit interessanter Landschaft und ausreichend Kurven.

Durch den kleinen Ort Daufenbach geht es dann aufwärts über Schleidweiler nach Zemmer, wo wir in der Ortslage nach Links abbiegen in Richtung Orenhofen (Orenhofener Straße – K 33). Der Vorfahrtstraße in der Ortslage Orenhofen folgend landen wir an der Kreuzung zur L 2 und biegen erneut links ab nach Auw. Die L 2 ist jetzt eine Weile unser „kurviger Begleiter“ zunächst in einigen engen Kehren bergab nach Auw. Wer die heutige Route vielleicht in umgekehrter Fahrtrichtung angeht, dem sei hier ein wunderschöner Biergarten empfohlen. Im Alten Pfarrhaus in Auw lässt es sich wunderbar rasten
http://www.pfarrhaus-auw.de/ SAM_2625
Überhaupt beschleicht einen bei der Talfahrt in das Örtchen das Gefühl, dass man versehentlich in die Welt der Modelleisenbahnbauer geraten ist. Knuffiger Ort im romantischen Kylltal und eine kleine Bahnlinie obendrein → Märklin H 0 eben.
Weiter geht es über Idenheim nach Meckel. Wahrscheinlich ist es uns jetzt noch zu früh, um in unserer altbekannten Raststation dem „Landgasthof Herrig“ in Meckel Station zu machen.

Also setzen wir unseren Weg auf der L 2 nach Wolsfeld fort und befahren die „Bergrennstrecke Wolsfelderberg“ in Rennrichtung nach Holsthum. Mit einer Streckenlänge von 1.640 m ist der Wolsfelderberg die kürzeste Bergrennstrecke Deutschlands. Dennoch sollte man die Streckenführung mit ihrer 9%igen Steigung nicht unterschätzen, da die Straßenbreite gerade einmal 5 m beträgt. Die Ideallinie ist also schmaler als man glauben mag. Der Streckenrekord mit den Formelfahrzeugen steht seit 2004 auf einer Zeit von 1:00,090 min. Der Rekord mit einem Tourenwagen (Lancia Delta S 4) ist mit 1:01,891 min. nur unwesentlich höher. Für uns nicht zur Nachahmung empfohlen.

Je nach Startzeit für unsere heutige Tour könnte jetzt das Zeitfenster für ein Mittagsmahl erreicht sein. Wem also nach einer Pause ist der kann, kurz vor unserer nächsten relevanten Kreuzung, rechts am Landgasthaus Oberbillig einkehren und gemütlich Verpflegung aufnehmen.
http://www.landgasthaus-oberbillig.de/

Ansonsten biegen wir direkt an der besagten Kreuzung nach rechts ab in Fahrrichtung Mettendorf (Neuerburg) auf die L4, um nach knapp 2 km nach rechts auf die L 7 abzubiegen. Über Peffingen und  Wettlingen geht es auf der mittlerweile topfeben instandgesetzten L 7 schön kurvig in Richtung Oberweis.
In Oberweis angekommen benutzen wir nur kurz die B 50 in Richtung Sinspelt (Vianden).

Bereits nach einem knappen halben Kilometer führt unser Weg erneut nach rechts auf die K 65 in Richtung Baustert. Etwa 400 m hinter der Ortslage Baustert biegen wir links auf die K 64  ab, der wir dann über Rußdorf bis zur Kreuzung der L 8 nach Utscheid folgen. Jetzt sind wir schon bald in fast heimatlichen Gefilden, weil wir Orte und Strecken bereits von anderen Touren gut kennen, denn an der nächsten Kreuzung landen wir knapp hinter Sinspelt an der L4 nach Neuerburg.

Wir rollen in die Ortslage Neuerburg ein und visieren die gut sichtbare Burg im Ortszentrum an, denn dort biegen wir nach links auf die K 50 ab. Wer bislang noch nicht pausiert hat, der/die kann unmittelbar nach dem Abbiegen rechts auf den Marktplatz auffahren und in Kylls Cafe einkehren. Bei gutem Wetter auch gerne auf der Außenterrasse Platz nehmen.
https://kyllscafe.de/

Über das kleine Kreutzdorf führt unser Weg nach Koxhausen. Jetzt kreuzen Mühlen unseren Weg. Zunächst landen wir in Herbstmühle.
Der Name geht nicht auf die uns bekannte Jahreszeit zurück, sondern auf den Eigennamen Herbert. So ist dann wohl mit der Zeit und auch etwas der Mundart geschuldet aus der Herbertsmühle die Herbstmühle geworden.
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In der Folge biegen wir in einer Linkskurve links nach Gaymühle ab und folgen dem Streckenverlauf am Gaybach weiter bis nach Rodershausen. In der Ortslage Rodershausen geht es für uns rechts ab und nur kurz (etwa 1 km) folgen wir dem Verlauf der L 1 bis wir rechte Hand den Thielenhof sehen. Jetzt ist für uns Zeit wieder einmal unseren europäischen Nachbarn das Großherzogtum Luxemburg aufzusuchen. Links ab auf die L 10 nach Gemünd und bei wunderbar ruhiger Streckenführung hinab zu unserem Grenzfluss Our.

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Wenn wir diesen überquert haben wieder nach links in Richtung Vianden. Zu Beginn waren wir ja bereits im philosophischen Bereich unterwegs und genau dies passt jetzt auch auf unsere Streckenführung: Es gibt keinen Weg zum Glück – Glücklich sein ist der Weg. Zum glücklich sein fährt Flying Haggis die N 10 (also auf der luxemburgischen Seite, die Sauer zu unserer Linken) bis Stolzemburg und überquert dann bereits wieder die Sauer um auf deutsche Gefilde zu gelangen.

Auf der K 47, wunderbar geschwungen, hinauf bis zur nächsten Kreuzung und dann nach rechts auf der L 1 über Bauler nach Obersgegen.
Der andere Weg zum glücklich sein lässt uns einfach auf der N 10 verbleiben und durch das Städtchen Vianden rollen. Dank unserem Mitblogger „Rudi Rüpel“ haben wir hier auch eine gute Station zum Speisen gefunden und wer auf dem Hungerast sitzt kann hier seine Kohlenhydratspeicher auffüllen.

http://www.hotelvictorhugo.lu/

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Nicht ohne zuvor das obligatorische Foto der Burg Vianden für das heimatliche Poesiealbum zu fertigen.
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Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert erbaut, zählt die Burg sicherlich zu den imposanteren Anlagen ihrer Zeit und war Wohnsitz der mächtigen Grafen von Vianden, die auch recht gute Beziehungen zum deutschen Kaiserhof pflegten. Erinnern wir uns noch an unseren letztjährigen Ausflug der uns auch durch Dasburg führte? König der Niederlande, Herr von Dasburg? Ja, die Niederlande sind näher als man denkt. Auch in Vianden hatte das holländische Königshaus lange die Finger mit im Spiel und bei der langen Aufzählung der Titel des holländischen Königs taucht auch Graf von Vianden auf. Die restlichen Titel erspare ich mir hier an dieser Stelle, weil es derart zeitaufwendig ist, dass schon einmal das warme Buffet über die Aufzählung erkalten kann.

Es geht für uns weiter auf unserer heutigen Runde und selbst Ortsunkundige haben sicherlich bereits bemerkt, dass wir schon in grober Richtung zu unserem Ausgangsort unterwegs sind. Diejenigen, welche die Variante Obersgegen auf deutscher Seite gefahren sind biegen an der Kreuzung nach rechts auf die B 50 in Richtung Vianden ab, ohne aber den Ort zu erreichen. Einige Meter nach einer (Rechts-) Spitzkehre führt uns der weg links ab in Richtung Roth an der Our auf die K 5.

Die „Vianden-Variante“ fährt durch die Ortslage und dann dem Straßenverlauf am Restaurant „Victor Hugo“ folgend in Richtung deutsche Grenze. Dann ebenfalls der Wegweisung in Richtung Roth an der Our folgen.

Den Flusslauf zu unserer Rechten passieren wir auf der K 5 die Ortschaften Ammeldingen und Wallendorf bis wir an die Kreuzung zur L 1 gelangen, wo wir rechts abbiegen und dem Streckenverlauf nach Bollendorf folgen.

Übrigens unser Gaybach von eben mündet hier in Wallendorf in die Sauer. Auf der L 1, die hinter Echternacherbrück zur B 418 mutiert, bleiben wir bis Minden, wo wir kurz auf die L 4 in Richtung Irrel abbiegen.

Natürlich haben wir hier auch noch eine Variante für unseren Heimweg. Der orientiert sich stark daran wo jetzt unsere Präferenzen liegen. Haben wir bereits ausreichende Pausen gemacht und Nahrungsmittel zu uns genommen?

Dann an der Einmündung Minden links abbiegen.
Überkommt uns jetzt ein Hungergefühl stark gepaart mit einer Unterzuckerung? Dann auf der B 418 bleiben und entweder in Wintersdorf bei „Hildes Bauernstübchen“ über die Kuchentheke herfallen oder ein Stück weiter in Mesenich im „Johannishof“ die gewerkschaftliche Pause einlegen. Von dort ist es nur noch der berühmte Katzensprung zu unserem Ausgangsort Trier.

Bevor unsere „Abbieger“ in die Ortslage Irrel gelangen geht es für sie erneut rechts ab in Richtung Eisenach, Helenenberg auf die wunderbar „renovierte“ L 40. Wunderschön kurvig geht es hier bergan nach Eisenach und im weiteren Verlauf gelangen wir über Helenenberg nach Welschbillig. Zwischenzeitlich sind wir auf der B 422 und landen in Kordel. Da war doch was heute am frühen Morgen?

Weil wir aber auf dem Heimweg sind und da auch ruhig einmal eine D-Zug-Variante einspielen können bleiben wir auf der B 422 bis Trier-Ehrang und damit sind wir fast schon wieder „zu Hause“ oder an unserem Ausgangsort angekommen. Nur noch wenige Kilometer und wir sind wieder im Zentrum von Trier und haben heute eine wunderbare und kurvige Wegstrecke ohne Ziel hinter uns gebracht.

War es heute der Weg zum Glück ODER war doch Glücklich sein unser Weg? Das bleibt jedem in seiner Bewertung selbst überlassen.

Ohne Mampf kein Kampf!

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Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass bei unseren Anderstouren außer den Kurven die guten Verpflegungsstellen Hauptbestandteil sind.

Jetzt geht es in der Folge nicht um eine neue Anderstour, sondern darum bereits vorhandene Streckenführungen ein wenig um „zusätzliche Einkehrmöglichkeiten“ zu ergänzen. Dies frei nach dem alten Motto:

Ohne Mampf kein Kampf – oder auch – Ohne Verpflegung keine Bewegung!

Die alte Tour „Ein Wirtshaus in Spessart“ war ja bereits hinreichend mit guten Anlaufstellen gespickt. Dennoch möchte ich diese Tour, oder vielleicht alternative Routen aus eurem hauseigenen Repertoire in dieser Region, noch um eine wirklich schöngelegene Pausenstation ergänzen.

Wenn wir unsere alte Route „Ein Wirtshaus in Spessart“ als Grundlage nehmen, so hatten wir eine Bildungspause in Jammelshofen im Motorradmuseum eingelegt.
Von dort rollen wir direkt quer über die B 412 auf die K 3 in Richtung Siebenbach.  Im weiteren Verlauf der K 3 in Richtung der Ortschaft Acht und hier in der Ortslage nach links abbiegen auf die K 11 nach Langenfeld. Hier im Ort, an der ersten größeren Kreuzung nach rechts abbiegen und am Ortsende führt uns unser Weg erneut linksabbiegend auf die K 14 talabwärts. Abwärts im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Streckenführung durch den Wald führt in engen Serpentinen derart nach unten, dass man am Ende den Zugang zum Hades vermutet. Stattdessen zeigt uns, unten angekommen, ein fast nicht zu übersehendes Hinweisschild den Weg zu unserem Ziel nach Links – auf nach Langscheid und hier zur Wacholderhütte. Ein wunderbar ruhig gelegenes Plätzchen zum Pausieren und zur Verpflegungsaufnahme bei einer tollen Aussicht.
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Lediglich an den Montagen gönnt sich das Team einen Ruhetag und ansonsten ist die Wacholderhütte ab 12:00 Uhr geöffnet mit warmer Küche und leckerem hausgemachten Blechkuchen, wie bei der Oma daheim.

http://www.wabelsberger-wacholderhuette.de/

Apropos Kuchen. Wir hatten ja bereits einige Touren, die irgendwo im Bereich der Mosel landeten. Zuletzt unsere Route „Der Weg ist das Ziel I“. Da ging es nach einer Pause im „Wilddieb“ über eine wunderbare Streckenführung die K 85 abwärts nach Mehring.
Wer hier bei der Runde die Pause in der kleinen gemütlichen Pizzeria hat ausfallen lassen der sollte, Ortsausgang Mehring in Fahrtrichtung Schweich, in Höhe des dortigen VW-Händlers nach rechts abbiegen (für die Navi-Fahrer: 54346 Mehring Bachstr. 1). Dann rollen wir unmittelbar auf eine alternative Pausenstation zu, die auf den Namen „Cafe Kuchentraum“ hört.
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Nomen est Omen treffen wir hier auf eine wunderbare Auswahl an unterschiedlichen Torten und Kuchen, die allesamt wirklich einen ausgiebigen Test wert sind. Man(n) / Frau könnte sich quer durch das Kuchenbuffet arbeiten, wenn es nicht diese blöden Auswirkungen auf unsere Leder- oder Textilkombis hätte.
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Zur Not müssen wir eben den Reißverschluss offen lassen damit der „Feinkostcontainer“ ausreichend Platz findet.

Viel Spaß beim Testen der neuen Raststationen und Guten Appetit.

 

They never come back!

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So hieß es früher im Boxsport und nur ganz selten wurde dieser Leitsatz von Sportlern durchbrochen.

In Sachen Motorsport, speziell bei der Moto GP Klasse, gilt dieses eherne Gesetz gleichfalls. Nur einmal kann ich mich an einen regelrechten Paukenschlag erinnern als der vormals vom Ducati Werksteam in die Superbike WM zurückversetzte Australier Troy Bayliss, nach gerade errungenem WM-Titel in der SBK-WM, das abschließende Rennen in Valencia in der Moto GP bestreiten durfte. Er bedankte sich bei Ducati mit einem famosen Start – Ziel – Sieg, damit verbunden mehr Führungsrunden als der damals (2006) gekürte Moto GP Weltmeister Nicky Hayden.

Ansonsten galt They never come back!

Momentan bin ich mehr als zwiegespalten bei den Meldungen um unseren Moto GP Fahrer Stefan Bradl. Er wechselt in die Superbike WM auf Material von Honda. Wer in den zurückliegenden beiden Saisons irgendetwas in der SBK gewinnen wollte musste auf den grünen Raketen aus Hamamatsu sitzen oder auf einer Ducati (und in dem Fall am besten Chaz Davies heißen).

War das der richtige Schritt für einen Fahrer mit 26 Jahren?

Was hat UNS (den deutschen Motorradsportfans) Stefan Bradl nicht schon für Freude bereitet. Gefühlte Lichtjahre nach dem letzten WM-Titel eines deutschen Fahrers 2011 den Titel in der Moto 2 Klasse nach Bayern geholt. Dazu auf deutschem Fabrikat (Kalex), in einem deutschen Team (die Brüder Kiefer) und als i-Tüpfelchen obendrauf  auch noch mit einem deutschen Sponsoren (Viessmann).

 

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Im folgenden Jahr kam der sicherlich logische und konsequente Wechsel in die Moto GP und im LCR-Kundenteam von Lucio Cecchinello war genau der richtige Platz für den Einstand in die Klasse der „Meister“.

Nach einer richtig guten Rookiesaison kam dann sogar im zweiten Jahr in Laguna Seca der erste Podestplatz für Stefan Bradl. Das nicht nur für IHN sondern auch der erste Podestplatz in der Moto-GP Geschichte für einen deutschen Fahrer.

 

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Was dann folgte war Stagnation in der Entwicklung und eine Anhäufung von Fehl- oder zumindest zweifelhaften Entscheidungen. Mit welchen Teams hatte man Stefan Bradl, laut Medienberichten, nicht alles in Verbindung gebracht. Da wurde das wiedereinsteigende Suzuki Werksteam genannt und die Mannschaft rund um Aprilia!

Wo hatte Stefan abschließend unterschrieben? Bei NGM Forward den ersten der Verlierer aus der Rubrik der Claiming Rule Teams, bzw. Open Bikes. Bevor ER dann abschließend in der Konkursmasse des zweifelhaften Teambesitzers unterging folgte in der Sommerpause 2015 der überstürzte Wechsel (aber einzige Option) in das Aprilia Werksteam.

 

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Und hier ist jetzt erneut Schluss für unseren Stefan Bradl. Offerten gab es im Verlauf der aktuellen Saison laut Presse genug. Hier wurde das ambitionierte Team von Tech 3 genannt, wo in der kommenden Saison Jonas Folger sein Glück in der Moto GP versuchen wird. Zuletzt kam Avintia mit dem bärenstarken Ducati-Aggregat ins Gespräch. Am Sachsenring sollen Gespräche geführt worden sein mit der Zusage von 2016er Motoren und entsprechender Unterstützung aus Borgo Panigale. Sogar Gigi Dall`Igna, der schlitzohrige Chef der Ducati-Crew, hatte sich in die Gespräche mit eingeschaltet. Zu was diese Maschinen mit dem richtigen Fahrer fähig sind hat Hector Barbera im „Schlepp“ von Marc Marquez am Sachsenring im Training gezeigt.

ALLES war keine Option für Stefan Bradl – ABER stattdessen die Superbike-WM mit der neuen Fireblade von Honda!

Die früheren Absteiger aus der Moto-GP Klasse die zu WM-Ehren in der SBK kamen saßen allesamt auf siegfähigem Material. Carlos Checa auf Ducati, Max Biaggi auf der Aprilia.

Die zweikampfstarken Recken von der britischen Insel vom Schlage eines Johnny Rea, Tom Sykes und Chaz Davies werden jetzt nicht in vornehmer Zurückhaltung den Ex-Moto GP Piloten Bradl vorbeiwinken zum Siegertreppchen. Hier stehen beinharte Zweikämpfe an und auch das Fahrerfeld hinter den drei Vorgenannten zählt nicht zur Abteilung der Nasenbohrer.

Ich befürchte leider, dass sich zu den bisherigen Fehlentscheidungen eine weitere hinzugesellt hat. Ich wünsche es IHM wirklich von Herzen aber ich glaube nicht daran, dass sich Stefan Bradl in der SBK durch herausragende fahrerische Leistungen wieder für die Moto GP empfehlen kann. Vielmehr steht auch hier zu befürchten, dass sich nach zwei Vertragsjahren der „leise Abschied“ einstellt und die motorsportliche Karriere von Stefan Bradl zu Ende geht.

ABER vielleicht (und hoffentlich) belehrt ER mich ja eines Besseren und bügelt mit der neuen Honda Fireblade in der SBK-Szene alles platt. Einen Superbike-Weltmeister hatte Deutschland schließlich auch noch nie!

 

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Moto GP Sachsenring 2016

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Wir haben Juli 2016 und der Sommer in Deutschland lässt immer noch auf sich warten. Was nicht auf sich warten lässt ist der alljährliche Pflichttermin für die Motorradsportbegeisterten in Deutschland → Der große Preis von Deutschland steht an und auf geht es zum Sachsenring.

Wer an den letztjährigen Bericht zurückdenkt weiß Bescheid WO es Flying Haggis hinzieht!

Korrekt! Das Basislager für das Rennwochenende wird wieder im Hotel „Alte Mühle“ in Chemnitz bezogen.

http://www.hotel-alte-muehle.de

Bei Klaus Degenhardt und seinem kompetenten Serviceteam sind wir seit Jahren sehr gut und freundlich, ja fast schon familiär, aufgehoben und die exzellente Küche tut ein Übriges, um ein rundweg gelungenes Rennwochenende noch „runder“ und gelungener zu machen. An dieser Stelle erlaube ich mir aus gegebenem Anlass folgenden sachdienlichen Hinweis in eigener Sache:
Das ist
KEINE Werbung für das Hotel Alte Mühle – sondern vielmehr ein gutgemeinter Einkehrtipp für ALLE die im Großraum um den Sachsenring und Chemnitz nach einer sehr guten Bleibe suchen. Auch wenn einer/eine von euch ein Fahrertraining auf dem nahen Sachsenring besucht. Der Hinweis ist mit KEINERLEI Zuwendungen jedweder Art verbunden. Dies gilt auch für meine sonstigen Tipps, die Euch lediglich gute Einkehr- und Übernachtungstipps bescheren sollen OHNE manipulierte Suchmaschinen und Hotelportale zu Rate ziehen (und dann „reinfallen“) zu müssen.


Wahrscheinlich sagen jetzt einige: Flying Haggis – Wir lesen gar nicht erst weiter, denn bei deiner Saisonvorschau und deinen Tipps hast Du ordentlich daneben gelegen!

 

Stimmt – ich hatte zu Saisonbeginn einige Risikotipps in Moto 3 und der Moto 2 Klasse gesetzt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und auf Favoriten oder die Titelverteidiger kann jeder setzen. Bei der Moto 3 hatte ich u. a. auf Fabio Quartararo gesetzt. Der junge Franzose liegt aktuell noch weit unter meinen und wahrscheinlich auch unter seinen eigenen Erwartungen zurück. Hier feuert der Südafrikaner Brad Binder in der Gesamtwertung vorneweg ein Feuerwerk ab, welches an Danny Webb im zurückliegenden Jahr erinnert.

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Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Ihm diese Leistungsentwicklung nicht zugetraut hätte und ihn höchstens zwischen den Plätzen 4 – 7 angesiedelt hätte. Hut ab für Brad Binders grandiose Leistung bislang und clever herausgefahren, von dem Missgeschick in Assen einmal abgesehen. Ansonsten ist zumindest Romano Fenati, von meinen üblichen Verdächtigen, noch einigermaßen in Schlagdistanz zu dem Südafrikaner.

Bei der Moto 2 hatte ich in diesem Jahr mit dem absoluten Durchbruch von Marcel Schrötter gerechnet.

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Fahrerisch mindestens auf Augenhöhe mit seinem besten Kumpel Jonas Folger, aber nach meiner Einschätzung zweikampfstärker, bin ich bei aktuellem Material von Kalex von seinem Erfolg überzeugt gewesen. Möglicherweise wäre ein Mentalcoach für Marcel nicht die schlechteste Idee, denn er ist meilenweit von seiner möglichen Performance entfernt. Das kann man auch von Jonas Folger sagen. Eigentlich einer der Mitfavoriten hat man derzeit das Gefühl, dass die frühe Vertragsunterzeichnung in der Moto GP bei Tech 3 den Deutschen in seinem Tatendrang merklich
bremst.

Jetzt nur keine Verletzung mehr riskieren und den Saisonstart 2017 vermasseln!“

Ist das der Gedankengang? Dann sollte er sich schnell davon lösen, denn bei Herve Poncharal steht er schneller vor der Tür als er schauen kann, sollte die Leistung nicht stimmen.
Vorne bei der Moto 2 sind DIEJENIGEN, die man bei der Betrachtung des letzten Jahres auch bereits vorne gesehen hat. Nur eben in einer anderen Reihenfolge. Hier bieten die Protagonisten Alex Rins, Sam Lowes und der amtierende Weltmeister Johann Zarco den Zuschauern einen sehenswerten Dreikampf um den Titel. Warum zähle ich den Schweizer Tom Lüthi nicht mit dazu. Weil er zwar ein Siegfahrer auf seinen „Lieblingsstrecken“ ist (und bleibt) aber auf Kursen die weniger seinem Gusto entsprechen lediglich ein Punktefahrer ist. Mit wem ich de facto im vorderen Bereich des Klassements niemals gerechnet hätte ist der Malaye Hafizh Syahrin.

In der Moto GP bietet sich uns das gewohnte und erwartete Bild. Der Doctor Valentino Rossi allein auf weiter Flur gegen die spanische Armada. Vom Regenrennen in Assen und dem Geniestreich von Jack „Ass“ Miller einmal abgesehen. Gratulation nach Australien.

ABER jetzt rein in den SACHSENRING und zum Rennwochenende 2016.

Die Trainings verliefen den Eigenheiten des Sachsenrings entsprechend. Insbesondere den Assen der Moto GP merkte man anfänglich an, dass SIE einige Runden benötigten um den neuen Michelin Pneus das richtige Vertrauen entgegenzubringen. Der „linkslastige Kurs“ mit seinen -10- Links- und nur -3- Rechtskurven brachte schon die Bridgestonetechniker in den zurückliegenden Jahren zum Stirnrunzeln. Tief in meinem Inneren machte ich mich bereits mit dem Gefühl vertraut, dass wahrscheinlich ein kleiner Spanier auf einer Honda am Sonntag das oberste Podium erklimmen wird. Pedrosa und Marquez sind ausgewiesene Freunde der Rundstrecke in Sachsen. Und so war es dann auch abschließend nach dem Qualifying. Marc Marquez setzte eine überlegene Bestzeit und in seinem unmittelbaren Dunstkreis hielt sich der, in der Fahrerszene als „Hinterradlutscher“ verpönte, Hector Barbera auf seiner Avinita Ducati auf. Das brachte ihm den zweiten Platz in der Startaufstellung ein. Dazu möchte ich hier anmerken, dass man dieses Verhalten zwar anprangern kann, aber auch in sich gehen sollte, ob man dieses Tempo beim „Hinterherfahren“ halten kann? Wer es nicht kann sollte in Stille verharren und die Leistung zumindest würdigen oder akzeptieren. Mit einem Respektabstand folgte unser Doctor Rossi auf Platz 3. Der Name den jetzt wahrscheinlich ALLE vermissen
– Jorge Lorenzo – war erst auf Platz 11 zu finden. Der amtierende Weltmeister kam am Wochenende mit dem Kurs überhaupt nicht zurecht und sorgte mit -3- massiven Stürzen für einige Arbeit bei seinen Mechanikern.

Die Moto 2 stand dann auch wieder unter dem Stern der bisherigen Trendsetter in der Saison. Zarco und Rins fuhren sich permanent mit starken Zeiten in den Vordergrund der Zeitenliste. Frühzeitig war klar – DAS HIER geht nur über diese Jungs und jeder der auf das Podest will kann sich auf einen geharnischten Zweikampf gefasst machen.

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Wer diesen Kampf annahm war der Assen-Sieger Nakagami, der in den letzten Minuten des Trainings noch an Johann Zarco vorbeizog und die Bestzeit markierte.

Wie üblich ging es in der Moto 3 mit einem munteren Wechselspielchen hin und her. Allerdings ohne das unsere Landsleute irgendwelche Akzente setzen konnten. Ganz vorne Enea Bastianini, gefolgt von Andrea Locatelli auf seiner KTM des Leopard Teams, sowie Aron Canet auf der Honda in den Estrella Galicia Farben. Die Führenden in der Gesamtwertung Brad Binder und Jorge Navarro begnügten sich mit den Plätzen 6 und 5, zeigten aber mit ihren Zeiten, dass über die Renndistanz mit ihnen zu rechnen ist.

Die Rennen am Sonntag standen dann unter den üblichen Vorzeichen des diesjährigen Motorradsommers. Hält das Wetter oder nicht. Wetterfrösche sagten ausgerechnet Regen ab 14:00 Uhr voraus – also genau zum Start der Moto GP. Man kann sagen, dass sich hier die Meteorologen etwas getäuscht hatten. Es goss bereits in den frühen Morgenstunden in Strömen und die bei trockenem Wetter ausgefahrenen Einstellungen an den Fahrwerken konnten im Warm Up nochmals schnell auf „Regen“ korrigiert werden.

Das Moto 3 Rennen war von den Bedingungen her eher etwas für einen erfahrenen Surfer.

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Wer die Saison 2016 bisher mit verfolgt hat kommt wahrscheinlich bereits auf einen bestimmten Namen. Die Verdächtigen aus dem Training namens Locatelli und Bastianini hatten sich zeitig nach dem Start in Position gebracht. Der deutsche Protagonist Philipp Öttl verschwand, nach guten Zeiten im Warm Up im Nassen, im Rennen sofort in der Versenkung.
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Keine Punkte im Rennen und DAS am heutigen Tage – waren doch genau die Bedingungen um sich einmal in Szene zu setzen und zu zeigen zu was man im Stande ist.
Das übernahm dann ein anderer und das in einer Form, dass die Zuschauer nachhaltig begeistert waren. Der Malaye Khairul Pawi, bereits in Argentinien im Regenrennen erfolgreich, zeigte der Elite der Moto 3 Klasse, dass IHN eine nasse Rennstrecke nicht im Mindesten beeindrucken kann.

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Permanent die schnellsten Zeiten im Feld fahrend setzte Pawi sich zügig vom Feld ab und siegte souverän mit 11 Sekunden Vorsprung. Zwischenzeitlich hatte er diesen auf bis zu 17 Sekunden ausgebaut und wurde DANN nachhaltig von seiner Boxencrew aufgefordert das Tempo zu drosseln, da überhaupt keine Gefahr mehr bestand. Das Podest in der Moto 3 komplettierten die düpierten etablierten Locatelli und Bastianini.

Dann war Moto 2 angesagt. Für mich ist die Nachfolgeklasse der 250er die Klasse in der deutsche Fahrer Zeichen setzen können. WIR sind hier gut vertreten und bekanntermaßen sind unsere -3- Aushängeschilder Folger, Schrötter und Cortese auch ausgewiesene Regenspezialisten.
Es fing auch gut an und ließ GROßES erhoffen. Jonas Folger und Marcel Schrötter waren beide gut gestartet und hielten sich in der Spitzengruppe mit den Assen Zarco, Rins und Morbidelli auf.

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Wie ein roter Faden durch die Saison verläuft aber auch die Pechsträhne von Marcel Schrötter. Noch im ersten Renndrittel meldete er sich ins Kiesbett ab und begrub dort alle seine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis beim Heim-GP.
Das war etwa der Zeitpunkt als Jonas Folger etwas den Kontakt zur 3er-Spitzengruppe verlor und es danach aussah, dass dieses Podest ohne deutsche Beteiligung bestückt wird. Jonas nahm sich aber nur eine kleine Auszeit um seinen malträtierten Regenreifen Zeit zur Erholung zu geben.
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Als sich Morbidelli auf dem Weg ins Omega ebenfalls mit einem Sturz ins Kiesbett aus der Spitzengruppe abmeldete blies Jonas Folger zum Angriff. Und der war fulminant bis die letzte Kurve. Beim Zweikampf mit Johann Zarco ging Jonas auf einer anderen Linie an Zarco vorbei, hatte aber dadurch nicht mehr ausreichend Kurvenspeed mitgenommen um seinen knappen Vorsprung über die Ziellinie zu retten.
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So hörten die Zuschauer die Marsellaise statt der deutschen Hymne – bejubelten aber einen starken Jonas Folger der alles gegeben hatte und mit Platz 2 belohnt wurde. Alles richtig gemacht! Julian Simon komplettierte das Podest vor dem Italiener Mattia Pasini. Dem Belgier war der dritte Platz zu gönnen, fuhr er doch ein fehlerfreies Rennen.
Das konnte man von Sandro Cortese leider nicht behaupten. Der Italoschwabe warf im Verlauf des Rennens seine Kalex gleich zweimal weg.
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Jetzt zur Moto GP. Ein derartiges Rennen habe ich noch nicht gesehen. Ein derartiges Durcheinander allerdings auch schon lange nicht mehr. Flag to Flag Rennen war angesagt. Etwas Anderes war auch auf Grund der Wetterbedingungen gar nicht möglich.

Nasse Strecke – ALLE gehen mit den Regenreifen an den Start und los geht es. Der Altmeister Valentino Rossi gewinnt zunächst den Start – aber einige Regenspezialisten in seinem Nacken, die der Wasserfontäne der Yamaha folgen. Im Herzen immer noch Ducatisti war euer werter Erzähler dann alsbald sehr erfreut. Der schnellste Polizist Italiens Danilo Petrucci zog mit seiner Ducati und Andrea Dovizioso im Schlepptau vorbei.

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Was für ein Bild: Drei Italiener vorne und auch noch -2- Maschinen meiner Lieblingsmarke dabei.
Aber jetzt Schluß mit der parteiischen Berichterstattung. Marc Marquez (häufige Leser meines Blogs wissen, dass ich kein ausgewiesener Freund des kleinen Spaniers bin) hatte zwischenzeitlich massiv an Boden verloren und scheinbar war er in Gedanken mit einer Idee befasst.

Die Strecke begann abzutrocknen und es standen noch jede Menge Runden aus. Lohnt sich jetzt der Maschinenwechsel? Für Marc Marquez keine Frage mehr. Der einzige der bereits auf einer Slickbereiften Ducati um den Kurs schlingerte war Andrea Iannone. Das war allerdings aus der Not geboren, weil er Maschine Nr. 1 bereits einmal im Kiesbett abgelegt hatte und diese reichlich waidwund an die Box geschleppt hatte.

Marc Marquez fuhr also an die Box und wechselte auf die Slicks, bzw. auf die entsprechend bereifte Werkshonda. Und was dann passierte nötigt mir den allergrößten Respekt für den kleinen Spanier ab. Auf einem stellenweise vielleicht 30 cm breiten trockenen Asphaltband bolzte er mit seiner Honda bereits in der ersten Runde um 5 Sekunden schneller um den Kurs, als der Rest des Feldes – Tempo steigend.

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Es war abzusehen, wenn ER die Geschwindigkeit halten kann – und die Ideallinie wurde trockener und trockener – dann wird der kleine Spanier einen nach dem anderen aufschnupfen.
Und der Rest des Feldes kam Marc Marquez noch auf unerklärliche Weise zu Hilfe.
Als sich die Fahrer, ein alter Hase wie Valentino Rossi eingeschlossen, endlich dazu entschlossen zum Maschinenwechsel an die Boxen zu kommen war die „Messe gelesen“ und Marc Marquez überlegener und verdienter Sieger des Laufes am Sachsenring – Wieder einmal!

Im geschlagenen Feld kam es dann noch zu einem sehenswerten Kampf um die Plätze zwei und drei. Der verwegene Brite Cal Crutchlow fuhr seine LCR Honda zur Freude von Lucio Ceccinello, der gar nicht mehr hinsehen konnte, auf den zweiten Platz.

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Und auf den letzten Metern zog Andrea Docizioso noch mit seiner Werksducati an der Kunden-Duc von Scott Redding vorbei.
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Auf Platz Fünf landete dann sogar noch eine Duc. La Bestia von Andrea „Maniac“ Iannone, der Mann der als erster wie auf rohen Eiern um den nassen Kurs auf Slicks schlingerte belohnte sich noch mit Platz 5.

Ein wunderbares Rennwochenende am Sachsenring ist zu Ende und es steht zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen. Nicht nur was die jetzt schon feststehende Verlängerung des Großen Preises von Deutschland angeht – sondern auch was den STANDORT angeht. Hier gehört die Veranstaltung hin und HIER soll sie auch bleiben!

Impressionen vom Sachsenring:

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Auch große Menschen finden auf einer Moto 2 Platz

 

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Training gut gelaufen Räder in die Höh` I

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Training gut gelaufen Räder in die Höh`II

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Italiens schnellster Polizist

 

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LORENZO – das komplette Wochenende verwachst

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La Bestia I

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La Bestia II

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SUZUKI – Training stark – Rennen vergessen

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Auch im Training wird gekämpft

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Jack „Ass“ Miller – 2. starkes Regenrennen nach Assen

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Starker 3. Platz bei der Moto 2 – da kann man unter Freunden schon
einmal „Abklatschen“

ADAC – Kompetenz in Sachen Motorsport?

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Da glaubt man doch oftmals nicht mehr seinen eigenen Ohren oder beim Lesen den eigenen Augen zu trauen, wenn man dieser Berichterstattung und den Informationen folgt.

Da macht sich der ADAC, oder sollte ich besser sagen der Alleinherrscher in der Organisation und Sportchef Herr Tomczyk, Gedanken darüber den Großen Preis von Deutschland der Motorräder vom Sachsenring zu verlegen! Der Hockenheimring böte sich ebenfalls an!

http://www.motorsport-total.com/motorrad/news/2016/05/deutschland-grand-prix-hockenheim-statt-sachsenring-16052406.html

Hört, Hört!

Die nächste organisatorische Meisterleistung der deutschen Lobbyorganisation für Motorsport für alles mit vier, sowie in Ausnahmefällen auch einmal mit zwei, Rädern bahnt sich an. Hat der gelbe Club in den zurückliegenden Jahren nicht bereits genug Reputation verloren?

Also rein vom Logistischen her müsste euer Flying Haggis in Jubel ausbrechen, wurde er doch auf dem Nürburgring und dem badischen Kurs in Hockenheim über Jahrzehnte sozialisiert. Der Anfahrtsweg zur Veranstaltung würde sich auf -1- bzw. -1 ½- Stunden reduzieren. Das wäre was! Schnell morgens zu Hause frühstücken und dann zum Rennen zügig aufbrechen, also ein lockerer Tagesausflug.

Wenn ich an die letzten Veranstaltungen dieser Art auf meinen alten „Lieblingsstrecken“ denke und diese mit den Rennen seit meinem ersten Besuch 2002 bis heute auf dem Sachsenring vergleiche, dann kann ich nur eines sagen:

MACHT DAS NICHT!

Macht es nicht, wenn Euch nur etwas an dieser Veranstaltung und den treuen Motorsportfans liegt. Die komplette Region rund um den Sachsenring von Hohenstein-Ernstthal bis Chemnitz L(I)EBT dieses Rennen UND seine Besucher und akzeptiert diese als Freunde, die eben nur einmal im Jahr (nach Hause) zu Besuch kommen. Herzlich werden hier die Motorradfahrer und -innen aufgenommen und bewirtet.

Am Wochenende vom 10. – 12. Juni zog es 30.400 begeisterte Rennfans an die Strecke in Hohenstein-Ernstthal. War Grand-Prix oder Superbike-WM?

Nein Herr Tomczyk – die ALTEN HELDEN der Szene gaben sich ein Stelldichein am Sachsenring und wohl in Gedenken an den US-Präsidenten John F. Kennedy teilte der alte Recke Jim Redman den Besuchern am Ring mit, dass er ein Hohenstein-Ernstthaler ist und ER es jetzt mit seinen -84- Jahren auf den Strecken dieser Welt sein lässt. Also kein Wiedersehen mehr im Renndress mit dem Ex-Weltmeister.

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Das da eben korrekt gelesen Herr Tomczyk? 30.400 Zuschauer – Dreißigtausendvierhundert! Und das Schöne ist, dass man im Stammhaus in München nicht sagen kann – Man hätte das NICHT gewusst! Der ADAC war nämlich Ausrichter dieser Veranstaltung.

30.400 Zuschauer bei einem Classicrennen. Wenn SIE das auf dem Nürburgring oder dem Hockenheimring veranstaltet hätten, dann wären die Streckenposten und die Sanitäter, gemeinsam mit den Fahrern, in Überzahl gewesen. Sozusagen eine Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Rennsport findet mit dem Herzen statt. Zumindest bei den Fans. Momentan scheint bei DER Motorsportorganisation schlechthin in Deutschland kein Herz mehr für den Motorsport zu schlagen, sondern nur noch etwas im Stile einer Geldzählmaschine.

Die erste Quittung für ihre kommerzielle Verfahrensweise in Sachen Motorsport werden SIE bei dem nächsten deutschen Rallye-WM-Lauf in Deutschland erhalten, den SIE ab 2017 aus meiner Heimatstadt Trier ins benachbarte Saarland verlegt haben. Mammon lässt grüßen. Die nächste Quittung erhalten SIE, wenn sie den Motorrad-WM-Lauf an einen anderen Austragungsort als den Sachsenring verlegen. Anstatt mehr als 200.000 Rennbesucher über das Wochenende – leere Ränge. Wer`s mag – dem geschieht natürlich recht!

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Herr Tomczyk SIE sind der Verantwortliche des ADAC in Sachen Motorsport – Hände weg vom Sachsenring ODER die Rennfans unter den Motorradfahrern servieren IHNEN eine Rechnung, die SIE bei der nächsten Hauptversammlung des ADAC nicht mehr schönrechnen können!

Gehen Sie in sich und führen Sie Selbstgespräche ODER haben Sie Angst davor sich selbst einmal die Meinung zu sagen?

Ruhe in Frieden?

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Das Erste was mir bei den Burschen immer in den Sinn kam war – Unzerstörbar! Aber DAS ist die falsche Einschätzung auch wenn SIE einen immer wieder zum Zweifeln bringen, wenn SIE nur Minuten nach katastrophalen Stürzen mit ihren Maschinen wieder die Boxengasse hinausfahren, als ob nichts passiert wäre.

Natürlich wissen diese Profis um die Gefahr rund um ihren Sport und der Zuschauer weiß es ebenfalls. Dennoch habe ich jedes mal einen Kloß im Hals, wenn es wieder passiert. Vor allem wenn es dann auch noch derartige Sympathieträger trifft wie Salom und Simoncelli.

Unzerstörbar – erinnert IHR euch noch an Jugendzeiten? Da stand immer unzerbrechlich auf den Kämmen und DAS hat einen immer wieder herausgefordert DAS Ganze auszutesten. Die waren zerbrechlich – man musste sich nur die entsprechende Mühe geben. Genau wie die Titanic nicht unsinkbar war. Das hat der Kahn bereits bei seiner Jungfernfahrt unter Beweis gestellt.

 

Die Fahrer in der Motorrad-WM sind auch nicht unzerstörbar. Das letzte Grand-Prix-Wochenende in Barcelona hat es wieder einmal gezeigt. Da ist Luis Salom „El Mexicano“ beim Training der Moto 2 tödlich verunglückt.
Und unwillkürlich habe ich mich direkt wieder an den letzten Fahrer erinnert, der vor Luis Salom tödlich verunglückte. Marco „Supersic“ Simoncelli war das, der ebenso tragisch die Weltbühne Moto GP verlassen hat.

Was für ein Wahnsinnsduell hatte sich Salom in der
Moto 3 2013 geliefert. Die meisten Saisonsiege (-7-) auf dem Konto wurde er in den Red Bull Farben des Aki Ajo-Teams nur ganz knapp am Saisonende geschlagen.

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Von Größen wie Vinales und Rins. Und das auch nur, weil IHM gegen Ende der Saison die Nerven ein Schnippchen schlugen und er zweimal zuviel das Kiesbett aufgesucht hatte. Wenn man die damaligen Gegner betrachtet merkt man zu was Salom noch in der Moto 2 fähig gewesen wäre, WENN ja wenn er dort noch einmal ein ähnlich professionelles und vor allem familiäres Team wie das von Aki Ajo gefunden hätte. Denn irgendwie hat „El Mexicano“ Salom dieses Familiäre um sich herum immer benötigt um Höchstleistungen zu bringen.

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Das Drama um „Supersic“, dass selbst einer griechischen Tragödie würdig gewesen wäre, bleibt bei mir ohnehin unvergessen. In der laufenden Saison 2011 dreimal auf dem undankbaren vierten Platz, knapp das Podest verpasst, kam ER dann in unmittelbarer Folge mit einem 2. Platz vom Grand Prix aus Australien im Gepäck nach Malaysia.

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Jeder ahnte, DAS dauert nicht mehr lange und dann ist Marco, nach gefühlten Ewigkeiten, der Erste aus einem Kundenteam der den Werksfahrern wieder einen Sieg wegschnappt. Und dann diese Verkettung unglücklicher Umstände mit dem Ende, dass ausgerechnet sein Freund Valentino Rossi IHN noch abschließend überrollt. Die Szene wie Vale sich unmittelbar danach vor Verzweiflung an den Helm fasste werde ich nie vergessen.

Ruht in Frieden?

Das ist wirklich DAS LETZTE an das ich denke, wenn ich mich an diese Fahrer erinnern will. Ganz ehrlich glaube ich auch nicht, dass SIE das im Sinn hatten, wenn SIE an ihr Ende dachten. Falls sie solchen fatalistischen Gedanken überhaupt nachgingen.

Hört IHR DAS? Dieses tiefe Brummen und Grummeln? Ein Sommergewitter?

Vielleicht für die Pragmatiker unter EUCH. Für mich lassen die Jungs da OBEN ihre Moto GP Maschinen warmlaufen für ihr nächstes Rennen. Und auf dem „Walhalla Renn Circuit“ da drehen SIE ihre Runden mit den anderen, alten Größen wie Mike „the Bike“ Hailwood, Joey Dunlop und „Hizzy“ (Flying Haggis) Hislop und den anderen Helden der Motorradrennszene.

Von wegen Ruhe in Frieden In voller Schräglage auf der letzten Rille um die nächste Kurve! Genau SO werde ich SIE in Erinnerung behalten!

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DUNLOP Roadsmart III ODER des Kaiser`s neue Kleider

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Eigentlich ist euer Flying Haggis mit seiner „dicken“ @venture zufrieden und das schließt auch die serienmäßige Bereifung von Continental in vollem Umfang mit ein. Für mich war es Wahnsinn, was der Trail Attack alles wegsteckte und zu welcher Kilometerleistung diese Bereifung fähig ist. Das GANZE auch noch verbunden mit einer guten Nasshaftung, was normalerweise im krassen Gegensatz zu einem guten Verschleißverhalten steht UND einer guten Haftung in allen Lebenslagen.

Also WARUM wechseln?

Weil das Bessere der Feind des Guten ist! Und damit sind wir bei dem DUNLOP Roadsmart und zwar der Evolutionsstufe III.

Diese Reifenpaarung stellt aktuell die Verbindung zwischen dem exzellenten WP-Fahrwerk meiner KTM @venture und den unterschiedlichen Asphaltdecken unserer Region dar. Und das macht der Roadsmart III in einer Form, dass ich nachhaltig begeistert bin.
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Eigentlich eher ein Tourensportreifen, als die korrekte Bereifung für eine Reiseenduro, war ich zunächst etwas skeptisch. Aber sind wir mal ehrlich – WIR GS-, Tiger- und @venturetreiber. Die Momente in denen wir uns mit diesen gewichtigen Teilen wirklich in unebenem Geläuf aufhalten sind eher selten und der Dunlop steckt einen Waldweg oder Schotterpassagen in ähnlicher Manier weg wie sein Pendant von Continental.

Er ist schnell auf Temperatur gebracht, der NEUE von Dunlop. Ein paar kurze Griffe oder Tritte in und auf die Bremse und der Roadsmart III ist bereits in einem Temperaturfenster, dass er sauber seiner Arbeit nachkommt. Dabei baut er eine Haftung auf, die vor nicht allzu langer Zeit einem reinen Sportreifen zur Ehre gereicht hätte. Auf Deutschlands Landstraßen ist ER jedenfalls, selbst bei ambitionierter Fahrweise, nicht an seine Haftungsgrenzen zu bringen. Das ein versierter Testfahrer wie Alex66 auf einer abgesperrten Strecke wahrscheinlich in diese Grenzbereiche kommen kann, sei mal dahin gestellt.

In Sachen Eigendämpfung ist der Roadsmart III, insbesondere in der Sporteinstellung bei dem WP-Fahrwerk meiner @venture, eine Nuance härter als der Continental. Dies ist auch nach den ersten Metern von der besten Sozia von allen feststellbar gewesen, ohne das Flying Haggis dahingehend vorab einen Kommentar verlauten ließ. Sicherlich das Richtige bei einem Training auf der Rennstrecke oder einem topfebenem Streckenbelag auf der Tour. Soll es ein wenig komfortabler sein, dann bei einem elektronisch einstellbaren Fahrwerk auf den kommoden „Straßenmodus“ wechseln oder bei einem manuell einstellbaren Fahrwerk vielleicht etwas Federvorspannung herausnehmen.

Beim Thema Handlichkeit soll der Vorgänger, also der Roadsmart II, laut Aussagen in großen Reifentests eine Spur zu steif gewesen sein. Aus meiner Sicht ist das kein so großer Nachteil und eher Geschmacksache oder individuelle Wahrnehmung. MIR persönlich kommt diese Eigenheit sehr gut zupass, weil mir zu handliche Reifen oftmals einen Hang zur „Kippeligkeit“ entwickeln. Der atuellen Evolutionsstufe des Roadsmart kann ich fehlende Agilität nicht nachsagen, jedoch fehlt mir der unmittelbare Vergleich zum IIer. Kippelig ist er jedoch keineswegs. Soll heißen: Der Roadsmart muss in Kurvenfahrt nicht mit Nachdruck in die Richtung gebracht werden, verhält sich dazu aber absolut spurstabil und folgt der angepeilten Linie wie an der berühmten Schnur gezogen. Hier kippt in Spitzkehren NICHTS urplötzlich nach innen und macht den Kurvenradius ungewollt noch etwas enger. Im besten Sinne des Wortes Neutral. Ein ähnliches Bild gibt die Bereifung in langezogenen, zügig durchfahrenen Kurven ab. Kurvenausgang anvisiert und da wo Blickführung des Fahrers oder der Fahrerin hingeht dahin führt uns auch der Roadsmart III. Das Ganze derartig unspektakulär, dass es schon fast an langweilig grenzt. Das Gefühl das von da ganz unten nach oben an den Fahrer signalisiert wird – Du bist sicher aufgehoben! Laut Dunlop ist die aktuelle Verbesserung des IIIer im Vergleich zu seinem Vorgänger u. a. den geänderten Reifenkonturen geschuldet. So ist der Vorderreifen etwas spitzer als der Roadsmart II und das Pendant auf dem Hinterrad hat einen vergrößerten Radius und wirkt etwas breiter. Soll somit auch wieder zusätzlich für Stabilität sorgen. Warum dies auch die Handlichkeit der Reifenpaarung derart verbessert hat entzieht sich meinem laienhaften Verständnis. Wahrscheinlich können die Alchimisten aus der Gummiküche von Dunlop profunde Antwort darüber geben. Mir ist es erst einmal egal, denn in der Praxis funktioniert die Sache einwandfrei und ist über jeden Zweifel erhaben. Auch Korrekturen einer angepeilten Linie gehen derart leger über die Bühne, dass es nur eines vermittelt Sicherheitsgefühl allenthalben.

Von daher erübrigt sich fast die Beschreibung wie es mit der Geradeauslaufstabilität des neuen Roadsmart aussieht. Die Korrekturen, die vormals mit meinem alten Conti häufiger vonnöten waren, wurden von mir auf die stattlichen Ausmaße meines Untersatzes geschoben und die damit verbundene Empfindlichkeit auf Windeinflüsse jedweder Art. Jetzt marschiert meine KTM mit dem Roadsmart III wie ein Shinkansen auf seinen Schienen. Ich hätte als Metapher auch den deutschen ICE nehmen können, da die japanische Schnellzugvariante als sicherste der Welt gilt schien mir diese redaktionelle Variante angebracht.

Habe ich es schon erwähnt? Im Laufe der Jahre hat Flying Haggis in Sachen Regenfahrten ein eher zurückhaltendes Temperament entwickelt. Zu früheren Zeiten mit einer Jahresleistung von 15.000 km + X und zahllosen Regenfahrten eingeschlossen war mir der Zustand der Asphaltdecke relativ egal. Ist jetzt eben nass – Na und? Irgendwann mit nachlassender Jahreskilometerzahl und dem kritischen Blick nach draussen – bei strömendem Regen muss DAS jetzt nicht sein – war die Leichtigkeit dahin. Insbesondere wenn sich bei dauerhaftem Schütten einfach kein Stückchen trockene Asphaltdecke mehr finden lassen will. Fehlende Kilometer im „Nassen“ machen sich eben negativ bemerkbar. Fehlende Routine = Mangelnde Souveränität. Es ist mit der „Dicken“ wieder besser geworden. Wahrscheinlich spielt sich das Ganze zwischen den Ohren ab und das Gefühl Regenmodus ein und der Rechner hilft Dir mit Traktionskontrolle und ABS hat wieder für merkliche Entspannung gesorgt. Ergänzend dazu war der Conti Trail Attack aus meiner Sicht im Regen über jeden Zweifel erhaben und hat das Seine dazu beigetragen dieses verspannte Gefühl im Regen zu minimieren.

Aber wir sprechen ja jetzt über den Roadsmart der neuesten Generation. Die Evolutionsstufe III lässt KEINE Wünsche mehr offen in Sachen Nasshaftung. So muss sich ein Regenreifen in der Moto GP anfühlen. Das Negativprofil des Dunlop verdrängt derart gut das Wasser, dass einfach kein schlechtes Gefühl mehr aufkommen will.
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Nasshaftung optimal, selbst beim Bremsen absolut spurstabil und neutral zieht die @venture ihre Bahn. Sollte es tatsächlich noch etwas Besseres auf dem Markt bei Regengüssen oder nasser Fahrbahn geben, dann müssen diese Reifen aus dem Material der Sandalen sein die unseren Herrn über den See Genezareth wandeln ließen.

Wie es abschließend mit dem Verschleiß des Roadsmart III aussieht und ob er hier mit dem Conti mithalten konnte werde ich nachberichten. Noch ist hier keine repräsentative Information möglich. Ich halte Euch hier permanent auf dem Laufenden und teile auch mit wie sich der Reifen mit fortschreitender Kilometerleistung entwickelt, sprich ob sich die bis dato festgestellten positiven „Charaktereigenschaften“ mit nachlassendem Profil verändern. Bislang ist kein nennenswerter Verschleiß erkennbar und der Reifen läuft sich vorne wie hinten schön gleichmäßig ab. Der Zweikomponententechnik sei Dank.

In Heft 13 einer großen Fachzeitschrift erscheint in Kürze ein Reifentest für Sporttourer. Der neue Roadsmart III nimmt an diesem Test teil. Ich bin gespannt ob sich die Tester der Motorrad der „neutralen Bewertung“ von Flying Haggis anschließen: Für mich ist der DUNLOP Roadsmart III aktuell die Referenz unter den Tourensportreifen.

Brot und Spiele!

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Also in mir KOCHT es hoch wie in alten (schnell reizbaren) Tagen, wenn ich derartige Meldungen in den Medien höre oder lese. Da werden Not- und Rettungsdienste bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben behindert und gestört!

BEI EINEM RETTUNGSEINSATZ!

WER aus der Facebook- und You-Tube-Generation ist in der Zwischenzeit moralisch derart tief gesunken, dass ER / SIE zu etwas Derartigem fähig ist? Dass Polizeifahrzeuge bei der Anfahrt zu oder während eines Einsatzes behindert oder gestört werden gehört zwischenzeitlich ja bereits lange zum Alltag. ABER Notarzt- und Rettungswagen, deren einziges Bestreben es ist Menschen in höchster Not oder vielleicht sogar aus Lebensgefahr zu helfen, bei ihrer Arbeit zu stören → Das ist das abgrundtiefst Verachtenswerteste was mir bislang untergekommen ist.

WAS treibt diese Menschen – ach nein, das passt ja in diesem Fall überhaupt nicht – diese Personen an? Sind es diejenigen denen es nicht mehr reicht Z-Prominenten beim „Madenfressen“ im TV zuzuschauen?

Jetzt wird die grenzenlose Sensationsgeilheit auf offener Straße ausgelebt: „Schau` mal Schatz der stirbt gerade. Warte ich nehme es Dir auf`s Handy auf! Der Blödmann vom DRK steht mir komplett im Weg. Moment – ich schiebe ihn kurz beiseite!“

Ich weiß nicht wie IHR diese Geschichte jetzt seht, aber meine Maxime ist folgende:

Wer sich selbst benimmt wie ein Schwein hat keinen Anspruch auf menschliche Behandlung!

Wenn ICH jemals an einer solchen Unfallörtlichkeit vorbeikomme, an der Rettungskräfte bei Erstmaßnahmen gestört oder behindert werden, dann wird die beste Sozia von Allen mich nicht zurückhalten können. Der erste Beste den ich dann zu greifen kriege erhält auf „seinem eigenen Handy“ eine Echtzeitdokumentation wie er zu seiner eingeschlagenen Visage gekommen ist. Die kann ER dann von mir aus in You-Tube veröffentlichen.

Wahrscheinlich findet Ihr SIE dort unter dem Titel: Motorradfahrer läuft Amok!

http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/notfaelle-gaffer-behindern-einsatz-von-rettungsdienst_id_5555230.html

 

Sag` zum Abschied leise Servus ODER arrivederci Sella Ronda, Falzarego, Giau………….

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Ich bin ein Fan dieses kleinen Landstriches auf unserem Globus. Vom Land, von der Landschaft, von den grundehrlichen Bewohnern und nicht zuletzt vom Essen. Mein Gott ich könnte für Spinatknödel mit Käsesoße einen Mord begehen.

Genau deshalb, weil ich diese Bewohner verstehe, kann ich auch nachvollziehen WARUM sich momentan die entscheidenden Leute in Bozen in Südtirol mit gewissen Gedanken befassen, die UNS und damit meine ich uns Motorradfahrer, unangenehm aufstossen. Noch schlimmer als eine überdimensionierte Portion Spinatknödel mit Käsesoße ohne anschließenden Grappa.

Da beschäftigt man sich in Südtirol ernsthaft mit dem Gedanken die Sella Ronda in gewissen Zeitfenstern zu sperren. Und DAS wäre dann sicherlich erst der Anfang.

Auf Grund der Verkehrsdichte sieht man das Unesco Weltnaturerbe Dolomiten in Gefahr und will mit dieser Maßnahme schon einmal für Entschärfung sorgen. Wenn man sieht WAS sich an den Wochenenden hier im wahrsten Sinne des Wortes hinaufquält hat man Verständnis für die Idee.
Geplant sind sogenannte Fensterschließungen für Juli und August. Zeitfenster von 11: 00 Uhr bis 14: 00 Uhr oder 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Geplant ist dabei ein Kreisverkehr oberhalb von Plan de Gralba. Ein Schelm wer bei Jahreszeit und Zeitfenster Böses denkt.
In einigen Motorradforen habe ich Aufschreie des Entsetzens gelesen ob dieser geplanten Maßnahme.

..Die werden schon sehen was sie davon haben. ….. Schließlich bringen wir ja das Geld da runter und kurbeln den Tourismus an……..usw. und so fort.

Sollten WIR hier tatsächlich den Mund so voll nehmen? Oder tragen WIR nicht mit unserer Fahrerei ein gerüttelt Maß zu dieser Idee bei? Oder BESSER einige von uns!

Egal zu welchem Zeitfenster ich im Sommer in Südtirol unterwegs bin – überall sind ähnliche Meldungen zu lesen und im Radio zu hören:

Schwer verunglückter (oder tödliche verunglückter) Motorradfahrer in der Sella Ronda oder am Falzarego oder am Mendelpass oder oder oder. Und dabei oftmals mit dem Zusatz deutscher Motorradfahrer.

Jetzt haben wir es über die Jahre geschafft, dass wunderbare Strecken in Deutschland für uns zur Gänze oder an den Wochenenden Tabu sind. Scheinbar hat das einigen noch nicht gereicht und man musste sein grenzenloses Unvermögen auch noch über die Grenzen bis nach Südtirol tragen. Hanging Off und das Knie auf der Straße sind eine wunderbare Sache – in der Sachskurve auf dem Hockenheimring. In den Spitzkehren zum Pordoi hinauf oder rauf zum Stilfserjoch hat der Stil aber nichts zu suchen. Wenn ich einige Landsleute mit ihren Maschinen auf den Passstrassen sehe, dann frage ich mich ob SIE noch irgendetwas von dieser faszinierenden Landschaft bemerken?

JA – glaube ich nicht! NEIN – dann fahrt bitte, wenn es Euch nur ums Heizen geht zu einem Renntraining ins immerwarme und trockene Spanien. Da könnt ihr dann Gesteinsproben in den Kiesbetten dieser Rennstreckenwelt nehmen und niemand (wahrscheinlich auch IHR nicht) kommt dabei zu Schaden. Schöner Nebeneffekt – keine der wunderbaren Routen in Südtirol müsste gesperrt werden.

Und ich kann dann mit den anderen Windgesichtern, ein Lächeln im Gesicht, oben auf dem Falzarego sitzen und einfach denken:

Man(n) ist das schön hier!

Wo ist die nächste Hütte mit den Spinatknödeln?

Wie gehen WIR denn jetzt mit der sich abzeichnenden Situation um? Auch auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden – WAS haltet IHR davon:

Jeder von UNS nimmt sich in diesem Jahr ein klein wenig zurück bei der Kurvenräuberei in den Dolomiten und sorgt dafür, dass ER / SIE gesund und munter wieder zu Hause eintrifft. Vielleicht schaffen WIR es dann, dass es im Sommer KEINEN toten oder schwerstverletzten Motorradfahrer in der Region Südtirol gibt!
Und vielleicht schaffen WIR es damit auch, dass sich die Verantwortlichen in Bozen von ihrer Idee verabschieden!

https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Dolomiten-Paesse-Der-Weg-zur-Sperre-ist-frei

Der Weg ist das Ziel – Teil I

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Bei gewissen Ausfahrten ist es für mich gar nicht wichtig welches Ziel die Tour jetzt letztendlich haben soll. Einfach drauflos ist die Devise und es wird sich schon ergeben wo wir abschließend landen. Oftmals ergeben sich unter diesem Aspekt die schönsten Routen, wenn man einfach vom angestammten Weg plötzlich eine bis dato nie bewusst erkannte Abzweigung erspäht und dieser neuen Streckenführung buchstäblich auf den Grund geht. Unter dieser Maxime hätte ich die heutige Tour auch „Links und Rechts der Bundesstraße“ nennen können.

Also verlassen wir heute Trier zu unserer knapp 200 km langen Tour auf der B 51 stadtauswärts in Richtung Konz / Saarburg um kurz vor der Stadtgrenze an der letzten Ampelanlage nach links auf die B 268 in Richtung Pellingen abzubiegen. Nur kurz verbleiben wir auf der Bundesstraße um nur wenige hundert Meter hinter den letzten Häusern nach rechts auf die K 6 in Richtung Niedermennig (Konz) abzubiegen.

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Der Vorfahrtsstraße folgend rollen wir durch den kleinen Ort und biegen alsbald an der nächsten Kreuzung nach links ab (L 138).

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Dieser Route, von den einheimischen liebevoll Tälchen genannt, folgen wir weiter gemächlich bis nach Krettnach. Unschwer erkennbar ist das alte Umlauftal der Mosel vom Weinanbau geprägt. Ortseingang Krettnach biegen wir erneut nach links ab

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und folgen dem kurvigen Verlauf der L 139 wieder bergan zur B 268. Rechtsabbiegend verbleiben wir nur für ca. 1 ½ km auf der B 268 und erneut geht es links ab in Richtung Franzenheim (Pluwig) auf die L 139. Talabwärts in Richtung von Franzenheim fahrend genießen wir die Kurven und bei gutem Wetter die wunderbare Sicht über die Höhenzüge.

Ortsausgang von Franzenheim geht es kurvig bergan. Wir nehmen aber nicht allzu viel Schwung aus den Kurven mit, denn auf der Höhe geht es unmittelbar für uns wieder nach rechts (Orientierungspunkt: hinter der kleinen Baumgruppe) in Richtung Ollmuth. Dem Straßenverlauf der K 46 folgen wir jetzt nach Ollmuth und hier geht es auf der K 45 nach Obersehr.

Von Obersehr führt uns unser Weg über Lampaden (K 43 ) und Hentern (K 44) nach Baldringen und von Baldringen über die K 145 wieder in Richtung B 268, die wir wiederum nur „kurz touchieren“. Soll heißen an der Kreuzung rechts ab und wenige Meter (ca. 200 m) später nach links abbiegen in Richtung Vierherrenborn (L 140). Von dort gelangen wir automatisch auf die B 407 die wir über Irsch nach Saarburg befahren. Die B 407 können wir trotz unserer „Bundesstraßenphobie“ ruhig nutzen, da sie wirklich eine der kurvenreicheren Varianten ihrer Spezies ist.

Durch den Saarburger Ortsteil Beurig fahrend gelangen wir hinunter an die Saar und hier, der Beschilderung Mettlach / Merzig folgend, auf die B 51. Den Flusslauf der Saar halten wir jetzt immer zu unserer Rechten. Ortseingang von Serrig hat unsere Episode Bundesstraße bereits ein Ende und linksabbiegend folgen wir der K 139 in Richtung Losheim.

Wahrscheinlich wundert es jetzt niemanden mehr, dass wir uns an der folgenden Kreuzung wieder an der B 268 befinden.

Wem es jetzt nach einer Pause ist, der kann an dieser Einmündung (ca. 150 m zur Linken) das Gasthaus „Panshaus“ anfahren und dort rasten. Küche ist soweit okay, gute Hausmannskost.

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Vom Panshaus begeben wir uns nochmals kurz auf den Asphalt der B 268 in Richtung Losheim um die ungeliebte Bundesstraße nach etwas mehr als 6 km nach links in Richtung Bergen wieder zu verlassen.

Über Bergen auf der L 373 führt unser Weg nach Scheiden und von Waldhölzbach nach Rappweiler. Hier folgen wir zunächst der Beschilderung nach Weiskirchen (L 157) , um jetzt noch eine „kleine Schleife einzubauen“ und biegen am Ortsbeginn nach links auf die L 151 (Trierer Straße) ab. Nach nicht einmal 4 km Wegstrecke geht es diesmal mitten in einer schönen Waldstrecke nach rechts (K 69). Die führt uns knappe 4 km wunderbar durch den Hochwald zur B 407, der wir nach rechts in Richtung Kell (Hermeskeil) abbiegend nun für 6 ½ – 7 km folgen. In Höhe der Ortschaft Kell weist uns ein Wegweiser nach rechts die Richtung nach Grimburg (Wadern /Wadrill). Also nichts wie runter von der Bundesstraße und auf geht`s wieder auf kleine Kreisstraßen (K 74 / K 76)

Wir sind jetzt aber in einem Gewissenskonflikt der besonderen Art! Haben wir im „Panshaus“ bereits gespeist oder pausiert? Wenn NEIN: Ist uns nach einem gemütlichen und ruhigen Platz mit kleiner Gastronomie und einem schönen „Blick“? Dann bleiben wir für weitere ca. 5 km auf der K 74 und rollen, dem Streckenverlauf in Richtung Wadrill / Wadern folgend, zur „Hochwaldalm“. Nach ca. 5 km auf der K 74 weist uns hier der Weg links ab in den Wald. Die Hochwaldalm Wadrill ist die einzige Alm im Saarland. Jedes Jahr bringen Bauern aus dem Hochwald ihr Vieh auf die saftigen Weiden der Alm. Früher gab es sogar einen Hirten, der sich um das Vieh kümmerte. Heute ist die rustikale Almhütte ganzjährig bewirtschaftet und bietet kleine Speisen für ihre Gäste an.

http://www.hochwald-alm.de/

Die anderen biegen nach etwa 500 m nach links auf die K 76 ab und fahren nach Grimburg. Unschwer nachzuvollziehen wer Namensgeber des kleinen Hochwaldortes war. Natürlich die „Grimburg“, bei der es sich um eine ehemalige kurfürstliche Landesburg des Bischofs (Kurfürsten) von Trier handelt. Wahrscheinlich schon vor 1190 n. Chr. erbaut zählt sie zu den sieben trierischen Landesburgen (Arras, Ehrenbreitstein, Manderscheid, Neuerburg, Saarburg, Welschbillig und Grimburg) Am Ende der Ortsdurchfahrt Grimburg dann rechtsabbiegend auf die L 147 und in der Folge nach Wadrill. In der Ortslage Wadrill angekommen folgt unsere heutige Route jetzt der Wegweisung (links ab) nach Sitzerath auf der L 365.

Was soll ich euch jetzt sagen Leute? Im Grunde genommen kommt jetzt der Höhepunkt unserer heutigen Tour! Nur wird es wahrscheinlich nicht der komplette Höhepunkt, wenn WIR von dieser Station noch nach Hause fahren und dann unumgänglich noch unsere Maschinen nutzen müssen. ALSO bei der Planung dieser heutigen Anderstour vielleicht eine Übernachtung in dem Örtchen Sitzerath ins Auge fassen und dann mit reichlich HUNGER und Vorfreude in das Landgasthaus Paulus einkehren.

http://www.landgasthof-paulus.de/

Warum diese Umstände und die Übernachtung? Beim Chef des Hauses handelt es sich um den 3. Besten Sommelier in der Europa Trophee Ruinart und seine „Chefin“, die bezeichnenderweise den Nachnamen Essenpreis trägt, hat die Verantwortung für eine exzellente Küche. Wirklich ratsam bei der Auswahl der Speisen sind die von Hause aus vorgeschlagenen Alternativen 3- oder 4-Gang Menü mit individueller Zusammenstellung der Speisen. Der Chef des Hauses Hr. Nickel schlägt dann aus dem reichhaltigen Repertoire seines Weinkellers (alles „offene“ Weine) den, dem Gusto des Gastes entsprechenden, Wein für das jeweilige Gericht vor. Die Chance hier in einem noch „fahrfähigen Zustand“ das Lokal zu verlassen geht gegen Null. Also abwägen wo WIR heute unsere Schwerpunkte setzen! Zwei kleine Runden mit dem Motorrad verbinden mit einem exzellenten Menü und einer Übernachtung auf Grund des Weingenusses ODER wir lassen die flüssige Komponente im antialkoholischen Bereich und hängen unsere „Rückfahrtvariante“ unmittelbar an die Pausenstation (Wo auch immer wir sie gemacht haben) dran.

Also Start zur zweiten Runde vom Landgasthof Paulus in Sitzerath auf der L 365 nach Nonnweiler und von dort nach Otzenhausen. Wer möchte kann hier etwas für seine Allgemeinbildung in Sachen Geschichte tun und den Keltenring besichtigen.

http://www.keltenring-otzenhausen.de/

Die mit Kelten, Hunnen o. ä. nichts am Hut haben, fahren sicherlich trotzdem unter dem Schutz von Teutates auf der L 147 weiter an Neuhütten und Züsch vorbei und biegen dann oberhalb des Ortes nach rechts in Richtung Thiergarten auf die L 166 ab. Unversehens landen wir dann mal wieder an einer Kreuzung die uns mit einer Bundesstraße konfrontiert. Der B 327, auch Hunsrückhöhen-straße genannt, folgen wir rechtsabbiegend etwa 4 km bis wir hinter der Ortschaft Malborn der Wegweisung nach Beuren (Höhe Rothmühle) folgen und diesmal links auf die L 152 abbiegen. Ortsende Beuren bleiben wir nur noch etwa 700 – 800 m auf der L 152 und dann biegen wir nach rechts in Richtung Bescheid auf die L 148 ab.

Wie war das noch? Der Weg ist das Ziel! Also schnell noch die Kurven talabwärts an Bescheid vorbei mitgenommen. An der Zufahrt zum „Tourilokal“ Forellenhof vorbei und kurz hinter einem Nobelrestaurant (Landhaus St. Urban → 1 Michelinstern) links ab nach Naurath (Wald).

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Die Kurven der K 87 bergan nehmen wir noch auf die Schnelle mit.

Falls jemand unter uns ist, der bis jetzt keine der Anlaufstellen genutzt hat und nun auf dem „Hungerast“ sitzt, der kann in die Ortslage Naurath einfahren und sucht die Pizzeria „Da Luigi“ auf. Früher hieß die Gaststätte Wilddieb und eine gleichnamige Pension existiert noch immer. Also bei entsprechendem Hunger erfolgt hier der Einkehrschwung und die Aufnahme von Nahrungsmitteln.

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http://www.wilddieb-naurath.de/wilddieb-da-luigi/speisekarte/pizza/

Dann aus Naurath hinaus und nachdem wir die Autobahn passiert haben geht es an der nächsten Kreuzung erneut nach rechts weiter auf der K 85 über Neumehring zu unserer nächsten Abzweigung. Da wir jetzt fast unbemerkt Neu-Mehring passiert haben, zieht es uns hinunter an die Mosel in den ungleich größeren Ort Mehring. Also an der Einmündung der L 150 unweit der Autobahn rechts ab (ca. 600 – 700 m), unter der Autobahn hindurch und dann unmittelbar nach links, schön kurvig bergab nach Mehring (K 85). Wer von seinem Zeitfenster noch ausreichend Luft hat kann jetzt noch einmal Geschichtsunterricht zum Anfassen erleben. Wir sind bei unserer Anfahrt in den Moselort genau auf der richtigen Flussseite um noch einen schnellen Abstecher in die „Villa rustica“, eine alte römische Villa aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., zu machen.

http://www.trier-info.de/roem-villa-mehring-info

In Mehring angekommen folgen wir der Mosel zu unserer Linken auf der B 53 dem Streckenverlauf bis nach Schweich. Also ich für meinen Teil vertrete die Auffassung, dass ein Eis immer noch irgendwie und irgendwo im Magen- Darmtrakt Platz findet. Dies ist jetzt nicht empirisch erhoben, aber mehrfache ausgiebige Selbstversuche haben diese Meinung bei mir gefestigt. Wer ein ähnliches Meinungsbild vertritt fährt, an dem Verteilerkreis Ortsanfang Schweich angekommen, die erste Ausfahrt rechts ab und findet nach ca. 100m zu seiner Rechten die „Weltklasseeisdiele“ Cortina.

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Also das Prädikat Weltklasse hat SIE nicht durch das Platzangebot verdient, dieses ist eher knapp bemessen, ABER durch die Qualität des Eises. Bei Fabiola und Plinio Soccol sind wir gut aufgehoben. Ein Blick in das Allerheiligste des Meisters, die Eisküche, zeigt dem geneigten Betrachter, dass Plinio Soccol nicht nur das richtige Händchen für die Eiszubereitung hat, sondern auch ein Herz für uns Motorradfahrer. Die Fotos zeigen eindeutig, dass es von Vorteil ist wenn man Treiber der Frecce Tricolori ist und irgendetwas aus italienischer Manufaktur durch die Landschaft treibt. Flying Haggis „kontrolliert“ regelmäßig die Produkte und muss infolgedessen über die Sommermonate peinlich darauf achten, dass die Kalorientierchen nicht die Kombi enger nähen.

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Eis erledigt? Dann geht es über die Moselbrücke und im Anschluss unmittelbar nach links über Longuich und Fastrau nach Fell. Für erfahrene Anderstourer erübrigt sich jetzt die weitere Streckenbeschreibung, denn die Route über die alte Bergrennstrecke hinauf nach Thomm ist bereits mehrfach Bestandteil unserer Touren gewesen. Ebenfalls der dann folgende Streckenverlauf, der uns über Waldrach und Korlingen wieder zurück nach Trier führt. Ein schöner kurviger Abschluss zum Ende unserer heutigen Tour → Der Weg war unser Ziel und an schönen Eindrücken sowie gutem Essen hat es uns heute wieder einmal nicht gemangelt!

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Auf bald – im Hochwald!

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