Ganz normal verrückt

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Ich muss schmunzeln. Da steht jemand vor mir mit seiner „Spezialuhr“ eines bekannten Obstherstellers. Strahlender Sonnenschein, lediglich einige kleine Schäfchenwolken zieren den blauen Himmel. Der besagte Mensch steht aber vor mir mit Regenjacke und Regenhose ausgestattet für die nun anstehende Joggingrunde im Wald.

Weit und breit sieht es nicht nach Regen aus, aber seine UHR sagt ihm, dass die Regenwahrscheinlichkeit hoch ist und wir unmittelbar mit einem Schauer rechnen müssen.

Aha und so, so.

Es regnet natürlich nicht und es wird eine schöne Laufrunde bei Topwetter. Besser geht es nicht.

Obwohl er am frühen Morgen putzmunter aus dem Bett aufsteht, sagt ihm der Blick auf seine Spezialuhr, dass seine Tiefschlafphase in dieser Nacht nicht ausreichend gewesen ist. Folglich kann er nicht ausgeschlafen sein, denn die Technik ist absolut unbestechlich, objektiv und nicht zu beeinflussen. Das ist tragisch, wenn der Körper oder das Teil zwischen den Ohren etwas Anderes signalisiert als die Technik uns mitteilt. Nein – eigentlich nicht. Tragisch oder besser komplett verrückt wird es erst, wenn wir uns davon beeinflussen lassen.

Ich muss lächeln. Wie kann man nur dermaßen bescheuert sein? Das würde Dir nie und nimmer passieren.

Oder vielleicht doch? Zumindest ein bisschen. Nein – ich habe nicht eine derartige Uhr. Okay – ich habe da so einen Chronometer, der mir beim Sport anzeigt ob mein Motor in den roten Bereich dreht.

Mein mentales Anzeigeinstrument ist schon seit Jahren mein Motorrad. Ob es mir gutgeht oder irgendwo eine geistige oder körperliche Unwucht vorhanden ist, das bemerke ich bereits bei der Ausfahrt aus der Garage. Ist alles gut und im grünen Bereich, dann funktionieren die Abläufe auf der Maschine locker, leicht und ohne Anstrengung. Weder körperlich noch geistig. Einfach auf unerklärliche Art und Weise in einem wunderbaren Fluss. Entspannung und Erholung pur. Ist aber irgendwo in dem System „Mensch“ ein Knick oder eine Macke dann geht es bereits um das erste Eck irgendwie steif und unharmonisch. Dann darf man nichts erzwingen. Man muss sich auch nicht in „Regenkombi“ auf die Maschine setzen, wenn es nicht nach Regen aussieht und auch die Schlafphasen sind eher Nebensache. Einfach locker bleiben oder eben die Lockerheit suchen. Auf die Abläufe konzentrieren, den Lenkimpuls sauber setzen und nach ein paar Kilometern sind wir wieder da wo wir hinwollen. An dem Punkt wo man nur bestätigen kann, dass zwei Räder eben deine Seele bewegen und vier lediglich deinen Körper.

Was mache ich jetzt? Hmm. Also ich lächle nicht mehr über jemanden, der seinen Körperfunktionen mittels einer Uhr überprüft und sich davon leiten lässt. Wenn er das machen möchte und es ihm gut tut, dann soll er dies tun. Schließlich habe ich als Therapeuten ein Motorrad, das mir anzeigt wie ich drauf bin. Und wenn man das „Sterblichen“ erzählt wird man de facto Kopfschütteln oder Schlimmeres ernten.

Also – ganz normal verrückt. Auch ganz schön. Hoffentlich hält der Zustand noch lange bei mir an. Ich komme gut damit klar und das muss mir keine Uhr anzeigen.

Auf und Davon

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Ja ich weiß – ich bin wieder bei meinen berühmten Sinnsprüchen. Der hier ist, so denke ich, für die aktuelle Situation wunderbar passend.

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann auch Spuren hinterlassen.

Genau das haben wir vor. Den eigenen Weg zu gehen und auch unsere eigenen Spuren zu hinterlassen. Gar nicht missionarisch unter dem Hintergrund, das uns jemand hinterhergehen soll. Wer es aus eigenem Willen und aus tiefem Herzen möchte, der kann es natürlich tun.

Nein – es war nicht wie in den Auswanderer-Doku-Soaps im Privatfernsehen wo man Menschen mit 1.500,- Euro im Geldbeutel dabei beobachten kann, dass sie die Eröffnung einer Würstchenbude am Ballermann auf Mallorca für eine gute Idee und tragfähige Lebensalternative halten.

Gefühlt seit einer kleinen Ewigkeit fahren wir über den Brenner und haben das Gefühl „nach Hause“ zu kommen. Zuerst nur im Herzen und mit der Zeit dann auch im Kopf. Bei mir benötigt der Verstand immer eine Zeit bis er aus einer Einschätzung und Bewertung „Warum denn eigentlich nicht“ ein „Na klar – Was denn sonst“ macht.

Wir werden Deutschland den Rücken kehren und in unsere Wahlheimat des Herzens Südtirol ziehen. Das Ganze, wie es sich für euren werten Erzähler gehört, planvoll und wohl durchdacht. Zum Jahresende 2022 wird unser neuer Lebensabschnitt so vollzogen sein, dass der Heiligabend auf der Terrasse im Vinschgau stattfindet.

Oftmals hört man dann den Satz mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wenn bei uns ein Auge weinen sollte, dann vor Freude und Glück. Die zurückliegenden Tage und Wochen waren bereits geprägt davon vertraglich einiges klarzumachen sowie mit Firmen, Handwerkern usw. Kontakt aufzunehmen und Absprachen zu treffen.

Selbst dabei haben wir wohltuend festgestellt, dass wir auf eine komplett anders geartete Mentalität und Lebenseinstellung treffen. In den zurückliegenden Jahren haben wir in Deutschland bemerkt, dass scheinbar nur noch der berufliche Erfolg und die damit verbundenen Statussymbole zu zählen scheinen. Mein Haus, mein Boot mein Pool………….. Ganz häufig vermittelte einem das Gegenüber den Eindruck, dass auch eine nur kurze Abwesenheit seiner Person eine Unwucht in der Umlaufbahn des Planeten auslösen würde. Zumindest aber den Untergang des Abendlandes.

John Lennon soll angeblich seiner verdutzten Lehrerin in Kindertagen auf die Frage, was er denn einmal werden wollte, geantwortet haben: Glücklich.

Momentan beschleicht einen das Gefühl, dass ganz Deutschland bei einer derartigen Beantwortung der Frage ebenfalls verdutzt schauen würde. Und genau das ist mit ein Grund für unseren Schritt. Da trafen wir doch in Schluderns auf einen Fliesenleger, gebürtig aus Bamberg, der seit fast 30 Jahren in Südtirol sein Geschäft betreibt. Komplett in sich ruhend und geerdet, erkennbar tiefenentspannt ABER kreativ und lösungsorientiert bei der Arbeit. Trotz all seiner Arbeit war der Mann nicht gestresst und strahlte eine tiefe Zufriedenheit aus. Danke Stefan – wir werden mit Dir und deiner Nine T sicherlich die ein oder andere Runde in Zukunft drehen.

Ich könnte es jetzt so weiter fortführen mit so gut wie jedem der beteiligten Protagonisten, denn die Erlebnisse in der Raiffeisenkasse in Schlanders und seit Monaten mit unserem Bauleiter sind menschlich einfach ein Highlight.

Die Krönung ist dann noch, dass nur einen Steinwurf von uns entfernt ein deutsches Ehepaar wohnt, die zu Jahresbeginn 2021 den Schritt bereits vollzogen haben, den wir nun gehen werden. Es ist in jeglicher Beziehung bei jedem Zusammentreffen so, als ob wir in einen Spiegel blicken. DANKE Peter und Kerstin – wir freuen uns jetzt schon auf unsere gemeinsamen Abende auf der Terrasse bei Bergkäse, Kaminwurzen und der ein oder anderen Flasche Vernatsch oder St. Magdalener.

Und so habe ich in meinem Blog eine „neue Sparte bzw. Seite“ aufgemacht. Sie nennt sich zukünftig „Auf und davon“ und dort könnt ihr zunächst einiges über unseren „Wechsel“ lesen und später dann werden hier, wie bei den Anderstouren, einige schöne Motorradrouten, sowie Nützliches und Interessantes rund um das Thema Motorrad in Südtirol und dem angrenzenden Trentino, Belluno und Venetien veröffentlicht.

Ich freue mich schon auf den regen Austausch mit Euch.

Abseits der Massen

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Heute stelle ich euch mal wieder eine schöne Alternative zum üblichen Allerlei vor. Nein – es wird nicht für Jede/n etwas sein und das soll es auch nicht. Wer aber Landschaft liebt und mit Abgeschiedenheit außerhalb des großen Trubels klar kommt, der kommt hier und heute voll auf seine Kosten.

Los geht es mit einem letzten Blick in das sonnige Pustertal in Meransen von unserer Basisstation der Pension Sonnenhof bei Christian und Ulrike Unterkircher.

Kurvig rollen wir uns ein hinunter nach Mühlbach und in der Ortslage biegen wir direkt ab in Richtung Rodeneck / Nauders und damit jetzt schon weg vom üblichen Verkehr.

Unser Weg führt uns zu unserem ersten Fotopunkt am Parkplatz von der Platzer Alm und er erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Die Streckenführung ist wunderschön und reizt dazu es zügig schwingen zu lassen. Aber Obacht – denn auch der Wanderbus nutzt diese Strecke hin zum Parkplatz und unser Weg ist schmal. Sehr schmal.

Dafür entschädigt uns der kurze Zwischenstopp mit einem schönen Ausblick und wer fußläufig ein paar Minuten in Angriff nimmt kann die Landschaft auf dem Hochplateau in vollen Zügen genießen.

Jetzt geht es abwärts – Beschilderung in Richtung Lüsen. Wir biegen aber vorher ab in Richtung Brixen ohne ins Zentrum der Bischofsstadt einzubiegen.

Wir wollen auf die SP 29 – das Würzjoch. Das Würzjoch verbindet das Lüsnertal mit dem Untermojtal und wir sind damit schon im ladinischen Sprachraum. Wer also in einer Hütte oder Gastwirtschaft die Worte „Ju de Börz“ aufschnappt, der weiß hiermit, dass vom Würzjoch die Rede ist.

Wir bauen aber heute noch einen kleinen Schlenker in die Runde ein, den ihr unbedingt mitnehmen solltet. Es gibt in Südtirol gewisse Stellen die man als Fotopause nutzen muss. Natürlich die Dreizinnen. Sicherlich auch die Cinque Torri und wer es denn unbedingt tun muss – die Grauner Kirche am Rechenpass. Aus meiner Sicht gehört das Ranuikirchlein „St. Johann“ mit den Geislerspitzen im Hintergrund einfach dazu.

Patron der Kirche ist der Hl. Johannes von Nepomuk und sie wurde 1744 erbaut. Der Blick ist derart, dass man davorsteht und sagt: Einfach schön.

Wir sind hier übrigens im Villnösstal, der Heimat von Reinhold Messner. Uns gefällt dieses abgelegene Tal sehr, weil es naturverbunden geblieben ist und sich dem Besucher eigentlich erst zu Fuß erschließt. Seilbahnen sucht man vergeblich und so hält sich der Touristenandrang mehr als in Grenzen. Ein wunderbares Tal mit herrlichen Ausblicken.

Jetzt aber wieder zurück auf unsere SP 29 und die Landschaft im Naturpark Puez Geisler genießen bis Antermoia und dann über den Furkelpass durch Enneberg nach Olang. Jetzt haben wir den Naturpark Fanes-Senes-Prags zu unserer Rechten.

Wer wie wir einen Hang zu den Räucherspezialitäten Südtirols hat, der macht kurz in der Metzgerei Mair in Olang Rast und deckt sich mit Kamin-, Hirsch- und Gamswurzen ein. Legt vielleicht noch ein Stück Hirschschinken oder Bresaola dazu und jetzt höre ich auf, da ich gerade massiv Kinnwasser bekomme.

Die Abgeschiedenheit haben wir jetzt hinter uns, denn wir sind auf der Pustertaler Straße, die das Tal von Brixen bis nach Lienz in Osttirol verbindet. Wir wollen nach Bruneck in das Messner Mountain Museum (MMM) Ripa. Nein – Ripa ist jetzt nicht ladinisch. Der Begriff ist tibetisch und steht für Bergbewohner (Ri = Berg und Pa = Mensch).

Das MMM befindet sich im Schloß Bruneck, das einstmals der Sommersitz der Bischöfe war. Reinhold Messner hat die Ausstellung den Bergvölkern aus aller Welt gewidmet und es ist mehr als beeindruckend. Man sollte es gesehen haben.

Wir haben Zeit gelassen im Museum und vielleicht auch noch einen Cappuccino in der schönen Altstadt genossen? Dann gehen wir auf die SS 49 die Pustertaler Straße und nehmen den direkten Weg zurück nach Meransen. Die anderen, deren Zeitfenster noch etwas hergibt, gehen auf die SP 89 und fahren über Pfalzen und Terenten hinunter nach Vintl und dann in die Pension Sonnenhof.

Nicht meine Schuld

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Es gibt schier unzählige Sprüche, die sich mit dem Thema Schuld befassen. Richtig gelungen finde ich folgenden: Mich interessiert nicht, wessen Schuld es ist, vor allem nicht, wenn es meine eigene ist.

Nein – ich werde mich diesmal nicht mit den Verhältnissen in Tirol und deren grenzdebilen Regelungen befassen. Das habe ich bereits in ausreichendem Maße erledigt. Es ist keiner Rede mehr wert oder fast keiner Rede.

Wir – und damit meine ich uns Motorradfahrer*innen, haben zukünftig wohl einige Baustellen vor uns, die bei näherer Betrachtung die Tiroler 95 db/A Regelung wie einen schmalen Bitumenstreifen auf der Ideallinie anmuten lassen. Ignorieren und drüber?

Da kommen jetzt überall flächendeckend auch gewisse Landesfürsten, bis hin zu besseren Gutsherrn, aus der Deckung und fühlen sich bemüßigt in Sachen Klimarettung, CO2 und Lärmbelästigung einen zum Besten zu geben. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass oftmals das ein oder andere Sinnvolle dabei ist, das durchaus einer Diskussion zugeführt werden müsste. In vielen Fällen wird aber auch nur einfach einem „neudeutsch“ Mainstream gefolgt, weil man damit ausgezeichnet Punkte beim Wahlvolk machen kann.

Da haben wir z. B. die aktuelle Geschichte rund um den Feldberg im Hochtaunuskreis. Hier soll es im kommenden Sommer sogenannte Lärmpausen geben. Hört – Hört! Warum Hört – Hört? Weil hier im Hochtaunuskreis scheinbar lediglich Motorräder Lärm verursachen. PKW mit Klappenauspuff-anlagen, Laubbläser und Rasenmäher scheinen dahingehend eher ein gesundheitsförderndes Klangbild an den Tag zu legen. Übrigens – bei früheren Gerichtsurteilen und richterlichen Entscheidungen lagen diesen jeweils der rechnerische Tagesmittelwert zu Grunde. Im Hochtaunuskreis dienten dieser behördlichen (nicht gerichtlichen) Entscheidung jetzt Messungen an zwei Tagen im Jahr 2019. Am 11. Mai und am 15. September. Das nennt man jetzt mal eine empirische Erhebung und ein belastbarer Datenbestand.

Der war jetzt gut – den habe ich gar nicht kommen gesehen. Selbst als Comedian kann man sich so etwas nicht einfallen lassen. Der Hochtaunuskreis kann es. Das war jetzt annähernd so gut wie anno Denkste die o. a. kurz erwähnte Erhebung in Tirol. Die hatte man genau an dem Wochenende vollzogen als in Garmisch die BMW-Days waren und der Durchlauf an Motorradfahrer*innen am Hahntennjoch überbordend hoch war, weil eine der Routenführungen eben hier am Joch entlanglief. Ein Schelm der Böses denkt.

So gaukelt man sich dann länderübergreifend hin zu Wunschergebnissen auf Grund von Analysen die jeglicher Grundlage entbehren. Vor der Bundestagswahl waren wir und der mit uns verbundene Lärm ja auch bereits in NRW Stein des Anstoßes und deshalb sollten wir aus gewissen Bereichen entfernt werden.

Nein Leute – ich bin kein Freund von lauten Auspuffanlagen. Auch kein Freund von sonstigem unnötigen Lärm. Ich bin aber ein Freund von einem fairen Umgang miteinander. Und Fairness in diesem Fall bedeutet für mich, dass bei einem Problem mit LÄRM auch den Fahrer*innen von lauten PKW, LKW oder sonstigen Vehikeln die Nutzung der jeweiligen Straße untersagt werden sollte.

Wahrscheinlich ist dies mittels eines einfachen Verkehrsschildes nicht zu gewährleisten. Also sollte die Rennleitung dann dort stehen und DIEJENIGEN herausfiltern, die ihrer Umgebung „auf den Sack gehen“. Ich entschuldige mich umgehend für diese harte Formulierung. Das wiederum ist personell nicht zu gestalten, weil man diese Rennleitung seit Jahren „kaputtgespart“ hat. Okay – jetzt könnten wir uns wahrscheinlich an dem roten Faden oder Sparstrumpf der öffentlichen Verwaltung in Deutschland entlanghangeln und treffen permanent auf eben dieses Problem, das wir aber nicht zu dem unsrigen machen sollten.

Warum nicht? Ich komme mal wieder mit einem orthopädischen Beispiel, also einem Beispiel das hinkt, aber wahrscheinlich das Problem, überspitzt dargestellt, verdeutlicht.

Ich habe ein Kaufhaus, welches auf Grund des tollen Warenangebotes gut besucht ist und täglich zwängen sich konsumfreudige Besucher durch die Regale. Jetzt kommt es vermehrt zu Ladendiebstählen, die mich natürlich als Besitzer massiv verärgern. Was mache ich jetzt? Schließe ich etwa mein komplettes Kaufhaus? Keine Besucher – keine Käufer – keine Ladendiebstähle – Problem gelöst! Stopp – jetzt auch kein Umsatz mehr – das ist doof. Also nicht die Lösung.

Ich habe festgestellt, dass nur ein ganz bestimmter Personenkreis in meinem Geschäft „klaut“. Sagen wir einmal die „Jüngeren“. Also verbiete ich kraft Hausrecht den „Jüngeren“ den Einlass in meinem Kaufhaus. Auch doof – weil ja nicht all die „Jüngeren“ gestohlen haben sondern lediglich ein kleiner Prozentsatz. Will ich wirklich all die „Jüngeren“ als Kunden verlieren?
Es bleibt nichts anderes übrig – ich muss zunächst etwas Geld in die Hand nehmen. Ich installiere einige Überwachungskameras mehr – die Kundschaft weiß ohnehin dass sie beobachtet wird. Meine zusätzlich eingestellten Ladendetektive schleppen den ein oder die andere Diebin vor den Kadi und das schreckt auch noch mögliche Aspiranten ab, die mit dem Gedanken gespielt haben etwas mitgehen zu lassen.

Beispiel beendet und wunderbar auf ALLE unsere Problemstellen in Deutschlands Zweiradregionen übertragbar. Auch auf die 4-rädrige Kundschaft.

Wir – die oftmals leider schweigende Mehrheit – könnten, metaphorisch gesehen, weiterhin in unserem Kaufhaus bummeln gehen und die wundervollen Auslagen genießen. Diejenigen, die Regeln eben nicht einhalten möchten, zahlen dafür die Quittung. Da SIE ja auch die Zielgruppe sind, die zahlen sollten, weil sie etwas verbockt haben, stellt es für mich kein Problem dar.

Das Kernproblem an unserem menschlichen Miteinander ist nämlich mittlerweile, dass viele Menschen ganz genau wissen, was man ihnen schuldet, aber keinerlei Empfinden dafür haben was sie den anderen und ihrer Umgebung schulden.

Das ist aber KEINE Einbahnstraße und setzt voraus, dass man miteinander und nicht übereinander redet. Und bei einer anschließenden konsensfähigen Lösung darf niemand als Gewinner vom Tisch aufstehen, denn sonst hat das Gegenüber das Gefühl der Verlierer oder die Verliererin zu sein. Alle Beteiligten müssen aufeinander zugehen und einsehen, dass da gegenüber nur einer sitzt mit einer anderen Meinung und kein Feind.

Ich setze mich gerne an eine solchen Tisch. Gleich vorneweg die Vorwarnung – ich bin kein leichter Gesprächspartner, insbesondere dann nicht, wenn das Kernproblem nicht meine Schuld ist. Aber ich akzeptiere eine andere Meinung, auch wenn sie mir nicht gefällt.

Nur wer sein Ziel kennt findet auch den Weg

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Spätestens seit meinem Bericht über das LM 390 wisst ihr ja, dass ich ein Fan der Produkte von Garmin bin.

Glaubensbekenntnis ODER „konvertiert“ von der Karte zum Garmin LM 390 | flyinghaggisdotnet

Jetzt hängt, wie ihr wisst, ein neues Garmin XT in meiner Halterung an unserer „Sissy“ und weist mir neuerdings den Weg.

Bevor wir in Sachen der Benutzeroberfläche des XT einsteigen direkt der erste Punkt, der mir ein breites Lächeln in das alte Gesicht getrieben hat. Euer werter Erzähler hat von Jugendzeiten an einen Faible für topographische Wander- oder Landkarten. Natürlich reine Geschmackssache aber ich fühle mich einfach direkt bei der Ansicht wohl und mir fällt die Orientierung leichter. Das Garmin XT hat die Option von der üblichen Vektorkarte in die topografische Variante umzusteigen. Ich finde das klasse – das ist mein favorisiertes Kartenbild!

Das Garmin XT verfügt über ein helles, gut ablesbares 5,5 Zoll Display, bei 1280 x 720 Pixel. Das Gerät ist nach dem Military grade 810 G drop test standard (MIL-STD-810G), einer US-amerikanischen technischen Militärnorm getestet und zertifiziert. Ich bin jetzt nicht der Riesenfan der US-Army, aber wenn ein technisches Gerät dieser Norm entspricht, dann kann man davon ausgehen, dass es durchaus als robust durchgeht. Die von Garmin verbesserte Software des XT machen es möglich, dass die Prozessorleistung des Dual Core mit 1,3 GHz gesteigert wurde. Zügig erfolgen jetzt die Berechnungen und auch Neuberechnungen bei Verlassen einer Route. Kein Vergleich mehr mit meinem alten 390er, das immer einige Gedenksekunden benötigt hatte.

Der Menüpunkt der POIs, der interessanten Punkte, ist um einige für Reisende oder speziell Motorradreisende, sinnvolle Punkte ergänzt. Haben wir noch keine Zwischenstation gebucht oder sind unterwegs aufgehalten worden? Kein Problem – über die POIs haben wir Zugriff auf TripAdvisor und finden eine passende Übernachtungsörtlichkeit. Die Motorrad-POIs weisen uns den Weg zu naheliegenden Händlern etc. Aus meiner Sicht gut gemacht und sinnvolle Ergänzung, wenn man im „Niemandsland“ unterwegs ist und keinerlei Ortskenntnis besitzt.

Apropos POIs. Die Nutzer alter Garmin Zumos kennen noch das Problem, dass man bei den „ersten Gehversuchen“ in Sachen Routenplanung und Zielorteingabe hatte. Da will man einfach nur zentral in einen Ort einfahren und das Zumo verlangte eine „Straßenangabe mit Haus-Nr.“. Bei den älteren Zumos ging man dann den Umweg über die POIs und arbeitete sich abwärts bis zum Untermenü „Städte“. Dann war der Drops gelutscht und man fuhr einfach in die Ortslage als Ziel oder Zwischenziel. Bei unserem aktuellen XT ist das Ganze benutzerfreundlicher. Nach Eingabe der Ortschaft erscheint die Meldung: Weiter ohne Straße/Hausnummer. Das war es dann schon und wir haben die Eingabe erledigt.


Bei den älteren Garmin-Navigationsgeräten gab es die Option der „kurvenreichen Strecke“. Dies konnte durchaus einmal zu skurrilen Routen führen und man fand sich plötzlich in einem Wohngebiet wieder, weil die Strecke eben kurvenreicher war als die parallel verlaufende Landesstraße. Meistens funktionierte diese Variante aber durchaus zufriedenstellend.

Beim neuen XT nennt sich das Abenteuer- oder Adventurous Routing. Wir finden diese Option unter den POIs, also den interessanten Punkten und haben da ein kleines Symbol, welches an Berge und eine kurvige Strecke erinnert.

Aktivieren und dann mittels des Schiebereglers die Route je nach Wunsch, also dem kurvigen Charakter der Strecke, nachjustieren. Versucht die Variante einfach zunächst auf einer euch bekannten Route zwischen zwei Punkten und testet die Variante aus. Steht der Regler auf Maximum werdet ihr überrascht sein welche Straßen das Garmin findet und für eine kurzweilige Route sorgt. Gute Sache und sinnvolle Weiterentwicklung der früheren Variante „kurvenreiche Strecke“.

Eine schöne Ergänzung ist auch die Option BirdsEye. Hier kann man auf die entsprechenden Satellitenbilder des aktuellen Standortes umschalten.

Wer jetzt überhaupt keine Lust hat sich mit seiner Umgebung, z. B. auf einer Urlaubstour in fremden Gefilden, auseinanderzusetzen und einfach auf`s Geratewohl losfahren möchte, für den hat das XT auch eine Option. Die Rundtour.

Im Hauptmenü gehen wir bei den Apps auf das Untermenü Rundtour und wählen einen Startort. Dann gehen wir auf „OK“ und suchen uns, die von uns gewünschten, Tour-Attribute aus. Soll heißen – Was ist uns bei unserer Rundtour wichtig? Die Distanz – die Dauer – oder das Ziel? Wenn wir die Distanz oder die Dauer ausgesucht haben gehen wir auf „Fertig“. Bei Auswahl des Ziels auf „OK“. Jetzt noch die Richtung in die es gehen soll auswählen, dann erneut auf „Weiter“ und im Anschluss auf „Berechnen“.

Mit dem Schieberegler von dem o. a. Adventurous Routing können wir jetzt unsere Rundtour noch kurviger oder hügeliger gestalten und mit der Option „Los“ können wir uns in der Praxis anschauen was jetzt unser XT für eine schöne Route generiert hat.

Da mir die Routenplanung mit BaseCamp annähernd so viel Spaß macht wie die eigentliche Tour ist dieser Rundtourmodus für mich eine witzige Sache, aber wahrscheinlich werde ich ihn persönlich eher selten nutzen.

Ach ja – wir haben unser Garmin XT noch gar nicht mit unserer Sprechanlage am Helm verbunden. Also – die Sprechanlage am Helm entsprechend der Betriebsanleitung aktivieren. Beim Garmin XT über die Einstellungen in die Option der drahtlosen Netzwerke gehen und bei Bedarf das Kontrollkästchen „Bluetooth“ aktivieren. Nun „nach Geräten suchen“ anklicken und danach dann beide Geräte miteinander koppeln. Fertig ist die Laube und wir hören die Dame von Garmin auch im Helm.

So das war es jetzt zunächst einmal mit den Grundzügen in Sachen Garmin XT. Wer noch Fragen hat – gerne melden. Wer noch aus seiner Sicht wichtige Ergänzungen hat – einfach bei den Kommentaren hinterlegen. Für mich ist das Garmin XT zurzeit DAS MOTORRADnavigationssystem.

Oh Herr gib mir Halt

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Und so begab es sich im Jahre des Herrn 2021, dass mein so heißgeliebtes Garmin 390 in einen vorgezogenen Ruhestand trat und keinerlei Befehle mehr annehmen wollte. Diese unschöne Art der Arbeitsverweigerung nahm ich zeitnah zum Anlass eine Neuanschaffung in Angriff zu nehmen.

Auf Grund der Infos und der Begeisterung von Heinrich Wack, dem absoluten Navigations-Papst, wurde ein Garmin XT angeschafft. Da die alte Grundhalterung des 390er nicht auf das neue XT passte, wurde die grundsolide Halterung der Firma Touratech gleich mitgeordert.

Also schauen wir uns das gute Stück einmal genauer an. Massiv gearbeitet, passgenaue Aufnahme für das Navigationssystem, natürlich abschließbar, rundum gut gemacht.

Wo ist jetzt das Problem? Das Problem liegt an der eigentlichen Befestigung an unserer „Sissy“, also sozusagen an der „Schnittstelle“ der Halterung zum Motorrad.

Diese, ich nenne sie jetzt einmal Querverstrebung von KTM, ist ziemlich fragil und wohl nicht gemacht für einen etwas schwereren Navihalter, wie den von Touratech. Der hängt jetzt zwar im Stand wunderbar im Blickfeld, wackelt aber sobald sich die Maschine in Bewegung setzt wie der sprichwörtliche Lämmerschanz. Nicht der Sinn der Sache, komplett nervig und man läuft Gefahr, dass sich das teure Navi samt Halter irgendwann auf der Fahrt ungewollt selbständig macht. Arrivederci und Tschüss.

Also ging euer werter Erzähler auf die Suche nach einer adäquaten und soliden Lösung. Fündig wurde man mal wieder bei Touratech. Aufgepasst – auf der Webseite ist der Halter für die Baureihe der Superadventure ab 2021 ausgewiesen. Dies mit recht, denn die Baujahre ab 2017 haben eine in Nuancen anders aufgebaute Frontverkleidung im Bereich der Verkleidungsscheibe. Das bedeutet jetzt Hand anlegen wie bei Jean Pütz in der Hobbythek: „Ich habe da etwas vorbereitet.“

Oder – man hat jemanden zum Handanlegen. Danke Anton und an das Team um Bodo Schmidt in Schmelz.

Montiert wird die Verstrebung unter dem schönen TFT-Display und damit hat das gute Stück jetzt den Halt, den man benötigt um den schönen eigentlichen Navihalter stabil zu montieren. Nichts wackelt, nichts vibriert, bombenfest.

So die Verfahrensweise ab Baujahr 2021. Bei der Baureihe ab 2017 heißt das, die Kunststoffverkleidung leicht einschneiden, damit der Halter dann sauber über dem TFT-Display sitzt.

Die seitlichen „Backen“ des Navihalters greifen über Federdruck an den Rahmen des Garmin XT und arretieren das Navi nahezu narrensicher.

So unwegsam kann eure Routenführung gar nicht sein, dass sich jetzt das Navi noch selbständig macht. UND – es liegt sauber genau im Blickfeld.

Zum Garmin XT kommen wir in einem späteren Bericht.

Vernünftig sind Andere

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Unsere Sissy musste mal wieder zur alljährlichen Inspektion und wurde von eurem werten Erzähler zu unserem Freundlichen Ready to Race-Händler ins nahe Saarland chauffiert.

Wann mein bestes Stück wieder im fahrfertigen Zustand zur Abholung bereit stehen würde war auf Grund des Andrangs und der Haupturlaubszeit nicht so ganz klar und so begab es sich, dass man mir den Schlüssel einer aktuellen KTM 1290 Super Duke R in die Hand drückte. „Viel Spaß! Wir melden uns.“

Das Leben kann durchaus miesere Überraschungen für einen bereit halten. Also los geht`s.

Schaut man sich die Baureihe von KTM an in der das 1290er Aggregat werkelt, dann kann man nur sagen, das prägende Element in den Maschinen ist eben dieser Motor. Und wie die Herrschaften aus Mattighofen diese 1301 ccm in den unterschiedlichen Modellreihen auch einen unterschiedlichen Charakter anerzogen haben ist aller Ehren wert.

Die 140 Nm Drehmoment stehen und in der aktuellen Super Duke werden 180 PS aktiviert. Das sind 20 PS mehr als das Mapping in unserer „Sissy“ als Superadventure freisetzt und gepaart mit dem Weniger an Gewicht und der anderen Gewichtsverteilung merkt man dies auch. Wer hier von zu wenig Leistung fabuliert ist entweder Pilot in der Moto GP oder der Lebenserhaltungstrieb ist ihm/ihr komplett abhandengekommen.

Apropos Lebenserhaltungstrieb. Der fantastische deutsche Sommer 2021 zwingt mich alsbald die Superduke in den Regenmodus zu schalten, da ich das gute Stück nicht Tage später in Einzelteilen und in einer Plastiktüte zurück zu meinem Händler bringen möchte.

Da kommt schon die nächste Überraschung, denn der Bridgestone S22 im Format 120/70/17 und hinten 200/55/17 funktioniert im Nassen ausgesprochen überzeugend. Der erste Blick auf das Profil der Bridgestone hätte dies gar nicht vermuten lassen.

Wie heißt es doch so schön: Mit Motorleistung bist Du auf der Geraden schnell und mit einem guten Fahrwerk überall. Die aktuelle Superduke liegt nach meinem Empfinden auch mit Front stabiler als ihre Vorgängerin. Bei meiner ersten Begegnung hatte ich immer das Bedürfnis etwas mehr Druck auf das Vorderrad bringen zu müssen um etwas mehr Stabilität in die Führung zu bekommen. Das ist oder war natürlich mit an Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass ich seit gefühlten Ewigkeiten Motorräder mit Verkleidung fahre und mich somit an etwas „kopflastige“ Maschinen gewöhnt habe. Die Neue vermittelt nicht dieses ADHS-Gefühl, ist handlich aber trotzdem spurstabil und gibt sauber ihre Rückmeldungen an Fahrer oder Fahrerin. Ob enge Kehren oder schnell durchfahrene langgezogene Kurven – Alles gut. Laut Angaben von KTM liegt dies u. a. an dem neuen Rahmenkonzept der Duke. 3 x steifer als das Vorgängermodell mit dem 1301ccm-Triebwerk als tragendem Element, welches die Torsionssteifigkeit erhöhen soll. 2 kg leichter als der Vorgänger ist der Rahmen ebenfalls, was sicherlich ebenfalls zum handlichen Gefühl beiträgt. Die etwas längere Schwinge dürfte dafür verantwortlich sein, dass die ganze Fuhre trotz aller Handlichkeit nicht kippelig wirkt und so wunderbar stabil liegt.

Hier 2 kg und dort ein paar Gramm. Getreu dem Motto – Was ich nicht zusätzlich auf die Waage bringe muss ich auch nicht zusätzlich mit beschleunigen. Soziussitzbank, Kennzeichenhalter und Rücklicht sind ohne weitere Halterungen direkt am Heckrahmen verschraubt.

Was mich subjektiv gestört hat ist, dass der kurze und wunderschön gemachte Auspuff für mich als brüllend laut empfunden wurde. Gerade die in der Heimat der Duke kursierende Seuche der Streckensperrungen in Bezug auf Standgeräuschwerte sollten da zu einer höheren Sensibilisierung bei KTM führen. Die beste Sozia von Allen teilte mir aber mit, dass mein „Einfahren in heimatliche Gefilde“ nicht lauter empfunden wurde, als mit unserer „Sissy“. Möglicherweise trägt das kurze Endrohr, welches unmittelbar unter dem Fahrer endet zu der subjektiven Wahrnehmung der höheren Lautstärke bei. Also wird nur der Fahrer taub und nicht die Umgebung.

Wie ist jetzt eigentlich das Fazit für die aktuelle Super Duke R? Wenn man es pragmatisch angeht muss man festhalten, für die ausgedehnte Urlaubsfahrt ist die Super Duke nichts. Auch die Fahrt zu zweit ist nur ratsam, wenn der Mitfahrer einen gepflegten Hang zum Masochismus hat. Aber sind wir doch einmal ehrlich mit uns und unseren Empfindungen. Ein Motorrad muss nicht nützlich oder sinnvoll sein. Wenn die Maschine einem ein breites Grinsen ins Gesicht treibt und einfach Spaß bereitet, dann ist der eigentliche Sinn eines Motorrades schon mehr als erfüllt. Und da kann man abschließend nur festhalten: das Grinsen ist da und es ist anhaltend und damit hat die Super Duke R ihre Existenz schon mehr als hinreichend berechtigt. Lasst doch die Anderen vernünftig sein. Waren wir schon – war langweilig. Und eines ist die aktuelle Super Duke R ganz bestimmt nicht – langweilig.

Ein herbstlicher Rundumschlag

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Wenn es so in Richtung Herbst geht, dann habe ich immer das Bedürfnis die ein oder andere meiner Touren miteinander zu verbinden und aus Altem damit oftmals wieder etwas Neues zu machen. Das ein oder andere komplett Neue kann man auch wunderbar immer mit einbauen. Schließlich sagt uns die Straße nicht was uns am Ende unseres Weges erwartet. Also mutig den ersten Gang einlegen und zunächst auf bekannten Wegen hinaus aus Trier.

Wir haben den Weg schon häufig gewählt und rollen uns über unsere bekannten Zwischenpunkte Korlingen, Waldrach, Lorscheid und das Dhrontal ein.

Auch unsere weitere Route bis nach Traben-Trarbach ist uns aus früheren Anderstouren wohlbekannt. Über Gräfendhron, Merschbach; Elzerath und Gonzerath fahren wir nach Longkamp und es geht über das Kautenbachertal nach Traben-Trarbach, der Jugendstilperle an der Mosel.

Hier kann man zwar schon die Moselroute wählen, man würde aber dann eine schöne Route bergaufwärts über Starkenburg nach Enkirch verpassen.

Ab Enkirch entspannen wir uns dann an der Mosel bis nach Zell, rollen über den Kreisel der „Zeller Schwarze Katz“ in die Ortslage und machen uns in Merl wieder bergauf in Richtung Grenderich.

Erfahrene Anderstourer kennen jetzt den Weg über den Senheimerhals wieder abwärts an die Mosel. Wir folgen aber diesmal der Beschilderung in Richtung Beilstein.

Der kleine pittoreske Moselort ist genau richtig für eine ausgiebige Pause und die fußläufige Besichtigung der kleinen romantischen Gassen. Hier ist de facto mehr als ein schönes Fotomotiv zu holen. Einfach schön.

Wie aus der Zeit gefallen wirkt der kleine Ort mit seiner Burg als Blickfang.

Wir hatten uns zuvor bei der Internetrecherche ein Restaurant zur Einkehr ausgesucht, aber ausgerechnet am heutigen Tag machte dieses Lokal erst später seine Pforten auf. So landen wir auf der schönen Terrasse des Hotels Altes Zollhaus an der Mosel. Kuchen war okay, was der Schulnote befriedigend entspricht. Der Cappuccino die geschmackloseste Variante nördlich des Alpenhauptkammes.

Von einem schlechten Cappuccino lassen wir uns nicht die gute Laune verderben und auf geht es wieder moselauf- und abwärts. In Bruttig-Fankel über die K 36 nach oben und dann über die L 202 abwärts nach Treis-Karden.

Über Kaisersesch führt unsere unspektakulärer Weg über die Eifelhöhen dann nach Monreal. Die letzten Kurven der L 98 haben uns wieder geweckt und wer möchte kann auch im schönen Monreal die Speicherkarte der Kamera rattern lassen. Monreal ist auch die Filmkulisse für die TV-Serie „Der Bulle und das Landei“. Okay – wer`s mag.

Wir rollen aber weiter durch Mayen und fahren nordwestlich zum Schloss Bürresheim.

Irgendwie sieht das Schloss Bürresheim für mich aus wie die kleine Schwester der Burg Eltz. Und sie haben, außer der Optik, noch gemeinsam, dass sie zu den wenigen Anlagen in der Eifel gehören, die niemals erobert wurden. Selbst die Kriege im 17. und 18. Jahrhundert und die sich aus der französischen Revolution ergebenden Umbrüche hat das Schloss unbeschadet überstanden.

Wie war nochmal der Spruch? Wenn Du auf eine Leiter steigst versichere Dich, dass sie an der richtigen Wand steht. Das ist natürlich metaphorisch zu sehen und soll heißen: Höchste Zeit, dass es wieder schön kurvig wird. Und genau das haben wir direkt hinter dem Schloss Bürresheim auf der L 10 in Richtung Nürburgring. Eine wirklich schöne Routenführung haben wir jetzt und die Landschaft gibt ebenfalls nach jeder Kurve neues her. Wirkt wie ein Ausflug durch die Lüneburger Heide.

Ein kurzer Abstecher muss jetzt noch nahrungstechnisch sein, deshalb in Langenfeld schnell rechts ab zur Wachholderhütte (Wabelsbergerhütte).

Das ist jetzt wieder eher unsere Art der inneren Einkehr und Landschaft zum genießen haben wir auch in Hülle und Fülle.

Die Weiterfahrt ist dann im Grunde genommen eine Außenrunde um den „Ring“ über Jammelshofen , Breidscheid und Quiddelbach, am Potsdamerplatz vorbei nach Kelberg.

Hier nehmen wir dann zügig den direkten Weg nach Daun und machen dann noch einen kleinen Schlenker an den Maaren vorbei. Die sind schließlich ein immer wieder gern genommenes Fotomotiv.

Parallel zur Haupteinflugschneise in Richtung „Ring“ der B 257 suchen wir uns einen kurvigeren und ruhigeren Weg über Üdersdorf, Schutz und Deudesfeld nach Meisburg.

Dann gehen wir doch noch bis Badem kurz auf die ungeliebte Bundesstraße und biegen hier in der Ortslage ab in Richtung Dudeldorf.

Den weiteren Weg kennen wir auch wieder gut und finden ihn sogar ohne Navi. Über Philippsheim nach Speicher. Dort vielleicht noch eine „Zuckerpause“ in der Eisdiele und dann auf die L 46 weiter auf bekannter Route zurück nach Trier.

Das waren jetzt etwa 320 km und eine schöne spätsommerliche oder herbstliche Runde, die Hunsrück, Eifel und Mosel wunderbar verknüpft hat. Viel Spaß beim Nachfahren. Und wenn IHR in Beilstein einen besseren Einkehrtipp oder auch nur besseren Cappuccino gefunden habt – dann immer raus damit.

Der Doctor – Rossifumi – Valentinik

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Jetzt ist ER weg oder sollte ich besser sagen ER ist bald weg. Der, der für mich seit einer gefühlten Ewigkeit Rennstreckenbesuche oder TV-Übertragungen von Motorradrennen überhaupt erst sehenswert gemacht hat.

Ja – es gab auch für mich vorher schon die Helden und Legenden, die ich mit strahlenden Augen auf den Strecken beobachtet und ihr Können bewundert habe. Hießen sie jetzt Toni Mang oder Kevin Schwanz, aber bei keinem dieser Fahrer war gleichzeitig dieses Grinsen bei mir im Gesicht und dieses Gefühl, dass dieser Kerl da unten einfach einen „Heidenspaß“ bei der Sache hat.

Wie soll ER einmal gesagt haben: „Mein Alltag fühlt sich an wie Urlaub!“

Ich hoffe für Dich Valentino, dass dieses Gefühl weiterhin bei Dir vorherrschen wird, denn ein anderes Zitat zeigt ziemlich deutlich wie unser „Doctor“ tickt:

„Ein Renn-Motorrad zu fahren ist Kunst. Etwas, das man tut, weil man es fühlt.“

Für mich ist es entsetzlich schade, dass sich Valentino in dieser Coronazeit von den Rennstrecken dieser Welt verabschiedet. Die Vielzahl seiner Fans, die „gelben Wände“ die seit Jahren die Tribünen füllen, haben keine Chance sich angemessen vom Gott auf 2 Rädern zu verabschieden. Auch sie werden wohl in den nächsten Jahren fehlen. Man wechselt nicht einfach „seine Konfession“ oder sucht einen neuen Propheten.

Rossi-Fan war oder ist man wegen Valentino Rossi. Nicht wegen Yamaha, Honda oder Ducati. Und diese Lücke, die jetzt unweigerlich entsteht, kann zurzeit KEINER füllen. NEIN – auch kein MM93 oder ein Fabio Quartararo.

Warum nicht? Gehen wir einmal auf die Suche und versuchen den oder die Hintergründe zu finden.

Was kann man zu dem Begriff Charisma im Duden finden? Persönliche Ausstrahlung und eine von Gott verliehene Gabe. Das ist wohl schon mit einer der Hauptgründe für das Dilemma. Rossi hat nämlich genau DAS was sämtlichen anderen aktuellen Piloten in der Szene fehlt. Charisma.

Anders lässt sich nicht erklären, dass da einer im Kreis herumfährt, der seit 2009 keinen Titel mehr errungen hat und trotzdem auf den Rennstrecken der Welt, farblich sauber erkennbar, ein Heer von Fans, il Popolo giallo, um sich herum versammelt.

Wenn man nicht wusste wo das Motorhome oder der Servicetruck vom Doctor ist, dann musste man einfach nur schauen wo sich die größte Menschenmasse im Fahrerlager versammelt hat. Genau da war er dann zu finden und seine Gemeinde harrte still und geduldig auf ihren Meister und wartete auf ein Autogramm, ein Foto oder nur ein Winken.

Und Rossi kommt seit Jahren, oder besser Jahrzehnten, dieser Verpflichtung nach. Dabei hat man das Gefühl, dass es für ihn keine Verpflichtung ist sondern tatsächlich Freude bereitet.

Um Valentino ranken sich derartig viele Anekdoten und Geschichten, dass man oftmals nicht mehr weiß, was ist tatsächlich wahr und was ist bereits Fiktion, Märchen oder Heldensagen.

Die 102-jährige Italica Grondona aus Ligurien, in Italien mittlerweile als Nonna Lina bekannt, hatte nach ihrer Genesung von Corona nur noch einen Wunsch (der sogar den Weg in die Nachrichten von CNN geschafft hatte). Nonna Lina wollte unbedingt noch Valentino Rossi kennenlernen.

Oder die berühmte Schmunzel-Geschichte vom Sponsoren „Polleria Osvaldo“. Die Hühnerfarm tauchte 1998 als Sponsoren-Aufkleber auf seiner 250er Aprilia auf. Kernproblem war, dass es diese Hühnerfarm und damit den Sponsoren real gar nicht gab. Halb Italien wollte aber nun die Eier der besagten Farm, die nicht existierte. Als der italienische Sender RAI eine Dokumentation drehen wollte, trieb es Rossi gar auf die Spitze. Er suchte einen alten Bauernhof und malte den Slogan „Jedes Hühnchen kennt Osvaldo“ an die Scheune. Ein älterer Herr aus seiner Heimatstadt Tavullia spielte den Bauern Osvaldo und RAI strahlte die Dokumentation sogar noch aus. Für einen guten Spaß war Rossi nie etwas zu viel und sein spitzbübisches Lachen hat er bis heute behalten.

So viel zum Thema Charisma.

Ach ja – da hatte ich ja gerade ganz kurz Tavullia erwähnt. Die ganze Heimatstadt Tavullia zelebriert ihren berühmten Sohn Valentino Rossi. Was nicht gerade in Gelb erstrahlt weist eben auf die „46“ hin. Ganz Tavullia lebt mit, für und wahrscheinlich auch von Valentino Rossi.

Eigentlich wollte ich nicht in das übliche Lied der Rekordlisten mit einstimmen welches jetzt alle anstimmen. Ich muss es trotzdem kurz machen um die Relation der Leistung von Valentino Rossi darzustellen.
Es stehen 199 Podien in der höchsten Klasse zu Buche, also 500er und Moto GP. Davon 89 Siege, 61 zweite Plätze und 49 x Platz 3. Der einzige Fahrer der sowohl in der 500er Klasse, als auch in der Moto GP WM-Titel aufweisen kann.

Selbst die andere italienische Ikone des Motorradrennsports Giacomo Agostini kommt mit 68 Siegen nicht an Rossi heran. Ago „Nazionale“ hat zwar 15 WM-Titel auf seinem Konto aber die fuhr er über Jahre mit drückend überlegenem Werksmaterial von MV Agusta heraus. Dies bei weniger Rennen über die laufende Saison und in zwei Klassen, nämlich 350er und 500er. Heutzutage undenkbar in zwei Klassen an einem Tag anzutreten.

Meine feste Überzeugung im Hinblick auf seine weltweite Beliebtheit bei den Fans ist, dass er auch fehlbar ist und da auch keinen Hehl daraus macht. So scheiterte er, wie fast alle außer Casey Stoner, an der kapriziösen Diva Ducati. Sicher war auch hier sein Gedanke, wie zuvor bei dem Hondawechsel, jetzt auf die Ducati zu steigen und der restlichen Welt davonzufahren.


Daraus wurde bekanntermaßen nichts und die Rückkehr nach dem 2-jährigen Versuch zu Yamaha war sicherlich die richtige Entscheidung. Es folgten noch Vizetitel und diese unsägliche Saison 2015. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass Vale diese WM-Titel verdient hätte und es hier keine sportlich faire abschließende Entscheidung gegeben hat. Da man mir auch eine gewisse Impulsivität zuspricht habe ich großes Verständnis für die Aktion in Malaysia. Aber – anderes Thema.

Es war die letzte große Chance auf den Titel Nr. 10. Vielleicht wäre es die Krönung seiner Laufbahn, das i-Tüpfelchen der Karriere, gewesen. Für mich ändert es nichts an meiner Einschätzung.

Hier geht der Größte Motorradrennfahrer aller Zeiten und er hinterlässt eine Lücke so groß wie das Ozonloch.

Arrivederci Valentino il mio vecchio amico. In bocca al lupo. Ci vediamo.

Ich werde Dich an jedem zukünftigen Rennsonntag vermissen.

Umwege erweitern die Ortskenntnis

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Mit diesem Zitat von Kurt Tucholsky beginnen wir heute eine Dreiländertour. Unsere wunderbare geografische Lage macht dies ohne große Probleme möglich und so schauen wir uns mal wieder unsere unmittelbaren europäischen Nachbarn an. Getreu dem Motto: Motorradfahren ist wie das Leben – immer in Bewegung bleiben, denn so bleibt man im Gleichgewicht.

Wir beginnen das Ganze mit einem kleinen Schlenker und rollen über alte Bekannte in Richtung Saarburg.

Also raus aus Trier über die Höhenstadtteile und über das Gusterather Tal, Pluwig, Ollmuth nach Lampaden, sowie über Hentern nach Zerf.

Die erste komplett abgelegene Route haben wir jetzt hinter uns und nun geht es über die B 407, aber auch bei schöner Aussicht, nach Saarburg.

Wer möchte kann hier die übliche Gelato-Pause einlegen und Fotos von Burg oder Wasserfall machen.

Die Übrigen orientieren sich schon in der Ortslage Saarburg in einem Verteilerkreis in Richtung Kastel-Staadt auf die K 129 / K 127. Die Klause ist hier das häufig fotografierte Motiv mit dem schönen Blick über die Saar. Erst 2012 hat man hier auch ein antikes Freilufttheater, also ein Amphitheater in Kleinformat, freigelegt. Der kleine Ort hat etwas zu bieten.

Damit haben wir die übliche frequentierte Strecke in Richtung Freudenburg umfahren und landen eben auf einem schönen „Schleichweg“ im Ort. Die Burgruine der Freudenburg steht auf einer zulaufenden Felszunge und wurde im 14. Jahrhundert errichtet. In der Region ist Freudenburg aber hauptsächlich wegen der Musikveranstaltungen im „Ducsaal“ bekannt. Live-Musik vom Feinsten und immer eine Reise wert.

Kurz geht es für uns auf die L 176 nach Weiten und dort biegen wir in der Ortslage nach rechts ab in Richtung Faha. Dann führt unser Weg nach Oberleuken und von dort zu unserem ersten Zwischenziel der Villa Borg.

Hier werfen wir einen Blick in den Archäologiepark und gewinnen einen Eindruck über das römische Leben in dem Nachbau eines römischen Landgutes. Wen der Hunger übermannt kann auch in der Taverne-Borg zur Nahrungsmittelaufnahme schreiten.

Wir wollten doch ins benachbarte Ausland. Nach Frankreich ist es jetzt nicht mehr weit. Von Borg aus ganz kurz auf die B 407/L170 in Richtung Perl und in einer Rechtskurve links ab nach Apach. Wir sind jetzt bei unseren westlichen Nachbarn.

Die Mosel zu unserer Rechten sind wir nun gleich in Sierck-les Bains und haben mit dem Blick auf die Festung ein wunderbares Fotomotiv. Die Burg aus dem 11. Jahrhundert hatte einst den Herzögen von Lothringen gehört. Wer ausreichend Zeit mitbringt für die heutige Tour der kann noch einen Rundgang auf dem restaurierten Wehrgang unternehmen und die Aussicht genießen.

Ein kurzes Stück flussaufwärts überqueren wir die Mosel und sind jetzt auf der D 64. Über Contz-les-Baines und Berg-sur-Moselle suchen wir uns den Weg zum nächsten Zwischenziel. Gavisse/Beschtingen und Faulbach lassen wir an unserer Strecke unbemerkt liegen und notieren sie gedanklich nur unter dem Aspekt – Wir sind auf dem richtigen Weg.

Die Stadt Rodemack mit ihrer Burg ist wirklich ein schönes romantisches Fleckchen Erde. Erstmals erwähnt wurde der Ort ca. 900 n. Chr. Die Burg wurde ca. 1190 n. Chr. erbaut und gehörte zur Grafschaft Luxemburg. In der weiteren Historie gaben sich dann Habsburger, also die spanische Linie, und Franzosen die Klinke in die Hand. Heutzutage bietet die Burganlage Kulisse für den Wein- und Blumenmarkt in den Monaten April und Mai und für einen wirklich schönen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Der ist dann aber für eine Motorradtour eher nicht im akzeptablen Zeitfenster. Es sei denn, Griff- und Sitzheizungen sind vorhanden.

Irgendwann machen wir uns dann wieder auf den Weg über Puttelange-les Thionville, Bad Mondorf und Erpeldingen abwärts zurück an die Mosel.

Landschaftlich schön aber fahrerisch wenig reizvoll entfernen wir uns in Ehnen wieder von der Mosel und wenden uns links, auf der CR 134, landeinwärts. Nächste Anhaltspunkte sind dann Gostingen, Beyren und Flaxweiler. Im Großherzogtum Luxemburg ist irgendwie alles in der Nähe und man ist bei den Kilometerangaben immer ein wenig erstaunt. Wie – Du bist schon da? Wie Anno dazumal Boris Becker in der berühmten Werbung – Wie schon drin?

Wecker, Berburg und dann über Herborn nach Osweiler so lauten die Zwischenziele auf unserem Weg nach Echternach. Dabei fahren wir an dem schön gelegenen Echternacher See vorbei, der im Sommer ein kleines Naherholungsgebiet für die Ortsansässigen ist.

So richtig eingekehrt sind wir heute ja noch gar nicht und so machen wir das bei alten Bekannten an der Sauer. Frankreich und Luxemburg haben wir heute sauber „abgearbeitet“ und damit können wir uns wieder aufmachen in heimatliche Gefilde.

Also nichts wie rüber auf die andere Uferseite der Sauer und dann flussabwärts bis nach Langsur-Mesenich in den Johannishof.

Hier lassen wir unsere Tour gemütlich ausklingen und genießen auf der Terrasse ein gutes Essen. Denn wie sagten bereits die Indianer Nordamerikas so richtig: Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben! Das nenne ich jetzt einmal eine richtig gute Idee und Lebensphilosophie.

Die „Auswärtigen“ unter uns können hier sogar ihr Lager aufschlagen und gemütlich übernachten. Hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass man sich durch die Weinkarte des Johannishofs arbeiten kann ohne Gefahr zu laufen die Lizenz oder das Gleichgewicht zu verlieren.

Viel Spaß beim Nachfahren.