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Kategorien-Archiv: Aktuelles

Dunlop Roadsmart 4

05 Freitag Jul 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Dunlop Roadsmart 4, Tourensportreifen

Kommen wir jetzt also zu dem Roadsmart der Firma Dunlop in der aktuellen Konfiguration. Soll heißen: Wir sind in der Evolution bei der Stufe 4 angekommen.

Foto Dunlop Deutschland
In Sachen Evolution und Innovation macht Dunlop ohnehin so schnell kein anderer Hersteller etwas vor. Schließlich hatte der schottische Gründer der Firma bereits 1888 das erste Patent für einen „Fahrradluftreifen“ angemeldet. Das erste Lamellenprofil bei Reifen sowie die Erforschung des Problemfeldes Aquaplanings geht ebenfalls auf das Konto der Firma Dunlop. Wenn das nicht mal ein Wink mit dem Zaunpfahl ist.

Aber jetzt zum Roadsmart 4 und meinen Eindrücken und Erfahrungen auf unserer „dicken Österreicherin“ der KTM 1290 Adventure S. Der Roadsmart 4 trat ein großes Erbe an, denn zuvor hatte ich von der Konkurrenz Metzeler den Tourance Next 2 aufgezogen und der war für mich die absolute Referenz auf unserer schweren Reiseenduro. Alles was zuvor aufgezogen war stellte der Tourance Next 2 locker in den Schatten.

Was haben wir also nun? Die Zweikomponentenmischung auf Lauffläche und im Schulterbereich des Reifens ist im Grunde genommen aktueller Standard der Reifenentwicklung. Das passt!

Der Roadsmart 4 läuft sich bislang vorne wie hinten schön gleichmäßig über die gesamte Lauffläche ab, vermittelt ein sehr gutes Gefühl und baut vom ersten Meter an Vertrauen auf.

Da sind wir jetzt gerade bei den nicht messbaren Parametern: Vertrauen und Gefühl. Aus meiner Sicht und Erfahrung spielt sich beim Motorradfahren sehr viel in diesem „nicht messbaren Bereich zwischen den Ohren“ ab. Man kann manches nicht konkret erklären oder belegen. Es ist einfach da und vermittelt Sicherheit!

So geht es mir bei dem Roadsmart 4. Gefühlt wie ein guter alter Freund. In einem Test einer Fachzeitschrift steht, dass der Dunlop gut warmgefahren werden sollte. In Sachen schneller Gripaufbau war der Tourance Next 2 für mich die Referenz. Raus aus der Garage – die ersten zwei bis drei Kilometer angefahren und eingebremst und er war auf Temperatur. Der Roadsmart 4 ist hier absolut auf Augenhöhe und steht der Konkurrenz keinesfalls nach. Ob dies an dem Rayon liegt, welches als Deckmantelmaterial Verwendung findet, weiß ich nicht und überlasse deshalb eine Erklärung dahingehend lieber einem versierten Reifentechniker, respektive -entwickler. Durch Reibung entsteht Hitze sagte mein Physiklehrer und das kann man wunderbar am Display der KTM in Sachen Luftdruck nachvollziehen. Der Roadsmart 4 ist zügig auf Temperatur, baut hier 0,2 bis 0,3 bar flott auf und danach bietet er Grip in allen Lebenslagen und darüber hinaus. Das ein Supersportreifen beim Renntraining in Misano wahrscheinlich ein µ an Haftung mehr bietet mag sein, gehört aber nicht zur Kernkompetenz des Roadsmart 4. Schließlich sprechen wir hier von einem Tourensportreifen und der hat den Part eines Zehnkämpfers zu erfüllen. ALLES wird auf einem hohen Niveau und zur Zufriedenheit des Fahrers oder der Fahrerin erledigt.

Apropos Zufriedenheit und den o. a. subjektiven Parametern Gefühl und Vertrauen. Dunlop hat bei der Weiterentwicklung des Roadsmart von Stufe 3 auf den aktuellen 4er die Konturen des Reifens leicht verändert.

Im Schräglagenfenster von 7 – 30 Grad liegt das gleiche Maß an Kontaktfläche des Reifens auf der Straße. Das heißt, denn der Schreiber dieser Zeilen hatte den Roadsmart 3 auch schon auf seiner 1190er Adventure, der Roadsmart 4 hat nichts von seiner bisherigen Agilität eingebüßt, bietet aber, erstmal in Schräglage gebracht, ein Gottvertrauen beim Durchfahren von Kurven jedweder Radien. Immer ausreichend Gummi auf dem Asphalt, der den nötigen Grip vermittelt. Auch Korrekturen der Linie, falls man mal den Scheitelpunkt nicht richtig angepeilt hat, gehen problemlos und mit grenzenloser Stabilität von der Hand.

Foto Dunlop Deutschland

Langgezogene, schnellere Kurven funktionieren wie mit dem Zirkel gezogen und auch die engen Kehren, deren es bei mir hier in Südtirol einige gibt, funktionieren absolut stressfrei. Soll heißen – auch wenn es dann einmal langsamer wird, im Scheitelpunkt der Spitzkehre, baut der Roadsmart 4 immer noch stets ausreichend Haftung auf um sauber und locker „il tornante“ zu meistern, hält die enge gewählte Linie und lässt uns den Pass zu genießen. Linie anvisieren – Lenkimpuls und es geht absolut präzise, aber agil und ohne jemals nervös oder „kippelig“ zu werden um die Ecken.

Ergo – Handling und Haftung des Roadsmart 4 sind aus meiner Sicht auf absolutem Topniveau. Dies immer bezogen auf meine KTM 1290 S Superadventure. Also jetzt nicht unbedingt ein Fliegengewicht unter den Motorrädern, aber in der Riege der Reiseenduros eher ein leichteres Modell.

Was ich dahingehend abschließend sagen kann ist, dass der Dunlop auf der Adventure bei sämtlichen Fahrwerkseinstellungen, also Komfort, Straße oder Sport und auch bei unterschiedlichen Beladungszuständen die gleiche Rückmeldung liefert. Damit hätten wir diesen Bereich abgehakt.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Wir sind wieder beim Thema Vertrauen und Gefühl und landen damit unweigerlich beim Themenfeld „Nässe“ und Regen.

Was hier in den zurückliegenden Jahren von den Herstellern von Motorradreifen geleistet wird ist aller Ehren wert und würde jedem mittelalterlichen Alchemisten zur Ehre gereichen.

Insofern hüten die Hersteller auch ihre unterschiedlichen Zusammensetzungen der Reifen wie den heiligen Gral. Was ich nachempfinden kann. Das Zauberwort seit Jahren ist Silica. Das allein schafft aber noch keinen guten Motorradreifen, denn es heißt nun die unterschiedlichen Bausteine Silica, Ruß, Kautschuk und Harze so miteinander in Verbindung zu bekommen, dass SIE bei Regen funktionieren, im Trockenen funktionieren, agil sind und eine möglichst lange Laufleistung zustande bringen. Dies natürlich ohne ihre guten Eigenschaften über die Laufzeit einzubüßen. Die Quadratur des Kreises ist einfacher!

Für den neuen Roadsmart 4 hat Dunlop neue Profilrillen entwickelt. Erinnert ihr euch an die Einführung des Berichtes WER das erste Lamellenprofil für Reifen entworfen hat? Hinzu kommen wohl, laut Dunlop, vier neue Harze und ein hoher Silica-Anteil. Was hier ansonsten noch in der Hexenküche mit beigefügt wurde entzieht sich meiner Kenntnis.

Was sich nicht meiner Kenntnis entzieht ist die Umsetzung dieser Komponenten in der Praxis. Deshalb folgende kurze Anekdote: Ich war eigentlich in der Absicht den neuen Roadsmart 4 „sauber einzufahren“ auf dem Weg zum Ofenpass hinüber in die Schweiz. Der eignet sich, aus meiner Sicht, blendend für eine derartige Maßnahme, weil die Streckenführung und die Asphaltbedingungen erstklassig sind. Alles was man benötigt vorhanden: Enge Kurven, weite Kurven, bergauf, bergab. Also auf geht`s.

Unterwegs nimmt die Bewölkung zu und das Thermometer fällt in einen Bereich, dass euer werter Erzähler die Heizgriffe in Betrieb setzt. Es fängt an zu regnen, leichter Graupel dazwischen und auf der Passhöhe haben wir 6 Grad.

Langer Rede kurzer Sinn. Der Roadsmart 4 absolvierte diese erste Regenfahrt exzellent. Sauberer Gripaufbau auch bei Nässe. In sämtlichen Kurven kein Wackeln, kein Rutschen – Vertrauen pur.

Das ist jetzt bei mir deshalb eine Rede wert, weil ich „normalerweise“ sobald sich Regen einstellt entsprechende Änderungen an den Mappings der Adventure vornehme. Heißt: Regenmodus (Motormanagement regelt ab von 160 PS auf 100 PS), verbunden mit der Fahrwerksänderung auf Komfort.

Bei diesem „ersten Regentest“ ist mir das aber komplett durchgegangen. Ich bin mit dem üblichen Straßenmodus und der offenen Leistung, sowie der Fahrwerkseinstellung Sport gefahren ohne dass der Roadsmart 4 wegen nässebedingter Gripeinbußen „Fragen an die Traktionskontrolle“ gestellt hätte.

Vertrauen und Gefühl im Regen also in mehr als ausreichendem Maße vorhanden. Die Alchemisten bei Dunlop haben gute Arbeit geleistet. Der Vorderreifen führt einwandfrei wie bei trockenen Bedingungen und gibt sauber Rückmeldung was unter einem gerade vor sich geht. Well done an den schottischen Firmengründer. Die Leute von der Insel konnten schon immer mit Regen umgehen.

Bleibt abschließend noch die Frage zur Laufleistung. Da kann ich noch keine Angaben machen, da der Roadsmart 4 noch in Betrieb ist und hier bei mir seiner Arbeit nachkommt. Sobald ich dahingehend ein Ergebnis habe teile ich es Euch mit. Ansonsten bleibt wirklich nur zu sagen:

Mit dem Roadsmart 4 ist Dunlop ein großer Wurf in der Sparte der Tourensportreifen gelungen. GEFÜHLT könnte ich hier nicht sagen was man da noch verbessern kann. Es bleibt lediglich die offene Frage der endgültigen Laufleistung. Das wäre für mich jetzt auch das abschließende Kriterium. Der Metzeler Tourance Next 2 ist bei mir, mit einer Laufleistung von 11.000 km und einem Restprofil welches wahrscheinlich noch für einen „Tausender“ gereicht hätte, die Marke, die es zu schlagen gilt.

Ich werde entsprechend nachberichten. Bis dahin gilt: Der Roadsmart 4 ist in allen Bereichen mindestens auf Augenhöhe mit meiner bisherigen Referenz dem Tourance Next 2. Im Landstraßenbetrieb, wo ich mich zu 90 % aufhalte, in Bezug auf Agilität und Grip sogar ein µ voraus. Wenn der 4er jetzt auch noch die 10.000er Marke in Sachen Laufleistung packt, dann habe ich einen neuen Favoriten für die Bereifung von Reiseenduros. Dann ist der Roadsmart im wahrsten Sinne des Wortes doch der „Schlaue für die Straße“.



Forza Corsa Rosa

21 Freitag Jun 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Bergetappe, Giro d`Italia, Manghenpass, Passo Brocon, Passo Rolle

Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich für Menschen die einem wichtig sind oder für Dinge, die einem wichtig sind. Wir nehmen uns die Zeit um zu genießen. Denn man kann nie wissen wieviel Zeit man noch auf dem Planeten verbringen darf, um selbige zu genießen.

Das machen wir mittlerweile ausgiebig. Selbst zu „Zeitpunkten“ an denen diese speziellen Gedanken einen heimsuchen: Eigentlich müsste man jetzt doch…..!

Darauf kann man dann wirklich nur eines antworten: Einen Scheiß muss ich, denn heute möchte ich viel lieber……. Z. B. Motorradfahren. Und genau das machen wir heute und begeben uns auf die Spuren des Giro d`Italia.

Die 17. Tagesetappe vom 22. Mai 2024 hat es uns heute angetan. Zumindest in Teilen. Soll heißen? Wir picken uns heute ein paar besonders schöne Stellen dieser Bergetappe heraus und genießen mal wieder den Tag und unser Leben. Also auf geht`s.

Bei Neumarkt geht es für uns wieder einmal bergauf in Richtung Montan und den Passo San Lugano. Dann orientieren wir uns in Richtung Val di Fiemme, also ins Fleimstal. Bei unseren letzten Touren sind wir ja hier häufiger in Richtung Trento und das schöne kurvige Cembratal abgebogen. Gemach Leute – kurvig wird es noch in einem mehr als ausreichenden Ausmaß.

So richtig los damit geht es ab Predazzo, auch einer Wintersporthochburg Italiens. Es geht aufwärts zu unserem ersten Protagonisten aus dem Giro d`Italia, dem Passo Rolle.

Knappe 20 km sind es nun von Predazzo zur Passhöhe. Wunderbare Streckenführung mit einer Steigung, die von 4,8 % bis zu 10 % maximal schwankt. Den Lago di Forte Buso lassen wir dabei, natürlich nach kurzer Fotopause, rechts liegen. Gesamt kommen wir auf etwa 44 km und 40 Kehren.

Der Rolle ist einer der ältesten Straßenpässe der Dolomiten und liegt im Parco Regionale Paneveggio. Der 1.970 m hohe Passo Rolle verbindet das nordische Ski-Mekka Val di Fiemme mit dem Valle Cismon, einem der südlichsten Dolomitentäler. Und diesem Auftrag kommt er wirklich erstklassig nach. Wieder einmal wunderbare Aussichten auf die Bergriesen, die in ihrer Form die Dolomiten so einzigartig machen. Wir genießen den Blick auf Tognazza, Punta Rolle und Cimon della Pala.

Der Passo Rolle war wohl schon seit 1820 befahrbar, wurde aber 1872 neugebaut. Auch hier haben wir aber wieder einmal eine militärische Historie. Im I. Weltkrieg wurde er erneut saniert, weil der Passo Rolle Bedeutung für die österreichischen Armee hatte. Über den Pass lief der Nachschub der Österreicher zur Piavefront. Seit 1919 war der Pass dann italienisches Staatsgebiet.

Heutzutage spielt so etwas keinerlei Rolle mehr, was für ein geniales Wortspiel. Beim Giro d`Italia fahren die Profiteams mit ihren bunt gemischten Fahrernationalitäten die Etappen und die Bergwertungen ohne einen Gedanken an die blutige Historie zu verschwenden. Gut so.

Wir fahren jetzt die Südrampe abwärts über San Martino di Castrozza. Typisch italienisch nehmen wir uns noch Zeit für einen schnellen Kaffee. Natürlich bei uns noch ergänzt mit einem Stück Kuchen.

Dann geht es zu unserem nächsten Protagonisten der heutigen Tour. Dem Passo Brocon. Beim diesjährigen Giro kamen die Radprofis zweimal in den Genuss hier hochzufahren. Wer auf diesem Weg noch eine Alternative einbauen möchte, der kann zwischen den Ortschaften Imer und Canal San Bovo noch über den kleinen Passo di Gobbera fahren. Nur ein kleiner „Schlenker“, der nicht viel Zeit kostet.

Wie soll es anders sein im Bereich der Alpenregion und speziell der Dolomiten? Auch der Brocon hat seine spezielle Historie. Im 19. Jahrhundert verbrachte irgendwie ganz Europa seine Zeit damit sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Bei einer dieser Auseinandersetzungen verlor Österreich-Ungarn den Bereich Venetien an Italien.

Wer also jetzt, vom Passo Rolle kommend, in das Suganertal wollte, der musste als „Österreicher“ ein kleines Stück durch das italienische Territorium reisen. Für das österreichische Militär ein eher abwegiger Gedanke.

Also baute man von 1907 bis 1909 zügig die 45 km lange Passage, die wir jetzt mit unseren Maschinen als Passo Brocon nutzen können. Apropos Nutzen! Der militärische Nutzen des Passes hatte sich mit Ende des I. Weltkrieges erledigt, da der komplette Bereich nun zu Italien gehörte und der vormalige Sinn des österreichischen Militärs nun „sinnfrei“ war.

Heute nutzen ihn im Grunde genommen lediglich noch die Anwohner der Region, Fahrradfahrer und WIR. Nicht überlaufen, mit schöner Streckenführung ist der Passo Brocon, zwischen dem Vanoital und dem Val del Tesino, für uns ein Gedicht. Der Brocon hat Glück, dass er nicht näher an unserem Wohnort liegt. Ansonsten würde ich ihn täglich rauf und runter fahren. Einfach wunderbar, bei nahezu perfektem Asphalt.

Was machen wir jetzt? Wie so häufig im Leben haben wir Alternativen. Die Eiligen unter uns, die auf unserem nächsten größeren Zwischenziel eine längere Pause einlegen möchten, wählen die die SP 75 weiter abwärts bis Grigno und dann auf der SS 47 zackig und zügig bis Castelnuovo. Für die lediglich 12 km erlauben wir uns dann diesen Abstecher auf eine SS.

Die anderen folgen ab Casino Tesino der Routenführung über den Passo della Forcella. Kann man machen und dabei wieder einmal die Ruhe genießen. In Castello Tesino schmunzeln wir etwas über die rosa Schirmchen-Dekoration im Stadtbild. Aber selbst das versprüht hier einen gewissen Charme.

Ab Borgo Valsugana geht es dann hinauf zu unserem „neu gewonnenen Freund“ dem Passo Manghen.

Auf den etwa 23 km haben wir jetzt 1.630 Höhenmeter zu überwinden bis zur Passhöhe auf 2.042 m. Seit unserer ersten Begegnung sind wir Fans geworden vom Manghenpass und die Südrampe ist wirklich einfach wunderbar zu fahren. Ein Traum mit Asphaltdecke und tollen Aussichten auf der Passhöhe und der Manghenhütte. Den Manghenpass hatten wir ja schon ausgiebig betrachtet und bebildert in unserer letzten Tour „Ab in den Süden“.

So – das war es jetzt eigentlich mit unserer Reminiszenz an den Giro d`Italia und insbesondere an das „Maglia Azzurra“ – das Bergtrikot des Giro. Das haben wir uns heute mit den ganzen Bergprüfungen unterschiedlicher Kategorien sicherlich verdient. Das „Maglia Rosa“ maßen wir uns nicht an. Das steht einzig und allein dem Gesamtsieger des Giro zu.

Insofern können wir es jetzt ruhig und entspannt angehen lassen und fahren genau mit dieser entspannten Gelassenheit in Richtung Heimat. Zurück über den San Lugano und Neumarkt, mit einem abschließenden Blick auf den Kalterer See nach Eppan und dann über die Mebo und den Vinschgau zurück nach Schlanders.

Viel Spaß beim Nachfahren! Denn der Passo Rolle spielt eine Rolle.


Hey, ab in den Süden – Der Sonne hinterher

07 Freitag Jun 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Fersental, Levico Terme, Manghenpass

weiter geht es mit: Ey-yo, was geht – bei dem Partyhit von einem gewissen Buddy. Das machen wir heute auch so. Wir orientieren uns in Richtung Süden, genauer gesagt Südosten und schauen mal wo uns die Reise hinführt. Der Sonne hinterher oder entgegen – wie man es nimmt. Seit wir hier unten in Südtirol angekommen sind hat die Region mehr Regenwasser abbekommen als die Jahre zuvor. Möglicherweise sind WIR dafür ursächlich und haben den Regen aus unserer „alten Eifel- und Hunsrückregion“ mit nach Norditalien gebracht. Ergo – wir müssen Richtung Süden, denn da ist üblicherweise auch die Sonne zu finden.

Im D-Zugtempo erledigen wir zunächst unsere Anfahrt in den eigentlichen Bereich, den wir heute erkunden wollen.

Also, wie so häufig, den Vinschgau hinunter in Richtung von Meran und dann kurz vor der Landeshauptstadt Bozen ab zum Kalterer See.

Wir orientieren uns wieder einmal nach Neumarkt und alsdann aufwärts nach Montan zum Passo Lugano. Die richtige Streckenführung um uns langsam einzuschwingen. Wie bei einem langsamen Walzer, bevor die Takte der Melodie dann schneller werden.

Wir wollen zunächst in Richtung Fleimstal oder Valle di Fiemme. Also das Tal, welches Hochburg für den nordischen Skisport Italiens ist.

Der erste Höhepunkt für uns ist heute der Manghenpass, welcher das Fleimstal mit dem Suganertal oder Valsugana verbindet.

Für die italienschen Motorradfahrer*innen, die aus dem Süden kommen ist der Manghenpass das Tor zu den Dolomiten und seinen bekannten Strecken.

Deshalb ist der Pass für viele zweiradelnde Urlauber aus Deutschland und Österreich eher ein unbekanntes Ziel, da sie sich lieber an den großen Namen in den Dolomiten abarbeiten. Gut für uns – es herrscht hier Ruhe. Von Molina aus haben wir bis Castelnuovo jetzt fast 40 km vor uns.

Die Nordrampe des Manghen führt uns auf schmaler Streckenführung durch den Wald bergan. Viele vergleichen dem Streckenabschnitt sogar mit der ungleich bekannteren Südrampe des Passo Giau. Bitte nicht weitersagen, sonst nimmt hier der Verkehr zu, weil das natürlich direkt Begehrlichkeiten weckt.

Kurz vor der 2.042 m hohen Passhöhe liegt der idyllische Lago Cadinello und eine kleine Einkehrmöglichkeit zur Stärkung finden wir natürlich auch noch.

Die Baita Manghen Hütte ist eine absolute Einkehrempfehlung. Nicht nur die Aussicht ist phänomenal, auch die Küche ist ausgezeichnet. Und auf wunderbare Art und Weise bodenständig und regional.

Da wird die Polenta, die zu einigen der Speisen als Beilage gereicht wird, auf einem Ofen täglich frisch zubereitet. Der stolze Koch erklärte der besten Sozia von Allen (und natürlich auch der besten Köchin von allen), wie er die Polenta „mindestens 1 Stunde rührend“ auf dem Ofen im Messingtopf zubereitet. Weltklasse!

Ambitionierte Fahrradfahrer zählen die Südanfahrt zum Manghenpass zu den langen und harten Anstiegen der italienischen Alpen. Wir fahren die Route weniger kraftraubend mit dem Motorrad abwärts und genießen den traumhaften Ausblick.

Wir sind jetzt im Suganertal, welches sich vom Lago Caldonazzo bis nach Bassano del Grappa zieht. Wir haben aber heute nur den kleinen Streckenabschnitt von Castelnuovo nach Levico Therme vor uns. Das ist schnell erledigt.

Fahrradfahrer haben die Region auch schon entdeckt. Auf dem ca. 80 km langen Radweg geht es kommod von Levico Therme bis Bassano del Grappa. Eine gemütliche Tour für die ganze Familie durch eine wunderschöne Region.

Levico Therme ist bekannt für seine Thermalquellen. Hat etwas von Baden-Baden in Italien. Aber für mich etwas mehr Charme und nicht die „Schicki-Micki-Anmutung“. Das Wasser soll einzigartig sein in Italien und u. a. von Stress verursachte Erschöpfungszustände behandeln. Die Zeiten sind bei uns vorbei. Stress haben wir keinen mehr und wir machen uns auch keinen mehr. Die gedankliche Entscheidung ob es jetzt Pizza, Pasta oder doch ein Menü gibt verursacht bei mir keinerlei Stress, sondern eher ein wohliges Gefühl. Vielleicht ist ja noch Platz für Dolce?

Also hinunter an den See von Levico Terme und im Restaurant La Taverna ausgiebig gespeist und den Feinkostcontainer gefüllt. Die Pizzen waren ausgesprochen lecker und der Blick auf den See tat sein Übriges die Pause zu einem bleibenden Erlebnis zu machen.

Jetzt geht es entweder für uns am Lago di Levico vorbei oder wir nehmen die kurvige Variante über den kleinen Passo del Compet. Der ist irgendwie genauso unauffällig wie der Passo San Lugano, aber man kann ihn „mitnehmen“, wenn man schon mal da ist.

Apropos schon mal da ist! Wer ein ausreichend großes Zeitfenster für die heutige Tour mitbracht hat, der kann sich noch in Richtung Süden zwischen Caldonazzo und Santa Giuliana orientieren. Hier wartet dann der Kaiserjägerweg auf Euch, der durchaus auch reizvoll ist, aber dann ergänzend eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Weil? Steil, eng und kurvig. Aber landschaftlich ausgesprochen reizvoll und eben auch noch mit der üblichen Historie belastet, welche die Region rund um Südtirol, Trentino und Dolomiten eben mit sich bringt. Sagt uns aber auch schon der Name „Kaiserjäger“.

Eigentlich sind wir jetzt auf dem Weg zum Passo Redebus. Von Pergine Valsugana aus geht das entweder auf direktem Weg über die SP 9 oder man macht den kleinen Schlenker durch das Fersental, auf Italienisch Valle die Mocheni. Die Einheimischen nennen es auch „Bersntol“. Es ist eine bayrisch-alemannische Mundart, die auch rechtlich, ähnlich wie das Ladinische, als Minderheitensprache anerkannt ist. Bei noch knapp 2.000 Einwohnern des Fersentals, die diese Mundart sprechen, ziehe ich den Hut vor der Toleranz und der Akzeptanz durch die italienische Regierung.

So – genug abgeschweift. Es geht hinauf auf den Passo Redebus. Von Canezza aus sind wir knappe 13 km unterwegs bis auf die 1.455 m hohe Spitze.

Dann geht es weiter in Richtung von alten Bekannten. Die Route im Cembratal noch in Erinnerung? Grob geht es wieder in die Richtung, zumindest zum namensgebenden Ort Cembra.

Wer möchte kann unterwegs noch kurz den Abstecher nach Segonzano machen und hier wieder ein Wunderwerk der Natur betrachten. Bis zu 20 m hoch ragen hier die Erdpyramiden in die Höhe und sind natürlich ein häufiges und gern genommenes Fotomotiv.

Neues gesehen haben wir heute schon genug und so nehmen wir einen bekannten Weg in Richtung Heimat. Über den kleinen Croce delle Serre geht es hinüber und dann abwärts ins Etschtal.

Dann lassen wir unsere Maschine entspannt am Ufer der Etsch entlang bis Neumarkt laufen und schlagen unseren alten Weg in Richtung der Weinliebhaber nach Tramin und Kaltern ein.

Wer hat jetzt noch ausgiebigen Appetit und sucht nach entsprechenden Anlaufstellen? Da haben wir jetzt noch unsere üblichen Verdächtigen rund um die o. a. Ortschaften.

Die da wären: Restaurant Klughammer – direkt am Kalterer See; der Altenburger Hof – schön erhöht in Altenburg oberhalb vom Kalterer See; das Cafe S`Platzl – direkt am Marktplatz in Tramin und GANZ NEU im Bunde das Cafe Peter Paul – in St. Pauls mitten im Ort mit einer phänomenalen Kuchenauswahl (DANKE an Juri – ist ein Supertipp).

So – jetzt haben wir wirklich rundherum alles „klar Schiff“ und müssten jede/n zufrieden gestellt haben. Fehlt also nur noch unser gemütlicher Heimweg durch den Vinschgau zurück nach Schlanders.

Wie war das jetzt noch mit dem: Ab in den Süden? Es war ein traumhafter Abstecher mit bleibenden Erinnerungen und dem Fazit, dass wir in unserer Hitliste der Pässe den Manghenpass in vorderster Front mit aufnehmen. Er hat sich redlich eine Platzierung zwischen unseren Podestplätzen Gavia und Albula verdient. Traumhaft! Und darum war es auch nicht das letzte Mal, dass wir IHN besucht haben. Der Monte Grappa ruft nach uns und auf dem Weg nach Bassano del Grappa liegt der Manghen unmittelbar in der Einflugschneise. Also auf bald – wir sehen uns. Ci vediamo, a presto.

Viel Spaß beim Nachfahren!



Es müssen nicht immer Pässe sein

24 Freitag Mai 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Buschenschank Baumann, Hafling, Höhenstraße, Jenesien, Ritten

Ja Leute – alles klar. Ich habe hier textlich eine Anleihe bei Johannes Mario Simmel und seinem Romantitel „Es muss nicht immer Kaviar sein“ genommen. Irgendwie hat es sich angeboten und ich konnte nicht widerstehen.

Südtirol und das angrenzende Trentino, sowie Belluno sind nicht nur Pässe, Pässe und nochmals Pässe. Ich denke, mit dem Cembratal und dem Eggental habe ich euch erst kürzlich gezeigt wie kurvenreich und landschaftlich interessant auch der topografische Rest der Region ist.

Deshalb geht es heute wieder los. Und zwar auf die Höhe und die einmal gewonnene Höhe verlassen wir nur sporadisch auf unserer heutigen Route.

Es geht zunächst wieder einmal durch den Vinschgau bis nach Meran. Dann orientieren wir uns in Richtung Hafling und rollen an Schloss Trauttmansdorff vorbei bergan.

Die Gemeinde Hafling, mit ihren knapp über 800 Einwohnern, hat den berühmten Haflingerpferden ihren Namen gegeben. 2024 feiern diese gutmütigen und vielseitigen Pferde ihr 150-jähriges Jubiläum. Das gerade bei Wintersportlern bekannte Meran 2000 liegt hier oben und ist im Sommer ein Wanderparadies.

Die Streckenführung hinauf nach Hafling gibt schon wunderbare Ausblicke frei hinunter ins Etschtal und nach Meran. Überhaupt ist heute wieder eine dieser Touren, die zwar an Kilometern gar nicht so immens sind, aber zeitlich schon einen Aufwand mit sich bringen. Denn im Grunde genommen könnte man alle hundert Meter anhalten und erneut Fotoaufnahmen machen. Wieder einmal Ausblicke, die einem das Herz aufgehen lassen und für die Ewigkeit sind.

Über Vöran führt unser Weg auf der Hochebene des Tschöggelbergs nach Mölten. Man könnte hier auch über die SP 98 abwärts nach Terlan fahren, was wir aber nicht tun.

Wir orientieren uns auf die schmale SP 99 und fahren alsdann über Flaas nach Jenesien. Eine wunderbare Route. Eng und kurvig schlängelt sich die Straße hier entlang bis nach Jenesien und hat etwas Meditatives. Solange kein Gegenverkehr kommt, denn dann erfordert sie besondere Aufmerksamkeit. Wer sein Wissen in Sachen Haflinger noch auffrischen möchte, der kann in Jenesien das Haflingermuseum besuchen. So – damit sind wir auch unserem Bildungsauftrag in ausreichender Form nachgekommen.

Jetzt geht es erst einmal abwärts. Und zwar in Richtung der Landeshauptstadt Bozen. Den wunderbaren Blick ins Tal nach Bozen haben wir permanent bei unserer Abfahrt.

Wir wollen nun dahin wo die Bozener Bürger*innen seit einer gefühlten Ewigkeit die „Sommerfrische“ begehen. Aufwärts zum Ritten. Und dafür nutzen wir zunächst die Hauptroute durch das Sarntal, bevor wir alsbald rechts abbiegen.

Also geht es wieder aufwärts. Das heißt in unserem Fall, kurvig bergan bis Wangen und dann auf dem Plateau weiter bis Klobenstein.

Hier sind wir bereits wieder 1.140 m hoch über dem Eisacktal. Klobenstein ist der Hauptort hier auf dem Ritten und auch bei Spitzensportlern bekannt. Das Eisstadion, die Ritten-Arena, gilt als die schnellste Freiluftbahn der Welt.

Gegen zügige Kurven haben wir nichts einzuwenden, jedoch liegt mir Eis eher als Gelato in einem leckeren Eisbecher. Unsere Route hat aber noch weitere Leckereien zu bieten und so geht es für uns weiter über Lengstein in Richtung Barbian, das Dorf mit dem „schiefen Turm“.

Der Turm der Pfarrkirche neigt sich tatsächlich sichtbar aus dem Lot. Mit seinen 1, 57 m sogar etwas „schiefer“ als der um einiges bekanntere schiefe Turm von Pisa.

Dann geht es weiter hinab ins Eisacktal in das „Künstlerdorf“ Klausen, unserem Wendepunkt der heutigen Route.

Es geht zurück in Richtung Bozen, aber nur um bei Waidbruck links in Richtung Grödnertal, respektive Kastelruth abzubiegen.

Die Heimat der bekannten „Kastelruther Spatzen“ lassen wir links liegen. Nicht weil mir die Musikrichtung nicht liegt, das auch, aber hauptsächlich weil wir in Richtung des Schlerngebietes wollen. Die Gemeinde Katelruth umfasst insgesamt elf Fraktionen, die auf 2.000 Höhenmeter verteilt liegen. Wahnsinn! St. Vigil auf seinen 720 Höhenmetern ist dabei der tiefste Punkt. Drei der Fraktionen sind dabei bewohnt von ladinisch sprechender Bevölkerung. Ich höre den Ladinern gerne zu bei ihren Unterhaltungen, weil ihre Sprache etwas Melodisches hat. Wer sich davon überzeugen möchte, der kann auch gerne einmal in die Lieder der Popgruppe „Ganes“ (ladinisch für Fee oder Wassernixen) reinhören. Man fühlt sich irgendwie auch an die irische Sängerin Enya und ihre mystischen keltischen Lieder erinnert.

Aber jetzt auf nach Seis, dorthin wo die bekannte Hochalm liegt, und nach Völs am Schlern. Den bekannten und mit seinem markanten Plateau weithin gut sichtbaren Schlern haben wir von der Rittner Seite aus bereits ausreichend bewundern können.

Funde aus der Kupferzeit belegen, dass dieses Gebiet rund um den Schlern bereits im 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt wurde.

Unser Weg führt uns nun wieder abwärts in Richtung Eisacktal. Dabei passieren wir auch die Abzweigung in Richtung Nigersattel und Karerpass. Wer also noch ein üppiges Zeitfenster haben sollte, der kann hier noch einen kurvigen Schlenker einbauen.

Wir haben jetzt erst einmal Hunger und sorgen dafür, dass dieser ausreichend gestillt wird. Unsere Fahrt geht in Richtung Bozen, aber vorher biegen wir nochmals kurz nach rechts ab auf die Rittner Landstraße. Denn unser Ziel ist der Buschenschank Baumann und hier machen wir unsere wohlverdiente große Pause mit ausreichender Aufnahme von Nahrungsmitteln. Das haben wir uns verdient und wir müssen ja auch die ganzen Eindrücke entsprechend sacken lassen.

Dabei können wir uns Zeit lassen, denn unser Heimweg ist schnell erklärt und schnell erledigt. Es geht durch die Landeshauptstadt Bozen, kurz auf die Mebo in Richtung Meran, die wir aber bei der Abfahrt Eppan bereits wieder verlassen.

Erfahrene Anderstourer kennen die Route schon. Es geht bei Frangart in Richtung Andrian und dann schleichen wir am Hang, auf kleinen Straßen entlang, über Nals nach Prißian und Tisens.

Dann das kurze Teilstück des Gampen abwärts nach Lana, um über Meran wieder durch den Vinschgau unseren Ausgangsort Schlanders zu erreichen.

KEIN Pass heute! Aber nichts vermisst und ausreichend Eindrücke, Landschaft und Kurven genossen. Viel Spaß beim Nachfahren.



Knotenlehre leicht gemacht mit Mastwurf oder Stangenbund

10 Freitag Mai 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Altenburger Hof, Cafe S`PLatzl, Cembratal, Eggental, Lavazèjoch

Fahren wir wieder los. Natürlich von unserem üblichen Ausgangspunkt im Vinschgau, dem schönen Schlanders.

Heute machen wir einen „Knoten“ in die Landkarte. Ich bin mir nicht so ganz darüber im Klaren ob es letztendlich ein Mastwurf oder ein Stangenbund wird. Eigentlich ist es auch ziemlich egal, denn schön wird es und das ist die Hauptsache bei unseren Touren.

Wir wollen raus in Richtung Osten, also grobe Dolomitenrichtung, heißt also zunächst wieder Richtung Meran. Die Lage im Vinschgau und in Südtirol, speziell, wenn links und rechts der Hauptroute vielfach „Sackgassentäler“ liegen, bringt es mit sich, dass man oftmals die gleiche Routenführung in der Anfahrt hat.

Auch bei unserem heutigen Ausflug ist das wieder so. Aber jeder kann dabei nach seinem Gusto glücklich werden.

Wir fahren bei Lana wieder ab, folgen eine kurze Strecke der Routenführung zum Gampenpass und biegen dann in Richtung Tisens und Prissian ab. Genießen hier oben die Ausblicke und die Landschaft und rollen dann gemütlich durch die Felder in Tallage nach Eppan und dem Kalterer See.

Alternativ kann man auch zu Beginn den Gampenpass und in der Folge den Mendel als Route nehmen oder über das Ultental, der Hofmahd und der Forcella die Brez den Weg zum Kalterer See nehmen. Je nach Kurvenlaune und verfügbarem Zeitfenster.

Der Beginn unseres heutigen „eigentlichen Toureinstiegs“ ist wieder ab Neumarkt, den Berg aufwärts nach Montan und dann der Route zum Passo San Lugano folgend. Bereits hier habe ich immer ein Strahlen im Gesicht, weil der Blick hinab ins Etschtal ist einfach atemberaubend. Aber was erzähle ich hier? Wenn es um traumhafte Blicke geht, dann könnten wir auf unseren Touren wahrscheinlich alle hundert Meter zur Fotopause stehen bleiben. Also behalten wir die Erinnerungen in unseren Herzen. Da sind sie mehr als nur gut aufgehoben.

Also zunächst in Richtung Cavalese und Passo San Lugano und dann biegen wir vorher nach links ab, der Beschilderung Eggental (Aldein. Petersberg, Deutschnofen) folgend.

Zwischen den bekannten Regionen Rosengarten und Latemar lassen viele das Eggental gerne links oder rechts liegen. Gut für uns, denn es ist ruhig und die Streckenführung mit ihrem Kurvenverlauf, sowie den Ausblicken einfach ein Gedicht.

Die Ortschaften haben ihren Schwerpunkt sicherlich auf den Wintersport gelegt mit den 90 Pistenkilometern und 80 km Langlaufloipen. Aber auch für die Sommerurlauber hat man sich gerüstet mit 500 km Wanderwegen und 200 km Routen für die Mountainbiker.

Wahrscheinlich gelten wir Motorradfahrer*innen als „Beifang“. Gut so, denn auf die Art fahren wir entspannt den Kurvenschwung ohne von Knieschleifern gestört zu werden.

Unser erstes Zwischenziel ist ein alter Bekannter der Passo di Lavazè oder auch Lavazèjoch. Wir sind jetzt in den Fleimstaler Alpen und eigentlich in einer der Langlaufhochburgen hier oben auf der 1.808 m hohen Passhöhe.

Von hier oben geht es wieder hinab ins Tal und zwar in den Hauptort im Fleimstal nach Cavalese. Man kann sagen – ziemlich mittig zwischen Bozen und Trient gelegen.

Heute statten wir alten Bekannten wieder einen Besuch ab und verbinden dies mit einer neuen schönen Route.

Also folgen wir der Beschilderung in Richtung Cembratal. Bleiben hier an der Bar – Pizzeria Al Lago für einen kurzen Espresso stehen und halten „Benzingespräch“ mit der einheimischen Zweiradfraktion, die hier ihren Szenetreff hat. Interessant zu sehen, dass die italienische Zweiradszene bei weitem nicht so überaltert ist wie in Deutschland und das Maschinenmaterial eher sportlich orientiert ist. Reiseenduros, die den deutschen Markt beherrschen, sieht man eher seltener.

Jetzt erst wieder flüssiger „Kurvenschwung“, bei Verla der Beschilderung in Richtung Faedo folgen und dann über den kleinen Passo Croce delle Serre hinab ins Etschtal und wieder zurück in Richtung Neumarkt.

Euer werter Erzähler verfolgt ja noch den „Bildungsauftrag“ in Sachen „Südtirolkrimis“.

Also in Neumarkt der Beschilderung nach Tramin folgen. Ja – die Synapsen sind korrekt geschaltet. Hier kommt der berühmte Gewürztraminer her. Wir sind auf der Südtiroler Weinstrasse.

Hier in Tramin können wir Kaffeepause machen im Cafe S`Platzl. Das Team um Commissario Fameo, insbesondere seine Nachfolgerin Francesca Giardi waren hier gerne zu Gast. Ein wirklich gemütliches Cafe und man hat einen schönen Blick auf den pittoresken Marktplatz.

Wem ist nach einer warmen Mahlzeit? Dann auf nach Altenburg und wir machen uns auf die Fährte vom Detektiv Tiberio Tanner.

Wir kehren ein in den Altenburger Hof und lassen uns verwöhnen. Die Pizza ist geschmacklich genial und mehr als üppig belegt. Die beste Sozia von Allen war von ihrem Risotto nur am Schwärmen. Also: Einkehrempfehlung. Tiberio Tanner respektive der Autor hat beim Altenburger Hof mehr als recht.

Was nun?

Kommt auf eure Lösung bei der Anfahrt zur heutigen Route an. Wer wie wir die etwas direkter Streckenführung über Tisens und Prissian gewählt hat, der fährt nun unsere alten Bekannten den Mendel und im Anschluss den Gampenpass weiter in Richtung Lana.

Oder ab Fondo unsere Protagonisten die Forcella di Brez mit der Hofmahd, sowie das Ultental abwärts. Egal was ihr auch auswählen werdet. Die Routen sind ein Gedicht und sie lassen EUCH auf alle Fälle wiederkehren.

Viel Spaß beim Nachfahren und beim Einkehren.

Der Vinschgau und Burgen, Burgen, Burgen…..

19 Freitag Apr 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Auf und Davon

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Burgen, Sehenswürdigkeiten, Vinschgau

Südtirol ist bekanntermaßen unsere neue Heimat. Genauer gesagt der Vinschgau. Die meisten Leute, die sich auf den Weg von Deutschland in Richtung Süden machen, denken bei dem Namen Vinschgau an Äpfel.

Ich kann euch sagen, dass es dieser Region absolut nicht gerecht wird sie nur auf Obstanbau zu reduzieren. Gleiches gilt, wenn man den Vinschgau nur als Transferstrecke nutzt und sich nicht ein wenig mehr an Zeit lässt Gegend, Menschen und alles an Sehenswertem genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kümmern wir uns also heute einmal auf den knapp 70 km Wegstrecke vom Reschensee bis Höhe Meran um das historische Thema der Burgen am Wegesrand. Gemessen an der Vielfalt an Burgen und Schlössern im Vinschgau entlockt einem die Zahl der Burgen im Mittelrheintal in Deutschland nur ein müdes Gähnen.

Von Graun bzw. St. Valentin abwärts gelangen wir in dosiertem Gefälle hinab ins Tal. Ins Val Venosta oder wie die Südtiroler sagen, in den Vinschgau. Merke: Egal in welches Seitental oder welche Höhenstraße wir jetzt abbiegen – es bieten sich wunderbare Panoramabilder, wie gemacht als Erinnerung für die Ewigkeit in einem Fotoalbum.

Aber das erste, das einem in den Blick fällt bei der Abfahrt in Richtung Mals ist das wuchtige Kloster Marienberg. Das auf 1.340 m liegende Kloster ist die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas und beherbergt in ihren Mauern noch 11 Mönche. Man kann also durchaus von einem „üppigen Wohnraum“ sprechen.

Aber es geht uns ja heute hauptsächlich um die Burgen und da haben wir auch bereits unseren ersten Protagonisten, die Fürstenburg, welche der kleinen Ortschaft Burgeis ihren Namen gibt. Im 13. Jahrhundert wurde sie gebaut und heute dient sie als Fachschule für Land- und Forstwirtschaft.

Wichtig bei unseren Touren und eigentlich bei all unseren Aktivitäten ist die Nahrungsmittelaufnahme. Übergänge hin zu Genussmitteln sind dabei fließend. Alteingesessene Leserschaft weiß Bescheid.

Also – wer bereits etwas länger unterwegs sein sollte und Hungergefühle oder einfach nur die Lust auf eine Pause aufkommt, der sollte unmittelbar zu Beginn der Ortslage Mals links auf den Parkplatz der Osteria Vinterra abbiegen und hier Verpflegung aufnehmen. Echt lecker. Immer wechselnde Tagesgerichte und die Tatsache, dass die Kundschaft größtenteils aus Einheimischen besteht ist aussagekräftig hinsichtlich der Qualität der Küche.

Dann geht es weiter auf unserer Burgentour im Vinschgau und die nächste dieser Burgen ist nur schwerlich zu übersehen. Die Churburg in Schluderns. Das Renaissanceschloss aus dem 13. Jahrhundert beherbergt die größte Rüstkammer in Europa. Wer Gefallen oder Interesse an ritterlichen Rüstungen hat, der ist hier gut aufgehoben und kann hier wertvolle Exponate bestaunen. Teilweise bis zu 50 kg schwer. Kein leichtes Leben als Ritter.

Insofern verwundert es auch nicht, dass die Ortschaft Schluderns Austragungsort der Südtiroler Ritterspiele ist. Termin für 2024: 16. – 18.08.2024 am Fuße der Churburg.

Von der Churburg aus können wir auch einen Blick auf die gegenüberliegende Burgruine Lichtenberg werfen. Die Festung war bis 1513 im Besitz der Grafen von Tirol. In der Folge ging es in den Besitz der Grafen Khuen-Belasi über, deren Stammsitz heute das Schloss Englar in St. Michael bei Eppan ist. Übrigens mit Hotelbetrieb, für den Fall, dass jetzt jemand noch eine „Bleibe“ für die Nacht sucht.

Wir waren ja bereits bei dem Themenfeld „Nahrung“ und was damit in Verbindung steht. Eis geht bei mir immer und die jetzt nächstgelegene Option sich mit einem leckeren Eisbecher zu belohnen ist, die Abzweigung in Richtung Prad am Stilfserjoch zu nehmen. Hier dann nichts wie rein in die Euro Bar und es sich gut gehen lassen. Übrigens – beim letzten „Alpenmasters“ 2023 konnte man hier auch die Testcrew der Fachzeitschriften beim Eisschlecken treffen.

Sollten wir die „Mittagszeit“ bereits erreicht haben und die Tendenzen gehen eher in Richtung „herzhaft“, dann biegen wir in der Ortslage Eyrs an der Ampelanlage rechts in Richtung Tschengls ab. Hier legen wir Rast ein im Sport Bistro an der Sportanlage Eyrs. Der absolute Geheimtipp und von Einheimischen immer stark frequentiert, weil Preis- Leistungsverhältnis nahezu unschlagbar ist. So wie die vielseitige Küche. Man glaubt es kaum, dass die verschiedenen Geschmacksrichtungen Pizza, Burger und asiatische Küche zusammenpassen und auf gleich hohem Niveau präsentiert werden können. Hier klappt es – Empfehlung von uns: Unbedingt ausprobieren.

Ein Steinwurf entfernt haben wir jetzt noch die Tschenglsburg. Seit 1860 in Privatbesitz und heute ein Gasthaus.

Jetzt geht es an dem berühmten „Marmorort“ Laas vorbei und bei Kortsch öffnet sich wieder einer dieser tollen Blicke hinein ins Tal.

Wir schauen auf Schlanders. In der Ortslage finden wir die Schlandersburg, die heute die Bibliothek beherbergt. Der Umbau zu dem Renaissanceschloss, wie wir ihn heute sehen, erfolgte im 16. Jahrhundert.

Weiter geht es und nur wenige Kilometer weiter fühlt man sich an das „tapfere Schneiderlein“ und die „7 auf einen Streich“ erinnert. Okay – auf 7 kommen wir jetzt nicht aber in unmittelbarer räumlicher Nähe finden wir 4 Burgen respektive Schlösser.

Annenberg, Goldrain und die Burgen Obermontani und Untermontani.

Das burgähnliche Schloss Annenberg liegt imposant auf 1.039 m Höhe am Sonnenberg.

Darunter, in der Ortslage von Goldrain, liegt das namensgebende Schloss Goldrain, welches heute als Bildungs- und Tagungsstätte dient.

Gegenüberliegend haben wir die beiden Montaniburgen oberhalb von Morter.

Errichtet wurden die beiden Burgen etwa im 13. Jahrhundert. Hier wurde eine der ältesten Original-Handschriften des „Nibelungenliedes“ gefunden. Datiert auf das Jahr 1323. Der Minnesang wurde großgeschrieben in den Burgen des Vinschgau. Irgendwie musste man sich ja die langen und kalten Winterabende verkürzen. Diese Handschrift befindet sich jetzt in der Berliner Staatsbibliothek.

Nur wenige Kilometer weiter sind wir im Ort Kastelbell. Namensgeber für den Ort ist das imposante Schloss auf einem Felsen oberhalb des Dorfes. Wer sich über die alte Römerstraße „Via Claudia Augusta“ kundig machen möchte, die auch Namensgeberin der durch das Etschtal verlaufenden Fahrradroute ist, der ist hier in der Ausstellung richtig.

Wieder sind es nur wenige Kilometer, die uns von unserem nächsten Highlight trennen. Die Burg Juval, unmittelbar am Eingang zum Schnalstal, ist Sommersitz von Reinhold Messner, der Bergsteigerlegende aus dem Villnösstal.

Messner hat in dem mittelalterlichen Schloss, welches um das Jahr 1278 erbaut worden ist, eines seiner Museen eingerichtet. Eine umfangreiche Sammlung von Exponaten aus Tibet, sowie viele Bergbilder, Masken und sogar Artikel aus seinem privaten Bereich gibt es hier zu bestaunen.

Wie sieht es aus? Sehr viel neues erfahren und von der Schlossbesichtigung ermüdet oder unterzuckert?

Dann hinein nach Naturns und im Cafe Anny in der Ortslage einen feinen Eisbecher geschlemmt. Egal welcher – alle sind fein. Mein Favorit: Der „Jumbo“. Ersetzt kalorientechnisch mehrere warme Mahlzeiten und ist echt lecker.

Oberhalb von Naturns blicken wir auf die Burg Hochnaturns. Wie fast immer im Vinschgau hatten die Grafen von Tirol ihre Hände mit im Spiel beim Bau im 12. und 13. Jahrhundert.

Bei Partschins sind wir eigentlich an den Grenzen des Vinschgau angelangt. Aber da wir es heute ja mit Schwerpunkt auch mit Burgen und Schlössern hatten nehme ich es geografisch nicht so genau.

Wir schauen im Grunde genommen jetzt schon auf Meran. Und da bleibt euch gar nichts anderes übrig als der Burg, die namensgebend für die ganze Region Tirol ist, einen Besuch abzustatten.

Ähnlich sieht es aus mit dem Schloss Trauttmansdorff, welches man mit seiner Gartenanlage auch unbedingt gesehen haben muss.

Also Leute – es warten hier noch auf euch: Schloss Tirol und Schloss Thurnstein, sowie Schloss Trauttmansdorff und Schloss Schenna.

Es müssen nicht unbedingt immer die Kehren der Pässe sein. Die Bauwerke der Region geben uns auch etwas für die Ewigkeit. Probiert es einfach aus – man muss es gesehen haben.

Wenn Kalterer See dann Klughammer

29 Freitag Mär 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Rast & Übernachtung

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Kalterer See, Restaurant Klughammer

In unseren zurückliegenden Anderstouren sind wir häufig schon hier vorbeigekommen. Haben die Landschaft genossen und auch die Temperaturen, denn hier ist es oftmals schon zu Zeiten angenehm warm an denen andernorts in Südtirol noch der Skibetrieb läuft.

Und jetzt obacht! Denn es kommt nun entscheidend auf die „Schreibweise“ an!

Wir wollen heute an den Kalterer See und es uns an einer ganz bestimmten Örtlichkeit am Ufer gemütlich machen. Das könnte man dann auch in Verbindung mit einem Kalterersee machen, einem Rotwein, der hier unten ganz gerne, auch leicht gekühlt, getrunken wird.

Aber die Region rund um die Südtiroler Weinstraße und das Dorf Kaltern reduziert sich hinsichtlich des Weinanbaus schon lange nicht mehr auf den Kalterersee.

Viele hochdekorierte Produkte der zurückliegenden Jahre geben dahingehend ein beredtes Zeugnis. Und bei Weinliebhabern bekannte Anlaufstellen wie den Ritterhof, Manincor oder Elena Walch finden sich in räumlicher Nähe rund um den See.

Also jetzt erst einmal raus aus Kaltern und ab in Richtung des gleichnamigen Sees. Aber wir wollen nicht an die hochfrequentierte westliche Uferseite. Wir biegen vorher links ab und folgen der unauffälligen Beschilderung Klughammer, die der gestresste Wochenendbesucher oder Urlauber durchaus leicht übersehen kann.

Schmale Streckenführung, den See immer zu unserer Rechten rollen wir gemütlich zu unserem Ziel.

Wir wollen zum Hotel-Restaurant Klughammer und damit unmittelbar an den Kalterer See. Soll heißen: Hauseigener Zugang von der Terrasse, respektive der Liegewiese für die Hausgäste, zum See.

Also Badeurlaub pur im größten natürlichen Badesee von Südtirol und auch im wärmsten Alpensee. Schon im Mai steigen die Wassertemperaturen auf 17 – 19 Grad und im Sommer zeigt das Thermometer auch gerne einmal 28 Grad. Das sind Temperaturen, die sich euer werter Erzähler und bekennender Warmduscher gefallen lässt. Sogar eine fußläufige Runde um den See wäre schnell gemacht bei der Grundfläche von ca. 155 ha, sowie 1,8 km Länge und einem knappen Kilometer Breite.

Das Südufer ist unter Vogelfreunden bekannt und beliebt, da es in dem verschilften Biotop über 100 Vogelarten ein Zuhause respektive einen Rastplatz auf dem weiteren Weg nach Süden gibt.

Aber genug jetzt von der Umgebung. Wir wollen ja endlich einkehren und unsere wohlverdiente Pause machen.

Also abwärts auf den Parkplatz, der ausreichend Platz für unsere Maschinen bietet und dann Platz genommen auf der schönen Terrasse.

Wieder einmal, wie so oft, ein Ausblick zum Träumen. Auf der einen Seite dieses mediterrane Gefühl als ob man bereits weiter im Süden am Gardasee oder noch weiter südlich wäre.

Auf der anderen Seite der Blick in die Berge. Hinauf in Richtung Mendel und Penegal.

Irgendwie vermittelt es unmittelbar dieses Empfinden von: Hier könnten wir jetzt eigentlich auch bleiben und still genießen. Kann man, denn im Klughammer kann man natürlich auch übernachten und hier seine Basis einrichten für weitergehende Touren hinein ins Trentino oder in die Dolomiten. Wie es gefällt. Alles nur einen Steinwurf entfernt.

Der Service bei Klughammer ist auf typisch angenehme Südtiroler Art „unaufgeregt aufmerksam“. Auch bei viel Betrieb wird keine Hektik verbreitet aber zügig und stets freundlich die Arbeit erledigt.

In Sachen Küche ist man hier ebenfalls bestens aufgehoben. Egal ob der Wunsch in Richtung Pasta, Knödel oder was auch immer geht. Eine wunderbare Mischung aus typisch regionaler Südtiroler Küche und dem was die italienische Küche weiter südlich auszeichnet. Geschmacklich und auch von den Portionen findet man rund um den Kalterer See und dessen Umgebung nichts Besseres. Einfach lecker.

Und auch in Sachen Dolce passt alles. Ich habe ja bereits schon erwähnt, dass ich Sternzeichen Gelato Aszendent Tiramisu bin. Auch in Sachen Regelung des „Zuckerhaushaltes“ stimmt hier alles und ihr werdet, wenn das mit dem Eis nicht passen sollte, dann eben beim Kuchen fündig.

Für uns ist „Klughammer“ die Anlaufstation, wenn wir in der Nähe des Kalterer See sind. Und bei den Touren ins Trentino oder die angrenzenden Dolomiten kann man das Gasthaus Klughammer gut in die Routen mit einpflegen und hier Rast einlegen oder übernachten.
Probiert es einfach aus – ihr werdet es, wie bei unseren anderen Tipps, nicht bereuen.



Puig Tourenscheibe

14 Donnerstag Mär 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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PUIG Tourenscheibe

Von unseren „Anderstouren“ und Berichten wisst Ihr ja, dass unsere „dicke Sissy“ komplett auf Tourenmaschine „sozialisiert“ ist.

Der Koffersatz von Touratech hat uns, samt der dazugehörenden Innentaschen, schon mehr als einmal exzellente Dienste auf unseren Touren geleistet und auch sämtliche andere Anbauteile wie das Garmin XT nebst Halterung etc. haben uns auf unseren Reisen begleitet und waren mehr als nur hilfreich.

Zur Abrundung der „Tourergeschichte“ bin ich auf der EICMA 2023 am Stand der Firma PUIG hängengeblieben. Das „Hängenbleiben“ uferte letztendlich im Kauf der Tourenscheibe und um die geht es nun im folgenden Bericht.

BITTE – jetzt nicht als erste Frage stellen: Läuft die Maschine bei 250 km/h noch spurstabil geradeaus mit dieser Scheibe?

Dieser Aspekt war bei meinem Kauf dieser Tourenscheibe komplett unerheblich. In diesem Geschwindigkeitsbereich halte ich mich vollgepackt mit Sozia de facto NIE auf. Infolgedessen ist es mir „wurscht“ ob die Fuhre bei 230 oder 250 zu pendeln beginnt. Spätestens bei 200 km/h ist bei mir mit vollem Beladungszustand Ende, weil es für mich dann nichts mehr mit Spaß und Entspannung zu tun hat. Und diese beiden Parameter sind für mich Kernpunkte beim Motorradfahren.

Die Tourenscheibe von PUIG ist wertig gemacht, leicht getönt und mit der nötigen Ruhe auch zügig montiert.

Auf Grund unserer Navi-Halterung setzte ich zunächst die Distanzstücke ein, um den nötigen Abstand zwischen Scheibe und Navi-Halterung zu gewinnen.

Foto: Anbauanleitung PUIG

Geht bei den Schrauben für die Montage des Windabweisers mit der nötigen Vorsicht ans Werk. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob sie für die vorgebohrten Löcher etwas zu groß sind. Die Schrauben haben die Funktion wie ein „Gewindeschneider“ und mit dem nötigen Druck, aber der gebührenden Vorsicht, geht das Anschrauben des Windabweisers problemlos.

Foto: Anbauanleitung PUIG

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann auch zuvor mit einem passenden Gewindeschneider ein wenig „vorschneiden“, damit die Schrauben in der Folge dann leichter in die Vorbohrungen gehen.

In dieser Saison haben wir unsere Sissy wieder zurückgerüstet von der KTM-eigenen Komfortsitzbank auf das ursprüngliche Original.

Mit meinen 1,89 m sitze ich in der obersten Arretierung der Sitzbank optimal. Also Kniewinkel so, dass längere Fahrten problemlos über die Bühne gehen.

Diese Eckwerte zu Grunde gelegt ist die PUIG-Tourenscheibe fantastisch, wenn es darum geht den Fahrtwind vom Fahrer UND der Sozia abzuhalten. Ohne jegliche lästigen Verwirbelungen sitzt man hinter der Tourenscheibe.

Im direkten Vergleich mit der Originalscheibe ist die PUIG natürlich etwas voluminöser bzw. höher, stört aber optisch nicht das Gesamtbild. Eher im Gegenteil – meiner Ansicht nach verleiht sie der Maschine eine schönere Silhouette. Aber natürlich alles Geschmacksache.

Hinsichtlich der Sicht des Fahrers ist es bei meinen Maßen so, dass ich über die Abrisskante der Verkleidungsscheibe schaue und freie Sicht in Fahrtrichtung habe.

Der Blick kleinerer Fahrer wird sicherlich komplett durch die Scheibe gehen, was aber kein Problem darstellt. Die PUIG verzerrt nicht die Sicht und die leichte Tönung empfinde ich eher als angenehm. Also vielleicht vor dem Kauf kurz testen ob die Tönung als störend empfunden wird. Sonst die „klare Variante“.

Auch bei Regenfällen machen die gewonnenen Zentimeter im Vergleich zur Originalscheibe den entscheidenden Mehrwert aus. Was an Wasser von vorn kommt wird sauber über, respektive durch die Konturen der Scheibe, an Fahrer und Sozius vorbeigeleitet.

Für uns ist die PUIG-Tourenscheibe die absolute Kaufempfehlung für alle diejenigen, die ihre Maschine hinsichtlich „Reisen & Touren“ optimieren wollen. Die Knieschleifer unter euch und diejenigen, die den letzten km/h auf der Autobahn suchen, werden sicherlich an anderer Stelle fündig werden und dann tiefere Scheiben montieren.


Stroblhof Morter – Martell

23 Freitag Feb 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Rast & Übernachtung

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Stroblhof, Vinschgau

Man soll ja mit liebgewonnenen Gewohnheiten nicht brechen. Und eine dieser „Gewohnheiten“ in meinem Blog war es immer Euch die RICHTIG guten Orte zum Einkehren näher zu bringen. Dabei bleibt es natürlich auch. Das Kernproblem an der Sache ist hier unten in Südtirol wirklich die Vielzahl an guten Lokalen, Hütten, Restaurants und Buschenschänken die einen Halt mit Verpflegungsaufnahme verdient haben. Eigentlich müsste ich einen „separaten Blog“ für diese Örtlichkeiten einrichten.

Sei es drum. Man wächst schließlich mit und an den Aufgaben.

Von vielen wird der Vinschgau nur als Transferroute vom Reschen Richtung Meran und umgekehrt genutzt. Das wird der Region nicht gerecht. Dies insbesondere was die Südtiroler Küche links und rechts von der Hauptverbindungstrasse angeht.

Denn genau da findet man die Highlights, die einem ansonsten im Stress der Anfahrt entgehen. Und wenn etwas schade ist, dann ist es, wenn man ein gutes Essen verpasst.

Also wenden wir unmittelbar hinter Schlanders in Fahrtrichtung Meran kurz unseren Blick nach rechts in Richtung Martelltal. Ja – ich weiß, das Martelltal hatte ich Euch schon nähergebracht.

Was sehen wir da? Eine Burg. Was im, an Burgen reichen, Vinschgau schon fast nichts Besonderes ist, da hier Burgen fast „inflationär“ zu sehen sind. Diese Burg oder besser diese beiden Burgen sind die Montaniburgen oberhalb von dem kleinen Örtchen Morter.

In deren Bibliothek fand man eine der ältesten Abschriften des Nibelungenliedes aus dem Jahr 1323. Sie liegt heute im Staatsarchiv in Berlin. Damit bin ich in ausreichender Form dem Bildungsauftrag nachgekommen und komme jetzt zu dem wichtigen Teil.

In der Ortslage von Morter, natürlich in der Nibelungenstraße, findet ihr den „Stroblhof“. Ein Restaurant mit Cafe. Und selten war der Begriff „Klein aber fein“ treffender.

Was Doris und Stefan mit ihrem Küchen- und Serviceteam hier „zaubern“ ist einfach klasse. Es gibt eine „kleine Speisekarte“, welche mit Gerichten der Tageskarte jeweils ergänzt wird und auch bereits zur Mittagszeit auf den Tisch kommt. Wenn irgendwo der Begriff der Südtiroler Gastlichkeit treffend ist und Gestalt annimmt, dann hier im Stroblhof.

Wir haben uns von unserem ersten Besuch an, dem viele weitere folgten, aufgenommen gefühlt wie in einer Familie.

Die Küche ist exzellent. Was Stefan und die eigentlich immer strahlende Katharina hier an unterschiedlichen Gerichten „zaubern“ ist nicht nur immer schmackhaft, sondern auch optisch schön angerichtet.

Da fällt es irgendwie schwer etwas herauszuheben. Ich mache es aber trotzdem, weil ich in 90 % meiner Besuche an diesem Hauptgericht „hängenbleibe“. Die Tagliata mit den Linguine in Walnusspesto sind ein Gedicht. Und die Idee mit den unterschiedlichen „Salzen“ am Tisch ein toller Einfall.

Aber auch die Pasta Scoglio, die man auch in „Küstennähe“ nicht besser auf den Tisch bekommt, oder das Carpaccio sind richtig fein.

Irgendwie passt bei mir ja auch immer noch „Dolce“ in meinen „Feinkostcontainer“ – egal wie vollgefuttert er auch sein mag. Tipp von Flying Haggis: Der Schokokuchen mit einer Kugel Vanilleeis.

Der von der Besten Sozia von Allen: Das Halbgefrorene.

Falls jetzt das Gefühl aufkommt, dass es mit dem Aufstehen am Tisch „schwierig“ wird – einfach Doris nach dem „Nussele“ fragen. Der selbst aufgesetzte Nussschnaps hilft einem auf die Füße. Ansonsten schafft es sicherlich auch der übliche Espresso die Lebensgeister wieder zu wecken und aus dem Verdauungstrakt abzurufen.

Also Leute. Unsere absolute Einkehrempfehlung im Vinschgau und für JEDEN in räumlicher Nähe zur Haupttouristenroute, aber abseits der „Tourischwemme“, gut zu erreichen:

Der Stroblhof in Morter. Stattet Doris, Stefan und ihrem Team einen Besuch ab. Ihr werdet es nicht bereuen und dann, wie wir, immer wiederkommen. Also – Auf bald!


Angekommen

09 Freitag Feb 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Auf und Davon

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Albula, Alpenmaster Pässe, Gampenpass, Gavia, Penserjoch

Es heißt: Wer ankommen möchte, der muss sich irgendwann auf den Weg machen.

Im Geiste hatten wir uns schon lange auf unseren Weg gemacht. Endgültig war es dann Ende November 2022 soweit mit dem Möbelwagen von Deutschland, wie einst Hannibal mit seinen Elefanten, über die Alpen. Okay – etwas weniger dramatisch und nicht mit dem martialischen Hintergrund.

Unsere Herzens-Wahlheimat hat uns in Empfang genommen und wir sind im wahrsten Sinne des Wortes auch angekommen.

Nein. Um es direkt vorwegzunehmen: Es hat nicht alles super und wunderbar geklappt. ABER – diese Dinge passieren eben, ähnlich wie man auch ungewollt eine Erkältung bekommt. Dazu muss man aber auch sagen, dass diese Vorfälle nichts mit Südtirol zu tun haben oder hatten, sondern, wie meistens in derartigen Fällen, von Einzelpersonen abhängen, die man dann eben zeitnah aus seinem Leben streichen muss.

So – jetzt aber weg mit diesem etwas schwierigen Thema und hin zu Erfreulichem. Wir haben unsere neue Heimat und die Umgebung mit allem was dazugehört erkundet. Zu Fuß, auf Langlaufski und natürlich mit unserer „Sissy“.

Wie ihr ja mittlerweile wisst ist unsere neue Heimat der Vinschgau und wir leben in der Nähe von Schlanders. Auf den Punkt gebracht kann man sagen: Einen besseren Ausgangspunkt für Touren jedweder Art gibt es nicht.

Wenn Ihr die „Anderstouren“ aus der zurückliegenden Saison Revue passieren lasst, dann werdet ihr sicherlich diese Meinung teilen.

Es war nicht eine Tour dabei, die nicht eine Fülle von tollen Erinnerungen, fantastischen Ausblicken und wunderbaren Strecken gebracht hätte. In Sachen Alpenpässe haben wir dabei in der Saison 2023 ein großes Paket geschnürt und ich werde jetzt, typisch deutsch, versuchen da eine Struktur hineinzubringen. Das gelingt mir natürlich nicht, weil es gar nicht gelingen kann. Wie bei der Quadratur des Kreises. Klappt auch nicht.

Okay – ich starte den Versuch und beginne mit der Entschuldigung an unsere neue Heimat Südtirol.

Der Pass, der für uns die Nr. 1 in der Saison war liegt nicht in Südtirol. Der Gavia war für uns das Highlight und die Streckenführung, sowie die Ausblicke einfach einmalig.

Der Gavia verbindet die Provinz Sondrio, ausgehend von Bormio im Norden, mit der Provinz Brescia und damit Ponte di Legno im Val die Sole, im Süden.

Zwischen den beiden Gipfeln des Corno dei Tre Signori (3.360 m) und des Monte Gavia (3.223 m) fährt man im Grunde genommen permanent staunend mit offenem Mund hindurch. Die schmale Streckenführung, insbesondere auf der Südrampe abwärts ins Val di Sole, ist nichts für Raser. Hier steht das Genießen absolut im Vordergrund und das ist genau der Grund warum wir Motorrad fahren und den Gavia derart in unser Herz geschlossen haben. Unser Platz 1.

Oweh – schon wieder Entschuldigung an Südtirol. Wir liegen mit Schlanders derart nah an den „Alpennachbarn“, dass ein Abstecher in die Schweiz einfach zu verlockend ist.

Unser Platz 2 ist der Albula. Und? Schon wieder nicht Südtirol. Es wird mir irgendwie peinlich.

Mit seinen 2.315 m Passhöhe gehört er nicht zu den „Riesen“, ist aber auch keiner dessen Höhe man unterschätzen sollte. Warum wir ihn lieben und auf Platz 2 setzen?

Der Albula ist unauffällig und infolgedessen gehört er nicht zu den wichtigen Protagonisten bei denen JEDER meint unbedingt seine Passhöhe erklimmen zu müssen. Das heißt: Wir haben bei unserer Fahrt hinauf auf den Albula unsere Ruhe. Egal ob wir von Tiefencastel anfahren oder von La Punt im Oberengadin.

Wie der Gavia gehört der Albula bei uns zu den Pässen, die wir über beide Rampen gerne fahren, weil beide Streckenführungen wunderschön sind und traumhafte Ausblicke bieten.

Warum kam jetzt der Hinweis, dass wir jeweils beide Streckenführungen zu den Pässen Gavia und Albula lieben? Weil es tatsächlich auch Pässe gibt, die man in oder aus einer bestimmten Fahrtrichtung für grandios hält und die jeweilige Alternative der Routenführung eher für durchschnittlich erachtet. Und genau von dieser Sorte habe ich jetzt zwei Pässe, die gemeinsam auf Platz 3 und damit auf dem individuellen Siegerpodest von Flying Haggis landen.

Ich versuche euch jetzt in meine Gefühlswelt eintauchen zu lassen, was bei meinem, manchmal etwas verwirrten, Geist nicht ganz so leicht ist. Okay – gehen wir metaphorisch mit einem musikalischen Hinweis an die Sache ran. Alle aus dem Bereich Hip-Hop und Rap sind wahrscheinlich jetzt bereits raus.

Kennt IHR noch die Glen Miller Band? Wenn nein – dann hört euch von der Glen Miller Band ihren Song „In the Mood“ an. Passender geht es einfach nicht, denn „In der Stimmung“ erschließt sich meine Platzierung für das Penserjoch von Sterzing aufwärts zur Passhöhe und für den Gampenpass von Lana aus hinauf auf den Pass.

Die Routenführung dieser beiden Strecken ist zu keinem Zeitpunkt fordernd, sondern einfach Entspannung, Spaß und Freude pur.

Legt Euch „In the Mood“ auf  die Playliste und mit dem Song in den Ohren schwingt ihr mit einem seligen Grinsen im Gesicht die beiden Pässe hinauf.

Ganz klar: Penserjoch und Gampenpass haben gemeinsam Platz 3 verdient.

Eigentlich könnte ich jetzt auch weitermachen. Mache ich aber nicht. Denn für mich steht de facto fest, dass man jetzt einfach keine weitere Rangliste mehr erstellen kann. Sicher – jeder hat seine Favoriten oder seine Favoritin und das ist auch vollkommen richtig so.

Das Problem ist aber eindeutig, dass die ganze Region hier unten bei uns, das wunderschöne Südtirol, Trentino, Belluno, die angrenzende Schweiz und auch der Veneto eine derartige Vielzahl von traumhaften Pässen und Strecken bietet, dass man mit einer „Platzierung“ in einer Hitliste keinem mehr ausreichend gerecht wird.

Und so sind sie, wie immer sie jetzt auch heißen, ob Stilfser Joch, Umbrail, Lavazè, Mendel, Fedaia usw. alle für mich auf Augenhöhe und immer, wirklich immer eine Tour wert. Hier findet jeder seinen Favoriten und seinen Platz 1. Und wenn nicht, dann ist es auch egal. Dann macht es so wie wir und schließt letztendlich ALLE in euer Herz.


Viel Spaß in unseren Bergen.



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