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Schlagwort-Archiv: Burgen

Der Vinschgau und Burgen, Burgen, Burgen…..

19 Freitag Apr 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Auf und Davon

≈ Ein Kommentar

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Burgen, Sehenswürdigkeiten, Vinschgau

Südtirol ist bekanntermaßen unsere neue Heimat. Genauer gesagt der Vinschgau. Die meisten Leute, die sich auf den Weg von Deutschland in Richtung Süden machen, denken bei dem Namen Vinschgau an Äpfel.

Ich kann euch sagen, dass es dieser Region absolut nicht gerecht wird sie nur auf Obstanbau zu reduzieren. Gleiches gilt, wenn man den Vinschgau nur als Transferstrecke nutzt und sich nicht ein wenig mehr an Zeit lässt Gegend, Menschen und alles an Sehenswertem genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kümmern wir uns also heute einmal auf den knapp 70 km Wegstrecke vom Reschensee bis Höhe Meran um das historische Thema der Burgen am Wegesrand. Gemessen an der Vielfalt an Burgen und Schlössern im Vinschgau entlockt einem die Zahl der Burgen im Mittelrheintal in Deutschland nur ein müdes Gähnen.

Von Graun bzw. St. Valentin abwärts gelangen wir in dosiertem Gefälle hinab ins Tal. Ins Val Venosta oder wie die Südtiroler sagen, in den Vinschgau. Merke: Egal in welches Seitental oder welche Höhenstraße wir jetzt abbiegen – es bieten sich wunderbare Panoramabilder, wie gemacht als Erinnerung für die Ewigkeit in einem Fotoalbum.

Aber das erste, das einem in den Blick fällt bei der Abfahrt in Richtung Mals ist das wuchtige Kloster Marienberg. Das auf 1.340 m liegende Kloster ist die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas und beherbergt in ihren Mauern noch 11 Mönche. Man kann also durchaus von einem „üppigen Wohnraum“ sprechen.

Aber es geht uns ja heute hauptsächlich um die Burgen und da haben wir auch bereits unseren ersten Protagonisten, die Fürstenburg, welche der kleinen Ortschaft Burgeis ihren Namen gibt. Im 13. Jahrhundert wurde sie gebaut und heute dient sie als Fachschule für Land- und Forstwirtschaft.

Wichtig bei unseren Touren und eigentlich bei all unseren Aktivitäten ist die Nahrungsmittelaufnahme. Übergänge hin zu Genussmitteln sind dabei fließend. Alteingesessene Leserschaft weiß Bescheid.

Also – wer bereits etwas länger unterwegs sein sollte und Hungergefühle oder einfach nur die Lust auf eine Pause aufkommt, der sollte unmittelbar zu Beginn der Ortslage Mals links auf den Parkplatz der Osteria Vinterra abbiegen und hier Verpflegung aufnehmen. Echt lecker. Immer wechselnde Tagesgerichte und die Tatsache, dass die Kundschaft größtenteils aus Einheimischen besteht ist aussagekräftig hinsichtlich der Qualität der Küche.

Dann geht es weiter auf unserer Burgentour im Vinschgau und die nächste dieser Burgen ist nur schwerlich zu übersehen. Die Churburg in Schluderns. Das Renaissanceschloss aus dem 13. Jahrhundert beherbergt die größte Rüstkammer in Europa. Wer Gefallen oder Interesse an ritterlichen Rüstungen hat, der ist hier gut aufgehoben und kann hier wertvolle Exponate bestaunen. Teilweise bis zu 50 kg schwer. Kein leichtes Leben als Ritter.

Insofern verwundert es auch nicht, dass die Ortschaft Schluderns Austragungsort der Südtiroler Ritterspiele ist. Termin für 2024: 16. – 18.08.2024 am Fuße der Churburg.

Von der Churburg aus können wir auch einen Blick auf die gegenüberliegende Burgruine Lichtenberg werfen. Die Festung war bis 1513 im Besitz der Grafen von Tirol. In der Folge ging es in den Besitz der Grafen Khuen-Belasi über, deren Stammsitz heute das Schloss Englar in St. Michael bei Eppan ist. Übrigens mit Hotelbetrieb, für den Fall, dass jetzt jemand noch eine „Bleibe“ für die Nacht sucht.

Wir waren ja bereits bei dem Themenfeld „Nahrung“ und was damit in Verbindung steht. Eis geht bei mir immer und die jetzt nächstgelegene Option sich mit einem leckeren Eisbecher zu belohnen ist, die Abzweigung in Richtung Prad am Stilfserjoch zu nehmen. Hier dann nichts wie rein in die Euro Bar und es sich gut gehen lassen. Übrigens – beim letzten „Alpenmasters“ 2023 konnte man hier auch die Testcrew der Fachzeitschriften beim Eisschlecken treffen.

Sollten wir die „Mittagszeit“ bereits erreicht haben und die Tendenzen gehen eher in Richtung „herzhaft“, dann biegen wir in der Ortslage Eyrs an der Ampelanlage rechts in Richtung Tschengls ab. Hier legen wir Rast ein im Sport Bistro an der Sportanlage Eyrs. Der absolute Geheimtipp und von Einheimischen immer stark frequentiert, weil Preis- Leistungsverhältnis nahezu unschlagbar ist. So wie die vielseitige Küche. Man glaubt es kaum, dass die verschiedenen Geschmacksrichtungen Pizza, Burger und asiatische Küche zusammenpassen und auf gleich hohem Niveau präsentiert werden können. Hier klappt es – Empfehlung von uns: Unbedingt ausprobieren.

Ein Steinwurf entfernt haben wir jetzt noch die Tschenglsburg. Seit 1860 in Privatbesitz und heute ein Gasthaus.

Jetzt geht es an dem berühmten „Marmorort“ Laas vorbei und bei Kortsch öffnet sich wieder einer dieser tollen Blicke hinein ins Tal.

Wir schauen auf Schlanders. In der Ortslage finden wir die Schlandersburg, die heute die Bibliothek beherbergt. Der Umbau zu dem Renaissanceschloss, wie wir ihn heute sehen, erfolgte im 16. Jahrhundert.

Weiter geht es und nur wenige Kilometer weiter fühlt man sich an das „tapfere Schneiderlein“ und die „7 auf einen Streich“ erinnert. Okay – auf 7 kommen wir jetzt nicht aber in unmittelbarer räumlicher Nähe finden wir 4 Burgen respektive Schlösser.

Annenberg, Goldrain und die Burgen Obermontani und Untermontani.

Das burgähnliche Schloss Annenberg liegt imposant auf 1.039 m Höhe am Sonnenberg.

Darunter, in der Ortslage von Goldrain, liegt das namensgebende Schloss Goldrain, welches heute als Bildungs- und Tagungsstätte dient.

Gegenüberliegend haben wir die beiden Montaniburgen oberhalb von Morter.

Errichtet wurden die beiden Burgen etwa im 13. Jahrhundert. Hier wurde eine der ältesten Original-Handschriften des „Nibelungenliedes“ gefunden. Datiert auf das Jahr 1323. Der Minnesang wurde großgeschrieben in den Burgen des Vinschgau. Irgendwie musste man sich ja die langen und kalten Winterabende verkürzen. Diese Handschrift befindet sich jetzt in der Berliner Staatsbibliothek.

Nur wenige Kilometer weiter sind wir im Ort Kastelbell. Namensgeber für den Ort ist das imposante Schloss auf einem Felsen oberhalb des Dorfes. Wer sich über die alte Römerstraße „Via Claudia Augusta“ kundig machen möchte, die auch Namensgeberin der durch das Etschtal verlaufenden Fahrradroute ist, der ist hier in der Ausstellung richtig.

Wieder sind es nur wenige Kilometer, die uns von unserem nächsten Highlight trennen. Die Burg Juval, unmittelbar am Eingang zum Schnalstal, ist Sommersitz von Reinhold Messner, der Bergsteigerlegende aus dem Villnösstal.

Messner hat in dem mittelalterlichen Schloss, welches um das Jahr 1278 erbaut worden ist, eines seiner Museen eingerichtet. Eine umfangreiche Sammlung von Exponaten aus Tibet, sowie viele Bergbilder, Masken und sogar Artikel aus seinem privaten Bereich gibt es hier zu bestaunen.

Wie sieht es aus? Sehr viel neues erfahren und von der Schlossbesichtigung ermüdet oder unterzuckert?

Dann hinein nach Naturns und im Cafe Anny in der Ortslage einen feinen Eisbecher geschlemmt. Egal welcher – alle sind fein. Mein Favorit: Der „Jumbo“. Ersetzt kalorientechnisch mehrere warme Mahlzeiten und ist echt lecker.

Oberhalb von Naturns blicken wir auf die Burg Hochnaturns. Wie fast immer im Vinschgau hatten die Grafen von Tirol ihre Hände mit im Spiel beim Bau im 12. und 13. Jahrhundert.

Bei Partschins sind wir eigentlich an den Grenzen des Vinschgau angelangt. Aber da wir es heute ja mit Schwerpunkt auch mit Burgen und Schlössern hatten nehme ich es geografisch nicht so genau.

Wir schauen im Grunde genommen jetzt schon auf Meran. Und da bleibt euch gar nichts anderes übrig als der Burg, die namensgebend für die ganze Region Tirol ist, einen Besuch abzustatten.

Ähnlich sieht es aus mit dem Schloss Trauttmansdorff, welches man mit seiner Gartenanlage auch unbedingt gesehen haben muss.

Also Leute – es warten hier noch auf euch: Schloss Tirol und Schloss Thurnstein, sowie Schloss Trauttmansdorff und Schloss Schenna.

Es müssen nicht unbedingt immer die Kehren der Pässe sein. Die Bauwerke der Region geben uns auch etwas für die Ewigkeit. Probiert es einfach aus – man muss es gesehen haben.

Südeifel und Luxemburg ODER Burgfestspiele

13 Samstag Jun 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

≈ 6 Kommentare

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Burgen, Sauertal, Südeifel. Luxemburg

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Zum Abschluss unserer Saargau-Anderstour, bei der wir bereits marginal unseren EU-Nachbarn Luxemburg touchierten, hatte Flying Haggis bereits angekündigt, dass wir uns als Wiederholungstäter im kurvigen Terrain des Großherzogtums wieder finden werden. Heute ist es soweit und wir werden die Südeifel und Luxemburg unter unsere Räder nehmen.

Unsere Saargautour ließen wir im Weincafe „Johannishof“ in Mesenich (Trierer Str. 24) ausklingen und so lassen wir unsere heutige Tour auch hier beginnen. Wir gehen also davon aus, dass unser Basislager für ausgedehnte Touren in der Region hier an der idyllischen Sauer und im gastlichen „Johannishof“ eingerichtet wurde und starten unsere heutige Runde von ca. 200 km in Mesenich.

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Entlang des Grenzflusses Sauer, die wir links von uns immer unter Beobachtung halten rollen wir uns auf der B 418 gemütlich ein. Bei Echternacherbrück orientieren wir uns in Richtung Bollendorf und sind jetzt auf der L 1, den Fluss weiterhin zu unserer Linken.

ALTERNATIVE: Denjenigen, die unsere heutige Tour von Trier aus starten, sei folgende Streckenführung empfohlen. Wir verlassen Trier auf der „westlichen Seite“ und fahren auf der B 53 stadtauswärts bis zum Stadtteil Biewer. Hier nach links in den Ort einbiegen und an der nächsten Einmündung erneut links in Richtung Butzweiler (K 24 / L42). Ortseingang Butzweiler folgen wir der Wegweisung (links ab) nach Newel und von dort geht es auf der L 42 an Olk vorbei abwärts ins „Sauertal“ auf die B 418, die wir kurz vor Ralingen erreichen.

In Bollendorf folgen wir einfach der „Vorfahrtsstraße“ in den Ort und im Anschluss der Wegweisung nach Mettendorf. Wir sind jetzt auf der L 3 und deren Streckenverlauf folgen wir über Nusbaum nach Mettendorf. Hier geht es für uns auf der L 4 über Sinspelt nach Neuerburg. Der Ort empfängt uns mit einem schönen Blick auf die kleine weißgetünchte Burg. Heute fungiert sie als Jugendherberge und weist, wie fast all diese Gemäuer, eine wechselhafte Geschichte auf. Urkundlich erwähnt wird die Festung erstmals im 12. Jahrhundert. Wahrscheinlich liegt ihre Entstehungsgeschichte ebenfalls in diesem Zeitraum. Weltoffen war man in der Südeifel, vor allem was die „Belagerer“ der Burg Neuerburg anging. So gaben sich im dreißigjährigen Krieg schwedische, holländische, irische, polnische und französische Truppen die „Klinke“ in die Hand beim Versuch die Festung zu erstürmen.

Kurz hinter der Ortslage biegen wir nach links ab und folgen der Wegweisung nach Arzfeld (L 10). Über die Ortschaften Karlshausen und Sevenig (bei Neuerburg) und Ölverhof gelangen wir auf der L 1 zur nächsten Kreuzung, die uns auf der B 410 den Weg nach Dasburg weist.

Richtig schon wieder eine Burg die unsere heutige Route kreuzt und deren Anblick uns die Ortseinfahrt nach Dasburg verschönert.

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Apropos Dasburg. Falls jemand unserer werten Leser bereits Gast am niederländischen Königshaus gewesen ist, so durfte er/sie sicherlich an der gesamten Aufzählung der Titel teilhaben. Kurz bevor die anwesenden Gäste vor Langeweile einschlafen wird noch der Titel: „Herr von Dasburg“ erwähnt. Wir sind also jetzt im „alten Herrschaftsbereich“ des holländischen Königshauses. Willem und seine Maxima sind uns allerdings bislang noch nicht in der Region begegnet. Sie scheinen also ihr altes Lehen nicht mehr mit letzter Konsequenz zu verteidigen.

Wem nach einer kurzen Rast ist, der kann jetzt unmittelbar am Ufer der Our am Cafe du Pont eine Kaffeepause einlegen. In der Ortslage Dasburg weist sich zwar auch ein Lokal als Anlaufstelle für Motorradfahrer aus, aber ich investiere lieber die eine Minute Fahrzeit und pausiere hier an der kleinen Brücke über die Our.

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Grobe Fahrtrichtung für uns ist jetzt Wiltz und die Wegweisung führt uns an besagter Brücke eigentlich nach rechts (Clervaux). Wir fahren aber nach links und folgen, den idyllischen Flusslauf der Our zu unserer Linken,

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dem Straßenverlauf der N 10 bis Obereisenbach. Am Ortseingang biegen wir rechts ab auf die CR 324 und verlassen die Our jetzt in Richtung Wiltz (Park Hosingen).

An der folgenden Kreuzung (N 7) stehen wir vor der Qual der Wahl. Beide möglichen Streckenführungen haben etwas für sich und so kann man den Zufallsgenerator entscheiden lassen. Entweder geradeaus weiter auf der CR 327 bis Wilwerwitz und dann über Merkholz auf der CR 331 weiter bis zur „Kautenbachstrecke“ nach Wiltz . ODER aber linksabbiegend auf die N 7 und dann an der nächsten Möglichkeit nach rechts über Holsthum, Consthum (CR 322) Kautenbach auf der N 25 nach Wiltz.

Wohin soll es denn jetzt gehen? Von der Beschilderung orientieren wir uns zunächst an der Wegweisung nach Esch sur Sure und verlassen Wiltz auf der N 26. An der folgenden Kreuzung die ähnlich einer Autobahnauffahrt geregelt ist fahren wir nicht auf die N 15 in Richtung Esch auf, sondern folgen dem Straßenverlauf einige Meter in Richtung der Ortslage Nothum, um nach links auf die C 318 nach Kaundorf abzubiegen. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen denn der Straßenverlauf der CR 316 führt uns direkt in den Ort Esch sur Sure.

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Wunderschön gelegen könnte der kleine Ort mit seiner mittelalterlichen Burganlage auch Bestandteil einer Märklin h 0 Eisenbahn sein. Umgeben von dem kleinen Fluss Sauer hat man fast das Gefühl ein Zeitreisender zu sein. Das einzige Manko ist diesmal → „Flying Haggis“ hat keinen Einkehrtipp für Euch!

Was ist denn jetzt los mit dem Kerl? Das war doch immer der Hauptbestandteil der Touren. Schöne Orte zum pausieren, verbunden mit einem guten Lokal um die Kohlenhydratespeicher aufzufüllen. Es ist Euch bestimmt bei der heutigen Tour und bei der Anderstour Saargau – Luxemburg aufgefallen, dass sich unmittelbar nach „Grenzübertritt“ die Umgebung ändert. Der Baustil ist ein anderer, insbesondere die ältere Bausubstanz und die „Bevölkerung“ kommt dem neutralen Beobachter irgendwie gelassener vor, als kurz zuvor in Deutschland. Der „Luxemburger“ als solcher hat eine gewisse Nähe zu Frankreich, auch seine Lebensart betreffend. Insofern ist auch der Bereich der Nahrungsmittelaufnahme eher zu Frankreich tendierend, als zur deutschen Küche. Zu diesem Faktor kommt jetzt noch hinzu, dass der Nettoverdienst im Großherzogtum Luxemburg zu den höchsten im EU-Durchschnitt zu zählen ist. Abschluss dieses kurzen Exkurses ist jetzt: Leute, ich finde einfach in Luxemburg keine Gaststätte auf dem „Preisniveau“, welches ihr von mir kennt und dazu auch noch schmackhaft ist. Wer in Luxemburg gerne gut isst, der greift auch dementsprechend in den Geldbeutel. Novum an dieser Stelle: eine Flying Haggis Tour und keine Einkehrempfehlung „unterwegs“.

Irgendwo an der Promenade von Esch sur Sure haben wir jetzt also etwas getrunken und den Blick genossen und machen uns jetzt langsam wieder auf den Weg. Der führt uns aus dem Ort heraus ( CR 316), bergan nach Eschdorf und im weiteren Verlauf über die CR 314 Merscheid nach Oberfeulen. Hier folgen wir wenig später linksabbiegend der CR 305 nach Ettelbruck.

In der Ortslage Ettelbruck orientieren wir uns in Richtung Schieren auf die N 7, um alsbald in Schieren diese wenig interessante Straße nach links zu verlassen. Wir rollen jetzt entspannt auf der CR 347 nach Stegen. An der nächsten großen Kreuzung orientieren wir uns „kurz“ nach links auf die N 14(ca. 600 m) in Richtung Diekirch, verlassen diese aber unmittelbar rechts abbiegend (CR 347) und fahren über Folkendange auf der CR 356 B weiter zur nächsten Kreuzung.

Hier haben wir an sich -2- Optionen zur Weiterfahrt nach Befort. Ich bevorzuge die „Rechtsabbiegervariante“ auf die CR 358 nach Ernsdorf. Hier im Ort nach links über die CR 356 nach Savelborn und in der Folge (links ab) nach Haller.

WARUM das Ganze? Weil wir über diese Streckenführung so nach Befort gelangen, dass wir unser nächstes Fotomotiv unmittelbar erreichen. Die Alternativroute Links ab führt uns auf der CR 357 über Eppeldorf nach Befort (Beaufort) und wir müssten, der Route folgend zweimal durch die Ortslage.

In Befort können wir jetzt auch wieder eine schöne alte Burganlage bewundern. In der Ortsrandlage liegt die Burgruine etwas untypisch in einer Talsohle unterhalb des Ortes (gut ausgeschildert → Beschilderung im Ort „Chateau“ folgen) und gibt trotz der Verwitterung ein majestätisches Bild ab.

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Auf den ersten Blick könnte die Burg locker als Filmkulisse für einen Ritterfilm oder die Highlanderfilme herhalten. Wahrscheinlich ist die Anlage im 12. Jahrhundert entstanden und erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Kenner der Architektur erkennen die zeitlichen Unterschiede der Bauabschnitte an den romanischen und gotischen Formen der Burg. Seit 1981 ist die Burg in staatlichem Besitz und kann auch besichtigt werden (6313 Beaufort [Befort] Rue de Chateau 24).

Wahrscheinlich stellt sich der ein oder die andere die Frage warum ich in dieser Tour alle möglichen Burgen einbaue, aber die größte Anlage in Vianden außer Acht lasse. Es ist richtig die Burg Vianden ist an sich einen Besuch wert und der Blick in der Anfahrt auf die Anlage ist auch gigantisch. ABER Leute: Vianden ist in fast jeder Luxemburgtour inbegriffen und in der Reihe der „Viandenbesucher“ wollte ich uns nicht anstellen. Der Ort hat sicherlich seinen Charme, das ist unbestritten. Von diesem Charme ist aber gerade in den Sommermonaten nichts mehr zu spüren. Touristenschwemme in dem kleinen Luxemburger Ort. Es hat eine Anmutung von „Drosselgasse“ in Rüdesheim gepaart mit Kloster Andechs in Bayern. Zumindest riecht es ähnlich nach Frittenfett. Vianden fahren wir mit unseren Maschinen irgendwann im Herbst oder Frühjahr an, wenn sich die Ströme von Touristen noch nicht im Ort eingefunden haben und unsere „Erinnerungen“ nicht gepaart sind mit Achselshirt und Badelatschen.

Jetzt geht es aber raus aus Befort (CR 128) und in grobe Richtung unseres Grenzflusses Sauer nach Reisdorf (rechts ab auf N 19) um in der Folge bei Wallendorf wieder nach Deutschland überzusetzen. Hier fahren wir unmittelbar an der Sauer entlang der K 5 um wenig später auf die L 1 in Richtung Bollendorf aufzufahren. Das kleine Flüsschen Sauer behalten wir immer zu unserer Rechten und jetzt kann „fahrtechnisch“ nichts mehr schief gehen, weil wir die Route zu unserem Ziel bereits heute morgen nach dem Start befahren haben.

Hier findet IHR auch wieder meinen „alten Einkehrtipp“, den wir sicherlich bereits bei der „Saargau-Luxemburg Anderstour“ besucht haben. „Hildes Bauernstübchen“ in Wintersdorf gilt es anzufahren

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und bei „schmackhaftem Kuchen“ unsere heutige Tour Revue passieren zu lassen. Gut war es und kurvig war es auch. Unser kleiner aber feiner EU-Nachbar Luxemburg hat sich für uns Motorradfahrer/-innen von seiner besten Seite gezeigt.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserem Zielort von dem wir am heutigen Morgen auch gestartet sind. Der „Johannishof“ in Mesenich wartet auf uns und hier kehren wir jetzt auch ein und genießen bei angenehmem Ambiente ein gutes und auch bezahlbares Menü.

Wahrscheinlich melden sich jetzt die „regionalen Insider“ und rufen: Hey Haggis, jetzt hast Du auf der Tour die Burg bei Larochette (Fels / Fiels) vergessen! NICHT vergessen, sondern „aufgehoben“ für unsere nächste Anderstour durch den „Schengenraum“ und dort wird die Burg unsere erste Anlaufstation sein.

Auf bald Leute wir sehen uns – „Flying Haggis“.

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