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Schlagwort-Archiv: San Marino

San Marino und etwas Mehr

27 Freitag Sept 2024

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Auf und Davon

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Misano Adriatico, San Leo, San Marino

Es gibt einfach Plätze und Orte auf unserem Planeten, die sollte man einmal gesehen und besucht haben. Da wird mir jetzt wahrscheinlich jeder Leser oder jede Leserin zustimmen.

Wenn man jetzt mit mehreren Menschen zusammensitzt, dann stellt man fest, dass für jeden diese Art Plätze und Orte andere sind. Jeder bestimmt sie nach seinem eigenen Gusto, oftmals orientiert an Hobbies, Interessen oder einer Passion.

Wir schauen uns gerne Motorradrennen an und das ein oder andere Mal genießen wir es dies direkt vor Ort an einer Rennstrecke zu tun. Bei Genießen ist man zwangsläufig schnell bei Italien. Bei Italien und Rennstrecke taucht zwangsläufig ganz schnell der Name Misano Adriatico auf.

Die Rennstrecke liegt in Sichtweite zum Meer und so bekannten Badeorten wie Rimini, Cattolica oder Gabicce Mare. Hat den großen Vorteil, dass der kurzentschlossene Rennbesucher eigentlich immer noch ein Hotelbett in räumlicher Nähe zur Rennstrecke findet.

Diese Jahr war der Kurs sogar zweimal Gastgeber für die Motorrad WM und außer dem üblichen Namen „Grand Prix von San Marino“ hörte der zweite Lauf auf den Namen „Grand Prix der Emilia Romagna“.

Egal auf welchen Namen die Veranstaltungen hören, sie atmen immer Emotionen und Herz. Eben typisch italienisch. Und natürlich werden gerade die Namen der italienischen Hersteller wie Ducati und Aprilia rund um den Ring „Großgeschrieben“.

Aber wir waren ja zu Beginn bei Orten und Plätzen, die man besucht haben sollte. Also los! Denn der namensgebende Ort für die übliche Veranstaltung heißt San Marino und liegt von der Rennstrecke lediglich knappe 35 km entfernt.

Auf geht es zu einer der ältesten Republiken der Welt, die hoch oben auf dem Monte Titano zwischen den Marken und der Emilia-Romagna liegt. Seit mehr als 1.700 Jahren verteidigt der Zwergstaat seine Unabhängigkeit. Das allein ist schon alle Achtung wert. Zeugt von ausgeprägtem diplomatischem Geschick der Einwohner.

Was noch alle Achtung wert ist sind die Ausblicke, die man von hier oben auf dem Rundweg um den historischen Ortskern bewundern kann.

Der Hexenpass ist ein Fußweg, der die drei weithin sichtbaren Türme von San Marino miteinander verbindet. Der Name beruht auf eine mittelalterliche Sage. Jungfrauen sollen hier in Mondnächten um das Feuer getanzt und geheimnisvolle Rituale praktiziert haben. Aktuell konnten wir nur einige Damen bei den obligatorischen Selfies beobachten. Ob es sich um unmittelbare Nachfahren*innen der namensgebenden Hexen handelte haben wir nicht ermittelt.

San Marino, der kleine Klecks in der Landschaft, verfügt über keine Bodenschätze. 60 Prozent des Staatshaushaltes von San Marino werden durch den Tourismus generiert. Jährlich schieben sich etwa zwei Millionen Besucher*innen durch die schöne Altstadt. Trotzdem hat der kleine Ort nicht seinen Charme und seine Ausstrahlung verloren. Obwohl sich ein Geschäft an das andere reiht ist der Ortskern einfach gemütlich und schön anzusehen.

Seit 1243 wählt das „Parlament von San Marino“, in Anbetracht von ca. 30.000 Einwohner könnte man auch despektierlich von Stadtrat sprechen, die zwei Capitani Reggenti, deren Aufgabe es ist die Landesführung zu gestalten. Nach sechs Monaten Amtszeit werden sie bereits wieder abgelöst. Scheint zu funktionieren. Zumindest in einem derart kleinen Rahmen.

Weiter geht es, denn knappe 25 km weiter haben wir das nächste Kleinod, welches ebenfalls auf einem Berg thront. Wir fahren nach San Leo.

Das Navigationssystem können wir getrost vergessen, denn weithin ist die imposante Festung oberhalb des Marecchia-Tals sichtbar.

Eine einzige Straße führt hinauf in den Ort und wirkt wie von Riesen in den Fels gehauen.

Die gigantische Festung, die den Ort San Leo nochmals überragt wurde im 15. Jahrhundert erbaut.

Klein aber fein ist der Ortskern. Man sitzt auf dem Dorfplatz bei einem Espresso oder Aperol und irgendwie erwischt man sich bei dem Gedanken, dass jetzt nur noch fehlt, dass Fernandel alias Don Camillo in seiner Soutane über den Platz Richtung Kirche läuft, um sich bei seinem „Herrn“ über Bürgermeister Peppone zu beschweren.

Aber San Leo hatte in seiner realen Geschichte ausreichend berühmte Besucher zu Gast und muss nicht auf meine Filmhelden zurückgreifen.

Der zentrale Platz im Ort ist nach Dante benannt. Dante Alighieri hat den Ort sogar in seiner Göttlichen Komödie erwähnt.

Der heilige Franziskus war hier beim Grafen von Chiusi zu Gast. Zu Gast, wenn auch nicht ganz freiwillig, war auch ein anderer berühmter und schillernder Zeitgenosse, dem Alexandre Dumas in einen Roman ein Denkmal gesetzt hat. Giuseppe Balsamo, besser bekannt als Graf Cagliostro, wurde hier in der Festung von der heiligen Inquisition eingekerkert. Alchemist, Quacksalber, Scharlatan und Betrüger. Cagliostro hatte breitgefächerte Befähigungen. Heutzutage hätte er wahrscheinlich ein Callcenter betrieben und wäre darüber reich geworden. Damals verstarb er unter mysteriösen Umständen im Kerker von San Leo. Bis heute geschehen im Zusammenhang mit ihm angeblich unerklärliche Dinge. Ohhh – ich liebe diese Geschichten und Anekdoten für mein Leben gern.

Also Leute. Wenn es Euch nach Misano Adriatico zum Rennwochenende verschlägt, dann lasst Euch noch ein paar Tage mehr Zeit. Rundherum um Misano gibt es noch eine Menge zu erkunden und anzuschauen. San Marino und San Leo gehören unbedingt dazu.

Ci vediamo. A presto.



Pian del Bosco

18 Freitag Okt 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Rast & Übernachtung

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

die Marken, Pian del Bosco, San Marino, Tavullia


Es ist ja bei mir in der Zwischenzeit eine lieb gewonnene Gewohnheit geworden bei oder nach meinen Touren über ganz spezielle Unterkünfte auch ganz speziell zu berichten. Das ist auch nach unserer diesjährigen Italienrundfahrt so und in meinem Reisebericht habe ich DAS ja auch bereits angekündigt.

Es geht um das Hotel „Pian del Bosco“ in Perticara (Novafeltria).

Wo ist das denn jetzt? Zu eurer groben Orientierung – Es liegt westlich von San Marino in den Marken. Etwas genauer für die Suche im Routenplaner: I-47863 Perticara (Novafeltria); Via Guido Donegani 151. Hier hat sich der deutsche Besitzer Michael Roth etwas ganz Besonderes geschaffen.

http://www.piandelbosco.com/de/index.html

Das Pian del Bosco liegt auf angenehme Art und Weise abseits der Haupturlaubsrouten der Region. Es liegt derart malerisch mit einer wunderbaren Aussicht, dass man unmittelbar nach einer stressigen Anfahrt in den Entspannungsmodus kommt.

Dazu tragen Michael Roth und sein Team mit ihrer rundum sympathischen Art einen großen Teil bei. Michael Roth ist das Herz, die Seele und der Motor des Pian del Bosco. Sein erster Satz bei unserer Ankunft:

„Wollt Ihr erst auf euer Zimmer oder zuerst ein Begrüßungsbier?“

Und da wartete schon die erste Überraschung auf uns. Michael Roth kredenzt hier an seinem Tresen der durstigen Kundschaft eine Auswahl an Bieren, die so manch einem Brauhaus zur Ehre gereichen würde. Und das Ganze auch noch zu sehr moderaten Preisen, wenn man den Vergleich mit der üblichen italienischen Gastronomie anstellt.

Beim Thema Gastronomie kann man nur sagen, dass der Deutsche hier mit seiner Küche und seinem Haus auch die komplette Akzeptanz bei den Einheimischen gewonnen hat. Hier trifft sich am Abend im Restaurant nicht nur der Hotelgast, sondern auch die geschmacksverwöhnten Italiener. Ein größeres Lob kann man eigentlich nicht mehr aussprechen.

Die Küche des Pian del Bosco ist exzellent. Bodenständige italienische Gerichte. Wobei man nicht den Fehler begehen sollte, diese auf die wirklich wahnsinnigen Pizzen zu reduzieren, die man am besten zu zweit ist, damit noch Platz für Antipasti und Nachtisch ist.



Der Kracher bei den Pizzen sind dann noch die mitgelieferten „Scheren“, die eine praktische Nahrungsmittelaufnahme gewährleisten. Hat etwas von einem Chirurgen bei der Arbeit.


Antipasti, Nudelgerichte, Desserts und und und. Alles wirklich rundum schmackhaft und lecker. Und beim morgendlichen Frühstück bleiben auch keine Wünsche offen. Hier kommt immer die Frage der fleißigen Servicekraft ob man noch ein Omelette oder Ähnliches möchte.

Zur Entspannung der müden Motorradfahrerknochen hat das Pian del Bosco einen Pool. Der liegt landschaftlich schön eingebettet auf dem Grundstück und man genießt eine wunderbare Aussicht.

Hier lässt es sich an einem Ruhetag, wenn die Maschine mal stehenbleiben soll gut aushalten. Schließlich ist auch der besagte Tresen nicht weit entfernt.

Rundherum ist die Hotelanlage einfach wohltuend gemütlich und auch die kleinen Nuancen beweisen Stilsicherheit. Es passt einfach alles. Man findet immer irgendwo ein Plätzchen zum innehalten oder um den Tag, gerne auch mit einem Getränk, Revue passieren zu lassen.

Wenn ihr also im nächsten Jahr eine Tour nach Italien plant, dann seid ihr hier bestens aufgehoben. Auch wenn es euch nur kurz in die Region treibt, weil ihr z. b. das Rennen in Misano besuchen wollt. Der Kurztrip wird ohnehin länger, weil der Hausherr Michael Roth einige wunderschöne Touren in der Region bereithält.

Ich bin gespannt was ihr sagt. Auf geht`s!

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