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Schlagwort-Archiv: Val di Rabbi

Auch Sackgassen erweitern den Horizont

30 Donnerstag Apr 2026

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Ponte Sospeso, Val di Rabbi, Val di Sole

Die Überschrift mag für den ein oder die andere möglicherweise irreführend sein. Der Hinweis mit der „Erweiterung des Horizontes“ gilt natürlich nur im topografischen Sinne und ist de facto nicht auf eine geistige Sackgasse übertragbar. Hier ist die Sackgasse eher als lästig einzustufen, weil sie uns unverrichteter Dinge wieder an unseren Ausgangspunkt der Überlegungen zurückversetzt.

Okay – im Hinblick auf unsere Navigation mit dem Motorrad führt die Sackgasse uns letztendlich auch zurück an unseren Ausgangspunkt, jedoch definitiv nicht unverrichteter Dinge. Beispiel gefällig?

Einige dieser genialen Sackgassen habe ich euch bereits nähergebracht. Das sind in meiner unmittelbaren Nachbarschaft das Martelltal oder auch das Schnalstal, die landschaftlich immer einen Abstecher wert sind.

Oder im Bereich Pustertal das Ahrntal und das Gsiesertal. Einfach traumhaft. Sobald wir dann den unmittelbaren Südtiroler Bereich verlassen in Richtung Trentino, Belluno oder Venetien hören unsere Täler dann auf den Namen „Val“. Klingt irgendwie melodischer und hat direkt die Anmutung von „Urlaub“. Bella Italia eben.

Um in unsere „Sackgassen“ zu kommen benötigen wir aber zunächst einmal einen Anfahrtsweg, sonst haben wir ja gar keine Chance dorthin zu gelangen. Klingt irgendwie logisch.

Unser Anfahrtsweg für heute ist das Val di Sole. Das Val di Sole lässt das Herz eines Motorradfahrers sofort höher schlagen. Jetzt nicht fahrerisch betrachtet, sondern unter dem Aspekt: Welche wunderbaren Stellen und Orte kann ich von hier aus erreichen. Vom Val di Sole gelangen wir über Ponte di Legno zu meinem „Liebling“ dem Gavia oder vorher zum Passo Tonale. Ebenso zum Passo Carlo Magna auf dem Weg nach Madonna di Campiglio oder zur Hofmahd, wenn wir in das Ultental möchten. Wieder so eine traumhafte Sackgasse.


Wir biegen aber heute am zentralen Ort des Tals, bei Malé, ab ins Val di Rabbi.

Wie soll man jetzt die Auffahrt beschreiben, damit man ihr auch hinreichend gerecht wird? Ein sachlicher Mensch, der sich mit der Historie von Besiedlungen im Alpenraum auskennt, wird nun wahrscheinlich von Streusiedlungen, im Zusammenhang mit der Vielzahl von kleinen Weilern und Einzelhöfen, sprechen.

Für mich ist es einfach nur Idylle pur und ein romantischer Anblick ohne dabei kitschig zu sein. Ohne Probleme könnte man hier in der unberührten Natur einen Heimatfilm drehen, der authentischer nicht sein könnte. Einfach nur schön.


Für die Gesundheit können wir hier auch noch etwas machen. Die Thermen von Rabbi bieten Kneippbäder und Aerosoltherapie an. Die historische Quelle Antica Fonte, in Rabbi Fonte auf 1.222 m gelegen, hat mit ihrem bikarbonat- sowie alkalisch- und eisenhaltigem Mineralwasser positive Wirkung auf Verdauung, Kreislauf und Atmungssystem. Seit 1660 ist dies bereits bekannt und zieht die Menschen ins Tal, die hier Heilung oder zumindest Linderung suchen. Mein Herzkreislaufsystem und die Atmung sind okay und die Verdauung regelt im Notfall auch ein Sambuca oder Ramazzotti.

Wir rollen noch ein paar Meter weiter bergauf und suchen uns dann einen Parkplatz für unsere Maschine. Unser fußläufiges Ziel können wir, wenn wir aufmerksam sind, schon zu unserer Linken in einem Seitental erkennen.

Luftlinie sind wir jetzt ca. 12 km vom Zufrittstausee im Martelltal entfernt. Auf der Landkarte sieht es somit aus wie „unmittelbar daneben“. Auf der Straße werden es für uns daraus knapp über 100 km. Das ist ein zentraler Punkt bei der Tourenplanung in den Bergen. DIREKT geht fast nie – die „Umfahrung“ ist somit Programm einer jeden Tour. Aber damit auch das Salz in der Suppe.

Wir waren aber eben noch bei unserem „fußläufigen Ziel“. Wenn wir bei der Recherche vor unserer Tour das Val di Rabbi in den Computer eingeben, dann kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ein Hinweis auf die Ponte Sospeso.

Rund 100 m lang schwebt sie in etwa 60 m Höhe über dem Rio Ragaiolo und mittig der Hängebrücke hat man einen wunderbaren Blick auf die Wasserfälle und das Tal. Die Viertelstunde Fußweg ist wirklich gut investiert und begehbar ist die Brücke das ganze Jahr über.

In der Zwischenzeit ist die Brücke auch ein magischer Anziehungspunkt für die Instagram-Gemeinschaft, die bis auf ihren eigenen Stuhlgang so ziemlich alles postet. Aber ich darf jetzt nicht zu kritisch sein, denn schließlich stehe ich jetzt auch hier oben und gebe euch diesen Tipp zur Besichtigung. Also – Schweig` stille Haggis.

Was ist jetzt noch bedeutsam für einen unschlagbaren Motorradtag mit Flying Haggis? Die Nahrungsmittelaufnahme!

Also ich bin mir sicher. Sollte es ein Leben nach dem Tod geben, dann lande ich im Pastahimmel. Die Vielzahl an möglichen Alternativen hier unten in Italien lassen mich immer mit einem Lächeln im Gesicht zurück. Egal was man auch immer auswählt – Alles lecker. Wenn die Entscheidung auf Grund der Vielzahl der Gerichte zu schwer fällt, so geht eines immer: Ragù di Cervo. Dann stellt sich nur noch die Frage ob Pappardelle, Tagliatelle oder oder oder. Auf dem Teller haben wir dann eine Pasta mit einer Hackfleischsoße vom Hirschen. Zum Niederknien lecker.

Im Val di Rabbi legt ihr den Verpflegungshalt im „Molin“ ein oder im „Tipico al Cervo“. Beide Gaststätten unmittelbar an unserer Route.

Statt dem Ragù di Cervo gab es heute das Ragù vom Capriolo, also Reh. Beim Cervo bin ich dann wieder gelandet, aber in Form von Gulasch, verbunden mit Polenta con Formaggio fuso. Also Polenta mit geschmolzenem Käse – von einer Alm in unmittelbarer Nähe.

Sieht auf dem Teller jetzt nicht nach „Gourmetküche“ aus – ist aber geschmacklich fantastisch und hinterlässt, nach dem Genuss, ein zufriedenes glückliches Lächeln.

Auf geht es Leute und Viel Spaß beim Erkunden des Val di Rabbi. Glaubt mir: Irgendwann werdet IHR Fan der Sackgassen!

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