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Schlagwort-Archiv: Würzjoch

Einfach einfach!

27 Freitag Feb 2026

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Schlagwörter

Batzenbräu, Haslhütte, Penserjoch, Pustertaler Sonnenstraße, Saisonbeginn 2026, Würzjoch, Zunerhof

Motorradtouren müssen bei mir Spaß machen und im Inneren Freude hervorrufen. Ich halte es da mit dem alten Leonardo da Vinci, der einmal gesagt haben soll: Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung. Natürlich sagte der Gelehrte dies in einem anderen Zusammenhang. Mir ist bis dato nämlich nicht bekannt ob Leonardo Motorrad fuhr. Komplett unwahrscheinlich erscheint es mir aber bei diesem Genie nicht.

Aber jetzt bin ich mal wieder vom eigentlichen Thema abgekommen. Wo wollte ich denn eigentlich hin?

Jetzt habe ich es wieder. Gerade zu Saisonbeginn sollte man es entspannt angehen lassen. Nichts was uns überfordert oder ein anstrengendes Kriterium beinhaltet, stattdessen komplett entspannt durch die Kurven schwingen und die Gegend genießen. Wenn dann noch die ein oder andere schöne Pausenstation hinzukommt wird die Tour zum Lottogewinn mit Zusatzzahl. So machen wir das heute.

Wir starten in Bozen und fahren hinein in das Sarntal, vorbei an der Burg Runkelstein in Richtung des Penserjoch.

Kennt IHR das eigentlich auch, dass ihr bei gewissen Strecken oder Zielen eine gewisse Fahrtrichtung favorisiert? Bei mir ist das z. B. beim Penserjoch so. Eigentlich fahre ich es lieber aus Richtung Sterzing kommend und dann, wie bei einem Abfahrtslauf den Zielhang hinabrutschend, durch das Sarntal nach Bozen. Heute also einmal umgekehrt und die Perspektiven aus dieser Richtung genießend.

Das Sarntal hat noch etwas Ursprüngliches und ist noch nicht touristisch überlaufen. Flächenmäßig sind wir hier in der größten Gemeinde Südtirols. Wir gleiten jetzt erst einmal stressfrei an der Talfer entlang hinauf auf das Penserjoch mit seiner Höhe von 2.211 m. Also gute 100 m höher als sein, um einiges stärker frequentierter, Nachbar der Jaufenpass.

Ein schöner Aussichtsberg – also erst einmal Panorama genießen und die üblichen Erinnerungsfotos schießen.

Dann geht es abwärts in Richtung Sterzing, dem Einfallstor nach Südtirol, wenn man aus Richtung Brenner kommt. Wie ihr aus vorangegangenen „Anderstouren“ wisst kann man in Sterzing durchaus auch eine kleine Rast einlegen und dies mit einer Nahrungsmittelaufnahme verbinden. Die kleine gemütliche Fußgängerzone lädt dazu mit seinen Restaurants und Cafes ein.

Unser Runde führt uns nun ins Pustertal. Aber nicht auf der SS 49, welche die Region mit Osttirol im angrenzenden Österreich verbindet. Das ist die Haupttransferroute und meistens hoffnungslos überlastet. Braucht kein Mensch.

Also nichts wie weg und ab Vintl hinauf auf die Pustertaler Sonnenstraße. Kaum länger als die Strecke im überlaufenen Tal der Rienz verläuft die Sonnenstraße auf der Höhe über Terenten und Pfalzen bis nach Bruneck, bietet uns die gewünschte Ruhe, die namensgebende Sonne und schöne Ausblicke.

Wer hier möchte kann noch einen kurzen Abstecher ins Zentrum von Bruneck machen. Bummeln in der Altstadt oder auch das Messner Mountain Museum Ripa besichtigen.

Der Rest begibt sich einfach direkt auf die SS 244 in Richtung Corvara und Dolomiten. Unsere Route verläuft zunächst schön kurvig durch das Tal, welches die „Einflugschneise“ zur Sella Ronda ist.

Da wollen wir aber heute gar nicht hin. Uns ist ja nach ruhigem und entspannten Einrollen in die Saison. Deshalb biegen wir auch in St. Martin in Thurn ab in Richtung Antermoia und dem Würzjoch.

Ich mag das Würzjoch. Etwas abseits von den üblichen Verdächtigen der Dolomitenpässe hat sich der Ju de Börz, wie das Würzjoch auf ladinisch heißt, noch seine Gemütlichkeit bewahrt.

Insbesondere in dem Streckenabschnitt von der Passhöhe hinunter in Richtung Villnösstal. Auf der Passhöhe machen wir die üblichen Fotos, legen aber hier keine größere Pause ein.

Das machen wir knappe sechs Kilometer später in der Haslhütte. Hier sitzen wir gemütlicher, ganz ohne Trubel, dafür aber mit perfekter Verpflegung und nettem Service.

Wir sind jetzt hier im Naturpark Puez Geisler. Die namensgebenden „Geislerspitzen“ sehen wir aber bald bei unsere Abfahrt ins Tal zu unserer Linken. Wenn wir die ersten Bauernhöfe an unserer Strecke sichten, können wir einen Fotohalt einlegen. Der wunderbare Blick auf die Geislerspitzen und das Ranuikirchlein sollte verewigt werden.
Apropos verewigen. Das tun mittlerweile seit geraumer Zeit „Horden von asiatischen Touristen“ unten im Villnösstal und lassen dabei jegliche Rücksicht und Anstand vermissen. Irgendwie scheint man diese herrliche Gegend für eine Filmkulisse zu halten und denkt überhaupt nicht mehr daran, dass hier Menschen leben und sowohl mit als auch auf den Feldern ihren Unterhalt verdienen. Also am besten oben auf der Straße, wie beschrieben, Halt machen und ein Foto schießen.

Dann geht es für uns weiter ins Eisacktal, an Klausen vorbei und dann bei Waidbruck wieder hinauf auf die Höhe, grobe Richtung Rittner Horn.

Der „leicht schiefe“ Turm der Kirche ist das Wahrzeichen von Barbian und von hier hat man wieder einen schönen Blick in Richtung Seiser Alm und Dolomiten.

Ihr wisst ja mittlerweile, dass eine schöne Motorradtour bei mir auch immer etwas mit einer oder auch gerne mehreren guten Einkehrstationen zu tun hat. Diese guten Plätze haben oftmals eines gemeinsam. SIE liegen nicht unmittelbar an der Route, sondern gerne auch einmal etwas abseits, wo man seine Ruhe hat und nicht JEDER eine Pause einlegt. So ist es auch jetzt, denn in Lengstein biegen wir links ab und fahren auf einer komplett abgelegenen Strecke zum Zunerhof.

Und schon haben wir es wieder! Traumhafte Aussicht, die Ruhe und eine gemütliche Gaststätte mit ursprünglichem Charme und obendrauf noch exzellente Verpflegung. Also – Pause ist angesagt und die Seele baumeln lassen.

Irgendwann rollen wir dann auf unserem kleinen „Abstecher“ wieder zurück auf unsere Strecke in Richtung Lengmoos und Ritten, wo die Bozener bei sommerlicher Hitze ihre Sommerfrische verbringen.

Die Landeshauptstadt Bozen sehen wir schon von unserer Höhe aus mit dem Blick in Richtung Süden und das Etschtal.

Gleich haben wir unsere Einführungsrunde in die Saison 2026 erledigt. Hinein nach Bozen und dann lassen wir unseren Tag im „Batzenbräu“ ausklingen. Wer sich bislang noch nicht verpflegt hat, der kann es hier bei guter regionaler Küche, bis hin zu Spareribs, Batzenburger oder Künstlerpfanne tun. Dem Motto des „Batzenbräu“ hinsichtlich der Bekämpfung von Durst kann ich nichts mehr hinzufügen. Es treibt mir immer ein Schmunzeln ins Gesicht.

Viel Spaß beim Nachfahren und immer daran denken: Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung!

Abseits der Massen

04 Samstag Dez 2021

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Schlagwörter

Furkelpass, MMM Ripa, Villnöss, Würzjoch

Heute stelle ich euch mal wieder eine schöne Alternative zum üblichen Allerlei vor. Nein – es wird nicht für Jede/n etwas sein und das soll es auch nicht. Wer aber Landschaft liebt und mit Abgeschiedenheit außerhalb des großen Trubels klar kommt, der kommt hier und heute voll auf seine Kosten.

Los geht es mit einem letzten Blick in das sonnige Pustertal in Meransen von unserer Basisstation der Pension Sonnenhof bei Christian und Ulrike Unterkircher.

Kurvig rollen wir uns ein hinunter nach Mühlbach und in der Ortslage biegen wir direkt ab in Richtung Rodeneck / Nauders und damit jetzt schon weg vom üblichen Verkehr.

Unser Weg führt uns zu unserem ersten Fotopunkt am Parkplatz von der Platzer Alm und er erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Die Streckenführung ist wunderschön und reizt dazu es zügig schwingen zu lassen. Aber Obacht – denn auch der Wanderbus nutzt diese Strecke hin zum Parkplatz und unser Weg ist schmal. Sehr schmal.

Dafür entschädigt uns der kurze Zwischenstopp mit einem schönen Ausblick und wer fußläufig ein paar Minuten in Angriff nimmt kann die Landschaft auf dem Hochplateau in vollen Zügen genießen.

Jetzt geht es abwärts – Beschilderung in Richtung Lüsen. Wir biegen aber vorher ab in Richtung Brixen ohne ins Zentrum der Bischofsstadt einzubiegen.

Wir wollen auf die SP 29 – das Würzjoch. Das Würzjoch verbindet das Lüsnertal mit dem Untermojtal und wir sind damit schon im ladinischen Sprachraum. Wer also in einer Hütte oder Gastwirtschaft die Worte „Ju de Börz“ aufschnappt, der weiß hiermit, dass vom Würzjoch die Rede ist.

Wir bauen aber heute noch einen kleinen Schlenker in die Runde ein, den ihr unbedingt mitnehmen solltet. Es gibt in Südtirol gewisse Stellen die man als Fotopause nutzen muss. Natürlich die Dreizinnen. Sicherlich auch die Cinque Torri und wer es denn unbedingt tun muss – die Grauner Kirche am Rechenpass. Aus meiner Sicht gehört das Ranuikirchlein „St. Johann“ mit den Geislerspitzen im Hintergrund einfach dazu.

Patron der Kirche ist der Hl. Johannes von Nepomuk und sie wurde 1744 erbaut. Der Blick ist derart, dass man davorsteht und sagt: Einfach schön.

Wir sind hier übrigens im Villnösstal, der Heimat von Reinhold Messner. Uns gefällt dieses abgelegene Tal sehr, weil es naturverbunden geblieben ist und sich dem Besucher eigentlich erst zu Fuß erschließt. Seilbahnen sucht man vergeblich und so hält sich der Touristenandrang mehr als in Grenzen. Ein wunderbares Tal mit herrlichen Ausblicken.

Jetzt aber wieder zurück auf unsere SP 29 und die Landschaft im Naturpark Puez Geisler genießen bis Antermoia und dann über den Furkelpass durch Enneberg nach Olang. Jetzt haben wir den Naturpark Fanes-Senes-Prags zu unserer Rechten.

Wer wie wir einen Hang zu den Räucherspezialitäten Südtirols hat, der macht kurz in der Metzgerei Mair in Olang Rast und deckt sich mit Kamin-, Hirsch- und Gamswurzen ein. Legt vielleicht noch ein Stück Hirschschinken oder Bresaola dazu und jetzt höre ich auf, da ich gerade massiv Kinnwasser bekomme.

Die Abgeschiedenheit haben wir jetzt hinter uns, denn wir sind auf der Pustertaler Straße, die das Tal von Brixen bis nach Lienz in Osttirol verbindet. Wir wollen nach Bruneck in das Messner Mountain Museum (MMM) Ripa. Nein – Ripa ist jetzt nicht ladinisch. Der Begriff ist tibetisch und steht für Bergbewohner (Ri = Berg und Pa = Mensch).

Das MMM befindet sich im Schloß Bruneck, das einstmals der Sommersitz der Bischöfe war. Reinhold Messner hat die Ausstellung den Bergvölkern aus aller Welt gewidmet und es ist mehr als beeindruckend. Man sollte es gesehen haben.

Wir haben Zeit gelassen im Museum und vielleicht auch noch einen Cappuccino in der schönen Altstadt genossen? Dann gehen wir auf die SS 49 die Pustertaler Straße und nehmen den direkten Weg zurück nach Meransen. Die anderen, deren Zeitfenster noch etwas hergibt, gehen auf die SP 89 und fahren über Pfalzen und Terenten hinunter nach Vintl und dann in die Pension Sonnenhof.

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