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Man kann es nicht anders formulieren: Mein schönes Bundesland Rheinland-Pfalz ist ein Mekka für Motorradfahrer!

Da haben wir die Eifel mit ihren wunderbaren Motorradstrecken, die Moselregion mit dem angrenzenden Hunsrück. Den Pfälzer Wald und den Westerwald und das Mittelrheintal mit all den schönen kleinen Seitentälern, die uns mit unseren Maschinen magisch anziehen.

Und die Anziehungskraft ist nicht nur für die ortsansässigen Motorradfahrer*innen groß, sondern auch überregionale Kennzeichen sieht man über das Straßennetz von Rheinland-Pfalz cruisen.

Manchmal aber auch nicht nur cruisen und dabei auch alles andere als achtsam. Und dann läuft man Gefahr in einer Statistik aufzutauchen, deren Bestandteil man gar nicht sein möchte.

Am 16. Februar hatte der Innenminister von Rheinland-Pfalz Roger Lewentz die Unfallstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht.

Quelle Polizei Rheinland-Pfalz

https://www.polizei.rlp.de/de/service/statistiken/verkehrsstatistik/

Eigentlich gar nicht so schlecht was man da bei uns lesen kann. Die Gesamtzahlen der Unfälle mit Motorrädern, die Verunglückten und auch die Anzahl der getöteten Motorradfahrer*innen geht zurück.

Gut so und sicherlich auch unser aller Verdienst, denn es zeigt, dass das Gros von uns vorausschauend und sicher fährt.

Das komplette Signal zum Schulterklopfen kann man aber dennoch nicht geben. Warum nicht? Weil wir bei etwa 60 % der Unfälle als Hauptverursacher geführt werden. Ca. 47 % dieser Schnittmenge weisen auch aus, dass die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine Hauptrolle gespielt hat.

Warum kommt jetzt von mir dieser erhobene Zeigefinger? Nein – ich mache nicht auf Schulmeister, denn ich bin auch nicht überall regelkonform unterwegs. Ich gebe lediglich zu bedenken und vielleicht greift der ein oder die andere im Verlauf der aktuellen Saison die Bedenken auf.

Im Nachbarland Österreich hat es die Region Tirol schon vorgemacht und die Bundespartei der „Grünen“ hat diesen Vorstoß bereits aufgenommen. Okay – dabei ging es um unsere Lautstärke und die störenden Geräuschemissionen. Aber WIR sollten daran denken, dass beides gerne genommen wird!

Alle Motorradfahrer rasen und alle Motorräder sind zu laut!

WIR haben es ALLE selbst in der Hand. Meistens in der Rechten. Wenn die bei Ortsdurchfahrten nach vorne gedreht wird und die Häuser am Straßenrand nicht an einem vorbeifliegen, dann ist schon viel geholfen. Und wenn die Rechte nach dem Ortsende ein wenig kontrollierter wieder auf Zug geht, dann stehen bei der nächsten Unfallstatistik wieder grüne Zahlen im Vergleich zum Vorjahr und vielleicht, oder besser hoffentlich, ist unser Anteil an den selbstverschuldeten Unfällen dann auch geringer.

Wie gesagt: Wir haben es alle selbst in der Hand – müssen es aber zuvor in unseren Köpfen verinnerlichen. Ansonsten bleibt uns am Ende nur das Jammern über weitere Streckensperrungen.