Schlagwörter

,

Manchmal ist das so eine Sache mit guten Vorsätzen. Da will man noch so viel machen und dann? Dann frisst die Zeit einem die guten Vorsätze und die Energie und dann? Dann nutzt einem auch nicht mehr der bekannte Energieriegel mit dem Planetennamen, um all das, was man eigentlich machen wollte, zu erledigen.

Wie sagte einst ein weiser Mann: Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.

Ich gebe zu, ich habe mich extrem rar gemacht. Meine Gedanken und meine Pläne waren nur mit unserem baldigen Umzug beschäftigt und das ist auch gut so. Soviel Eigennutz muss einfach sein, damit die Zukunft ein ordentliches Fundament hat. Sowohl in echt als auch metaphorisch betrachtet.

So stand jetzt eine Bauabnahme an und die beste Sozia von Allen und euer Erzähler wollten mit unserer dicken Österreicherin in die neue Heimat nach Südtirol. Ein Blick auf den „alten Conti“ warf die kritische Frage auf: Übersteht der Hin- und Rückfahrt und den ein oder anderen Kilometer in Südtirol ohne zu einem Slick zu mutieren?

Um auf Nr. Sicher zu gehen musste ein neuer Reifensatz her. Ein Blick auf das aktuelle Angebot in Sachen Tourenreifen ließ durchaus unterschiedliche Variationen zu. Ich weiß nicht wer von Euch zurzeit auch auf Reifensuche ist? Wenn ihr fixiert seid auf eine ganz spezielle Reifenpaarung und / oder Reifenhersteller, dann bestellt so schnell ihr könnt. Der Markt ist ziemlich leergefegt und ich konnte (mit viel Glück) den letzten Satz Metzeler Tourance Next 2 ergattern.

Foto Metzeler

Seid einer gefühlten Ewigkeit bin ich keine Metzeler mehr gefahren. Obwohl Pirelli und Metzeler ja aus einer Reifenbäckerei stammen und so oftmals relevante Parameter sich nur in Nuancen unterscheiden.

Also zügig montieren lassen – schnell eine der Lieblingsstrecken rauf und  runter, um das erforderliche Vertrauen zu fassen und dann kann es losgehen.

Das Profil des Tourance Next 2 hat einen gewissen „Wiedererkennungswert“. Dabei soll die negative Profilierung insbesondere bei der „Wasserverdrängung“ helfen. Dies verbunden mit dem hohen Silicaanteil im Reifen.

Die Sache „Wasserverdrängung“ konnten wir in der Anfahrt im Bereich  Arlberg testen. PASST – nicht zu viel versprochen.

Was dieses Reifensegment mittlerweile zulässt hätte vor nicht allzu langer Zeit jedes Sportlerherz höher schlagen lassen. Zu keinem Zeitpunkt ließ der Reifen auch nur den geringsten Zweifel an Grip oder Seitenhaftung aufkommen. Klebt in allen Lebenslagen, lässt dabei aber auch unsere „dicke Sissy“ in engen Kurven in Sachen Handlichkeit rüberkommen als ob wir mit der 890er Adventure unterwegs wären und nicht mit unserer 1290er. Wir nähern uns wirklich in Sachen Fähigkeiten bei dem Metzeler der Quadratur des Kreises.

Metzeler spricht beim Tourance Next 2 von einer um 45 Prozent erhöhten Steifigkeit. Hintergrund dieser Maßnahme war, den Tourance für unterschiedliche Straßenbeläge und Untergründe fahrbar zu machen. Auch das können wir im Lastenheft der Firma als gelungen abhaken. Stilfserjoch und Umbrail, Gampenpaß und Forcella di Brez, sowie Ulten- und Münstertal lassen grüßen.

Steif und stabil, aber trotzdem komfortabel und laufruhig. Die Evolution vom Vorgänger Tourance jetzt zum Next 2 ist bestens gelungen. Ich werde jedenfalls beim nächsten Reifenkauf wieder zugreifen und gar nicht mehr auf die Suche nach Alternativen gehen. Die lange An- und Rückfahrt hat der Reifen auch (nahezu) spurlos mitgemacht und kann sich damit locker in die Rubrik der Tourensportreifen einordnen lassen.

Fazit – der Tourance Next 2 ist für mich der aktuelle Zehnkämpfer im Reifensegment. Kann alles nahezu auf dem Niveau der Spezialisten, ist aber de facto für ALLES was ein Motorradfahrerherz erstrebt universell zu gebrauchen. Aktuell die absolute Empfehlung. Gut gemacht Metzeler. Hausaufgaben gemacht.