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Schlagwort-Archiv: Motorradnavigation

Paradise by the Dashboard Light

30 Freitag Jan 2026

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Schlagwörter

DMD 2, Drive Mode Dashboard, Motorradnavigation

Ich war gefühlt schon immer Fan von Meat Loaf und JA – mir ist bewusst, dass der Liedtext von Meat Loaf definitiv einen „anderen Hintergrund“ hat, als mein aktueller Artikel.

Aber irgendwie kam mir der Titel sofort in den Sinn, als es um das Drive Mode Dashboard (DMD) und seine aktuelle Variante das DMD 2 ging.

NEIN – ich habe mein geliebtes Garmin XT nicht auf den elektronischen Müll geworfen. Aber in gewissen Dingen halte ich es gern mit einem chinesischen Sprichwort:

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.

Also schauen wir uns einmal das DMD 2 an und dann kann jeder für sich entscheiden ob dieses „umfassende Armaturenbrett“ etwas für IHN ist.

DMD 2 funktioniert auf jedem Androidgerät. Es gibt natürlich speziell für die Navigation auf einem Motorrad entwickelte Geräte. Entweder in Form eines Tablets, welches dann natürlich eine größere Darstellung ermöglicht, oder in Form eines Smartphones.

Beide sind dann natürlich in einer „robusteren Ausführung“ als handelsübliche Geräte für den „Hausgebrauch“. WEIL – Fahren mit einem Motorrad erzeugt Vibrationen und bei Regenfahrten sollten die Geräte wasserdicht sein.

Der erste Blick auf die Benutzeroberfläche offenbart: Im Grunde genommen alles so wie bei einer App auf einem normalen Handy.

Wir öffnen also über das Zahnradsymbol die Einstellungen und passen diese zunächst nach eigenem Gusto an. „Grün“ beruhigt die Augen, also ist die Farbeinstellung der Schrift bei mir Grün.

Ihr könnt unterschiedliche Profile einrichten und diese dann euren Fahrzeugen zuordnen. Vielleicht ganz praktisch, wenn man außer einem Straßenmotorrad noch einen „Matschbagger“ bewegt oder ein Quad und dann das Profil individuell auf das Fahrzeug anpasst.

Ursprünglich ist DMD 2 nämlich aus der Offroad-Szene entstanden und insofern orientieren sich viele Optionen an den Erfordernissen dieser Zielgruppe.

Über die Quelle Basiskarten könnte ihr die für euch erforderlichen Karten herunterladen. Diese sind absolut ausreichend und wirklich in einer guten Qualität. Wie üblich besteht auch die Möglichkeit sich interessante Punkte wie Unterkünfte, Motorrad-Werkstätten, Restaurants etc. anzeigen zu lassen.

Das Dashboard offeriert noch die Option mittels eines, ich nenne es jetzt einmal Schnellzugriffs, auf individuell ausgewählte Apps zugreifen zu können.

Immer im Hintergrund behalten – DMD 2 ist kein reines Navigationssystem, sondern eine App, welche auf einem Androidgerät arbeitet. Man kann das Ganze immer derart nutzen wie ein „normales Tablet“ oder Smartphone.

Interessiert mich unterwegs die aktuelle Wetterlage? Dann setze ich in eines der Fenster eine Wetter-App und kann während der Navigation nachschauen wie sich voraus das Wetter entwickelt. Ich finde diese Möglichkeiten ausgesprochen praktisch.

Aber navigieren können wir natürlich auch. Grundeinstellungen bei der Planung sind die Optionen: Road, Road Fun und Off-Road. Bei Off-Road noch die Unterteilung in Einfach, Mittel und Schwer.

Bei der Planung kann man dann auch durchaus wechseln und bis zu einem Punkt die Road oder Road Fun Variante nutzen, um danach dann in einen der Modi Off-Road zu wechseln, respektive anschließend wieder zurück.

Die Farben der auf den Karten angezeigten unbefestigten Wege sagen Dir dann bei der Planung ob die Route eher einfach oder schwieriger vom Straßenbelag ist.

Beispielhaft habe ich auf dem folgenden Screenshot einmal den „Asphalt“ auf der Streckenplanung verlassen und bin auf „Wanderwegen“ weiter zum Drachen von Magrè gefahren. Real tun wir dies an besagter Örtlichkeit natürlich nicht, weil wir ja am guten Ruf der Motorradfahrer arbeiten.

Wenn wir auf einen gewünschten Punkt der Strecke länger drücken, mit dem Finger oder dem Markierungsstift, dann öffnet sich ein Fenster und man kann diesen Punkt abspeichern und auch dauerhaft anzeigen lassen. Ganz nett, wenn man z. B. eine Gaststätte hat, die man auf seinen Touren häufiger zur Einkehr und Pause nutzen möchte. 

Sind wir fertig mit unserer Planung, dann können wir dies als Route oder Track abspeichern. Bei Basecamp habe ich immer die Variante Route favorisiert. Bei DMD 2 rate ich unsere Planung als Track abzuspeichern.

Warum? Der Track ist unveränderbar und in der Praxis bei unserer Tour kommt unser Navi nicht auf die Idee unsere mühsam erarbeitete Tour, auf Grund irgendeines Algorithmus, plötzlich abzuändern.

Kommen wir wegen einer Umleitung, Baustelle oder was auch immer von unserem geplanten Track ab, so ist dieser weiterhin sichtbar und unsere Abweichung wird mittels einer, ich sage mal „Linie“ die Verbindung zum Track hält, dargestellt. Ich sehe also wie ich nun in der Folge fahren muss, um wieder auf meinen geplanten Track zu gelangen.

Apropos – fast vergessen. Beim Abspeichern des Tracks (oder der Route) können wir natürlich auch, wie bei Basecamp, die angezeigte Farbe nach eigenem Gusto abspeichern.

Praktisch ist auch noch der DMD Hub, wenn man häufiger seine geplanten Tracks oder Routen mit anderen Nutzern austauschen möchte. Wenn diese auch im Hub angemeldet sind, dann schaltet man sie einfach frei und sie haben Zugriff auf die jeweilige betreffende Strecke. Gute Sache.

Das soll es jetzt erst einmal gewesen sein in Sachen Einführung DMD 2. Ich werde jetzt nicht mein Garmin XT auf den Elektromüll werfen. ABER – wenn das gute Garmin XT den Weg alles Weltlichen gegangen ist, dann schaue ich bei den Produkten von Thorkracing rein und werde mich dort entsprechend ausstatten. DENN – zugrunde legend, dass man es dann nicht nur mit einem Smartphone oder Tablet zutun hat, sondern auch mit einem robusten Gerät, welches außer den alltäglichen Dingen wie telefonieren, E-Mails etc. auch noch Motorradnavigation selbst im Grenzbereich kann – sind die Preise mehr als gerechtfertigt.

Und da die letzten Änderungen bei Basecamp hin und wieder „Verschlimmbesserungen“ beinhaltete ist DMD 2 für mich eine richtig gute und praxisnahe Alternative. Ich, für meinen Teil, arbeite aktuell bei meiner Tourplanung zweigleisig und schaue mir dann, in der Praxis, auf der Tour an was ich besser finde.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Nur wer sein Ziel kennt findet auch den Weg

01 Montag Nov 2021

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Garmin XT, Motorradnavigation

Spätestens seit meinem Bericht über das LM 390 wisst ihr ja, dass ich ein Fan der Produkte von Garmin bin.

Glaubensbekenntnis ODER „konvertiert“ von der Karte zum Garmin LM 390 | flyinghaggisdotnet

Jetzt hängt, wie ihr wisst, ein neues Garmin XT in meiner Halterung an unserer „Sissy“ und weist mir neuerdings den Weg.

Bevor wir in Sachen der Benutzeroberfläche des XT einsteigen direkt der erste Punkt, der mir ein breites Lächeln in das alte Gesicht getrieben hat. Euer werter Erzähler hat von Jugendzeiten an einen Faible für topographische Wander- oder Landkarten. Natürlich reine Geschmackssache aber ich fühle mich einfach direkt bei der Ansicht wohl und mir fällt die Orientierung leichter. Das Garmin XT hat die Option von der üblichen Vektorkarte in die topografische Variante umzusteigen. Ich finde das klasse – das ist mein favorisiertes Kartenbild!

Das Garmin XT verfügt über ein helles, gut ablesbares 5,5 Zoll Display, bei 1280 x 720 Pixel. Das Gerät ist nach dem Military grade 810 G drop test standard (MIL-STD-810G), einer US-amerikanischen technischen Militärnorm getestet und zertifiziert. Ich bin jetzt nicht der Riesenfan der US-Army, aber wenn ein technisches Gerät dieser Norm entspricht, dann kann man davon ausgehen, dass es durchaus als robust durchgeht. Die von Garmin verbesserte Software des XT machen es möglich, dass die Prozessorleistung des Dual Core mit 1,3 GHz gesteigert wurde. Zügig erfolgen jetzt die Berechnungen und auch Neuberechnungen bei Verlassen einer Route. Kein Vergleich mehr mit meinem alten 390er, das immer einige Gedenksekunden benötigt hatte.

Der Menüpunkt der POIs, der interessanten Punkte, ist um einige für Reisende oder speziell Motorradreisende, sinnvolle Punkte ergänzt. Haben wir noch keine Zwischenstation gebucht oder sind unterwegs aufgehalten worden? Kein Problem – über die POIs haben wir Zugriff auf TripAdvisor und finden eine passende Übernachtungsörtlichkeit. Die Motorrad-POIs weisen uns den Weg zu naheliegenden Händlern etc. Aus meiner Sicht gut gemacht und sinnvolle Ergänzung, wenn man im „Niemandsland“ unterwegs ist und keinerlei Ortskenntnis besitzt.

Apropos POIs. Die Nutzer alter Garmin Zumos kennen noch das Problem, dass man bei den „ersten Gehversuchen“ in Sachen Routenplanung und Zielorteingabe hatte. Da will man einfach nur zentral in einen Ort einfahren und das Zumo verlangte eine „Straßenangabe mit Haus-Nr.“. Bei den älteren Zumos ging man dann den Umweg über die POIs und arbeitete sich abwärts bis zum Untermenü „Städte“. Dann war der Drops gelutscht und man fuhr einfach in die Ortslage als Ziel oder Zwischenziel. Bei unserem aktuellen XT ist das Ganze benutzerfreundlicher. Nach Eingabe der Ortschaft erscheint die Meldung: Weiter ohne Straße/Hausnummer. Das war es dann schon und wir haben die Eingabe erledigt.


Bei den älteren Garmin-Navigationsgeräten gab es die Option der „kurvenreichen Strecke“. Dies konnte durchaus einmal zu skurrilen Routen führen und man fand sich plötzlich in einem Wohngebiet wieder, weil die Strecke eben kurvenreicher war als die parallel verlaufende Landesstraße. Meistens funktionierte diese Variante aber durchaus zufriedenstellend.

Beim neuen XT nennt sich das Abenteuer- oder Adventurous Routing. Wir finden diese Option unter den POIs, also den interessanten Punkten und haben da ein kleines Symbol, welches an Berge und eine kurvige Strecke erinnert.

Aktivieren und dann mittels des Schiebereglers die Route je nach Wunsch, also dem kurvigen Charakter der Strecke, nachjustieren. Versucht die Variante einfach zunächst auf einer euch bekannten Route zwischen zwei Punkten und testet die Variante aus. Steht der Regler auf Maximum werdet ihr überrascht sein welche Straßen das Garmin findet und für eine kurzweilige Route sorgt. Gute Sache und sinnvolle Weiterentwicklung der früheren Variante „kurvenreiche Strecke“.

Eine schöne Ergänzung ist auch die Option BirdsEye. Hier kann man auf die entsprechenden Satellitenbilder des aktuellen Standortes umschalten.

Wer jetzt überhaupt keine Lust hat sich mit seiner Umgebung, z. B. auf einer Urlaubstour in fremden Gefilden, auseinanderzusetzen und einfach auf`s Geratewohl losfahren möchte, für den hat das XT auch eine Option. Die Rundtour.

Im Hauptmenü gehen wir bei den Apps auf das Untermenü Rundtour und wählen einen Startort. Dann gehen wir auf „OK“ und suchen uns, die von uns gewünschten, Tour-Attribute aus. Soll heißen – Was ist uns bei unserer Rundtour wichtig? Die Distanz – die Dauer – oder das Ziel? Wenn wir die Distanz oder die Dauer ausgesucht haben gehen wir auf „Fertig“. Bei Auswahl des Ziels auf „OK“. Jetzt noch die Richtung in die es gehen soll auswählen, dann erneut auf „Weiter“ und im Anschluss auf „Berechnen“.

Mit dem Schieberegler von dem o. a. Adventurous Routing können wir jetzt unsere Rundtour noch kurviger oder hügeliger gestalten und mit der Option „Los“ können wir uns in der Praxis anschauen was jetzt unser XT für eine schöne Route generiert hat.

Da mir die Routenplanung mit BaseCamp annähernd so viel Spaß macht wie die eigentliche Tour ist dieser Rundtourmodus für mich eine witzige Sache, aber wahrscheinlich werde ich ihn persönlich eher selten nutzen.

Ach ja – wir haben unser Garmin XT noch gar nicht mit unserer Sprechanlage am Helm verbunden. Also – die Sprechanlage am Helm entsprechend der Betriebsanleitung aktivieren. Beim Garmin XT über die Einstellungen in die Option der drahtlosen Netzwerke gehen und bei Bedarf das Kontrollkästchen „Bluetooth“ aktivieren. Nun „nach Geräten suchen“ anklicken und danach dann beide Geräte miteinander koppeln. Fertig ist die Laube und wir hören die Dame von Garmin auch im Helm.

So das war es jetzt zunächst einmal mit den Grundzügen in Sachen Garmin XT. Wer noch Fragen hat – gerne melden. Wer noch aus seiner Sicht wichtige Ergänzungen hat – einfach bei den Kommentaren hinterlegen. Für mich ist das Garmin XT zurzeit DAS MOTORRADnavigationssystem.

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