Ich habe es bereits erwähnt. Die Sozialisierung als Motorradfahrer erfolgte bei mir in den 80ern.

Einige „alte Windgesichter“ werden jetzt sagen: „Was will denn der Jungspund? Da hat er doch den großen Umschwung in der Szene gar nicht mitbekommen.“

Honda CB 750 usw. lassen grüßen! Aber so viel anders war es denn Anno 80 + auch noch nicht. Japaner vorherrschend. Der Markt strotzte nur so vor 4-Zylindern aus Nippon und Europas Hersteller hechelten mehr schlecht als recht hinterdrein und versuchten irgendwo und irgendwie Anschluss zu halten. Nischenmodelle und Nischenlösungen waren angesagt. Und da gaben die Europäer so einiges her, denn die japanischen Motoren hatten zwar Leistung, aber die Fahrwerke würden heutzutage nicht einmal ihr Dasein in einem Mountainbike fristen.

„Rührwerke“ der schlimmsten Sorte kamen da oftmals daher und so wurde der „Zubehörmarkt“ immer größer und die kleinen Edelschmieden schossen wie Pilze aus dem Boden. Wer hatte schon große Lust bei dem kleinsten Bitumenstreifen in haltloses Schlingern zu geraten. Bimota, Egli, Moko, Rickman, Martin, Eckert, Fischer, Rau usw. alles bot sich an, um größtenteils die Japaner fahrbarer zu machen und ihren Fahrern das Erlebnis Motorrad zu erleichtern.

Was ist noch übrig? Ja von Bimota spricht man noch, zumindest hin und wieder. An Japaner gehen sie schon lange nicht mehr dran. Zwischenzeitlich versuchen sie die ohnehin schon mit dem Attribut des „etwas Besonderen“ versehenen Produkte von Ducati noch besonderer zu machen. Der Rest? In der Versenkung verschwunden.

Was sagt uns das?

Leute, etwas „richtig Schlechtes“ ist gar nicht mehr auf dem Markt! Da findet JEDER/JEDE in welchem Segment auch immer ein Modell, das passt, funktioniert UND auch noch gut aussieht!

Und jetzt mal ernsthaft. Wer benötigt bei Leistungen von weit über 100 PS noch eine Leistungsspritze? Die Fahrwerke sind nahe an der Perfektion und werden höchstens noch von Profirennfahrern an ihre Grenzen gebracht. Und selbst die Verlierer der aktuellen Reifenvergleichstests hätten vor einigen Jahren mit weitem Abstand die Tests gewonnen.

Ja, schlechte Zeiten für Tuner und Auspuffbauer, wenn ihre Produkte eher den Alltagsbetrieb verschlechtern, als zur Besserung beizutragen, weil sie das ganze Motormanagement auf den Kopf stellen und die Abstimmung einfach nicht mehr passen will.

ALSO, warum dann noch eine Sparte Technik und Zubehör?

Ich mache es einfach, weil man das ein oder andere an Kleinigkeiten noch findet, das uns den Motorradalltag oder die Motorradtour vereinfacht und erleichtert. Und wer von EUCH ebenfalls auf etwas in der Art gestoßen ist einfach rein damit und mitgeteilt.

 

 

 

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