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Schlagwort-Archiv: Zehntscheune

Skywalk(er)

03 Samstag Jul 2021

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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Schlagwörter

Hunolsteiner Hof, Nahe, Skywalk, Zehntscheune

Wir haben jetzt längere Zeit den Hunsrück nicht mehr unsicher gemacht und werden dies nun nachholen. Was macht man in der heutigen Zeit, wenn man sich nicht so ganz sicher ist wo denn die Reise hingehen soll? Richtig – man recherchiert digital in den unendlichen Weiten des Internets und macht sich alsdann analog auf zwei Rädern auf den Weg. Als Starwars-Fan der ersten Stunde sprang mir das Zwischenziel natürlich sofort ins Auge. Nahe-Skywalk – hat doch was von Luke Skywalker – also los.

Raus geht es aus Trier auf unseren üblichen Verdächtigen, die wir auf unseren Touren in Richtung Hunsrück schon häufig genutzt haben.

Von Korlingen (K58 / K 12) über Waldrach (L 149) und Lorscheid (L 149) geht es hinter Beschied hinab ins Dhrontal und dann über die K 128 nach Papiermühle. Diesmal geht es nicht in Richtung Mosel, sondern in die Berg- und Talbahn Hunsrück. Natürlich nicht auf den Hauptverbindungswegen, sondern auf unseren kurvigen Landstraßen der 2. und 3. Wahl. Hier haben wir unsere Ruhe und können Streckenführung und Landschaft ausgiebig genießen.


Also ab auf die K 81 und über Gräfendhron und Merschbach, an Haag vorbei nach Merscheid. Hier in der Ortslage links ab und über Elzerath nach Gonzerath.


Wir wollen ja auf unseren einsamen Strecken bleiben – also hinein nach Longkamp und in der Ortslage dann nach rechts auf die K 103 in Richtung Götzeroth und Kleinich abbiegen.

Wir huschen über die Kreuzung der Hunsrückhöhenstraße (B 327) und orientieren uns nach Rhaunen, unserem häufigen Dreh- und Angelpunkt bei Hunsrücktouren.

Für unsere weitere Routenführung bietet sich das Hahnenbachtal (L 182) an und beim namensgebenden Ort Hahnenbach biegen wir links ab auf die K 3. Über Hennweiler, Oberhausen und Karlshof geht es zum Schloß Dhaun.

Auf einer Anhöhe ca. 400 Meter Höhe ü. N. N. über dem Kellenbachtal liegt das Schloß Dhaun. Auf Grund seiner Lage gilt sie auch als Spornburg und war seinerzeit die Hauptburg der Wild- und Rheingrafen. Zeitlich ordnet man sie etwa mit dem Bau der Kyrburg bei Kirn ein. Schön gelegen mit dem wundervollen Blick ist sie allemal eine Fotopause wert.
Nur wenige Kilometer weiter ist unser nächster Anlaufpunkt – der Nahe-Skywalk.

Was soll ich euch sagen Leute? Wahrscheinlich hat der hochtrabende Name der Metallkonstruktion die Phantasie eures werten Erzählers etwas zu sehr angeregt.

Irgendwie machte sich leichte Enttäuschung breit. Etwa 7,5 m ragt der metallene Steg über die Bruchkante des Felsens und gibt den Blick auf das Nahetal frei. Möglicherweise bin ich aber zwischenzeitlich auf Grund der Vielzahl an schönen Aussichtspunkten derart verwöhnt, dass ich diesen Blick nicht entsprechend würdigen kann.

Wir schauen auf die vielbefahrene B 41 und sehen zu unserer Rechten einen Steinbruch. 228.000 Euronen hat die Konstruktion gekostet. Größtenteils getragen aus einem Fördertopf der EU, der Rest anteilmäßig übernommen von der Verbands- und Ortsgemeinde. Der Skywalk scheint mittlerweile ein Anziehungspunkt für Touristen in der Region zu sein. Also hat man wohl alles oder zumindest Vieles richtiggemacht. Mich lässt er leicht enttäuscht und desillusioniert zurück.

Das ist aber jetzt kein Zustand der lange anhält, schließlich gibt es in räumlicher Nähe Anlaufstationen, die einen derartigen kleinen Fauxpas schnell vergessen lassen.

Talabwärts kurz auf die B 41 orientieren wir uns im Kreisverkehr direkt auf die L 183 und fahren im nahen Kirn sofort wieder auf die L 182, unsere zuvor bereits genutzte Strecke durch das Hahnenbachtal. Vor Hahnenbach geht es links über eine kleine Brücke in Richtung Griebelschied und Niederhosenbach nach Herrstein.

Die Pause in der „Zehntscheune“ lässt bei einer leckeren Räucherforelle und Kassler mit Kartoffelklößen die fragwürdige Aussicht schnell vergessen. Der hausgemachte Meerrettich ist ebenfalls ein Genuss. Sobald ich etwas Ordentliches auf die Gabel bekomme ist die Welt in Ordnung.

Irgendwann ist dann auch Heimweg angesagt und den versehen wir wieder mit dem ein oder anderen kurvigen Schlenker. Also kurz auf die L 160 in grobe Richtung Morbach, um dann über Asbach und Hellertshausen den ersten der besagten Schlenker in unsere Route einzubauen.

Auf dem Weg nach Hinzerath biegen wir links auf die L 159 ab, um alsbald wieder auf unserer altbekannten L 160 in Richtung Morbach zu landen. Über die Hunsrückhöhenstraße huschen wir kurz drüber und fahren über Weiperath nach Hunolstein.

Hier können wir bei der Burg Hunolstein noch einen kleinen Fotostopp machen. Die Burg war Stammsitz der Vögte, Freiherrn und Grafen von Hunolstein und blickt auf eine ca. 800 Jahre alte Geschichte zurück. Einen schönen Blick vom Wehrturm hat man auf alle Fälle.

Wer in der Zehntscheune in Herrstein keine Pause eingelegt hat, der kann das jetzt im Hunolsteiner Bauerncafe tun. Hier sitzt man nicht nur gemütlich, sowohl drin als auch draußen, auch die Küche ist wirklich lecker und immer eine Pause wert.

Von Hunolstein geht es dann kurz auf die Hunsrückhöhenstraße (B 327) was aber verschmerzbar ist, da sie in diesem Abschnitt durchaus schöne flüssige Kurven aufweist.

Jetzt ist wieder Zeit für einen unserer Schlenker. Also rollen wir flugs über Berglicht und nehmen noch die Kurven der Kreisstraßen nach Büdlich mit, bevor wir unsere oftmals genutzte Heimroute nach Trier nutzen.

Also wie auf dem Hinweg über Bescheid, Lorscheid und Herl auf unsere übliche Route über Waldrach und Korlingen zurück nach Trier. Was sagt uns jetzt unsere heutige Route? Nicht jeder Skywalk führt in den Himmel und manchmal nicht einmal zu einer besonderen Aussicht. Die haben wir stattdessen oftmals an altbekannten Orten ohne ihnen hochtrabende Namen zu geben.

Viel Spaß beim Nachfahren.

Hunsrück ODER auf Tour mit Herrn Bückler

06 Samstag Jun 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

≈ 5 Kommentare

Schlagwörter

Hunsrück, Schinderhannes, Zehntscheune

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Es gibt Touren, da freue ich mich bereits am morgendlichen Start auf meine Pausenstation. Heute ist so ein Tag bei unserer „Anderstour“ durch den Hunsrück.
Der Hunsrück hat ETWAS für uns Motorradfahrer und im Grunde genommen mag ich „IHN“ noch mehr als die Eifel. Nicht, dass die Eifel landschaftlich nicht mithalten könnte, aber der Hunsrück ist weniger „überlaufen“. Und damit meine ich nicht nur die zwischenzeitlich normalen Touristenströme, sondern auch „UNS“ auf unseren Maschinen. Der oder die ein oder andere hat die Eifel zwischenzeitlich zu einem Unfallschwerpunkt für Motorräder gemacht. Das führt zwangsläufig zu entsprechenden Maßnahmen der „Rennleitung“. Die Chance auf einen „ungeplanten Halt“ auf der Tour ist damit an den Wochenenden, Feier- oder Brückentagen ungleich höher als im Hunsrück. Hier im Hunsrück haben „WIR“ noch unsere Ruhe.

Etwa 200 km umfasst unsere heutige „Anderstour“ und wir sind im Modus „Landschaftgeniessen“ etwa -4- Stunden reine Fahrzeit unterwegs.

Wir rollen aus Trier ostwärts hinaus über die bereits aus anderen Touren bekannte Route über die Höhenstadtteile Irsch und Filsch nach Korlingen. Von dort zunächst die Wegstrecke in Richtung Thomm, also am Kreisverkehr Waldrach die erste Abfahrt nehmen. Nachdem wir den Waldracher Berg erklommen haben fahren wir diesmal nicht den Thommer Berg abwärts, sondern begeben uns einige hundert Meter auf die B 52, um diese dann unmittelbar an der nächsten Kreuzung nach links (in Richtung Herl, Lorscheid, Bescheid) zu verlassen. Zwischen Lorscheid und Bescheid (L 148) genießen wir bereits bei guter Wetterlage die herrliche Aussicht über die Höhen des Hochwalds und Hunsrücks. Die nächste „größere Kreuzung“ (L 150 Büdlicherbrück) überqueren wir kerzengerade und fahren in das Dhrontal ein. Obacht an der o. a. Kreuzung, weil der ein oder andere auf der vorfahrtsberechtigten L 150 die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhält. Also „gut“ nach links und rechts absichern und dann zügig weiter geradeaus ins Dhrontal.

Die unter Euch, die bereits die „Moseltour“ unternommen haben, kennen den aktuellen Streckenverlauf noch. Wir folgen der L 148 durchs Dhrontal und dann bergan, um in einer 90 0 Linkskurve nach rechts in Richtung Papiermühle (K 150) abzubiegen. Ortseingang Papiermühle über eine kleine Brücke und dann nach rechts auf die L 155, der wir ein kurzes Wegstück folgen. Jetzt geht es wieder links ab auf die K 81 in Richtung (Horath), dann rechts orientieren nach Gräfendhron und auf schmaler Streckenführung über Merschbach zur nächsten Kreuzung an der wir wiederum rechts abbiegen auf die K 80 nach Merscheid. Alsbald rollen wir dann über Elzerath nach Gonzerath (K 95, L 152, B 269).

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Die Ortsendsilben –rath haben wir andernorts bei der „Anderstour Drei auf einen Streich“ bereits erklärt und so lassen wir an dieser Stelle den „Klugscheißermodus“ aus.

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Wir folgen zunächst weiter dem Straßenverlauf der B 269 und orientieren uns dann an der Wegweisung nach Kommen (K 105). Über Wederath (K 106) geht es dann in der Folge nach Ilsbach, Götzerath und Kleinich. Im Anschluss an die Ortslage Thalkleinich fahren wir kurz nach links auf die B 327 auf , um im unmittelbaren Anschluss an der Kreuzung „Hirschfeld“ nach rechts auf die L 190 in Richtung Rhaunen zu fahren.

In Rhaunen orientieren wir uns einfach nach der Beschilderung Kirn und fahren auf der L 182 in Richtung Bundenbach. Ortsausgang Bundenbach rollen wir talabwärts in Richtung „Hahnenbachtal“ ein. Zu unserer Linken sehen wir jetzt eine wunderschöne Burgruine die Schmidtburg.

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Teilweise ist diese Höhenburg sogar keltischen Ursprungs. Ein wunderschönes Fotomotiv, welches sich auch realisieren lässt, da sich am Straßenrand die ein oder andere Haltemöglichkeit ergibt und das meist geringe Fahrzeugaufkommen dies auch zulässt. Die Schmidtburg diente auch zu seiner Zeit einem berühmten „Hunsrücker“ als Versteck vor den Gendarmen. Johannes Bückler, besser bekannt als „Schinderhannes“ und unter diesem Namen im Hunsrück omnipräsent, hatte die Gegend um den Hahnenbach und Kirn für eine gewisse Zeit als „Betätigungsfeld“ auserkoren. Der Begriff „Schinderhannes“ resultierte dabei weniger aus der Tatsache seines unangenehmen Umgangs mit seinen Opfern, sondern von seiner ursprünglichen Berufsausübung. Herr Bückler war „Abdecker“ von Beruf und mancherorts nannte man diese Abdecker ebenfalls Schinder.

Wir könnten jetzt dem kurvigen Straßenverlauf bis nach Kirn folgen. Dies tun wir aber nicht, weil wir andere Ziele verfolgen. Gegen Ende der Ortslage Hahnenbach biegen wir rechts ab (K 2) und fahren über Griebelscheid (K 27 → K 26 → K 28), Niederhosenbach nach Herrstein (Schloßstraße 13).

Jetzt haben wir unsere wohlverdiente Pausenstation erreicht, die „Zehntscheune“ mitten im Ort Herrstein. Als Zehntscheune oder Zehntscheuer wurden im Mittelalter Lagerhäuser bezeichnet in denen der „Zehnt“ aufbewahrt wurde. Das war die Naturalsteuer die der Bürger seinem Lehnsherrn als Tribut zu entrichten hatte, weil man auf dessen Land schuften durfte. Zehn Prozent (der Zehnt) vom Ertrag war zu damaliger Zeit für die Betroffenen oftmals ein Grund zum Stöhnen, brachte doch der knappe Feldertrag einige Familien nur schwer über die harten Winter. Heutzutage würde es dem Steuerzahler ein zufriedenes Grinsen auf das Gesicht zaubern, wenn Vater Staat lediglich 10 % Steuern einbehalten würde. Von kargem Ertrag jedweder Art kann man in der „Zehntscheune“ im idyllischen Herrstein nicht sprechen. Also rein in die gute Stube oder raus auf Terrasse und die regionale Speisekarte studiert.

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Mein Favorit, zwei gefüllte Kartoffelklöße mit einer Käsespecksoße, stellen mich jedes Mal aufs Neue vor schier unlösbare Probleme. Entweder ich lasse von dem guten Menü etwas Rest, was mir im Innersten Schmerzen verursacht oder ich leere meinen Teller und bin vom Sättigungsgrad kurz vor der Bewusstlosigkeit. Um die Reaktionszeiten bei der späteren Weiterfahrt nicht allzu sehr einzutrüben wird deshalb immer häufiger die „Seniorenvariante“ gewählt und lediglich ein Kloß einverleibt.

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KÄMPFE – Haggis – KÄMPFE!

Auch die Kuchentheke ist reichhaltig gefüllt und stellt einen bei der Auswahl lediglich vor die alles entscheidende Frage: Ein Stück oder doch lieber zwei?

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Unser „Hunsrücker Freund Schinderhannes“ hatte in Herrstein ebenfalls ein kurzes Gastspiel gegeben. Am 10. Juli 1798 hatte man den Herrn Bückler nach einer Festnahme im Gefängnis zu Herrstein eingekerkert. Hier startete er einen Fluchtversuch mittels eines aus Stroh geflochtenen Seils, wurde aber dabei entdeckt und in das sicherere Gefängnis nach Oberstein überstellt. Danach wurde er in das „zuständige Gericht“ in Saarbrücken verbracht, wo ihm am 17. Juli 1798, direkt an seinem Ankunftstag, dann endgültig die Flucht gelang.

Soweit „wir“ unsere Zeche in der Zehntscheune bezahlen, brauchen wir uns über ähnliche Strafverfolgungsmaßnahmen der Behörden keine weiteren Gedanken zu machen und setzen unsere Hunsrücktour fort.

Wir verlassen also Herrstein und folgen dem Straßenverlauf der L 160 zunächst in die „grobe Richtung Kempfeld“, um aber vorher rechts auf die L 179 nach Asbach abzubiegen. In der Ortslage Asbach fahren wir links auf die K 55 und im Anschluss an der Kreuzung wiederum links auf die L 162 nach Schauren. Wir bleiben jetzt eine Weile auf der L 162 bis nach Allenbach.

In Allenbach wechseln wir kurz auf die von uns wenig geliebten Bundesstraßen und fahren ein kurzes Stück auf der „Hauptverkehrsstraße“ B 422, die trotz Widmung als „B“ nur wenig Verkehr aufweist, bis zur nächsten Kreuzung. Dort geht es für uns geradeaus auf die L 164 und wir orientieren uns in Richtung Deuselbach (K 117). Über die K 117 und K 116 erreichen wir zunächst Rorodt und dann die Kreuzung zur B 327, der wir nach links abbiegend zunächst folgen.

Falls es jemand übers Herz gebracht hat in der „Zehntscheune“ nichts zu sich zu nehmen und nun einen Hungerast hat, der kann an der besagten Kreuzung auch nach rechts abbiegen und muss jetzt etwa -6- km investieren. Nach ca. 3 km kommt er an eine Einmündung (Oderter Haus) an der es links abbiegend (K 99) nach Hunolstein geht. Hier fahren wir etwa weitere 3 km und folgen dann der Beschilderung nach links zum „Hunolsteiner Hof“. Da ein Stück Kuchen „immer“ geht und noch eine Lücke im Magen-Darmtrakt findet, können wir hier noch eine kleine Pause machen. Bei der Anderstour „Drei auf einen Streich“ hatten wir hier bereits Rast eingelegt und die „Kuchengrößen“ sowie deren Qualität ausgiebig gewürdigt. Aber auch wer schon „wieder herzhaft mag“ wird hier im Hunolsteiner Hof fündig.

Aber wir waren ja eigentlich an der Kreuzung B 327. Sie hat auch den Beinamen „Hunsrückhöhenstraße“ und an der ein oder anderen Stelle macht sie diesem Namen auch alle Ehre. Für uns als Motorradfahrer hat sie eher weniger Charme und deshalb verlassen wir die B 327 hinter Immert bereits wieder. Es geht rechts ab auf die L 155 nach Berglicht.

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Kurz hinein in den Ort und über die K 77 und K 76 nach Heidenburg. In Heidenburg dann links ab auf die K 138 nach Büdlich und Büdlicherbrück.

Hier sind wir wieder auf unserer „bekannten Kreuzung“, welche wir heute Morgen bereits passiert hatten und fahren rechts auf die L 150 in Richtung BAB und Trier.

Wie fast immer gegen Ende einer Tour haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zum Zielort orientiert an unserer noch verfügbaren Zeit oder unserem eigenen „körperlichen Zustand“. Sind noch alle Sinne hellwach oder rollen wir gemütlich den direkten Weg zum Ziel?

Der D-Zug fährt über Fell → Fastrau → Longuich → Kenn nach Trier. Wer in Fell bemerkt, dass er noch einige Kurven gebrauchen könnte und dafür auch noch die körperlichen und geistigen Ressourcen hat, der biegt in Ortslage Fell über eine kleine Brücke links ab in Richtung Thomm, respektive folgt der Beschilderung Besucherbergwerk. Die „Moseltourer , respektive die „Drei auf einen Streich“ kennen die alte Bergrennstrecke bereits „bergauf und bergab“. Jetzt fahren wir sie wieder in „Rennrichtung“. Aufgepasst in der ersten Spitzkehre rechts. Sie ist „Stilfserjochverdächtig“ und kann vom „Radius“ bei Gegenverkehr schnell knapp werden, weil sie innen „leicht überhöht ist“. Bei Thomm angekommen wieder talabwärts nach Waldrach und von dort einfach der Beschilderung nach Trier folgen. Also analog unserer Anfahrt der Tour.

Wir sind jetzt wieder an unserem Tagesziel angekommen und haben unsere heutige Tour beendet. Aber wie ist jetzt eigentlich die Geschichte mit unserem Schinderhannes zu Ende gegangen?

Natürlich dramatisch und nicht mit einem Happy End für unseren Protagonisten. Am 21. November 1803 wurde Johannes Bückler, alias Schinderhannes, in Mainz vor rund 30.000 Schaulustigen geköpft. Das Vorabendprogramm gab zu dieser Zeit noch nicht allzu viel her und so ging man, in Ermangelung einer „Dschungelshow im Privatfernsehen“, eben zu einer Hinrichtung. Monty Pythons „Leben des Brian“ lässt grüßen. Auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien einer Gerichtsverhandlung hatte man es in dieser Zeit noch nicht so gehabt. Bereits im Oktober hatten Gerichtsmitarbeiter Freunde und Bekannte zu der Hinrichtung am 21. November eingeladen. Also stand das abschließende Urteil bereits zu Prozessbeginn fest. Unmittelbar zu diesem Zeitpunkt begann die Legendenbildung um den Schinderhannes und sein Treiben im Hunsrück. Die Glorifizierung ging dann in die Richtung „Robin Hood des Hunsrücks“. Ob er dieser Bewertung tatsächlich standhält mag jeder selbst für sich entscheiden.

Fest steht jedenfalls, dass sein Arbeits- und Wirkungskreis im Hunsrück für uns als Motorradfahrer eine Menge schöner Strecken bereithält und dies nicht „unsere letzte Anderstour“ im Hunsrück war. Also HUNSRÜCK – WIR kommen wieder!

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