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Kategorien-Archiv: Anderstouren

Südeifel und Luxemburg ODER Burgfestspiele

13 Samstag Jun 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Schlagwörter

Burgen, Sauertal, Südeifel. Luxemburg

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Zum Abschluss unserer Saargau-Anderstour, bei der wir bereits marginal unseren EU-Nachbarn Luxemburg touchierten, hatte Flying Haggis bereits angekündigt, dass wir uns als Wiederholungstäter im kurvigen Terrain des Großherzogtums wieder finden werden. Heute ist es soweit und wir werden die Südeifel und Luxemburg unter unsere Räder nehmen.

Unsere Saargautour ließen wir im Weincafe „Johannishof“ in Mesenich (Trierer Str. 24) ausklingen und so lassen wir unsere heutige Tour auch hier beginnen. Wir gehen also davon aus, dass unser Basislager für ausgedehnte Touren in der Region hier an der idyllischen Sauer und im gastlichen „Johannishof“ eingerichtet wurde und starten unsere heutige Runde von ca. 200 km in Mesenich.

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Entlang des Grenzflusses Sauer, die wir links von uns immer unter Beobachtung halten rollen wir uns auf der B 418 gemütlich ein. Bei Echternacherbrück orientieren wir uns in Richtung Bollendorf und sind jetzt auf der L 1, den Fluss weiterhin zu unserer Linken.

ALTERNATIVE: Denjenigen, die unsere heutige Tour von Trier aus starten, sei folgende Streckenführung empfohlen. Wir verlassen Trier auf der „westlichen Seite“ und fahren auf der B 53 stadtauswärts bis zum Stadtteil Biewer. Hier nach links in den Ort einbiegen und an der nächsten Einmündung erneut links in Richtung Butzweiler (K 24 / L42). Ortseingang Butzweiler folgen wir der Wegweisung (links ab) nach Newel und von dort geht es auf der L 42 an Olk vorbei abwärts ins „Sauertal“ auf die B 418, die wir kurz vor Ralingen erreichen.

In Bollendorf folgen wir einfach der „Vorfahrtsstraße“ in den Ort und im Anschluss der Wegweisung nach Mettendorf. Wir sind jetzt auf der L 3 und deren Streckenverlauf folgen wir über Nusbaum nach Mettendorf. Hier geht es für uns auf der L 4 über Sinspelt nach Neuerburg. Der Ort empfängt uns mit einem schönen Blick auf die kleine weißgetünchte Burg. Heute fungiert sie als Jugendherberge und weist, wie fast all diese Gemäuer, eine wechselhafte Geschichte auf. Urkundlich erwähnt wird die Festung erstmals im 12. Jahrhundert. Wahrscheinlich liegt ihre Entstehungsgeschichte ebenfalls in diesem Zeitraum. Weltoffen war man in der Südeifel, vor allem was die „Belagerer“ der Burg Neuerburg anging. So gaben sich im dreißigjährigen Krieg schwedische, holländische, irische, polnische und französische Truppen die „Klinke“ in die Hand beim Versuch die Festung zu erstürmen.

Kurz hinter der Ortslage biegen wir nach links ab und folgen der Wegweisung nach Arzfeld (L 10). Über die Ortschaften Karlshausen und Sevenig (bei Neuerburg) und Ölverhof gelangen wir auf der L 1 zur nächsten Kreuzung, die uns auf der B 410 den Weg nach Dasburg weist.

Richtig schon wieder eine Burg die unsere heutige Route kreuzt und deren Anblick uns die Ortseinfahrt nach Dasburg verschönert.

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Apropos Dasburg. Falls jemand unserer werten Leser bereits Gast am niederländischen Königshaus gewesen ist, so durfte er/sie sicherlich an der gesamten Aufzählung der Titel teilhaben. Kurz bevor die anwesenden Gäste vor Langeweile einschlafen wird noch der Titel: „Herr von Dasburg“ erwähnt. Wir sind also jetzt im „alten Herrschaftsbereich“ des holländischen Königshauses. Willem und seine Maxima sind uns allerdings bislang noch nicht in der Region begegnet. Sie scheinen also ihr altes Lehen nicht mehr mit letzter Konsequenz zu verteidigen.

Wem nach einer kurzen Rast ist, der kann jetzt unmittelbar am Ufer der Our am Cafe du Pont eine Kaffeepause einlegen. In der Ortslage Dasburg weist sich zwar auch ein Lokal als Anlaufstelle für Motorradfahrer aus, aber ich investiere lieber die eine Minute Fahrzeit und pausiere hier an der kleinen Brücke über die Our.

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Grobe Fahrtrichtung für uns ist jetzt Wiltz und die Wegweisung führt uns an besagter Brücke eigentlich nach rechts (Clervaux). Wir fahren aber nach links und folgen, den idyllischen Flusslauf der Our zu unserer Linken,

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dem Straßenverlauf der N 10 bis Obereisenbach. Am Ortseingang biegen wir rechts ab auf die CR 324 und verlassen die Our jetzt in Richtung Wiltz (Park Hosingen).

An der folgenden Kreuzung (N 7) stehen wir vor der Qual der Wahl. Beide möglichen Streckenführungen haben etwas für sich und so kann man den Zufallsgenerator entscheiden lassen. Entweder geradeaus weiter auf der CR 327 bis Wilwerwitz und dann über Merkholz auf der CR 331 weiter bis zur „Kautenbachstrecke“ nach Wiltz . ODER aber linksabbiegend auf die N 7 und dann an der nächsten Möglichkeit nach rechts über Holsthum, Consthum (CR 322) Kautenbach auf der N 25 nach Wiltz.

Wohin soll es denn jetzt gehen? Von der Beschilderung orientieren wir uns zunächst an der Wegweisung nach Esch sur Sure und verlassen Wiltz auf der N 26. An der folgenden Kreuzung die ähnlich einer Autobahnauffahrt geregelt ist fahren wir nicht auf die N 15 in Richtung Esch auf, sondern folgen dem Straßenverlauf einige Meter in Richtung der Ortslage Nothum, um nach links auf die C 318 nach Kaundorf abzubiegen. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen denn der Straßenverlauf der CR 316 führt uns direkt in den Ort Esch sur Sure.

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Wunderschön gelegen könnte der kleine Ort mit seiner mittelalterlichen Burganlage auch Bestandteil einer Märklin h 0 Eisenbahn sein. Umgeben von dem kleinen Fluss Sauer hat man fast das Gefühl ein Zeitreisender zu sein. Das einzige Manko ist diesmal → „Flying Haggis“ hat keinen Einkehrtipp für Euch!

Was ist denn jetzt los mit dem Kerl? Das war doch immer der Hauptbestandteil der Touren. Schöne Orte zum pausieren, verbunden mit einem guten Lokal um die Kohlenhydratespeicher aufzufüllen. Es ist Euch bestimmt bei der heutigen Tour und bei der Anderstour Saargau – Luxemburg aufgefallen, dass sich unmittelbar nach „Grenzübertritt“ die Umgebung ändert. Der Baustil ist ein anderer, insbesondere die ältere Bausubstanz und die „Bevölkerung“ kommt dem neutralen Beobachter irgendwie gelassener vor, als kurz zuvor in Deutschland. Der „Luxemburger“ als solcher hat eine gewisse Nähe zu Frankreich, auch seine Lebensart betreffend. Insofern ist auch der Bereich der Nahrungsmittelaufnahme eher zu Frankreich tendierend, als zur deutschen Küche. Zu diesem Faktor kommt jetzt noch hinzu, dass der Nettoverdienst im Großherzogtum Luxemburg zu den höchsten im EU-Durchschnitt zu zählen ist. Abschluss dieses kurzen Exkurses ist jetzt: Leute, ich finde einfach in Luxemburg keine Gaststätte auf dem „Preisniveau“, welches ihr von mir kennt und dazu auch noch schmackhaft ist. Wer in Luxemburg gerne gut isst, der greift auch dementsprechend in den Geldbeutel. Novum an dieser Stelle: eine Flying Haggis Tour und keine Einkehrempfehlung „unterwegs“.

Irgendwo an der Promenade von Esch sur Sure haben wir jetzt also etwas getrunken und den Blick genossen und machen uns jetzt langsam wieder auf den Weg. Der führt uns aus dem Ort heraus ( CR 316), bergan nach Eschdorf und im weiteren Verlauf über die CR 314 Merscheid nach Oberfeulen. Hier folgen wir wenig später linksabbiegend der CR 305 nach Ettelbruck.

In der Ortslage Ettelbruck orientieren wir uns in Richtung Schieren auf die N 7, um alsbald in Schieren diese wenig interessante Straße nach links zu verlassen. Wir rollen jetzt entspannt auf der CR 347 nach Stegen. An der nächsten großen Kreuzung orientieren wir uns „kurz“ nach links auf die N 14(ca. 600 m) in Richtung Diekirch, verlassen diese aber unmittelbar rechts abbiegend (CR 347) und fahren über Folkendange auf der CR 356 B weiter zur nächsten Kreuzung.

Hier haben wir an sich -2- Optionen zur Weiterfahrt nach Befort. Ich bevorzuge die „Rechtsabbiegervariante“ auf die CR 358 nach Ernsdorf. Hier im Ort nach links über die CR 356 nach Savelborn und in der Folge (links ab) nach Haller.

WARUM das Ganze? Weil wir über diese Streckenführung so nach Befort gelangen, dass wir unser nächstes Fotomotiv unmittelbar erreichen. Die Alternativroute Links ab führt uns auf der CR 357 über Eppeldorf nach Befort (Beaufort) und wir müssten, der Route folgend zweimal durch die Ortslage.

In Befort können wir jetzt auch wieder eine schöne alte Burganlage bewundern. In der Ortsrandlage liegt die Burgruine etwas untypisch in einer Talsohle unterhalb des Ortes (gut ausgeschildert → Beschilderung im Ort „Chateau“ folgen) und gibt trotz der Verwitterung ein majestätisches Bild ab.

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Auf den ersten Blick könnte die Burg locker als Filmkulisse für einen Ritterfilm oder die Highlanderfilme herhalten. Wahrscheinlich ist die Anlage im 12. Jahrhundert entstanden und erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Kenner der Architektur erkennen die zeitlichen Unterschiede der Bauabschnitte an den romanischen und gotischen Formen der Burg. Seit 1981 ist die Burg in staatlichem Besitz und kann auch besichtigt werden (6313 Beaufort [Befort] Rue de Chateau 24).

Wahrscheinlich stellt sich der ein oder die andere die Frage warum ich in dieser Tour alle möglichen Burgen einbaue, aber die größte Anlage in Vianden außer Acht lasse. Es ist richtig die Burg Vianden ist an sich einen Besuch wert und der Blick in der Anfahrt auf die Anlage ist auch gigantisch. ABER Leute: Vianden ist in fast jeder Luxemburgtour inbegriffen und in der Reihe der „Viandenbesucher“ wollte ich uns nicht anstellen. Der Ort hat sicherlich seinen Charme, das ist unbestritten. Von diesem Charme ist aber gerade in den Sommermonaten nichts mehr zu spüren. Touristenschwemme in dem kleinen Luxemburger Ort. Es hat eine Anmutung von „Drosselgasse“ in Rüdesheim gepaart mit Kloster Andechs in Bayern. Zumindest riecht es ähnlich nach Frittenfett. Vianden fahren wir mit unseren Maschinen irgendwann im Herbst oder Frühjahr an, wenn sich die Ströme von Touristen noch nicht im Ort eingefunden haben und unsere „Erinnerungen“ nicht gepaart sind mit Achselshirt und Badelatschen.

Jetzt geht es aber raus aus Befort (CR 128) und in grobe Richtung unseres Grenzflusses Sauer nach Reisdorf (rechts ab auf N 19) um in der Folge bei Wallendorf wieder nach Deutschland überzusetzen. Hier fahren wir unmittelbar an der Sauer entlang der K 5 um wenig später auf die L 1 in Richtung Bollendorf aufzufahren. Das kleine Flüsschen Sauer behalten wir immer zu unserer Rechten und jetzt kann „fahrtechnisch“ nichts mehr schief gehen, weil wir die Route zu unserem Ziel bereits heute morgen nach dem Start befahren haben.

Hier findet IHR auch wieder meinen „alten Einkehrtipp“, den wir sicherlich bereits bei der „Saargau-Luxemburg Anderstour“ besucht haben. „Hildes Bauernstübchen“ in Wintersdorf gilt es anzufahren

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und bei „schmackhaftem Kuchen“ unsere heutige Tour Revue passieren zu lassen. Gut war es und kurvig war es auch. Unser kleiner aber feiner EU-Nachbar Luxemburg hat sich für uns Motorradfahrer/-innen von seiner besten Seite gezeigt.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserem Zielort von dem wir am heutigen Morgen auch gestartet sind. Der „Johannishof“ in Mesenich wartet auf uns und hier kehren wir jetzt auch ein und genießen bei angenehmem Ambiente ein gutes und auch bezahlbares Menü.

Wahrscheinlich melden sich jetzt die „regionalen Insider“ und rufen: Hey Haggis, jetzt hast Du auf der Tour die Burg bei Larochette (Fels / Fiels) vergessen! NICHT vergessen, sondern „aufgehoben“ für unsere nächste Anderstour durch den „Schengenraum“ und dort wird die Burg unsere erste Anlaufstation sein.

Auf bald Leute wir sehen uns – „Flying Haggis“.

Hunsrück ODER auf Tour mit Herrn Bückler

06 Samstag Jun 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Hunsrück, Schinderhannes, Zehntscheune

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Es gibt Touren, da freue ich mich bereits am morgendlichen Start auf meine Pausenstation. Heute ist so ein Tag bei unserer „Anderstour“ durch den Hunsrück.
Der Hunsrück hat ETWAS für uns Motorradfahrer und im Grunde genommen mag ich „IHN“ noch mehr als die Eifel. Nicht, dass die Eifel landschaftlich nicht mithalten könnte, aber der Hunsrück ist weniger „überlaufen“. Und damit meine ich nicht nur die zwischenzeitlich normalen Touristenströme, sondern auch „UNS“ auf unseren Maschinen. Der oder die ein oder andere hat die Eifel zwischenzeitlich zu einem Unfallschwerpunkt für Motorräder gemacht. Das führt zwangsläufig zu entsprechenden Maßnahmen der „Rennleitung“. Die Chance auf einen „ungeplanten Halt“ auf der Tour ist damit an den Wochenenden, Feier- oder Brückentagen ungleich höher als im Hunsrück. Hier im Hunsrück haben „WIR“ noch unsere Ruhe.

Etwa 200 km umfasst unsere heutige „Anderstour“ und wir sind im Modus „Landschaftgeniessen“ etwa -4- Stunden reine Fahrzeit unterwegs.

Wir rollen aus Trier ostwärts hinaus über die bereits aus anderen Touren bekannte Route über die Höhenstadtteile Irsch und Filsch nach Korlingen. Von dort zunächst die Wegstrecke in Richtung Thomm, also am Kreisverkehr Waldrach die erste Abfahrt nehmen. Nachdem wir den Waldracher Berg erklommen haben fahren wir diesmal nicht den Thommer Berg abwärts, sondern begeben uns einige hundert Meter auf die B 52, um diese dann unmittelbar an der nächsten Kreuzung nach links (in Richtung Herl, Lorscheid, Bescheid) zu verlassen. Zwischen Lorscheid und Bescheid (L 148) genießen wir bereits bei guter Wetterlage die herrliche Aussicht über die Höhen des Hochwalds und Hunsrücks. Die nächste „größere Kreuzung“ (L 150 Büdlicherbrück) überqueren wir kerzengerade und fahren in das Dhrontal ein. Obacht an der o. a. Kreuzung, weil der ein oder andere auf der vorfahrtsberechtigten L 150 die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhält. Also „gut“ nach links und rechts absichern und dann zügig weiter geradeaus ins Dhrontal.

Die unter Euch, die bereits die „Moseltour“ unternommen haben, kennen den aktuellen Streckenverlauf noch. Wir folgen der L 148 durchs Dhrontal und dann bergan, um in einer 90 0 Linkskurve nach rechts in Richtung Papiermühle (K 150) abzubiegen. Ortseingang Papiermühle über eine kleine Brücke und dann nach rechts auf die L 155, der wir ein kurzes Wegstück folgen. Jetzt geht es wieder links ab auf die K 81 in Richtung (Horath), dann rechts orientieren nach Gräfendhron und auf schmaler Streckenführung über Merschbach zur nächsten Kreuzung an der wir wiederum rechts abbiegen auf die K 80 nach Merscheid. Alsbald rollen wir dann über Elzerath nach Gonzerath (K 95, L 152, B 269).

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Die Ortsendsilben –rath haben wir andernorts bei der „Anderstour Drei auf einen Streich“ bereits erklärt und so lassen wir an dieser Stelle den „Klugscheißermodus“ aus.

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Wir folgen zunächst weiter dem Straßenverlauf der B 269 und orientieren uns dann an der Wegweisung nach Kommen (K 105). Über Wederath (K 106) geht es dann in der Folge nach Ilsbach, Götzerath und Kleinich. Im Anschluss an die Ortslage Thalkleinich fahren wir kurz nach links auf die B 327 auf , um im unmittelbaren Anschluss an der Kreuzung „Hirschfeld“ nach rechts auf die L 190 in Richtung Rhaunen zu fahren.

In Rhaunen orientieren wir uns einfach nach der Beschilderung Kirn und fahren auf der L 182 in Richtung Bundenbach. Ortsausgang Bundenbach rollen wir talabwärts in Richtung „Hahnenbachtal“ ein. Zu unserer Linken sehen wir jetzt eine wunderschöne Burgruine die Schmidtburg.

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Teilweise ist diese Höhenburg sogar keltischen Ursprungs. Ein wunderschönes Fotomotiv, welches sich auch realisieren lässt, da sich am Straßenrand die ein oder andere Haltemöglichkeit ergibt und das meist geringe Fahrzeugaufkommen dies auch zulässt. Die Schmidtburg diente auch zu seiner Zeit einem berühmten „Hunsrücker“ als Versteck vor den Gendarmen. Johannes Bückler, besser bekannt als „Schinderhannes“ und unter diesem Namen im Hunsrück omnipräsent, hatte die Gegend um den Hahnenbach und Kirn für eine gewisse Zeit als „Betätigungsfeld“ auserkoren. Der Begriff „Schinderhannes“ resultierte dabei weniger aus der Tatsache seines unangenehmen Umgangs mit seinen Opfern, sondern von seiner ursprünglichen Berufsausübung. Herr Bückler war „Abdecker“ von Beruf und mancherorts nannte man diese Abdecker ebenfalls Schinder.

Wir könnten jetzt dem kurvigen Straßenverlauf bis nach Kirn folgen. Dies tun wir aber nicht, weil wir andere Ziele verfolgen. Gegen Ende der Ortslage Hahnenbach biegen wir rechts ab (K 2) und fahren über Griebelscheid (K 27 → K 26 → K 28), Niederhosenbach nach Herrstein (Schloßstraße 13).

Jetzt haben wir unsere wohlverdiente Pausenstation erreicht, die „Zehntscheune“ mitten im Ort Herrstein. Als Zehntscheune oder Zehntscheuer wurden im Mittelalter Lagerhäuser bezeichnet in denen der „Zehnt“ aufbewahrt wurde. Das war die Naturalsteuer die der Bürger seinem Lehnsherrn als Tribut zu entrichten hatte, weil man auf dessen Land schuften durfte. Zehn Prozent (der Zehnt) vom Ertrag war zu damaliger Zeit für die Betroffenen oftmals ein Grund zum Stöhnen, brachte doch der knappe Feldertrag einige Familien nur schwer über die harten Winter. Heutzutage würde es dem Steuerzahler ein zufriedenes Grinsen auf das Gesicht zaubern, wenn Vater Staat lediglich 10 % Steuern einbehalten würde. Von kargem Ertrag jedweder Art kann man in der „Zehntscheune“ im idyllischen Herrstein nicht sprechen. Also rein in die gute Stube oder raus auf Terrasse und die regionale Speisekarte studiert.

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Mein Favorit, zwei gefüllte Kartoffelklöße mit einer Käsespecksoße, stellen mich jedes Mal aufs Neue vor schier unlösbare Probleme. Entweder ich lasse von dem guten Menü etwas Rest, was mir im Innersten Schmerzen verursacht oder ich leere meinen Teller und bin vom Sättigungsgrad kurz vor der Bewusstlosigkeit. Um die Reaktionszeiten bei der späteren Weiterfahrt nicht allzu sehr einzutrüben wird deshalb immer häufiger die „Seniorenvariante“ gewählt und lediglich ein Kloß einverleibt.

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KÄMPFE – Haggis – KÄMPFE!

Auch die Kuchentheke ist reichhaltig gefüllt und stellt einen bei der Auswahl lediglich vor die alles entscheidende Frage: Ein Stück oder doch lieber zwei?

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Unser „Hunsrücker Freund Schinderhannes“ hatte in Herrstein ebenfalls ein kurzes Gastspiel gegeben. Am 10. Juli 1798 hatte man den Herrn Bückler nach einer Festnahme im Gefängnis zu Herrstein eingekerkert. Hier startete er einen Fluchtversuch mittels eines aus Stroh geflochtenen Seils, wurde aber dabei entdeckt und in das sicherere Gefängnis nach Oberstein überstellt. Danach wurde er in das „zuständige Gericht“ in Saarbrücken verbracht, wo ihm am 17. Juli 1798, direkt an seinem Ankunftstag, dann endgültig die Flucht gelang.

Soweit „wir“ unsere Zeche in der Zehntscheune bezahlen, brauchen wir uns über ähnliche Strafverfolgungsmaßnahmen der Behörden keine weiteren Gedanken zu machen und setzen unsere Hunsrücktour fort.

Wir verlassen also Herrstein und folgen dem Straßenverlauf der L 160 zunächst in die „grobe Richtung Kempfeld“, um aber vorher rechts auf die L 179 nach Asbach abzubiegen. In der Ortslage Asbach fahren wir links auf die K 55 und im Anschluss an der Kreuzung wiederum links auf die L 162 nach Schauren. Wir bleiben jetzt eine Weile auf der L 162 bis nach Allenbach.

In Allenbach wechseln wir kurz auf die von uns wenig geliebten Bundesstraßen und fahren ein kurzes Stück auf der „Hauptverkehrsstraße“ B 422, die trotz Widmung als „B“ nur wenig Verkehr aufweist, bis zur nächsten Kreuzung. Dort geht es für uns geradeaus auf die L 164 und wir orientieren uns in Richtung Deuselbach (K 117). Über die K 117 und K 116 erreichen wir zunächst Rorodt und dann die Kreuzung zur B 327, der wir nach links abbiegend zunächst folgen.

Falls es jemand übers Herz gebracht hat in der „Zehntscheune“ nichts zu sich zu nehmen und nun einen Hungerast hat, der kann an der besagten Kreuzung auch nach rechts abbiegen und muss jetzt etwa -6- km investieren. Nach ca. 3 km kommt er an eine Einmündung (Oderter Haus) an der es links abbiegend (K 99) nach Hunolstein geht. Hier fahren wir etwa weitere 3 km und folgen dann der Beschilderung nach links zum „Hunolsteiner Hof“. Da ein Stück Kuchen „immer“ geht und noch eine Lücke im Magen-Darmtrakt findet, können wir hier noch eine kleine Pause machen. Bei der Anderstour „Drei auf einen Streich“ hatten wir hier bereits Rast eingelegt und die „Kuchengrößen“ sowie deren Qualität ausgiebig gewürdigt. Aber auch wer schon „wieder herzhaft mag“ wird hier im Hunolsteiner Hof fündig.

Aber wir waren ja eigentlich an der Kreuzung B 327. Sie hat auch den Beinamen „Hunsrückhöhenstraße“ und an der ein oder anderen Stelle macht sie diesem Namen auch alle Ehre. Für uns als Motorradfahrer hat sie eher weniger Charme und deshalb verlassen wir die B 327 hinter Immert bereits wieder. Es geht rechts ab auf die L 155 nach Berglicht.

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Kurz hinein in den Ort und über die K 77 und K 76 nach Heidenburg. In Heidenburg dann links ab auf die K 138 nach Büdlich und Büdlicherbrück.

Hier sind wir wieder auf unserer „bekannten Kreuzung“, welche wir heute Morgen bereits passiert hatten und fahren rechts auf die L 150 in Richtung BAB und Trier.

Wie fast immer gegen Ende einer Tour haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zum Zielort orientiert an unserer noch verfügbaren Zeit oder unserem eigenen „körperlichen Zustand“. Sind noch alle Sinne hellwach oder rollen wir gemütlich den direkten Weg zum Ziel?

Der D-Zug fährt über Fell → Fastrau → Longuich → Kenn nach Trier. Wer in Fell bemerkt, dass er noch einige Kurven gebrauchen könnte und dafür auch noch die körperlichen und geistigen Ressourcen hat, der biegt in Ortslage Fell über eine kleine Brücke links ab in Richtung Thomm, respektive folgt der Beschilderung Besucherbergwerk. Die „Moseltourer , respektive die „Drei auf einen Streich“ kennen die alte Bergrennstrecke bereits „bergauf und bergab“. Jetzt fahren wir sie wieder in „Rennrichtung“. Aufgepasst in der ersten Spitzkehre rechts. Sie ist „Stilfserjochverdächtig“ und kann vom „Radius“ bei Gegenverkehr schnell knapp werden, weil sie innen „leicht überhöht ist“. Bei Thomm angekommen wieder talabwärts nach Waldrach und von dort einfach der Beschilderung nach Trier folgen. Also analog unserer Anfahrt der Tour.

Wir sind jetzt wieder an unserem Tagesziel angekommen und haben unsere heutige Tour beendet. Aber wie ist jetzt eigentlich die Geschichte mit unserem Schinderhannes zu Ende gegangen?

Natürlich dramatisch und nicht mit einem Happy End für unseren Protagonisten. Am 21. November 1803 wurde Johannes Bückler, alias Schinderhannes, in Mainz vor rund 30.000 Schaulustigen geköpft. Das Vorabendprogramm gab zu dieser Zeit noch nicht allzu viel her und so ging man, in Ermangelung einer „Dschungelshow im Privatfernsehen“, eben zu einer Hinrichtung. Monty Pythons „Leben des Brian“ lässt grüßen. Auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien einer Gerichtsverhandlung hatte man es in dieser Zeit noch nicht so gehabt. Bereits im Oktober hatten Gerichtsmitarbeiter Freunde und Bekannte zu der Hinrichtung am 21. November eingeladen. Also stand das abschließende Urteil bereits zu Prozessbeginn fest. Unmittelbar zu diesem Zeitpunkt begann die Legendenbildung um den Schinderhannes und sein Treiben im Hunsrück. Die Glorifizierung ging dann in die Richtung „Robin Hood des Hunsrücks“. Ob er dieser Bewertung tatsächlich standhält mag jeder selbst für sich entscheiden.

Fest steht jedenfalls, dass sein Arbeits- und Wirkungskreis im Hunsrück für uns als Motorradfahrer eine Menge schöner Strecken bereithält und dies nicht „unsere letzte Anderstour“ im Hunsrück war. Also HUNSRÜCK – WIR kommen wieder!

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Saargau plus Luxemburg

31 Sonntag Mai 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Schlagwörter

Luxemburger Schweiz, Müllerthal, Saargau

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Heute machen wir eine kleine (erweiterte) Runde durch den Saargau. Saar ist damit nicht gleichbedeutend mit Saarland. Der kleine Fluss und die angrenzende Region hat auch „Partikel“ in Rheinland-Pfalz.

Unser Startort ist ausnahmsweise nicht gleichbedeutend mit unserem heutigen Ziel, wenn es auch geografisch nicht weit auseinanderliegt. Ca. 160 km warten heute auf uns mit einer reinen Fahrzeit von 3:15 Std. – 3:30 Std, bei unserer gewohnt gemütlichen Fahrweise.

Wir verlassen Trier über die Stadtteile Olewig und Irsch in Richtung von Pluwig (L 143). In der Ortslage biegen wir rechts ab in Richtung Franzenheim (B268). Kurvig geht es hier hinein und alsbald auch wieder in engen Kurven bergan in Richtung B 268. Auf die „B“ treffen wir unmittelbar vor Ortseingang Pellingen und fahren links ab durch den Ort.

Nach einigen langgezogenen Kurven verlassen wir die Bundesstraße wieder und biegen links ab auf die K 45 in Richtung Lampaden. Vor Lampaden biegen wir aber bereits rechts ab und rollen nach Paschel. Über Hentern und Baldringen (K 47) führt unser Weg dann nach Zerf. Im Grunde genommen parallel zur Streckenführung der B 268, aber ungleich „ruhiger und entspannter“.

Jetzt ist die Streckenführung relativ einfach, weil wir ausnahmsweise einmal ein längeres Teilstück „Bundesstraße“ fahren. Konkret in diesem Fall die B 407, die uns für eine Bundesstraße ausgesprochen kurvig über Irsch (nicht der o. a. Stadtteil von Trier) nach Saarburg führt.

Die kleine Stadt Saarburg liegt idyllisch an der Saar und ist ein Touristenmagnet in der Region. Dementsprechend sieht es in der kleinen City aus. Sitzplätze bei der „guten Eisdiele“ in der Fußgängerzone sind rar und wollen „erkämpft“ werden. Wer einen schönen Blick von oben auf die Stadt werfen möchte, der zudem auch noch bei der Zu- und Abfahrt mit schönen Kurvenkombinationen garniert ist, der sollte sich in Richtung „Landal Ferienpark Warsberg“ begeben. Bei der Zufahrt orientieren wir uns an den Zugseilen der kleinen „Seilbahn“ die vom Ortskern zum Ferienpark führt. Unweit einer Tankstelle geht es dann links ab und den kurvigen Weg bergan. Aufgepasst das ein oder andere „gelbe“ Zugfahrzeug bewaffnet mit einem Campingwagen kann einem auf der Zufahrt begegnen. Da es in den „Niederungen“ dieses EU-Landes scheinbar keine Serpentinen gibt ist die „Linienwahl“ der Fahrzeugführer oftmals grenzwertig.

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Blick genossen – Fotoaufnahmen gemacht? Dann machen wir uns auf dem-selben Weg wieder in den Ortskern nach Saarburg auf. Die kleine Festung, die dem Ort den Namen gab, wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut, zumindest wurde sie erstmals im Jahr 964 n. Chr. urkundlich erwähnt. In ihrer wechselvollen Geschichte nannten verschiedene Besitzer sie ihr eigen. Meist hatte aber auch der Erzstift in Trier, also der Bischof, seine Finger mit im Spiel. Wie immer in der Region um Trier. 1522 hatte auch der streitbare Franz von Sickingen einige Kanonenkugeln auf die Festung abgefeuert, aber nicht erobert.

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Das wurde dann 30 Jahre später relativ gründlich erledigt. Im Grunde genommen hatte die Burg einen permanenten Kreislauf von Zerstörung und Wiederaufbau zu verzeichnen. Wir fahren jetzt einfach durch die Ortslage der „Hauptverkehrsstraße“ folgend und dann am Ortsende nach rechts auf die L 132 nach Kahren und Merzkirchen abbiegen. Die ländliche Region ist geprägt von Streuobstwiesen und es gibt wahrscheinlich keinen Ort im Saargau in dem nicht irgendein Hof den „Viez“ anbietet. Außerhalb der Region firmiert das Ganze unter dem Sammelbegriff „Apfelwein“ und sobald es „französisch“ wird nennt man das Getränk „Cidre“. So begegnet uns heute auch den ganzen Tag immer mal wieder der Hinweis „Viezstrasse oder Route du Cidre“.

Über Dittlingen und Südlingen erreichen wir Kreuzweiler. Wer einen Faible hat für Landmaschinen, der kann hier haltmachen und beim Bulldog-Museum in der Thorner Str. 7 bei Familie Willkomm Einkehr halten (außerhalb der Wochenenden nach tel. Vereinbarung 06583/1351).

Die Anderen orientieren sich direkt in Richtung Mosel (Palzem). Über Schloss Thorn haben wir dann die Moseluferstraße erreicht und biegen rechts ab in Richtung Palzem (B 419).

Ehrenkodex der Motorradfahrer – Bundesstraßen sind zu meiden. Also biegen wir hinter der „Helfantermühle“, das ist nach einer wunderbaren 180 o Links-kurve nach rechts in Richtung Helfant (K 110) ab. An Helfant vorbei führt unser Weg nach Wincheringen.

Unser nächstes Ziel ist auf der L 134 Bilzingen. Wir sind jetzt an sich schon wieder in der groben Richtung Saarburg. Hinter Bilzingen geht es links ab nach Fisch (K 111) und jetzt „riecht“ es schon stark nach Pause, denn an der nächsten Einmündung (L 135) biegen wir rechts ab nach Mannebach (Kümmern).

In dem Ort Mannebach wartet eine kleine Brauerei auf uns mit selbstgebrautem Bier und gut bürgerlicher Küche. Wem die Käseplatte ganz besonders gut schmecken sollte, der kann auch im Anschluss in der dorfansässigen Käserei noch Proviant für die Tour kaufen.

Von Mannebach rollen wir über die K 112 nach Tawern und halten uns dann in Richtung Temmels (Fellerich). Auf der L 136 genießen wir dabei „talwärts“ bei unserer Fahrt nach Temmels den schönen Blick auf die Mosel. Unten angekommen geht es nach links auf die B 419 nach Wellen, bzw. vorher der Vorfahrtsstraße folgend über die Moselbrücke nach Grevenmacher.

Wir sind jetzt im „benachbarten Ausland“ und das Großherzogtum Luxemburg hat uns als Motorradfahrer einiges zu bieten. Außer einigen kurvenreichen Strecken (die wir auch noch in späteren Anderstouren abfahren) ausgesprochen günstige Spritpreise. Wer also den Tank noch nicht gefüllt hat, kann es auf unserer heutigen „kurzen Stippvisite“ in Luxemburg erledigen. Je nach Gusto oder Vorlieben kann der „orale Lustbefriediger“ noch seine „Vorräte an Nikotinstengeln“ auffüllen (man erkennt unschwer den Nichtraucher) oder das ein oder andere Paket Kaffee kostengünstig im Tankrucksack verstauen.

Nachdem jetzt alles erledigt ist fahren wir in die Ortslage Grevenmacher auf der Hauptdurchgangsstraße ein, orientieren uns dann an einem Kreuzungsbereich nach rechts, um alsbald nach links auf die CR 137 nach Munschecker (Manternach) abzubiegen. Wer sich die Route durch die Ortslage ersparen möchte kann der Uferpromenade in Richtung Wasserbillig folgen um dann später nach links Wegweisung Autobahn abzubiegen. Dieser „Zubringer“ kommt in der Folge auch auf die CR 137 nach Munschecker.

Wir bleiben weiterhin auf der CR 137 und fahren über Berbourg nach Bech. Hier biegen wir in der Ortslage Bech nach links ab in Richtung Consdorf.

In Consdorf folgen wir der Beschilderung Müllerthal (Beaufort) und fahren jetzt auf der CR 364.

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ACHTUNG, nicht versehentlich den unmittelbaren Wegweisungen (CR 137) nach Berdorf folgen, es entgeht euch sonst eine wirklich schöne Wegstrecke. Alsbald geht es für uns erneut nach rechts „bergab“ bis zur nächsten Kreuzung, wo es uns zweimal unmittelbar aufeinander folgend nach rechts in Richtung Berdorf zieht. Achtung auf der Wegstrecke kreuzt der ein oder andere Wanderweg, so dass es durchaus nicht selten vorkommt, dass uns in der Waldpassage größere Gruppen von Wanderern begegnen, die den Müllerthal-Trail per pedes bewältigen.

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In der Ortslage Berdorf biegen wir dann an der Kreuzung links ab in Richtung Echternach. Es geht dann wieder ein kleines Stück an wunderschönen Felsen vorbei talabwärts und an der Sauer angekommen führt uns unser Weg nach rechts in den Ort Echternach (N 10). Echternach ist, gegründet von dem heiligen Willibrord 698 n. Chr. die älteste Stadt Luxemburgs. Ausgehend vom Abteiplatz bis zum Zielort, der alten Basilika, findet hier alljährlich am Dienstag nach Pfingsten die sogenannte „Springprozession“ statt. Seit 2010 ist diese Prozession Weltkulturerbe der UNESCO. Zu Marschmusik „springen“ hier die Pilgergruppen durch den Echternacher Stadtkern. Am Marktplatz finden wir noch ein anderes interes-santes Gebäude, welches als Fotomotiv taugt, das ehemalige Gerichtshaus der „Dingstuhl“ oder auch „Dënzelt“ auf luxemburgisch. Abgeleitet wird der Begriff „Ding“ aus dem Althochdeutschen. Schon zu Zeiten der Kelten wurden die „Things“ abgehalten, die „Beratungen“, welche heute am ehesten mit einer Bürgerversammlung oder auch Gerichtsverhandlungen gleichzusetzen sind. Auf der Hauptdurchgangsstraße rollen wir mitten durchs Zentrum von Echternach. Der Marktplatz lädt dabei durchaus zum Verweilen auf einer der sonnigen Terrassen ein, wenn man denn in Sommermonaten einen der raren Sitzplätze ergattern kann. Am Flusslauf der Sauer angekommen verlassen wir das Großherzogtum Luxemburg nach links über eine kleine Brücke.

Viel falsch machen können wir jetzt nicht mehr. Wir sind auf der B 418 und lassen den kleinen Grenzfluss die Sauer immer zu unserer Rechten. So geht es „grobe Richtung Trier“ am Fluss entlang und durch einige kleine Ortschaften, respektive an diesen vorbei.

Minden, Edingen, Godendorf und dann folgt Ralingen. Wer vergessen haben sollte zu tanken, der kann nochmals zügig über die Sauer und im luxembur-gischen Rosport den Tank der Maschine füllen. Ansonsten führt uns unser Weg weiter nach Wintersdorf. Nach einer 90 o Linkskurve rollen wir in den kleinen Ort. Wen der Hunger bereits übermannt, der sollte jetzt langsam machen, denn unmittelbar an der folgenden Einmündung (Kersch) befindet sich „Hildes Bauernstübchen“. Ganz unscheinbar ist man zügig dran vorbei, wenn man das kleine Bauerncafe nicht kennt.

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Insbesondere an Wochenenden lohnt sich der Halt. Die Kuchentheke ist dann prall gefüllt und man kann entweder auf der kleinen „Terrasse“ Platz nehmen oder in der kleinen Stube, die einen 70er Jahre Charme versprüht. Die Kuchenauswahl erinnert an eine Dorfkirmes und alles ist hausgemacht und ausgesprochen schmackhaft.

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Wer sich noch ein paar Minuten gedulden kann, der folgt der B 418 weiter an Metzdorf vorbei und fährt dann in den folgenden Ort Mesenich ein. Hier ist jetzt unser finaler Haltepunkt der „Johannishof“ (Trierer Str. 24).

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Wir lassen hier im „Johannishof“ unsere Anderstour ausklingen, bei einem gut bürgerlichen Essen von der kleinen, aber feinen Speisekarte oder einem Stück Kuchen. Für unsere „auswärtigen Tourer“ bietet sich der „Johannishof“ auch als Basislager für die Touren in der Region an. Die es etwas ruhiger haben wollen können hier weg vom Trubel in der Stadt Trier nächtigen und die weiteren Anderstouren unter die Räder nehmen. Im unmittelbar angrenzenden Wasserbillig kann man dann auch noch sein „Tankbudget“ im Rahmen halten und die Maschinen vor Fahrantritt mit günstigem „Luxemburger Sprit“ betanken.

Die Tipps in Sachen Rasten und Verpflegen sind, wie gewohnt, ergänzt und in Kürze werden wir uns in einer richtig kurvenreichen Region unseres Nachbarlandes herumtreiben.

Eifel – Ahr oder „Das Wirtshaus in Spessart“

15 Freitag Mai 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Ahrtal, Eifel, Nürburgring

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Den Kalauer musste ich jetzt unbedingt bringen, er hatte sich einfach angeboten und regelrecht unter den Nägeln gebrannt. Jaaaa, alles korrekt so und richtig geschrieben. Der Schreiber dieser Zeilen hat keine ausgewiesene Lese- und Rechtschreibschwäche. Ich weiß, dass der Film oder auch die Novelle von Wilhelm Hauff vom Wirtshaus im Spessart handelte, aber wir fahren heute auch gar nicht in den Spessart, sondern treiben uns im Großraum Ahr und Eifel herum. Und wie wir das machen!

Zuerst der alles entscheidende Tipp für unsere heutige Anderstour – Nehmt Euch Zeit! Soll heißen: Wir haben zwar nur 170 km Rundkurs vor uns und reine Fahrzeit ca. 3:45 Std., aber die Runde bietet sich geradezu für ein verlängertes Wochenende mit „Basisstation“ an der „Rundstrecke“ an. Und hier hat der Autor für die geneigten Leser und Tourer direkt -2- unschlagbare Vorschläge. Einziges Auswahlkriterium bei diesen Unterkünften dürfte die jeweilige „Anfahrtsstrecke“ von Euch sein und damit die unmittelbare räumliche Nähe, denn ansonsten seid ihr in beiden Häusern wirklich erstklassig untergebracht.

Also die beiden Übernachtungstipps sind: Das „Wirtshaus in Spessart“ → der Landgasthof Bockshahn (56746 Spessart; Mittelstr. 12). Sicherlich die richtige Wahl für die Maschinen, die über die Nord- / Südachse A 61 oder von Osten her anrollen. Für alles aus der westlichen Richtung und Nordwesten bis Aachen, sowie unsere Besucher aus dem Südwesten, wie Mosel, Saar und Pfalz → der „Landgasthof Schröder“ in 54579 Niederehe-Üxheim; Kerpener Str. 7. Wer aus Trier anreist kann den 1. Teil der Anderstour „Viele Wege führen nach Rom“ zur Anfahrt nutzen und Teil 2 dann später für den Heimweg.

Wo ihr jetzt also die Anderstour beginnt, ob in Spessart oder Niederehe, entscheidet eure ausgewählte Basisstation und somit geht es los auf unserer Eifel – Ahr – Runde. Die „Haupteinflugschneisen der Gebückten“ nutzen wir bei unserer Tour heute nur selten und somit werden wir den „Knieschleifern“ auch weitestgehend aus dem Weg gehen. Schöne Landschaft und wunderbare Ausblicke sind angesagt. Und der erste und vielleicht schönste an diesem Tag liegt gar nicht allzu weit von unserem Startort weg.

Also los geht es und wir verlassen Spessart über die K 61 und biegen alsdann nach links in Richtung Ramersbach auf die L 83 und später L 85 ab. Gemütlich rollen wir uns jetzt auf der L 85 ein und kommen über Staffel nach Kesseling.

Man könnte jetzt auch seine Fahrt fortsetzen in Richtung Ahrbrück, aber das tun wir nicht, weil jetzt haben wir bereits einen ersten Höhepunkt unserer heutigen Tour. Wir biegen im Ortskern Kesseling nach rechts in Richtung Steinerberghaus ab. Es geht alsbald bergan und acht Kehren führen uns auf einem ca. 2m breiten (oder schmalen) durchweg asphaltierten Weg hinauf auf 531 m Höhe zum Steinerberg. Nach ca. 4,5 km sind wir am bewirtschafteten Steinerberghaus angekommen (Mittwoch bis Sonntag [und an Feiertagen] ab 10:00 Uhr geöffnet). Das Kesselinger Tal liegt uns jetzt zu Füssen und wir genießen ein herrliches Panorama auf die Hohe Acht, den Aremberg und die Grafschaft.

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Dies alles soweit das Eifelwetter auch ordentlich mitspielt. Ein wirklich grandioser Ausblick der sich uns bietet. Der einzige der annähernd mithalten kann ist der Blick vom Aussichtsturm auf der Hohen Acht aber der ist nur nach etwas längerem Fußmarsch erreichbar und für unsere Maschinen tabu. Also lassen wir es heute mit dem Panorama vom Steinerberg gut sein, rollen die gleiche Wegstrecke talabwärts nach Kesseling und setzen unsere Fahrt nach Ahrbrück fort.

An der Kreuzung sehen wir zu unserer Linken einen beliebten Motorradtreff. Hieß er zu seinen Anfängen noch Cafe Fahrtwind (die Lokalität ist mittlerweile unweit von unserem Standort in Hönningen zu finden), so hat die Örtlichkeit zwischenzeitlich den Namen gewechselt und hört jetzt auf Cafe Ahrwind. Die Besucher sind annähernd die „Gleichen“ geblieben und so kann man durchaus für ein Benzingespräch eine Pause machen.

Ansonsten rechts ab und unmittelbar danach nach links in Richtung Lind (K 29) abbiegen.

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Ca. 2 km hinter der Ortslage Lind biegen wir nach links ab auf die K 28 und lassen unsere Maschinen über Obliers nach Liers laufen. Vor Obliers haben wir dabei -5- Kehren auf unserer Strecke die Alpenpaßverdächtig sind. Aber wer sich zum Steinerberghaus hochgewagt hat, der hat für die kleinen Kehren fahrerisch nur ein Lächeln übrig. So sehr in „Ringnähe“ und dennoch derart ruhig – ein Paralleluniversum mit einer wunderbar anzuschauenden Landschaft. Hinter Liers benutzen wir ganz kurz eine der Nürburgring-Einflugschneisen die B 257. Die verlassen wir aber unmittelbar in Dümpelfeld wieder und biegen nach rechts in Richtung Insul und Schuld auf die K 25 (Bad Münstereifel) ab. Wir rollen an Fuchshofen vorbei und ca. 1,5 – 2 km hinter der Ortschaft biegen wir rechts auf die K 5 nach Eichenbach ab. Dieser Kreisstraße folgen wir nach Aremberg und landen über Dorsel fahrend an der Kreuzung (rechts ab) zur B 258, welche die „Haupteinflugschneise Nürburgring“ für alle Fahrer/-innen aus dem Großraum Aachen oder Belgien ist.

Weil DAS so ist bleiben wir auch nicht lange auf der B 258. Nach ca. 2,5 km führt unser Weg wieder links ab auf die L 10 in Richtung Nohn (L 70), zunächst schön kurvig bergauf. Ende der Ortslage Nohn biegen wir erneut rechts ab auf die L 68 auf der wir etwa 2 km bleiben und dann in Richtung unserer Pausenstation nach rechts auf die K 59 nach Niederehe (Hillesheim) fahren. Nach etwa 1,5 km weist uns dann ein kleines Hinweisschild den Weg nach links zu unserer bereits sichtbaren „Raststation“ dem Landgasthaus Schröder in Niederehe. Wir sind jetzt fast zwei Stunden reine Fahrzeit unterwegs und mit unseren Fotopausen sicherlich noch eine halbe Stunde länger. Also ist es dringend anzuraten die „Kohlenhydratspeicher“ aufzufüllen. Der Chef des Hauses Markus Schröder „treibt“ selbst eine „GS“ durch die Eifel und kennt sich bestens aus in Sachen Motorrad und was der „Motorradkunde“ alles an Wünschen hat. Diejenigen, die seinen Landgasthof als Basisstation für diese Tour gewählt haben, werden dies bereits gemerkt haben. Außer mit Motorrädern kennt er sich noch in seiner Küche aus und das schmeckt man egal bei welchem Gericht. Also bei gutem Wetter raus auf die Terrasse und wenn es kühler sein sollte – rein in die gemütliche Gaststube und es sich schmecken lassen. Wir haben alle Zeit der Welt am heutigen Tag und lassen uns nicht von Hektik treiben.

Für diejenigen, die im Landgasthaus Schröder nächtigen, ist jetzt der „Start“ der Anderstour. Die „Anderen“ gehen jetzt nach der Mittagspause den zweiten Teil der Tour an.

Also gehen wir jetzt gut gesättigt unsere zweite Runde an und verlassen zunächst Niederehe auf dem Weg wie wir gekommen sind bis nach Nohn. Im Suppenkoma langsam einrollen auf bekannten Wegen ist angesagt bis zur Ortslage Nohn, wo wir nach rechts in Richtung Dankerath auf die K 85 [K 1] abbiegen. An der Kreuzung in der Ortslage Dankerath folgen wir der L 72 nach links und fahren nach Trierscheid. Im weiteren Verlauf unserer Wegstrecke kommen wir über die L 72 auf die L 10 und an die nächste Kreuzung unserer bereits bekannten B 258, der wir linksabbiegend kurz folgen. Kurz heißt diesmal 2,5 – 3 km und dem Ort Müsch. Jetzt geht es für uns rechts ab auf die L 73 bis nach Fuchshofen. Teile der Wegstrecke haben wir dabei heute Morgen bereits befahren, allerdings in entgegengesetzter Richtung.

In Fuchshofen biegen wir rechts ab auf die K 17 in Richtung Reifferscheid. Wer mit Navi fährt glaubt wahrscheinlich seinen Augen nicht bei der Streckenführung, die ihm angezeigt wird. Mehrere enge Kehren die das Gefühl aufkommen lassen man fährt wieder in seine Ausgangsrichtung zurück. Einfach eine schöne Wegstrecke und derart ruhig, dass man nicht das Gefühl hat in der Nähe des Nürburgrings zu sein mit der überall präsenten „Heizerfraktion“.

In Reifferscheid orientieren wir uns in Richtung Adenau und fahren deshalb auf der K 17 weiter bis zu nächsten Kreuzung, an der wir linksabbiegend (L 10) über Honerath in Adenau an einem kleinen Verkehrskreisel landen. Adenau ist sozusagen das „Zentrum“ der Nürburgringreisenden. Wer sich den Marktplatz an Wochenenden zur Pause aussucht, der hat nach ca. einer halben Stunde einen repräsentativen Querschnitt der aktuell erhältlichen Motorradpalette in Deutschland gesehen. Wir fahren aber in der Ortslage rechts ab auf die K 18 nach Wimbach und sind erst einmal wieder weg vom Trubel. Hatten wir heute Morgen von Paralleluniversum gesprochen? Hier passt es ebenfalls. Landschaftlich schön, ruhig und entspannt genießen wir die Kurven. Die K 18 nutzen wir einfach bis zur nächsten großen Kreuzung und hier sind wir wieder an der B 258. Beschilderung Nürburgring ist richtig, also links ab (Wiesemscheid) und nach knapp 5 km an dem großen Verteilerkreis (dem sogenannten „Potsdamer Platz“) der Beschilderung nach Adenau , also 3. Ausfahrt nach Quiddelbach folgen.

Es geht nicht wieder nach Adenau, denn kurz hinter Breidscheid (Tankstelle) biegen wir nach rechts auf die L 10 ab (Mayen, Kempenich). Breidscheid ist wieder so ein typischer „Ringtreffpunkt“. Hier ist eine Auffahrt zur „Nordschleife“ und die alte Rennstrecke überquert hier die B 257. Insofern ist die „Brücke mit ihrer vorangehenden Linkskurve“ ein beliebter „Zuschauerpunkt“ und Applauskurve für die Hobbyrennfahrer auf der alten Nordschleife.

Jetzt kommen wir auf unserem Rückweg nach Jammelshofen und hier sollte jeder der noch ein wenig „Racingblut“ in den Adern hat eine Pause einlegen. Das „Classic Race Museum“ (53520 Kaltenborn [Jammelshofen]) wartet hier an Wochenenden von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf unseren Besuch. Ca. 200 Exponate Rennwagen und Motorräder harren hier sauber aufgereiht darauf von uns bewundert zu werden. Was hier Frithjof Erpelding in mühsamer Kleinarbeit gesammelt und für uns aufbereitet hat ist aller Ehren wert und des nahen „Nürburgrings“ und dessen renngeschichtlichen Erbes würdig. Damit meine ich de facto „mehr würdig“ als dieses bauliche Monstrum, welches uns die Landesregierung Rheinland-Pfalz, Millionen an Steuergeldern verprassend, ohne Sinn und Verstand unmittelbar an die Rennstrecke betoniert hat.

Nachdem wir vielleicht noch gemütlich einen Kaffee im kleinen gemütlichen Bistro des Museums genossen haben, verlassen wir Jammelshofen und begeben uns „kurz“ auf der B 412 in Richtung Kempenich. Mit kurz meine ich noch keinen kompletten Kilometer, um wieder rechts auf unsere L 10 und damit eine ruhigere Route abzubiegen. Wir fahren durch Langenfeld um kurz vor dem Ortsende die L 10 nach links zu verlassen. Wir fahren kurz auf die K 14 in Richtung Langscheid, folgen dieser aber nicht bis zur Ortslage. Es geht jetzt über die K 15bis zur nächsten Kreuzung und dann nach links auf der L 83 über Morswiesen nach Weibern.

In Weibern orientieren wir uns dann nach Kempenich und jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ende unserer Tour. Wir kreuzen in Kempenich nochmals die B 412 und nach ca. 1,5 km weist uns der Weg nach links. Unser Wirtshaus in Spessart der „Bockshahn“ und damit unser Ausgangspunkt ist wieder erreicht und wir haben ohne „Räuber im Spessart“ und ohne die „Hauffsche Novelle“ einen erlebnisreichen Tag gehabt.

Wer am Morgen den Weg zum Steinerberghaus gescheut hat, kann jetzt die paar Kilometer noch bis Kesseling und die Auffahrt zum Steinerberghaus unter die Räder nehmen. Wo ließe sich bei gutem Aussichtswetter besser der „neudeutsch Sundowner“ nehmen.

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Die anderen lassen bei einem guten Abendessen im Landgasthaus Bockshahn den Tag ausklingen oder genießen vorab noch eine Massage und treten am nächsten Morgen ausgeruht die Heimfahrt an.

Wie immer sind unsere „neuen Pausenstationen“ unter Rasten & Übernachten aktuell ergänzt

Drei auf einen Streich: Eifel, Mosel, Hunsrück

30 Donnerstag Apr 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Calmont, Eifel, Hunsrück, Mosel

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Es hört sich an wie bei dem „tapferen Schneiderlein“ obwohl es in diesem Märchen noch einige mehr waren, die bei dem besagten einen Streich „erledigt“ wurden. Rund 250 Kilometer haben wir heute vor uns, also eine knappe Tankfüllung und bei ruhiger, kommoder Fahrweise etwa 5 Stunden reine Fahrzeit.

Bei meinen Touren in der Großregion Eifel, Mosel, Hunsrück, sowie Saarland und unserem Nachbarland Luxemburg ist fast immer der Startort Trier. Einmal habe ich eine persönliche Affinität zur ältesten Stadt Deutschlands, denn ich bin sozusagen „Ur-Trierer“. Zum zweiten bietet sich die Stadt aber auch für unsere Motorradfahrer/-innen an, welche die Anders-Touren von weiter weg angehen und eine feste „Basisstation“ benötigen. Da hat Trier ein nahezu perfektes Angebot an Hotels und Unterkünften zu bieten und für einen „motorradfreien Tag“ auch ausreichend Sehenswürdigkeiten die einen Besuch lohnen.

Aber heute fahren wir erst einmal wieder mit unseren Motorrädern und verlassen die Stadtgrenze Trier auf der westlichen Seite in Richtung der Stadtteile Ehrang und Quint. Mit den Sandsteinfelsen zur Linken und der Mosel zur Rechten stimmen wir uns auf die heutige Tour ein und verlassen alsbald die B 53 nach links in Richtung Quint und wenig später, nachdem wir die Abzweigung (L 46) nach links in Richtung Spangdahlem (Bitburg) genommen haben, wedeln wir uns bereits auf den ersten Kurven des Tages am „Quintbach“ entlang ein. Dabei handelt es sich um die „Hausstrecke“ der Trierer Motorrad-fahrer und so tummelt sich bei gutem Wetter einiges mit zwei Rädern auf der L 46. Die 50 km/h Beschilderung im Kurvenverlauf hat dabei scheinbar nur einen hinweisenden Charakter. Wir sind jetzt bereits in der Region „Moseleifel“ unterwegs und fahren durch den Meulenwald, welcher als Waldgebiet des Jahres 2012 ausgezeichnet wurde. Unweit „unserer o. a. Abzweigung“ geht es zum Forstamt Trier Am Rotenberg. Von dort kann man auf einem durchaus lehrreichen Rundgang (aber nur fußläufig) starten, der einem nicht nur die heimischen Baumarten, sondern auch exotische Varianten wie Riesenmammutbäume, Ginkos oder Kuchenbäume (riechen im Herbst nach Lebkuchen und werden deshalb auch häufig „Lebkuchenbaum“ genannt) kennenlernen. Heimische Förster hatten die „Ausländer“ in den 50er Jahren gepflanzt um deren Wuchsfähigkeit in unserer Region zu prüfen und damit Alternativen zu den einheimischen Gewächsen zu finden. Außer der „amerikanischen Douglasie“ konnte aber keine Pflanze so richtig Fuß fassen.

Wer im Kurvenverlauf der L 46 die ein oder andere merkwürdige „Wahrnehmung“ haben sollte braucht sich nicht zu wundern. Laut Legende kam hier der tyrannische Erzbischof Milo von Trier bei einem Jagdunfall ums Leben und einige hundert Jahre zuvor hatte es den römischen Statthalter Rictius Varus erwischt. Wenn man sich mit „ihrer Vita“ beschäftigt kann man nur feststellen, dass es um beide nicht sonderlich Schade war. Die Geister der beiden Herrschaften sollen seitdem im Meulenwald spuken, wobei „sie“ mir bis dato noch nicht begegnet sind.

Wir fahren also weiter auf der L 46 und kurz nachdem wir zur Linken den Ort Zemmer passiert haben biegen wir nach rechts in Richtung „Wittlich“ (Dreis, Heidweiler) auf die L 43 ab. In leichten Schwüngen geht es etwas talabwärts nach Heidweiler und hinter dem Ort orientieren wir uns in Richtung „Binsfeld“ (Niersbach, Arenrath) auf die L 49. Hinter Arenrath kürzen wir etwas ab, um uns die Orstdurchfahrt Binsfeld zu ersparen und biegen rechts auf die K 43 ab nach Niederkail. Hier folgen wir dem Straßenverlauf der B 50 nach Landscheid. Ohne etwas an unserer „Fahrtrichtung“ zu ändern sind wir jetzt auf der L 34 und über Burg Salm, Hupperath, rollen wir in Richtung der Kreisstadt Wittlich (K 54).

Höhepunkt in Wittlich ist alljährlich die sogenannte „Säubrennerkirmes“, welche immer am 3. Augustwochenende eines Jahres ausgetragen wird. Ansonsten ist die Stadt Wittlich jetzt kein Ort der uns zum längeren Verweilen einlädt und so suchen wir auch auf kürzestem Weg wieder den Ortsausgang in Richtung des Krankenhauses der Stadt (L 52; Hasborn). Stopp, da gibt es doch noch einen einzigen Grund den Aufenthalt in Wittlich zu verlängern. Falls die Maschinen bei Abfahrt nicht vollgetankt waren ist hier ein gute Möglichkeit Sprit für die Tagestour zu fassen. Aber jetzt suchen wir schnell das Weite in Richtung Hasborn und fahren nach einem kurvenreichen, leicht ansteigenden Streckenabschnitt vom „Krankenhaus Wittlich“ bis Hasborn, hinter dem Ort nach Oberscheidweiler. Alles auf der L 52 obwohl sich hinter Hasborn unser Weg gegabelt hat und wir die Route nach rechts gewechselt haben.

Ähnlich geht es uns an der nächsten Kreuzung (B 421). Wir nutzen nach dem Linksabbiegen kurz die B 421 und verlassen die „B“ nach gefühlten 100m wieder nach rechts, jetzt wiederum auf der L 52 in Richtung Lutzerath unterwegs.

Wir rollen auf der L 16, die im weiteren Verlauf Gevenich führen würde, nach Driesch und verlassen die L 16 nach rechts Richtung „Mosel“ nach Bremm. Die L 106 „verläuft“ zunächst recht unspektakulär, um in einem Schwung von Serpentinen talabwärts zur Mosel zu enden. Bei der ersten „Links-Spitzkehre“ ist zur Rechten eine kleine „Haltemöglichkeit“ für maximal 2 – 3 Motorräder, aber der „Halt“ lohnt sich. Für mich der schönste Blick des Tages von der Höhe auf das Moseltal und die Flußschleife bei Bremm. Auf der anderen Uferseite die Ruine des Klosters Stuben und wenn man den Blick nach links in die Höhen des dortigen Weinbergs richtet, traut man seinen Augen an sonnigen Tagen nicht. Es ist der „Calmont“, seines Zeichens der steilste Weinberg Europas und als ausgewiesener „Klettersteig“ ein Anziehungspunkt für Wanderer. Kein Geheimtipp mehr, denn an trockenen Tagen ziehen sich lange Reihen von Wanderern durch den Weinberg. Manchmal erinnert mich das Bild an alte Aufnahmen des Chilcoot Trail, als lange Reihen von Goldsuchern durch den Schnee in Richtung Klondike marschierten. Hier suchen die Naturverbundenen kein Gold, sondern ein ruhiges Idyll, welches sie mit ihrem eigenen Massenauflauf ad absurdum führen.

Zeit für eine Pause und eine angemessene Mahlzeit. Also talabwärts an Bremm vorbei nach Ediger-Eller. Im Ortsteil Eller müssen wir jetzt ein wenig aufpassen, damit wir unsere Einfahrt nach links nicht verpassen. Grob an der Kirche von Eller orientieren und dann kann nichts mehr schiefgehen für unsere Anfahrt zum Weincafe Springiersbacher Hof (Oberbachstr. 30). Über Kopfsteinpflaster und enge Gäßchen suchen wir unseren Weg zur Pausenstation und nehmen dann auf der ruhigen Terrasse Platz oder im gemütlichen Gastraum.

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Weg vom Trubel der Moselpromenade genießen „Wir“ jetzt tatsächlich eine idyllische Pause bei einer guten Mahlzeit oder hausgemachtem Kuchen. Der Springiersbacher Hof ist auch noch für etwas anderes bekannt und mehrfach prämiert. Hier werden erstlassige Schnäpse gebrannt.

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Da sich der Genuss heute nicht mit unserer Motorradtour vereinbart, nehmen wir entweder eine (oder mehrere) Flasche/n im Tankrucksack mit oder nächtigen in einem der Gästezimmer.

Nach unserer wohlverdienten Pause überqueren wir bei Nehren die Mosel und erklimmen bei Senheim dann die Höhen hinauf zum Hunsrück auf der L 200 (Liesenich → Blankenrath [L202]). Dann rollen wir auf der B 421 wieder talabwärts nach Zell an die Mosel und begleiten den Fluss zur Rechten bis nach Enkirch.

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Wer die Moseltour bereits abgefahren ist, weiß welcher Ort sich für eine Pause anbietet und rollt zum Hotel-Restaurant Dampfmühle in Enkirch. Aber wahrscheinlich sind wir noch „gesättigt“ und können uns bis zur nächsten Rast noch etwas Zeit lassen. Also kurvig bergan und über Starkenburg wieder talabwärts nach Traben-Trarbach.

Hier in der Ortslage in Richtung Longkamp (Bernkastel-Kues) abbiegen und Kautenbach entlang in das Örtchen Longkamp. Diesmal fahren wir nicht nach Bernkastel-Kues, sondern verweilen auf den Höhen des Hunsrücks.

Auf kleinen Landstraßen führt unser Weg dann von Gonzerath über Heinzerath, Rapperath nach Weiperath. Jetzt könnte dem geneigten Leser die Idee kommen, dass sich hier die Bürgermeister der Ortschaften nicht sonderlich kreativ zeigten und einer von dem anderen die Ortsendung übernommen hat. Dem ist natürlich nicht so, der Hochwälder ist durchaus kreativ. Vielmehr gehen diese Hunsrücker Namensendungen „–rath“ auf „Rodungen“ zurück und sind in ähnlicher Form bundesweit zu finden. Was in den neuen Bundesländern auf –roda endet oder vielfach in der Harzregion auf –rode hat ähnlichen historischen Hintergrund.

Aber genug davon, es wird Zeit die heutige Tour an einem gemütlichen Ort Revue passieren zu lassen und das nicht mehr allzu weit vom Zielort. Wir fahren also von Weiperath nach Hunolstein und kehren dort im Bauerncafe Hunolsteiner Hof ein. Unmittelbar hinter dem Ortsende führt ein geteerter Feldweg rechts ab zu dieser Lokalität. Ich muss nicht extra betonen, dass es hier in jedweder Form wieder etwas Gutes auf die Gabel gibt. Sei es gut bürgerliche Hausmannskost von der auch ein „ausgewachsener Motorradfahrer“ oder –fahrerin satt wird oder der hausgemachte Kuchen, der einen an den ein oder anderen Besuch auf der Dorfkirmes erinnert. Deshalb sind die „Kuchenstücke“ auch in einem Format, dass es bei einem Cafe in der Innenstadt zu „Kalkulationsproblemen“ käme.

Was jetzt? Möglicherweise ist es jetzt einigen unterwegs so ergangen, wie es sicherlich jedem von uns schon passiert ist. An der ein oder anderen Stelle etwas länger verweilt, oder in ein Gespräch verwickelt, oder einfach nur auf einer der Terrassen die Sonne etwas länger als vorgeplant genossen. Deshalb jetzt unterschiedliche Varianten zum Zielort Trier zu gelangen.

Der Eilzug fährt auf die B 327 und folgt der Beschilderung Trier. D. h. in unserem Fall kurz vor Thalfang auf die L 150 und dann über Fell nach Trier.

Wer in Fell bemerkt, dass er noch einige Kurven gebrauchen könnte und dafür jetzt die Zeit wieder „reingefahren“ hat, der biegt in Ortslage Fell über eine kleine Brücke links ab in Richtung Thomm, respektive folgt der Beschilderung Besucherbergwerk. Die „Gudd-Gess-Tourer“ kennen die alte Bergrennstrecke bereits „bergab“, fahren sie aber jetzt in „Rennrichtung“. Aufgepasst in der ersten Spitzkehre rechts. Bei Gegenverkehr kann hier der „Radius“ schnell knapp werden.

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Vierzig Bergrennen, teilweise als Wertungsläufe zur Europameisterschaft, wurden hier unter Regie des Racing Teams Trier ausgerichtet. Die „Könige der Berge“ fuhren dabei dann im Renntempo die anspruchsvolle Strecke hinauf nach Thomm. Die Streckenrekorde nenne ich an dieser Stelle nicht, um nicht noch den ein oder anderen in Versuchung zu bringen. Für uns definitiv unerreichbar und damit soll es gut sein. Bei Thomm angekommen wieder talabwärts nach Waldrach und von dort einfach der Beschilderung nach Trier folgen.

Alternativ kann man den Weg in die Stadt Trier auch ab Waldrach (Kreisver-kehr; 2. Ausfahrt) über Korlingen suchen und dann über den Höhenstadtteil Tarforst nach Trier fahren.

Hier bietet sich, nachdem man die Liegenschaften der Universität Trier zur Linken passiert hat, noch der kleine Schlenker über den Petrisberg an. Dafür nutzen wir in dem Kreisverkehr die 2. Ausfahrt und folgen hier einfach dem Straßenverlauf in Richtung Stadt. Nachdem wir hier ein Wohngebiet (30er Zone) durchfahren haben, gelangen wir an einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt Trier.

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Nicht zu verfehlen, da zu unserer Linken eine größere Parkbucht angelegt ist. Auf der dortigen Mauer ist auch die Historie der Stadt Trier und die dazugehörige „Stadtplanung“ entsprechend dargelegt.

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Jetzt haben wir es geschafft. Nach einer erlebnisreichen Fahrt drei Regionen auf einen Schlag erledigt oder besser zumindest „angerissen“. Denn jeder Bereich für sich ist schon allein eine Tour wert.
Unsere „Rastplätze“ sind bereits unter Rasten & Übernachten eingestellt und
harren eures Besuchs.

Moselfahrt aus Liebeskummer!

06 Montag Apr 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Mosel, Moseltour

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So hieß der Filmtitel einer Schnulze aus den 50er Jahren, die für diese Generation wohl das Bild der Region rund um die Mosel prägte. Heutzutage ging dieser Film wahrscheinlich als Horrorfilm durch und verstaubt (glücklicherweise) in den Regalen der Archive. Wir haben keinen Liebeskummer, so hoffe ich zumindest, aber trotzdem das Bedürfnis die Region kennenzulernen.

Als Einstieg in die Anderstour „Moselland“ der alles entscheidende Tipp für eine gelungene Moseltour mit dem Motorrad: „Meiden Sie die Mosel!“

Jetzt hat er es gepackt, der arme Kerl. Der Autor des Berichtes konsumiert bewusstseinserweiternde Drogen und hat sie jetzt mit Alkohol eingenommen! Das konnte ja nicht gut gehen!

Weit gefehlt Leute. Die Mosel und ihre Weinberge mit den kleinen Weindörfern, die der Ein oder Andere nur von Flaschenetiketten kennt, ist wunderschön und allemal eine Reise wert. Aber – wir planen eine Tour mit dem Motorrad und jetzt haben wir ein Problem, denn die Schönheit der Region hat sich herumgesprochen. An Wochenenden und Feiertagen, sowie der Ferienzeit tummeln sich an der Ufertrasse von Trier bis Koblenz „Bürgerkäfige auf Schleichfahrt“ und „Wanderbaustellen mit gelben Kennzeichen“. Kurz und gut – alles was der Motorradfahrer/die Motorradfahrerin so dringend benötigt wie einen Kolbenfresser oder eine gerissene Steuerkette.

Ergo gehen wir diesen Problemen weitestgehend aus dem Weg, bewundern aber trotzdem den Flusslauf (an gewissen Stellen) und fahren eine Berg- und Talbahn, die in der Häufung in Deutschland nicht allzu oft vorkommt. Ca. 240 km haben wir heute vor uns. Reine Fahrzeit bei gemütlichem Fahrstil liegt zwischen 4,5 und 5 Stunden. Also Zeit satt für unsere Pausen aller Art.

Wir beginnen unsere Tour in Trier und fahren auf der westlichen Seite von Trier, also den Fluss immer auf der rechten Seite, stadtauswärts in Richtung Schweich (B53). Langsam einrollen für den Tag ist angesagt und so folgen wir dem Fluss- und Straßenverlauf weiter bis Mehring. Jetzt geht es auf die K 85, soll heißen am Ortsende über die Moselbrücke und dann durch ein Neubaugebiet hinaus aus dem Ort und zu unseren ersten Kurven.

Am Ende dieser Wegstrecke wartet eine Kreuzung auf uns und wir biegen links auf die L 150 in Richtung Morbach ab. Die L 150 ist aber für uns nur ein Zubringer zur nächsten schönen Kurverei, denn bereits an der nächsten Kreuzung geht es erneut links ab auf die L 148 ins idyllische Dhrontal. Das Tal liegt so schön eingebettet in der Hügellandschaft, dass selbst im Sommer immer noch ein schattiges Plätzchen zu finden ist.

Nach einem längeren Bergaufstück geht es in einer 90 o Linkskurve für uns nach rechts auf die L 128 in Richtung Papiermühle. Kein Problem für den der die Abzweigung verpasst, denn nach ca. 100m ist linksseitig ein großer Parkplatz zum Wenden. Außerdem bietet sich dieser Platz auch für das erste „Moselfoto“ an, mit dem schönen Blick auf das Winzerörtchen Trittenheim.

Dann geht es wieder weiter auf der L 128 nach Papiermühle und an der Kreuzung dann nach links zum nächsten Winzerort Neumagen-Dhron (L155). Da wir versuchen die Ortsdurchfahrten weitestgehend zu vermeiden fahren wir an der Kreuzung (Ortseingang Dhron) nach rechts auf die L 156. Wir wollen nach Piesport, nehmen deshalb an dem Verkehrskreisel die 2. Ausfahrt (L 50) und dann geht es auch schon jenseits der Mosel wieder den Weinberg hinauf. Die Straße mäandert hier noch mehr, als der Flusslauf unterhalb. Zeit den Blick zu genießen nehmen wir uns gleich, denn wir folgen alsbald der Beschilderung Panoramastrecke (K 52) und biegen rechts ab (Die Abzweigung ist im spitzen Winkel, also ruhig etwas weiter ausholen beim Abbiegen).

Auf der Panoramastrecke haben wir jetzt einige Möglichkeiten mit der Maschine anzuhalten und den Blick ins Moseltal einfach nur zu genießen oder auch Erinnerungsfotos zu machen. Irgendwie hat es was zu sehen wie sich hier die Natur, in persona des Flusses Mosel, ihren Weg durch die Berge gesucht hat.

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Wir kommen anschließend bei unserer Weiterfahrt wieder auf Flussniveau und landen in Minheim. Hier links ab auf die K 53 und zunächst einfach die Mosel rechte Hand „liegen lassen“.

Wir folgen dem Flusslauf bis Lieser und überqueren die Mosel. Jetzt könnte man einfach nach Bernkastel-Kues dem Straßenverlauf der Bundesstraße 53 folgen. Aber das machen wir ja nicht, denn wir wollen nicht direkt im Touristenstrom schwimmen, sondern folgen dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.

Also rein in die Ortslage Mülheim auf die Veldenzer Straße (K 88), dem Straßenverlauf ins gleichnamige Örtchen Veldenz folgen und in der Folge weiter auf der K 88 (grobe Richtung Gornhausen). Hier hatte der „Straßenbauer“ wahrscheinlich vor der Planung einen „Kreisel“ verschluckt, denn die Straße dreht derartige Windungen, dass es eine Pracht ist. Fast ist man an eine Alpenpassfahrt erinnert.

Danach wird es kurz etwas entspannend, denn am Ende der K88 wenden wir uns an der Kreuzung nach links L 157 und wenig später erneut links Richtung Gonzerath (B 269). An dem dann folgenden Kreisverkehr hinter Gonzerath fahren wir die 3. Ausfahrt wieder in Richtung Mülheim und kurvenreich geht es talabwärts ins Moseltal auf der L 158.

Unweit der Moselbrücke Mülheim landen wir wieder am Flusslauf und jetzt dürfen wir auch der Wegweisung in Richtung Bernkastel-Kues auf der B 53 folgen. Ist es eigentlich Fluch oder Segen der Tourismus? Vorsicht jetzt bei einer objektiven Betrachtung, denn wir sind mit unseren Maschinen auch ein Teil dieser Zielgruppe Touristen. Wenn man sich die Zeit nehmen möchte und auch einen Parkplatz an der großen Uferpromenade findet, dann kann man durch den wirklich schönen Ortskern von Bernkastel bummeln und die Fachwerkhäuser bewundern. Meistens bummelt man aber im Sommer nicht, sondern man wird durch den Ort „geschoben“. Nach Cochem ist Bernkastel-Kues der wohl am stärksten frequentierte Ort der Mosel und das merkt man auch.

Ansonsten war doch da was mit Kurven. Ach ja, jetzt hab` ich es wieder. Am Ortseingang Bernkastel können wir auch kurz nach der Einfahrt in den Ort rechts in einen Tunnel auf die B 50 abbiegen. Der kleine Tunnel dient hier als Ortsumgehung und im Anschluss geht es wieder kurvig bergan in Richtung Longkamp. In der Ortslage Longkamp wenden wir uns dann in Richtung des nächsten bekannten Moselortes Traben-Trarbach links auf die L 187 (Kautenbach). Seit einiger Zeit ist die Strecke neu asphaltiert und einfach wunderbar durch das kleine Tal zu fahren.

Um die Wende ins 20. Jahrhundert war Traben-Trarbach die zweitgrößte Weinhandelsstadt Europas nach Bordeaux in Frankreich. In der ansonsten katholisch geprägten Moselregion war Traben-Trarbach die einzige protestantische Enklave und hatte eine stark preußische Orientierung. Aus der Nähe zur preußischen Wirtschaftsmacht ergab sich zum einen der o. a. ausgeprägte Welthandel in Sachen „Wein“ und zum zweiten eine Besonderheit in Sachen Architektur. Der Berliner Baumeister Bruno Möhring entdeckte seine Liebe für den Moselort und so gilt heute noch Traben-Trarbach unter Freunden des Jugendstils als Ikone in Deutschland. Wer sich das fachmännisch erklären lassen möchte terminiert seine „Moseltour“ auf den jeweils 1. Sonntag eines Monats. Hier ist dann um 11:00 Uhr Treffpunkt an der Tourist Information in Traben-Trarbach zur „Jugendstilführung“.

Wem es danach nach einer gemütlichen Pause mit „Aussicht“ ist, dem sei das Weingut Conrad Bartz empfohlen (Wolfer Weg 41). Gemütliche Terrasse mit Blick auf die Promenade und eine kleine aber feine Speiseauswahl. Das der „Herr des Hauses“ nicht nur etwas vom Weinanbau versteht sieht man unmittelbar im gemütlichen Gastraum. Hier steht eine wunderbar restaurierte Triumph und unmittelbar neben dem Tresen freut sich der „italophile Motorradfreund“ an einer traumhaften Moto Morini.

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Für alle anderen geht es in der Ortslage Traben-Trarbach rechts ab in die Schottstraße (L 190) Richtung Irmenach. Im weiteren Verlauf würde dieser Weg dann in den Hunsrück führen und das künstlich erschaffene Pseudo-Drehkreuz Flugplatz Frankfurt-Hahn erreichen. Allein die Namensgebung ist bereits ein Witz, weil Hahn und Frankfurt liegen nur auf dem Globus nahe beieinander. Wir fahren aber lange vorher links ab auf die L 192 nach Starkenburg (Enkirch).

Starkenburg ist von der Aussicht her mein Favorit und so ist der Fotohalt im Ort natürlich ein Muss. Der Parkplatz am Weinhaus Schöne Aussicht bietet sich dafür an. Wer eine Pause einlegen möchte könnte dies mit dem wunderbaren Blick an einem „Fensterplatz“ im Restaurant verbinden. Verpflegung ist aber eher als durchschnittlich zu bewerten.

Wer sich noch ein wenig gedulden kann der sollte hinsichtlich des Auffüllens seiner Kohlenhydratespeicher noch warten und die paar Kilometer bis Enkirch zurücklegen. Erste Wahl ist hier das Hotel-Restaurant Dampfmühle. Der Wirt ist Motorradfahrern/-innen gegenüber „wohlgesonnen“ und die Verpflegung ausgezeichnet. Tourenfahrer die unsere „Moseltour“ von weiter her angehen können die „Dampfmühle“ auch als „Basislager Mosel – Hunsrück“ anfahren und sind gut untergebracht.

Der Magen-Darmtrakt ist jetzt gefüllt und ruft zunächst einige körperliche Ressourcen zur Erfüllung seiner Aufgaben ab. Deshalb lassen wir es die ersten Kilometer langsam angehen bis sich wieder Konzentration eingefunden hat.

Wir nutzen zunächst die B 53 bis wir bei Reil wieder die Mosel überqueren. Der Weinort Reil war in der Crosserszene früher durchaus ein Begriff. Der „Heisse Stein“ war lange ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft und hat die nationale Crosserelite und die Zuschauer an die Mosel gelockt.

Also Ortslage Reil → Kaiserstraße, Bergstraße (Nomen est omen) und dann links ab auf die K 63 (Am Reiler Hals). Nach einer kurzen Wegstrecke folgen wir der Beschilderung nach rechts auf die K 135 in Richtung Bengel. Die B 49 ist hier eine der „interessanteren Bundesstraßen“ und wir könnten ihr auch bis nach Wittlich folgen, was wir aber nicht tun. In der Ortslage Kinderbeuren biegen wir nach links ab und folgen der Beschilderung (L 58) nach Kröv. Der „Nacktarsch“ lässt grüßen. An dieser Stelle keine Beleidigung aus heiterem Himmel, sondern die Bezeichnung der weltbekannten Weinlage um den Winzerort Kröv.

Nach der kurvenreichen Bergabstrecke mit einem schönen Ausblick auf das Moseltal rollen wir, am Fluss angekommen, nun gemütlich nach rechts und folgen dem Straßenverlauf (B 53) an Ürzig vorbei bis Zeltingen. Hier fahren wir nicht in den Moselort, sondern orientieren uns in Richtung Wittlich. Alles sehr gut beschildert (B 50) und bedarf deshalb keiner weiteren Erläuterung.

Vielleicht fragt sich jetzt der ein oder andere warum ich die unmittelbar an der Moselbrücke Zeltingen liegende Gastwirtschaft, das Kloster Machern, nicht als Station anbiete und hier vorschlage. Wer möchte kann hier gerne pausieren. Das hausgebraute Bier ist wirklich ausgezeichnet, verträgt sich aber nicht mit unserer Motorradtour. Außerdem ist mir das Lokal zu überlaufen und deshalb schlagen wir einen Bogen um diese Lokalität und fahren „etwas Ruhigeres“ an.

Es geht nach Platten. Hier steuern wir das Winzerhofcafe Görgen an (Bahnhofstraße 14), genießen unseren Aufenthalt auf einer schönen und abgelegenen Terrasse und lassen die bisherige Tour Revue passieren. Wer bislang noch nicht gespeist hat kann das jetzt nachholen. Auch die Zuckerlastigen unter uns werden an der Kuchentheke sicherlich fündig. Das Winzerhofcafe liegt an einem der neu geschaffenen Radwege und ist dadurch zwangsläufig hauptsächlich von Radlern besucht. Für Motorräder findet sich aber immer noch irgendwo ein Platz.

Alsdann geht es auf die heutige Schlussetappe und wir verlassen Platten in Richtung Osann-Monzel und orientieren uns über die L 53 und anschließend L 47 in den kleinen Wallfahrtsort Klausen. Alljährlich ist die Kirche zu Saisonbeginn Ziel einer gut frequentierten und organisierten Motorradwallfahrt.

Von Klausen fahren wir wieder ins Moseltal nach Piesport (L50). Hier landen wir kurz auf einem Streckenabschnitt, den wir heute Morgen bereits „bergauf“ genießen durften und fahren die kurvenreiche Strecke jetzt bergab in den Ort Piesport. Die Weinberge, die wir soeben passiert haben sind alljährlich Teil der „Moselwertungsprüfungen“ anlässlich des deutschen Laufes zur Rallyeweltmeisterschaft. Hier drehen dann die Profis ihre Runden durch die Weinberge und die „Moselregion“ rund um Trier begrüßt und beherbergt die Rallyefans aus aller Welt.

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Es ist jetzt wahrscheinlich später Nachmittag und die „Hauptausflugswelle“ ist abgeebbt. Deshalb halten wir uns jetzt ein Stück an der Promenade (B 53) auf und fahren am Moselufer entlang bis nach Klüsserath. Am Ende des Ortes biegen wir rechts ab (K47 / K 40). Es geht jetzt nach Hetzerath und in der Ortslage fahren wir zunächst nach rechts, also nicht in Richtung Trier, weil wir vorher noch schnell ein paar Kurven mitnehmen möchten. In dem folgenden Verteilerkreis fahren wir die 3. Ausfahrt ab und orientieren uns in Richtung Naurath (Bahnhofstraße / K 39). Falls sich jemand hier in der Ortslage Hetzerath „verfährt“ und versehentlich auf der L 49 in Richtung Erlenbach rollt ist dies kein Problem. Nach einigen Kurven haben wir zur Rechten die Ortschaft Dierscheid und wir biegen eben hier nach links in Richtung Naurath ab. In Naurath dann einfach durch den Ort und dem Straßenverlauf weiter folgen bis zur nächsten Kreuzung die uns nur die Wahl „links oder rechts“ lässt. Wir sind jetzt auf der L 46, die wir bei einigen unserer Anderstouren bereits als „Eröffnung“ genutzt haben. Jetzt fahren wir „Sie“ mal genüsslich zum Abschluss unserer Moseltour und folgen abschließend einfach der Beschilderung nach Trier.

Kurven hatten wir ausreichend und so lassen wir den Tag gemütlich cruisend ausklingen. Liebeskummer hatten wir bereits zu Beginn nicht und es steht zu hoffen, dass sich dieser Gemütszustand im Verlauf unserer Tour nicht eingestellt hat. Eines dürfte sich aber auf der Tour herauskristallisiert haben: Abseits der Touristenströme hat die Mosel für Motorradfahrer etwas zu bieten.

Die heutigen Tipps für Rast und Verpflegung sind entsprechend auf meiner „Empfehlungsseite“ ergänzt.

Anderstouren ODER anders unterwegs und anders ans Ziel

21 Samstag Feb 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Mal abgesehen von Wanderern stimmt der Sinnspruch „Der Weg ist das Ziel“ für keinen anderen Menschenschlag so, wie für Motorradfahrer.

Hier geht es nicht um die kürzeste Verbindung von Punkt A nach Punkt B, sondern um die Streckenführung, welche möglichst nicht in einer „Geraden“ erfolgen sollte, sondern je kurviger umso besser. Die Routenführung und die ausgewählten Strecken meiner vorgeschlagenen Touren sind eher touristisch ausgelegt, d. h. viel Landschaft und schöne Ausblicke. Die Heizer in unseren Reihen werden hier eher weniger ihr Glück finden.

Da noch nicht alle „Tourer“ mit Navigationssystemen ausgerüstet sind und sich einige alte Hasen und Häsinnen immer noch auf die alte Karte verlassen, erwähne ich bei allen Strecken weitestgehend die jeweilige Straßenklassifizierung mit der dazugehörenden Nummer, um die Route beim Kartenstudium schneller nachvollziehen zu können.

Wahrscheinlich ist es altersbedingt, aber in den letzten Jahren kam bei meinen Touren ein weiterer Schwerpunkt außer den Kurven hinzu. Wo ist ein schöner Platz zum Rasten auf der Strecke?

Die Definition „schöner Platz“ ist dabei variabel. Es dürfen und können auch andere Gleichgesinnte auf Mopeds in der Nähe sein – ist aber nicht verpflichtend. Der „Tumult“ in räumlicher Nähe zu „meinem Rastplatz“ sollte sich in Grenzen halten, denn „Ballermann-Ambiente“ ist mir zuwider! UND ausgesprochen hilfreich ist es, wenn mir mein Rastplatz etwas „Anständiges auf die Gabel“ bringt! Denn nichts ist so gefährlich wie „Unterzucker“!

Die Umschreibung „Anständiges auf die Gabel“ umfasst dabei sowohl alles „Herzhafte“, als auch den Bereich der „Kuchentheke“. So wird es zukünftig fester Bestandteil der „Anders-Touren“ sein, dass „Sie“ zumindest eine Station beinhalten, welche zur entsprechenden Nahrungsaufnahme empfohlen wird und natürlich vorab persönlich getestet wurde.

Viel Freude beim „Erfahren“ der Touren und „Guten Appetit“!

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