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~ der etwas andere Motorradblog

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Kategorien-Archiv: Nachdenkliches & Provokantes

Vom Sommerloch über die Herbstdepression in den Winterschlaf ODER „Saisonende“

31 Samstag Okt 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Rettungsgasse, Saisonende

Unsere Saison 2015 neigt sich witterungsmäßig ihrem Ende zu. Zumindest einige „Saisonkennzeichenfahrer“ werden sich mit Anfang November zunächst einmal von uns verabschieden und statt auf der Maschine vor dem warmen Ofen Platz nehmen.

Wie war es jetzt 2015? Hatten wir eine gute Motorradsaison und konnten wir zufrieden sein?

Was mich erfreut hat und wo ich mit Spannung die abschließende politische Entscheidung erwarte ist DAS hier

https://www.openpetition.de/petition/online/staudurchfahrung-fuer-motorraeder

Wahrscheinlich haben WIR es gar nicht ALLE mitbekommen, ansonsten wäre das Votum sicherlich noch umfangreicher als die 135.248 Unterstützer.

Selten ist es ja das unser, von Bergpässen gesegnetes, Nachbarland Österreich etwas Positives für Motorradfahrer zu bieten hat, aber bei diesem Thema ist es so. Im § 12 Abs. 5 der „österreichischen“ STVO findet der geneigte Motorradfahrer oder die Motorradfahrerin die Möglichkeit, unter Einhaltung gewisser Voraussetzungen, vorsichtig und langsam mit der Maschine durch einen Stau zu fahren. Zumindest wird diese Gesetzespassage als Legitimation dafür genutzt. Wie hätte jetzt Robert Palfrader als Kaiser Robert Heinrich I. in seiner österreichischen Satiresendung „Wir sind Kaiser“ gesagt: „Schau, wir sind überrascht! Seyffenstein, Er notiere: Gute Sache!“

Jetzt höre ich schon die Rufe – „ Das mach` ich doch auch! Wo gerade Platz ist oder Platz gemacht wird, da fahr` ich durch!“

Richtig Leute, aber wir machen DAS in einer „Grauzone“ der gesetzlichen Bestimmungen und in keinster Weise gesetzlich legitimiert. JAA, wir könnten ganz weit links auf dem äußeren Fahrstreifen „überholend“ an diesen Kolonnen vorbeifahren, wenn der Platz ausreichend ist UND wir nicht über diese „ominöse“ äußere weiße Fahrbahnmarkierung „eiern“. Dann hat man UNS schon wieder bei „frevelhaftem Tun“ erwischt, welches einer Sanktion würdig ist. Zum Glück haben die meisten Streifenbesatzungen der Autobahnpolizei in diesen Fällen Wichtigeres zu tun, als sich mit „vorbeischlängelnden Motorradfahrern“ zu beschäftigen.

Oh Du mein Deutschland. Was tust Du Dich wieder einmal so schwer. Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, gilt bei Dir als VERBOTEN. Spring` einmal über deinen preußischen Schatten und mache daraus

Alles Was nicht ausdrücklich verboten ist – DAS ist erlaubt!

Es ginge wahrscheinlich einiges leichter und problemfreier in unserem Lande von der Hand. Bis auf diese merkwürdige „Wintermüdigkeit“. Ich dreh` mich jetzt auf die Seite und schlafe eine Runde.

Deus lo vult

18 Freitag Sept 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Alpentour, Dolomiten

Gott will es! Mit diesem Ruf und dem entsprechenden Gottvertrauen stürzte sich im 11. Jahrhundert die recht naive Truppe der Kreuzritter in die Schlacht gegen die „Ungläubigen“. Was daraus wurde lehrt uns die Geschichte.

Mit welchem Schlachtruf stürzen WIR uns alljährlich in unsere „Kreuzzüge“ in die Alpenpässe?

ICH sehe was, WAS DU nicht siehst?

Ausreichendes Gottvertrauen scheint ein Gros von UNS bereits mitzubringen! Der Herr wird`s schon richten!

Unsere Urlaubsplanung sah in diesem Jahr eine größere Hüttentour per pedes in den Dolomiten vor und dies ließ sich, trotz der großen Ladekapazität unserer „dicken Österreicherin“, nicht mit dem Motorrad realisieren. Also waren Flying Haggis und die beste Sozia von Allen mit dem Bürgerkäfig unterwegs und sahen „merkwürdige Dinge“.

An welches „höhere Wesen“ diese Kunden auf ihren Maschinen auch immer glauben mögen, de facto rechnen SIE in ihrem grenzenlosen Optimismus mit ihrer alsbaldigen Reinkarnation → in welcher Form auch immer!

Das Hahntennjoch ist jedem von uns, der sich auf der Fahrt gen Süden den leidigen Fernpass und sein Stopp and Go ersparen möchte ein Begriff. Auf meiner Fahrt zur Passhöhe aus Richtung Reutte kommend bin ich mehrfach im Geiste die Maßnahmen zur Ersten-Hilfe durchgegangen. Da flogen auf den „kurzen geraden Passagen“ vor uneinsehbaren Rechtskurven Spezialisten an uns vorbei, die definitiv über eine mediale Veranlagung verfügen mussten, denn zu sehen war im Hinblick auf möglichen Gegenverkehr nichts. Und so gingen dann auch einige dieser Manöver nur um Haaresbreite gut und hatten nichts mit fahrerischen Können oder Geschick zu tun, sondern lediglich mit GLÜCK. Bleiben wir bei der Eröffnung unserer aktuellen Geschichte so hätten die Gegner unserer Kreuzritter wahrscheinlich von Kismet gesprochen, dem vorherbestimmten Schicksal, dass man ohnehin nicht beeinflussen kann!?

Es steht geschrieben – Du mein Bruder kommst in diesem Jahr heil von deiner Alpentour zurück!

Eine andere Begegnung zwischen Nigersattel und Karerpass führte bei mir ebenfalls nur noch zu Kopfschütteln. Uneingeschränkt hätte die Episode auch zu dem Artikel „Soziale Kompetenz“ gepasst. Eine Vierergruppe aus unserem „flachen Nachbarland“ mit den „gelben Kennzeichen“ machte sich auf uns zu überholen. Nr. 1 vorbei und mit entsprechendem Schwung weiter. Bei Nr. 4 war es dann wieder einmal soweit. Die anderen bereits auf und davon und kein Hinterrad mehr zu sehen kam ER, dann kurz vor einem Ortseingang, zum Entschluss mit „Schwung“ vorbeizuziehen. Bis jetzt alles kein Problem – ABER nun bemerkt unsere Nr. 4 die stationäre „Geschwindigkeitsmessung“ am Ortseingang und hält SIE „irrtümlich“ für eine Radaranlage. Also auf „unserer Höhe“ in die „Eisen“. Der Überholvorgang wird aber nicht abgebrochen ODER im Anschluss vollendet, dies wäre zu einfach. Weil ER jetzt überhaupt nicht mehr weiß WAS er machen soll – den Kollegen nach ODER hinter uns einordnen, fährt ER erst einmal mit verkrampftem Gesicht parallel neben uns in die Ortslage ein. Um Ihn nicht noch mehr in die Bredouille zu bringen bremste ich jetzt stark ab, damit ER endlich vor uns einscheren konnte.

Reduzieren wir jetzt die schönsten Wochen im Jahr mit unseren Maschinen, die eigentlich unserer Erholung und Entspannung dienen sollten, auf Glück, Schicksal und Gottvertrauen?

Ich bin an sich zuversichtlich, dass es auch anders geht, weil ich im Verlauf der Tour auch das ANDERE gesehen habe. Nicht gebummelt, sondern zügig ABER ohne Harakiriaktionen und sichtlich entspannt kamen diese Tourer und Tourerinnen an uns vorbei und verschwanden alsbald aus unserem Blickfeld. Das Ganze ohne einen Anflug von Stress oder aggressivem Fahrverhalten und (hin und wieder) mit dem Blick für die wunderbare Berglandschaft und Umgebung.

Bis dann Leute – WIR sehen uns an Odins Tafel in Walhall!

 

Mein Gesicht passt auf jeden Steckbrief!

15 Samstag Aug 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Klischee, Vorurteile

Eigentlich hat sich doch unsere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit über die Jahre zum Positiven gewandelt. Damit meine ich wie WIR, als Fahrer/-in unserer Maschinen, in der „nichtmotorradfahrenden“ Welt wahrgenommen werden. Insbesondere Reiseanbieter, sowie Hotel- und Gaststättenbetreiber haben festgestellt, dass HIER solvente Kundschaft unterwegs ist und keine marodierenden Herumtreiber die ihre Umgebung in Schutt und Asche legen.

Der ein oder andere „Ausreißer“ der an seinen lieb gewonnenen Vorurteilen einfach festhalten möchte ist aber immer noch auszumachen. Dies dann oftmals auf eine derart einfältige Art und Weise, dass es einem das Wasser in die Augen treibt. Leider nicht vor Lachen ob dieser grenzenlosen Naivität.

So begab es sich, dass Flying Haggis, erkennbar als Motorradfahrer und frevelhafter Weise mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken, den Baumarkt seines Vertrauens aufsuchte, um einige Kleinartikel käuflich zu erwerben. Vor mir an der Kasse waren bereits zwei Pärchen in der Warteschleife, wobei der jeweils weibliche Part Handtaschen mit sich führten deren Volumen einem Motorradfahrer zur Unterbringung seiner Utensilien für einen ausgedehnten Wochenendtrip ausgereicht hätten. Jetzt folgte zunächst der „übliche Ablauf“ an der Kasse mit dem kundenfreundlichen Geschwafel ……waren Sie mit ihrem Einkauf zufrieden und beehren Sie uns bald wieder…….blablabla und trallalla……. Nun war der Schreiber dieser Zeilen an der Reihe, der vorab ordnungsgemäß seine Artikel auf das Warenband gelegt hatte.

„Kann ich einmal in ihren Rucksack sehen?“

„Es will sich mir jetzt nicht so richtig erschließen WARUM Sie das möchten?“

Diese Antwort war zugegebenermaßen geheuchelt, weil mir sonnenklar war aus welchem Grund „Miss Marple“ einen Blick in meinen Rucksack werfen wollte. Sie war dem Verbrechen auf der Spur und der Typ in der Lederkombi passte in ihr Feindbild.

„Ja, ich möchte einfach in ihren Rucksack sehen! Wir sind von unserer Geschäftsführung angehalten das sporadisch zu machen!“

„Wenn Sie gerne wissen möchten, was in meinem Rucksack ist, dann rufen Sie die Polizei! Die darf hineinsehen, Sie definitiv nicht! Ich warte dann hier.“

Leicht provozierend schob ich noch ein …ich hab` Zeit… hinterher. Miss Marple wurde jetzt unruhig. Irgendwie hatte Sie sich das Überführen eines Ladendiebs etwas einfacher vorgestellt. Die nächsthöhere Instanz anzurufen erschien ihr jetzt als gute Handlungsalternative. Gesagt getan und dann wurde ich zum „Infostand“ gebeten. Die nächste „Dame“ harrte hier bereits meiner Ankunft und es folgte ein sichtlich nervös vorgetragener Erklärungsversuch.

„Ja, wir haben hier eine Anweisung der Geschäftsführung stichpunktartig solche Kontrollen durchzuführen. NATÜRLICH nur wenn der Kunde damit einverstanden ist!“

„Wenn Sie DAS stichpunktartig machen, dann erfolgt diese stichpunktartige Kontrolle sicherlich auch nur bei derartigen Kunden, bei denen ein Ladendiebstahl naheliegt oder ihrerseits vermutet wird? Also scheinen bei Ihnen hier hauptsächlich nur Motorradfahrer zu klauen, denn vor mir haben zwei Damen mit sehr großen Einkaufstaschen die Kasse unbehelligt passieren dürfen?“

Jetzt ist die Dame komplett aus ihrem antrainierten Konzept. Gut daran zu erkennen, dass ihre Hautfarbe in unterschiedlichen Farben changierte und ihr Gesicht eine wunderbare Palette von unterschiedlichen Rottönen wiederspiegelte.

„Ähhh, nein. Das war sicherlich nur Zufall. Ich ziehe Ihnen jetzt ihre Artikel ab und dann können Sie gerne gehen!“

Gegangen bin ich dann, aber OHNE zu bezahlen! NEIN, ich habe die Artikel nicht abschließend gestohlen. Der Dame hatte ich lediglich mitgeteilt, dass ich nicht in einem Geschäft kaufe, dass mir einen Diebstahl unterstellt, nur weil ich in Motorradkluft an der Kasse stehe. Die Artikel ließ ich auf dem Tresen liegen. Als Tipp für „ihre [so oft zitierte] Geschäftsleitung“ gab ich ihr noch auf den Weg entsprechende Schränke aufzubauen, wo man Taschen und Rucksäcke für den Kauf deponieren kann. Dies würde dann abschließend die Verdächtigung von unbescholtener Kundschaft entbehrlich machen, wenn man auf die „verbindliche“ Aufbewahrung dieser Behältnisse hinweist.

Aber Motorradfahrer klauen nicht nur in Baumärkten! Prädestiniert sind WIR auch für Tankstellenüberfälle!

Der „konvertierte Klapphelmträger“ Flying Haggis betritt nach zügigem Tankvorgang die Tankstelle und trabt zur Kasse. Klappe weit aufgerissen, also die vom Helm und Geldbörse, nebst Kreditkarte, bereits in Händen. Nur zwei Kunden vor mir bin ich zügig an der Reihe und schmettere schon mein ….Guten Tag. Säule 2. Euro Super 18 Liter…. der Kassiererin entgegen.

Phonetisch jetzt nicht zu verwechseln mit … Das ist ein Überfall. Geld her und zwar ALLES….

„Beim nächsten Mal ziehen Sie dieses Ding da (Helm) ab. Wir sind schon einmal überfallen worden!“

„Stand DER beim letzten Mal auch mit Portemonnaie und Kreditkarte in der Hand an der Kasse und hat seine Säulen-Nr. angegeben?“

Jetzt bekommt die traumatisierte Kassiererin auch noch Unterstützung von ihrer kreischenden „Backfee“, die bis dato nebenan die Brötchen sortiert hatte.

„Genau, wir sind überfallen worden! Und diese komische Blende (Sonnenblende) haben sie auch erst eben aufgemacht!“

Der Täter wurde sicherlich von der Polizei im unmittelbaren Anschluss an die Tat festgenommen. Bei dem unweigerlichen Tinnitus konnte der Räuber mit den Störungen im Gleichgewichtsinn nicht mehr weit gekommen sein.

„Der Fahrer eines Porsche Cabrio mit Baseballmütze und Sonnenbrille, muss der auch Mütze und Brille bei Ihnen ausziehen ODER reicht bei dem eine Front- und Profilaufnahme?“

Der Kunde hinter mir bricht in Gelächter aus und sagt nur „Da haben Sie mal recht“. Die beiden Damen starren mich mit offenen Mündern an und Flying Haggis genießt die Stille.

DEUTSCHLAND deine Vorurteile! Sollen wir Sie jetzt pflegen ODER langsam daran gehen Sie zu entsorgen? Was sagt unser Internet? Vorurteil ist ein vorab wertendes Urteil, welches eine Handlung leitet. Eine meist wenig reflektierte Meinung ohne verstandesgemäße Würdigung aller relevanten Eigenschaften des Sachverhaltes ODER einer Person.

Vielleicht passt mein Gesicht doch nicht auf jeden Steckbrief!

Vielleicht liegt es einfach daran, das sich manche Leute ihre kleine Welt und ihr Universum gerne derart zurechtlegen, dass SIE ohne viel nachdenken durch ihr Leben „stolpern“ können.

Du bist böse, Flying Haggis!

Wie sehen eure Erfahrungen mit Vorurteilen gegenüber Motorradfahrern/-innen aus?

Der Discounter ODER „Ich bin dein Kumpel“

24 Freitag Jul 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Was für viele „nicht motorradfahrende“, weibliche Bewohner des Planeten der Besuch in dem „schwedischen Einrichtungshaus“ ist, um nützliche Dinge wie Teelichter etc. käuflich zu erwerben, ist dem Motorradfahrer / der Motorradfahrerin der Besuch beim Fachhändler oder „Discounter“.

Das Schlendern zwischen den Regalen auf der Suche nach Dingen, die die Welt und der Fahrer/-in an sich wahrscheinlich gar nicht benötigt hat etwas Metaphysisches.

Es gibt aber auch Momente, da sind wir nicht in diesem transzendentalen Raum unterwegs, sondern tauchen hier einfach auf um FACHLICH sauber beraten zu werden, als Grundlage für einen Kauf.

„Kann ich Dir helfen?“

Die mit lautstarker Stimme in den Raum gerufene Frage reißt mich aus meinen Gedanken. Irgendwie bin ich jetzt schon überrascht darüber, dass überhaupt noch jemand der Auffassung ist MIR helfen zu können!

Also wende ich mich in Richtung der Stimme und meine Überraschung wird größer. Haggis, jetzt hat es Dich doch noch erwischt! In die Soße des gestrigen Jägerschnitzels muss der Koch wohl eine Portion „magic Mushrooms“ eingerührt haben. Der Kühlergrill eines 54er Chevy versucht mit mir Kontakt aufzunehmen?! Bei genauerer Betrachtung klärt sich die Situation dahingehend, dass lediglich das ortsansässige Piercingstudio einen repräsentativen Querschnitt ihrer Produkte im Gesicht meines Gegenübers untergebracht hat.

Haggis, sei nicht immer so konservativ. Alles wird gut!

„Kann ich Dir helfen?“

Die Frage wird wiederholt und da ich gerade erst wieder im Diesseits angekommen bin antworte ich etwas unwirsch: „Kennen wir uns näher oder warum sind wir per Du?“

„ Ich dachte so unter uns Bikern!?“

„Ich bin kein Biker. Ich bin Motorradfahrer!“ Jetzt macht sich bereits eine gewisse Unsicherheit bei meinem Gegenüber bemerkbar. Mit „Motorradfahrern“ scheint man hier seltener Kontakt zu haben. Unmittelbar neben uns „berät“ gerade sein Kollege einen jungen Mann (wohl Fahranfänger A1), der in Begleitung seiner Mutter das Geschäft aufgesucht hat. Man beabsichtigt einen Helm für den jungen Herrn zu kaufen und lässt sich über Vor- und Nachteile der angebotenen Produkte aufklären.

„Der Helm ist gerade Moto-GP Weltmeister geworden!“

Donnerwetter denke ich, hoffentlich weiß Marc Marquez, dass er seinen aktuellen Titel nicht seinem fahrerischen Können und der Qualität seiner Maschine verdankt, sondern seinem HELM.

„Wenn DER mal leicht auf den Boden fällt, dann macht DAS nichts. Der andere Helm ist dann kaputt!“

Was für eine qualitativ hochwertige Aussage. Hatte der Verkäufer bei seinem letzten Sturz gar keinen Helm an? Das würde die angeführten Verkaufsargumente für mich erklärbarer machen.

Meine Fachkraft sucht zwischenzeitlich nach dem gesuchten Artikel im hauseigenen Katalog und teilt mir mit, dass ein derartiges Produkt so selten gewünscht ist, dass man ES nicht auf Lager hält. In meiner grenzenlosen Naivität versuchte ich nach anderweitigen Lösungsmöglichkeiten aus der Angebotspalette „unseres Discounters“ zu suchen. Auf meinen Hinweis, dass die Montage von Halterungen im Cockpitbereich meiner KTM nicht ganz einfach wären, zuckte er bei der Nennung von „KTM“ merklich zusammen. Sein verwirrter Gesichtsausdruck ließ die Vermutung zu, dass er gerade mit der Überlegung beschäftigt war ob seine Waschmaschine in der heimatlichen Wohnung jetzt eine AEG oder KTM ist.

Flying Haggis verließ jetzt das Zentrum der geballten Fachinkontinenz, sowie der „angewandten Verkaufsrhetorik“ und suchte das Weite, in der Hoffnung zumindest dies schnellstmöglich zu finden.

Ich weiß nicht wie eure Erfahrungen an diesen Stellen sind, aber meiner Meinung nach ersetzt „kumpelhaftes Getue“ keine Fach- oder Sachkompetenz. Dies mag ausreichend sein, wenn man in einem viertklassigen Sportschuhdiscounter die aktuellen „Rapperlatschen“ an den Mann oder die Frau bringen möchte. Meiner Meinung nach suchen Motorradfahrer/-innen IMMER NOCH nach einem fachlich versierten Verkäufer/-in der/die weiß wovon sie spricht. Die gibt es nämlich – wenn auch immer seltener. Und DA gehe ich auch hin, egal ob andere Örtlichkeiten bei Marktanalysen als Marktführer ausgeworfen werden.

„NEIN, Sie konnten mir nicht helfen!“

Wenn ich Du wäre, dann wäre ich lieber ich!

18 Samstag Jul 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Freunde, ich schwelge wieder einmal in Erinnerungen. War das nicht schön mit UNS auf unseren Maschinen in den 80er Jahren?!

War man mal ausnahmsweise mit seiner 750er oder ähnlichem Gerät auf der Autobahn unterwegs um entsprechend Meter zu machen, wer ist einem da schon auf der Überholspur begegnet? Kletterte der Tacho über die 200er Marke, dann waren die Bürgerkäfige zum größten Teil aus dem Rennen. Der Rückspiegel an der Maschine war höchstens in „Betrieb“ um nach anderen Motorrädern Ausschau zu halten oder „möglichem Potenzial aus Zuffenhausen“. Und selbst wenn man auf das „Klientel Sportwagenfahrer“ getroffen ist, so war das Verhalten unter- und miteinander anders als heutzutage. Mann/Frau war eben unter sich und ging „professionell“ miteinander um. Manchmal wurde auch bei Regenfahrten der „spritzfreie Windschatten“ des Sportboliden voraus genutzt und die meisten Fahrer/-innen dieser Fahrzeuge hatten auch schnell verstanden, WAS der „Irre auf 2-Rädern“ da hinter Ihnen veranstaltet.

Die Zeiten haben sich geändert und mit IHNEN auch die Motorisierung der „Bürgerkäfige“.

„200“ in der Spitze lässt heute fast jede biedere „Familienkutsche“ zu. Schauen wir auf die „beliebten“ Vertretervarianten wie hochmotorisierte Kombis oder „neudeutsch“ SUV`s dann sind die 200 meistens der „letzte Schaltpunkt“ im Getriebe.

DAS wäre jetzt ALLES nicht das „PROBLEM“, wenn in diesen Fahrzeugen auch Personen sitzen würden deren Fähigkeiten am Volant mit der gesteigerten PS-Leistung ihrer Fahrzeuge mitgehalten hätte.

Da fährst Du, ausnahmsweise mit deiner Maschine, um Kilometer auf der Urlaubsreise zu machen über die Autobahn. Koffer, Topcase, Tankrucksack und die Sozia / der Sozius auf dem Rücksitz, kurz gesagt wir haben einen Cw-Wert wie eine Wurlitzer-Musikbox. Die übliche „Marschgeschwindigkeit“ von 150 – 160 km/h eingestellt und auf der linken Spur um eine lange Reihe von LKW zu überholen. Und jetzt kommt ER (oder er ist schon da), der „dicke Turbodiesel“ mit Lichthupe und im „Innern“ ein „wild gestikulierendes Männlein“.

WARUM sage ich jetzt derart despektierlich Männlein?

Kennt IHR diese soeben beschriebene Szene? Habt IHR schon einmal bewusst einen Blick in diese Fahrzeuge geworfen? Da sitzen in den seltensten Fällen die Kunden → Marke „Türsteher“ drin. Diesem Klientel würde man ein derartiges Verhalten ja fast schon verzeihen, weil es eben angeboren ist und in der frühkindlichen Prägung etwas schief gelaufen ist.

NEIN, unser beschriebener Fahrer ist in den meisten Fällen der „personifizierte Minderwertigkeitskomplex“. Kennt ihr diesen speziellen Typus Mensch, der einen Saal betritt und man denkt es ist gerade jemand gegangen?

Genau DER sitzt in den meisten Fällen in diesen soeben beschriebenen Fahrzeugen und kompensiert seine Minderwertigkeitskomplexe auf deutschen Autobahnen mittels der PS-Leistung seines Wagens. WIE ich darauf komme? Na dann fahrt mal (wenn IHR die Zeit habt) nach einer derartigen Aktion einem solchen Kunden hinterher und sprecht IHN an der nächsten Tankstelle auf sein „Fehlverhalten“ an. Das der Abstand seines Fahrzeuges zu unserer Maschine nicht auf unsere Zustimmung trifft, wenn er fast mit seiner Stoßstange unseren TÜV-Stempel abkratzt.

Ich gehe jede Wette ein, dass „euer Gegenüber“ eine Person ist, die IHR ansonsten nicht einmal wahrgenommen hättet, wenn er unmittelbar an eurem Nachbartisch in der Stammkneipe gesessen hätte. Und DER steht jetzt vor Euch und bekommt wahrscheinlich weder ein „Guten Tag“ noch eine „Entschuldigung“ heraus.

Und weil DAS so ist, sollten wir mit dem Kundenkreis auch zukünftig anders umgehen. Schaut mal unter dem u. a. Link nach und führt euch bei dieser Gesetzespassage den Absatz 12 besonders zu Gemüte.

https://dejure.org/gesetze/StVG/2.html

Da steht etwas von …..die Polizei hat…….. und das wiederum bedeutet, dass IHR bei der nächsten Begegnung mit unserem o. a. Herrn vielleicht ein paar wertvolle Minuten opfern solltet und eine Anzeige erstattet MIT dem Hinweis auf diesen § 2 Abs. 12 STVG.
Jetzt bekommt UNSER Freund nämlich Post von seiner Führerscheinstelle und die prüfen dann seine „Eignung zum Führen eines Fahrzeuges“. Da zu erwarten steht, dass unser „Freund“ auch bereits ein „Konto in Flensburg“ eröffnet hat, ist jetzt seine stressfreie Zukunft mit einem Bus- und Bahnticket höchst wahrscheinlich. Möglicherweise retten WIR auf diese Art und Weise auch noch einem/einer von UNS das Leben oder zumindest die Gesundheit.

Also beim nächsten „Aufeinandertreffen“ mit unserem „Freund“ → auf zur „Rennleitung“ und ein paar Minuten investiert UND wenn WIR unserem Freund an der nächsten Ampel begegnen, dann entgegnen wir freundlich:

„Wenn ich Du wäre, dann wäre ich lieber ich!“

 

 

Soziale Kompetenz ODER Nr. 5 lebt

23 Samstag Mai 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Motorradgruppen, Soziale Kompetenz

Wenn ich in unserer Region mit dem Motorrad unterwegs bin ist für mich auffällig, dass wieder viele in Gruppen auf ihren Maschinen durch die Lande fahren.

Das ist gut. Der Mensch ist ein Herdentier und was gibt es „Schöneres“, als seine eigene Passion mit Gleichgesinnten zu teilen. Auch das gemütliche „Benzingespräch“ in den Pausen hat etwas „Entschleunigendes“ für unseren stressigen Alltag.

Sagt nicht schon das „Kölsche Grundgesetz“ unter § 6 Jeder Jeck es anders (jeder Mensch ist anders). Soll heißen: Der eine meditiert zum Ausgleich und zur Entspannung und der oder die andere fährt eben mit seinem Motorrad und schafft sich hier seinen seelischen oder vielleicht auch körperlichen Ausgleich.

Wenn ich eine „ausgeglichene Gruppe“ mit ihren Motorrädern vor mir „sehe“, so habe ich Spaß daran dieser Gemeinschaft beim Fahren zuzusehen. Wunderbar versetzt auf der Geraden folgen SIE beim Kurvenverlauf wie an einer unsichtbaren Schnur gezogen der Kurvenlinie des Frontmannes, um anschließend wieder versetzt aufzufächern. Beim Überholen zieht das überholende Gruppenmitglied bis zum rechten Fahrbahnrand und lässt so seinem/er Nachfolgenden ausreichenden Raum zum „Einscheren“.

Wie würden jetzt „Sozialwissenschaftler“ sagen, ein perfektes „Schwarmverhalten“. Jede/r achtet zwar auf sich, aber auch auf sein Gruppenmitglied und so haben ALLE eine wunderbare Ausfahrt.

Die Gruppe ist auch strukturiert. Vorne der „alte Hase“ oder die „alte Häsin“. Hier fährt, wer die Streckenkenntnis hat und „seine Gruppe auch einschätzen kann“. Hinter dem „Leittier“ fährt entweder das „schwächste Moped“ oder aber derjenige, welchem es noch an Fahrpraxis mangelt oder „vielleicht einfach an diesem Tag“ ein wenig unsicher ist. Das ENDE macht dann wieder ein „alter Fuchs“, der auch mal ein Loch zufahren kann (aber nicht zwingend muss) und auch weiß WO die „Reise heute hin geht“. DER hält auch Kommunikation mit seinem Frontmann mit Lichthupe, Handzeichen oder „neuen Kommunikations-mitteln“ und signalisiert „Alles ok – ALLE sind dran“.

Ja, das ist die GRUPPE, bei der es Spaß macht zuzusehen!

Im Vergleich zu früheren Zeiten sehe ich diese homogenen Gruppen aber leider immer seltener. Stattdessen fliegen oftmals „Kolonnen“ durch das Orbit denen jegliches Zusammengehörigkeitsgefühl abhandengekommen ist oder es war NIE richtig vorhanden. Um WAS geht es bei einer GRUPPE, wenn die Nr. 1 an einem Auto „vorbeisegelt“ und anschließend weiter derart am „Kabel zieht“, dass der Anschluss der Gruppe „abreißen muss“? Glorifizierung des eigenen Fahrkönnens? Findet MAN in der Gruppe ansonsten keine Achtung oder Beachtung?

Was kommt jetzt → Nr. 2 zieht hektisch nach! Ich muss hinterher. Ich weiß ja gar nicht wo es heute überhaupt hingehen soll? Jetzt hat er es geschafft und „jagt“ nun seinem Frontmann hinterher, den er noch schemenhaft drei Kurven weiter wahrnimmt.

Man kann jetzt nur hoffen, dass die Gruppe nicht bis Nr. 5 geht, denn DER ist jetzt abschließend wirklich unter Druck. Macht er das „Spiel“ mit? Ist der „Gruppenzwang“ derart, dass er jetzt sein eigenes Limit überschreitet? Ist diese Gruppe noch harmonisch und geht es hier noch um die „Lust am Fahren“ ODER sind wir bereits wieder bei „Ich hab` den Längsten“ angekommen?

So jetzt stehen SIE alle da! Die Nr. 1 ist wieder zurückgefahren, nach einer „Zigarette“, weil „seine Jungs“ nicht ankamen. DIE stehen bereits seit Minuten neben ihrer Nr. 5, der neben seinem Motorrad liegt, weil ihm nicht nur sein Fahrkönnen, sondern abschließend auch die Straße ausging.

JETZT sind SIE wieder alle vereint. Aber auch vereint mit ihrer Unkenntnis in Sachen Erstversorgung am Unfallort. Wann war nochmal „unser“ letzter Erste-Hilfe-Kurs?

Motorradfahren in der Gruppe hat auch etwas mit sozialer Kompetenz zu tun, zumindest für mich. Wenn ich bei einer Tour nur an mich und mein „Vorwärts-kommen“ denke, dann kann ich auch alleine fahren. Bin ich in der Gruppe unterwegs dann denke ich nicht nur an MICH, sondern auch an ALLE anderen die vor oder hinter mir fahren. Und wenn man seine „Mitstreiter“ bereits besser kennt ist es oftmals auch so, dass man nicht nur AN sondern auch FÜR sie mitdenkt. Aber DAS gehört in einer homogenen Gruppe einfach mit dazu, denn vielleicht muss auch mal EINE/R für Flying Haggis mitdenken, wenn ER nicht so ganz bei der Sache ist!

Fachleute und andere Spezialisten

11 Samstag Apr 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Goslar, Verkehrsgerichtstag

An sich bin ich ein Befürworter des Verkehrsgerichtstages in Goslar. Hier treffen sich „die Fachleute“, Juristen, Politiker, sowie „Spezialisten“ von Automobilclubs und Versicherern, um in den jeweiligen Arbeitskreisen Empfehlungen zu erarbeiten, welche in den meisten Fällen durchaus ihre Berechtigung haben.

Die Einführung des E-Call-Systems (Notrufsystem) bei neuzugelassenen Fahrzeugen ab 2018 halte ich persönlich z. B. für ein gutes Mittel um nach „schweren Unfällen“ schnellstmöglich die Notfallversorgung an einem Unfallort zu gewährleisten.

Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag „stolpert“ man als Motorradfahrer/-in unweigerlich über den Arbeitskreis IV, welcher sich mit dem „Unfallrisiko Landstraße“ befasst.

Unter dem Punkt 4 wird dann festgehalten:

Motorradfahrende stellen einen großen Anteil der auf Landstraßen Verunglückten. Eine Verbesserung der Situation erfordert an bekannten Motorradstrecken die Möglichkeiten des einschlägigen Merkblattes (MVMot) konsequent umzusetzen. Dies bedeutet unter anderem, dass in Kurvenbereichen die Installation von Schutzplanken nur mit Unterfahrschutz erfolgen darf.

Die MVMot ist ein umfassendes Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken und datiert aus dem Jahr „2007“.

http://www.fgsv-verlag.de/catalog/product_info.php?products_id=2366

Auf -47- Seiten wird hier durchaus Sinnvolles zum Besten gegeben. Aber kommen wir jetzt wieder zum Verkehrsgerichtstag. Für „UNS“ nicht neu: Wir stellen auf Landstraßen einen großen Anteil an Verunglückten. Dürfte jedem/jeder von uns klar sein, denn genau „DORT“ fahren wir am liebsten. Ergo ist der Großteil von uns auch dort unterwegs. In Punkt 1 des Arbeitskreises beschäftigt man sich noch mit der Problematik der Baumunfälle und auch hier mit der zwingend erforderlichen Installation von Schutzplanken. Alles gut für UNS.

ABER jetzt kommt es! Was haben unsere „Fachleute“ auf der Landstraße noch vor? Punkt 2 der Empfehlung des Arbeitskreises, die meine „Einlassventile zum flattern bringt“, sieht folgendes vor:

Zur Reduzierung schwerer Unfälle soll die Regelgeschwindigkeit für Pkw und Lkw gleichermaßen bei 80 km/h liegen. Dazu ist eine Umkehrung von Regel und Ausnahme bei der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erforderlich. Entsprechend ausgebaute oder ertüchtigte Straßen können danach weiter für Tempo 100 freigegeben werden. 

HALLO! Geht`s noch?

Wer von UNS hat schon von einer „Unfallstrecke“ für Motorräder gehört, bei der man damit Abhilfe schafft, dass WIR „schneller“ fahren dürfen? Nehmen wir einmal zur Entschuldigung der Arbeitskreismitglieder an, dass dieses Thema unmittelbar nach der Mittagspause diskutiert wurde und sich das Gros der Teilnehmer noch im „Suppenkoma“ befunden hat. Auf der Landstraße sind bis dato 60 km/h für die Zielgruppe der LKW-Fahrer erlaubt. Der LETZTE dieser Spezies, der mir auf halbwegs ebenem Geläuf mit den gesetzeskonformen 60 km/h begegnet ist, datiert sich aus dem letzten Jahrtausend. Die SPEZIALISTEN begegnen also dem Problem, dass die „Rennleitung“ diese Tempoüberschreitungen der LKW auf Landstraßen ohnehin nicht mehr kontrolliert in der Form, dass dieses, in der Praxis ohnehin offene „Geschwindigkeitsfenster“ jetzt einfach „legalisiert“ wird.

Weitere Begründung: Damit würden die „gefährlichen Überholmanöver“ entfallen, weil der gestresste PKW-Fahrer jetzt nicht mehr hinter dem 60 km/h fahrenden LKW schleichen muss und dann an unübersichtlichen Stellen zum Überholen ansetzt!

HALLO SPEZIALISTEN – Hört Ihr mich? Die Herrn in den ganz schweren Geräten sind ohnehin schon seit Jahren kein 60 km/h mehr auf Landstraßen gefahren! Wenn man Glück hatte, dann sind SIE einem NUR mit 80 km/h begegnet. IHR klärt gerade ein Problem nach Aktenlage, deren FAKTEN aber bereits seit Jahren im wahrsten Sinne des Wortes überholt sind! Mit „Gleichmacherei“ wird das Problem nicht behoben und aus der Welt geschafft.

Aber vielleicht verhalten WIR uns jetzt besser ganz „ruhig“! Noch ist ja von UNS nicht die Rede. Am Ende werden WIR auf Grund unserer Unfallhäufigkeit auf Landstraßen auf die 60 km/h Höchstgeschwindigkeit gesetzt, weil man ja ein Motorrad als einspuriges Fahrzeug „viel leichter“ überholen kann!

Ich vermute, dass es als Nachtisch beim Verkehrsgerichtstag in Goslar diese „merkwürdigen Kekse aus Holland“ gab! Das würde für mich einiges erklärbar machen.

Wenn im nächsten Jahr in Goslar die „Kekse aus Holland“ auf der Tagesordnung stehen und „SIE“ gesetzlich freigegeben werden haben wir Gewissheit!

Liest Minister Dobrindt Mark Twain?

02 Donnerstag Apr 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Alexander der Große, PKW-Maut, Politiker

Er hat es schon nicht leicht unser Verkehrsminister. Die ganze Welt hackt auf ihm herum!

Dabei hat doch alles so gut angefangen. Da geben die Eltern „ihrem männlichen Sprössling“ den Namen Alexander. Da sind die Vorzeichen bereits klar. Welch` eine Historie verbinden wir nicht alle mit dem Vornamen Alexander!

Alexander der Große, der Eroberer und Beherrscher der damals bekannten Welt. Das war`s aber dann auch schon und unser Alexander spürt die Bürde seines Namens!

Unser Alexander wächst in Deutschlands Süden auf und weil wohl irgendetwas in seiner Kindheit schief gelaufen ist, wird der „kleine Alexander“ dann Politiker. Möglicherweise wurde er bei den Sportstunden in der Schule immer als Letzter in die Mannschaften gewählt und dann noch die „Mengenlehre“. Bei einer derartigen Häufung negativer Ereignisse musste mit der frühkindlichen Prägung etwas daneben gehen.

Also ab in die Politik, denn wo kann man ansonsten seiner „gemeinen Umwelt und den Mitmenschen“ am besten den Alltag erschweren. Als „Süddeutscher“ entsprechend sozialisiert kommt auch nur eine Partei in Frage und so ist der Weg vorgezeichnet.

Aber aus unserem kleinen Alexander wird immer noch nicht Alexander der Große, denn hier regiert bereits der „große HORST“. HORST achtet pedantisch darauf, dass niemand in seiner Umgebung auftaucht, der seinen Führungsanspruch in Frage stellt. Also ist ein entsprechend devotes Verhalten durchaus von Vorteil für ein innerparteiliches Vorankommen. Das schafft unser Alexander. HORST hat auch die „Lufthoheit über Deutschlands Stammtischen“ oder zumindest über den regionalen Bierzelten im Süden Deutschlands.

Hier kommt HORST jetzt irgendwann zwischen der sechsten oder siebten Maß Bier die Idee von einer PKW-Maut auf Deutschlands Autobahnen und lässt, in seiner unnachahmlichen Art, diesen geistigen Erguss auch öffentlich verbal ab.

Das man (HORST) sich keine Gedanken über den möglichen Ablauf seiner Idee gemacht hat stört ihn nicht, weil er ja unseren Alexander an entscheidender Stelle im Fachministerium positioniert hat. Soll DER sich jetzt Gedanken darüber machen, wie sein CHEF das gemeint hat! Aber weil nicht einmal HORST weiß wie er DAS gemeint hat, wie soll denn da unser Alexander wissen was er mit der Geschichte anfangen soll?

Muss er aber, weil es ist Bestandteil einer Wahl und da ging man mit dem geistigen Erguss hausieren. Bei jeder Pressekonferenz sieht man unseren Alexander jetzt mit schmerzverzerrtem Gesicht Weisheiten von sich geben in Sachen Maut, deren Inhalt ihm selbst suspekt oder unerklärlich sind. Fragen der Anwesenden werden nicht konkret beantwortet oder auf einen späteren Termin verschoben. Fachleute berechnen, dass diese Maut keinesfalls zu den finanziellen Einnahmen führt wie zuvor „prognostiziert“. Alles egal, WIR ziehen das „Ding“ jetzt durch. Bundesländer mit entsprechenden EU-Grenzen ziehen dagegen ins Feld, weil man berechtigterweise befürchtet, dass sich das „grenznahe Einkaufsverhalten“ unserer „noch freundlichen Nachbarn“ ändern wird und die Einnahmen des grenznahen Einzelhandels zukünftig rarer werden.

ABER unsere „Vertreter im Bundestag“ stimmen mehrheitlich zu. Teilweise unter Zurückstellung „größter Bedenken“.
Hier muss ich kurz einlenken für eine Person, deren Freund ich niemals in seiner politischen Laufbahn gewesen bin – ABER jetzt. Dr. Peter Gauweiler hat permanent gegen dieses merkwürdige Konstrukt PKW-Maut gewettert und auch bei der Abstimmung, trotz parteilichen Drucks, dagegen votiert. Es geht also doch. Damit meine ich seine eigene Meinung zu vertreten und standhaft zu bleiben, wenn man „irgendetwas“ für einen „Schildbürgerstreich“ hält. Allerdings wird Rückgrat benötigt und DAS verträgt sich augenscheinlich nicht allzu oft mit dem Berufsbild Politiker.

Jetzt haben wir das DING und wir werden mal sehen, was noch alles „nachgebessert“ wird im Laufe der Zeit. PKW und Wohnmobile. Meine Freunde die „Sprinter“ sind meines Wissens nicht erfasst. WIR sind auch noch raus!

Was war jetzt noch mal mit Mark Twain?

Der berühmte amerikanische Schriftsteller war nicht nur Autor solch berühmter Jugendlektüre wie Tom Sawjer und Huckleberry Finn, sondern auch für den ein oder anderen „starken Ausspruch“ gut. So auch hier.

„Manchmal ist es besser den Mund zu halten und für dumm gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und jeden Zweifel zu beseitigen!“

Vielleicht hätte der ein oder andere Beteiligte in Sachen PKW-Maut vorher Mark Twain lesen sollen.

Ich hab`den „Längsten“!

20 Freitag Mär 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Onboardvideos

Das muss es einfach sein, eine andere rationale Erklärung habe ich momentan nicht für „das Verhalten“. Denn bei Motorradfahrerinnen habe ich dies bis dato noch nie festgestellt.

Ja, genau. Die Testosterongeschichte muss damit zusammenhängen. Was finden wir im Lexikon und dem allseits beliebten Wikipedia? Imponiergehabe und Kampfverhalten. Kastration soll helfen – aber soweit wollen wir jetzt doch nicht gehen.

Von antisozialem Verhalten und verringerter kognitiver Empathie ist da die Rede. Das passt jetzt alles und schon haben wir unsere Lösung für das Problem gefunden, bevor wir das Problem als solches überhaupt thematisiert haben!

Was habe ich denn jetzt wieder für ein merkwürdiges Thema?

Ich habe nichts gegen das Internet und die diversen Plattformen, die das Medium mit sich bringt. Schließlich mache ich mich momentan selbst auf diesem Blog breit und gebe Nützliches und Unnützes zum Besten.

Auch das ein oder andere Onboard-Video von einer Rennstrecke schaue ich mir gerne an. Helmut Dähne und die 7:49:71 lassen grüßen. Wenn IHM einer nacheifert und seine 8:30er Runde auf der Nordschleife ins Netz stellt – auch gut und Chapeau für den Fahrer oder Fahrerin.

Aber jetzt kommt`s. Keinerlei Verständnis habe ich für die grenzdebilen Spezialisten, die ihre Glanztaten auf Landstraßen ins Netz stellen. Größtenteils dann auch noch auf Streckenabschnitten, die ohnehin im Fokus von Rennleitung, Straßenbaulastträgern und kommunaler Politik stehen.

Spürt IHR noch was?

Haben wir nicht schon Streckensperrungen in einem ausreichenden Umfang für UNS als Motorradfahrer? Müssen wir den „Entscheidern“ vor Ort auch noch selbst die Munition für ihre Flinten geben, damit sie anschließend (bildlich gesprochen) auf UNS schießen können?

Aber scheinbar merkt IHR „Superkönner“ im Testosteronrausch nicht mehr, welches Problem ihr als „Einzelne“ für die Gemeinschaft „Motorradfahrer/-innen“ darstellt und produziert. Gerade an der „50er“ Begrenzung vorbeigeflogen und die „100km/h“ auf dem Tacho gut sichtbar!

Schon mal von dem Sprichwort gehört mit dem Ast absägen auf dem man gerade noch sitzt? Wahrscheinlich schlagt IHR auf dem Boden auf, die Säge noch in der Hand und fragt dann ganz verstört „WER“ das jetzt gemacht hat!

Wenn IHR schon das Bedürfnis habt diese Strecken in derartiger Form abzufahren, dann macht das! (Gebt EUCH aber zumindest die Mühe keine Unbeteiligten zu gefährden)

Wenn IHR diese Glanztat dann auch noch unbedingt für den Eigengebrauch filmen müsst, dann tut auch dies. ABER erspart dem Rest der motorrad-fahrenden Menschheit euer „vorpubertäres Brunftverhalten“ im Netz.

Es interessiert UNS nämlich nicht, dass IHR den „Längsten“ habt!

Die Streckensperrung, die latent durch euer Verhalten im Raum schwebt, interessiert uns aber schon!

Wer fällt schon gerne aus dem 3. Stock?

02 Montag Mär 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Der Sonntagsausflug

Direkt als Einstieg: Auch ich fahre nicht überall regelkonform und bin an der ein oder anderen Stelle, aus welchen Gründen auch immer, aus rechtlicher Sicht zu schnell!

Ich denke davon kann sich keiner von uns „freisprechen“ und wer es von sich behauptet, der hat sich wahrscheinlich in diesem Moment selbst betrogen.

Dennoch fasse ich jetzt anhand eines praktischen Beispiels (natürlich ausgedacht und mit keinerlei Anspruch auf ein mögliches reales Ereignis) ein paar Daten zum Nachdenken zusammen. Das Beispiel ist natürlich derart konstruiert, dass bei dem späteren Ablauf niemand von „UNS“ mit fahrerischem Können und Ausweichmanövern jedweder Art brillieren kann und für sich „Alternativen zum Ende“ darstellt:

Wir haben einen wunderschönen Sonntagmorgen und eine vierköpfige Familie macht sich nach ihrem Urlaub mit ihrem Wohnwagengespann vom Campinggelände auf den Heimweg.
Das „Anspannen“ des Campingwagens hat schon längere Zeit als geplant in Anspruch genommen. Junior plärrt bereits: Papa ich hab` Durst und seine nur wenig ältere Schwester stellt die allseits beliebte Frage Sind wir gleich da?

Kurz und gut, genau die Situation die dazu beiträgt, dass der bereits gestresste Papa nicht mehr alle Sinne auf den um ihn herum herrschenden Verkehr fokussiert hat.

Jetzt kommen „WIR“ ins Spiel. Auf unserer morgendlichen Sonntagstour steuern wir zielgenau in Richtung des Kreuzungsbereiches wo sich unsere Urlauberfamilie nähert. In und um die Kreuzung haben wir eine 70 km/h Begrenzung und WIR sind auf der Vorfahrtstraße. Der Fahrer mit seinem Wohnanhänger hat also gefälligst anzuhalten!

Also im Grunde alles im Lot!?

Bis jetzt noch – aber nun kommt die konstruierte Geschichte. Die Familie mit ihrem Gespann aus PKW und Wohnanhänger bekommt von uns nichts mit. Insbesondere Papa bemerkt uns nicht und rollt als Linksabbieger in den Kreuzungsbereich ein. Keine Chance mehr zum Ausweichen nach rechts oder links – gesamte Fahrbahn ist mit dem „schönen Zug“ zu!

Soweit unser Szenario, dass einem den schönen Sonntag gehörig versauen kann!

Das Ganze bemerken wir in etwa bei 50 m Entfernung und gehen in die Bremse!

Fahren wir jetzt die regulären 70 km/h (und dann haben wir auf unserem Tacho wahrscheinlich die Nadel „knapp“ unter der 80er Anzeige!), so stehen wir nach ca. 45 m.

Alles gut gegangen. Wir können dem Fahrer noch einige Verwünschungen hinterhersenden und ihm Tiernamen geben. Nichts passiert!

Wir fahren 75 km/h! Jetzt wird es bereits denkbar knapp mit unserem abendlichen Bier nach einem schönen Motorradausflug. Theoretisch stehen wir nach 49, 77 m.
D. h. wir sehen bereits an unserem Anhaltepunkt an den Seitenfenstern des Wohnwagens die Aufkleber, wo die Familie überall in Urlaub war. Ach, am Gardasee waren sie auch schon!

Ab jetzt beginnen „unsere Probleme“. Diese sind dergestalt, dass wir auf Grund der höheren Geschwindigkeit natürlich auch eine längere Wegstrecke (Reaktionszeit) zurücklegen bis der Bremsdruck anliegt und die eigentliche Verzögerung beginnt.

Also fahren wir jetzt einmal 80 km/h. Anhalten würden wir jetzt bei ca. 55 m. Das Problem ist aber, dass unser Wohnwagen bereits bei 50 m auf uns wartet. Im Vergleich zu dem Fahrer der die 70 km/h einhält und bei ca. 45 m zum Stehen kommt schlagen wir jetzt mit 45 km/h in den Wohnwagen ein!

Jetzt könnte ich schrittweise diese Geschichte weiterführen, denke aber das ein abschließendes Beispiel mit den eigentlich „landstraßenkonformen“ 100 km/h ein ausreichendes ENDE darstellt.
Jetzt legen wir bei unserer Reaktionszeit von 1 sek. bereits 28 m von unserer 50 m Entfernung zum Gespann zurück. Das kann nicht mehr gut gehen. Anhalteweg wäre jetzt ca. 79 m.
Im Vergleich zu dem/der 70er-Fahrer/-in knallen wir jetzt mit ca. 80 km/h in den Wohnwagen.

In empirischen Erhebungen hat man, um die transformierende Bewegungsenergie in solchen Fällen besser darstellen zu können, einen Vergleich Aufprallgeschwindigkeit zu „Fallhöhe“ erstellt.
Aus meiner Sicht ist dieser Vergleich derart plastisch, dass er im Gedächtnis haften bleibt.
Ein Aufprall mit 30 km/h entspricht einem Fall aus einer Höhe von 3,5 m. Das wäre ein Sturz aus dem 1. Stock eines Hauses.
50 km/h Aufprallgeschwindigkeit und wir fallen aus der 3. Etage (10 m). Bei unserem letzten „Versuch“ mit der 100er Anfahrtsgeschwindigkeit und den 80 km/h Aufprallgeschwindigkeit fallen wir bereits aus einem „mittleren Hochhaus“. Hier ist die Aufprallenergie einem Sturz aus 25 m, also etwa der
8. Etage gleichzusetzen.

Fertig!

Wie bereits zu Beginn gesagt. Ich bin auch nicht überall im gesetzlichen Rahmen unterwegs und ertappe mich dabei an der ein oder anderen Kreuzung „locker durchzurollen“.

Aber sind wir doch einmal ehrlich. Ändert es etwas an einer schönen Motorradtour, wenn wir an solchen Kreuzungen den Gasschieber zudrehen und mit der gebotenen Vorsicht den Bereich durchfahren?
Ich denke nicht! Und falls unsere Begleitung anderer Auffassung ist, welchen Zeit- oder Lustgewinn erwirtschaftet sie damit? Wahrscheinlich steckt gerade mal die Zapfpistole im Tank, wenn wir zur Tankpause erscheinen!

Wenn es dumm läuft ist er aber gar nicht vorher an der Tankstelle!

 Aber wer fällt schon gerne aus dem 3. Stock?

 

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