Fachleute und andere Spezialisten

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An sich bin ich ein Befürworter des Verkehrsgerichtstages in Goslar. Hier treffen sich „die Fachleute“, Juristen, Politiker, sowie „Spezialisten“ von Automobilclubs und Versicherern, um in den jeweiligen Arbeitskreisen Empfehlungen zu erarbeiten, welche in den meisten Fällen durchaus ihre Berechtigung haben.

Die Einführung des E-Call-Systems (Notrufsystem) bei neuzugelassenen Fahrzeugen ab 2018 halte ich persönlich z. B. für ein gutes Mittel um nach „schweren Unfällen“ schnellstmöglich die Notfallversorgung an einem Unfallort zu gewährleisten.

Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag „stolpert“ man als Motorradfahrer/-in unweigerlich über den Arbeitskreis IV, welcher sich mit dem „Unfallrisiko Landstraße“ befasst.

Unter dem Punkt 4 wird dann festgehalten:

Motorradfahrende stellen einen großen Anteil der auf Landstraßen Verunglückten. Eine Verbesserung der Situation erfordert an bekannten Motorradstrecken die Möglichkeiten des einschlägigen Merkblattes (MVMot) konsequent umzusetzen. Dies bedeutet unter anderem, dass in Kurvenbereichen die Installation von Schutzplanken nur mit Unterfahrschutz erfolgen darf.

Die MVMot ist ein umfassendes Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken und datiert aus dem Jahr „2007“.

http://www.fgsv-verlag.de/catalog/product_info.php?products_id=2366

Auf -47- Seiten wird hier durchaus Sinnvolles zum Besten gegeben. Aber kommen wir jetzt wieder zum Verkehrsgerichtstag. Für „UNS“ nicht neu: Wir stellen auf Landstraßen einen großen Anteil an Verunglückten. Dürfte jedem/jeder von uns klar sein, denn genau „DORT“ fahren wir am liebsten. Ergo ist der Großteil von uns auch dort unterwegs. In Punkt 1 des Arbeitskreises beschäftigt man sich noch mit der Problematik der Baumunfälle und auch hier mit der zwingend erforderlichen Installation von Schutzplanken. Alles gut für UNS.

ABER jetzt kommt es! Was haben unsere „Fachleute“ auf der Landstraße noch vor? Punkt 2 der Empfehlung des Arbeitskreises, die meine „Einlassventile zum flattern bringt“, sieht folgendes vor:

Zur Reduzierung schwerer Unfälle soll die Regelgeschwindigkeit für Pkw und Lkw gleichermaßen bei 80 km/h liegen. Dazu ist eine Umkehrung von Regel und Ausnahme bei der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erforderlich. Entsprechend ausgebaute oder ertüchtigte Straßen können danach weiter für Tempo 100 freigegeben werden. 

HALLO! Geht`s noch?

Wer von UNS hat schon von einer „Unfallstrecke“ für Motorräder gehört, bei der man damit Abhilfe schafft, dass WIR „schneller“ fahren dürfen? Nehmen wir einmal zur Entschuldigung der Arbeitskreismitglieder an, dass dieses Thema unmittelbar nach der Mittagspause diskutiert wurde und sich das Gros der Teilnehmer noch im „Suppenkoma“ befunden hat. Auf der Landstraße sind bis dato 60 km/h für die Zielgruppe der LKW-Fahrer erlaubt. Der LETZTE dieser Spezies, der mir auf halbwegs ebenem Geläuf mit den gesetzeskonformen 60 km/h begegnet ist, datiert sich aus dem letzten Jahrtausend. Die SPEZIALISTEN begegnen also dem Problem, dass die „Rennleitung“ diese Tempoüberschreitungen der LKW auf Landstraßen ohnehin nicht mehr kontrolliert in der Form, dass dieses, in der Praxis ohnehin offene „Geschwindigkeitsfenster“ jetzt einfach „legalisiert“ wird.

Weitere Begründung: Damit würden die „gefährlichen Überholmanöver“ entfallen, weil der gestresste PKW-Fahrer jetzt nicht mehr hinter dem 60 km/h fahrenden LKW schleichen muss und dann an unübersichtlichen Stellen zum Überholen ansetzt!

HALLO SPEZIALISTEN – Hört Ihr mich? Die Herrn in den ganz schweren Geräten sind ohnehin schon seit Jahren kein 60 km/h mehr auf Landstraßen gefahren! Wenn man Glück hatte, dann sind SIE einem NUR mit 80 km/h begegnet. IHR klärt gerade ein Problem nach Aktenlage, deren FAKTEN aber bereits seit Jahren im wahrsten Sinne des Wortes überholt sind! Mit „Gleichmacherei“ wird das Problem nicht behoben und aus der Welt geschafft.

Aber vielleicht verhalten WIR uns jetzt besser ganz „ruhig“! Noch ist ja von UNS nicht die Rede. Am Ende werden WIR auf Grund unserer Unfallhäufigkeit auf Landstraßen auf die 60 km/h Höchstgeschwindigkeit gesetzt, weil man ja ein Motorrad als einspuriges Fahrzeug „viel leichter“ überholen kann!

Ich vermute, dass es als Nachtisch beim Verkehrsgerichtstag in Goslar diese „merkwürdigen Kekse aus Holland“ gab! Das würde für mich einiges erklärbar machen.

Wenn im nächsten Jahr in Goslar die „Kekse aus Holland“ auf der Tagesordnung stehen und „SIE“ gesetzlich freigegeben werden haben wir Gewissheit!

Moselfahrt aus Liebeskummer!

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So hieß der Filmtitel einer Schnulze aus den 50er Jahren, die für diese Generation wohl das Bild der Region rund um die Mosel prägte. Heutzutage ging dieser Film wahrscheinlich als Horrorfilm durch und verstaubt (glücklicherweise) in den Regalen der Archive. Wir haben keinen Liebeskummer, so hoffe ich zumindest, aber trotzdem das Bedürfnis die Region kennenzulernen.

Als Einstieg in die Anderstour „Moselland“ der alles entscheidende Tipp für eine gelungene Moseltour mit dem Motorrad: „Meiden Sie die Mosel!“

Jetzt hat er es gepackt, der arme Kerl. Der Autor des Berichtes konsumiert bewusstseinserweiternde Drogen und hat sie jetzt mit Alkohol eingenommen! Das konnte ja nicht gut gehen!

Weit gefehlt Leute. Die Mosel und ihre Weinberge mit den kleinen Weindörfern, die der Ein oder Andere nur von Flaschenetiketten kennt, ist wunderschön und allemal eine Reise wert. Aber – wir planen eine Tour mit dem Motorrad und jetzt haben wir ein Problem, denn die Schönheit der Region hat sich herumgesprochen. An Wochenenden und Feiertagen, sowie der Ferienzeit tummeln sich an der Ufertrasse von Trier bis Koblenz „Bürgerkäfige auf Schleichfahrt“ und „Wanderbaustellen mit gelben Kennzeichen“. Kurz und gut – alles was der Motorradfahrer/die Motorradfahrerin so dringend benötigt wie einen Kolbenfresser oder eine gerissene Steuerkette.

Ergo gehen wir diesen Problemen weitestgehend aus dem Weg, bewundern aber trotzdem den Flusslauf (an gewissen Stellen) und fahren eine Berg- und Talbahn, die in der Häufung in Deutschland nicht allzu oft vorkommt. Ca. 240 km haben wir heute vor uns. Reine Fahrzeit bei gemütlichem Fahrstil liegt zwischen 4,5 und 5 Stunden. Also Zeit satt für unsere Pausen aller Art.

Wir beginnen unsere Tour in Trier und fahren auf der westlichen Seite von Trier, also den Fluss immer auf der rechten Seite, stadtauswärts in Richtung Schweich (B53). Langsam einrollen für den Tag ist angesagt und so folgen wir dem Fluss- und Straßenverlauf weiter bis Mehring. Jetzt geht es auf die K 85, soll heißen am Ortsende über die Moselbrücke und dann durch ein Neubaugebiet hinaus aus dem Ort und zu unseren ersten Kurven.

Am Ende dieser Wegstrecke wartet eine Kreuzung auf uns und wir biegen links auf die L 150 in Richtung Morbach ab. Die L 150 ist aber für uns nur ein Zubringer zur nächsten schönen Kurverei, denn bereits an der nächsten Kreuzung geht es erneut links ab auf die L 148 ins idyllische Dhrontal. Das Tal liegt so schön eingebettet in der Hügellandschaft, dass selbst im Sommer immer noch ein schattiges Plätzchen zu finden ist.

Nach einem längeren Bergaufstück geht es in einer 90 o Linkskurve für uns nach rechts auf die L 128 in Richtung Papiermühle. Kein Problem für den der die Abzweigung verpasst, denn nach ca. 100m ist linksseitig ein großer Parkplatz zum Wenden. Außerdem bietet sich dieser Platz auch für das erste „Moselfoto“ an, mit dem schönen Blick auf das Winzerörtchen Trittenheim.

Dann geht es wieder weiter auf der L 128 nach Papiermühle und an der Kreuzung dann nach links zum nächsten Winzerort Neumagen-Dhron (L155). Da wir versuchen die Ortsdurchfahrten weitestgehend zu vermeiden fahren wir an der Kreuzung (Ortseingang Dhron) nach rechts auf die L 156. Wir wollen nach Piesport, nehmen deshalb an dem Verkehrskreisel die 2. Ausfahrt (L 50) und dann geht es auch schon jenseits der Mosel wieder den Weinberg hinauf. Die Straße mäandert hier noch mehr, als der Flusslauf unterhalb. Zeit den Blick zu genießen nehmen wir uns gleich, denn wir folgen alsbald der Beschilderung Panoramastrecke (K 52) und biegen rechts ab (Die Abzweigung ist im spitzen Winkel, also ruhig etwas weiter ausholen beim Abbiegen).

Auf der Panoramastrecke haben wir jetzt einige Möglichkeiten mit der Maschine anzuhalten und den Blick ins Moseltal einfach nur zu genießen oder auch Erinnerungsfotos zu machen. Irgendwie hat es was zu sehen wie sich hier die Natur, in persona des Flusses Mosel, ihren Weg durch die Berge gesucht hat.

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Wir kommen anschließend bei unserer Weiterfahrt wieder auf Flussniveau und landen in Minheim. Hier links ab auf die K 53 und zunächst einfach die Mosel rechte Hand „liegen lassen“.

Wir folgen dem Flusslauf bis Lieser und überqueren die Mosel. Jetzt könnte man einfach nach Bernkastel-Kues dem Straßenverlauf der Bundesstraße 53 folgen. Aber das machen wir ja nicht, denn wir wollen nicht direkt im Touristenstrom schwimmen, sondern folgen dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.

Also rein in die Ortslage Mülheim auf die Veldenzer Straße (K 88), dem Straßenverlauf ins gleichnamige Örtchen Veldenz folgen und in der Folge weiter auf der K 88 (grobe Richtung Gornhausen). Hier hatte der „Straßenbauer“ wahrscheinlich vor der Planung einen „Kreisel“ verschluckt, denn die Straße dreht derartige Windungen, dass es eine Pracht ist. Fast ist man an eine Alpenpassfahrt erinnert.

Danach wird es kurz etwas entspannend, denn am Ende der K88 wenden wir uns an der Kreuzung nach links L 157 und wenig später erneut links Richtung Gonzerath (B 269). An dem dann folgenden Kreisverkehr hinter Gonzerath fahren wir die 3. Ausfahrt wieder in Richtung Mülheim und kurvenreich geht es talabwärts ins Moseltal auf der L 158.

Unweit der Moselbrücke Mülheim landen wir wieder am Flusslauf und jetzt dürfen wir auch der Wegweisung in Richtung Bernkastel-Kues auf der B 53 folgen. Ist es eigentlich Fluch oder Segen der Tourismus? Vorsicht jetzt bei einer objektiven Betrachtung, denn wir sind mit unseren Maschinen auch ein Teil dieser Zielgruppe Touristen. Wenn man sich die Zeit nehmen möchte und auch einen Parkplatz an der großen Uferpromenade findet, dann kann man durch den wirklich schönen Ortskern von Bernkastel bummeln und die Fachwerkhäuser bewundern. Meistens bummelt man aber im Sommer nicht, sondern man wird durch den Ort „geschoben“. Nach Cochem ist Bernkastel-Kues der wohl am stärksten frequentierte Ort der Mosel und das merkt man auch.

Ansonsten war doch da was mit Kurven. Ach ja, jetzt hab` ich es wieder. Am Ortseingang Bernkastel können wir auch kurz nach der Einfahrt in den Ort rechts in einen Tunnel auf die B 50 abbiegen. Der kleine Tunnel dient hier als Ortsumgehung und im Anschluss geht es wieder kurvig bergan in Richtung Longkamp. In der Ortslage Longkamp wenden wir uns dann in Richtung des nächsten bekannten Moselortes Traben-Trarbach links auf die L 187 (Kautenbach). Seit einiger Zeit ist die Strecke neu asphaltiert und einfach wunderbar durch das kleine Tal zu fahren.

Um die Wende ins 20. Jahrhundert war Traben-Trarbach die zweitgrößte Weinhandelsstadt Europas nach Bordeaux in Frankreich. In der ansonsten katholisch geprägten Moselregion war Traben-Trarbach die einzige protestantische Enklave und hatte eine stark preußische Orientierung. Aus der Nähe zur preußischen Wirtschaftsmacht ergab sich zum einen der o. a. ausgeprägte Welthandel in Sachen „Wein“ und zum zweiten eine Besonderheit in Sachen Architektur. Der Berliner Baumeister Bruno Möhring entdeckte seine Liebe für den Moselort und so gilt heute noch Traben-Trarbach unter Freunden des Jugendstils als Ikone in Deutschland. Wer sich das fachmännisch erklären lassen möchte terminiert seine „Moseltour“ auf den jeweils 1. Sonntag eines Monats. Hier ist dann um 11:00 Uhr Treffpunkt an der Tourist Information in Traben-Trarbach zur „Jugendstilführung“.

Wem es danach nach einer gemütlichen Pause mit „Aussicht“ ist, dem sei das Weingut Conrad Bartz empfohlen (Wolfer Weg 41). Gemütliche Terrasse mit Blick auf die Promenade und eine kleine aber feine Speiseauswahl. Das der „Herr des Hauses“ nicht nur etwas vom Weinanbau versteht sieht man unmittelbar im gemütlichen Gastraum. Hier steht eine wunderbar restaurierte Triumph und unmittelbar neben dem Tresen freut sich der „italophile Motorradfreund“ an einer traumhaften Moto Morini.

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Für alle anderen geht es in der Ortslage Traben-Trarbach rechts ab in die Schottstraße (L 190) Richtung Irmenach. Im weiteren Verlauf würde dieser Weg dann in den Hunsrück führen und das künstlich erschaffene Pseudo-Drehkreuz Flugplatz Frankfurt-Hahn erreichen. Allein die Namensgebung ist bereits ein Witz, weil Hahn und Frankfurt liegen nur auf dem Globus nahe beieinander. Wir fahren aber lange vorher links ab auf die L 192 nach Starkenburg (Enkirch).

Starkenburg ist von der Aussicht her mein Favorit und so ist der Fotohalt im Ort natürlich ein Muss. Der Parkplatz am Weinhaus Schöne Aussicht bietet sich dafür an. Wer eine Pause einlegen möchte könnte dies mit dem wunderbaren Blick an einem „Fensterplatz“ im Restaurant verbinden. Verpflegung ist aber eher als durchschnittlich zu bewerten.

Wer sich noch ein wenig gedulden kann der sollte hinsichtlich des Auffüllens seiner Kohlenhydratespeicher noch warten und die paar Kilometer bis Enkirch zurücklegen. Erste Wahl ist hier das Hotel-Restaurant Dampfmühle. Der Wirt ist Motorradfahrern/-innen gegenüber „wohlgesonnen“ und die Verpflegung ausgezeichnet. Tourenfahrer die unsere „Moseltour“ von weiter her angehen können die „Dampfmühle“ auch als „Basislager Mosel – Hunsrück“ anfahren und sind gut untergebracht.

Der Magen-Darmtrakt ist jetzt gefüllt und ruft zunächst einige körperliche Ressourcen zur Erfüllung seiner Aufgaben ab. Deshalb lassen wir es die ersten Kilometer langsam angehen bis sich wieder Konzentration eingefunden hat.

Wir nutzen zunächst die B 53 bis wir bei Reil wieder die Mosel überqueren. Der Weinort Reil war in der Crosserszene früher durchaus ein Begriff. Der „Heisse Stein“ war lange ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft und hat die nationale Crosserelite und die Zuschauer an die Mosel gelockt.

Also Ortslage Reil → Kaiserstraße, Bergstraße (Nomen est omen) und dann links ab auf die K 63 (Am Reiler Hals). Nach einer kurzen Wegstrecke folgen wir der Beschilderung nach rechts auf die K 135 in Richtung Bengel. Die B 49 ist hier eine der „interessanteren Bundesstraßen“ und wir könnten ihr auch bis nach Wittlich folgen, was wir aber nicht tun. In der Ortslage Kinderbeuren biegen wir nach links ab und folgen der Beschilderung (L 58) nach Kröv. Der „Nacktarsch“ lässt grüßen. An dieser Stelle keine Beleidigung aus heiterem Himmel, sondern die Bezeichnung der weltbekannten Weinlage um den Winzerort Kröv.

Nach der kurvenreichen Bergabstrecke mit einem schönen Ausblick auf das Moseltal rollen wir, am Fluss angekommen, nun gemütlich nach rechts und folgen dem Straßenverlauf (B 53) an Ürzig vorbei bis Zeltingen. Hier fahren wir nicht in den Moselort, sondern orientieren uns in Richtung Wittlich. Alles sehr gut beschildert (B 50) und bedarf deshalb keiner weiteren Erläuterung.

Vielleicht fragt sich jetzt der ein oder andere warum ich die unmittelbar an der Moselbrücke Zeltingen liegende Gastwirtschaft, das Kloster Machern, nicht als Station anbiete und hier vorschlage. Wer möchte kann hier gerne pausieren. Das hausgebraute Bier ist wirklich ausgezeichnet, verträgt sich aber nicht mit unserer Motorradtour. Außerdem ist mir das Lokal zu überlaufen und deshalb schlagen wir einen Bogen um diese Lokalität und fahren „etwas Ruhigeres“ an.

Es geht nach Platten. Hier steuern wir das Winzerhofcafe Görgen an (Bahnhofstraße 14), genießen unseren Aufenthalt auf einer schönen und abgelegenen Terrasse und lassen die bisherige Tour Revue passieren. Wer bislang noch nicht gespeist hat kann das jetzt nachholen. Auch die Zuckerlastigen unter uns werden an der Kuchentheke sicherlich fündig. Das Winzerhofcafe liegt an einem der neu geschaffenen Radwege und ist dadurch zwangsläufig hauptsächlich von Radlern besucht. Für Motorräder findet sich aber immer noch irgendwo ein Platz.

Alsdann geht es auf die heutige Schlussetappe und wir verlassen Platten in Richtung Osann-Monzel und orientieren uns über die L 53 und anschließend L 47 in den kleinen Wallfahrtsort Klausen. Alljährlich ist die Kirche zu Saisonbeginn Ziel einer gut frequentierten und organisierten Motorradwallfahrt.

Von Klausen fahren wir wieder ins Moseltal nach Piesport (L50). Hier landen wir kurz auf einem Streckenabschnitt, den wir heute Morgen bereits „bergauf“ genießen durften und fahren die kurvenreiche Strecke jetzt bergab in den Ort Piesport. Die Weinberge, die wir soeben passiert haben sind alljährlich Teil der „Moselwertungsprüfungen“ anlässlich des deutschen Laufes zur Rallyeweltmeisterschaft. Hier drehen dann die Profis ihre Runden durch die Weinberge und die „Moselregion“ rund um Trier begrüßt und beherbergt die Rallyefans aus aller Welt.

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Es ist jetzt wahrscheinlich später Nachmittag und die „Hauptausflugswelle“ ist abgeebbt. Deshalb halten wir uns jetzt ein Stück an der Promenade (B 53) auf und fahren am Moselufer entlang bis nach Klüsserath. Am Ende des Ortes biegen wir rechts ab (K47 / K 40). Es geht jetzt nach Hetzerath und in der Ortslage fahren wir zunächst nach rechts, also nicht in Richtung Trier, weil wir vorher noch schnell ein paar Kurven mitnehmen möchten. In dem folgenden Verteilerkreis fahren wir die 3. Ausfahrt ab und orientieren uns in Richtung Naurath (Bahnhofstraße / K 39). Falls sich jemand hier in der Ortslage Hetzerath „verfährt“ und versehentlich auf der L 49 in Richtung Erlenbach rollt ist dies kein Problem. Nach einigen Kurven haben wir zur Rechten die Ortschaft Dierscheid und wir biegen eben hier nach links in Richtung Naurath ab. In Naurath dann einfach durch den Ort und dem Straßenverlauf weiter folgen bis zur nächsten Kreuzung die uns nur die Wahl „links oder rechts“ lässt. Wir sind jetzt auf der L 46, die wir bei einigen unserer Anderstouren bereits als „Eröffnung“ genutzt haben. Jetzt fahren wir „Sie“ mal genüsslich zum Abschluss unserer Moseltour und folgen abschließend einfach der Beschilderung nach Trier.

Kurven hatten wir ausreichend und so lassen wir den Tag gemütlich cruisend ausklingen. Liebeskummer hatten wir bereits zu Beginn nicht und es steht zu hoffen, dass sich dieser Gemütszustand im Verlauf unserer Tour nicht eingestellt hat. Eines dürfte sich aber auf der Tour herauskristallisiert haben: Abseits der Touristenströme hat die Mosel für Motorradfahrer etwas zu bieten.

Die heutigen Tipps für Rast und Verpflegung sind entsprechend auf meiner „Empfehlungsseite“ ergänzt.

Liest Minister Dobrindt Mark Twain?

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Er hat es schon nicht leicht unser Verkehrsminister. Die ganze Welt hackt auf ihm herum!

Dabei hat doch alles so gut angefangen. Da geben die Eltern „ihrem männlichen Sprössling“ den Namen Alexander. Da sind die Vorzeichen bereits klar. Welch` eine Historie verbinden wir nicht alle mit dem Vornamen Alexander!

Alexander der Große, der Eroberer und Beherrscher der damals bekannten Welt. Das war`s aber dann auch schon und unser Alexander spürt die Bürde seines Namens!

Unser Alexander wächst in Deutschlands Süden auf und weil wohl irgendetwas in seiner Kindheit schief gelaufen ist, wird der „kleine Alexander“ dann Politiker. Möglicherweise wurde er bei den Sportstunden in der Schule immer als Letzter in die Mannschaften gewählt und dann noch die „Mengenlehre“. Bei einer derartigen Häufung negativer Ereignisse musste mit der frühkindlichen Prägung etwas daneben gehen.

Also ab in die Politik, denn wo kann man ansonsten seiner „gemeinen Umwelt und den Mitmenschen“ am besten den Alltag erschweren. Als „Süddeutscher“ entsprechend sozialisiert kommt auch nur eine Partei in Frage und so ist der Weg vorgezeichnet.

Aber aus unserem kleinen Alexander wird immer noch nicht Alexander der Große, denn hier regiert bereits der „große HORST“. HORST achtet pedantisch darauf, dass niemand in seiner Umgebung auftaucht, der seinen Führungsanspruch in Frage stellt. Also ist ein entsprechend devotes Verhalten durchaus von Vorteil für ein innerparteiliches Vorankommen. Das schafft unser Alexander. HORST hat auch die „Lufthoheit über Deutschlands Stammtischen“ oder zumindest über den regionalen Bierzelten im Süden Deutschlands.

Hier kommt HORST jetzt irgendwann zwischen der sechsten oder siebten Maß Bier die Idee von einer PKW-Maut auf Deutschlands Autobahnen und lässt, in seiner unnachahmlichen Art, diesen geistigen Erguss auch öffentlich verbal ab.

Das man (HORST) sich keine Gedanken über den möglichen Ablauf seiner Idee gemacht hat stört ihn nicht, weil er ja unseren Alexander an entscheidender Stelle im Fachministerium positioniert hat. Soll DER sich jetzt Gedanken darüber machen, wie sein CHEF das gemeint hat! Aber weil nicht einmal HORST weiß wie er DAS gemeint hat, wie soll denn da unser Alexander wissen was er mit der Geschichte anfangen soll?

Muss er aber, weil es ist Bestandteil einer Wahl und da ging man mit dem geistigen Erguss hausieren. Bei jeder Pressekonferenz sieht man unseren Alexander jetzt mit schmerzverzerrtem Gesicht Weisheiten von sich geben in Sachen Maut, deren Inhalt ihm selbst suspekt oder unerklärlich sind. Fragen der Anwesenden werden nicht konkret beantwortet oder auf einen späteren Termin verschoben. Fachleute berechnen, dass diese Maut keinesfalls zu den finanziellen Einnahmen führt wie zuvor „prognostiziert“. Alles egal, WIR ziehen das „Ding“ jetzt durch. Bundesländer mit entsprechenden EU-Grenzen ziehen dagegen ins Feld, weil man berechtigterweise befürchtet, dass sich das „grenznahe Einkaufsverhalten“ unserer „noch freundlichen Nachbarn“ ändern wird und die Einnahmen des grenznahen Einzelhandels zukünftig rarer werden.

ABER unsere „Vertreter im Bundestag“ stimmen mehrheitlich zu. Teilweise unter Zurückstellung „größter Bedenken“.
Hier muss ich kurz einlenken für eine Person, deren Freund ich niemals in seiner politischen Laufbahn gewesen bin – ABER jetzt. Dr. Peter Gauweiler hat permanent gegen dieses merkwürdige Konstrukt PKW-Maut gewettert und auch bei der Abstimmung, trotz parteilichen Drucks, dagegen votiert. Es geht also doch. Damit meine ich seine eigene Meinung zu vertreten und standhaft zu bleiben, wenn man „irgendetwas“ für einen „Schildbürgerstreich“ hält. Allerdings wird Rückgrat benötigt und DAS verträgt sich augenscheinlich nicht allzu oft mit dem Berufsbild Politiker.

Jetzt haben wir das DING und wir werden mal sehen, was noch alles „nachgebessert“ wird im Laufe der Zeit. PKW und Wohnmobile. Meine Freunde die „Sprinter“ sind meines Wissens nicht erfasst. WIR sind auch noch raus!

Was war jetzt noch mal mit Mark Twain?

Der berühmte amerikanische Schriftsteller war nicht nur Autor solch berühmter Jugendlektüre wie Tom Sawjer und Huckleberry Finn, sondern auch für den ein oder anderen „starken Ausspruch“ gut. So auch hier.

„Manchmal ist es besser den Mund zu halten und für dumm gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und jeden Zweifel zu beseitigen!“

Vielleicht hätte der ein oder andere Beteiligte in Sachen PKW-Maut vorher Mark Twain lesen sollen.

Ich hab`den „Längsten“!

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Das muss es einfach sein, eine andere rationale Erklärung habe ich momentan nicht für „das Verhalten“. Denn bei Motorradfahrerinnen habe ich dies bis dato noch nie festgestellt.

Ja, genau. Die Testosterongeschichte muss damit zusammenhängen. Was finden wir im Lexikon und dem allseits beliebten Wikipedia? Imponiergehabe und Kampfverhalten. Kastration soll helfen – aber soweit wollen wir jetzt doch nicht gehen.

Von antisozialem Verhalten und verringerter kognitiver Empathie ist da die Rede. Das passt jetzt alles und schon haben wir unsere Lösung für das Problem gefunden, bevor wir das Problem als solches überhaupt thematisiert haben!

Was habe ich denn jetzt wieder für ein merkwürdiges Thema?

Ich habe nichts gegen das Internet und die diversen Plattformen, die das Medium mit sich bringt. Schließlich mache ich mich momentan selbst auf diesem Blog breit und gebe Nützliches und Unnützes zum Besten.

Auch das ein oder andere Onboard-Video von einer Rennstrecke schaue ich mir gerne an. Helmut Dähne und die 7:49:71 lassen grüßen. Wenn IHM einer nacheifert und seine 8:30er Runde auf der Nordschleife ins Netz stellt – auch gut und Chapeau für den Fahrer oder Fahrerin.

Aber jetzt kommt`s. Keinerlei Verständnis habe ich für die grenzdebilen Spezialisten, die ihre Glanztaten auf Landstraßen ins Netz stellen. Größtenteils dann auch noch auf Streckenabschnitten, die ohnehin im Fokus von Rennleitung, Straßenbaulastträgern und kommunaler Politik stehen.

Spürt IHR noch was?

Haben wir nicht schon Streckensperrungen in einem ausreichenden Umfang für UNS als Motorradfahrer? Müssen wir den „Entscheidern“ vor Ort auch noch selbst die Munition für ihre Flinten geben, damit sie anschließend (bildlich gesprochen) auf UNS schießen können?

Aber scheinbar merkt IHR „Superkönner“ im Testosteronrausch nicht mehr, welches Problem ihr als „Einzelne“ für die Gemeinschaft „Motorradfahrer/-innen“ darstellt und produziert. Gerade an der „50er“ Begrenzung vorbeigeflogen und die „100km/h“ auf dem Tacho gut sichtbar!

Schon mal von dem Sprichwort gehört mit dem Ast absägen auf dem man gerade noch sitzt? Wahrscheinlich schlagt IHR auf dem Boden auf, die Säge noch in der Hand und fragt dann ganz verstört „WER“ das jetzt gemacht hat!

Wenn IHR schon das Bedürfnis habt diese Strecken in derartiger Form abzufahren, dann macht das! (Gebt EUCH aber zumindest die Mühe keine Unbeteiligten zu gefährden)

Wenn IHR diese Glanztat dann auch noch unbedingt für den Eigengebrauch filmen müsst, dann tut auch dies. ABER erspart dem Rest der motorrad-fahrenden Menschheit euer „vorpubertäres Brunftverhalten“ im Netz.

Es interessiert UNS nämlich nicht, dass IHR den „Längsten“ habt!

Die Streckensperrung, die latent durch euer Verhalten im Raum schwebt, interessiert uns aber schon!

Regenfahrten!?

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Was haltet Ihr denn so von Touren durch den strömenden Regen? Nicht gut? Ganz ehrlich gesagt kann ich mir auch schöneres auf dem Motorrad vorstellen, als eine Fahrt durch den Regen mit all den Unzulänglichkeiten die unser „Lieblingsgerät“ so mit sich bringt.

Eine dieser Regenfahrten ist mir aber ganz besonders im Gedächtnis geblieben und ich denke, dass es fast ALLEN unter uns so geht, dass es EINE dieser Wahnsinnstouren durch den „Batsch“ gibt, die wir einfach nie vergessen werden.

Als „Aufmacher“ der Blog-Seite habe ich bereits meine Affinität zur Isle of Man beschrieben und meine unvergessliche „Regenfahrt“ hat unmittelbar mit der ersten Tour zur Man zu tun.

An sich hatten wir Ende Mai 1984 unseren Ausflug zur TT zu dritt geplant, aber kurz vor Fahrtantritt sprang unsere Nr. 3 ab. So machten sich mein Kumpel Klaus und ich eben als Duo auf den Weg. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede vom Eurotunnel war, suchten wir nach einem alternativen „zügigen“ Weg. Dergestalt wurden wir bei der Hovercraft, also den Luftkissenbooten fündig, die eine Kanalpassage von Calais nach Dover in einer Stunde realisierten.

Auf nach Calais. Problem war, in Trier bei der Abfahrt hatte „Irgendjemand“ die Himmelsschleusen geöffnet und es sah auch nicht danach aus, dass sich daran zeitnah etwas ändert. Also begann die Tour sofort bei „englischem Wetter“ und -2- Mann mit vollbepacktem „Gerät“ machten sich auf den Weg gen England.

Unterwegs in Luxemburg und Belgien musste der Schreiber dieser Zeilen mehrfach anhalten um unseren eingeschlagenen Weg auf der Karte zu kontrollieren. Leider war das während der Fahrt, wie ansonsten praktiziert, nicht möglich, weil das Sichtfenster meines Harro Elefantenboy vor den Regenmassen kapituliert hatte und derart angelaufen war, dass darunter nichts mehr zu erkennen war.

Der jetzt folgende Hinweis, dass ich entgegen meiner sonstigen Praxis diesmal die Karte im Vorgriff nicht laminiert hatte, wird wahrscheinlich schon beim Leser zur Erkenntnis führen, was jetzt folgt. Beim dritten Halt war meine Karte kurz vor der Veränderung des Aggregatzustandes und nur mit viel Wohlwollen noch als Karte zu identifizieren. Dies resultierte aus dem permanenten „nassen“ rein und raus aus dem Kartenfach meines Tankrucksacks.

Da es mir in jungen Jahren noch mehr an emotionaler Ausgeglichenheit als heute fehlte, landete der „nasse Klumpen Papier“ unter Verwünschungen (und Hinweisen auf die eigene „Dummheit“ → siehe Laminieren) im Graben einer belgischen Nationalstraße.

Also weiter nach Calais ohne topografische Hilfsmittel, schließlich hatten wir unser Date mit dem Luftkissenboot. Im Hinterkopf ständig diese Gedanken, wenn das hier schon derart mies ist, wie sieht denn dann erst das Wetter auf der nicht gerade sonnenverwöhnten englischen Insel aus!

Nach Stunden ohne einen einzigen trockenen Kilometer am Hafen angekommen war mein erster Weg zu einem „netten Herrn“ des dortigen Hafenpersonals, um die „Wetterlage“ auf der „anderen Seite“ zu checken. Seine Antwort: „Dover sonnig und trocken“ wertete ich zunächst als Märchen und Heldensagen unter der Rubrik: Der will uns nicht komplett demoralisieren!

Was soll ich sagen? Der Mann hatte uns tatsächlich nicht belogen und unsere Weiterfahrt bis nach London erfolgte auf trockener Strecke und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Zeltplatz gesucht – unter Mithilfe eines netten englischen Motorradfahrers, der uns eine kostenfreie Stelle in Greenwich zeigte und am nächsten Morgen schnell die „Touristenrunde“ durch das morgendliche London mit den erforderlichen Fotos für das Poesiealbum (natürlich alle Fotos vom Motorrad aus, denn wir hatten es eilig).

Unser Termin in Liverpool wartete in Form einer „vorgebuchten Fähre“ nach Douglas. Zwischenzeitlich hatte der Typ vom Tag zuvor, der mit den Himmelsschleusen, England erreicht und auch hier alle Luken geöffnet. Ergeben in unser nasses Schicksal und in Vorfreude auf das Mekka aller Motorradfahrer/-innen also weiter Kurs Liverpool. Was sollte jetzt noch schlimmer kommen?

Schon mal von Murphy`s Gesetz gehört? Genau, schlimmer geht immer und was schief gehen kann, geht auch schief. Zumindest ansatzweise.

Irgendwo in Höhe Birmingham machten wir eine Tankpause und trafen eine Gruppe Motorradfahrer aus Hannover, die uns im weiteren Verlauf unserer Tour und auf der Man begleiteten. Warum erzähle ich das? Die Jungs aus Hannover hatten Neuigkeiten für uns, weil sie gerade die Nachrichten im Radio verfolgt hatte. Fährstreik in Liverpool – nichts geht mehr. Die Hafenarbeiter der Steam Packet (Fährreederei) hatten den Bogen raus gute Termine zu finden, um ihren Anliegen die entsprechende Durchsetzungskraft zu verleihen. Weiterfahrt also mit dem mulmigen Gefühl – wie geht es ab Hafen Liverpool weiter?

Weiter ging es zunächst noch gar nicht und auch im Anschluss nur mit recht kurzen Intervallen. Einer der Jungs aus Hannover fuhr eine Laverda RGS 1000 und hatte seiner „Italienerin“, damit „SIE“ besser Luft schnappen kann, offene Ansaugtrichter spendiert. Leider hängt der Motor bei der Laverda in einem bestimmten Winkel im Rahmen, der bei Regen und einem Hinterreifen „ohne“ Radabdeckung zu gewissen Problemchen führt. Klartext: Der Hinterreifen schaufelte bei Dauerregen eine erkleckliche Menge an Spritzwasser in die Vergaser und Resultat war dann eine „spuckende italienische Diva“, die den Betrieb einstellte. Beim nächsten Zwangshalt in Sachen „Trockenlegen“ wurde dann eine „Damenstrumpfvariante“ über dem Einlass gewählt, was die Etappen verlängerte.

Kurz vor Liverpool wurde es dann „trocken“ und wir fuhren zunächst gemeinsam in den Hafen ein. Da die „Hannoveraner“ nicht vorgebucht hatten mussten Sie vor der Reede warten. Wir durften mit unseren Tickets ins Gelände und wurden in eine Halle mit leichten baulichen Eigenheiten „gelotst“. Die Eigenheiten waren dergestalt, dass zwar ein Dachstuhl erkennbar war, das Dach als solches aber nicht eingedeckt. Da es zwischenzeitlich nicht mehr regnete, waren wir mit der Variante bereits zufrieden. Man wird demütig mit der Zeit.

Die Halle war mittig in Längsrichtung unterteilt und wir fuhren auf der rechten Seite bis in die dritte Reihe vor. Wir hatten schnell Kontakt mit den „anderen Leidtragenden“ geknüpft und erfuhren aus der „Gerüchteküche“, dass es wohl im Verlauf der kommenden Nacht doch noch zu einem Transfer nach Douglas kommen sollte. Es war die Rede von „800 Maschinen“ die man auf die Fähre lassen wollte. Da „DIE auf der linken Seite“ bereits längere Zeit in der Warteschleife standen war klar, dass die auch als erste an Bord können. Also begab sich der Schreiber dieser Zeilen in die Tiefen der Grundrechenarten und zählte die Reihen der „linken Hallenhälfte“ ab. Überschlägig kam ich auf 700 Motorräder und die Tatsache, dass wir rechtsseitig in der dritten Reihe standen, machte mir deutlich:

Das wird knapp!

Diesmal hatte Murphy aber keine Chance und wir kamen mitten in der Nacht auf „unsere Fähre“.

Vier Stunden später, hatte ich schon erwähnt, dass es wieder regnete, sahen wir die Lichter vom Hafen in Douglas. ALLES strömte in den Bauch der Fähre, um die Maschinen startklar zu machen. Lautsprecherdurchsagen machten noch darauf aufmerksam die Motoren erst nach Öffnung der Luken zu starten, aber das hatte bei einem Gros der Anwesenden lediglich „hinweisenden Charakter“. Man will ja schließlich nicht mit komplett kaltem Motor auf die Uferpromenade in Douglas einfahren! Kurz vor dem Ersticken, zwischenzeitlich liefen etwa ¾ der Motorräder „warm“, ging dann endlich die Luke auf und die blauen Dunstwolken fanden den Weg ins Freie.

Derart im „Vorstartfieber“ rutschte dann auch der erste Fahrer direkt bei der Ausfahrt von der Fähre auf der regennassen Metallrampe aus und legte sich akkurat mittig in die abfahrende Meute. Was für ein START zu unserem Isle of Man Trip!

Was soll ich sagen. Während der nächsten 9 Tage regnete es zwar hin und wieder, aber der Wind der irischen See trocknete derart schnell die Strecken ab, dass wir einen grandiosen Aufenthalt hatten.

Die Katastrophenanfahrt trat komplett in den Hintergrund und mit dem nötigen Abstand war selbst diese „Regenfahrt“ irgendwie ein „witziges Abenteuer“ und eine schöne Episode.

Wie sehen denn eure unvergessliche Regentouren aus? Lasst von Euch hören!

Wer fällt schon gerne aus dem 3. Stock?

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Direkt als Einstieg: Auch ich fahre nicht überall regelkonform und bin an der ein oder anderen Stelle, aus welchen Gründen auch immer, aus rechtlicher Sicht zu schnell!

Ich denke davon kann sich keiner von uns „freisprechen“ und wer es von sich behauptet, der hat sich wahrscheinlich in diesem Moment selbst betrogen.

Dennoch fasse ich jetzt anhand eines praktischen Beispiels (natürlich ausgedacht und mit keinerlei Anspruch auf ein mögliches reales Ereignis) ein paar Daten zum Nachdenken zusammen. Das Beispiel ist natürlich derart konstruiert, dass bei dem späteren Ablauf niemand von „UNS“ mit fahrerischem Können und Ausweichmanövern jedweder Art brillieren kann und für sich „Alternativen zum Ende“ darstellt:

Wir haben einen wunderschönen Sonntagmorgen und eine vierköpfige Familie macht sich nach ihrem Urlaub mit ihrem Wohnwagengespann vom Campinggelände auf den Heimweg.
Das „Anspannen“ des Campingwagens hat schon längere Zeit als geplant in Anspruch genommen. Junior plärrt bereits: Papa ich hab` Durst und seine nur wenig ältere Schwester stellt die allseits beliebte Frage Sind wir gleich da?

Kurz und gut, genau die Situation die dazu beiträgt, dass der bereits gestresste Papa nicht mehr alle Sinne auf den um ihn herum herrschenden Verkehr fokussiert hat.

Jetzt kommen „WIR“ ins Spiel. Auf unserer morgendlichen Sonntagstour steuern wir zielgenau in Richtung des Kreuzungsbereiches wo sich unsere Urlauberfamilie nähert. In und um die Kreuzung haben wir eine 70 km/h Begrenzung und WIR sind auf der Vorfahrtstraße. Der Fahrer mit seinem Wohnanhänger hat also gefälligst anzuhalten!

Also im Grunde alles im Lot!?

Bis jetzt noch – aber nun kommt die konstruierte Geschichte. Die Familie mit ihrem Gespann aus PKW und Wohnanhänger bekommt von uns nichts mit. Insbesondere Papa bemerkt uns nicht und rollt als Linksabbieger in den Kreuzungsbereich ein. Keine Chance mehr zum Ausweichen nach rechts oder links – gesamte Fahrbahn ist mit dem „schönen Zug“ zu!

Soweit unser Szenario, dass einem den schönen Sonntag gehörig versauen kann!

Das Ganze bemerken wir in etwa bei 50 m Entfernung und gehen in die Bremse!

Fahren wir jetzt die regulären 70 km/h (und dann haben wir auf unserem Tacho wahrscheinlich die Nadel „knapp“ unter der 80er Anzeige!), so stehen wir nach ca. 45 m.

Alles gut gegangen. Wir können dem Fahrer noch einige Verwünschungen hinterhersenden und ihm Tiernamen geben. Nichts passiert!

Wir fahren 75 km/h! Jetzt wird es bereits denkbar knapp mit unserem abendlichen Bier nach einem schönen Motorradausflug. Theoretisch stehen wir nach 49, 77 m.
D. h. wir sehen bereits an unserem Anhaltepunkt an den Seitenfenstern des Wohnwagens die Aufkleber, wo die Familie überall in Urlaub war. Ach, am Gardasee waren sie auch schon!

Ab jetzt beginnen „unsere Probleme“. Diese sind dergestalt, dass wir auf Grund der höheren Geschwindigkeit natürlich auch eine längere Wegstrecke (Reaktionszeit) zurücklegen bis der Bremsdruck anliegt und die eigentliche Verzögerung beginnt.

Also fahren wir jetzt einmal 80 km/h. Anhalten würden wir jetzt bei ca. 55 m. Das Problem ist aber, dass unser Wohnwagen bereits bei 50 m auf uns wartet. Im Vergleich zu dem Fahrer der die 70 km/h einhält und bei ca. 45 m zum Stehen kommt schlagen wir jetzt mit 45 km/h in den Wohnwagen ein!

Jetzt könnte ich schrittweise diese Geschichte weiterführen, denke aber das ein abschließendes Beispiel mit den eigentlich „landstraßenkonformen“ 100 km/h ein ausreichendes ENDE darstellt.
Jetzt legen wir bei unserer Reaktionszeit von 1 sek. bereits 28 m von unserer 50 m Entfernung zum Gespann zurück. Das kann nicht mehr gut gehen. Anhalteweg wäre jetzt ca. 79 m.
Im Vergleich zu dem/der 70er-Fahrer/-in knallen wir jetzt mit ca. 80 km/h in den Wohnwagen.

In empirischen Erhebungen hat man, um die transformierende Bewegungsenergie in solchen Fällen besser darstellen zu können, einen Vergleich Aufprallgeschwindigkeit zu „Fallhöhe“ erstellt.
Aus meiner Sicht ist dieser Vergleich derart plastisch, dass er im Gedächtnis haften bleibt.
Ein Aufprall mit 30 km/h entspricht einem Fall aus einer Höhe von 3,5 m. Das wäre ein Sturz aus dem 1. Stock eines Hauses.
50 km/h Aufprallgeschwindigkeit und wir fallen aus der 3. Etage (10 m). Bei unserem letzten „Versuch“ mit der 100er Anfahrtsgeschwindigkeit und den 80 km/h Aufprallgeschwindigkeit fallen wir bereits aus einem „mittleren Hochhaus“. Hier ist die Aufprallenergie einem Sturz aus 25 m, also etwa der
8. Etage gleichzusetzen.

Fertig!

Wie bereits zu Beginn gesagt. Ich bin auch nicht überall im gesetzlichen Rahmen unterwegs und ertappe mich dabei an der ein oder anderen Kreuzung „locker durchzurollen“.

Aber sind wir doch einmal ehrlich. Ändert es etwas an einer schönen Motorradtour, wenn wir an solchen Kreuzungen den Gasschieber zudrehen und mit der gebotenen Vorsicht den Bereich durchfahren?
Ich denke nicht! Und falls unsere Begleitung anderer Auffassung ist, welchen Zeit- oder Lustgewinn erwirtschaftet sie damit? Wahrscheinlich steckt gerade mal die Zapfpistole im Tank, wenn wir zur Tankpause erscheinen!

Wenn es dumm läuft ist er aber gar nicht vorher an der Tankstelle!

 Aber wer fällt schon gerne aus dem 3. Stock?

 

WARUM fahre ICH eigentlich Motorrad?

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Jetzt ist es passiert! Die alles entscheidende Sinnfrage getreu dem Motto: Wer bin ich und wenn ja wie viele?

Das eigentlich prägende Alter ist bei mir ein schwarzes Loch. Soll heißen Mofa oder Moped gab es nicht, wegen eines strikten elterlichen Verbotes. Zu gefährlich, der fährt schon mit dem Fahrrad wie ein Verrückter.

Vielleicht war gerade „DAS“ aber jetzt das entscheidende Kriterium, dass der Schreiber dieser Zeilen immer noch Motorrad fährt. Denn die meisten aus meinem Freundeskreis, Schule und Sportverein haben mit Mofa und Moped, sowie Kleinkrafträdern derart oft Asphaltproben in der Umgebung genommen, dass mit -18- und dem obligatorischen Autoführerschein die Zweiradkarriere beendet war. Mit dem PKW fällt es sich nicht so leicht.

Bei mir fing „SIE“ jetzt an, die Zweiradkarriere, denn bei Volljährigkeit machte das elterliche Veto nichts mehr aus. Also ran an die Objekte der Begierde und los geht`s.

Aber warum fahre ich jetzt eigentlich und vor allem immer noch Motorrad? Der durchschnittliche Normalbürger fährt Auto. Basta. Irgendwann wird es auch Zeit normal und erwachsen zu werden und diesem eigentlich zu nichts nützlichem Ding Motorrad zu entsagen.

Hahhh. Jetzt haben wir es, zumindest teilweise. Das Peter Pan Syndrom, hier will einer nicht erwachsen werden, denn Normale und Erwachsene sind langweilig. Frage an den geneigten Leser dieser Zeilen, sofern er denn ebenfalls mit dem Virus Motorrad infiziert ist. (Ansonsten hören Sie auf zu Lesen, denn Sie werden alles Weitere nicht verstehen)

Hattest Du schon einmal eine richtig langweilige Ausfahrt mit dem Motorrad?

Ich kann mich an keine erinnern. Irgendetwas Positives und Schönes ist immer. Wobei da die Einschätzung und Bewertung von positiv und schön im Laufe der Jahre wechselt und variiert.

Ich gebe zu, dass mein Fahrstil früherer Jahre heutzutage bei mir Kopfschütteln verursachen würde. Wahrscheinlich habe ich deshalb noch immer für den ein oder anderen Racer auf der Strecke zumindest marginales Verständnis. Aber in diesen Anfangsjahren gehörte das eben irgendwie dazu und hat für dieses Zeitfenster zum positiven Erleben Motorrad beigetragen. Heute nicht mehr. Es ist mir einfach zu viel auf Europas Straßen los, als das ich ein für mich unnötiges oder nicht kalkulierbares Risiko eingehen würde. Wer schon einmal das Treckergespann oder den Mähdrescher mit 5m-Schnittbreite am Kurvenausgang vor sich hatte und Sekunden später nicht mehr wusste „WIE“ er jetzt daran vorbeikam, wird wissen was ich meine.

Ist das jetzt Angst oder Erfahrung? Streichen wir Angst und setzen Respekt, dann kommen wir der Sache wahrscheinlich ein Stück näher. Respekt – oder hat es mit den Erfahrungen der Jahre auch etwas mit Verantwortung zu tun? Verantwortung für sich selbst und den- oder diejenigen die mit Dir unterwegs sind und hinter Dir herfahren! Auch in dem Glauben oder der Erwartung DER weiß schon was er tut! Verantwortung ebenfalls für den „älteren Herrn“ mit dem berühmten Wackeldackel auf der Heckablage den fast der Schlag trifft, weil wir mit der Gruppe Motorräder „ganz normal“ zum Überholen ansetzen!

Aber jetzt driftet es auch schon wieder ins Philosophische und die Sinnfrage überhaupt ab.

Warum fahre ich denn jetzt eigentlich Motorrad?

Da spielt alles bis dato Gelesene sicherlich mit eine Rolle. Ebenso die Tatsache, dass sich der Grund warum und weshalb man etwas tut oder immer noch macht auch mit den Jahren ändern kann. Aber was sich mit den Jahren definitiv nicht geändert hat UND immer noch der ausschlaggebende Faktor ist „Warum ich noch Motorrad fahre“ ist die Tatsache, dass es mir einfach Spaß macht!

Und der Spaß am Motorradfahren hängt für mich nicht mit der Leistung oder dem Hubraum zusammen. Auch nicht mit der Geschwindigkeit mit der man unterwegs ist. Ich nehme die Straße anders wahr, als mit dem Auto. Auch das Gefühl für die Landschaft und meine Umgebung ist auf dem Motorrad für mich von der Wahrnehmung komplett anders, als im Auto.

Es bereitet mir Freude mit einem Motorrad zu fahren, dieses andere Fortbewe-gungsmittel bringt mich lediglich emotionslos an einen Zielort.

Jetzt haben wir`s! Vier Räder bewegen deinen Körper, aber zwei Räder deine Seele! Das und die Freude dabei sind Grund genug damit weiterzumachen bis ich nicht mehr ohne fremde Hilfe auf meine Maschine komme.

Denen, deren Gedankenwelt eine ähnliche sein sollte, wünsche ich viel Spaß beim Weiterlesen, dem Kennenlernen und dem Austausch im Blog. Den Anderen viel Spaß bei der schönsten Nebensache der Welt und ihrer eigenen Fasson mit „ihrem Motorrad“ glücklich zu werden.

Technik, Ausrüstung und Alltagstipps

Ich habe es bereits erwähnt. Die Sozialisierung als Motorradfahrer erfolgte bei mir in den 80ern.

Einige „alte Windgesichter“ werden jetzt sagen: „Was will denn der Jungspund? Da hat er doch den großen Umschwung in der Szene gar nicht mitbekommen.“

Honda CB 750 usw. lassen grüßen! Aber so viel anders war es denn Anno 80 + auch noch nicht. Japaner vorherrschend. Der Markt strotzte nur so vor 4-Zylindern aus Nippon und Europas Hersteller hechelten mehr schlecht als recht hinterdrein und versuchten irgendwo und irgendwie Anschluss zu halten. Nischenmodelle und Nischenlösungen waren angesagt. Und da gaben die Europäer so einiges her, denn die japanischen Motoren hatten zwar Leistung, aber die Fahrwerke würden heutzutage nicht einmal ihr Dasein in einem Mountainbike fristen.

„Rührwerke“ der schlimmsten Sorte kamen da oftmals daher und so wurde der „Zubehörmarkt“ immer größer und die kleinen Edelschmieden schossen wie Pilze aus dem Boden. Wer hatte schon große Lust bei dem kleinsten Bitumenstreifen in haltloses Schlingern zu geraten. Bimota, Egli, Moko, Rickman, Martin, Eckert, Fischer, Rau usw. alles bot sich an, um größtenteils die Japaner fahrbarer zu machen und ihren Fahrern das Erlebnis Motorrad zu erleichtern.

Was ist noch übrig? Ja von Bimota spricht man noch, zumindest hin und wieder. An Japaner gehen sie schon lange nicht mehr dran. Zwischenzeitlich versuchen sie die ohnehin schon mit dem Attribut des „etwas Besonderen“ versehenen Produkte von Ducati noch besonderer zu machen. Der Rest? In der Versenkung verschwunden.

Was sagt uns das?

Leute, etwas „richtig Schlechtes“ ist gar nicht mehr auf dem Markt! Da findet JEDER/JEDE in welchem Segment auch immer ein Modell, das passt, funktioniert UND auch noch gut aussieht!

Und jetzt mal ernsthaft. Wer benötigt bei Leistungen von weit über 100 PS noch eine Leistungsspritze? Die Fahrwerke sind nahe an der Perfektion und werden höchstens noch von Profirennfahrern an ihre Grenzen gebracht. Und selbst die Verlierer der aktuellen Reifenvergleichstests hätten vor einigen Jahren mit weitem Abstand die Tests gewonnen.

Ja, schlechte Zeiten für Tuner und Auspuffbauer, wenn ihre Produkte eher den Alltagsbetrieb verschlechtern, als zur Besserung beizutragen, weil sie das ganze Motormanagement auf den Kopf stellen und die Abstimmung einfach nicht mehr passen will.

ALSO, warum dann noch eine Sparte Technik und Zubehör?

Ich mache es einfach, weil man das ein oder andere an Kleinigkeiten noch findet, das uns den Motorradalltag oder die Motorradtour vereinfacht und erleichtert. Und wer von EUCH ebenfalls auf etwas in der Art gestoßen ist einfach rein damit und mitgeteilt.

 

 

 

Sparte A oder „Absonderliches“, „Anekdoten“ und ALLES andere

Der berühmte Komiker Heinz Erhard erklärte seinem Publikum oftmals, dass sein jetzt anstehender Vortrag zwecks besserer Orientierung des Abends in die Teile A, B und C unterteilt würde.

„A“, weil es der Anfang ist. „B“ wegen der „B(P)ause“ und „C“, weil er später darauf „c(z)urück“ käme. Wir kupfern jetzt nicht beim Giganten des Wortspiels ab, sondern kreieren als Ende unserer Blogstruktur die Sparte „A“.

„A“ für ALLES was sonst nirgendwo hineinpasst. Für „A“bsonderliches und „A“nekdoten, sowie für alle „A“bfallprodukte, die uns aber zumindest derart interessant erscheinen, dass wir unsere „Mitfahrer und Mitfahrerinnen“ darüber in Kenntnis setzen möchten.

Also alles rein damit in die Sparte „A“!

Anderstouren ODER anders unterwegs und anders ans Ziel

Mal abgesehen von Wanderern stimmt der Sinnspruch „Der Weg ist das Ziel“ für keinen anderen Menschenschlag so, wie für Motorradfahrer.

Hier geht es nicht um die kürzeste Verbindung von Punkt A nach Punkt B, sondern um die Streckenführung, welche möglichst nicht in einer „Geraden“ erfolgen sollte, sondern je kurviger umso besser. Die Routenführung und die ausgewählten Strecken meiner vorgeschlagenen Touren sind eher touristisch ausgelegt, d. h. viel Landschaft und schöne Ausblicke. Die Heizer in unseren Reihen werden hier eher weniger ihr Glück finden.

Da noch nicht alle „Tourer“ mit Navigationssystemen ausgerüstet sind und sich einige alte Hasen und Häsinnen immer noch auf die alte Karte verlassen, erwähne ich bei allen Strecken weitestgehend die jeweilige Straßenklassifizierung mit der dazugehörenden Nummer, um die Route beim Kartenstudium schneller nachvollziehen zu können.

Wahrscheinlich ist es altersbedingt, aber in den letzten Jahren kam bei meinen Touren ein weiterer Schwerpunkt außer den Kurven hinzu. Wo ist ein schöner Platz zum Rasten auf der Strecke?

Die Definition „schöner Platz“ ist dabei variabel. Es dürfen und können auch andere Gleichgesinnte auf Mopeds in der Nähe sein – ist aber nicht verpflichtend. Der „Tumult“ in räumlicher Nähe zu „meinem Rastplatz“ sollte sich in Grenzen halten, denn „Ballermann-Ambiente“ ist mir zuwider! UND ausgesprochen hilfreich ist es, wenn mir mein Rastplatz etwas „Anständiges auf die Gabel“ bringt! Denn nichts ist so gefährlich wie „Unterzucker“!

Die Umschreibung „Anständiges auf die Gabel“ umfasst dabei sowohl alles „Herzhafte“, als auch den Bereich der „Kuchentheke“. So wird es zukünftig fester Bestandteil der „Anders-Touren“ sein, dass „Sie“ zumindest eine Station beinhalten, welche zur entsprechenden Nahrungsaufnahme empfohlen wird und natürlich vorab persönlich getestet wurde.

Viel Freude beim „Erfahren“ der Touren und „Guten Appetit“!