Der Discounter ODER „Ich bin dein Kumpel“

Was für viele „nicht motorradfahrende“, weibliche Bewohner des Planeten der Besuch in dem „schwedischen Einrichtungshaus“ ist, um nützliche Dinge wie Teelichter etc. käuflich zu erwerben, ist dem Motorradfahrer / der Motorradfahrerin der Besuch beim Fachhändler oder „Discounter“.

Das Schlendern zwischen den Regalen auf der Suche nach Dingen, die die Welt und der Fahrer/-in an sich wahrscheinlich gar nicht benötigt hat etwas Metaphysisches.

Es gibt aber auch Momente, da sind wir nicht in diesem transzendentalen Raum unterwegs, sondern tauchen hier einfach auf um FACHLICH sauber beraten zu werden, als Grundlage für einen Kauf.

„Kann ich Dir helfen?“

Die mit lautstarker Stimme in den Raum gerufene Frage reißt mich aus meinen Gedanken. Irgendwie bin ich jetzt schon überrascht darüber, dass überhaupt noch jemand der Auffassung ist MIR helfen zu können!

Also wende ich mich in Richtung der Stimme und meine Überraschung wird größer. Haggis, jetzt hat es Dich doch noch erwischt! In die Soße des gestrigen Jägerschnitzels muss der Koch wohl eine Portion „magic Mushrooms“ eingerührt haben. Der Kühlergrill eines 54er Chevy versucht mit mir Kontakt aufzunehmen?! Bei genauerer Betrachtung klärt sich die Situation dahingehend, dass lediglich das ortsansässige Piercingstudio einen repräsentativen Querschnitt ihrer Produkte im Gesicht meines Gegenübers untergebracht hat.

Haggis, sei nicht immer so konservativ. Alles wird gut!

„Kann ich Dir helfen?“

Die Frage wird wiederholt und da ich gerade erst wieder im Diesseits angekommen bin antworte ich etwas unwirsch: „Kennen wir uns näher oder warum sind wir per Du?“

„ Ich dachte so unter uns Bikern!?“

„Ich bin kein Biker. Ich bin Motorradfahrer!“ Jetzt macht sich bereits eine gewisse Unsicherheit bei meinem Gegenüber bemerkbar. Mit „Motorradfahrern“ scheint man hier seltener Kontakt zu haben. Unmittelbar neben uns „berät“ gerade sein Kollege einen jungen Mann (wohl Fahranfänger A1), der in Begleitung seiner Mutter das Geschäft aufgesucht hat. Man beabsichtigt einen Helm für den jungen Herrn zu kaufen und lässt sich über Vor- und Nachteile der angebotenen Produkte aufklären.

„Der Helm ist gerade Moto-GP Weltmeister geworden!“

Donnerwetter denke ich, hoffentlich weiß Marc Marquez, dass er seinen aktuellen Titel nicht seinem fahrerischen Können und der Qualität seiner Maschine verdankt, sondern seinem HELM.

„Wenn DER mal leicht auf den Boden fällt, dann macht DAS nichts. Der andere Helm ist dann kaputt!“

Was für eine qualitativ hochwertige Aussage. Hatte der Verkäufer bei seinem letzten Sturz gar keinen Helm an? Das würde die angeführten Verkaufsargumente für mich erklärbarer machen.

Meine Fachkraft sucht zwischenzeitlich nach dem gesuchten Artikel im hauseigenen Katalog und teilt mir mit, dass ein derartiges Produkt so selten gewünscht ist, dass man ES nicht auf Lager hält. In meiner grenzenlosen Naivität versuchte ich nach anderweitigen Lösungsmöglichkeiten aus der Angebotspalette „unseres Discounters“ zu suchen. Auf meinen Hinweis, dass die Montage von Halterungen im Cockpitbereich meiner KTM nicht ganz einfach wären, zuckte er bei der Nennung von „KTM“ merklich zusammen. Sein verwirrter Gesichtsausdruck ließ die Vermutung zu, dass er gerade mit der Überlegung beschäftigt war ob seine Waschmaschine in der heimatlichen Wohnung jetzt eine AEG oder KTM ist.

Flying Haggis verließ jetzt das Zentrum der geballten Fachinkontinenz, sowie der „angewandten Verkaufsrhetorik“ und suchte das Weite, in der Hoffnung zumindest dies schnellstmöglich zu finden.

Ich weiß nicht wie eure Erfahrungen an diesen Stellen sind, aber meiner Meinung nach ersetzt „kumpelhaftes Getue“ keine Fach- oder Sachkompetenz. Dies mag ausreichend sein, wenn man in einem viertklassigen Sportschuhdiscounter die aktuellen „Rapperlatschen“ an den Mann oder die Frau bringen möchte. Meiner Meinung nach suchen Motorradfahrer/-innen IMMER NOCH nach einem fachlich versierten Verkäufer/-in der/die weiß wovon sie spricht. Die gibt es nämlich – wenn auch immer seltener. Und DA gehe ich auch hin, egal ob andere Örtlichkeiten bei Marktanalysen als Marktführer ausgeworfen werden.

„NEIN, Sie konnten mir nicht helfen!“

Wenn ich Du wäre, dann wäre ich lieber ich!

Freunde, ich schwelge wieder einmal in Erinnerungen. War das nicht schön mit UNS auf unseren Maschinen in den 80er Jahren?!

War man mal ausnahmsweise mit seiner 750er oder ähnlichem Gerät auf der Autobahn unterwegs um entsprechend Meter zu machen, wer ist einem da schon auf der Überholspur begegnet? Kletterte der Tacho über die 200er Marke, dann waren die Bürgerkäfige zum größten Teil aus dem Rennen. Der Rückspiegel an der Maschine war höchstens in „Betrieb“ um nach anderen Motorrädern Ausschau zu halten oder „möglichem Potenzial aus Zuffenhausen“. Und selbst wenn man auf das „Klientel Sportwagenfahrer“ getroffen ist, so war das Verhalten unter- und miteinander anders als heutzutage. Mann/Frau war eben unter sich und ging „professionell“ miteinander um. Manchmal wurde auch bei Regenfahrten der „spritzfreie Windschatten“ des Sportboliden voraus genutzt und die meisten Fahrer/-innen dieser Fahrzeuge hatten auch schnell verstanden, WAS der „Irre auf 2-Rädern“ da hinter Ihnen veranstaltet.

Die Zeiten haben sich geändert und mit IHNEN auch die Motorisierung der „Bürgerkäfige“.

„200“ in der Spitze lässt heute fast jede biedere „Familienkutsche“ zu. Schauen wir auf die „beliebten“ Vertretervarianten wie hochmotorisierte Kombis oder „neudeutsch“ SUV`s dann sind die 200 meistens der „letzte Schaltpunkt“ im Getriebe.

DAS wäre jetzt ALLES nicht das „PROBLEM“, wenn in diesen Fahrzeugen auch Personen sitzen würden deren Fähigkeiten am Volant mit der gesteigerten PS-Leistung ihrer Fahrzeuge mitgehalten hätte.

Da fährst Du, ausnahmsweise mit deiner Maschine, um Kilometer auf der Urlaubsreise zu machen über die Autobahn. Koffer, Topcase, Tankrucksack und die Sozia / der Sozius auf dem Rücksitz, kurz gesagt wir haben einen Cw-Wert wie eine Wurlitzer-Musikbox. Die übliche „Marschgeschwindigkeit“ von 150 – 160 km/h eingestellt und auf der linken Spur um eine lange Reihe von LKW zu überholen. Und jetzt kommt ER (oder er ist schon da), der „dicke Turbodiesel“ mit Lichthupe und im „Innern“ ein „wild gestikulierendes Männlein“.

WARUM sage ich jetzt derart despektierlich Männlein?

Kennt IHR diese soeben beschriebene Szene? Habt IHR schon einmal bewusst einen Blick in diese Fahrzeuge geworfen? Da sitzen in den seltensten Fällen die Kunden → Marke „Türsteher“ drin. Diesem Klientel würde man ein derartiges Verhalten ja fast schon verzeihen, weil es eben angeboren ist und in der frühkindlichen Prägung etwas schief gelaufen ist.

NEIN, unser beschriebener Fahrer ist in den meisten Fällen der „personifizierte Minderwertigkeitskomplex“. Kennt ihr diesen speziellen Typus Mensch, der einen Saal betritt und man denkt es ist gerade jemand gegangen?

Genau DER sitzt in den meisten Fällen in diesen soeben beschriebenen Fahrzeugen und kompensiert seine Minderwertigkeitskomplexe auf deutschen Autobahnen mittels der PS-Leistung seines Wagens. WIE ich darauf komme? Na dann fahrt mal (wenn IHR die Zeit habt) nach einer derartigen Aktion einem solchen Kunden hinterher und sprecht IHN an der nächsten Tankstelle auf sein „Fehlverhalten“ an. Das der Abstand seines Fahrzeuges zu unserer Maschine nicht auf unsere Zustimmung trifft, wenn er fast mit seiner Stoßstange unseren TÜV-Stempel abkratzt.

Ich gehe jede Wette ein, dass „euer Gegenüber“ eine Person ist, die IHR ansonsten nicht einmal wahrgenommen hättet, wenn er unmittelbar an eurem Nachbartisch in der Stammkneipe gesessen hätte. Und DER steht jetzt vor Euch und bekommt wahrscheinlich weder ein „Guten Tag“ noch eine „Entschuldigung“ heraus.

Und weil DAS so ist, sollten wir mit dem Kundenkreis auch zukünftig anders umgehen. Schaut mal unter dem u. a. Link nach und führt euch bei dieser Gesetzespassage den Absatz 12 besonders zu Gemüte.

https://dejure.org/gesetze/StVG/2.html

Da steht etwas von …..die Polizei hat…….. und das wiederum bedeutet, dass IHR bei der nächsten Begegnung mit unserem o. a. Herrn vielleicht ein paar wertvolle Minuten opfern solltet und eine Anzeige erstattet MIT dem Hinweis auf diesen § 2 Abs. 12 STVG.
Jetzt bekommt UNSER Freund nämlich Post von seiner Führerscheinstelle und die prüfen dann seine „Eignung zum Führen eines Fahrzeuges“. Da zu erwarten steht, dass unser „Freund“ auch bereits ein „Konto in Flensburg“ eröffnet hat, ist jetzt seine stressfreie Zukunft mit einem Bus- und Bahnticket höchst wahrscheinlich. Möglicherweise retten WIR auf diese Art und Weise auch noch einem/einer von UNS das Leben oder zumindest die Gesundheit.

Also beim nächsten „Aufeinandertreffen“ mit unserem „Freund“ → auf zur „Rennleitung“ und ein paar Minuten investiert UND wenn WIR unserem Freund an der nächsten Ampel begegnen, dann entgegnen wir freundlich:

„Wenn ich Du wäre, dann wäre ich lieber ich!“

 

 

Schengen und Europa ODER Burgfestspiele Teil 2

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Es soll keiner behaupten ich hätte Euch nicht gewarnt! Wir sind mit unserem Nachbarland Luxemburg noch nicht fertig. Schließlich liegt das kleine Großherzogtum nicht nur im Herzen Europas, sondern hat IHM eigentlich auch erst richtig das Leben eingehaucht. Aber dazu kommen wir noch. Brechen wir erst einmal auf zu unserer heutigen Tour.

Wir starten an unserer bekannten Ausgangsstation dem „Johannishof“ in Mesenich (Trierer Str. 24), nach einem ausgiebigen Frühstück und machen uns direkt auf in unser gegenüberliegendes Nachbarland. Also rein nach Wasserbillig und an der ersten größeren Einmündung rechts ab.

Nach ca. 250 m biegen wir links ab in die Rue du Bocksberg (CR 141) und verlassen den Ort Wasserbillig in Richtung Mompach. In der Ortslage wenden wir uns erneut nach links auf die CR 135 nach Herborn. Jetzt folgen Ortsnamen, die uns bereits von der „Saargau – Luxemburg Anderstour“ ein Begriff sind. Wir orientieren uns nach rechts (CR 138) und über Geyershof und Bech folgen wir dem Straßenverlauf der CR 137 nach Consdorf. Hier kommen uns auch Streckenabschnitte bekannt vor, denn es geht nach Müllerthal auf der CR 356. Jetzt aber nicht auf unseren „alten Weg“ nach Berdorf, sondern geradeaus über Waldbillig nach (CR 128) Christnach. Nun können wir im Grund nichts mehr falsch machen, denn unsere erste Fotopausenstation ist schon mehrfach ausgeschildert (CR 118) gewesen. Larochette (Fels / Fiels) ist unser Ziel mit der Burg Fels als erstem Fotomotiv.

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Wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut liegt die Spornburg, wie der Name es bereits sagt, leicht erhöht über dem Ort und beherbergte die Herren von Fels und zeitweise noch weitere adlige Familien. Die Herren von Fels waren zeitweise Bannerträger ihres Lehensherrn zu Luxemburg und dem Großherzog treu ergeben. Die Burg ist Wahrzeichen von Larochette und ihr habt jetzt sicherlich bei der nunmehr dritten Tour, die teilweise durch das Großherzogtum führt, festgestellt, dass Luxemburg für die geringe territoriale Ausdehnung ein reichhaltiges Angebot für Liebhaber an mittelalterlichen Burgen hat.

Unsere Fahrtrichtung orientiert sich jetzt gen Süden und bevor wir unser eigentliches Zwischenziel bei unserem kleinen „Europatrip“ erreichen, haben wir noch ein kleines Stück des Weges vor uns.

Über Ernzen geht es auf der CR 119 nach Koedange und Altlinster , wobei man Koedange nicht als Ortsdurchfahrt im herkömmlichen Sinne bezeichnen kann. In der Ortslage Altlinster biegen wir rechts ab auf die CR 130 nach Bourglinster.

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Der geneigte Leser wird bereits merken was jetzt kommen wird. Richtig! Eine Burg (6162 Bourglinster; Rue du Chateau 8). Wie die Burg Fels in Larochette wahrscheinlich im 11. Jahrhundert entstanden, erscheint SIE urkundlich in den Chroniken von Sankt Simeon in Trier erstmals im Jahr 1098. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Burg um einen der alten „Wehrhöfe“, der mit der Zeit immer weiter zu einer Burg ausgebaut worden ist. Es kann sich in den Grundzügen der Burg allerdings auch um ein altes römisches Kastell gehandelt haben. Lange wollen wir uns jetzt nicht aufhalten, uns zieht es weiter und zwar nach Gonderange (CR 122) und hier im Ort rechtsabbiegend (CR 132) über Ernster, Oberanven nach Niederanven. Wer sich jetzt umschaut sieht, dass sich die Umgebung „etwas“ geändert hat. Das ländliche Idyll hat sich irgendwie geändert, denn wir sind jetzt sozusagen im industriellen Zentrum des Landes und der Randlage zur Stadt Luxemburg. Flugplatz und Bankenzentrum in unmittelbarer Umgebung weisen uns die Richtung → nichts wie weg hier in wieder ruhigere Gefilde. Für diesen Streckenabschnitt entschuldige ich mich jetzt schon ABER irgendwie müssen wir von Punkt A nach Punkt B und eine bessere Alternative ist weit und breit nicht in Sicht.

Also die Autobahn schnell überquert und auf der CR 132 an Munsbach und Uebersyren vorbei nach Schütringen und Oetringen. Im folgenden Ort Mutfort orientieren wir uns in Richtung Dalheim auf die CR 153 und jetzt sind wir auch schon bald an unserer nächsten Fotostation.

Wir rollen nach Bad Mondorf auf der N 13 über Aspelt und dann links ab auf die N 16. Wer jetzt nach dem Motto Glück im Spiel Geld für die Motorradliebe aktiv werden möchte kann dies im Casino 2000 in Bad Mondorf erledigen und seine Kasse aufbessern oder wenn es schlecht läuft, mit der Bahn die Heimreise antreten.

WIR haben aber Europa im Sinn und wagen erneut einen Grenzübertritt. Es geht rechts ab auf die D1 (Rue de Paris – in Richtung Beyren-les Siercks). Hier rollen wir alsbald nach ca. 1,5 km rechts zu unserem angepeilten „Zwischenziel“ auf die D 57. Wir fahren nach Rodemack (57570 Rodemack), um festzustellen, dass auch Frankreich über schöne alte Burgen verfügt.

Rodemack gehört zur Vereinigung der schönsten Dörfer Frankreichs und es hat auch seinen Flair, wenn man wie ein Ritter hoch zu Roß mit dem Motorrad durch die Porte de Sierck in den Ort einfährt. Im 12. Jahrhundert ist die Festung wohl entstanden und hatte, wie so oft bei derartigen Bauten, eine wechselhafte Geschichte. Franzosen und Spanier gaben sich die Klinke in die Hand und sogar das Kloster von Fulda hielt die „schützende kirchliche Hand“ kurzzeitig über dem Ort. Fotomotive haben wir satt und genug und, der Digitalfotografie sei Dank, können wir die „Speicherkarte“ brummen lassen. Alljährlich finden eine Vielzahl von unterschiedlichen Märkten im Bereich der Festungsanlage statt (Antik- und Trödelmarkt, Blumenmarkt etc.). Witterungsbedingt weniger für uns mit unseren Maschinen geeignet ist der „mittelalterliche Weihnachtsmarkt“, der aber wirklich einen besonderen Charme versprüht.

Genug erzählt, wir haben schließlich noch etwas vor am heutigen Tag. Über die D 62 verlassen wir Rodemack in Richtung Fixem und Gavisse. In Gavisse halten wir uns links auf die D 64 nach Berg-sur-Moselle und wie der Name schon sagt folgen wir jetzt dem Flusslauf der noch „jungen Mosel“ über Contz-les-Bains nach Schengen.

Wir waren jetzt nicht lange unterwegs zum Ort der europäischen Historie in Sachen grenzüberschreitender Zusammenarbeit. 30 Jahre ist es jetzt her, seit am 14. Juni 1985 die Regierungen von Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden in Schengen den schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen vereinbart haben. Heute gehören -26- Länder mit mehr als 400 Millionen Einwohnern zu diesem „Schengen-Raum“.

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Am Flussufer erinnert ein Europadenkmal, welches man recht schnell einmal übersehen kann, an die Unterzeichnung des Vertrages. Im Europäischen Museum wird auf 200 Quadratmetern alles Wissenswerte zum Thema Schengener Abkommen erläutert. Vor dem Europäischen Informationszentrum steht auch noch ein Stück „Berliner Mauer“. Warum die politische Prominenz seinerzeit diesen kleinen und unscheinbaren luxemburgischen Winzerort zur Unterzeichnung genutzt hat wird immer ihr Geheimnis bleiben. Stopp, Fehlinformation „Flying Haggis“! Unterschrieben wurde der Vertrag auf dem Schiff „Marie Astrid“, einem Passagierschiff, welches seinerzeit auf der Mosel schipperte und bei Vertragsunterzeichnung unweit des Ortes Schengen ankerte.

Genug von Schengen. Auf der kurzen Passage entlang der Mosel haben wir doch bereits etwas auf der gegenüberliegenden (wieder französischen) Seite gesehen. Also nichts wie über die Brücke und auf der anderen Moselseite die D 654 über Apach nach Sierck-les-Bains genutzt.

Hier thront über dem Ort wieder eine beeindruckende Festung aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Genau weiß man es nicht und auch ihre Ursprünge liegen etwas im Dunkeln der Geschichte. War doch einmal ein römisches Kastell an der Stelle der heutigen Burg? Keiner weiß es so recht. Was man weiß ist, dass Sierck im 11. Jahrhundert an die Herzöge von Lothringen ging und zuvor im Besitz der Bischöfe von Trier (mal wieder) war. Die Ortschaft als solches entstand, wie zur damaligen Zeit üblich, rund um die alles überragende Burganlage.

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So jetzt wieder raus aus Sierck-les-Bains um eine größere Rast einzulegen. Wer nicht den gleichen Weg an der Mosel zurückfahren möchte, dreht eine kleine Schleife über die D 256 A nach Montenach und von dort links ab über Kirsch-les-Sierck (D 64 C) zurück nach Apach.

Entweder biegen wir jetzt in der Ortslage nach rechts ab in die Apacher Straße oder folgen wenig später der Beschilderung B 407 Perl und anschließend Perl-Borg.

Hier ist die „Taverne“ der Villa Borg (66706 Perl-Borg; Im Meeswald 1) unser wohlverdientes Pausenziel.

Leute, wir speisen jetzt wie die alten Römer in einer nachempfundenen römischen Villa. Gut, wir liegen nicht zu Tische, sondern nehmen wie die Barbaren auf Stühlen Platz, aber dies ist sicherlich bei unserer keltisch-germanischen Prägung kein Problem. Allein schon die Idee und die Umsetzung des Herrn des Hauses Christian Heinsdorf ist allemal die Pause wert.

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Gestärkt geht es jetzt wieder weiter und ein Teil unserer Wegstrecke war bereits Bestandteil der Anderstour durch Saargau und Luxemburg, jedoch in umgekehrter Fahrtrichtung. Insofern ändert sich schon die Betrachtungsweise von der Landschaft und der Streckenführung.

Von unserer Pausenstation sehen wir schon fast auf Oberleuken und da geht es jetzt zunächst hin um auf der L 177 den Weg nach Orscholz fortzusetzen. In der Ortslage biegen wir links ab, um über die L 178 nach Weiten und dann über die L 176 nach Freudenburg zu gelangen. Freudenburg ist in der Region vor allem bei Musikfreunden bekannt. Im Ducsaal (http://www.ducsaal.com/) finden regelmäßig Konzerte statt und auch recht namhafte Gruppen finden sich hier ein. Bei der Sparkasse geht es für uns links ab auf die L 133 und über Kollesleuken nach Kirf. Beuren und Kreuzweiler lassen wir noch hinter uns um in Kreuzweiler rechts auf die angekündigte bekannte Strecke abzubiegen.

Auf der L 132 können wir jetzt nichts mehr falsch machen auf unserem Weg zur nächsten Pausenstation. Wir rollen über die Höhe und passieren Dilmar, Südlingen, Dittlingen, sowie Merzkirchen. Hinter Kahren geht es in einigen Kehren (was für ein Brüller von einem Wortspiel) in die Ortslage Saarburg.

Über Saarburg haben wir uns bereits ausreichend bei unserer „Saargau-Luxemburg“ Anderstour ausgelassen und so legen wir hier, bei Bedarf eine kleine Pause ein, verleiben uns einen Eisbecher in der Eisdiele im Zentrum ein und setzen dann unsere Fahrt fort. Wer möchte kann auch noch das übliche Touristenfoto an den Wasserfällen für sein Poesiealbum fertigen.

Bereits in der Ortslage können wir auf die L 135 in Richtung Nittel und fahren über Mannebach, Kümmern und Onsdorf zu dem kleinen Moselort.

Parallel zum Flusslauf der Mosel rollen wir jetzt kurz auf der B 419 nach Wellen und schon führt uns der Weg wieder über die Moselbrücke ins Großherzogtum Luxemburg und in den Ort Grevenmacher. Der N 10 und N1 am Fluss folgend gelangen wir dann über Mertert nach Wasserbillig und wundern uns an der Hauptstraße über die wohl größte „Tankstellendichte“ Europas. Wer jetzt vergisst für den folgenden Tag seine Maschine zu tanken, dem ist nicht mehr zu helfen.

Mit Wasserbillig haben wir fast unseren Zielort erreicht, den haben wir aber bereits sinnbildlich vor Augen. Schließlich haben wir heute Morgen unsere Schengen-Europa- Tour im Grunde in der Ortslage Wasserbillig begonnen.

Also überqueren wir wieder eine Brücke. Diesmal geht es, wie heute Morgen, über die Sauer und in der Folge links ab, und nach kurzer Wegstrecke biegen wir schon rechts zu unserem Ziel dem „Johannishof“ in Mesenich in den Ort ein.

Europatour beendet. Wir haben stressfrei eine 3-Länder-Tour gemacht und nicht nur Burgen in Luxemburg und Frankreich gesehen, sondern in Schengen noch unser Wissen über Europa aufgefrischt. Höchste Zeit bei einem guten Essen und vielleicht einer Flasche Wein den Tag im „Johannishof“ gemütlich ausklingen zu lassen. Wer diese Tour und seinen Aufenthalt in den Sommer legt, kann am 08.08. -09.08.2015 das Hoffest im Johannishof genießen. Auch für Rallyefans ist sicherlich der gemütliche Hof eine erstklassige Alternative zur Übernachtung während der Deutschland-Rallye im Großraum Trier (20- 23.08.15).

Südeifel und Luxemburg ODER Burgfestspiele

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Zum Abschluss unserer Saargau-Anderstour, bei der wir bereits marginal unseren EU-Nachbarn Luxemburg touchierten, hatte Flying Haggis bereits angekündigt, dass wir uns als Wiederholungstäter im kurvigen Terrain des Großherzogtums wieder finden werden. Heute ist es soweit und wir werden die Südeifel und Luxemburg unter unsere Räder nehmen.

Unsere Saargautour ließen wir im Weincafe „Johannishof“ in Mesenich (Trierer Str. 24) ausklingen und so lassen wir unsere heutige Tour auch hier beginnen. Wir gehen also davon aus, dass unser Basislager für ausgedehnte Touren in der Region hier an der idyllischen Sauer und im gastlichen „Johannishof“ eingerichtet wurde und starten unsere heutige Runde von ca. 200 km in Mesenich.

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Entlang des Grenzflusses Sauer, die wir links von uns immer unter Beobachtung halten rollen wir uns auf der B 418 gemütlich ein. Bei Echternacherbrück orientieren wir uns in Richtung Bollendorf und sind jetzt auf der L 1, den Fluss weiterhin zu unserer Linken.

ALTERNATIVE: Denjenigen, die unsere heutige Tour von Trier aus starten, sei folgende Streckenführung empfohlen. Wir verlassen Trier auf der „westlichen Seite“ und fahren auf der B 53 stadtauswärts bis zum Stadtteil Biewer. Hier nach links in den Ort einbiegen und an der nächsten Einmündung erneut links in Richtung Butzweiler (K 24 / L42). Ortseingang Butzweiler folgen wir der Wegweisung (links ab) nach Newel und von dort geht es auf der L 42 an Olk vorbei abwärts ins „Sauertal“ auf die B 418, die wir kurz vor Ralingen erreichen.

In Bollendorf folgen wir einfach der „Vorfahrtsstraße“ in den Ort und im Anschluss der Wegweisung nach Mettendorf. Wir sind jetzt auf der L 3 und deren Streckenverlauf folgen wir über Nusbaum nach Mettendorf. Hier geht es für uns auf der L 4 über Sinspelt nach Neuerburg. Der Ort empfängt uns mit einem schönen Blick auf die kleine weißgetünchte Burg. Heute fungiert sie als Jugendherberge und weist, wie fast all diese Gemäuer, eine wechselhafte Geschichte auf. Urkundlich erwähnt wird die Festung erstmals im 12. Jahrhundert. Wahrscheinlich liegt ihre Entstehungsgeschichte ebenfalls in diesem Zeitraum. Weltoffen war man in der Südeifel, vor allem was die „Belagerer“ der Burg Neuerburg anging. So gaben sich im dreißigjährigen Krieg schwedische, holländische, irische, polnische und französische Truppen die „Klinke“ in die Hand beim Versuch die Festung zu erstürmen.

Kurz hinter der Ortslage biegen wir nach links ab und folgen der Wegweisung nach Arzfeld (L 10). Über die Ortschaften Karlshausen und Sevenig (bei Neuerburg) und Ölverhof gelangen wir auf der L 1 zur nächsten Kreuzung, die uns auf der B 410 den Weg nach Dasburg weist.

Richtig schon wieder eine Burg die unsere heutige Route kreuzt und deren Anblick uns die Ortseinfahrt nach Dasburg verschönert.

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Apropos Dasburg. Falls jemand unserer werten Leser bereits Gast am niederländischen Königshaus gewesen ist, so durfte er/sie sicherlich an der gesamten Aufzählung der Titel teilhaben. Kurz bevor die anwesenden Gäste vor Langeweile einschlafen wird noch der Titel: „Herr von Dasburg“ erwähnt. Wir sind also jetzt im „alten Herrschaftsbereich“ des holländischen Königshauses. Willem und seine Maxima sind uns allerdings bislang noch nicht in der Region begegnet. Sie scheinen also ihr altes Lehen nicht mehr mit letzter Konsequenz zu verteidigen.

Wem nach einer kurzen Rast ist, der kann jetzt unmittelbar am Ufer der Our am Cafe du Pont eine Kaffeepause einlegen. In der Ortslage Dasburg weist sich zwar auch ein Lokal als Anlaufstelle für Motorradfahrer aus, aber ich investiere lieber die eine Minute Fahrzeit und pausiere hier an der kleinen Brücke über die Our.

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Grobe Fahrtrichtung für uns ist jetzt Wiltz und die Wegweisung führt uns an besagter Brücke eigentlich nach rechts (Clervaux). Wir fahren aber nach links und folgen, den idyllischen Flusslauf der Our zu unserer Linken,

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dem Straßenverlauf der N 10 bis Obereisenbach. Am Ortseingang biegen wir rechts ab auf die CR 324 und verlassen die Our jetzt in Richtung Wiltz (Park Hosingen).

An der folgenden Kreuzung (N 7) stehen wir vor der Qual der Wahl. Beide möglichen Streckenführungen haben etwas für sich und so kann man den Zufallsgenerator entscheiden lassen. Entweder geradeaus weiter auf der CR 327 bis Wilwerwitz und dann über Merkholz auf der CR 331 weiter bis zur „Kautenbachstrecke“ nach Wiltz . ODER aber linksabbiegend auf die N 7 und dann an der nächsten Möglichkeit nach rechts über Holsthum, Consthum (CR 322) Kautenbach auf der N 25 nach Wiltz.

Wohin soll es denn jetzt gehen? Von der Beschilderung orientieren wir uns zunächst an der Wegweisung nach Esch sur Sure und verlassen Wiltz auf der N 26. An der folgenden Kreuzung die ähnlich einer Autobahnauffahrt geregelt ist fahren wir nicht auf die N 15 in Richtung Esch auf, sondern folgen dem Straßenverlauf einige Meter in Richtung der Ortslage Nothum, um nach links auf die C 318 nach Kaundorf abzubiegen. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen denn der Straßenverlauf der CR 316 führt uns direkt in den Ort Esch sur Sure.

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Wunderschön gelegen könnte der kleine Ort mit seiner mittelalterlichen Burganlage auch Bestandteil einer Märklin h 0 Eisenbahn sein. Umgeben von dem kleinen Fluss Sauer hat man fast das Gefühl ein Zeitreisender zu sein. Das einzige Manko ist diesmal → „Flying Haggis“ hat keinen Einkehrtipp für Euch!

Was ist denn jetzt los mit dem Kerl? Das war doch immer der Hauptbestandteil der Touren. Schöne Orte zum pausieren, verbunden mit einem guten Lokal um die Kohlenhydratespeicher aufzufüllen. Es ist Euch bestimmt bei der heutigen Tour und bei der Anderstour Saargau – Luxemburg aufgefallen, dass sich unmittelbar nach „Grenzübertritt“ die Umgebung ändert. Der Baustil ist ein anderer, insbesondere die ältere Bausubstanz und die „Bevölkerung“ kommt dem neutralen Beobachter irgendwie gelassener vor, als kurz zuvor in Deutschland. Der „Luxemburger“ als solcher hat eine gewisse Nähe zu Frankreich, auch seine Lebensart betreffend. Insofern ist auch der Bereich der Nahrungsmittelaufnahme eher zu Frankreich tendierend, als zur deutschen Küche. Zu diesem Faktor kommt jetzt noch hinzu, dass der Nettoverdienst im Großherzogtum Luxemburg zu den höchsten im EU-Durchschnitt zu zählen ist. Abschluss dieses kurzen Exkurses ist jetzt: Leute, ich finde einfach in Luxemburg keine Gaststätte auf dem „Preisniveau“, welches ihr von mir kennt und dazu auch noch schmackhaft ist. Wer in Luxemburg gerne gut isst, der greift auch dementsprechend in den Geldbeutel. Novum an dieser Stelle: eine Flying Haggis Tour und keine Einkehrempfehlung „unterwegs“.

Irgendwo an der Promenade von Esch sur Sure haben wir jetzt also etwas getrunken und den Blick genossen und machen uns jetzt langsam wieder auf den Weg. Der führt uns aus dem Ort heraus ( CR 316), bergan nach Eschdorf und im weiteren Verlauf über die CR 314 Merscheid nach Oberfeulen. Hier folgen wir wenig später linksabbiegend der CR 305 nach Ettelbruck.

In der Ortslage Ettelbruck orientieren wir uns in Richtung Schieren auf die N 7, um alsbald in Schieren diese wenig interessante Straße nach links zu verlassen. Wir rollen jetzt entspannt auf der CR 347 nach Stegen. An der nächsten großen Kreuzung orientieren wir uns „kurz“ nach links auf die N 14(ca. 600 m) in Richtung Diekirch, verlassen diese aber unmittelbar rechts abbiegend (CR 347) und fahren über Folkendange auf der CR 356 B weiter zur nächsten Kreuzung.

Hier haben wir an sich -2- Optionen zur Weiterfahrt nach Befort. Ich bevorzuge die „Rechtsabbiegervariante“ auf die CR 358 nach Ernsdorf. Hier im Ort nach links über die CR 356 nach Savelborn und in der Folge (links ab) nach Haller.

WARUM das Ganze? Weil wir über diese Streckenführung so nach Befort gelangen, dass wir unser nächstes Fotomotiv unmittelbar erreichen. Die Alternativroute Links ab führt uns auf der CR 357 über Eppeldorf nach Befort (Beaufort) und wir müssten, der Route folgend zweimal durch die Ortslage.

In Befort können wir jetzt auch wieder eine schöne alte Burganlage bewundern. In der Ortsrandlage liegt die Burgruine etwas untypisch in einer Talsohle unterhalb des Ortes (gut ausgeschildert → Beschilderung im Ort „Chateau“ folgen) und gibt trotz der Verwitterung ein majestätisches Bild ab.

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Auf den ersten Blick könnte die Burg locker als Filmkulisse für einen Ritterfilm oder die Highlanderfilme herhalten. Wahrscheinlich ist die Anlage im 12. Jahrhundert entstanden und erfolgte in mehreren Bauabschnitten. Kenner der Architektur erkennen die zeitlichen Unterschiede der Bauabschnitte an den romanischen und gotischen Formen der Burg. Seit 1981 ist die Burg in staatlichem Besitz und kann auch besichtigt werden (6313 Beaufort [Befort] Rue de Chateau 24).

Wahrscheinlich stellt sich der ein oder die andere die Frage warum ich in dieser Tour alle möglichen Burgen einbaue, aber die größte Anlage in Vianden außer Acht lasse. Es ist richtig die Burg Vianden ist an sich einen Besuch wert und der Blick in der Anfahrt auf die Anlage ist auch gigantisch. ABER Leute: Vianden ist in fast jeder Luxemburgtour inbegriffen und in der Reihe der „Viandenbesucher“ wollte ich uns nicht anstellen. Der Ort hat sicherlich seinen Charme, das ist unbestritten. Von diesem Charme ist aber gerade in den Sommermonaten nichts mehr zu spüren. Touristenschwemme in dem kleinen Luxemburger Ort. Es hat eine Anmutung von „Drosselgasse“ in Rüdesheim gepaart mit Kloster Andechs in Bayern. Zumindest riecht es ähnlich nach Frittenfett. Vianden fahren wir mit unseren Maschinen irgendwann im Herbst oder Frühjahr an, wenn sich die Ströme von Touristen noch nicht im Ort eingefunden haben und unsere „Erinnerungen“ nicht gepaart sind mit Achselshirt und Badelatschen.

Jetzt geht es aber raus aus Befort (CR 128) und in grobe Richtung unseres Grenzflusses Sauer nach Reisdorf (rechts ab auf N 19) um in der Folge bei Wallendorf wieder nach Deutschland überzusetzen. Hier fahren wir unmittelbar an der Sauer entlang der K 5 um wenig später auf die L 1 in Richtung Bollendorf aufzufahren. Das kleine Flüsschen Sauer behalten wir immer zu unserer Rechten und jetzt kann „fahrtechnisch“ nichts mehr schief gehen, weil wir die Route zu unserem Ziel bereits heute morgen nach dem Start befahren haben.

Hier findet IHR auch wieder meinen „alten Einkehrtipp“, den wir sicherlich bereits bei der „Saargau-Luxemburg Anderstour“ besucht haben. „Hildes Bauernstübchen“ in Wintersdorf gilt es anzufahren

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und bei „schmackhaftem Kuchen“ unsere heutige Tour Revue passieren zu lassen. Gut war es und kurvig war es auch. Unser kleiner aber feiner EU-Nachbar Luxemburg hat sich für uns Motorradfahrer/-innen von seiner besten Seite gezeigt.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserem Zielort von dem wir am heutigen Morgen auch gestartet sind. Der „Johannishof“ in Mesenich wartet auf uns und hier kehren wir jetzt auch ein und genießen bei angenehmem Ambiente ein gutes und auch bezahlbares Menü.

Wahrscheinlich melden sich jetzt die „regionalen Insider“ und rufen: Hey Haggis, jetzt hast Du auf der Tour die Burg bei Larochette (Fels / Fiels) vergessen! NICHT vergessen, sondern „aufgehoben“ für unsere nächste Anderstour durch den „Schengenraum“ und dort wird die Burg unsere erste Anlaufstation sein.

Auf bald Leute wir sehen uns – „Flying Haggis“.

Hunsrück ODER auf Tour mit Herrn Bückler

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Es gibt Touren, da freue ich mich bereits am morgendlichen Start auf meine Pausenstation. Heute ist so ein Tag bei unserer „Anderstour“ durch den Hunsrück.
Der Hunsrück hat ETWAS für uns Motorradfahrer und im Grunde genommen mag ich „IHN“ noch mehr als die Eifel. Nicht, dass die Eifel landschaftlich nicht mithalten könnte, aber der Hunsrück ist weniger „überlaufen“. Und damit meine ich nicht nur die zwischenzeitlich normalen Touristenströme, sondern auch „UNS“ auf unseren Maschinen. Der oder die ein oder andere hat die Eifel zwischenzeitlich zu einem Unfallschwerpunkt für Motorräder gemacht. Das führt zwangsläufig zu entsprechenden Maßnahmen der „Rennleitung“. Die Chance auf einen „ungeplanten Halt“ auf der Tour ist damit an den Wochenenden, Feier- oder Brückentagen ungleich höher als im Hunsrück. Hier im Hunsrück haben „WIR“ noch unsere Ruhe.

Etwa 200 km umfasst unsere heutige „Anderstour“ und wir sind im Modus „Landschaftgeniessen“ etwa -4- Stunden reine Fahrzeit unterwegs.

Wir rollen aus Trier ostwärts hinaus über die bereits aus anderen Touren bekannte Route über die Höhenstadtteile Irsch und Filsch nach Korlingen. Von dort zunächst die Wegstrecke in Richtung Thomm, also am Kreisverkehr Waldrach die erste Abfahrt nehmen. Nachdem wir den Waldracher Berg erklommen haben fahren wir diesmal nicht den Thommer Berg abwärts, sondern begeben uns einige hundert Meter auf die B 52, um diese dann unmittelbar an der nächsten Kreuzung nach links (in Richtung Herl, Lorscheid, Bescheid) zu verlassen. Zwischen Lorscheid und Bescheid (L 148) genießen wir bereits bei guter Wetterlage die herrliche Aussicht über die Höhen des Hochwalds und Hunsrücks. Die nächste „größere Kreuzung“ (L 150 Büdlicherbrück) überqueren wir kerzengerade und fahren in das Dhrontal ein. Obacht an der o. a. Kreuzung, weil der ein oder andere auf der vorfahrtsberechtigten L 150 die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhält. Also „gut“ nach links und rechts absichern und dann zügig weiter geradeaus ins Dhrontal.

Die unter Euch, die bereits die „Moseltour“ unternommen haben, kennen den aktuellen Streckenverlauf noch. Wir folgen der L 148 durchs Dhrontal und dann bergan, um in einer 90 0 Linkskurve nach rechts in Richtung Papiermühle (K 150) abzubiegen. Ortseingang Papiermühle über eine kleine Brücke und dann nach rechts auf die L 155, der wir ein kurzes Wegstück folgen. Jetzt geht es wieder links ab auf die K 81 in Richtung (Horath), dann rechts orientieren nach Gräfendhron und auf schmaler Streckenführung über Merschbach zur nächsten Kreuzung an der wir wiederum rechts abbiegen auf die K 80 nach Merscheid. Alsbald rollen wir dann über Elzerath nach Gonzerath (K 95, L 152, B 269).

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Die Ortsendsilben –rath haben wir andernorts bei der „Anderstour Drei auf einen Streich“ bereits erklärt und so lassen wir an dieser Stelle den „Klugscheißermodus“ aus.

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Wir folgen zunächst weiter dem Straßenverlauf der B 269 und orientieren uns dann an der Wegweisung nach Kommen (K 105). Über Wederath (K 106) geht es dann in der Folge nach Ilsbach, Götzerath und Kleinich. Im Anschluss an die Ortslage Thalkleinich fahren wir kurz nach links auf die B 327 auf , um im unmittelbaren Anschluss an der Kreuzung „Hirschfeld“ nach rechts auf die L 190 in Richtung Rhaunen zu fahren.

In Rhaunen orientieren wir uns einfach nach der Beschilderung Kirn und fahren auf der L 182 in Richtung Bundenbach. Ortsausgang Bundenbach rollen wir talabwärts in Richtung „Hahnenbachtal“ ein. Zu unserer Linken sehen wir jetzt eine wunderschöne Burgruine die Schmidtburg.

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Teilweise ist diese Höhenburg sogar keltischen Ursprungs. Ein wunderschönes Fotomotiv, welches sich auch realisieren lässt, da sich am Straßenrand die ein oder andere Haltemöglichkeit ergibt und das meist geringe Fahrzeugaufkommen dies auch zulässt. Die Schmidtburg diente auch zu seiner Zeit einem berühmten „Hunsrücker“ als Versteck vor den Gendarmen. Johannes Bückler, besser bekannt als „Schinderhannes“ und unter diesem Namen im Hunsrück omnipräsent, hatte die Gegend um den Hahnenbach und Kirn für eine gewisse Zeit als „Betätigungsfeld“ auserkoren. Der Begriff „Schinderhannes“ resultierte dabei weniger aus der Tatsache seines unangenehmen Umgangs mit seinen Opfern, sondern von seiner ursprünglichen Berufsausübung. Herr Bückler war „Abdecker“ von Beruf und mancherorts nannte man diese Abdecker ebenfalls Schinder.

Wir könnten jetzt dem kurvigen Straßenverlauf bis nach Kirn folgen. Dies tun wir aber nicht, weil wir andere Ziele verfolgen. Gegen Ende der Ortslage Hahnenbach biegen wir rechts ab (K 2) und fahren über Griebelscheid (K 27 → K 26 → K 28), Niederhosenbach nach Herrstein (Schloßstraße 13).

Jetzt haben wir unsere wohlverdiente Pausenstation erreicht, die „Zehntscheune“ mitten im Ort Herrstein. Als Zehntscheune oder Zehntscheuer wurden im Mittelalter Lagerhäuser bezeichnet in denen der „Zehnt“ aufbewahrt wurde. Das war die Naturalsteuer die der Bürger seinem Lehnsherrn als Tribut zu entrichten hatte, weil man auf dessen Land schuften durfte. Zehn Prozent (der Zehnt) vom Ertrag war zu damaliger Zeit für die Betroffenen oftmals ein Grund zum Stöhnen, brachte doch der knappe Feldertrag einige Familien nur schwer über die harten Winter. Heutzutage würde es dem Steuerzahler ein zufriedenes Grinsen auf das Gesicht zaubern, wenn Vater Staat lediglich 10 % Steuern einbehalten würde. Von kargem Ertrag jedweder Art kann man in der „Zehntscheune“ im idyllischen Herrstein nicht sprechen. Also rein in die gute Stube oder raus auf Terrasse und die regionale Speisekarte studiert.

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Mein Favorit, zwei gefüllte Kartoffelklöße mit einer Käsespecksoße, stellen mich jedes Mal aufs Neue vor schier unlösbare Probleme. Entweder ich lasse von dem guten Menü etwas Rest, was mir im Innersten Schmerzen verursacht oder ich leere meinen Teller und bin vom Sättigungsgrad kurz vor der Bewusstlosigkeit. Um die Reaktionszeiten bei der späteren Weiterfahrt nicht allzu sehr einzutrüben wird deshalb immer häufiger die „Seniorenvariante“ gewählt und lediglich ein Kloß einverleibt.

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KÄMPFE – Haggis – KÄMPFE!

Auch die Kuchentheke ist reichhaltig gefüllt und stellt einen bei der Auswahl lediglich vor die alles entscheidende Frage: Ein Stück oder doch lieber zwei?

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Unser „Hunsrücker Freund Schinderhannes“ hatte in Herrstein ebenfalls ein kurzes Gastspiel gegeben. Am 10. Juli 1798 hatte man den Herrn Bückler nach einer Festnahme im Gefängnis zu Herrstein eingekerkert. Hier startete er einen Fluchtversuch mittels eines aus Stroh geflochtenen Seils, wurde aber dabei entdeckt und in das sicherere Gefängnis nach Oberstein überstellt. Danach wurde er in das „zuständige Gericht“ in Saarbrücken verbracht, wo ihm am 17. Juli 1798, direkt an seinem Ankunftstag, dann endgültig die Flucht gelang.

Soweit „wir“ unsere Zeche in der Zehntscheune bezahlen, brauchen wir uns über ähnliche Strafverfolgungsmaßnahmen der Behörden keine weiteren Gedanken zu machen und setzen unsere Hunsrücktour fort.

Wir verlassen also Herrstein und folgen dem Straßenverlauf der L 160 zunächst in die „grobe Richtung Kempfeld“, um aber vorher rechts auf die L 179 nach Asbach abzubiegen. In der Ortslage Asbach fahren wir links auf die K 55 und im Anschluss an der Kreuzung wiederum links auf die L 162 nach Schauren. Wir bleiben jetzt eine Weile auf der L 162 bis nach Allenbach.

In Allenbach wechseln wir kurz auf die von uns wenig geliebten Bundesstraßen und fahren ein kurzes Stück auf der „Hauptverkehrsstraße“ B 422, die trotz Widmung als „B“ nur wenig Verkehr aufweist, bis zur nächsten Kreuzung. Dort geht es für uns geradeaus auf die L 164 und wir orientieren uns in Richtung Deuselbach (K 117). Über die K 117 und K 116 erreichen wir zunächst Rorodt und dann die Kreuzung zur B 327, der wir nach links abbiegend zunächst folgen.

Falls es jemand übers Herz gebracht hat in der „Zehntscheune“ nichts zu sich zu nehmen und nun einen Hungerast hat, der kann an der besagten Kreuzung auch nach rechts abbiegen und muss jetzt etwa -6- km investieren. Nach ca. 3 km kommt er an eine Einmündung (Oderter Haus) an der es links abbiegend (K 99) nach Hunolstein geht. Hier fahren wir etwa weitere 3 km und folgen dann der Beschilderung nach links zum „Hunolsteiner Hof“. Da ein Stück Kuchen „immer“ geht und noch eine Lücke im Magen-Darmtrakt findet, können wir hier noch eine kleine Pause machen. Bei der Anderstour „Drei auf einen Streich“ hatten wir hier bereits Rast eingelegt und die „Kuchengrößen“ sowie deren Qualität ausgiebig gewürdigt. Aber auch wer schon „wieder herzhaft mag“ wird hier im Hunolsteiner Hof fündig.

Aber wir waren ja eigentlich an der Kreuzung B 327. Sie hat auch den Beinamen „Hunsrückhöhenstraße“ und an der ein oder anderen Stelle macht sie diesem Namen auch alle Ehre. Für uns als Motorradfahrer hat sie eher weniger Charme und deshalb verlassen wir die B 327 hinter Immert bereits wieder. Es geht rechts ab auf die L 155 nach Berglicht.

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Kurz hinein in den Ort und über die K 77 und K 76 nach Heidenburg. In Heidenburg dann links ab auf die K 138 nach Büdlich und Büdlicherbrück.

Hier sind wir wieder auf unserer „bekannten Kreuzung“, welche wir heute Morgen bereits passiert hatten und fahren rechts auf die L 150 in Richtung BAB und Trier.

Wie fast immer gegen Ende einer Tour haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zum Zielort orientiert an unserer noch verfügbaren Zeit oder unserem eigenen „körperlichen Zustand“. Sind noch alle Sinne hellwach oder rollen wir gemütlich den direkten Weg zum Ziel?

Der D-Zug fährt über FellFastrauLonguichKenn nach Trier. Wer in Fell bemerkt, dass er noch einige Kurven gebrauchen könnte und dafür auch noch die körperlichen und geistigen Ressourcen hat, der biegt in Ortslage Fell über eine kleine Brücke links ab in Richtung Thomm, respektive folgt der Beschilderung Besucherbergwerk. Die „Moseltourer , respektive die „Drei auf einen Streich“ kennen die alte Bergrennstrecke bereits „bergauf und bergab“. Jetzt fahren wir sie wieder in „Rennrichtung“. Aufgepasst in der ersten Spitzkehre rechts. Sie ist „Stilfserjochverdächtig“ und kann vom „Radius“ bei Gegenverkehr schnell knapp werden, weil sie innen „leicht überhöht ist“. Bei Thomm angekommen wieder talabwärts nach Waldrach und von dort einfach der Beschilderung nach Trier folgen. Also analog unserer Anfahrt der Tour.

Wir sind jetzt wieder an unserem Tagesziel angekommen und haben unsere heutige Tour beendet. Aber wie ist jetzt eigentlich die Geschichte mit unserem Schinderhannes zu Ende gegangen?

Natürlich dramatisch und nicht mit einem Happy End für unseren Protagonisten. Am 21. November 1803 wurde Johannes Bückler, alias Schinderhannes, in Mainz vor rund 30.000 Schaulustigen geköpft. Das Vorabendprogramm gab zu dieser Zeit noch nicht allzu viel her und so ging man, in Ermangelung einer „Dschungelshow im Privatfernsehen“, eben zu einer Hinrichtung. Monty Pythons „Leben des Brian“ lässt grüßen. Auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien einer Gerichtsverhandlung hatte man es in dieser Zeit noch nicht so gehabt. Bereits im Oktober hatten Gerichtsmitarbeiter Freunde und Bekannte zu der Hinrichtung am 21. November eingeladen. Also stand das abschließende Urteil bereits zu Prozessbeginn fest. Unmittelbar zu diesem Zeitpunkt begann die Legendenbildung um den Schinderhannes und sein Treiben im Hunsrück. Die Glorifizierung ging dann in die Richtung „Robin Hood des Hunsrücks“. Ob er dieser Bewertung tatsächlich standhält mag jeder selbst für sich entscheiden.

Fest steht jedenfalls, dass sein Arbeits- und Wirkungskreis im Hunsrück für uns als Motorradfahrer eine Menge schöner Strecken bereithält und dies nicht „unsere letzte Anderstour“ im Hunsrück war. Also HUNSRÜCK – WIR kommen wieder!

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Saargau plus Luxemburg

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Heute machen wir eine kleine (erweiterte) Runde durch den Saargau. Saar ist damit nicht gleichbedeutend mit Saarland. Der kleine Fluss und die angrenzende Region hat auch „Partikel“ in Rheinland-Pfalz.

Unser Startort ist ausnahmsweise nicht gleichbedeutend mit unserem heutigen Ziel, wenn es auch geografisch nicht weit auseinanderliegt. Ca. 160 km warten heute auf uns mit einer reinen Fahrzeit von 3:15 Std. – 3:30 Std, bei unserer gewohnt gemütlichen Fahrweise.

Wir verlassen Trier über die Stadtteile Olewig und Irsch in Richtung von Pluwig (L 143). In der Ortslage biegen wir rechts ab in Richtung Franzenheim (B268). Kurvig geht es hier hinein und alsbald auch wieder in engen Kurven bergan in Richtung B 268. Auf die „B“ treffen wir unmittelbar vor Ortseingang Pellingen und fahren links ab durch den Ort.

Nach einigen langgezogenen Kurven verlassen wir die Bundesstraße wieder und biegen links ab auf die K 45 in Richtung Lampaden. Vor Lampaden biegen wir aber bereits rechts ab und rollen nach Paschel. Über Hentern und Baldringen (K 47) führt unser Weg dann nach Zerf. Im Grunde genommen parallel zur Streckenführung der B 268, aber ungleich „ruhiger und entspannter“.

Jetzt ist die Streckenführung relativ einfach, weil wir ausnahmsweise einmal ein längeres Teilstück „Bundesstraße“ fahren. Konkret in diesem Fall die B 407, die uns für eine Bundesstraße ausgesprochen kurvig über Irsch (nicht der o. a. Stadtteil von Trier) nach Saarburg führt.

Die kleine Stadt Saarburg liegt idyllisch an der Saar und ist ein Touristenmagnet in der Region. Dementsprechend sieht es in der kleinen City aus. Sitzplätze bei der „guten Eisdiele“ in der Fußgängerzone sind rar und wollen „erkämpft“ werden. Wer einen schönen Blick von oben auf die Stadt werfen möchte, der zudem auch noch bei der Zu- und Abfahrt mit schönen Kurvenkombinationen garniert ist, der sollte sich in Richtung „Landal Ferienpark Warsberg“ begeben. Bei der Zufahrt orientieren wir uns an den Zugseilen der kleinen „Seilbahn“ die vom Ortskern zum Ferienpark führt. Unweit einer Tankstelle geht es dann links ab und den kurvigen Weg bergan. Aufgepasst das ein oder andere „gelbe“ Zugfahrzeug bewaffnet mit einem Campingwagen kann einem auf der Zufahrt begegnen. Da es in den „Niederungen“ dieses EU-Landes scheinbar keine Serpentinen gibt ist die „Linienwahl“ der Fahrzeugführer oftmals grenzwertig.

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Blick genossen – Fotoaufnahmen gemacht? Dann machen wir uns auf dem-selben Weg wieder in den Ortskern nach Saarburg auf. Die kleine Festung, die dem Ort den Namen gab, wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut, zumindest wurde sie erstmals im Jahr 964 n. Chr. urkundlich erwähnt. In ihrer wechselvollen Geschichte nannten verschiedene Besitzer sie ihr eigen. Meist hatte aber auch der Erzstift in Trier, also der Bischof, seine Finger mit im Spiel. Wie immer in der Region um Trier. 1522 hatte auch der streitbare Franz von Sickingen einige Kanonenkugeln auf die Festung abgefeuert, aber nicht erobert.

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Das wurde dann 30 Jahre später relativ gründlich erledigt. Im Grunde genommen hatte die Burg einen permanenten Kreislauf von Zerstörung und Wiederaufbau zu verzeichnen. Wir fahren jetzt einfach durch die Ortslage der „Hauptverkehrsstraße“ folgend und dann am Ortsende nach rechts auf die L 132 nach Kahren und Merzkirchen abbiegen. Die ländliche Region ist geprägt von Streuobstwiesen und es gibt wahrscheinlich keinen Ort im Saargau in dem nicht irgendein Hof den „Viez“ anbietet. Außerhalb der Region firmiert das Ganze unter dem Sammelbegriff „Apfelwein“ und sobald es „französisch“ wird nennt man das Getränk „Cidre“. So begegnet uns heute auch den ganzen Tag immer mal wieder der Hinweis „Viezstrasse oder Route du Cidre“.

Über Dittlingen und Südlingen erreichen wir Kreuzweiler. Wer einen Faible hat für Landmaschinen, der kann hier haltmachen und beim Bulldog-Museum in der Thorner Str. 7 bei Familie Willkomm Einkehr halten (außerhalb der Wochenenden nach tel. Vereinbarung 06583/1351).

Die Anderen orientieren sich direkt in Richtung Mosel (Palzem). Über Schloss Thorn haben wir dann die Moseluferstraße erreicht und biegen rechts ab in Richtung Palzem (B 419).

Ehrenkodex der Motorradfahrer – Bundesstraßen sind zu meiden. Also biegen wir hinter der „Helfantermühle“, das ist nach einer wunderbaren 180 o Links-kurve nach rechts in Richtung Helfant (K 110) ab. An Helfant vorbei führt unser Weg nach Wincheringen.

Unser nächstes Ziel ist auf der L 134 Bilzingen. Wir sind jetzt an sich schon wieder in der groben Richtung Saarburg. Hinter Bilzingen geht es links ab nach Fisch (K 111) und jetzt „riecht“ es schon stark nach Pause, denn an der nächsten Einmündung (L 135) biegen wir rechts ab nach Mannebach (Kümmern).

In dem Ort Mannebach wartet eine kleine Brauerei auf uns mit selbstgebrautem Bier und gut bürgerlicher Küche. Wem die Käseplatte ganz besonders gut schmecken sollte, der kann auch im Anschluss in der dorfansässigen Käserei noch Proviant für die Tour kaufen.

Von Mannebach rollen wir über die K 112 nach Tawern und halten uns dann in Richtung Temmels (Fellerich). Auf der L 136 genießen wir dabei „talwärts“ bei unserer Fahrt nach Temmels den schönen Blick auf die Mosel. Unten angekommen geht es nach links auf die B 419 nach Wellen, bzw. vorher der Vorfahrtsstraße folgend über die Moselbrücke nach Grevenmacher.

Wir sind jetzt im „benachbarten Ausland“ und das Großherzogtum Luxemburg hat uns als Motorradfahrer einiges zu bieten. Außer einigen kurvenreichen Strecken (die wir auch noch in späteren Anderstouren abfahren) ausgesprochen günstige Spritpreise. Wer also den Tank noch nicht gefüllt hat, kann es auf unserer heutigen „kurzen Stippvisite“ in Luxemburg erledigen. Je nach Gusto oder Vorlieben kann der „orale Lustbefriediger“ noch seine „Vorräte an Nikotinstengeln“ auffüllen (man erkennt unschwer den Nichtraucher) oder das ein oder andere Paket Kaffee kostengünstig im Tankrucksack verstauen.

Nachdem jetzt alles erledigt ist fahren wir in die Ortslage Grevenmacher auf der Hauptdurchgangsstraße ein, orientieren uns dann an einem Kreuzungsbereich nach rechts, um alsbald nach links auf die CR 137 nach Munschecker (Manternach) abzubiegen. Wer sich die Route durch die Ortslage ersparen möchte kann der Uferpromenade in Richtung Wasserbillig folgen um dann später nach links Wegweisung Autobahn abzubiegen. Dieser „Zubringer“ kommt in der Folge auch auf die CR 137 nach Munschecker.

Wir bleiben weiterhin auf der CR 137 und fahren über Berbourg nach Bech. Hier biegen wir in der Ortslage Bech nach links ab in Richtung Consdorf.

In Consdorf folgen wir der Beschilderung Müllerthal (Beaufort) und fahren jetzt auf der CR 364.

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ACHTUNG, nicht versehentlich den unmittelbaren Wegweisungen (CR 137) nach Berdorf folgen, es entgeht euch sonst eine wirklich schöne Wegstrecke. Alsbald geht es für uns erneut nach rechts „bergab“ bis zur nächsten Kreuzung, wo es uns zweimal unmittelbar aufeinander folgend nach rechts in Richtung Berdorf zieht. Achtung auf der Wegstrecke kreuzt der ein oder andere Wanderweg, so dass es durchaus nicht selten vorkommt, dass uns in der Waldpassage größere Gruppen von Wanderern begegnen, die den Müllerthal-Trail per pedes bewältigen.

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In der Ortslage Berdorf biegen wir dann an der Kreuzung links ab in Richtung Echternach. Es geht dann wieder ein kleines Stück an wunderschönen Felsen vorbei talabwärts und an der Sauer angekommen führt uns unser Weg nach rechts in den Ort Echternach (N 10). Echternach ist, gegründet von dem heiligen Willibrord 698 n. Chr. die älteste Stadt Luxemburgs. Ausgehend vom Abteiplatz bis zum Zielort, der alten Basilika, findet hier alljährlich am Dienstag nach Pfingsten die sogenannte „Springprozession“ statt. Seit 2010 ist diese Prozession Weltkulturerbe der UNESCO. Zu Marschmusik „springen“ hier die Pilgergruppen durch den Echternacher Stadtkern. Am Marktplatz finden wir noch ein anderes interes-santes Gebäude, welches als Fotomotiv taugt, das ehemalige Gerichtshaus der „Dingstuhl“ oder auch „Dënzelt“ auf luxemburgisch. Abgeleitet wird der Begriff „Ding“ aus dem Althochdeutschen. Schon zu Zeiten der Kelten wurden die „Things“ abgehalten, die „Beratungen“, welche heute am ehesten mit einer Bürgerversammlung oder auch Gerichtsverhandlungen gleichzusetzen sind. Auf der Hauptdurchgangsstraße rollen wir mitten durchs Zentrum von Echternach. Der Marktplatz lädt dabei durchaus zum Verweilen auf einer der sonnigen Terrassen ein, wenn man denn in Sommermonaten einen der raren Sitzplätze ergattern kann. Am Flusslauf der Sauer angekommen verlassen wir das Großherzogtum Luxemburg nach links über eine kleine Brücke.

Viel falsch machen können wir jetzt nicht mehr. Wir sind auf der B 418 und lassen den kleinen Grenzfluss die Sauer immer zu unserer Rechten. So geht es „grobe Richtung Trier“ am Fluss entlang und durch einige kleine Ortschaften, respektive an diesen vorbei.

Minden, Edingen, Godendorf und dann folgt Ralingen. Wer vergessen haben sollte zu tanken, der kann nochmals zügig über die Sauer und im luxembur-gischen Rosport den Tank der Maschine füllen. Ansonsten führt uns unser Weg weiter nach Wintersdorf. Nach einer 90 o Linkskurve rollen wir in den kleinen Ort. Wen der Hunger bereits übermannt, der sollte jetzt langsam machen, denn unmittelbar an der folgenden Einmündung (Kersch) befindet sich „Hildes Bauernstübchen“. Ganz unscheinbar ist man zügig dran vorbei, wenn man das kleine Bauerncafe nicht kennt.

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Insbesondere an Wochenenden lohnt sich der Halt. Die Kuchentheke ist dann prall gefüllt und man kann entweder auf der kleinen „Terrasse“ Platz nehmen oder in der kleinen Stube, die einen 70er Jahre Charme versprüht. Die Kuchenauswahl erinnert an eine Dorfkirmes und alles ist hausgemacht und ausgesprochen schmackhaft.

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Wer sich noch ein paar Minuten gedulden kann, der folgt der B 418 weiter an Metzdorf vorbei und fährt dann in den folgenden Ort Mesenich ein. Hier ist jetzt unser finaler Haltepunkt der „Johannishof“ (Trierer Str. 24).

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Wir lassen hier im „Johannishof“ unsere Anderstour ausklingen, bei einem gut bürgerlichen Essen von der kleinen, aber feinen Speisekarte oder einem Stück Kuchen. Für unsere „auswärtigen Tourer“ bietet sich der „Johannishof“ auch als Basislager für die Touren in der Region an. Die es etwas ruhiger haben wollen können hier weg vom Trubel in der Stadt Trier nächtigen und die weiteren Anderstouren unter die Räder nehmen. Im unmittelbar angrenzenden Wasserbillig kann man dann auch noch sein „Tankbudget“ im Rahmen halten und die Maschinen vor Fahrantritt mit günstigem „Luxemburger Sprit“ betanken.

Die Tipps in Sachen Rasten und Verpflegen sind, wie gewohnt, ergänzt und in Kürze werden wir uns in einer richtig kurvenreichen Region unseres Nachbarlandes herumtreiben.

Soziale Kompetenz ODER Nr. 5 lebt

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Wenn ich in unserer Region mit dem Motorrad unterwegs bin ist für mich auffällig, dass wieder viele in Gruppen auf ihren Maschinen durch die Lande fahren.

Das ist gut. Der Mensch ist ein Herdentier und was gibt es „Schöneres“, als seine eigene Passion mit Gleichgesinnten zu teilen. Auch das gemütliche „Benzingespräch“ in den Pausen hat etwas „Entschleunigendes“ für unseren stressigen Alltag.

Sagt nicht schon das „Kölsche Grundgesetz“ unter § 6 Jeder Jeck es anders (jeder Mensch ist anders). Soll heißen: Der eine meditiert zum Ausgleich und zur Entspannung und der oder die andere fährt eben mit seinem Motorrad und schafft sich hier seinen seelischen oder vielleicht auch körperlichen Ausgleich.

Wenn ich eine „ausgeglichene Gruppe“ mit ihren Motorrädern vor mir „sehe“, so habe ich Spaß daran dieser Gemeinschaft beim Fahren zuzusehen. Wunderbar versetzt auf der Geraden folgen SIE beim Kurvenverlauf wie an einer unsichtbaren Schnur gezogen der Kurvenlinie des Frontmannes, um anschließend wieder versetzt aufzufächern. Beim Überholen zieht das überholende Gruppenmitglied bis zum rechten Fahrbahnrand und lässt so seinem/er Nachfolgenden ausreichenden Raum zum „Einscheren“.

Wie würden jetzt „Sozialwissenschaftler“ sagen, ein perfektes „Schwarmverhalten“. Jede/r achtet zwar auf sich, aber auch auf sein Gruppenmitglied und so haben ALLE eine wunderbare Ausfahrt.

Die Gruppe ist auch strukturiert. Vorne der „alte Hase“ oder die „alte Häsin“. Hier fährt, wer die Streckenkenntnis hat und „seine Gruppe auch einschätzen kann“. Hinter dem „Leittier“ fährt entweder das „schwächste Moped“ oder aber derjenige, welchem es noch an Fahrpraxis mangelt oder „vielleicht einfach an diesem Tag“ ein wenig unsicher ist. Das ENDE macht dann wieder ein „alter Fuchs“, der auch mal ein Loch zufahren kann (aber nicht zwingend muss) und auch weiß WO die „Reise heute hin geht“. DER hält auch Kommunikation mit seinem Frontmann mit Lichthupe, Handzeichen oder „neuen Kommunikations-mitteln“ und signalisiert „Alles ok – ALLE sind dran“.

Ja, das ist die GRUPPE, bei der es Spaß macht zuzusehen!

Im Vergleich zu früheren Zeiten sehe ich diese homogenen Gruppen aber leider immer seltener. Stattdessen fliegen oftmals „Kolonnen“ durch das Orbit denen jegliches Zusammengehörigkeitsgefühl abhandengekommen ist oder es war NIE richtig vorhanden. Um WAS geht es bei einer GRUPPE, wenn die Nr. 1 an einem Auto „vorbeisegelt“ und anschließend weiter derart am „Kabel zieht“, dass der Anschluss der Gruppe „abreißen muss“? Glorifizierung des eigenen Fahrkönnens? Findet MAN in der Gruppe ansonsten keine Achtung oder Beachtung?

Was kommt jetzt → Nr. 2 zieht hektisch nach! Ich muss hinterher. Ich weiß ja gar nicht wo es heute überhaupt hingehen soll? Jetzt hat er es geschafft und „jagt“ nun seinem Frontmann hinterher, den er noch schemenhaft drei Kurven weiter wahrnimmt.

Man kann jetzt nur hoffen, dass die Gruppe nicht bis Nr. 5 geht, denn DER ist jetzt abschließend wirklich unter Druck. Macht er das „Spiel“ mit? Ist der „Gruppenzwang“ derart, dass er jetzt sein eigenes Limit überschreitet? Ist diese Gruppe noch harmonisch und geht es hier noch um die „Lust am Fahren“ ODER sind wir bereits wieder bei „Ich hab` den Längsten“ angekommen?

So jetzt stehen SIE alle da! Die Nr. 1 ist wieder zurückgefahren, nach einer „Zigarette“, weil „seine Jungs“ nicht ankamen. DIE stehen bereits seit Minuten neben ihrer Nr. 5, der neben seinem Motorrad liegt, weil ihm nicht nur sein Fahrkönnen, sondern abschließend auch die Straße ausging.

JETZT sind SIE wieder alle vereint. Aber auch vereint mit ihrer Unkenntnis in Sachen Erstversorgung am Unfallort. Wann war nochmal „unser“ letzter Erste-Hilfe-Kurs?

Motorradfahren in der Gruppe hat auch etwas mit sozialer Kompetenz zu tun, zumindest für mich. Wenn ich bei einer Tour nur an mich und mein „Vorwärts-kommen“ denke, dann kann ich auch alleine fahren. Bin ich in der Gruppe unterwegs dann denke ich nicht nur an MICH, sondern auch an ALLE anderen die vor oder hinter mir fahren. Und wenn man seine „Mitstreiter“ bereits besser kennt ist es oftmals auch so, dass man nicht nur AN sondern auch FÜR sie mitdenkt. Aber DAS gehört in einer homogenen Gruppe einfach mit dazu, denn vielleicht muss auch mal EINE/R für Flying Haggis mitdenken, wenn ER nicht so ganz bei der Sache ist!

Eifel – Ahr oder „Das Wirtshaus in Spessart“

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Den Kalauer musste ich jetzt unbedingt bringen, er hatte sich einfach angeboten und regelrecht unter den Nägeln gebrannt. Jaaaa, alles korrekt so und richtig geschrieben. Der Schreiber dieser Zeilen hat keine ausgewiesene Lese- und Rechtschreibschwäche. Ich weiß, dass der Film oder auch die Novelle von Wilhelm Hauff vom Wirtshaus im Spessart handelte, aber wir fahren heute auch gar nicht in den Spessart, sondern treiben uns im Großraum Ahr und Eifel herum. Und wie wir das machen!

Zuerst der alles entscheidende Tipp für unsere heutige Anderstour – Nehmt Euch Zeit! Soll heißen: Wir haben zwar nur 170 km Rundkurs vor uns und reine Fahrzeit ca. 3:45 Std., aber die Runde bietet sich geradezu für ein verlängertes Wochenende mit „Basisstation“ an der „Rundstrecke“ an. Und hier hat der Autor für die geneigten Leser und Tourer direkt -2- unschlagbare Vorschläge. Einziges Auswahlkriterium bei diesen Unterkünften dürfte die jeweilige „Anfahrtsstrecke“ von Euch sein und damit die unmittelbare räumliche Nähe, denn ansonsten seid ihr in beiden Häusern wirklich erstklassig untergebracht.

Also die beiden Übernachtungstipps sind: Das „Wirtshaus in Spessart“ → der Landgasthof Bockshahn (56746 Spessart; Mittelstr. 12). Sicherlich die richtige Wahl für die Maschinen, die über die Nord- / Südachse A 61 oder von Osten her anrollen. Für alles aus der westlichen Richtung und Nordwesten bis Aachen, sowie unsere Besucher aus dem Südwesten, wie Mosel, Saar und Pfalz → der „Landgasthof Schröder“ in 54579 Niederehe-Üxheim; Kerpener Str. 7. Wer aus Trier anreist kann den 1. Teil der Anderstour „Viele Wege führen nach Rom“ zur Anfahrt nutzen und Teil 2 dann später für den Heimweg.

Wo ihr jetzt also die Anderstour beginnt, ob in Spessart oder Niederehe, entscheidet eure ausgewählte Basisstation und somit geht es los auf unserer Eifel – Ahr – Runde. Die „Haupteinflugschneisen der Gebückten“ nutzen wir bei unserer Tour heute nur selten und somit werden wir den „Knieschleifern“ auch weitestgehend aus dem Weg gehen. Schöne Landschaft und wunderbare Ausblicke sind angesagt. Und der erste und vielleicht schönste an diesem Tag liegt gar nicht allzu weit von unserem Startort weg.

Also los geht es und wir verlassen Spessart über die K 61 und biegen alsdann nach links in Richtung Ramersbach auf die L 83 und später L 85 ab. Gemütlich rollen wir uns jetzt auf der L 85 ein und kommen über Staffel nach Kesseling.

Man könnte jetzt auch seine Fahrt fortsetzen in Richtung Ahrbrück, aber das tun wir nicht, weil jetzt haben wir bereits einen ersten Höhepunkt unserer heutigen Tour. Wir biegen im Ortskern Kesseling nach rechts in Richtung Steinerberghaus ab. Es geht alsbald bergan und acht Kehren führen uns auf einem ca. 2m breiten (oder schmalen) durchweg asphaltierten Weg hinauf auf 531 m Höhe zum Steinerberg. Nach ca. 4,5 km sind wir am bewirtschafteten Steinerberghaus angekommen (Mittwoch bis Sonntag [und an Feiertagen] ab 10:00 Uhr geöffnet). Das Kesselinger Tal liegt uns jetzt zu Füssen und wir genießen ein herrliches Panorama auf die Hohe Acht, den Aremberg und die Grafschaft.

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Dies alles soweit das Eifelwetter auch ordentlich mitspielt. Ein wirklich grandioser Ausblick der sich uns bietet. Der einzige der annähernd mithalten kann ist der Blick vom Aussichtsturm auf der Hohen Acht aber der ist nur nach etwas längerem Fußmarsch erreichbar und für unsere Maschinen tabu. Also lassen wir es heute mit dem Panorama vom Steinerberg gut sein, rollen die gleiche Wegstrecke talabwärts nach Kesseling und setzen unsere Fahrt nach Ahrbrück fort.

An der Kreuzung sehen wir zu unserer Linken einen beliebten Motorradtreff. Hieß er zu seinen Anfängen noch Cafe Fahrtwind (die Lokalität ist mittlerweile unweit von unserem Standort in Hönningen zu finden), so hat die Örtlichkeit zwischenzeitlich den Namen gewechselt und hört jetzt auf Cafe Ahrwind. Die Besucher sind annähernd die „Gleichen“ geblieben und so kann man durchaus für ein Benzingespräch eine Pause machen.

Ansonsten rechts ab und unmittelbar danach nach links in Richtung Lind (K 29) abbiegen.

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Ca. 2 km hinter der Ortslage Lind biegen wir nach links ab auf die K 28 und lassen unsere Maschinen über Obliers nach Liers laufen. Vor Obliers haben wir dabei -5- Kehren auf unserer Strecke die Alpenpaßverdächtig sind. Aber wer sich zum Steinerberghaus hochgewagt hat, der hat für die kleinen Kehren fahrerisch nur ein Lächeln übrig. So sehr in „Ringnähe“ und dennoch derart ruhig – ein Paralleluniversum mit einer wunderbar anzuschauenden Landschaft. Hinter Liers benutzen wir ganz kurz eine der Nürburgring-Einflugschneisen die B 257. Die verlassen wir aber unmittelbar in Dümpelfeld wieder und biegen nach rechts in Richtung Insul und Schuld auf die K 25 (Bad Münstereifel) ab. Wir rollen an Fuchshofen vorbei und ca. 1,5 – 2 km hinter der Ortschaft biegen wir rechts auf die K 5 nach Eichenbach ab. Dieser Kreisstraße folgen wir nach Aremberg und landen über Dorsel fahrend an der Kreuzung (rechts ab) zur B 258, welche die „Haupteinflugschneise Nürburgring“ für alle Fahrer/-innen aus dem Großraum Aachen oder Belgien ist.

Weil DAS so ist bleiben wir auch nicht lange auf der B 258. Nach ca. 2,5 km führt unser Weg wieder links ab auf die L 10 in Richtung Nohn (L 70), zunächst schön kurvig bergauf. Ende der Ortslage Nohn biegen wir erneut rechts ab auf die L 68 auf der wir etwa 2 km bleiben und dann in Richtung unserer Pausenstation nach rechts auf die K 59 nach Niederehe (Hillesheim) fahren. Nach etwa 1,5 km weist uns dann ein kleines Hinweisschild den Weg nach links zu unserer bereits sichtbaren „Raststation“ dem Landgasthaus Schröder in Niederehe. Wir sind jetzt fast zwei Stunden reine Fahrzeit unterwegs und mit unseren Fotopausen sicherlich noch eine halbe Stunde länger. Also ist es dringend anzuraten die „Kohlenhydratspeicher“ aufzufüllen. Der Chef des Hauses Markus Schröder „treibt“ selbst eine „GS“ durch die Eifel und kennt sich bestens aus in Sachen Motorrad und was der „Motorradkunde“ alles an Wünschen hat. Diejenigen, die seinen Landgasthof als Basisstation für diese Tour gewählt haben, werden dies bereits gemerkt haben. Außer mit Motorrädern kennt er sich noch in seiner Küche aus und das schmeckt man egal bei welchem Gericht. Also bei gutem Wetter raus auf die Terrasse und wenn es kühler sein sollte – rein in die gemütliche Gaststube und es sich schmecken lassen. Wir haben alle Zeit der Welt am heutigen Tag und lassen uns nicht von Hektik treiben.

Für diejenigen, die im Landgasthaus Schröder nächtigen, ist jetzt der „Start“ der Anderstour. Die „Anderen“ gehen jetzt nach der Mittagspause den zweiten Teil der Tour an.

Also gehen wir jetzt gut gesättigt unsere zweite Runde an und verlassen zunächst Niederehe auf dem Weg wie wir gekommen sind bis nach Nohn. Im Suppenkoma langsam einrollen auf bekannten Wegen ist angesagt bis zur Ortslage Nohn, wo wir nach rechts in Richtung Dankerath auf die K 85 [K 1] abbiegen. An der Kreuzung in der Ortslage Dankerath folgen wir der L 72 nach links und fahren nach Trierscheid. Im weiteren Verlauf unserer Wegstrecke kommen wir über die L 72 auf die L 10 und an die nächste Kreuzung unserer bereits bekannten B 258, der wir linksabbiegend kurz folgen. Kurz heißt diesmal 2,5 – 3 km und dem Ort Müsch. Jetzt geht es für uns rechts ab auf die L 73 bis nach Fuchshofen. Teile der Wegstrecke haben wir dabei heute Morgen bereits befahren, allerdings in entgegengesetzter Richtung.

In Fuchshofen biegen wir rechts ab auf die K 17 in Richtung Reifferscheid. Wer mit Navi fährt glaubt wahrscheinlich seinen Augen nicht bei der Streckenführung, die ihm angezeigt wird. Mehrere enge Kehren die das Gefühl aufkommen lassen man fährt wieder in seine Ausgangsrichtung zurück. Einfach eine schöne Wegstrecke und derart ruhig, dass man nicht das Gefühl hat in der Nähe des Nürburgrings zu sein mit der überall präsenten „Heizerfraktion“.

In Reifferscheid orientieren wir uns in Richtung Adenau und fahren deshalb auf der K 17 weiter bis zu nächsten Kreuzung, an der wir linksabbiegend (L 10) über Honerath in Adenau an einem kleinen Verkehrskreisel landen. Adenau ist sozusagen das „Zentrum“ der Nürburgringreisenden. Wer sich den Marktplatz an Wochenenden zur Pause aussucht, der hat nach ca. einer halben Stunde einen repräsentativen Querschnitt der aktuell erhältlichen Motorradpalette in Deutschland gesehen. Wir fahren aber in der Ortslage rechts ab auf die K 18 nach Wimbach und sind erst einmal wieder weg vom Trubel. Hatten wir heute Morgen von Paralleluniversum gesprochen? Hier passt es ebenfalls. Landschaftlich schön, ruhig und entspannt genießen wir die Kurven. Die K 18 nutzen wir einfach bis zur nächsten großen Kreuzung und hier sind wir wieder an der B 258. Beschilderung Nürburgring ist richtig, also links ab (Wiesemscheid) und nach knapp 5 km an dem großen Verteilerkreis (dem sogenannten „Potsdamer Platz“) der Beschilderung nach Adenau , also 3. Ausfahrt nach Quiddelbach folgen.

Es geht nicht wieder nach Adenau, denn kurz hinter Breidscheid (Tankstelle) biegen wir nach rechts auf die L 10 ab (Mayen, Kempenich). Breidscheid ist wieder so ein typischer „Ringtreffpunkt“. Hier ist eine Auffahrt zur „Nordschleife“ und die alte Rennstrecke überquert hier die B 257. Insofern ist die „Brücke mit ihrer vorangehenden Linkskurve“ ein beliebter „Zuschauerpunkt“ und Applauskurve für die Hobbyrennfahrer auf der alten Nordschleife.

Jetzt kommen wir auf unserem Rückweg nach Jammelshofen und hier sollte jeder der noch ein wenig „Racingblut“ in den Adern hat eine Pause einlegen. Das „Classic Race Museum“ (53520 Kaltenborn [Jammelshofen]) wartet hier an Wochenenden von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf unseren Besuch. Ca. 200 Exponate Rennwagen und Motorräder harren hier sauber aufgereiht darauf von uns bewundert zu werden. Was hier Frithjof Erpelding in mühsamer Kleinarbeit gesammelt und für uns aufbereitet hat ist aller Ehren wert und des nahen „Nürburgrings“ und dessen renngeschichtlichen Erbes würdig. Damit meine ich de facto „mehr würdig“ als dieses bauliche Monstrum, welches uns die Landesregierung Rheinland-Pfalz, Millionen an Steuergeldern verprassend, ohne Sinn und Verstand unmittelbar an die Rennstrecke betoniert hat.

Nachdem wir vielleicht noch gemütlich einen Kaffee im kleinen gemütlichen Bistro des Museums genossen haben, verlassen wir Jammelshofen und begeben uns „kurz“ auf der B 412 in Richtung Kempenich. Mit kurz meine ich noch keinen kompletten Kilometer, um wieder rechts auf unsere L 10 und damit eine ruhigere Route abzubiegen. Wir fahren durch Langenfeld um kurz vor dem Ortsende die L 10 nach links zu verlassen. Wir fahren kurz auf die K 14 in Richtung Langscheid, folgen dieser aber nicht bis zur Ortslage. Es geht jetzt über die K 15bis zur nächsten Kreuzung und dann nach links auf der L 83 über Morswiesen nach Weibern.

In Weibern orientieren wir uns dann nach Kempenich und jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ende unserer Tour. Wir kreuzen in Kempenich nochmals die B 412 und nach ca. 1,5 km weist uns der Weg nach links. Unser Wirtshaus in Spessart der „Bockshahn“ und damit unser Ausgangspunkt ist wieder erreicht und wir haben ohne „Räuber im Spessart“ und ohne die „Hauffsche Novelle“ einen erlebnisreichen Tag gehabt.

Wer am Morgen den Weg zum Steinerberghaus gescheut hat, kann jetzt die paar Kilometer noch bis Kesseling und die Auffahrt zum Steinerberghaus unter die Räder nehmen. Wo ließe sich bei gutem Aussichtswetter besser der „neudeutsch Sundowner“ nehmen.

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Die anderen lassen bei einem guten Abendessen im Landgasthaus Bockshahn den Tag ausklingen oder genießen vorab noch eine Massage und treten am nächsten Morgen ausgeruht die Heimfahrt an.

Wie immer sind unsere „neuen Pausenstationen“ unter Rasten & Übernachten aktuell ergänzt

Eviva España oder Führerlos tut selten gut

1987 hatten wir mit unserer Clique den Entschluss gefasst, dass ein Urlaub mit den Motorrädern in Spanien keine schlechte Idee wäre.

Ein entsprechender Urlaubsort unterhalb von Alicante war schnell gefunden und so nahm der Trip zügig Gestalt an. Die 1.760 km sollten auf zwei Tage verteilt kein Problem darstellen und so wurde vereinbart: Am ersten Tag ohne festes Ziel soweit es geht und am zweiten Tag gemütlich die restliche Wegstrecke zu unserem Urlaubsort.

Ich war als Scout eingeteilt mit meiner knapp fünf Monate alten CBR 600 und hatte mir eine Ortsliste mit Autobahnen auf den Tank geklebt die es in der Folge dann anzusteuern galt. Abgesehen von einem kleinen Fauxpas, der uns in fröhlicher Urlaubslaune aber nicht großartig störte, verlief auch alles nach Plan.

Ich war bei diesem Malheur etwas zu sehr ins Studium meiner Etappenliste vertieft, so dass ich in Höhe von Barcelona die Abfahrt in Richtung Tarragona verpasste. Ergebnis war, dass im Anschluss vier Maschinen im Formationsflug durch den Feierabendverkehr von Barcelona brummten. Schnell an den südlän-dischen Fahrstil gewöhnt und angepasst empfanden wir auf unseren Motor-rädern die Episode eher als nette Auflockerung zur eintönigen Autobahnfahrerei, denn als Stressfaktor in der Urlaubsanfahrt.

Das „Barcelona-Zwischenspiel“ soll aber später noch eine Rolle spielen.

Die zwei Wochen Urlaub vergingen wie im Flug und wir hatten wirklich einen schönen Aufenthalt. Es näherte sich unser Urlaubsende und die Heimreise, welche wir wieder in einer 2-Tagesetappe angehen wollten. Jetzt nahm das Drama seinen unverhofften Verlauf.

Wie fast immer, wenn mehr als zwei Motorradfahrer bei einer Tour zusammen sind, ist auch eine „Schlafmütze“ dabei. Alle haben die Maschinen getankt, bis auf EINEN und der bleibt auf dem Weg zur Tankstelle auch noch wegen Spritmangel liegen. Ergo, der Schreiber dieser Zeilen hilft aus, was im konkreten Fall heißt eine Plastikflasche mit etwas Benzin gefüllt und an den „ungewollten Parkplatz“ verbracht. Da ich sicher gehen wollte, dass jetzt auch wirklich alles klappt fuhr ich noch mit zur Tankstelle, die an der vielbefahrenen Nationalstraße in Richtung Alicante lag und positionierte mich etwas versetzt vor unsere „Schlafmütze“.

Wie bereits erwähnt „vielbefahren“ und einem Hupkonzert in Spanien schenkt man auch nicht sofort die Aufmerksamkeit wie in Deutschland, weil Hupen in Spanien eher den Hinweis darstellt: „Hallo hier bin ich!“ Dieses Hupkonzert das an mein Ohr drang war aber irgendwie anders. Also Blickwendung in die Richtung des Krawalls und einen PKW ausgemacht, der quer über die Nationalstraße auf dem Weg zur Tankstelle ist.

Erster Gedanke: „WARUM fährt der Trottel jetzt ausgerechnet an die Zapfsäule an der ICH stehe? Es sind doch alle anderen frei!“

Den Gedanken noch nicht ganz zu Ende gebracht wird mir schlagartig im Bezug auf „Trottel“ klar:

„In dem Auto sitzt NIEMAND!“

Nur noch Sekundenbruchteile Zeit – der Motor ist aus, Maschine ist im Leerlauf. Also schnell mit den Füssen nach vorne „gepaddelt“ in der Manier eines Renn-rodlers am Start. Keine Chance mehr – links im Heck trifft mich der führerlose PKW und ich kippe mit meiner „schönen CBR“ um.

Das kann nur mir passieren: Umgefahren von einem herrenlosen Auto!

Resultat die rechte Verkleidungsseite und das rechte Heckteil sehen aus als ob sie Bekanntschaft mit einem Winkelschleifer gemacht haben, ausgestattet mit Schruppscheibe. Allein der Anblick reicht bereits aus mich in den „roten Bereich drehen“ zu lassen. Der weitere Werdegang trägt nicht dazu bei, dass sich mein Gemütszustand gravierend verbessert.

Der „Fahrzeughalter“ des PKW erscheint auf der „Theaterbühne“. Er war bereits auf der Suche nach seinem Auto, das er zuvor an einer Schreinerei abgestellt hatte. Abgestellt bedeutet in diesem Fall: Leerlauf, keine Handbremse angezogen und darauf gehofft das das Gesetz der Trägheit der Masse seine Karre am Platz hält. Dass sein Wagen einen Schaden verursacht hat interessiert ihn nicht wirklich, schließlich ist er ja nicht gefahren! Also Polizei hinzugerufen in der Hoffnung – die Uniformierten werden DAS jetzt schon regeln! Jetzt erscheint die Policia Municipial bzw. local (die spanische Stadtpolizei) auf unserer „Freilichtbühne“. Ich kann mich bei all meinen Reisen ins Ausland nicht erinnern noch unmotiviertere Polizisten gesehen zu haben und kann für Spanien nur hoffen, dass diese Herren eine Ausnahmeerscheinung dargestellt haben.

Da jetzt eine Unterart der babylonischen Sprachverwirrung eintritt, soll heißen plötzlich spricht oder versteht keiner der anwesenden Spanier englisch, rufen wir eine „deutsche Dolmetscherin“ herbei. Glücklicherweise war uns bei unserem zweiwöchigen Aufenthalt ihr Werbeschild mehrfach aufgefallen. Die nette Frau organisiert jetzt alles Erforderliche, sehr zum Verdruss der komplett sedierten uniformierten Laientruppe, die jetzt den Sachverhalt doch letztendlich aufnehmen muss. Allerdings ist die Geschichte für mich noch mit einem gewissen „Aufwand“ verbunden. Wir haben zwischenzeitlich Freitag Abend und die von Seiten meiner Rechtschutzversicherung erforderliche Abtrittserklärung an einen spanischen Rechtsanwalt muss notariell beglaubigt werden. Das funktioniert, Dank der Dolmetscherin, dann am folgenden Samstag.

Zwischenzeitlich haben sich unsere beiden Pärchen mit ihren Maschinen auf den Heimweg nach Deutschland gemacht. Mein Freund Peter will mich nicht alleine auf den weiten Rückweg lassen und harrt in Seelenruhe auf meine Rückkehr in unserem Urlaubsdomizil.

Der Besuch bei der spanischen Rechtsanwältin ist dann auch noch für eine Anekdote gut. Nach der Übersetzung durch „meine Dolmetscherin“ bricht die Rechtsanwältin in Gelächter aus und redet im Anschluss, sichtlich amüsiert, auf meine Übersetzerin ein. Wie sich dann herausstellt war meine Geschichte nicht allein der Grund ihrer Heiterkeit. Tags zuvor traf eine „deutscher Tourist“ aus Berlin bei ihr ein. Der PKW Fahrer hatte in Höhe Tarragona eine „Erscheinung“. In Tarragona findet wohl alljährlich eine ähnliche Veranstaltung statt wie in Pamplona und man treibt Stiere, die im Anschluss in der Arena ihren großen Auftritt haben, in Richtung der Arena. Einer der schweren vierbeinigen Jungs hatte wohl überhaupt kein Interesse an seinem finalen Auftritt in der Stierkampfarena und schlug stattdessen den Weg in Richtung Autobahn ein. Hier traf er dann auf den PKW mit der Familie aus Berlin. Der Fahrer hatte wohl Probleme das Bild, welches sich ihm darbot, zügig geistig zu erfassen. Infolge der langen Autofahrt dachte er wohl statt „weißen Elefanten“ sind es in Spanien bei Übermüdung eben „Stiere“. Das die Interpretation falsch war hatte er dann unmittelbar bei Kontakt mit den 1.000 kg Frischfleisch gemerkt, aber eben etwas zu spät. Lakonischer Kommentar meiner Rechtsanwältin:

„Ist wohl eine schlechte Zeit für deutsche Touristen momentan!“

Samstag Abend gegen 20:30 Uhr ist dann alles vollbracht und WIR verabschieden uns von der mehr als hilfsbereiten Dolmetscherin. Die Frage OB wir uns jetzt WIRKLICH noch auf den Weg machen musste ich bestätigen, weil am kommenden Montag bereits ein dringender beruflicher Termin auf mich wartete, den ich nicht verschieben konnte.

Also auf nach Deutschland. Noch kurz besprochen, dass wir irgendwo auf einer Raststätte ein Schläfchen halten, wenn uns die Müdigkeit übermannen sollte und los geht es. Da wir in die Nachtstunden hineinfuhren und deshalb nicht mit allzu vielen Geschwindigkeitskontrollen rechneten, einigen wir uns darauf „etwas über Limit“ loszufahren.

Da war doch was mit Barcelona?

Bereits ca. 500 km auf dem Buckel und die Schilder Barcelona größer werdend erinnere ich mich an den Fauxpas von der Hinfahrt. Jetzt nur nicht wieder die „Stadtrundfahrt“ machen, das hält zeitlich zu sehr auf. Da, ein Streckenabschnitt hell erleuchtet, das muss dieses Autobahnkreuz sein, also nichts wie runter, nur nicht wieder in die Stadt Barcelona rein, dann ist unser „schöner Schnitt“ dahin.

Mit 150 km/h auf der „Uhr“ geht es mit Schwung durch eine Autobahntankstelle. Der Adrenalinschub den ich bekomme hätte ausgereicht um Tutenchamun wiederzubeleben. Bei dem nächsten Tankstopp lachen wir schon wieder beide über die Szene und Peter sagt, dass die Angestellten in der Tankstelle ganz komisch geguckt haben. Wen wundert`s.

Wir „optimieren“ jetzt unseren „Parallelflug“ dergestalt, dass wechselweise einer an den Maut- oder Tankstellen stehen bleibt und bezahlt. Der andere fährt „langsamer“ weiter bis aufgeschlossen wird und dann geht es im Marschtempo weiter. Bei Lyon gönnen wir uns einen Kaffee und etwas, das entfernte Ähnlichkeit mit einem belegten Sandwich aufweist. Drei Tage zuvor hätte dieses Produkt sicherlich einen Hauch von Frische versprüht. Nach dem zweifelhaften Genuss geht es in der erprobten Manier weiter in Richtung Heimat.

Sonntag 12:45 Uhr rollen wir zu Hause in Trier ein. Immer noch aufgekratzt von der Tour und kein bisschen müde. 1.760 km in -16- Stunden. Meinen beruflichen Termin habe ich locker einhalten können. Störend war nur das „Rauschen“, welches ich ca. eine Woche auf den Ohren hatte. Mein Helm war wohl in Sachen Geräuschentwicklung nicht auf eine -16- Stunden-Tour ausgelegt.

Übrigens „mein Geld“ (das Versicherungsgutachten belief sich auf knapp über 2.000,- DM) habe ich tatsächlich noch erhalten. 1994 im Herbst war es soweit, nachdem die gegnerische Versicherung sämtliche Instanzen bestritten hatte und überall negativ beschieden wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war die CBR lange „Geschichte“ und selbst ihre Nach-folgerin aus Nippon, eine „750er Suzie“ hatte bereits einen neuen Besitzer.

Die Moral von der Geschichte: Hüte Dich vor „herrenlosen Autos“ und warte an der Tankstelle mit „laufendem Motor und eingelegtem Gang“.

Drei auf einen Streich: Eifel, Mosel, Hunsrück

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Es hört sich an wie bei dem „tapferen Schneiderlein“ obwohl es in diesem Märchen noch einige mehr waren, die bei dem besagten einen Streich „erledigt“ wurden. Rund 250 Kilometer haben wir heute vor uns, also eine knappe Tankfüllung und bei ruhiger, kommoder Fahrweise etwa 5 Stunden reine Fahrzeit.

Bei meinen Touren in der Großregion Eifel, Mosel, Hunsrück, sowie Saarland und unserem Nachbarland Luxemburg ist fast immer der Startort Trier. Einmal habe ich eine persönliche Affinität zur ältesten Stadt Deutschlands, denn ich bin sozusagen „Ur-Trierer“. Zum zweiten bietet sich die Stadt aber auch für unsere Motorradfahrer/-innen an, welche die Anders-Touren von weiter weg angehen und eine feste „Basisstation“ benötigen. Da hat Trier ein nahezu perfektes Angebot an Hotels und Unterkünften zu bieten und für einen „motorradfreien Tag“ auch ausreichend Sehenswürdigkeiten die einen Besuch lohnen.

Aber heute fahren wir erst einmal wieder mit unseren Motorrädern und verlassen die Stadtgrenze Trier auf der westlichen Seite in Richtung der Stadtteile Ehrang und Quint. Mit den Sandsteinfelsen zur Linken und der Mosel zur Rechten stimmen wir uns auf die heutige Tour ein und verlassen alsbald die B 53 nach links in Richtung Quint und wenig später, nachdem wir die Abzweigung (L 46) nach links in Richtung Spangdahlem (Bitburg) genommen haben, wedeln wir uns bereits auf den ersten Kurven des Tages am „Quintbach“ entlang ein. Dabei handelt es sich um die „Hausstrecke“ der Trierer Motorrad-fahrer und so tummelt sich bei gutem Wetter einiges mit zwei Rädern auf der L 46. Die 50 km/h Beschilderung im Kurvenverlauf hat dabei scheinbar nur einen hinweisenden Charakter. Wir sind jetzt bereits in der Region „Moseleifel“ unterwegs und fahren durch den Meulenwald, welcher als Waldgebiet des Jahres 2012 ausgezeichnet wurde. Unweit „unserer o. a. Abzweigung“ geht es zum Forstamt Trier Am Rotenberg. Von dort kann man auf einem durchaus lehrreichen Rundgang (aber nur fußläufig) starten, der einem nicht nur die heimischen Baumarten, sondern auch exotische Varianten wie Riesenmammutbäume, Ginkos oder Kuchenbäume (riechen im Herbst nach Lebkuchen und werden deshalb auch häufig „Lebkuchenbaum“ genannt) kennenlernen. Heimische Förster hatten die „Ausländer“ in den 50er Jahren gepflanzt um deren Wuchsfähigkeit in unserer Region zu prüfen und damit Alternativen zu den einheimischen Gewächsen zu finden. Außer der „amerikanischen Douglasie“ konnte aber keine Pflanze so richtig Fuß fassen.

Wer im Kurvenverlauf der L 46 die ein oder andere merkwürdige „Wahrnehmung“ haben sollte braucht sich nicht zu wundern. Laut Legende kam hier der tyrannische Erzbischof Milo von Trier bei einem Jagdunfall ums Leben und einige hundert Jahre zuvor hatte es den römischen Statthalter Rictius Varus erwischt. Wenn man sich mit „ihrer Vita“ beschäftigt kann man nur feststellen, dass es um beide nicht sonderlich Schade war. Die Geister der beiden Herrschaften sollen seitdem im Meulenwald spuken, wobei „sie“ mir bis dato noch nicht begegnet sind.

Wir fahren also weiter auf der L 46 und kurz nachdem wir zur Linken den Ort Zemmer passiert haben biegen wir nach rechts in Richtung „Wittlich“ (Dreis, Heidweiler) auf die L 43 ab. In leichten Schwüngen geht es etwas talabwärts nach Heidweiler und hinter dem Ort orientieren wir uns in Richtung „Binsfeld“ (Niersbach, Arenrath) auf die L 49. Hinter Arenrath kürzen wir etwas ab, um uns die Orstdurchfahrt Binsfeld zu ersparen und biegen rechts auf die K 43 ab nach Niederkail. Hier folgen wir dem Straßenverlauf der B 50 nach Landscheid. Ohne etwas an unserer „Fahrtrichtung“ zu ändern sind wir jetzt auf der L 34 und über Burg Salm, Hupperath, rollen wir in Richtung der Kreisstadt Wittlich (K 54).

Höhepunkt in Wittlich ist alljährlich die sogenannte „Säubrennerkirmes“, welche immer am 3. Augustwochenende eines Jahres ausgetragen wird. Ansonsten ist die Stadt Wittlich jetzt kein Ort der uns zum längeren Verweilen einlädt und so suchen wir auch auf kürzestem Weg wieder den Ortsausgang in Richtung des Krankenhauses der Stadt (L 52; Hasborn). Stopp, da gibt es doch noch einen einzigen Grund den Aufenthalt in Wittlich zu verlängern. Falls die Maschinen bei Abfahrt nicht vollgetankt waren ist hier ein gute Möglichkeit Sprit für die Tagestour zu fassen. Aber jetzt suchen wir schnell das Weite in Richtung Hasborn und fahren nach einem kurvenreichen, leicht ansteigenden Streckenabschnitt vom „Krankenhaus Wittlich“ bis Hasborn, hinter dem Ort nach Oberscheidweiler. Alles auf der L 52 obwohl sich hinter Hasborn unser Weg gegabelt hat und wir die Route nach rechts gewechselt haben.

Ähnlich geht es uns an der nächsten Kreuzung (B 421). Wir nutzen nach dem Linksabbiegen kurz die B 421 und verlassen die „B“ nach gefühlten 100m wieder nach rechts, jetzt wiederum auf der L 52 in Richtung Lutzerath unterwegs.

Wir rollen auf der L 16, die im weiteren Verlauf Gevenich führen würde, nach Driesch und verlassen die L 16 nach rechts Richtung „Mosel“ nach Bremm. Die L 106 „verläuft“ zunächst recht unspektakulär, um in einem Schwung von Serpentinen talabwärts zur Mosel zu enden. Bei der ersten „Links-Spitzkehre“ ist zur Rechten eine kleine „Haltemöglichkeit“ für maximal 2 – 3 Motorräder, aber der „Halt“ lohnt sich. Für mich der schönste Blick des Tages von der Höhe auf das Moseltal und die Flußschleife bei Bremm. Auf der anderen Uferseite die Ruine des Klosters Stuben und wenn man den Blick nach links in die Höhen des dortigen Weinbergs richtet, traut man seinen Augen an sonnigen Tagen nicht. Es ist der „Calmont“, seines Zeichens der steilste Weinberg Europas und als ausgewiesener „Klettersteig“ ein Anziehungspunkt für Wanderer. Kein Geheimtipp mehr, denn an trockenen Tagen ziehen sich lange Reihen von Wanderern durch den Weinberg. Manchmal erinnert mich das Bild an alte Aufnahmen des Chilcoot Trail, als lange Reihen von Goldsuchern durch den Schnee in Richtung Klondike marschierten. Hier suchen die Naturverbundenen kein Gold, sondern ein ruhiges Idyll, welches sie mit ihrem eigenen Massenauflauf ad absurdum führen.

Zeit für eine Pause und eine angemessene Mahlzeit. Also talabwärts an Bremm vorbei nach Ediger-Eller. Im Ortsteil Eller müssen wir jetzt ein wenig aufpassen, damit wir unsere Einfahrt nach links nicht verpassen. Grob an der Kirche von Eller orientieren und dann kann nichts mehr schiefgehen für unsere Anfahrt zum Weincafe Springiersbacher Hof (Oberbachstr. 30). Über Kopfsteinpflaster und enge Gäßchen suchen wir unseren Weg zur Pausenstation und nehmen dann auf der ruhigen Terrasse Platz oder im gemütlichen Gastraum.

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Weg vom Trubel der Moselpromenade genießen „Wir“ jetzt tatsächlich eine idyllische Pause bei einer guten Mahlzeit oder hausgemachtem Kuchen. Der Springiersbacher Hof ist auch noch für etwas anderes bekannt und mehrfach prämiert. Hier werden erstlassige Schnäpse gebrannt.

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Da sich der Genuss heute nicht mit unserer Motorradtour vereinbart, nehmen wir entweder eine (oder mehrere) Flasche/n im Tankrucksack mit oder nächtigen in einem der Gästezimmer.

Nach unserer wohlverdienten Pause überqueren wir bei Nehren die Mosel und erklimmen bei Senheim dann die Höhen hinauf zum Hunsrück auf der L 200 (LiesenichBlankenrath [L202]). Dann rollen wir auf der B 421 wieder talabwärts nach Zell an die Mosel und begleiten den Fluss zur Rechten bis nach Enkirch.

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Wer die Moseltour bereits abgefahren ist, weiß welcher Ort sich für eine Pause anbietet und rollt zum Hotel-Restaurant Dampfmühle in Enkirch. Aber wahrscheinlich sind wir noch „gesättigt“ und können uns bis zur nächsten Rast noch etwas Zeit lassen. Also kurvig bergan und über Starkenburg wieder talabwärts nach Traben-Trarbach.

Hier in der Ortslage in Richtung Longkamp (Bernkastel-Kues) abbiegen und Kautenbach entlang in das Örtchen Longkamp. Diesmal fahren wir nicht nach Bernkastel-Kues, sondern verweilen auf den Höhen des Hunsrücks.

Auf kleinen Landstraßen führt unser Weg dann von Gonzerath über Heinzerath, Rapperath nach Weiperath. Jetzt könnte dem geneigten Leser die Idee kommen, dass sich hier die Bürgermeister der Ortschaften nicht sonderlich kreativ zeigten und einer von dem anderen die Ortsendung übernommen hat. Dem ist natürlich nicht so, der Hochwälder ist durchaus kreativ. Vielmehr gehen diese Hunsrücker Namensendungen „–rath“ auf „Rodungen“ zurück und sind in ähnlicher Form bundesweit zu finden. Was in den neuen Bundesländern auf –roda endet oder vielfach in der Harzregion auf –rode hat ähnlichen historischen Hintergrund.

Aber genug davon, es wird Zeit die heutige Tour an einem gemütlichen Ort Revue passieren zu lassen und das nicht mehr allzu weit vom Zielort. Wir fahren also von Weiperath nach Hunolstein und kehren dort im Bauerncafe Hunolsteiner Hof ein. Unmittelbar hinter dem Ortsende führt ein geteerter Feldweg rechts ab zu dieser Lokalität. Ich muss nicht extra betonen, dass es hier in jedweder Form wieder etwas Gutes auf die Gabel gibt. Sei es gut bürgerliche Hausmannskost von der auch ein „ausgewachsener Motorradfahrer“ oder –fahrerin satt wird oder der hausgemachte Kuchen, der einen an den ein oder anderen Besuch auf der Dorfkirmes erinnert. Deshalb sind die „Kuchenstücke“ auch in einem Format, dass es bei einem Cafe in der Innenstadt zu „Kalkulationsproblemen“ käme.

Was jetzt? Möglicherweise ist es jetzt einigen unterwegs so ergangen, wie es sicherlich jedem von uns schon passiert ist. An der ein oder anderen Stelle etwas länger verweilt, oder in ein Gespräch verwickelt, oder einfach nur auf einer der Terrassen die Sonne etwas länger als vorgeplant genossen. Deshalb jetzt unterschiedliche Varianten zum Zielort Trier zu gelangen.

Der Eilzug fährt auf die B 327 und folgt der Beschilderung Trier. D. h. in unserem Fall kurz vor Thalfang auf die L 150 und dann über Fell nach Trier.

Wer in Fell bemerkt, dass er noch einige Kurven gebrauchen könnte und dafür jetzt die Zeit wieder „reingefahren“ hat, der biegt in Ortslage Fell über eine kleine Brücke links ab in Richtung Thomm, respektive folgt der Beschilderung Besucherbergwerk. Die „Gudd-Gess-Tourer“ kennen die alte Bergrennstrecke bereits „bergab“, fahren sie aber jetzt in „Rennrichtung“. Aufgepasst in der ersten Spitzkehre rechts. Bei Gegenverkehr kann hier der „Radius“ schnell knapp werden.

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Vierzig Bergrennen, teilweise als Wertungsläufe zur Europameisterschaft, wurden hier unter Regie des Racing Teams Trier ausgerichtet. Die „Könige der Berge“ fuhren dabei dann im Renntempo die anspruchsvolle Strecke hinauf nach Thomm. Die Streckenrekorde nenne ich an dieser Stelle nicht, um nicht noch den ein oder anderen in Versuchung zu bringen. Für uns definitiv unerreichbar und damit soll es gut sein. Bei Thomm angekommen wieder talabwärts nach Waldrach und von dort einfach der Beschilderung nach Trier folgen.

Alternativ kann man den Weg in die Stadt Trier auch ab Waldrach (Kreisver-kehr; 2. Ausfahrt) über Korlingen suchen und dann über den Höhenstadtteil Tarforst nach Trier fahren.

Hier bietet sich, nachdem man die Liegenschaften der Universität Trier zur Linken passiert hat, noch der kleine Schlenker über den Petrisberg an. Dafür nutzen wir in dem Kreisverkehr die 2. Ausfahrt und folgen hier einfach dem Straßenverlauf in Richtung Stadt. Nachdem wir hier ein Wohngebiet (30er Zone) durchfahren haben, gelangen wir an einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt Trier.

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Nicht zu verfehlen, da zu unserer Linken eine größere Parkbucht angelegt ist. Auf der dortigen Mauer ist auch die Historie der Stadt Trier und die dazugehörige „Stadtplanung“ entsprechend dargelegt.

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Jetzt haben wir es geschafft. Nach einer erlebnisreichen Fahrt drei Regionen auf einen Schlag erledigt oder besser zumindest „angerissen“. Denn jeder Bereich für sich ist schon allein eine Tour wert.
Unsere „Rastplätze“ sind bereits unter Rasten & Übernachten eingestellt und
harren eures Besuchs.