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~ der etwas andere Motorradblog

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Archiv des Autors: flyinghaggis2015

Ich mach`mir die Welt wie sie mir gefällt

05 Montag Aug 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Nachdenkliches & Provokantes

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Alpenmaster, Testberichte

In Deutschland haben wir die Gewaltenteilung und das ist auch gut so. Die Legislative, Judikative und Exekutive sorgen getrennt und weitestgehend unabhängig voneinander dafür, dass in unserem Lande alles gerecht und fair zugeht oder zumindest zugehen soll.

Für mich gibt es aber seit längerer Zeit eine weitere Gewalt oder sagen wir besser Macht, die, ohne jegliches Mandat der Bevölkerung zu besitzen, die Meinung von uns allen zu bilden versucht und das auch oftmals schafft. Ich spreche von den Medien.

Auch in unserem kleinen Bereich mit unserer Passion Motorrad ist das zu beobachten. In meinem Artikel zum Thema der Testsieger habe ich das Ganze bereits vor längerer Zeit angesprochen.

https://flyinghaggis.net/2015/02/21/everybodys-darling-is-everybodys-depp/

Warum komme ich jetzt wieder darauf zurück? In höchstem Maße manipulierend werden da Berichte verfasst. Habt IHR in der großen deutschen Fachzeitschrift auch den großen Bericht Alpenmaster gelesen? Okay – wahrscheinlich ging es vielen von Euch ähnlich wie mir, dass sie den abschließenden Test mit der Endbewertung nicht mehr lesen mussten, weil der Sieger des Tests bereits vor dem Schreiben des Artikels festgestanden hat. Dennoch gibt es dort Textpassagen und Ausschlusskriterien, die man sich etwas genauer ansehen sollte.

Ich werde jetzt ganz bewusst etwas weiter ausholen. Im Heft Nr. 11 aus dem Jahr 2017 gab es in dieser Zeitschrift einen Vergleichstest der Reiseenduros. Ich zitiere eine Textpassage von Seite 30 aus dem Segment der Landstrassenbewertung: Dass Krach rein gar nichts mit Leistung zu tun hat, beweist die KTM. Mit sonorem, aber vernünftig gedämpftem Klangteppich sammelt die mit 154 PS gemessene Österreicherin erste Sympathiepunkte.

Hört sich an als ob die Manufaktur aus Mattighofen im Bezug Auf Geräuschemissionen alles richtig gemacht hat.

In Heft 16 aus dem Jahrgang 2019 wird nun das Modell, an dem sich von der Ausstattung nichts geändert hat, als Krawallmacher gebrandmarkt. SIE gehört zu den lautesten aller 20 Maschinen im Testfeld. Jetzt könnte man natürlich noch meinen, dass eine derart unterschiedliche Bewertung an unterschiedlichen Testern liegen kann. In diesem Fall war aber bei beiden Tests der Journalist Peter Mayer, den ich eigentlich wegen seiner objektiven Berichterstattung schätze, Autor der Artikel. Erinnere ich mich dann noch an den Klappenauspuff  den ein gewisser Hersteller mittlerweile mit Vorliebe in seine Produkte einbaut, dann frage ich mich wie weit ist es her mit der Objektivität der Bewertungen.

Objektiv war meines Erachtens über einen langen Zeitraum die 1000-Punkte-Bewertung. Da konnte sich jeder aus den unterschiedlichen Segmenten die Bereiche herausziehen, die individuell relevant waren. Da diese Bewertung zwischenzeitlich eine andere Punktezuordnung erfahren hat, sind aktuelle Bewertungen nicht mehr unmittelbar mit den zurückliegenden nach altem Muster vergleichbar. So läuft in Heft 10/17 die BMW 1200 RS, als eines der besten 1000-Punkte-Motorräder, mit 756 Punkten durch das Ziel. Das aktuelle 1250er RS-Modell erreicht in Heft 16/19 deren noch 737 Punkte.

Ach ja – wir waren ja eigentlich beim Alpenmaster. Da gewinnt in der Vorauswahl bei der Kategorie „Scrambler“ die Moto Guzzi V85 TT. Wenn sich jetzt Erstaunen bei euch breit macht, dann seid euch sicher, dass war im Guzzi-Werk sicher ähnlich. Die Maschine wurde konzipiert um im Mittelklassesegment der Enduros unter Gegnern wie der 800er GS oder der Tiger zu wildern. Hier schiebt man die wirklich schön gemachte V85 TT zu den Scramblern und lässt sie dort gewinnen. Mit dem Hinweis – müder Motor und schlechte Fahrleistungen. Schaut mal in die Messwerte – die schlechtesten Durchzugswerte aller Kontrahenten. Das würde mich auf einer Alpentour massiv nerven.

Irgendwie erinnern mich die Testberichte in den Fachzeitschriften seit längerem an ein Lied von Pippi Langstrumpf. Der Refrain klingt mir in den Ohren: Ich mach`mir die Welt, wie sie mir gefällt!

Meine Alpensiegerin steht bereits in der Garage und ich denke eure Siegerin der Herzen ebenfalls. Und das ist auch gut so. Beim Lesen der Tests gebt einfach acht, denn hier wird Meinungsbildung gemacht und wie oftmals bei unserer Judikativen wird nicht Recht gesprochen, sondern nur ein Urteil gefällt.

Video

Marquez-Festspiele

07 Sonntag Jul 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Sparte A

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Moto GP, Sachsenring 2019

Wie immer berichtet euer Flying Haggis auch in diesem Jahr wieder vom deutschen WM-Lauf am Sachsenring. Nicht mehr ganz so nah am Geschehen wie in den letzten beiden Jahren, aber immer noch nah genug – versprochen. Wahrscheinlich war es der oftmals kritischen Berichterstattung von Flying Haggis geschuldet, dass der diesjährige Veranstalter ADAC die Presseakkreditierung verweigert hat. Das kann man natürlich so machen als größte Lobbyorganisation Deutschlands, damit ändert man aber nichts an der Grundhaltung eures werten Schreibers.

Legen wir los. Wie spannend ging es doch eigentlich los in die Saison und zwar klassenübergreifend. Die Moto 3 sieht permanent neue Sieger auf dem Treppchen und es ist fast nicht möglich hier Prognosen abzugeben. Mit Lorenzo Dalla Porta war ich zumindest nahe dran und ich bleibe weiter bei meinem Tipp hinsichtlich des WM-Titels. Mein zweiter Anwärter Jakob Kornfeil fährt bislang noch etwas hinterher, hat aber mit seinem dritten Platz bei der Dutch TT in Assen sein letztjähriges Können wieder aufblitzen lassen. Die acht bisherigen WM-Läufe haben sieben Sieger gesehen. Lediglich Tony Arbolino konnte sich 2x als Sieger in der Liste eintragen. Was mich wirklich überrascht ist die Konstanz eines Aaron Canet, der noch das Gesamtklassement der Moto 3 anführt.

Die Moto 2 entwickelt sich auch zu einer Wundertüte. Dank der neuen Triumphaggregate sind hier die Karten komplett neu gemischt und es purzeln die Streckenrekorde. Was oder wer auch oftmals purzelt sind die Fahrer dieser Klasse. Nutznießer bislang – die Herren Alex Marquez und Tom Lüthi. Der schnelle Schweizer führt vor dem Sachsenring das Gesamtklassement in der Moto 2 an. Das stärkste Moto 2 Team scheint in diesem Jahr der Spanier Sito Pons zu haben. Seine beiden Fahrer Baldassarri und Fernandez haben in dieser Saison bereits vier Siege eingefahren. Meine beiden eigentlichen Favoriten für die Saison Brad Binder und Luca Marini kommen erst langsam in Tritt und waren beide in Assen gemeinsam auf dem Podest. Für ganz nach vorne wird es in dieser Saison wohl nicht mehr reichen, aber wir werden sehen wohin die Reise noch geht.

Die Moto GP versprach auch Spannung pur. Leider nur bis zum Großen Preis von Spanien. Da sicherte der Pilot mit der Nummer 99 seinem Teamgefährten Marc Marquez den nächsten WM-Titel in dem er durch einen Anfängerfehler vier der direkten Konkurrenten aus dem Rennen kegelte. Der Vorsprung ist unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen und einen sturzbedingten Ausfall wünsche ich niemandem.

Also Platz genommen am Sachsenring und mit Tausenden gut gelaunten Rennfans das Wochenende genießen. Und die Wettervorhersage prognostizierte sogar blendendes Wetter für die Trainingstage.

In der großen Klasse gaukelten die Protagonisten dem neutralen Zuschauer sogar anfänglich so etwas wie Spannung vor. Da tauchten dann die Namen Rins, Quartararo und Vinales auf und alle Nicht-Marquez-Fans rieben sich bereits die Hände. Aber wer die Sessionen genauer betrachtete merkte schnell, dass der König vom Sachsenring lediglich mit seinen Kontrahenten spielte. Auf Alles und auf jeden Angriff hatte Marc Marquez eine Antwort. Nach Belieben konnte er seine eigene Performance steigern und am Ende sah es dann nach den Qualifyings so aus, wie es immer auf dem Sachsenring aussieht. Platz Nr. 1 und Polepositon für Marc Marquez.

Die folgenden Positionen besetzten dann die Fahrer, die am Rennsonntag das Unmögliche anstreben sollen, nämlich Spannung in ein Moto GP Rennen am Sachsenring bei Beteiligung von Marc Marquez zu bringen. Platz 2 Fabio Quartararo vom Yamaha Petronas Team. Keine Überraschung mehr in dieser Saison. Platz 3 geht an Maverick Vinales, der den Aufschwung von seinem Assensieg mit nach Sachsen brachte und Platz 4 Alex Rins. Eine gute Ausgangsposition für den langen Spanier, der normalerweise immer erst in den Rennen an seine eigentliche Leistungsreserve geht. Auf Platz 5 dann die erste Ducati. Aber nicht aus dem Werksteam, sondern Jack „Ass“ Miller auf seiner Pramac-Ducati. Das Werksteam erlebte ein mittelschweres Desaster. Petrux Petrucci im Qualifying 2 bei seinem letzten Versuch der Zeitenjagd gestürzt und damit lediglich auf Platz 12. Desmo-Dovi kam gar nicht erst in das 2. Qualifying und wurde kurz vor Schluß von Nakagami auf Platz 13 zum Zuschauen verdammt. Der Doctor Valentino Rossi erreichte zwar souverän über das Qualifying 1 das 2. Training endete aber hier auch nur auf Platz 11.

Kommen wir zur Moto 2 und damit gehen die Marquez-Festspiele am Sachsenring weiter. Der kleine Bruder vom Dominator machte es sich und seiner Mechanikercrew rund um Stefan Haseneder aber ungleich schwerer. Freitags fackelte seine Kalex nach einem Sturz beinahe ab, weil die Streckenposten etwas lethargisch an die Löscharbeiten gingen und Alex Marquez selbst Hand anlegen musste. Samstags musste Marquez dann auch noch den Umweg über das Qualifying 1 nehmen. Aber diese zusätzlichen Kilometer scheinen dem Spanier gut getan zu haben. Letztendlich grüßte er den Rest der rasenden Moto 2-Meute von Platz 1. Der 2. Platz ging an den kleinen Bruder von Valentino Rossi. Luca Marini mit der pfeilschnellen Kalex aus dem Sky 46-Team sicherte sich den 2. Platz. Ganz besonders schön für die deutschen Zuschauer – Marcel Schrötter zeigte das ganze Wochenende konstant gute Leistungen und qualifizierte sich als Dritter für die erste Startreihe. Irgendwie roch es nach einem deutschen Podium beim Heim-Grand-Prix oder vielleicht sogar nach dem ersten Sieg für Marcel Schrötter.

Dahinter drängelte sich dann alles was in der Moto 2 Rang und Namen hat und auch in jedem Rennen für einen Podestplatz gut ist. Für Spannung am Rennsonntag war damit gesorgt. Die WM-Kandidaten hinter Alex Marquez wie Tom Lüthi und Lorenzo Baldassarri starteten von weiter hinten. Platz 12 für den schnellen Schweizer und Platz 10 für „Balda“.

Die Wundertüte Moto 3 machte ihrem Namen in den Qualifikationstrainings wieder alle Ehre. Das ganze Wochenende war es ein Auf und Ab mit ständig wechselnden Namen. Für den Rennsonntag standen dann Ayumu Sasaki auf der Pole, gefolgt von Kaito Toba. Man spricht also wieder japanisch in der kleinen Klasse. Komplettiert wurde die erste Reihe durch Marcos Ramirez aus dem Leopard-Team, gefolgt von seinem Teamkollegen Lorenzo Dalla Porta. Aber die Moto 3 hat uns ja in diesem Jahr gelehrt, dass man nicht aus den ersten drei Reihen starten muss, um ein Rennen siegreich zu beenden. Und die ersten 8 Saisonrennen sahen 7 verschiedene Sieger.

Der Rennsonntag stand an und damit sind wir, wie fast in jedem Jahr bei dem sächsischen Wetter. Am frühen Morgen regnete es zunächst einmal ordentlich, so dass die Warm Up`s in den Klassen auf feuchter bis nasser Strecke stattfanden. Danach hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Rennfans und den Fahrern.

Das Rennen der Moto 3 sah eine ähnliche Dramaturgie wie wir sie bereits aus der laufenden Saison kennen. Zunächst eine große Gruppe mit fast 15 Fahrern, die sich in der Spitze permanent abwechseln, dann fährt sich eine Gruppe mit etwas 7 – 8 Fahrern frei, die aber dann wegen der ewigen Überholmanöver wieder eingeholt werden, so dass wir am ende wieder eine ganz große Gruppe sehen, die sich um den Sieg und um die Plätze auf dem Podest streiten.

Richtig interessant für die Zuschauer war der Kampf im Gesamtklassement der WM. Hier startete der Führende Aron Canet nur von Startplatz 18, um direkt nach dem Start sogar auf Platz 22 zurückzufallen. Im Grunde genommen hatte ich ihn bereits von der Liste der möglichen Sieger gestrichen, was man aber geflissentlich in dieser Saison nicht tun sollte. 5 Runden vor Schluss tauchte die Start-Nr. 44 auf einmal unter den ersten Fünf auf und meldete Ansprüche an um das Podest mitzukämpfen.

Hier waren über das gesamte Rennen aber die ambitionierten Jungs aus dem Leopard-Team permanent mit Führungsarbeit beschäftigt und hatten im Rennverlauf sämtliche Angriffe von John McPhee, Jakob Kornfeil und Romano Fenati abgewehrt.

Das sollte dann auch am Ende so bleiben. Lorenzo Dalla Porta (48)  feierte seinen ersten Saisonsieg, gefolgt von seinem Teamkollegen Marcos Ramirez (42) und letztendlich Aron Canet (44).

Mit dem Sieg übernahm Dalla Porta auch die Führung in der Gesamtwertung der Moto 3. Romano Fenati (5) wurde starker Vierter, gefolgt von Raul Fernandez (25) und dem Schotten Hohn Mc Phee (17).

Der Zweikampf  um den WM-Titel zwischen Dalla Porta und Canet verspricht spannend zu bleiben. Vielleicht sehen wir in der zweiten Saisonhälfte auch noch einen lachenden Dritten aus der zweiten Reihe.

Das folgende Moto 2 Rennen war natürlich aus deutscher Sicht das interessanteste Rennen an diesem Sonntag. Startete doch Marcel Schrötter auf Startplatz 3 aus der ersten Reihe und hat in diesem Jahr bereits zweimal bewiesen, dass er das Zeug hat für das Podest. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Tom Lüthi hat er in diesem Jahr bereits mehrere Highlights gesetzt.

Marcel ging das Rennen auch engagiert an und hielt sich tapfer in der Spitzengruppe. Es ging heiß her in der Spitzengruppe. Insbesondere als KTM-Pilot Brad Binder, nach einem komplett verhagelten Qualifikationstraining, in der Spitzengruppe eintraf mit einem unbändigen Drang nach vorne zur Spitze.

Es bildete sich dann eine 4rt-Spitzengruppe mit Alex Marquez, Brad Binder, Iker Lecuona und Marcel Schrötter. Alex Marquez nutzte dann eine gute Gelegenheit sich von seinen Konkurrenten zu lösen und einen kleinen Vorsprung herauszufahren, den er bis zum Rennende clever verwaltete.

Jetzt war allen Betrachtern auch mit Schwächen in Grundrechenarten klar, dass bei den verbliebenen 3 Fahrern in der Verfolgergruppe einer in Sachen Podest leer ausgehen wird. Wer das sein würde war schwer auszumachen, denn die Führung bei den drei Protagonisten wechselte ständig und wie in einem guten Hitchcockfilm entschied sich die Geschichte in der letzten Kurve vor dem Ziel. Brad Binder hatte auf Platz 2 einen ausreichenden Vorsprung herausgefahren. Iker Lecuona riskierte in der letzten Links gegen Marcel Schrötter jetzt alles und begrub seine Podesthoffnung im sächsischen Kiesbett vor der Besico-Tribüne.

Vierter wurde Fabio di Giannantonio vor dem Schweizer Tom Lüthi und damit war klar, dass Alex Marquez als führender in der Moto 2 Klasse in die Sommerpause gehen würde, dicht gefolgt von Tom Lüthi. Hinter diesen beiden ist dann alles offen, denn auch unser Marcel Schrötter hat sich mit dem heutigen Podest wieder aussichtsreich in Position gebracht.

Jetzt kommen wir zu den Königen der Motorradrennklassen der Moto GP. was hatte ich so inständig auf ein spannendes Rennen gehofft. Mit Führungswechseln und allem Drum und Dran, was der Motorradrennsport so bietet. Das leidige Problem ist, dass sich der Sachsenring im Verbund mit dem Namen Marc Marquez wohl nicht mehr für ein spannendes Moto GP-Rennen eignet. Es ist einfach unfassbar wie der kleine Spanier dieser Strecke seinen Stempel aufdrückt. Genauso unfassbar ist, wie sich mögliche Gegner selbst eliminieren.

Marc Marquez ließ zu keinem Zeitpunkt des Rennens auch nur den geringsten Zweifel aufkommen WER diese heutige Veranstaltung als Sieger verlässt. Mittlerweile übrigens klassenübergreifend zum 10. mal nacheinander. Gegen den FC Bayern München als deutschen Fußballmeister zu tippen ist erfolgversprechender.

Zunächst konnte als einziger der Spanier Alex Rins auf seiner Suzuki der pfeilschnellen Honda von Marquez folgen. Elf Runden vor Schluss begrub Rins seine Suzuki dann fulminant im Kiesbett. Ab diesem Zeitpunkt hätte Marc Marquez das Rennen vermutlich auch auf einem Teamroller siegreich beendet. Bereits zu Rennbeginn hatte ein weiterer möglicher Konkurrent, der junge Franzose Fabio Quartararo, seine Petronas-Yamaha ebenfalls schon im Kies geparkt.

So war der Weg frei für Assensieger Maverick Vinales auf seiner Werksyamaha für Platz 2. Dicht gefolgt von dem schnellen Briten Cal Crutchlow. Der gute Cal hatte sich in Assen bei einem Unfall mit seinem Fahrrad die Kreuzbänder gerissen. Fahrerisch ließ er sich nichts anmerken und fuhr für sein LCR-Team einen wichtigen Podestplatz heraus.

Dahinter betrieb dann das Ducati-Werksteam Schadensbegrenzung. Auf der ungeliebten Strecke in Sachsen fuhr Danilo Petrucci auf Platz 4, gefolgt von Andrea Dovizioso. Die Ducati-Phalanx wurde komplettiert mit Platz 6 für Jack „Ass“ Miller auf der Pramac-Ducati.

Der Doctor Valentino Rossi beendete nach seiner Sturzserie auch wieder ein Rennen und erreicht das Ziel auf Platz 8.

Der deutsche Protagonist Stefan Bradl, der als Lorenzo-Ersatz die zweite Werks-Honda im Repsol-Team pilotierte, wurde starker 10.

Das war es dann für dieses Jahr vom Sachsenring, der sich an dem Wochenende bei 201.000 Zuschauern bedankt. Schön war es wieder und der Termin für das nächste Jahr steht schon – 21. Juni 2020 sehen wir uns wieder am Sachsenring.

Ich find`s (nicht mehr) lustig

24 Montag Jun 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Nachdenkliches & Provokantes

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Straßenbaulastträger, Straßenschäden

Der bekannte Komiker Sascha Grammel tritt mit einer Bühnenshow unter dem Titel „Ich find`s lustig“ auf. Die finde ich lustig und ich kann wirklich herzhaft darüber lachen bis mir die Tränen kommen.

In den zurückliegenden Monaten kommen mir beim Motorradfahren auch immer häufiger die Tränen, allerdings nicht vor Freude. Euer werter Erzähler meidet mit dem Motorrad weitestgehend das Bundesfernstraßennetz, also Autobahnen und Bundesstraßen. Kleinere Landesstraßen und Kreisstraßen das ist mein vorrangiges Revier und hier fühlt sich Flying Haggis wohl. Dieses wohlige Gefühl lässt aber mittlerweile allzu häufig nach. Ich finde es offen gesagt nicht mehr lustig.

Was steht im Straßengesetz unter dem § 9 zum Thema Straßenbaulast?

Die Straßenbaulast umfasst alle mit dem Bau und der Unterhaltung der Straßen zusammenhängenden Aufgaben. Die Träger der Straßenbaulast haben nach ihrer Leistungsfähigkeit die Straßen in einem dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügenden und den allgemein anerkannten Regeln des Straßenbaues entsprechenden Zustand zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder sonst zu verbessern.

Zunächst einmal so weit und so gut, oder besser gesagt überhaupt nicht gut. Die jeweilig zuständigen Straßenbaulastträger basteln und fummeln sich nämlich mittlerweile bei der Instandsetzung einen zurecht, dass einem Angst und Bange werden kann. Insbesondere wenn man, wie wir, mit einem einspurigen Fahrzeug unterwegs ist. Da entsteht in unserem kommunalen Straßennetz ein Flickwerk, welches einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben kann.

Ja, ja ich weiß. Da gibt es Passagen in der Straßenverkehrsordnung, die einen mahnen die Geschwindigkeit an die jeweiligen Verhältnisse anzupassen. Die Zauberworte nach einem Unfall: Nicht angepasste Geschwindigkeit.

Was steht da oben in dem § 9? Die Straßen sind in einem dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügenden und den allgemein anerkannten Regeln des Straßenbaus entsprechenden Zustand zu bauen, zu unterhalten oder sonst zu verbessern. Mein Gott VERBESSERN? Ich wäre ja schon froh, wenn unsere Straßen wieder ihren ursprünglichen Zustand erreichen würden. Von verbessern will ich noch gar nicht sprechen. Wie man so etwas verbessert sehe ich bei meinen Touren im Nachbarland Luxemburg. Da werden auch Bauarbeiten am Straßennetz beschleunigt erledigt und nicht Gemeinden fast monatelang von der Außenwelt abgeschnitten.
Wenn ich sehen möchte welche unterschiedlichen Asphalt- und Teerdecken auf dem Markt erhältlich sind, dann fahre ich durch Eifel und Hunsrück. Das Sammelsurium an unterschiedlichen Straßenbelägen birgt natürlich für uns Motorradfahrer/-innen die nächste Gefahr, denn ALLE haben natürlich auch unterschiedliche Hafteigenschaften. So ist oftmals für uns auf einer Wegstrecke von nur 20 m von Topgrip bis hin zu Schmierseifenverhältnissen alles erhältlich. Kein Mensch kann sich auf so etwas einstellen. Wendet man das in Fahr- und Sicherheitstrainings angelernte Wissen an, wie Hinterschneiden einer Kurve, dann kann es einem blühen, dass man über drei Teerbuckel cruist und bis zum Kurvenscheitel dreimal den Belag gewechselt hat. So viel zum Thema angepasste Geschwindigkeit. Wie viele Zweiradunfälle in jedem Jahr eigentlich auf diese Asphaltpuzzle zurückzuführen sind wage ich nicht zu schätzen. Jeder Schotterpass in den französischen Seealpen stellt zumindest gleichmäßigere Gripverhältnisse zur Verfügung.

In meinen heimatlichen Gefilden auf der L 149 hat man zwischen Herl und Lorscheid die Fahrbahndecke über Monate derart instandgesetzt, dass keine Haftcreme der Welt die Dritten an ihrem angestammten Platz hält. Eine traumhafte Erprobungsstrecke für Erlkönige. Wer hier mit dem Auto durchkommt ohne dass die Federbeindome durch die Motorhaube fliegen, der hat ein wahrhaft gutes Fahrwerk entwickelt.

Für mich stellt sich die Frage: Was passiert eigentlich mit unserer Kfz-Steuer? Und der Mineralölsteuer? Beides war irgendwann einmal dazu gedacht für ein intaktes Straßensystem zu sorgen.

Über das Jahr gerechnet sind das etwa 50 Milliarden Euro Steuereinnahmen, die wir Besitzer und Nutzer von fahrbaren Untersätzen unserer Regierung zur Verfügung stellen. Aber wir Deutschen haben es raus Gelder in irgendwelchen Kanälen verschwinden zu lassen. Das schaffen wir ganz alleine ohne Zuhilfenahme der Mafia. Das Zauberwort heißt nicht Zweckbindung, sondern Gesamtdeckungsprinzip. Konkret bedeutet das: Alle Einnahmen des Staatshaushaltes werden zur Deckung ALLER Ausgaben verwendet. Und so versickern unsere Milliarden im Staatshaushalt zur Rettung der Welt, der ostanatolischen Wanderfilzlaus und  der Wiedervereinigung der Spalttabletten, während wir weiter von einem Schlagloch und Teerbuckel mit Bitumenstreifen zum Nächsten hoppeln.

Da nur etwa 20 Milliarden zurück in den Straßenbau und die Instandsetzung fließen muss natürlich gespart werden. Das Ergebnis haben wir tagtäglich vor Augen. Bei den Ausschreibungen wird natürlich auf den Preis geachtet und so kommt dann eines zum anderen. Nicht die qualifizierteste Firma erhält den Zuschlag, sondern die Günstigste. Und so wird dann ein Loch auch mal mit der Flachschippe geglättet statt mit dem Rüttler. Die Fahrbahn wieder auf eine Ebene zu bringen geht für das Geld auch nicht und so erfreuen wir uns an einer kostenlosen Buckelpiste, die uns hopsend von Punkt A nach Punkt B bringt. Aber wahrscheinlich bin ich mit meinen naiven Gedankengängen nur nicht im Stande das große Ganze im Kontext mit der Rettung dieser Welt entsprechend zu begreifen. Wenn wir in zwanzig Jahren wieder mit den Postkutschen, die dann wahrscheinlich „grün“ sind, von Ort A nach Ort B unterwegs sind, ist das Tempo nicht mehr so hoch, dass uns die Buckel, Gräben und Risse in der Straße auffallen.

Ich find`s nicht mehr lustig. Wie sieht es in euren Regionen aus.

Wer suchet, der findet

16 Donnerstag Mai 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Motoland, Motorradbekleidung


Bei Flying Haggis und der besten Sozia von Allen ist es so, dass wir eher zu den bodenständigen Käufern zu zählen sind.

Soll heißen: Wenn wir irgendwo eine richtig gute Beratung erhalten, sei es beim Motorrad- oder Trekkingsektor, dann kaufen wir auch dort ein. Oftmals haben wir schon im Bekanntenkreis mitbekommen, dass mittlerweile viele Leute dazu tendieren sich im „Fachmarkt schlau zu machen“, um dann den letzten Cent oder Euro irgendwo im Internet zu sparen und dort einzukaufen. Natürlich ist das nicht verboten und in heutigen Zeiten ist auch Sparen angesagt. Wir sollten aber bedenken, dass wir mit dieser Handlungsweise zum Sterben des qualifizierten Einzelhandels beitragen.

Warum sage ich DAS jetzt? Weil ich eine wirklich gute Anlaufstelle für euch habe, wenn ihr auf der Suche nach Motorradbekleidung, sei es neue Kombi oder neue Stiefel bis hin zum Helm seid.

Für diejenigen, die vor Ort anprobieren möchten und dabei eine richtig gute und qualifizierte Beratung erhalten, direkt die Adresse:

Motoland St. Wendel GmbH
Frankfurter Str. 1
66606 St. Wendel
Tel.: 06851 / 939 973

https://www.motolandshop.de/


Flying Haggis und die beste Sozia von Allen haben hier die Winterschlafzeit genützt und einen richtig guten Einkauf getätigt. Abschließend sind wir bei -2- RUKKA-Kombis hängengeblieben. Die sind derzeit im Praxistest und ihr erhaltet Nachricht. Bislang sind wir beide restlos begeistert. Nicht billig, aber preiswert – wir konnten bei dem Angebot der netten Verkäuferin nicht mehr nein sagen.

Ein Freund von uns hat, nachdem wir ihm den Tipp Motoland gegeben hatten, dort eine Modeka-Kombi und einen Shoeihelm käuflich erstanden und kam, ob des Preises, auch nur noch kopfschüttelnd aus dem Laden.

Also – Wenn ihr gerade auf der Suche seid und im Großraum Saarland / Trier / Luxemburg wohnt, dann nichts wie hin zum Motoland nach St. Wendel. Am besten bevor ihr an anderer Stelle „zuschlagt“, sonst ist der Ärger groß.

Originale – Teil II

03 Freitag Mai 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Sparte A

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Gunnar, Originale

Zum Themenfeld „Originale“ hatte ich ja bereits einen Beitrag vor etwas längerer Zeit.

https://flyinghaggis.net/2015/11/27/originale-oder-die-besondere-spezies-motorradfahrer/

Von daher wird es höchste Zeit sich um ein weiteres Original zu kümmern und es gibt wohl kaum Einen der diesen Begriff eines Originals mehr verkörpert als unser Gunnar.

Schaut man bei den Szenetreffs oder auf den Parkplätzen an Rennstrecken nach den dort geparkten Motorrädern, dann sieht man fast nur neues Material. Es hat sich viel getan auf dem Sektor Motorrad in den letzten Jahren. Technische Helferlein haben Einzug gehalten und erleichtern den Treibern die Handhabung. Alles gut – es trägt mit zu unser aller Sicherheit bei.

Bei Gunnar ist alles anders. Beim Thema Motorrad hat er ein Funkeln in den Augen. Die pure Lebensfreude und der pure Spaß, gepaart mit Interesse am Objekt Motorrad, der Technik und dem Thema fahren.

Aber diese Freude hängt bei Gunnar überhaupt nicht mit irgendwelchen technischen Neuheiten und Errungenschaften auf dem Motorradmarkt zusammen. Damit kann er irgendwie gar nichts, aber auch so wirklich gar nichts anfangen. Bei ihm darf ein Motorrad ruhig vibrieren und eine dementsprechende Geräuschkulisse entwickeln. Das sind zwar alles Maschinen, aber auch irgendwie lebendig. Und so wundert es den Besucher auch nicht sonderlich, wenn man als Gast das Wohnzimmer von Gunnar und seiner Frau Gertrud betritt.

Wo man vielleicht bei anderen Leuten eine Designercouch von Rolf Benz antreffen würde oder eine Skulptur, da steht bei Gunnar eine Moto Guzzi 750 S aufgebockt und fahrfertig im Wohnzimmer. Irgendwie ja auch eine Skulptur und eine italienische obendrein.

Der absolute Hingucker. Wahrscheinlich war der Adler aus Mandello unmittelbar nach Verlassen der Fabrikhallen nicht in einem derartigen Topzustand wie jetzt, hier zu Hause, bei Gunnar. Wie frisch aus dem Ei gepellt steht SIE da die Guzzi, als Blickfang mitten in der Wohnung. Von dieser Baureihe, die unmittelbar vor der 850er Le Mans entstand, wurden nicht viele Maschinen gebaut. Nur ein paar Hundert haben den Weg zum Endverbraucher gefunden.

Irgendwie wundert es mich jetzt auch kein bisschen, dass ich in einer Ecke das Instrumentenbrett der berühmtesten deutschen Jagdmaschine aus dem II. Weltkrieg finde. Wie selbstverständlich hängen da die Armaturen der Messerschmidt ME 109.

Mit einem vorsichtigen Blick vergewissere ich mich ob nicht noch ein Baker-Schleudersitz als Fernsehsessel zu finden ist. -Fehlanzeige-. Wahrscheinlich habe ich Gunnar jetzt auf eine Idee gebracht und Gertrud gibt mir Tiernamen.

Italien mag er. Die italienischen Motorräder mag er auch. Also müssen zwangsweise ebenfalls Produkte aus Borgo Panigale im Fahrzeugbestand sein. Natürlich keinesfalls mit einem Zahnriemen. Sollen Ducatis stilecht bewegt werden, dann sollten SIE auch über eine Königswelle verfügen, die dann das Herzstück der Desmodromik ist.

Also finden wir eine alte 900er Mike Hailwood Replica genauso vor, wie eine alte 1000er S 2.

Die Mike Hailwood Replica ist ein 83er Modell, aber bereits mit der Verkleidung der 84er Baureihe. Schön steht SIE da, reduziert auf das Wesentliche, was die ersten Modelle ausgezeichnet hat, also nur mit ihrem Kickstarter.

Aus Bologna ist auch noch eine 1000 S 2 in Gunnars Besitz. Man kann sagen, dass diese Ducati aus dem Jahr 1985 eine absolute Rarität ist, denn Moto Thome, der bekannte Ducatihändler aus dem bergischen Land, hat seinerzeit hier Hand angelegt und die Maschine optimiert für den Rennstreckeneinsatz. Kein Gramm zu viel am Rahmen steht SIE da, wie neu aus dem Laden.

Euer Flying Haggis fühlt sich wie im siebten Motorradhimmel. An den Wänden hängen Bilder von Ausfahrten mit dem stolzen Besitzer, der natürlich mit Halbschale auf diesen Modellen unterwegs ist. alles andere wäre für ein „Windgesicht“, wie Gunnar eines ist, ein Stilbruch.

Aber da gibt es ja noch eine Manufaktur aus bella Italia, die richtig schöne und schnittige Motorräder hergestellt hat und die darf im Fahrzeugbestand von Gunnar natürlich nicht fehlen. Eine 1000 C 3 von Laverda in dem firmentypischen orange steht in der Garage. Die erste 1000er aus dem Hause Laverda und Vorläufer der bekannteren Jota-Modelle. In der Langstreckenszene waren die Laverdas wegen ihrer standfesten Motoren beliebt.

Ein Brot- und Buttermotorrad hat Gunnar natürlich auch im Fahrzeugbestand. Eine alte BMW R 60/5 steht da noch in der Garage und hat viel zu erzählen. Bei größeren Urlaubstouren wurde nämlich die BMW als „Maultier“ genutzt, da sie im Vergleich zu den Italienerinnen doch ein Mindestmaß an Komfort in die Waagschale werfen konnte. So kann die „Gummikuh“ auch von der ein oder anderen Tour u. a. auf den Balkan in den 90er erzählen.

Gunnar ist ohnehin ein Weltenbummler und das war auch immer mit dem Thema Motorrad eng verbunden. So waren er und seine Frau Gertrud schon 1983 mit „dem ersten richtigen Motorrad“ einer Yamaha XS 400 mit Sack und Pack, sprich Zelt, Schlafsack, Rucksack und Gepäck bis hinunter nach Portugal.

Richtig Ruhe findet unser Gunnar mit seinen jetzt bald 59 Lenzen aber nicht. Das neueste Projekt steht noch „gestrippt“ in der Garage. Ursprünglich hörte das was man da sieht auf den Namen BMW R 100 S. Wenn SIE fertig ist und das kann nicht mehr lange dauern, dann steht da eine BMW Scrambler made by Gunnar. Wahrscheinlich würde man jede BMW Ninety dafür stehen lassen.

Und dann kommt es so, wie es unter Motorradfahrern häufiger vorkommt. Es wird bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen Benzin geredet. Abschließend steht schon lange bei mir fest. Wenn Gunnar kein Original ist, dann gibt es in diesem Sonnensystem keine Originale mehr. Wahrscheinlich wurde genau für ihn der Begriff geprägt.

 

Auf in das spanische Ländchen

20 Samstag Apr 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Anderstouren

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das spanische Ländchen, Kronenburg

Heute begeben wir uns mal wieder auf Fahrt. Die Reise führt uns, wie kann es anders sein, in die Eifel und so rollen wir aus Trier auf einem unserer altbekannten Wege auf der „Westseite“ stadtauswärts.

Die Mosel zu unserer Rechten fahren wir auf der B 53 an den Stadtteilen Biewer und Ehrang vorbei und biegen dann in Richtung Trier-Quint nach links ab. Die Route haben wir bereits häufiger genutzt und so ist sie uns zum Einrollen längst bekannt. Es geht auf die L 46 in Fahrtrichtung Binsfeld, Spangdahlem.

Nach etwa 11 kurvigen Kilometern auf der L 46 folgen wir den Wegweisern nach Speicher auf die L 36. In Speicher rollen wir einfach in den Ortskern und folgen dem Straßenverlauf bis an die T-Kreuzung Maarstraße / Bahnhofstraße. Dort biegen wir nach rechts ab. Unmittelbar anschließend führt uns der Weg dann nach links wieder auf die L 36 nach Philippsheim. Schön ruhig ist die Streckenführung. Wir sind sozusagen für uns und genießen zum einen die Landschaft und zum anderen den schönen Kurvenverlauf. Dieser führt uns zu einem Verkehrskreisel an die B 50 und jetzt geht es für uns in Richtung Bitburg. Bundesstraßen sind normalerweise nicht so ganz mein Ding, aber dieser kurze Abschnitt ist durchaus zu verkraften.

Den folgenden Verkehrskreisel vor Bitburg verlassen wir im Grunde genommen „geradeaus“ auf die Albachstraße, die uns in Richtung des Bitburger Krankenhauses führt. In der Ortslage Bitburg orientieren wir uns dann in Richtung Prüm (Rittersdorf) auf die L 5.

Der Weg führt uns zügig durch Bickendorf, Seffern und Lasel nach Schönecken. Der Ort ist uns von früheren Touren bereits bekannt, einschließlich seiner gut sichtbaren Burgruine. Im 12. Jahrhundert wurde die Burganlage von den Grafen von Vianden erbaut. Sie wird auch „Bella Costa“ oder „Clara Costa“ genannt. Bei unserer „Rom-Tour“ sind wir aus Richtung Mürlenbach kommend nach Schönecken eingefahren – natürlich auch mit Blick auf die Burg.

Weiter geht es jetzt mitten hinein nach Prüm und wir haben es nicht mehr weit bis zu unserer ersten Pausenstation. Also auf die Zähne beißen und nicht an der Eisdiele am „Hahnplatz“ haltmachen. Genau von dieser Stelle fahren wir etwa für 11 km nochmals ein kurzes Stück Bundesstraße. Wir sind auf der B 265 und rollen an Tafel und Knaufspesch vorbei bis es kurz darauf nach rechts auf die L 20 in Richtung Ormont geht. Von Ormont fahren wir nach Hallschlag. Wir sind jetzt nur noch ca. 3 km von der Grenze nach Belgien entfernt. Hallschlag gehörte geschichtlich zur Herrschaft Kronenburg und genau in dieses Herrschaftsgebiet wollen wir hin. Wir sehen auch schon den Kronenburger See zu unserer Rechten und kurz hinter dem See geht es für uns links ab nach Kronenburg.

Also den Berg hinauf alsdann in einer Rechtskurve halblinks in die Straße „Burgbering“ Kronenburg und dort auf den Parkplatz abbiegen.

Man könnte jetzt auch in „Schrittgeschwindigkeit“ in diesen Bereich einfahren, was wir aber nicht machen. Irgendwie würde es die Idylle dieses wirklich schönen Örtchens stören. Also die letzten Meter fußläufig auf dem Kopfsteinpflaster erledigen und die kleinen gemütlichen Fachwerkhäuser bestaunen. Einfach ein schöner Ort. Hat etwas von Modelleisenbahn H „0“.

Von der Burgruine Kronenburg hat man einen schönen Blick in die Eifel und auf den See. Erstmalig wurde die Kronenburg im 13. Jahrhundert erwähnt. Zwischen 1555 bis 1715 stand der Landsitz unter spanischer Herrschaft. Deshalb nennt man diese ehemalige spanische Exklave auch noch heute häufiger in der Eifel  „spanisches Ländchen“. Aber wir sind ja hierhergekommen um eine wohlverdiente Pause zu genießen. Und die machen wir bodenständig, also nicht mit spanischer Paella.

Erste Möglichkeit: Wenn ihr vom Parkplatz in den Ort spaziert ist direkt im „Torbereich“ das Cafe „Raum C“. Bei Regenwetter – eintreten und hinauf in den ersten Stock. Bei Sonne – raus auf die Terrasse.

Zweite Möglichkeit: An den Wochenenden und an Feiertagen in der Ortslage der Beschilderung „Cafe Zehntscheune“ folgen. Jetzt werden einige Stammleser aufhorchen und sagen: Hey Haggis. Du hast uns doch schon die „Zehntscheune“ empfohlen und die lag damals ganz woanders. Vollkommen korrekt: „Zehntscheune“ Nr. 1 liegt in Herrstein im Hunsrück (Tour: Hunsrück ODER auf Tour mit Herrn Bückler) und die heutige „Zehntscheune“ hat außer dem Namen erfreulicherweise die Gemütlichkeit und die exzellente Kuchentheke gemeinsam. Also Platz nehmen und die Feinkostcontainer füllen.

Frisch gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg. Talabwärts aus dem Burgbering in Richtung B 421 und dann knappe 18 km über Stadtkyll und Jünkerath nach Hillesheim, der heimlichen Krimihauptstadt Deutschlands. In Hillesheim folgen wir der Beschilderung nach Gerolstein. Dort suchen wir uns in der Ortslage unseren Weg nach Salm auf die L 29. Schließlich ist endlich wieder Zeit für ein paar schöne Kurven.

Dann folgen wir zunächst den Wegweisern in Richtung Daun auf die B 257, einer der bekannten Einflugschneisen in Richtung Nürburgring. Auf der Bundesstraße bleiben wir aber nur etwa 7 km, denn in Oberstadtfeld biegen wir rechts ab auf die kurvige K 9 / L 65 in Richtung Üdersdorf. Wir sind jetzt schon in der Nähe der Maare, machen aber hinter Üdersdorf noch einen kleinen Schlenker wieder auf die L 65 über Trittscheid und nach Eckfeld.

Hier finden wir in der Brunnenstraße das Bauernhofcafe „Morgenfelderhof“. Platz für unsere Maschinen ist direkt in der kleinen Einfahrt, respektive vor der Terrasse. Alles wie immer bei unseren gepflegten Einkehrtipps: Gute Kuchentheke und ein ruhiges Plätzchen.

Falls ihr wider Erwarten keinen Platz finden solltet, investiert ihr knappe 5 km bis nach Gillenfeld und fahrt zu meinem anderen nahen Einkehrtipp dem „Eifeler Scheunencafe“. Das hatte ich euch bereits in einem anderen Bericht näher gebracht.

Egal wo wir jetzt unsere Pause gemacht haben, der nächste Weg für uns auf die L 64 in grobe Richtung Wittlich. Kurz hinter Hasborn, nachdem wir die Autobahn A 1 unterquert haben, biegen wir rechts ab auf die K 22 und fahren über Greimerath und Plein (K 21) nach Wittlich ein. Alternativ kann man hinter Hasborn auch auf der L 52 verbleiben und gelangt auch mit einer schönen Streckenführung, am städtischen Krankenhaus vorbei, nach Wittlich.

In der Ortslage Wittlich orientieren wir uns nach der Beschilderung Bitburg. Unsere Streckenführung verändert unterwegs mehrfach ihre straßenverkehrsrechtliche Widmung und mutiert von Kreisstraße, zur Landesstraße und abschließend auf den letzten Kilometern von Landscheid nach Binsfeld zur Bundesstraße B 50.

Jetzt treffen wir auf eine alte Bekannte, die L 46. Die bringt uns jetzt kurz hinter Binsfeld, an Herforst vorbei auf die Streckenführung, die wir heute Morgen in Höhe der Abzweigung Speicher verlassen haben. Noch einige kurvige Kilometer zur Entspannung entlang des Quinter Baches abwärts und unser Ausgangsort Trier hat uns wieder.

Wo ihr hier unterkommt oder noch speisen könnt, findet ihr unter meinen Rast- und Übernachtungstipps. ODER – ihr meldet euch bei mir und ich helfe gerne weiter.

Ich packe meinen Koffer …………….

07 Sonntag Apr 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Gepäcksysteme, SW-Motech, Zusatztaschen

Ich weiß nicht wie es euch bei größeren Touren mit dem Motorrad geht, aber bei mir ist es oftmals so, dass ich, trotz Reduzierung auf das Mindestmaß an notwendigen Utensilien, an die Grenzen der Packmöglichkeiten bei meiner Maschine komme. Da sprechen wir jetzt nicht einmal vom Erreichen des maximalen Gesamtgewichtes unserer Motorräder laut Fahrzeugschein. Das ist wahrscheinlich bei 90 % unserer Touren bereits locker überschritten.

Im Sommer steht jetzt wieder eine längere Tour an und für die fast dreiwöchige Reise muss irgendwie noch etwas ergänzend zu Kofferset und Tankrucksack her. Also ging Flying Haggis auf die Suche.

Fündig wurde ich dann abschließend bei der Firma SW-Motech. Es sind zwei Zusatztaschen, die bei SW-Motech unter dem Begriff TRAX M/L Zusatztaschen firmieren. Passend sind sie für die TRAX-Koffer von SW-Motech, sowie für die originalen BMW-Koffer. Sie lassen sich aber auch auf meinen Touratech-Koffern unserer „Sissy“ gut montieren.

Die Taschen sind mittels der mitgelieferten Gurte gut auf den Topladern zu befestigen. Sitzt, passt und da wackelt oder stört nichts. Man kann SIE sogar als Armlehnen für die beste Sozia von Allen missbrauchen.

Die TRAX Zusatztaschen haben ein Fassungsvermögen von 15 Liter und sind wasserdicht.

Gummierter rundlaufender Reißverschluss, sowie nochmals ein überstehender Deckel verhindern den Wassereintritt.

Alternativ kann man das Innenfach nochmals mittels einer Kletttrennung unterteilen oder ganzflächig nutzen. Je nach Bedarf.

Es bietet sich an die Taschen vielleicht für das wärmende Innenfutter unserer Motorradbekleidung, sowie für Regenjacken zu nutzen. Dann ist die kopflastige Entwicklung der Fahreigenschaften unserer bepackten Maschine nicht ganz so arg. Aber Ölreserve, Kettenspray oder Werkzeug geht natürlich auch.

Wie sich die SW-Motech Zusatztaschen auf unserer großen Tour bewähren werde ich berichten.

Die Taschen gibt es direkt bei SW-Motech unter der Best.-Nr. BC.ALK.00.732.10700/B zum Stückpreis von 79,95 Euronen. Das ist jetzt kein Schnäppchen. Die wertigen Taschen sind den Preis aber allemal wert.

Ganz nah am Himmel……

31 Donnerstag Jan 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Rast & Übernachtung

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Hotel GRUBER, Südtirol, Sexten


Bevor die Saison so richtig losgeht und wir uns alle damit beschäftigen WO uns denn jetzt im Frühling, Sommer oder Herbst die Reise hinführt, sollten WIR uns über unser mögliches Ziel oder zumindest die Region Gedanken machen. Beim Schreiber dieser Zeilen ist das an sich immer recht einfach. In neun von zehn Fällen treibt es Flying Haggis und die beste Sozia von allen in unsere „Wahlheimat“ Südtirol. Wahrscheinlich ist bei meiner letzten Reinkarnation irgendetwas schief gelaufen.  Möglicherweise habe ich als „Tiroler Standschütze“ in meinem vorherigen Leben zu laut geflucht, dass ich jetzt als „Flachlandtiroler“ auf den Planeten zurückkehren musste. Schlechtes Karma.

Aber kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema. Motorradurlaub oder Urlaub überhaupt in Südtirol und dort am besten weg vom üblichen Einerlei Sella Ronda. Alternativen sind also gefragt oder Varianten. Was sagt der Duden: Eine Variante ist etwas, was sich von etwas Vergleichbarem unterscheidet.

Und da hat Flying Haggis etwas für Euch, denn genau dieser Unterschied macht aus einen schönen Urlaub einen unvergesslichen Aufenthalt. Weg vom üblichen Trubel und insbesondere weg von diesen Hotels wo groß „Biker welcome“ am Eingang steht aber nur der schnelle Euro gesucht wird. Dorthin wo wir wirklich gern gesehen sind und geradezu familiär untergebracht– Urlaub bei Freunden!

Wie kommen wir denn dahin zu unseren Freunden? Also schnell zwei D-Zug-Varianten aus dem Hut gezaubert. Nr. 1 die Anreise über München dann Autobahn bis Kufstein und über Kitzbühel, Felbertauerntunnel und Lienz hinein in den Himmel für Motorradfahrer Südtirol. Nr. 2 führt uns vom Fernpaß oder Hahntennjoch kommend über den Brenner und bei Brixen hinein in das Pustertal. Hier geht es an Bruneck und Toblach vorbei bis kurz vor Innichen und dann rechts ab. Unser Ziel heißt Sexten und hier steuern wir unser Zuhause an – das Hotel Gruber.

https://www.gruber-sexten.com/

Heutzutage ist man schnell mit Superlativen dabei, die dann, eiligst in allen möglichen Netzwerken und sozialen Medien kommuniziert, noch schneller verblassen als das Licht einer Sternschnuppe. Zu Beginn habe ich bereits erwähnt, dass wir, nachdem wir wirklich viel in der Welt unterwegs waren, schwerpunktmäßig unsere Urlaube in Südtirol verbringen. Noch nie waren wir hier in einem „schlechten“ Hotel. Das Niveau der Hotels in der Region Südtirol ist wirklich sehr hoch und es ist schwer bei derartiger Konkurrenz das berühmte i-Tüpfelchen und Alleinstellungsmerkmal zu setzen. Hier in Sexten bei der Familie Gruber findet IHR genau das. Das i-Tüpfelchen, das Alleinstellungsmerkmal und das Licht, welches nicht schnell verblasst, sondern immer noch leuchtet.

Angekommen merkt IHR schnell, dass der Senior des Hauses ein Herz für Motorradfahrer hat. Das Hotel hat eine Tiefgarage und so stehen unsere Maschinen auch sicher und trocken. Eine Harley-Davidson und eine BMW geben dem Neuankömmling auch schon das Signal – Hier fährt jemand selbst Motorrad und weiß worauf es ankommt. Der ein oder andere Tourentipp ist da auch noch drin.

Fast schon Standard ist, dass natürlich ein Wellnessbereich auf uns wartet, der die ein oder andere verspannte Muskulatur wieder ausreichend lockert.

Einfach gigantisch ist der Ausblick den man von den Zimmern aus oder von der Terrasse bewundern kann. Ein wunderbarer Blick auf die Sextener Sonnenuhr und hinein in die Berglandschaft des Fischleintals. Jetzt noch einen Aperol Sprizz zur Hand und ich weiß wie das Paradies aussehen sollte.

Die hellen Zimmer sind typisch für Südtiroler Hotels stilvoll eingerichtet und auf dem Balkon kann man in der Sonne bereits die nächste Tagestour planen.

Das Essen ist vorzüglich und der Service sehr (sehr) aufmerksam ohne dabei aufdringlich zu sein. Hier trifft die schon exzellente Südtiroler Küche auf italienische Spezialitäten und macht den Aufenthalt damit auch kulinarisch zu einem Highlight. Dies, gepaart mit einem mehr als üppigen Frühstücksbuffet am Morgen, machen klar, dass es sinnvoll ist über dehn- oder verstellbare Motorradbekleidung zu verfügen. Auch wenn man sich noch so sehr im Griff hat – es schmeckt derart lecker, dass permanent zu viele der Kalorientierchen den Weg in den Magen-Darmtrakt finden. Der komplette Bereich Speisesaal und Bar wurde auch aktuell stilvoll modernisiert, aber ohne den Südtiroler Charme zu verlieren. Wirklich gelungen.

Wie soll ich euch jetzt mit wenigen Worten unsere Basisstation beschreiben? Ein durchweg fein geführter Familienbetrieb ist das Hotel Gruber. Ankommen in seiner ureigenen Form – Man betritt die Lobby und später die Zimmer und hat bereits das Gefühl: Hier bist Du zu Hause! Verbunden mit der geistigen Frage: Warst Du hier schon einmal und hast es bloß vergessen ODER woher kommt dieses untrügliche Gefühl? Das Gefühl kommt daher, dass man empfangen wird wie ein alter Freund, bei dem man sich freut IHN wiederzusehen.

Jetzt kommt sicher die Frage UND wo fahren wir jetzt unsere Runden da unten bei deinem Tipp?

Dazu vorab schon einmal Vorschläge. Nr. 1 ist recht naheliegend und führt uns über Toblach und Welsberg in Richtung der Biathlonhochburg Südtirols in das Antholzertal. Der Stallersattel lädt ein zur Überquerung ins Nachbarland Österreich. Ampelgeregelt kann man ruhig und entspannt (höchstens ein verwaister Fahrradfahrer kann hier stören) die Kurven des Passes in Angriff nehmen und ohne Gegenverkehr genießen. Oben angekommen macht IHR Pause in der Hexenschänke bei Isidor. Er scheucht uns im Winter über die Antholzer Weltcuploipen. Im Anschluss dann auf der österreichischen Seite über Osttirol, also konkret Lienz und dann die „Pustertaler Höhenstraße“ zurück. Vor Überquerung der Grenze (Innichen) bietet es sich noch den Tank mit günstigem österreichischen Sprit zu füllen.

Von Sexten aus auf der SS 52 über den Kreuzbergpaß landen wir in der Provinz Belluno, die schon merklich italienischer angehaucht ist als Südtirol. Über Padola auf der SP 532 (Passo Zovo) in grobe Richtung Auronzo di Cadore ABER vorher wieder links ab auf die SS 52 nach Pieve di Cadore. Hier folgen wir dem Straßenverlauf des kleinen, aber wunderschönen Passo Cibiana (1.530 m; mit bis zu 15 % Steigung und einer Länge von ca. 20 km) bis Cibiana di Cadore und haben unseren Pausenplatz, sowie Zwischenstation erreicht.

Aufwärts zum Messner Mountain Museum Dolomites fahren wir mit den dortigen Shuttle-Bussen. Der 2-stündige Fußmarsch in Motorradstiefelen und –kluft wäre nicht vergnügungssteuerpflichtig und so wählen wir hier lieber diese „Touri-Variante“.

http://www.messner-mountain-museum.it/dolomites/museum/

Warum fahren WIR denn jetzt überhaupt dort hinauf? Weil man einfach einmal dagewesen sein muss! Selbst wenn man kein Museumsfreund ist und vielleicht ein gespaltenes Verhältnis zu dem Botschafter der Berge Reinhold Messner hat, sollte man zumindest aus einem Grunde hier hinauf. WENN das Wetter gut ist hat man hier oben von dem ehemaligen Sperrfort des Dolomitenkrieges auf dem Monte Rite (2.181 m) einen Ausblick der mit atemberaubend nur unzureichend beschrieben ist.

Gemütlich bei einem Cappuccino draußen auf der Terrasse der Cafeteria kann man die Aussicht genießen und weiß genau: Heute haben wir wieder alles richtig gemacht!

Irgendwann müssen wir aber auch wieder heimwärts in Richtung Hotel Gruber und das machen wir über Longarone (SP 251) nach Forno Zoldo, Zoldo Alto (Passo Staulanza) nach Selva di Cadore.

Habe ich schon einmal erwähnt, dass mein absoluter Favorit der Dolomitenpässe der GIAU ist? NEIN? Dann kommt jetzt der Hinweis. Also von Selva di Cadore mit einem breiten Grinsen im Gesicht hoch auf den Giau bzw. die SP 638, wenn man es unpersönlich haben will.

Für mich eine der Königsetappen hinauf auf 2.233m Passhöhe und purer Genuss auf 20 km bis nach Cortina d´Ampezzo.

Der Rest ist schnell erzählt, denn der Weg führt uns in sanften Schwüngen nach Toblach und von dort ist es nur noch ein Katzensprung zurück zu Grubers in unser Hotel.

Das waren jetzt nur -2- Tourenempfehlungen, denn wenn ihr zum Einrollen den Weg an anderen Tagen über Toblach nach Cortina wählt steht dort der Hintereingang zur Sellaronda weit offen. Entweder wieder und wieder den Giau und über Pordoi weiter oder von Cortina auf den Falzarego und dann alle gängigen Alternativen abarbeiten.

Auch österreichische Varianten sind noch drin über Innichen – Obertilliach – Maria Luggau – Kötschach – Paluzza – Vigo di Cadore – Auronzo – Padola zurück nach Sexten.

Es gibt viel zu tun – packen wir`s an! Aber als Basisstation unserer Touren wählen wir nicht das überlaufene Grödnertal mit seinen Touristenhotels, sondern unser Hotel Gruber → bei FREUNDEN!

ALTERNATIVEN:

Das Fischleintal. Eine wunderschöne Wanderung, die man auch ohne Wanderausrüstung locker erledigen kann. Ein traumhafter Blick auf die Bergkulisse und am Ende wartet die Talschlusshütte auf uns mit einem schönen Biergarten und guter Küche.

Wer es etwas ambitionierter mag, dem sei die Tour hinauf zur Dreizinnenhütte empfohlen. Für den Aufstieg benötigt man kein Kategorie-C-Schuhwerk. Alljährlich wird die Wegstrecke von Sexten aus auch beim Dreizinnenlauf von den Sportlern mit Trekkinglaufschuhen in Angriff genommen. Es erwartet uns das Wahrzeichen der Dolomiten – die Dreizinnen. In den Sommermonaten ist aber von der Einsamkeit der Berge hier weniger zu spüren.

Bei Regenwetter lohnt sich im Nachbarort Moos die Einkehr im Cafe Kofler. Hier gibt es Kuchenstücke, die man eher als komplette Mahlzeit werten kann und kalorienmäßig wahrscheinlich eine warme Mahlzeit ersetzen.

Sturmfreie Birne

10 Donnerstag Jan 2019

Posted by flyinghaggis2015 in Aktuelles, Technik & Ausrüstung

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Kommunikationsanlagen, Midland, Motorradkommunikation


Ich hatte mich ja bereits vor einiger Zeit mit dem Thema Kommunikationssysteme und Motorradfahren auseinandergesetzt.

https://flyinghaggis.net/2015/06/20/nolan-n-104-n-com-b5-oder-alles-klar-ich-verstehe-dich/

In diesem mehr als schnelllebigem Bereich hat sich natürlich mittlerweile wieder einiges getan und genau damit befassen wir uns jetzt. Flying Haggis hat sich nämlich auf der Intermot kundig gemacht und sich u. a. auf dem Stand von Midland die Ohren volldröhnen lassen.

Halt – das war jetzt falsch, denn die Ohren wurden nicht vollgedröhnt und eben dies ist das Positive für diejenigen unter Euch, die für die kommende Saison mit dem Gedanken spielen sich ein Kommunikationssystem zuzulegen.

Helm auf und bei Midland in den Windkanal gestapft.

Vorteil bei den Midlandprodukten – Ihr seid nicht an eine Helmfirma gebunden und könnt auf dem freien Markt das Helmprodukt erwerben, welches auch tatsächlich passt und/oder auch gefällt.

Auf der Intermot hatte Midland insbesondere die Neuheiten BT Mesh und BTween im Portfolio. BT steht dabei für Bluetooth.

Mit dem BT Mesh sind dabei Konferenzschaltungen mit bis zu -10- anderen Personen/Geräten möglich. Vorteil dabei – die Geräte werden netzartig miteinander verbunden und nicht in Reihe geschaltet. So kann auch zwischendurch mal eine oder mehrere Personen diese Gruppe „verlassen“ und wieder hinzukommen ohne dass dies neu konfiguriert werden muss. Sicherlich die richtige Wahl für die Leute, die oftmals in Gruppen auf Tour gehen. Ab dem 2. Quartal 2019 steht das BT Mesh als Einzelgerät oder als 2er-Set zum Verkauf.

Foto MIDLAND

Die etwas „abgespeckte“ Variante BTween ist für die Zielgruppe Fahrer mit Beifahrer, respektive von Motorrad zu Motorrad, wenn die Reichweite nicht jenseits der 200 m liegt. Das Gerät ist auch eine kostengünstige Alternative für den Fahrer oder die Fahrerin, die Solo unterwegs sind aber eine Kommunikation mit Navigationsgerät oder Smartphone wünschen.

Foto MIDLAND

Beide Geräte sind dabei mit der DSP-Geräuschunterdrückung versehen. Apropos Geräuschunterdrückung. Flying Haggis konnte sich im Windkanal davon überzeugen, dass die von Midland neu konzipierte „Wind Experience“ wirklich erstaunlich gut funktioniert. Wir wollen ja alle unsere Motoren hören und haben auch nichts gegen den Fahrtwind auf der Strecke. Ganz im Gegenteil. Sobald es aber um Kommunikation geht ist all dies ausgesprochen störend und nervig. Jetzt kommt es auf Klangqualität an und gut zu verstehende Ansagen unserer Dame aus dem Navi oder unserer Begleitung. Bei der kompletten BT-Pro-Serie hat Midland jetzt diese „Wind Experience“ verbaut. Bis zu 80 % der Windgeräusche werden dabei unterdrückt. Aus meiner Sicht DER Weg in die richtige Richtung bei Kommunikationssystemen und der Schritt weg vom nächsten Tinnitus, den kein Mensch braucht.

Da wir gerade bei innovativ sind und bei technischen Möglichkeiten. Die Smartphone-Generation sitzt ja bereits zwischenzeitlich auf den Motorrädern und da hat Midland die BTTalk-App im Angebot.

Über das Smartphone (iOS oder Android) die App aktivieren und dann kann man benutzerfreundlich die BTTalk-Taste am Lenker montieren und ohne weitere Verkabelung per Tastendruck kommunizieren.

Foto MIDLAND

Ich für meinen Teil bin überzeugt von den Produkten. Die Technik ist ausgereift und mit der Geräuschunterdrückung hat Midland einen Riesenschritt gemacht. Die Tasten am Helm sind in einer ausreichenden Größe, dass sie mit Handschuhen gut zu handhaben sind. Die Apparatur wird mit der Außenschale verklebt und man muss nicht irgendwie am Helm „herumbasteln“.

Wenn irgendwann eine neue Helmanschaffung ansteht, nebst Kommunikationssystem, dann ist Midland für mich aktuell der Favorit und für euch die Kaufempfehlung.

Das Scheunencafe

02 Freitag Nov 2018

Posted by flyinghaggis2015 in Rast & Übernachtung

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Einkehrtipp, Gillenfeld, Scheunencafe


Ich habe es ja schon das ein oder andere Mal beiläufig erwähnt: Wichtig ist es für mich bei einer Motorradtour irgendwo gemütlich einzukehren und dort, in möglichst ruhiger Umgebung, feste Nahrung zu mir zu nehmen. Sei es ein gutes Stück Kuchen oder auch gerne etwas Herzhaftes.

Weil gemütlich für mich – abseits jeglichen Trubels bedeutet, fahre ich nur selten die einschlägigen Motorradtreffs an, weil es mir da oftmals zu überlaufen ist. Einher geht dieses „überlaufen“ auch sehr häufig mit einem qualitativ eher durchschnittlichen Nahrungsangebot. Soll heißen: Wenn ich schon bezahle, dann soll auch etwas Schmackhaftes und Ordentliches auf die Gabel kommen und nicht ein aufgetautes Produkt aus irgendeinem Großmarkt.

Damit sind wir jetzt auch schon beim heutigen Thema. Die Eifel ist ja für viele von uns ein Tourengebiet, welches gerne und auch häufig aufgesucht wird. Für einige Einheimische möglicherweise auch „heimgesucht“ – aber das ist ein anderes Thema.

Die Eifel hat als eines ihrer vielen Highlights die Maare zu bieten. Erloschene Vulkane, die zwischenzeitlich zu wunderschönen Seen mutiert sind und meistens, landschaftlich traumhaft eingebettet, auch noch an wunderbaren Motorradstrecken liegen.

Für die kommende Motorradsaison wird Flying Haggis eine entsprechende Anderstour rund um das Thema Maare vorbereiten.

Um euch Appetit zu machen kommt jetzt schon ein Einkehrtipp, den ihr gerne schon vorab erkunden könnt. Diejenigen unter Euch, die nicht mit Saisonkennzeichen unterwegs sind haben sicherlich noch einen Tag zur Verfügung an dem man ausgiebig testen kann.

Auf nach Gillenfeld in das dortige Scheunencafe.

http://www.eifeler-scheunencafe.de/

Da das Scheunencafe etwas versteckt und „zurückversetzt“ an der Hauptstraße liegt ist man schnell einmal an der Einfahrt vorbeigebrummt. Also obacht – oder direkt die Adresse (54557 Gillenfeld; Holzmaarstr. 23)  in das Navigationssystem eingespeist. Montags hat das Scheunencafe Ruhetag. Ansonsten immer geöffnet. Im Sommer von 09:00 Uhr – 22:00 Uhr und im Winter von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Wenn die Temperaturen es zulassen sitzt man wunderschön auf der Terrasse und kann zur Obsternte entspannt dabei zuschauen wie der Herr des Hauses aus den feinen Äpfeln köstlichen Saft presst.

Der Kuchen ist wirklich toll und kann mit den Favoriten von Flying Haggis – also „Zehntscheune“ (Herrstein), „Hildes Bauernstübchen“ (Wintersdorf), „Hunolsteiner Bauerncafe“, oder „Cafe Kuchentraum“ (Mehring) locker mithalten.

Die Auswahl ist auch immer üppig und diejenigen die es mehr nach Herzhaftem gelüstet werden sicherlich bei den hausgemachten Flammkuchen fündig.

Probiert es einfach aus und teilt mir gerne mit wie es euch geschmeckt hat.

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