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~ der etwas andere Motorradblog

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Kategorien-Archiv: Nachdenkliches & Provokantes

Rechtsfahrgebot – ODER – Leider beherrsche ich mein Fahrzeug nicht!

09 Freitag Sept 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Rechtsfahrgebot, STVO

Nein Leute, es geht jetzt nicht um die politische Orientierung von Flying Haggis. Die ist in den meisten Fällen und Lebenssachverhalten eher das Gegenteil von rechts.

Aber speziell in dieser Saison stelle ich fest, dass einige unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen in ihrer ablehnenden Haltung zum Thema – Ich bin gegen Rechts – etwas zu weit gehen!

Da steht in unserer STVO unter der Passage „allgemeine Verkehrsregeln“ im § 2 etwas zur Straßenbenutzung durch Fahrzeuge. Ich zitiere den Abs. 2

Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

In Rechtsnormen bedeutet dieses IST, dass es sich um etwas Verbindliches handelt. D. h. konkret hier muss ich rechts fahren und nicht nur dann, wenn mir danach ist. Lasse ich meine bisherige Motorradsaison Revue passieren, so beschleicht mich das Gefühl, dass eine ganze Masse von Treibern der Bürgerkäfige (leider auch einige mit Motorrädern) dieses Rechtsfahrgebot eher als dezenten Hinweis verstehen.

Da werden Kurven geschnitten und munter die „Ideallinie“ genutzt. Gleichgültig ob da jemand entgegenkommt oder zum Überholen ansetzt. Ach ja, Entschuldigung → da müsste man ja auch noch in den Rückspiegel schauen und dessen originäre Aufgabe hat sich nur einem geringfügigen Teil dieser Spezies der „Rechtsignorierer“ bis dato erschlossen.

Witzig finde ich auch, dass dieses Fahrverhalten meistenteils nicht einmal etwas mit einer überbordenden Geschwindigkeit dieser Fahrzeuge zu tun hat. Da sind einige derartig auf Schleichfahrt, dass man eher die blaue Parkscheibe an der Frontscheibe vermutet. Dennoch werden Linkskurven munter geschnitten und Rechtskurven durch „weite Ausholmanöver“ nach links eingeleitet, als ob man einen Gelenkbus als fahrbaren Untersatz hätte.

Der extreme Rechtsignorierer benötigt aber für seine gefährliche Fahrweise nicht einmal eine Kurve. Nein, nein – die richtigen Prachtexemplare begegnen einem sogar auf der „Geraden“, gepaart mit einer anderen Volksseuche → der „ICH bin wichtig und überall Erreichbar-Seuche“. Da kommen einem ungeniert Bürgerkäfige auf der kerzengeraden Landstraße auf der falschen Fahrbahnseite entgegen – auf Kollisionskurs wie ein Asteroid aus dem Weltall. Und mit WAS ist der Fahrer oder die Fahrerin beschäftigt?

RICHTIG – getreu dem Liedtext  ….. muss nur noch schnell die 148 Mails checken…… hantiert man / frau munter mit dem Handy, sortiert die Maileingänge oder schreibt noch schnell eine Whats App Nachricht.

Sagt mal Leute: Geht`s noch?

Ich habe mich ja mit den Jahren daran gewöhnt, dass mir Autofahrer an Einmündungen genau in die Augen schauen und dann sehenden Auges dennoch in eine Kreuzung einfahren, abbiegen oder sonstigen Unsinn machen. Aber aktuell bleibt mir wirklich nur noch Kopfschütteln übrig OB der fahrerischen Inkompetenz einiger „Vierradler“.

Was mir noch fehlt um das Maß voll zu machen ist, dass mich in den nächsten Wochen EINER von der Maschine fährt, weil er mich irrtümlich für einen Pokémon gehalten hat und sich anschließend wundert, dass Ihm keine Punkte auf seinem Smartphone gutgeschrieben werden!

Passt auf Euch auf in dem Zoo da draußen! Die Evolution treibt merkwürdige Blüten!

ADAC – Kompetenz in Sachen Motorsport?

30 Donnerstag Jun 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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ADAC, Grand Prix Sachsenring, Moto GP

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Da glaubt man doch oftmals nicht mehr seinen eigenen Ohren oder beim Lesen den eigenen Augen zu trauen, wenn man dieser Berichterstattung und den Informationen folgt.

Da macht sich der ADAC, oder sollte ich besser sagen der Alleinherrscher in der Organisation und Sportchef Herr Tomczyk, Gedanken darüber den Großen Preis von Deutschland der Motorräder vom Sachsenring zu verlegen! Der Hockenheimring böte sich ebenfalls an!

http://www.motorsport-total.com/motorrad/news/2016/05/deutschland-grand-prix-hockenheim-statt-sachsenring-16052406.html

Hört, Hört!

Die nächste organisatorische Meisterleistung der deutschen Lobbyorganisation für Motorsport für alles mit vier, sowie in Ausnahmefällen auch einmal mit zwei, Rädern bahnt sich an. Hat der gelbe Club in den zurückliegenden Jahren nicht bereits genug Reputation verloren?

Also rein vom Logistischen her müsste euer Flying Haggis in Jubel ausbrechen, wurde er doch auf dem Nürburgring und dem badischen Kurs in Hockenheim über Jahrzehnte sozialisiert. Der Anfahrtsweg zur Veranstaltung würde sich auf -1- bzw. -1 ½- Stunden reduzieren. Das wäre was! Schnell morgens zu Hause frühstücken und dann zum Rennen zügig aufbrechen, also ein lockerer Tagesausflug.

Wenn ich an die letzten Veranstaltungen dieser Art auf meinen alten „Lieblingsstrecken“ denke und diese mit den Rennen seit meinem ersten Besuch 2002 bis heute auf dem Sachsenring vergleiche, dann kann ich nur eines sagen:

MACHT DAS NICHT!

Macht es nicht, wenn Euch nur etwas an dieser Veranstaltung und den treuen Motorsportfans liegt. Die komplette Region rund um den Sachsenring von Hohenstein-Ernstthal bis Chemnitz L(I)EBT dieses Rennen UND seine Besucher und akzeptiert diese als Freunde, die eben nur einmal im Jahr (nach Hause) zu Besuch kommen. Herzlich werden hier die Motorradfahrer und -innen aufgenommen und bewirtet.

Am Wochenende vom 10. – 12. Juni zog es 30.400 begeisterte Rennfans an die Strecke in Hohenstein-Ernstthal. War Grand-Prix oder Superbike-WM?

Nein Herr Tomczyk – die ALTEN HELDEN der Szene gaben sich ein Stelldichein am Sachsenring und wohl in Gedenken an den US-Präsidenten John F. Kennedy teilte der alte Recke Jim Redman den Besuchern am Ring mit, dass er ein Hohenstein-Ernstthaler ist und ER es jetzt mit seinen -84- Jahren auf den Strecken dieser Welt sein lässt. Also kein Wiedersehen mehr im Renndress mit dem Ex-Weltmeister.

 

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Das da eben korrekt gelesen Herr Tomczyk? 30.400 Zuschauer – Dreißigtausendvierhundert! Und das Schöne ist, dass man im Stammhaus in München nicht sagen kann – Man hätte das NICHT gewusst! Der ADAC war nämlich Ausrichter dieser Veranstaltung.

30.400 Zuschauer bei einem Classicrennen. Wenn SIE das auf dem Nürburgring oder dem Hockenheimring veranstaltet hätten, dann wären die Streckenposten und die Sanitäter, gemeinsam mit den Fahrern, in Überzahl gewesen. Sozusagen eine Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Rennsport findet mit dem Herzen statt. Zumindest bei den Fans. Momentan scheint bei DER Motorsportorganisation schlechthin in Deutschland kein Herz mehr für den Motorsport zu schlagen, sondern nur noch etwas im Stile einer Geldzählmaschine.

Die erste Quittung für ihre kommerzielle Verfahrensweise in Sachen Motorsport werden SIE bei dem nächsten deutschen Rallye-WM-Lauf in Deutschland erhalten, den SIE ab 2017 aus meiner Heimatstadt Trier ins benachbarte Saarland verlegt haben. Mammon lässt grüßen. Die nächste Quittung erhalten SIE, wenn sie den Motorrad-WM-Lauf an einen anderen Austragungsort als den Sachsenring verlegen. Anstatt mehr als 200.000 Rennbesucher über das Wochenende – leere Ränge. Wer`s mag – dem geschieht natürlich recht!

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Herr Tomczyk SIE sind der Verantwortliche des ADAC in Sachen Motorsport – Hände weg vom Sachsenring ODER die Rennfans unter den Motorradfahrern servieren IHNEN eine Rechnung, die SIE bei der nächsten Hauptversammlung des ADAC nicht mehr schönrechnen können!

Gehen Sie in sich und führen Sie Selbstgespräche ODER haben Sie Angst davor sich selbst einmal die Meinung zu sagen?

Ruhe in Frieden?

15 Mittwoch Jun 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Luis Salom, Marco Simoncelli, Moto GP

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Das Erste was mir bei den Burschen immer in den Sinn kam war – Unzerstörbar! Aber DAS ist die falsche Einschätzung auch wenn SIE einen immer wieder zum Zweifeln bringen, wenn SIE nur Minuten nach katastrophalen Stürzen mit ihren Maschinen wieder die Boxengasse hinausfahren, als ob nichts passiert wäre.

Natürlich wissen diese Profis um die Gefahr rund um ihren Sport und der Zuschauer weiß es ebenfalls. Dennoch habe ich jedes mal einen Kloß im Hals, wenn es wieder passiert. Vor allem wenn es dann auch noch derartige Sympathieträger trifft wie Salom und Simoncelli.

Unzerstörbar – erinnert IHR euch noch an Jugendzeiten? Da stand immer unzerbrechlich auf den Kämmen und DAS hat einen immer wieder herausgefordert DAS Ganze auszutesten. Die waren zerbrechlich – man musste sich nur die entsprechende Mühe geben. Genau wie die Titanic nicht unsinkbar war. Das hat der Kahn bereits bei seiner Jungfernfahrt unter Beweis gestellt.

 

Die Fahrer in der Motorrad-WM sind auch nicht unzerstörbar. Das letzte Grand-Prix-Wochenende in Barcelona hat es wieder einmal gezeigt. Da ist Luis Salom „El Mexicano“ beim Training der Moto 2 tödlich verunglückt.
Und unwillkürlich habe ich mich direkt wieder an den letzten Fahrer erinnert, der vor Luis Salom tödlich verunglückte. Marco „Supersic“ Simoncelli war das, der ebenso tragisch die Weltbühne Moto GP verlassen hat.

Was für ein Wahnsinnsduell hatte sich Salom in der
Moto 3 2013 geliefert. Die meisten Saisonsiege (-7-) auf dem Konto wurde er in den Red Bull Farben des Aki Ajo-Teams nur ganz knapp am Saisonende geschlagen.

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Von Größen wie Vinales und Rins. Und das auch nur, weil IHM gegen Ende der Saison die Nerven ein Schnippchen schlugen und er zweimal zuviel das Kiesbett aufgesucht hatte. Wenn man die damaligen Gegner betrachtet merkt man zu was Salom noch in der Moto 2 fähig gewesen wäre, WENN ja wenn er dort noch einmal ein ähnlich professionelles und vor allem familiäres Team wie das von Aki Ajo gefunden hätte. Denn irgendwie hat „El Mexicano“ Salom dieses Familiäre um sich herum immer benötigt um Höchstleistungen zu bringen.

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Das Drama um „Supersic“, dass selbst einer griechischen Tragödie würdig gewesen wäre, bleibt bei mir ohnehin unvergessen. In der laufenden Saison 2011 dreimal auf dem undankbaren vierten Platz, knapp das Podest verpasst, kam ER dann in unmittelbarer Folge mit einem 2. Platz vom Grand Prix aus Australien im Gepäck nach Malaysia.

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Jeder ahnte, DAS dauert nicht mehr lange und dann ist Marco, nach gefühlten Ewigkeiten, der Erste aus einem Kundenteam der den Werksfahrern wieder einen Sieg wegschnappt. Und dann diese Verkettung unglücklicher Umstände mit dem Ende, dass ausgerechnet sein Freund Valentino Rossi IHN noch abschließend überrollt. Die Szene wie Vale sich unmittelbar danach vor Verzweiflung an den Helm fasste werde ich nie vergessen.

Ruht in Frieden?

Das ist wirklich DAS LETZTE an das ich denke, wenn ich mich an diese Fahrer erinnern will. Ganz ehrlich glaube ich auch nicht, dass SIE das im Sinn hatten, wenn SIE an ihr Ende dachten. Falls sie solchen fatalistischen Gedanken überhaupt nachgingen.

Hört IHR DAS? Dieses tiefe Brummen und Grummeln? Ein Sommergewitter?

Vielleicht für die Pragmatiker unter EUCH. Für mich lassen die Jungs da OBEN ihre Moto GP Maschinen warmlaufen für ihr nächstes Rennen. Und auf dem „Walhalla Renn Circuit“ da drehen SIE ihre Runden mit den anderen, alten Größen wie Mike „the Bike“ Hailwood, Joey Dunlop und „Hizzy“ (Flying Haggis) Hislop und den anderen Helden der Motorradrennszene.

Von wegen Ruhe in Frieden → In voller Schräglage auf der letzten Rille um die nächste Kurve! Genau SO werde ich SIE in Erinnerung behalten!

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Brot und Spiele!

23 Montag Mai 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Gaffer, Rettungseinsätze, Schaulustige

Also in mir KOCHT es hoch wie in alten (schnell reizbaren) Tagen, wenn ich derartige Meldungen in den Medien höre oder lese. Da werden Not- und Rettungsdienste bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben behindert und gestört!

BEI EINEM RETTUNGSEINSATZ!

WER aus der Facebook- und You-Tube-Generation ist in der Zwischenzeit moralisch derart tief gesunken, dass ER / SIE zu etwas Derartigem fähig ist? Dass Polizeifahrzeuge bei der Anfahrt zu oder während eines Einsatzes behindert oder gestört werden gehört zwischenzeitlich ja bereits lange zum Alltag. ABER Notarzt- und Rettungswagen, deren einziges Bestreben es ist Menschen in höchster Not oder vielleicht sogar aus Lebensgefahr zu helfen, bei ihrer Arbeit zu stören → Das ist das abgrundtiefst Verachtenswerteste was mir bislang untergekommen ist.

WAS treibt diese Menschen – ach nein, das passt ja in diesem Fall überhaupt nicht – diese Personen an? Sind es diejenigen denen es nicht mehr reicht Z-Prominenten beim „Madenfressen“ im TV zuzuschauen?

Jetzt wird die grenzenlose Sensationsgeilheit auf offener Straße ausgelebt: „Schau` mal Schatz der stirbt gerade. Warte ich nehme es Dir auf`s Handy auf! Der Blödmann vom DRK steht mir komplett im Weg. Moment – ich schiebe ihn kurz beiseite!“

Ich weiß nicht wie IHR diese Geschichte jetzt seht, aber meine Maxime ist folgende:

Wer sich selbst benimmt wie ein Schwein hat keinen Anspruch auf menschliche Behandlung!

Wenn ICH jemals an einer solchen Unfallörtlichkeit vorbeikomme, an der Rettungskräfte bei Erstmaßnahmen gestört oder behindert werden, dann wird die beste Sozia von Allen mich nicht zurückhalten können. Der erste Beste den ich dann zu greifen kriege erhält auf „seinem eigenen Handy“ eine Echtzeitdokumentation wie er zu seiner eingeschlagenen Visage gekommen ist. Die kann ER dann von mir aus in You-Tube veröffentlichen.

Wahrscheinlich findet Ihr SIE dort unter dem Titel: Motorradfahrer läuft Amok!

http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/notfaelle-gaffer-behindern-einsatz-von-rettungsdienst_id_5555230.html

 

Sag` zum Abschied leise Servus ODER arrivederci Sella Ronda, Falzarego, Giau………….

13 Freitag Mai 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Dolomiten, Südtirol, Sella Ronda

Ich bin ein Fan dieses kleinen Landstriches auf unserem Globus. Vom Land, von der Landschaft, von den grundehrlichen Bewohnern und nicht zuletzt vom Essen. Mein Gott ich könnte für Spinatknödel mit Käsesoße einen Mord begehen.

Genau deshalb, weil ich diese Bewohner verstehe, kann ich auch nachvollziehen WARUM sich momentan die entscheidenden Leute in Bozen in Südtirol mit gewissen Gedanken befassen, die UNS und damit meine ich uns Motorradfahrer, unangenehm aufstossen. Noch schlimmer als eine überdimensionierte Portion Spinatknödel mit Käsesoße ohne anschließenden Grappa.

Da beschäftigt man sich in Südtirol ernsthaft mit dem Gedanken die Sella Ronda in gewissen Zeitfenstern zu sperren. Und DAS wäre dann sicherlich erst der Anfang.

Auf Grund der Verkehrsdichte sieht man das Unesco Weltnaturerbe Dolomiten in Gefahr und will mit dieser Maßnahme schon einmal für Entschärfung sorgen. Wenn man sieht WAS sich an den Wochenenden hier im wahrsten Sinne des Wortes hinaufquält hat man Verständnis für die Idee.
Geplant sind sogenannte Fensterschließungen für Juli und August. Zeitfenster von 11: 00 Uhr bis 14: 00 Uhr oder 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Geplant ist dabei ein Kreisverkehr oberhalb von Plan de Gralba. Ein Schelm wer bei Jahreszeit und Zeitfenster Böses denkt.
In einigen Motorradforen habe ich Aufschreie des Entsetzens gelesen ob dieser geplanten Maßnahme.

…..Die werden schon sehen was sie davon haben. ….. Schließlich bringen wir ja das Geld da runter und kurbeln den Tourismus an……..usw. und so fort.

Sollten WIR hier tatsächlich den Mund so voll nehmen? Oder tragen WIR nicht mit unserer Fahrerei ein gerüttelt Maß zu dieser Idee bei? Oder BESSER einige von uns!

Egal zu welchem Zeitfenster ich im Sommer in Südtirol unterwegs bin – überall sind ähnliche Meldungen zu lesen und im Radio zu hören:

Schwer verunglückter (oder tödliche verunglückter) Motorradfahrer in der Sella Ronda oder am Falzarego oder am Mendelpass oder oder oder. Und dabei oftmals mit dem Zusatz deutscher Motorradfahrer.

Jetzt haben wir es über die Jahre geschafft, dass wunderbare Strecken in Deutschland für uns zur Gänze oder an den Wochenenden Tabu sind. Scheinbar hat das einigen noch nicht gereicht und man musste sein grenzenloses Unvermögen auch noch über die Grenzen bis nach Südtirol tragen. Hanging Off und das Knie auf der Straße sind eine wunderbare Sache – in der Sachskurve auf dem Hockenheimring. In den Spitzkehren zum Pordoi hinauf oder rauf zum Stilfserjoch hat der Stil aber nichts zu suchen. Wenn ich einige Landsleute mit ihren Maschinen auf den Passstrassen sehe, dann frage ich mich ob SIE noch irgendetwas von dieser faszinierenden Landschaft bemerken?

JA – glaube ich nicht! NEIN – dann fahrt bitte, wenn es Euch nur ums Heizen geht zu einem Renntraining ins immerwarme und trockene Spanien. Da könnt ihr dann Gesteinsproben in den Kiesbetten dieser Rennstreckenwelt nehmen und niemand (wahrscheinlich auch IHR nicht) kommt dabei zu Schaden. Schöner Nebeneffekt – keine der wunderbaren Routen in Südtirol müsste gesperrt werden.

Und ich kann dann mit den anderen Windgesichtern, ein Lächeln im Gesicht, oben auf dem Falzarego sitzen und einfach denken:

Man(n) ist das schön hier!

Wo ist die nächste Hütte mit den Spinatknödeln?

Wie gehen WIR denn jetzt mit der sich abzeichnenden Situation um? Auch auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden – WAS haltet IHR davon:

Jeder von UNS nimmt sich in diesem Jahr ein klein wenig zurück bei der Kurvenräuberei in den Dolomiten und sorgt dafür, dass ER / SIE gesund und munter wieder zu Hause eintrifft. Vielleicht schaffen WIR es dann, dass es im Sommer KEINEN toten oder schwerstverletzten Motorradfahrer in der Region Südtirol gibt!
Und vielleicht schaffen WIR es damit auch, dass sich die Verantwortlichen in Bozen von ihrer Idee verabschieden!

https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Dolomiten-Paesse-Der-Weg-zur-Sperre-ist-frei

Saisonbeginn

06 Mittwoch Apr 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Lenkimpuls, Saisonbeginn

Ich weiß jetzt nicht wie es euch geht, aber bei Flying Haggis gehen zu Saisonbeginn meistens 1 – 2 Tankfüllungen durch die Einspritzpumpe meiner KTM bis der Bewegungsablauf wieder so ist, dass ich mit mir zufrieden und mit der Maschine eine Einheit bilde.

Da ist zum einen die Harmonie mit dem Motorrad über Winter etwas eingerostet und zum anderen müssen sich die Sinne des Fahrers wieder auf wesentliche Dinge wie das Lesen der Fahrbahn schärfen. Mit dem Bürgerkäfig sind mir Frostaufbrüche und Bitumenstreifen oder großflächige, sowie leicht erhobene Flickarbeiten auf der Straße komplett egal. Mit dem Motorrad können SIE Dir nachhaltig die Linie verhageln oder schlimmer, je nach Reaktion des Fahrers, die gesamte Fuhre ziemlich in Unruhe bringen. Dann ist da die Sache mit der Blickführung in den Kurven, die einen Autofahrer höchstens marginal interessiert, da ihm Korrekturen in seinem mehrspurigen Fahrzeug leichter von der Hand gehen als dem doch recht fragilen Gebilde Motorrad plus Fahrer (oder Fahrerin). Mit dem Zweirad sollte man doch in der einen oder anderen Physikstunde aufgepasst haben, damit sich hilfreiche Notwendigkeiten auch erschließen. Da sind wir dann beim Stichwort Lenkimpuls, der nach dem Winterschlaf die ersten paarmal bewusst eingeleitet werden muss, um dann wieder in Fleisch und Blut überzugehen.

Einige von UNS benötigen diese innere Einkehr zu Beginn der Motorradsaison aber nicht. Oder zumindest sind SIE der persönlichen Überzeugung sich mit derartigen Nebensächlichkeiten nicht belasten zu müssen.

So fährt ein Treiber einer Boxer-BMW am Wochenende mit ziemlichem Tempoüberschuss von hinten auf meinen Bürgerkäfig auf. Flying Haggis hatte die Gummikuh bereits im Rückspiegel gesichtet und war verwundert über die Geschwindigkeit, weil WIR Gegenverkehr hatten und ein Überholvorgang ohne massiven Flurschaden eher unwahrscheinlich erschien. Zu diesem Schluss kam der Boxerfahrer erst etwas zeitverzögert und bremste jetzt seine Fuhre massiv zusammen. Dies derart, dass die Front des Boxers sichtlich in Unruhe geriet. Geradeso abgefangen setzte der Boxerpilot im unmittelbaren Anschluss kopfschüttelnd zum Überholen an, fuhr dann einige Meter nach seinem Manöver immer noch auf der Mittellinie die nächste Linkskurve (?) an, um kurz vor dem Einlenken noch schnell eine Korrektur nach rechts vorzunehmen, damit er nicht mit dem kompletten Oberkörper UND der Maschine in die Gegenfahrbahn hineinragte.

Der Mann war zügig unterwegs zu Saisonbeginn! Meiner Meinung nach nur etwas zu zügig für sein aktuelles Fahrvermögen und Fahrkönnen. Da hatte von vorne bis hinten nichts im Ablauf gepasst, dass man abschließend von einem Beherrschen der Situation hätte reden können. Ob sein Kopfschütteln Ausfluss der eigenen Erkenntnis über die persönliche Unfähigkeit war, ODER doch eher über meine physische Anwesenheit zur unpassenden Zeit, entzieht sich meiner Kenntnis.

ABER weil der beschriebene Boxerfahrer leider nicht allein ist mit seiner Selbstein- und -überschätzung haben WIR alljährlich das immer wiederkehrende Problem. In der Presse und den Medien werden WIR ALLE als hirnlose Raser und Irre vermarktet und dargestellt. Die Organspender sind wieder unterwegs.

Flying Haggis will seine Organe gerne noch eine lange Zeit selbst nutzen. Abschließend könnte ich vielleicht meine Leber mit allen militärischen Ehren auf der Isle of Man beerdigen lassen. In der Rechtskurve bei Creg Ny Baa wäre nicht schlecht! Da ist ein Pub in der Nähe und vielleicht verschüttet dann der ein oder andere TT-Besucher auf der „Begräbnisstätte“ noch einen Schluck Lagerbier.

Bis DAS soweit ist werde ICH lieber weiterhin meine 1 – 2 Tankfüllungen investieren bis der Bewegungsablauf auf der Maschine wieder passt und die Harmonie zwischen Fahrer und Motorrad wieder eingekehrt ist. Denn ich will nicht den Medien die Munition für weitere Streckensperrungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen für Motorräder geben UND ich gehe davon aus, dass das Gros von UNS diese Auffassung teilt.

Flying Haggis wünscht EUCH einen guten Saisonstart 2016 sowie eine wunderbare und vor allem sturzfreie Motorradsaison!

„Das ist doch dieses kritische Motorrad“

25 Freitag Mär 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Hochgeschwindigkeitspendeln

mit diesen Worten wurde Flying Haggis tatsächlich am Pirelli Stand in Dortmund begrüßt, als er vollkommen neutral und wertfrei (wie es meinem Naturell entspricht) nach einer Reifenfreigabe für den aktuellen Scorpion gefragt hatte.

Da wurde meine „Vroni“ von dieser Dame doch tatsächlich mit diesem o. a. Kommentar belegt.

Nur mit Mühe meine Contenance wahrend kam jetzt von mir die etwas hingeblaffte Frage: „Was soll denn an meiner @venture bitteschön kritisch sein?“

Mein Gegenüber (oder heißt es korrekt gemäß Gender Mainstreaming meine Gegenüberin) rang jetzt um ihre Fassung und es kam ein : „Jaaa, da steht so viel in der Fachpresse, dass DIE pendelt!“

Antwort: „Meine alte XJ 550 in den 80er DIE hat gependelt! Die KTM ist für eine empfindsame Seele möglicherweise etwas unruhig. PENDELN ist anders!“

Das Gespräch nahm dann seinen Verlauf und ein wirklich versierter Reifenfachmann von Pirelli, der seine Herkunft aus den „neuen Bundesländern“ sprachlich nicht verbergen konnte, stand dann auch mit dem ein oder anderen guten Tipp parat.

Worauf will ich jetzt hinaus?

Da geht ein Motorrad durch die Gazetten und die Internetforen wo sich diverse Nutzer und Fachleute und Adabeis über Qualität oder Nichtqualität, insbesondere Fahrsicherheit auslassen.
Wohlgemerkt – ich möchte mich nicht negativ darüber auslassen, wenn irgendein Fahrer auf Grund technischer Probleme tatsächlich einen schweren Unfall mit der KTM erlitt – ABER bei gewissen Darstellungen der „PROBLEME“ stellen sich mir die Haare zu Berge.

Deshalb versuche ich es zunächst mit einem konstruierten Beispiel aus dem Automobilsektor. Es handelt sich natürlich um ein orthopädisches Beispiel, weil es hinkt! Oftmals haben Beispiele ja diese Neigung zu hinken.

Also irgendein Autofahrer, nennen wir den Mann einfach Hr. Müller – dies erscheint mir in Deutschland recht unverfänglich. Hr. Müller fährt einen PKW mit den Ringen unter den Augen und ist überraschenderweise aus Ingolstadt. Seinem Fahrzeug geben wir jetzt einfach die Typenbezeichnung Q 8 und ausreichend Qualm unter die Motorhaube um den Asphalt bei Bedarf aufzurollen.
Hr. Müller ist jetzt Campingfan, montiert also an seinen Q 8 einen schönen Wohnanhänger und begibt sich auf Urlaubsfahrt in das flache Land im Norden, wo Campinganhänger eher unauffällig sind.
Da sein Bolide es hergibt ignoriert Hr. Müller geflissentlich die 100er Zulassung seines Anhängers und fährt mit seinem leicht schlingernden Gespann mit lockeren 200 auf der Uhr in Richtung Grenze. Der Schwingungsdämpfer des Anhängers hat recht wenig Arbeit, da der Campinganhänger ohnehin kaum mehr Bodenhaftung hat.
Bei der Tankpause an der Grenze erkennt unser Hr. Müller, dass jetzt lediglich noch Fragmente seines Campingwagens an seiner Anhängerkupplung hängen und sein Fahrzeugheck irgendwie einen derangierten Eindruck hinterlässt.


Vollkommen erbost schreibt jetzt Hr. Müller an den Hersteller seines Fahrzeuges mit den Ringen unter den Augen, weil DIE ihm schließlich ein Produkt angedreht haben, welches jetzt einfach nicht eine Fahrt mit guten „200“ auf der Uhr und Anhänger im Schlepp zu seiner Zufriedenheit erledigt!

Irgendwie kann ich mir die fiktive Antwort des Fahrzeugherstellers annähernd vorstellen:
Vielen Dank Hr. Müller für ihre Information über unser Fahrzeug. Unser firmeneigener Therapeut wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis zu seinem Eintreffen nehmen Sie bitte die Familienpackung TAVOR, die diesem Schreiben beiliegt, ein und Verharren in Stille. Bei Risiken und Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage oder schlagen Sie ihren Arsch von Apotheker.

LEUTE! DAS ist eine Reiseenduro! Vollgepackt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack steht DIE im Wind wie eine Wurlitzer Musikbox! Mit Sozia sind wir jetzt in einem Ladungszustand, dass WIR besser gar keinen Blick in den Fahrzeugschein unter die Sparte Gesamtgewicht werfen (→ da sind nämlich jetzt 99 % unserer Maschinen LOCKER drüber).
Als Lenker haben wir jetzt auch noch eine Segelstange, die UNS bei jeder Dolomitenrunde ein Grinsen ins Gesicht treibt, weil WIR die Maschine einfach WUNDERBAR im GRIFF haben – ABER auf der Autobahn schafft diese Art Lenker denkbar ungünstige ergonomische Voraussetzungen zum Tempobolzen.
Krampfhaft jenseits der 200 an dieser STANGE klammernd, damit uns der Fahrtwind nicht in Richtung Sozia und Topcase drückt, übertragen WIR nämlich jetzt Schwingungen ins Fahrwerk, dass selbst ein Panzer keinen ruhigen Geradeauslauf mehr hätte.

Wenn ICH auf Urlaubstour voll „aufgerödelt“ unterwegs bin, dann ist die Wohlfühlgeschwindigkeit auf Dauer (UND das kann bei mir lang sein) irgendwo zwischen 140 und 160.

Bei Überholmanövern kann es dann auch mal etwas mehr sein und mit mir an Bord lag meine @venture auch vollgepackt bei diesen kurzen Manövern bis 200 ruhig.

Wer jetzt unbedingt von dieser Art Maschine, ähnlich einem Superbike, eine stoische Fahrwerksruhe bis Tacho 270 erwartet, DER / DIE sitzt de facto auf dem falschen Motorrad und sollte bei den Supersportlern nach einem passenden Produkt suchen – ODER Hr. Müller nach seinen Erfahrungen mit dem Q 8 und seinen Medikamenten fragen!

Die Wahrnehmung ODER das Bewusstsein!

12 Freitag Feb 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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die Wahrnehmung und das Bewusstsein, Wunderbare Momente

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Gemeinhin behauptet der Volksmund, dass Vorfreude die größte Freude ist. Mit Sinnsprüchen ist das so eine Sache. Irgendwie artverwandt mit den alten Bauernregeln. Es mag oftmals passen ABER eine allgemeingültige Regel daraus zu machen geht mir einfach zu weit. Die Sinnfrage im Bezug auf das MOTORRADFAHREN hat Flying Haggis zu Beginn des Blogs bereits gestellt und im Grunde genommen (weitestgehend) für sich beantwortet.

Die Vorfreude ist ja ganz nett, aber nett ist bekanntlich die kleine Schwester von langweilig (Manch einer assoziiert hier sogar einen etwas derberen Begriff). Die richtige Freude, das Kribbeln im Bauch, das stellt sich bei mir auf der Maschine ein. Weil Motorradfahren für mich Genuss bedeutet. Genießen mit allen Sinnen. Und das Genießen hat bei mir etwas mit den schönen Momenten oder Augenblicken beim Fahren zu tun.

Wenn man aber einen wunderbaren Moment erst bei nachträglicher Betrachtung als solchen erkennt und zu würdigen weiß, dann ist in unserer Wahrnehmung etwas schief gelaufen!

Das mit den wunderbaren Momenten ist aber jetzt auch so ein Thema, weil die Geschmäcker bekanntermaßen unterschiedlicher Natur sind. Es soll ja auch Menschen geben, die sich gerne auspeitschen lassen.
Aber jetzt sind wir bereits wieder leicht abseits unseres ursprünglichen Themas. Auf und mit dem Motorrad gibt es für mich ein breites Spektrum an wunderbaren Momenten.
Das kann bereits etwas so Profanes wie eine richtig gut gelungene Kurvenkombination sein. Oder die morgendliche Fahrt durch den aufsteigenden Frühnebel über die Höhenzüge von Eifel oder Hunsrück. Der Blick von der Höhe auf die Flußschleife bei Bremm mit der Ruine des Klosters Stuben und dem Calmont.
Apropos Blick, der nach der letzten „Tornante“ der UNS den atemberaubenden Blick auf die Marmolada oder den Rosengarten freigibt oder vom Mendelpass hinunter ins Tal nach Bozen oder vom Jaufenpass hinunter ins Passeiertal.
Das Schweizer Pässe-Triple Grimsel – Susten – Furka, mit all seinen Eindrücken und Aussichten. Oder auf nach Grindelwald und mit einem Stück herzhaften Bergkäse und Bauernbrot auf einer Bergwiese den eindrucksvollen Blick auf den Eiger geniessen. ODER……ODER…….UND………..UND.

Freuen WIR uns also auf unsere Motorradsaison 2016 – auf viele wunderbare Momente die wir auch als solche DIREKT im Augenblick des Erlebens erkennen und empfinden UND auf geniessen mit allen Sinnen!

ACHTUNG → SUV – Mütter!

27 Mittwoch Jan 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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SUV, SUV-Mütter

Jede Phase des Motorradfahrerlebens hat ihre Zielgruppe an Verkehrsteilnehmern bei denen man erhöhte Vorsicht walten lassen sollte, sofern eine gesunde Heimkehr nach einer Motorradtour im Mittelpunkt unseres Strebens liegt.

Zu Beginn meiner Zweiradzeit waren dies die Herren mit Hut, der gehäkelten Klopapierabdeckung und dem berühmten Wackeldackel, aus dem Sortiment einer bekannten Mineralölfirma, auf der Heckablage.

Da diese Insignien der Unfähigkeit meist deutlich durch das Heckfenster erkennbar waren, konnte man sich auch zeitnah auf das jetzt nahende Problem vorbereiten. Dann kamen für mich die Treiber von Fahrzeugen mit den gelben Kennzeichen hinzu, bei denen erhöhte Obacht angebracht war, sollte der sonntägliche Ausflug nicht unter einem Campingwagen enden und unsere Anwesenheit unter seinem Gespann möglicherweise vom aufmerksamen Fahrer erst bei Rückkehr in das flache Nachbarland bemerkt werden.

In den letzten Jahren treibt aber eine neue Spezies in unseren Gefilden ihr Unwesen und die ist auf Grund der massiven fahrbaren Untersätze ungleich gefährlicher als ihre o. a. Vorgänger.

DIE SUV – MÜTTER!

Unterwegs mit Fahrzeugen, deren Bezeichnungen uns bereits den Angstschweiß auf die Stirn treiben sollten – hier ist ein „Schneemensch“ unterwegs, dort eine Mischung aus Tiger und Leguan oder auch der gern genommene X-Faktor mit Zahlenkombinationen jedweder Art. Zunächst dachte ich noch, in einem Anflug von kindlicher Naivität, dass die SUV – Mütter ihre Fahrzeuge dafür nutzen um ihren Nachwuchs artgerecht unmittelbar am Sandkasten ihrer Krabbelgruppe oder am Kindergarten abkippen zu können. Das ist aber weit gefehlt, denn die SUV – Mutter würde niemals zulassen, dass ihre Brut in Kontakt mit Sand, Schmutz oder Viren welcher Art auch immer kommt. Dabei wäre die orale Aufnahme des kompletten Inhalts eines solchen Sandkastens wahrscheinlich für die Zöglinge weitaus ungefährlicher, als die Fahrt in Mutters SUV.
Nein, nein vor den besagten Örtlichkeiten (und in der Folge bleiben auch Schulen nicht verschont) HALTEN die SUV – Mütter in zweiter oder dritter Reihe nebeneinander, um den Abschied von ihrem Nachwuchs zu zelebrieren. Schließlich muss die Welt davon erfahren mit welcher Inbrunst SIE ihrem Auftrag → Aufzucht und Hege nachgehen! Hupen nutzt jetzt wenig, weil dies die SUV – Mütter in ihrem Wahn zur Selbstdarstellung erst richtig bestärkt und unseren Aufenthalt hinter der SUV-Schlange nur unnötig verlängert.

Schon einmal auf der Landstraße auf eine SUV -Mutter aufgefahren? Na – auch gedacht, dass die Fahrerin volltrunken oder bekifft ist? Das war natürlich ein Fehler in der Wahrnehmung oder eine falsche Sozialisierung aus unseren früheren Zeiten. Die SUV – Mütter pflegen diesen Fahrstil auch im nüchternen Zustand und Dank der Fahrspurassistenten werden SIE rechtzeitig auf das Verlassen ihres Fahrstreifens hingewiesen, so dass SIE entsprechende Korrekturen einleiten können. Insofern ist der Fahrstil schon fast wieder erklärbar. Jetzt nicht böse sein Leute. Die SUV – Mütter sind alle (neudeutsch) multitaskingfähig. Wenn gerade eine SMS geschrieben werden muss und der Lippenstift nachgezogen und der Nachwuchs vom Rücksitz sein Weizenkleie Müssli an die Frontscheibe geworfen hat – dann können banale Kleinigkeiten wie das sichere Lenken eines Fahrzeuges schon mal zur Nebensache mutieren.

Apropos Rücksitz. Der ist natürlich ausgestattet mit dem Testsieger der Kindersitze aus allen repräsentativen Vergleichstests. Die Zöglinge werden aber in diesen Sitzen nicht arretiert, weil sie dadurch in ihrer Entwicklung Schaden erleiden würden. So werden wir stille Beobachter der Szenerie und können auch abschließend mitteilen ob Sören oder Livgrete uns die Zunge herausgestreckt und freundlich den Stinkefinger gezeigt haben. SUV – Mama persönlich hat uns nämlich mittels großflächigem Aufkleber mitgeteilt, WEN sie an Bord so alles transportiert.

Die Masse der SUV – Mütter sind FDP Wähler! Also das ist jetzt nicht empirisch erhoben, sondern beruht eher auf einer (fundierten) Vermutung eures werten Erzählers.

Die (zum Glück) verflossene FDP Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat sich immer für den Datenschutz in Deutschland stark gemacht. Meine Mutmaßung ist jetzt, dass die SUV – Mütter den Fahrtrichtungsanzeiger ihrer Boliden deshalb nicht nutzen, weil es ihre Umgebung nichts angeht WOHIN sie fahren! Datenschutz eben! Deshalb LEUTE – Passt auf, wenn ihr eine dieser Spezies auf der Strecke überholen wollt! Es könnte Euer „letztes Fahrmanöver“ gewesen sein!

Freuen wir uns auf die Saison 2016 – Aber mit der gebotenen Vorsicht!

ACHTUNG → SUV – Mütter!

MOTO GP ODER „Der Weltmeister der Herzen“!

13 Freitag Nov 2015

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

≈ 12 Kommentare

Schlagwörter

Der Doctor, Moto GP, Valentino Rossi

Was war das für eine Moto GP Saison? Ich musste jetzt erst einmal einige Tage ins Land gehen lassen um nicht zu emotional ans Werk zu gehen.

Wenn man objektiv an die Frage herangeht wann oder warum der Doctor die WM 2015 verloren hat, bleibt man wahrscheinlich bei seinem „Heim-Grand-Prix“ in Misano hängen. Warum dort? Hier hatte er doch 11 Punkte auf seinen direkten Verfolger Jorge Lorenzo gut gemacht.
Soweit korrekt – aber hier verbuchte Vale auch den ersten „Nicht-Podestplatz“ der Saison 2015. Das Gesamtklassement im Hinterkopf und der mehr als kuriose Verlauf dieses Regenrennens führten Rossi zu Platz -5-. Der einzige taktische Fehler in diesem Jahr, denn bei einem zeitigeren Maschinenwechsel eine Runde zuvor wäre unser Doctor auf Platz -2- im Rennen gelandet und mit diesem 20-Punktepolster von Misano hätte er am Rennabend in Valencia, bei gleichem weiteren Verlauf, mit -4- Punkten Vorsprung den WM-Titel gefeiert!

Dann hätte der spanische Sunnyboy machen können was er will, es hätte an der Titelvergabe nichts mehr geändert. NEIN, ich meine nicht Jorge Lorenzo. Der ist eine tolle Saison gefahren. Wenn er sich nach den Ereignissen in Malaysia, die ihn nur mittelbar betrafen, komplett herausgehalten hätte, dann wäre dies eines Champions allerdings würdiger gewesen. So hatte es den Anschein, dass seine Angst vor dem „Teamkollegen“ derart groß war, dass er IHN zur Sicherheit am „Grünen Tisch“ kalt stellen wollte. Das Ganze ändert aber nichts an der Tatsache, dass Jorge Lorenzo in der Saison 2015 der „schnellste Fahrer“ auf der Strecke war und damit sicherlich auch ein würdiger Weltmeister wäre, wenn nicht abschließend dieser Makel an der Titelvergabe haften würde.

NEIN, mit Sunnyboy meine ich den selbsternannten „Schildknappen“ von Jorge, der seinem HERRN in schimmernder Wehr in den letzten Rennen den Rücken freigehalten hat. Dies komplett konträr zu seinen früheren Verhaltensweisen, die oftmals jenseits aller Risikobereitschaft lagen und vor ALLEM jenseits von Rücksichtnahme gegenüber seinen „Gegnern“ auf der Strecke. Hier nahm unser, immer freundlich lächelndes, spanisches Wunderkind auch Stürze und Verletzungen seiner Kollegen billigend in Kauf. Besonders absurd wurden seine aktuellen Verhaltensweisen deshalb, weil sein eigentlicher „Lehnsherr“ Honda unseren Schildknappen an sich für Rennsiege bezahlt und nicht für „Geleitschutzflüge“ zugunsten eines Fahrers auf einem Konkurrenzprodukt.

Wer am Rennsonntag das Moto-GP-Rennen mitverfolgte der sah, dass unser bereits entthronter Weltmeister erst aus der Agonie seiner spätpubertären Trotzphase herausgerissen wurde, als sein Teamkollege Dani Pedrosa zu den beiden „Freunden“ Marquez und Lorenzo aufgeschlossen hatte. Der gute Pedrosa wollte hier „tatsächlich einfach nur ein Rennen fahren“ und das konnte Herr Marquez kurz vor Rennende nicht mehr zulassen. Erst jetzt kam sein alter Kampfgeist wieder auf, als Pedrosa kurz zum Überholen ansetzte, denn der war in bester Absicht da um das Rennen zu gewinnen.

Den Gipfel dieser Farce lieferte Herr Marquez dann bei den sich anschließenden Testfahrten auf gleicher Strecke. Wieder „ganz der Alte“ driftete er quer die Bremspunkte der Kurven mit stempelndem Hinterrad an. Kein einziges dieser Manöver war am Rennsonntag von ihm zu sehen. Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Lieber Marc Marquez. Irgendwann in einer sportlichen Laufbahn rächt sich unsportliches Verhalten. Das ist so und so wird es auch bei Dir sein. Wahrscheinlich wird es eine Weile dauern und möglicherweise werden VIELE dein diesjähriges Verhalten vergessen haben.

ICH NICHT!

Und wenn DU dann auf einen Dir so ähnlichen Charakter auf der Strecke triffst, der eine wunderbare Rennsaison in dieser Form konterkariert und eine WM-Titelvergabe manipuliert – dann jammere nicht und führe keine Beschwerden. ES ist DIR dann RECHT geschehen!

Den (anderen) HELDEN der Moto GP wünscht Flying Haggis eine tolle Saison 2016 und spannende sowie „faire“ Rennen.

„Forza Valentino! Weltmeister der Herzen!“

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