Der Weg ist das Ziel – Teil I

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Bei gewissen Ausfahrten ist es für mich gar nicht wichtig welches Ziel die Tour jetzt letztendlich haben soll. Einfach drauflos ist die Devise und es wird sich schon ergeben wo wir abschließend landen. Oftmals ergeben sich unter diesem Aspekt die schönsten Routen, wenn man einfach vom angestammten Weg plötzlich eine bis dato nie bewusst erkannte Abzweigung erspäht und dieser neuen Streckenführung buchstäblich auf den Grund geht. Unter dieser Maxime hätte ich die heutige Tour auch „Links und Rechts der Bundesstraße“ nennen können.

Also verlassen wir heute Trier zu unserer knapp 200 km langen Tour auf der B 51 stadtauswärts in Richtung Konz / Saarburg um kurz vor der Stadtgrenze an der letzten Ampelanlage nach links auf die B 268 in Richtung Pellingen abzubiegen. Nur kurz verbleiben wir auf der Bundesstraße um nur wenige hundert Meter hinter den letzten Häusern nach rechts auf die K 6 in Richtung Niedermennig (Konz) abzubiegen.

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Der Vorfahrtsstraße folgend rollen wir durch den kleinen Ort und biegen alsbald an der nächsten Kreuzung nach links ab (L 138).

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Dieser Route, von den einheimischen liebevoll Tälchen genannt, folgen wir weiter gemächlich bis nach Krettnach. Unschwer erkennbar ist das alte Umlauftal der Mosel vom Weinanbau geprägt. Ortseingang Krettnach biegen wir erneut nach links ab

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und folgen dem kurvigen Verlauf der L 139 wieder bergan zur B 268. Rechtsabbiegend verbleiben wir nur für ca. 1 ½ km auf der B 268 und erneut geht es links ab in Richtung Franzenheim (Pluwig) auf die L 139. Talabwärts in Richtung von Franzenheim fahrend genießen wir die Kurven und bei gutem Wetter die wunderbare Sicht über die Höhenzüge.

Ortsausgang von Franzenheim geht es kurvig bergan. Wir nehmen aber nicht allzu viel Schwung aus den Kurven mit, denn auf der Höhe geht es unmittelbar für uns wieder nach rechts (Orientierungspunkt: hinter der kleinen Baumgruppe) in Richtung Ollmuth. Dem Straßenverlauf der K 46 folgen wir jetzt nach Ollmuth und hier geht es auf der K 45 nach Obersehr.

Von Obersehr führt uns unser Weg über Lampaden (K 43 ) und Hentern (K 44) nach Baldringen und von Baldringen über die K 145 wieder in Richtung B 268, die wir wiederum nur „kurz touchieren“. Soll heißen an der Kreuzung rechts ab und wenige Meter (ca. 200 m) später nach links abbiegen in Richtung Vierherrenborn (L 140). Von dort gelangen wir automatisch auf die B 407 die wir über Irsch nach Saarburg befahren. Die B 407 können wir trotz unserer „Bundesstraßenphobie“ ruhig nutzen, da sie wirklich eine der kurvenreicheren Varianten ihrer Spezies ist.

Durch den Saarburger Ortsteil Beurig fahrend gelangen wir hinunter an die Saar und hier, der Beschilderung Mettlach / Merzig folgend, auf die B 51. Den Flusslauf der Saar halten wir jetzt immer zu unserer Rechten. Ortseingang von Serrig hat unsere Episode Bundesstraße bereits ein Ende und linksabbiegend folgen wir der K 139 in Richtung Losheim.

Wahrscheinlich wundert es jetzt niemanden mehr, dass wir uns an der folgenden Kreuzung wieder an der B 268 befinden.

Wem es jetzt nach einer Pause ist, der kann an dieser Einmündung (ca. 150 m zur Linken) das Gasthaus „Panshaus“ anfahren und dort rasten. Küche ist soweit okay, gute Hausmannskost.

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Vom Panshaus begeben wir uns nochmals kurz auf den Asphalt der B 268 in Richtung Losheim um die ungeliebte Bundesstraße nach etwas mehr als 6 km nach links in Richtung Bergen wieder zu verlassen.

Über Bergen auf der L 373 führt unser Weg nach Scheiden und von Waldhölzbach nach Rappweiler. Hier folgen wir zunächst der Beschilderung nach Weiskirchen (L 157) , um jetzt noch eine „kleine Schleife einzubauen“ und biegen am Ortsbeginn nach links auf die L 151 (Trierer Straße) ab. Nach nicht einmal 4 km Wegstrecke geht es diesmal mitten in einer schönen Waldstrecke nach rechts (K 69). Die führt uns knappe 4 km wunderbar durch den Hochwald zur B 407, der wir nach rechts in Richtung Kell (Hermeskeil) abbiegend nun für 6 ½ – 7 km folgen. In Höhe der Ortschaft Kell weist uns ein Wegweiser nach rechts die Richtung nach Grimburg (Wadern /Wadrill). Also nichts wie runter von der Bundesstraße und auf geht`s wieder auf kleine Kreisstraßen (K 74 / K 76)

Wir sind jetzt aber in einem Gewissenskonflikt der besonderen Art! Haben wir im „Panshaus“ bereits gespeist oder pausiert? Wenn NEIN: Ist uns nach einem gemütlichen und ruhigen Platz mit kleiner Gastronomie und einem schönen „Blick“? Dann bleiben wir für weitere ca. 5 km auf der K 74 und rollen, dem Streckenverlauf in Richtung Wadrill / Wadern folgend, zur „Hochwaldalm“. Nach ca. 5 km auf der K 74 weist uns hier der Weg links ab in den Wald. Die Hochwaldalm Wadrill ist die einzige Alm im Saarland. Jedes Jahr bringen Bauern aus dem Hochwald ihr Vieh auf die saftigen Weiden der Alm. Früher gab es sogar einen Hirten, der sich um das Vieh kümmerte. Heute ist die rustikale Almhütte ganzjährig bewirtschaftet und bietet kleine Speisen für ihre Gäste an.

http://www.hochwald-alm.de/

Die anderen biegen nach etwa 500 m nach links auf die K 76 ab und fahren nach Grimburg. Unschwer nachzuvollziehen wer Namensgeber des kleinen Hochwaldortes war. Natürlich die „Grimburg“, bei der es sich um eine ehemalige kurfürstliche Landesburg des Bischofs (Kurfürsten) von Trier handelt. Wahrscheinlich schon vor 1190 n. Chr. erbaut zählt sie zu den sieben trierischen Landesburgen (Arras, Ehrenbreitstein, Manderscheid, Neuerburg, Saarburg, Welschbillig und Grimburg) Am Ende der Ortsdurchfahrt Grimburg dann rechtsabbiegend auf die L 147 und in der Folge nach Wadrill. In der Ortslage Wadrill angekommen folgt unsere heutige Route jetzt der Wegweisung (links ab) nach Sitzerath auf der L 365.

Was soll ich euch jetzt sagen Leute? Im Grunde genommen kommt jetzt der Höhepunkt unserer heutigen Tour! Nur wird es wahrscheinlich nicht der komplette Höhepunkt, wenn WIR von dieser Station noch nach Hause fahren und dann unumgänglich noch unsere Maschinen nutzen müssen. ALSO bei der Planung dieser heutigen Anderstour vielleicht eine Übernachtung in dem Örtchen Sitzerath ins Auge fassen und dann mit reichlich HUNGER und Vorfreude in das Landgasthaus Paulus einkehren.

http://www.landgasthof-paulus.de/

Warum diese Umstände und die Übernachtung? Beim Chef des Hauses handelt es sich um den 3. Besten Sommelier in der Europa Trophee Ruinart und seine „Chefin“, die bezeichnenderweise den Nachnamen Essenpreis trägt, hat die Verantwortung für eine exzellente Küche. Wirklich ratsam bei der Auswahl der Speisen sind die von Hause aus vorgeschlagenen Alternativen 3- oder 4-Gang Menü mit individueller Zusammenstellung der Speisen. Der Chef des Hauses Hr. Nickel schlägt dann aus dem reichhaltigen Repertoire seines Weinkellers (alles „offene“ Weine) den, dem Gusto des Gastes entsprechenden, Wein für das jeweilige Gericht vor. Die Chance hier in einem noch „fahrfähigen Zustand“ das Lokal zu verlassen geht gegen Null. Also abwägen wo WIR heute unsere Schwerpunkte setzen! Zwei kleine Runden mit dem Motorrad verbinden mit einem exzellenten Menü und einer Übernachtung auf Grund des Weingenusses ODER wir lassen die flüssige Komponente im antialkoholischen Bereich und hängen unsere „Rückfahrtvariante“ unmittelbar an die Pausenstation (Wo auch immer wir sie gemacht haben) dran.

Also Start zur zweiten Runde vom Landgasthof Paulus in Sitzerath auf der L 365 nach Nonnweiler und von dort nach Otzenhausen. Wer möchte kann hier etwas für seine Allgemeinbildung in Sachen Geschichte tun und den Keltenring besichtigen.

http://www.keltenring-otzenhausen.de/

Die mit Kelten, Hunnen o. ä. nichts am Hut haben, fahren sicherlich trotzdem unter dem Schutz von Teutates auf der L 147 weiter an Neuhütten und Züsch vorbei und biegen dann oberhalb des Ortes nach rechts in Richtung Thiergarten auf die L 166 ab. Unversehens landen wir dann mal wieder an einer Kreuzung die uns mit einer Bundesstraße konfrontiert. Der B 327, auch Hunsrückhöhen-straße genannt, folgen wir rechtsabbiegend etwa 4 km bis wir hinter der Ortschaft Malborn der Wegweisung nach Beuren (Höhe Rothmühle) folgen und diesmal links auf die L 152 abbiegen. Ortsende Beuren bleiben wir nur noch etwa 700 – 800 m auf der L 152 und dann biegen wir nach rechts in Richtung Bescheid auf die L 148 ab.

Wie war das noch? Der Weg ist das Ziel! Also schnell noch die Kurven talabwärts an Bescheid vorbei mitgenommen. An der Zufahrt zum „Tourilokal“ Forellenhof vorbei und kurz hinter einem Nobelrestaurant (Landhaus St. Urban → 1 Michelinstern) links ab nach Naurath (Wald).

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Die Kurven der K 87 bergan nehmen wir noch auf die Schnelle mit.

Falls jemand unter uns ist, der bis jetzt keine der Anlaufstellen genutzt hat und nun auf dem „Hungerast“ sitzt, der kann in die Ortslage Naurath einfahren und sucht die Pizzeria „Da Luigi“ auf. Früher hieß die Gaststätte Wilddieb und eine gleichnamige Pension existiert noch immer. Also bei entsprechendem Hunger erfolgt hier der Einkehrschwung und die Aufnahme von Nahrungsmitteln.

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http://www.wilddieb-naurath.de/wilddieb-da-luigi/speisekarte/pizza/

Dann aus Naurath hinaus und nachdem wir die Autobahn passiert haben geht es an der nächsten Kreuzung erneut nach rechts weiter auf der K 85 über Neumehring zu unserer nächsten Abzweigung. Da wir jetzt fast unbemerkt Neu-Mehring passiert haben, zieht es uns hinunter an die Mosel in den ungleich größeren Ort Mehring. Also an der Einmündung der L 150 unweit der Autobahn rechts ab (ca. 600 – 700 m), unter der Autobahn hindurch und dann unmittelbar nach links, schön kurvig bergab nach Mehring (K 85). Wer von seinem Zeitfenster noch ausreichend Luft hat kann jetzt noch einmal Geschichtsunterricht zum Anfassen erleben. Wir sind bei unserer Anfahrt in den Moselort genau auf der richtigen Flussseite um noch einen schnellen Abstecher in die „Villa rustica“, eine alte römische Villa aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., zu machen.

http://www.trier-info.de/roem-villa-mehring-info

In Mehring angekommen folgen wir der Mosel zu unserer Linken auf der B 53 dem Streckenverlauf bis nach Schweich. Also ich für meinen Teil vertrete die Auffassung, dass ein Eis immer noch irgendwie und irgendwo im Magen- Darmtrakt Platz findet. Dies ist jetzt nicht empirisch erhoben, aber mehrfache ausgiebige Selbstversuche haben diese Meinung bei mir gefestigt. Wer ein ähnliches Meinungsbild vertritt fährt, an dem Verteilerkreis Ortsanfang Schweich angekommen, die erste Ausfahrt rechts ab und findet nach ca. 100m zu seiner Rechten die „Weltklasseeisdiele“ Cortina.

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Also das Prädikat Weltklasse hat SIE nicht durch das Platzangebot verdient, dieses ist eher knapp bemessen, ABER durch die Qualität des Eises. Bei Fabiola und Plinio Soccol sind wir gut aufgehoben. Ein Blick in das Allerheiligste des Meisters, die Eisküche, zeigt dem geneigten Betrachter, dass Plinio Soccol nicht nur das richtige Händchen für die Eiszubereitung hat, sondern auch ein Herz für uns Motorradfahrer. Die Fotos zeigen eindeutig, dass es von Vorteil ist wenn man Treiber der Frecce Tricolori ist und irgendetwas aus italienischer Manufaktur durch die Landschaft treibt. Flying Haggis „kontrolliert“ regelmäßig die Produkte und muss infolgedessen über die Sommermonate peinlich darauf achten, dass die Kalorientierchen nicht die Kombi enger nähen.

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Eis erledigt? Dann geht es über die Moselbrücke und im Anschluss unmittelbar nach links über Longuich und Fastrau nach Fell. Für erfahrene Anderstourer erübrigt sich jetzt die weitere Streckenbeschreibung, denn die Route über die alte Bergrennstrecke hinauf nach Thomm ist bereits mehrfach Bestandteil unserer Touren gewesen. Ebenfalls der dann folgende Streckenverlauf, der uns über Waldrach und Korlingen wieder zurück nach Trier führt. Ein schöner kurviger Abschluss zum Ende unserer heutigen Tour → Der Weg war unser Ziel und an schönen Eindrücken sowie gutem Essen hat es uns heute wieder einmal nicht gemangelt!

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Auf bald – im Hochwald!

Beim „Freundlichen“!

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Motorradkäufer und –fahrer sind ANDERS als Autofahrer – das ist ein Fakt! Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand → ein Motorrad bedeutet aber für seinen Besitzer eine EMOTION die Gestalt angenommen hat.

Und da sind wir jetzt bei dem Kernproblem. Habe ich einen Händler, der diese Emotionen nicht teilt und im Grunde genommen auch Akkuschrauber in einem Baumarkt verkaufen könnte, dann springt HIER der oftmals zitierte Funke nicht über. Meistens färbt dann diese Einstellung auch auf die Angestellten ab. Verkäufer demotiviert – Werkstatt zum vergessen – schlampige Arbeiten und wenig kundenfreundlich, bis hin zu dem Status, dass der Begriff Freundlichkeit überhaupt nicht in deren Wortschatz vorkommt.

Flying Haggis hat in dem einen oder anderen Bericht bereits ziemlich unverblümt das ein oder andere Fehlverhalten zur Sprache gebracht und kritisiert. JETZT ist der Zeitpunkt gekommen WO ich namentlich einen ORT nenne, der Prototyp für die Umschreibung in einigen Motorradforen sein könnte, wenn es heißt: Ich fahre zu meinem „Freundlichen“!

Seit 1981 bin ich jetzt auf Motorrädern unterschiedlicher Marken unterwegs. Der blau-weiße Propeller war noch nicht dabei, aber sämtliche Japaner sind durch und über Italien ist der überzeugte Ducatisti Flying Haggis bei KTM gelandet.

KTM bedeutet in unserer Region „Bodo Schmidt Motorsport“ in Schmelz und gelandet bedeutet im besten Sinne des Wortes „gut aufgehoben“. HIER springt der Funke „Emotion“ in Sachen Motorrad bei allen Mitarbeitern und in jeder Ecke des Betriebes über.

Beim Chef des Hauses die Kompetenz in Sachen Motorräder auch nur in Zweifel zu ziehen bedeutet, dass man sich nicht sachkundig gemacht hat und Unkenntnis über seine motorsportliche Vita hat. Der Mann lebt Motorrad ist im Verkaufsgespräch ruhig und sachlich – es kommt kein Herunterbeten irgendwelcher inhaltsloser Werbe- oder Prospektslogans, sondern kompetente Information. Emotional wird er dann (und zu Recht), wenn in irgendeiner (angeblichen) Fachzeitschrift wieder ein Testbericht über ein Modell aus seinem Angebot steht dem es inhaltlich an jeglicher sachlichen Fachkompetenz sowie neutraler und objektiver Betrachtung samt Bewertung mangelt.

Die komplette Belegschaft ist zu jedem Zeitpunkt hilfsbereit und das auch in hektischen und betriebsamen Zeiten. Da jetzt jemanden herauszuheben, wäre beinahe den anderen Unrecht zugefügt. Dennoch werde ich jetzt „2“ ganz besonders erwähnen.

Da ist zum einen der „Ritzelgott“ Michael, Herrscher über Ersatzteile und Zubehör. Mit einer stoischen Ruhe und (fast) immer einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen nimmt Michael wirklich jeden Auftrag akribisch an und setzt ihn anschließend auch noch in die Tat um. Alles frei nach dem Motto: „Wunder werden sofort erledigt – auf Wunsch wird gehext!“ Zum anderen der Meister in der Werkstatt des Betriebs → ANTON. Hat die Fehlerhexe zugeschlagen weiß Anton immer für Abhilfe zu sorgen. Der Defekt, den ER nicht beseitigen kann wurde bislang im Sonnensystem noch nicht gefunden. Mit Anton an Bord wäre der berühmte Funkspruch aus der Apollo 13: „Houston, wir haben ein Problem“ niemals an Mutter Erde gefunkt worden. Stattdessen hätte man aus dem Hintergrund (leicht ungeduldig) ein: „Geh´ jetzt auf Seite und lass` mich mal dahin“ gehört.

Wäre das Team ein Fußballverein, dann hätte schon der CF Barcelona oder Real Madrid versucht „Spieler“ abzuwerben ABER wahrscheinlich ist die Mannschaft zu heimatverbunden, um auf derartige Avancen zu reagieren.

Wer sich also in Gedanken bereits mit dem Neukauf einer Maschine beschäftigt, der sollte konkret (wenn er emotional keine Markenbindung hat) Bodo Schmidt in Schmelz unmittelbar ins Auge fassen. Hier ist man nicht nur in Sachen KTM „Ready to Race“ gut aufgehoben, sondern auch bei den Grünen aus Hamamatsu in Sachen Kawasaki.

Ich für meinen Teil bin jetzt in -35- Motorradjahren noch nie bei einem Händler derart gut aufgehoben gewesen.

Also Leute – absoluter Flying Haggis Händlertipp: Bodo Schmidt Motorsport in Schmelz http://www.bodo-schmidt.de

Saisonbeginn

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Ich weiß jetzt nicht wie es euch geht, aber bei Flying Haggis gehen zu Saisonbeginn meistens 1 – 2 Tankfüllungen durch die Einspritzpumpe meiner KTM bis der Bewegungsablauf wieder so ist, dass ich mit mir zufrieden und mit der Maschine eine Einheit bilde.

Da ist zum einen die Harmonie mit dem Motorrad über Winter etwas eingerostet und zum anderen müssen sich die Sinne des Fahrers wieder auf wesentliche Dinge wie das Lesen der Fahrbahn schärfen. Mit dem Bürgerkäfig sind mir Frostaufbrüche und Bitumenstreifen oder großflächige, sowie leicht erhobene Flickarbeiten auf der Straße komplett egal. Mit dem Motorrad können SIE Dir nachhaltig die Linie verhageln oder schlimmer, je nach Reaktion des Fahrers, die gesamte Fuhre ziemlich in Unruhe bringen. Dann ist da die Sache mit der Blickführung in den Kurven, die einen Autofahrer höchstens marginal interessiert, da ihm Korrekturen in seinem mehrspurigen Fahrzeug leichter von der Hand gehen als dem doch recht fragilen Gebilde Motorrad plus Fahrer (oder Fahrerin). Mit dem Zweirad sollte man doch in der einen oder anderen Physikstunde aufgepasst haben, damit sich hilfreiche Notwendigkeiten auch erschließen. Da sind wir dann beim Stichwort Lenkimpuls, der nach dem Winterschlaf die ersten paarmal bewusst eingeleitet werden muss, um dann wieder in Fleisch und Blut überzugehen.

Einige von UNS benötigen diese innere Einkehr zu Beginn der Motorradsaison aber nicht. Oder zumindest sind SIE der persönlichen Überzeugung sich mit derartigen Nebensächlichkeiten nicht belasten zu müssen.

So fährt ein Treiber einer Boxer-BMW am Wochenende mit ziemlichem Tempoüberschuss von hinten auf meinen Bürgerkäfig auf. Flying Haggis hatte die Gummikuh bereits im Rückspiegel gesichtet und war verwundert über die Geschwindigkeit, weil WIR Gegenverkehr hatten und ein Überholvorgang ohne massiven Flurschaden eher unwahrscheinlich erschien. Zu diesem Schluss kam der Boxerfahrer erst etwas zeitverzögert und bremste jetzt seine Fuhre massiv zusammen. Dies derart, dass die Front des Boxers sichtlich in Unruhe geriet. Geradeso abgefangen setzte der Boxerpilot im unmittelbaren Anschluss kopfschüttelnd zum Überholen an, fuhr dann einige Meter nach seinem Manöver immer noch auf der Mittellinie die nächste Linkskurve (?) an, um kurz vor dem Einlenken noch schnell eine Korrektur nach rechts vorzunehmen, damit er nicht mit dem kompletten Oberkörper UND der Maschine in die Gegenfahrbahn hineinragte.

Der Mann war zügig unterwegs zu Saisonbeginn! Meiner Meinung nach nur etwas zu zügig für sein aktuelles Fahrvermögen und Fahrkönnen. Da hatte von vorne bis hinten nichts im Ablauf gepasst, dass man abschließend von einem Beherrschen der Situation hätte reden können. Ob sein Kopfschütteln Ausfluss der eigenen Erkenntnis über die persönliche Unfähigkeit war, ODER doch eher über meine physische Anwesenheit zur unpassenden Zeit, entzieht sich meiner Kenntnis.

ABER weil der beschriebene Boxerfahrer leider nicht allein ist mit seiner Selbstein- und -überschätzung haben WIR alljährlich das immer wiederkehrende Problem. In der Presse und den Medien werden WIR ALLE als hirnlose Raser und Irre vermarktet und dargestellt. Die Organspender sind wieder unterwegs.

Flying Haggis will seine Organe gerne noch eine lange Zeit selbst nutzen. Abschließend könnte ich vielleicht meine Leber mit allen militärischen Ehren auf der Isle of Man beerdigen lassen. In der Rechtskurve bei Creg Ny Baa wäre nicht schlecht! Da ist ein Pub in der Nähe und vielleicht verschüttet dann der ein oder andere TT-Besucher auf der „Begräbnisstätte“ noch einen Schluck Lagerbier.

Bis DAS soweit ist werde ICH lieber weiterhin meine 1 – 2 Tankfüllungen investieren bis der Bewegungsablauf auf der Maschine wieder passt und die Harmonie zwischen Fahrer und Motorrad wieder eingekehrt ist. Denn ich will nicht den Medien die Munition für weitere Streckensperrungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen für Motorräder geben UND ich gehe davon aus, dass das Gros von UNS diese Auffassung teilt.

Flying Haggis wünscht EUCH einen guten Saisonstart 2016 sowie eine wunderbare und vor allem sturzfreie Motorradsaison!

„Das ist doch dieses kritische Motorrad“

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mit diesen Worten wurde Flying Haggis tatsächlich am Pirelli Stand in Dortmund begrüßt, als er vollkommen neutral und wertfrei (wie es meinem Naturell entspricht) nach einer Reifenfreigabe für den aktuellen Scorpion gefragt hatte.

Da wurde meine „Vroni“ von dieser Dame doch tatsächlich mit diesem o. a. Kommentar belegt.

Nur mit Mühe meine Contenance wahrend kam jetzt von mir die etwas hingeblaffte Frage: „Was soll denn an meiner @venture bitteschön kritisch sein?“

Mein Gegenüber (oder heißt es korrekt gemäß Gender Mainstreaming meine Gegenüberin) rang jetzt um ihre Fassung und es kam ein : „Jaaa, da steht so viel in der Fachpresse, dass DIE pendelt!“

Antwort: „Meine alte XJ 550 in den 80er DIE hat gependelt! Die KTM ist für eine empfindsame Seele möglicherweise etwas unruhig. PENDELN ist anders!“

Das Gespräch nahm dann seinen Verlauf und ein wirklich versierter Reifenfachmann von Pirelli, der seine Herkunft aus den „neuen Bundesländern“ sprachlich nicht verbergen konnte, stand dann auch mit dem ein oder anderen guten Tipp parat.

Worauf will ich jetzt hinaus?

Da geht ein Motorrad durch die Gazetten und die Internetforen wo sich diverse Nutzer und Fachleute und Adabeis über Qualität oder Nichtqualität, insbesondere Fahrsicherheit auslassen.
Wohlgemerkt – ich möchte mich nicht negativ darüber auslassen, wenn irgendein Fahrer auf Grund technischer Probleme tatsächlich einen schweren Unfall mit der KTM erlitt – ABER bei gewissen Darstellungen der „PROBLEME“ stellen sich mir die Haare zu Berge.

Deshalb versuche ich es zunächst mit einem konstruierten Beispiel aus dem Automobilsektor. Es handelt sich natürlich um ein orthopädisches Beispiel, weil es hinkt! Oftmals haben Beispiele ja diese Neigung zu hinken.

Also irgendein Autofahrer, nennen wir den Mann einfach Hr. Müller – dies erscheint mir in Deutschland recht unverfänglich. Hr. Müller fährt einen PKW mit den Ringen unter den Augen und ist überraschenderweise aus Ingolstadt. Seinem Fahrzeug geben wir jetzt einfach die Typenbezeichnung Q 8 und ausreichend Qualm unter die Motorhaube um den Asphalt bei Bedarf aufzurollen.
Hr. Müller ist jetzt Campingfan, montiert also an seinen Q 8 einen schönen Wohnanhänger und begibt sich auf Urlaubsfahrt in das flache Land im Norden, wo Campinganhänger eher unauffällig sind.
Da sein Bolide es hergibt ignoriert Hr. Müller geflissentlich die 100er Zulassung seines Anhängers und fährt mit seinem leicht schlingernden Gespann mit lockeren 200 auf der Uhr in Richtung Grenze. Der Schwingungsdämpfer des Anhängers hat recht wenig Arbeit, da der Campinganhänger ohnehin kaum mehr Bodenhaftung hat.
Bei der Tankpause an der Grenze erkennt unser Hr. Müller, dass jetzt lediglich noch Fragmente seines Campingwagens an seiner Anhängerkupplung hängen und sein Fahrzeugheck irgendwie einen derangierten Eindruck hinterlässt.


Vollkommen erbost schreibt jetzt Hr. Müller an den Hersteller seines Fahrzeuges mit den Ringen unter den Augen, weil DIE ihm schließlich ein Produkt angedreht haben, welches jetzt einfach nicht eine Fahrt mit guten „200“ auf der Uhr und Anhänger im Schlepp zu seiner Zufriedenheit erledigt!

Irgendwie kann ich mir die fiktive Antwort des Fahrzeugherstellers annähernd vorstellen:
Vielen Dank Hr. Müller für ihre Information über unser Fahrzeug. Unser firmeneigener Therapeut wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis zu seinem Eintreffen nehmen Sie bitte die Familienpackung TAVOR, die diesem Schreiben beiliegt, ein und Verharren in Stille. Bei Risiken und Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage oder schlagen Sie ihren Arsch von Apotheker.

LEUTE! DAS ist eine Reiseenduro! Vollgepackt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack steht DIE im Wind wie eine Wurlitzer Musikbox! Mit Sozia sind wir jetzt in einem Ladungszustand, dass WIR besser gar keinen Blick in den Fahrzeugschein unter die Sparte Gesamtgewicht werfen ( da sind nämlich jetzt 99 % unserer Maschinen LOCKER drüber).
Als Lenker haben wir jetzt auch noch eine Segelstange, die UNS bei jeder Dolomitenrunde ein Grinsen ins Gesicht treibt, weil WIR die Maschine einfach WUNDERBAR im GRIFF haben – ABER auf der Autobahn schafft diese Art Lenker denkbar ungünstige ergonomische Voraussetzungen zum Tempobolzen.
Krampfhaft jenseits der 200 an dieser STANGE klammernd, damit uns der Fahrtwind nicht in Richtung Sozia und Topcase drückt, übertragen WIR nämlich jetzt Schwingungen ins Fahrwerk, dass selbst ein Panzer keinen ruhigen Geradeauslauf mehr hätte.

Wenn ICH auf Urlaubstour voll „aufgerödelt“ unterwegs bin, dann ist die Wohlfühlgeschwindigkeit auf Dauer (UND das kann bei mir lang sein) irgendwo zwischen 140 und 160.

Bei Überholmanövern kann es dann auch mal etwas mehr sein und mit mir an Bord lag meine @venture auch vollgepackt bei diesen kurzen Manövern bis 200 ruhig.

Wer jetzt unbedingt von dieser Art Maschine, ähnlich einem Superbike, eine stoische Fahrwerksruhe bis Tacho 270 erwartet, DER / DIE sitzt de facto auf dem falschen Motorrad und sollte bei den Supersportlern nach einem passenden Produkt suchen – ODER Hr. Müller nach seinen Erfahrungen mit dem Q 8 und seinen Medikamenten fragen!

Die Wahrnehmung ODER das Bewusstsein!

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Gemeinhin behauptet der Volksmund, dass Vorfreude die größte Freude ist. Mit Sinnsprüchen ist das so eine Sache. Irgendwie artverwandt mit den alten Bauernregeln. Es mag oftmals passen ABER eine allgemeingültige Regel daraus zu machen geht mir einfach zu weit. Die Sinnfrage im Bezug auf das MOTORRADFAHREN hat Flying Haggis zu Beginn des Blogs bereits gestellt und im Grunde genommen (weitestgehend) für sich beantwortet.

Die Vorfreude ist ja ganz nett, aber nett ist bekanntlich die kleine Schwester von langweilig (Manch einer assoziiert hier sogar einen etwas derberen Begriff). Die richtige Freude, das Kribbeln im Bauch, das stellt sich bei mir auf der Maschine ein. Weil Motorradfahren für mich Genuss bedeutet. Genießen mit allen Sinnen. Und das Genießen hat bei mir etwas mit den schönen Momenten oder Augenblicken beim Fahren zu tun.

Wenn man aber einen wunderbaren Moment erst bei nachträglicher Betrachtung als solchen erkennt und zu würdigen weiß, dann ist in unserer Wahrnehmung etwas schief gelaufen!

Das mit den wunderbaren Momenten ist aber jetzt auch so ein Thema, weil die Geschmäcker bekanntermaßen unterschiedlicher Natur sind. Es soll ja auch Menschen geben, die sich gerne auspeitschen lassen.
Aber jetzt sind wir bereits wieder leicht abseits unseres ursprünglichen Themas. Auf und mit dem Motorrad gibt es für mich ein breites Spektrum an wunderbaren Momenten.
Das kann bereits etwas so Profanes wie eine richtig gut gelungene Kurvenkombination sein. Oder die morgendliche Fahrt durch den aufsteigenden Frühnebel über die Höhenzüge von Eifel oder Hunsrück. Der Blick von der Höhe auf die Flußschleife bei Bremm mit der Ruine des Klosters Stuben und dem Calmont.
Apropos Blick, der nach der letzten „Tornante“ der UNS den atemberaubenden Blick auf die Marmolada oder den Rosengarten freigibt oder vom Mendelpass hinunter ins Tal nach Bozen oder vom Jaufenpass hinunter ins Passeiertal.
Das Schweizer Pässe-Triple Grimsel – Susten – Furka, mit all seinen Eindrücken und Aussichten. Oder auf nach Grindelwald und mit einem Stück herzhaften Bergkäse und Bauernbrot auf einer Bergwiese den eindrucksvollen Blick auf den Eiger geniessen. ODER……ODER…….UND………..UND.

Freuen WIR uns also auf unsere Motorradsaison 2016 – auf viele wunderbare Momente die wir auch als solche DIREKT im Augenblick des Erlebens erkennen und empfinden UND auf geniessen mit allen Sinnen!

ACHTUNG → SUV – Mütter!

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Jede Phase des Motorradfahrerlebens hat ihre Zielgruppe an Verkehrsteilnehmern bei denen man erhöhte Vorsicht walten lassen sollte, sofern eine gesunde Heimkehr nach einer Motorradtour im Mittelpunkt unseres Strebens liegt.

Zu Beginn meiner Zweiradzeit waren dies die Herren mit Hut, der gehäkelten Klopapierabdeckung und dem berühmten Wackeldackel, aus dem Sortiment einer bekannten Mineralölfirma, auf der Heckablage.

Da diese Insignien der Unfähigkeit meist deutlich durch das Heckfenster erkennbar waren, konnte man sich auch zeitnah auf das jetzt nahende Problem vorbereiten. Dann kamen für mich die Treiber von Fahrzeugen mit den gelben Kennzeichen hinzu, bei denen erhöhte Obacht angebracht war, sollte der sonntägliche Ausflug nicht unter einem Campingwagen enden und unsere Anwesenheit unter seinem Gespann möglicherweise vom aufmerksamen Fahrer erst bei Rückkehr in das flache Nachbarland bemerkt werden.

In den letzten Jahren treibt aber eine neue Spezies in unseren Gefilden ihr Unwesen und die ist auf Grund der massiven fahrbaren Untersätze ungleich gefährlicher als ihre o. a. Vorgänger.

DIE SUV – MÜTTER!

Unterwegs mit Fahrzeugen, deren Bezeichnungen uns bereits den Angstschweiß auf die Stirn treiben sollten – hier ist ein „Schneemensch“ unterwegs, dort eine Mischung aus Tiger und Leguan oder auch der gern genommene X-Faktor mit Zahlenkombinationen jedweder Art. Zunächst dachte ich noch, in einem Anflug von kindlicher Naivität, dass die SUV – Mütter ihre Fahrzeuge dafür nutzen um ihren Nachwuchs artgerecht unmittelbar am Sandkasten ihrer Krabbelgruppe oder am Kindergarten abkippen zu können. Das ist aber weit gefehlt, denn die SUV – Mutter würde niemals zulassen, dass ihre Brut in Kontakt mit Sand, Schmutz oder Viren welcher Art auch immer kommt. Dabei wäre die orale Aufnahme des kompletten Inhalts eines solchen Sandkastens wahrscheinlich für die Zöglinge weitaus ungefährlicher, als die Fahrt in Mutters SUV.
Nein, nein vor den besagten Örtlichkeiten (und in der Folge bleiben auch Schulen nicht verschont) HALTEN die SUV – Mütter in zweiter oder dritter Reihe nebeneinander, um den Abschied von ihrem Nachwuchs zu zelebrieren. Schließlich muss die Welt davon erfahren mit welcher Inbrunst SIE ihrem Auftrag → Aufzucht und Hege nachgehen! Hupen nutzt jetzt wenig, weil dies die SUV – Mütter in ihrem Wahn zur Selbstdarstellung erst richtig bestärkt und unseren Aufenthalt hinter der SUV-Schlange nur unnötig verlängert.

Schon einmal auf der Landstraße auf eine SUV -Mutter aufgefahren? Na – auch gedacht, dass die Fahrerin volltrunken oder bekifft ist? Das war natürlich ein Fehler in der Wahrnehmung oder eine falsche Sozialisierung aus unseren früheren Zeiten. Die SUV – Mütter pflegen diesen Fahrstil auch im nüchternen Zustand und Dank der Fahrspurassistenten werden SIE rechtzeitig auf das Verlassen ihres Fahrstreifens hingewiesen, so dass SIE entsprechende Korrekturen einleiten können. Insofern ist der Fahrstil schon fast wieder erklärbar. Jetzt nicht böse sein Leute. Die SUV – Mütter sind alle (neudeutsch) multitaskingfähig. Wenn gerade eine SMS geschrieben werden muss und der Lippenstift nachgezogen und der Nachwuchs vom Rücksitz sein Weizenkleie Müssli an die Frontscheibe geworfen hat – dann können banale Kleinigkeiten wie das sichere Lenken eines Fahrzeuges schon mal zur Nebensache mutieren.

Apropos Rücksitz. Der ist natürlich ausgestattet mit dem Testsieger der Kindersitze aus allen repräsentativen Vergleichstests. Die Zöglinge werden aber in diesen Sitzen nicht arretiert, weil sie dadurch in ihrer Entwicklung Schaden erleiden würden. So werden wir stille Beobachter der Szenerie und können auch abschließend mitteilen ob Sören oder Livgrete uns die Zunge herausgestreckt und freundlich den Stinkefinger gezeigt haben. SUV – Mama persönlich hat uns nämlich mittels großflächigem Aufkleber mitgeteilt, WEN sie an Bord so alles transportiert.

Die Masse der SUV – Mütter sind FDP Wähler! Also das ist jetzt nicht empirisch erhoben, sondern beruht eher auf einer (fundierten) Vermutung eures werten Erzählers.

Die (zum Glück) verflossene FDP Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat sich immer für den Datenschutz in Deutschland stark gemacht. Meine Mutmaßung ist jetzt, dass die SUV – Mütter den Fahrtrichtungsanzeiger ihrer Boliden deshalb nicht nutzen, weil es ihre Umgebung nichts angeht WOHIN sie fahren! Datenschutz eben! Deshalb LEUTE – Passt auf, wenn ihr eine dieser Spezies auf der Strecke überholen wollt! Es könnte Euer „letztes Fahrmanöver“ gewesen sein!

Freuen wir uns auf die Saison 2016 – Aber mit der gebotenen Vorsicht!

ACHTUNG → SUV – Mütter!

Es geht wieder aufwärts!

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Leute, wir haben es geschafft!

Auch wenn WIR es bis dato gar nicht richtig gemerkt haben – in unseren Breiten ist Winter. Normalerweise eignet sich diese Jahreszeit nicht für uns und unsere Passion, aber der Winter 2015/16 hat uns bislang temperaturtechnisch noch die ein oder andere Ausfahrt ermöglicht UND die auch noch ohne unser bestes Stück einzupökeln.

UND jetzt haben wir auch bereits die zeitliche Phase hinter uns gelassen in der uns die Dunkelheit beherrscht. Seit 22. Dezember wird es wieder „heller“. Nah` – schon gemerkt? Es geht wieder aufwärts und die Motorradmessen im Frühjahr warten bereits auf uns, um die Szene mit Nützlichem (und auch häufig weniger Nützlichem) zu versorgen.

Flying Haggis wünscht EUCH ALLEN eine „Frohe Weihnacht“. Lasst Euch reich beschenken und verbringt eine gute Zeit.
Ein „Frohes Neues Jahr“ und eine sturzfreie Saison 2016. Auf das WIR uns auf irgendeiner „kurvenreichen Strecke“ in 2016 wiedersehen.

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5,- Euro in die Chauvi-Kasse

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Irgendwann ganz zu Beginn von „Flying Haggis“ habe ich auch meinen eigenen Fahrstil zu früheren Zeiten kritisch hinterfragt. Da war zu lesen, dass es heutzutage bei mir Kopfschütteln verursachen würde, aber zum „damaligen Zeitpunkt“ zum Empfinden Motorradfahren dazugehört hat.

Ihr wisst ja mittlerweile, dass Flying Haggis eine Zeit lang sein Unwesen im Großraum Köln / Bonn getrieben hat. Irgendwo verdient (oder erhält) man eben sein Geld damit man Essen und Motorradfahren kann. Aber am Wochenende da zieht es Flying Haggis natürlich wieder in heimatliche Gefilde. Schließlich muss man ja immer noch das „heimatliche Revier“ unsicher machen.

Es begab sich also an einem frühen (sehr frühen) Sommermorgen, dass sich euer werter Erzähler auf seiner D-Zug-Route in Richtung Trier aufmachte. Soll heißen Autobahn aus Bonn heraus und dann über die Kalenborner Höhe rein ins Ahrtal. Mein damaliges „Eisen“ eine Kawasaki GPZ 750, „die mit dem Mäusekino“ auf dem Tank, war zwischenzeitlich warmgefahren und harrte der Dinge die da jetzt kommen würden.
Jetzt muss ich noch anmerken, dass selbst zu schlimmsten Zeiten meine Geschwindigkeiten innerorts nur in Nuancen von der gesetzlichen Norm abwichen.

Infolgedessen war das, was jetzt kommen sollte, eine unmittelbar zu sühnende frevelhafte Handlung.

Da höre ich doch aus dem halb geöffnetem Visier „Geknatter“ und es kommt eine Suzuki RG 500 innerorts in Altenahr an mir vorbei. Auf dieser Kiste saß dann auch noch zu allem Überfluss ein „50 kg-Magermilchkribbel“, der sein Manöver nicht bis Ortsende abwarten konnte. Also gingen sämtliche Systeme bei Flying Haggis in den „Rächermodus“.

„Freundchen, auf einer meiner Heimstrecken – INNERORTS -, DAS wird bestraft mit einem Überholmanöver der besonderen Art und anschließender vernichtender Deklassierung!“

Also Altenahr wieder raus und durch Altenburg und alsdann den Hahn gespannt – was geht. Da stehen jetzt auf einigen der „runden Schilder komplett falsche Zahlen“. Zumindest kommunizieren sie in keinster Weise mit meinem Tacho. Die Häufung der folgenden verkehrsrechtlichen Verfehlungen hätte ausgereicht um die beiden beteiligten Protagonisten, über die nächste Reinkarnation hinaus, mit Führerscheinentzug zu belegen.
Die Reise geht die komplette B 257 entlang mit dem immer wiederkehrenden Szenario – vor der Kurve so lange stehen lassen wie es geht, um vorbeizukommen UND jedes Mal das gleiche Prozedere von dem „Magermilchkribbel“. DER letzte entscheidende Meter bleibt der Gaszug länger bei IHM offen und ich finde keinen Weg vorbei. Die Ortsdurchfahrten sind ja Tabuzone, schließlich bin ich ja auf „Rächermission“, wegen dieses frevelhaften Verhaltens.

Langsam beginne ich bereits damit MIR meine eigene Entschuldigung zusammenzubauen:

„Der ist ja auch leichter und die RG hat noch ein paar PS mehr!“

Aber DAS mit der Mehrleistung hatten meine GPZ und ich ja schon häufiger und nahmen es lediglich als sportliche Herausforderung und Randnotiz wahr, um es abschließend dann als „besondere Leistung“ zu buchen.

In Breidscheid setzt der „Magermilchkribbel“ den Blinker links zur bekannten Pommesbude Zufahrt Nordschleife.

DEN muss ich mir jetzt genauer anschauen, also ebenfalls den Blinker links und raus auf den Parkplatz. Das Gerät aus Hamamatsu aufgebockt, Helm ab und jetzt folgt mein unverfänglicher Blick in Richtung RG.

Nur unwesentlich älter als ich und mit dunkelblondem Kurzhaarschnitt lächelt mich eine „junge Dame“ an:

„Das war jetzt eine nette Runde. Du fährst nicht schlecht. Vielleicht an der ein oder anderen Ecke etwas abgehackt. Ich bin Instruktorin und gebe hin und wieder auch auf dem Ring einen Kurs. Vielleicht hast Du ja mal Lust mitzumachen?“

Abgehackt, so, so! Während ich keinen Weg vorbei gefunden hatte, hatte die Frau Instruktorin noch Zeit meinen Fahrstil zu begutachten und war nach Lage der Dinge bei Weitem nicht am Limit.

In den kommenden Monaten und Jahren kam es bei Benzingesprächen mit meinen unterschiedlichen Kumpels noch häufiger zum Thema „Frauen und / oder auf Motorräder“. Dabei auch mit Stellungnahmen die in der Chauvinismus-Hitliste einen Podestplatz einnehmen würden.

Meine Antwort war dann immer:

„Wartet bis ihr MEINE auf der RG trefft! Falls IHR bis zum ENDE dranbleibt ist die Kombi nass. Hoffentlich dann nur vom Schweiß!“

Alles frei nach dem Motto:
Zeige immer und überall wie schnell Du bist – aber sei Dir gewiss – Irgendwo wartet EINER/EINE auf Dich, der/die noch schneller ist als Du!

 

Originale ODER die „besondere Spezies“ Motorradfahrer

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Irgendwie lebt unser „Motorradfahrerleben“ doch auch von seinen Originalen. Zumindest für meine „Vergangenheit“ hatten diese „Typen“ immer eine gewisse Rolle gespielt, weil allein ihr Auftritt bereits für Erheiterung beim Rest der „Gemeinde“ sorgte.

Zwei dieser „Spezialisten“ aus diesem erweiterten „Bekanntenkreis“ hörten eigentlich auf den „Rufnamen Peter“. Allerdings nutzte niemand aus der Szene diese „Ausführung“ aus den Geburtsurkunden und Ausweispapieren. Den Ureinwohnern der Vereinigten Staaten nicht unähnlich waren diese beiden mit entsprechenden „Ergänzungen“ versehen, die ihren „Allerweltvornamen“ zu einem absoluten Unikat machten.

Da war zum einen im Bereich Trier unser „Kippen-Pit“. Unbedarfte Leser könnten jetzt zunächst assoziieren, dass dieser „Kriegsname“ von einem etwas maßlosen Konsum von Tabakwaren herrühren könnte. Dem ist nicht so – die „Namensdeutung“ ist doch etwas komplexer. Unser „Kippen-Pit“ war lange Zeit im Besitz einer Mülldeponie in der Nähe von Trier, bevor diese dann ins kommunale Eigentum wechselte. Mülldeponie = Müllkippe ergo, da Müllkippen-Pit zu lang → „Kippen-Pit“.

Unser „Kippen-Pit“ war im Großraum Trier mit seiner „BMW R 90 S“ unterwegs. Die 90 S war das Spitzenprodukt der Strich 6er Baureihe und im Grunde genommen mit ihren 67 PS der „Urahne“ der „bayerischen Superbikes“. Natürlich in dem berühmten „Daytona-Orange“.

Ich habe in all den Jahren unseren „Kippen-Pit“ niemals in einem den „Sicherheitsansprüchen“ konformen Motorraddress gesehen. Im Sommer begegnete er einem im „Stadtbetrieb“ meistens mit offenem, kurzärmligem Hemd und Shorts. Seinen Jethelm hatte er ebenfalls so gut wie nie mit dem Kinnriemen geschlossen, weil dies „im Stadtbetrieb“ seiner Meinung nach überflüssig war.

„Ich fall´ doch nitt auf die Fress`!“

Gekannt (zumindest vom Sehen) hatte IHN im Großraum Trier so ziemlich JEDER/JEDE. Das lag auch an seinem unverkennbaren Erscheinungsbild. Langer graumelierter Bart – es sah auf den ersten Blick aus, als ob der bekannteste Sohn der Stadt Trier, Karl Marx, auf einer BMW R 90 S unterwegs ist. Der Ur-Trierer an sich ist etwas rustikal im verbalen Umgang miteinander, was bei dem einen oder anderen Gast unserer Stadt auf Unverständnis stößt oder zumindest zu ungläubigem Kopfschütteln führen kann.

So kam es mehr als einmal vor, dass unser „Kippen-Pit“ an einem unserer „Sommer-Treffs“ mit seiner Gummikuh erschien und uns mit breitem Grinsen fröhlich mit

„Tach ihr Arschlöcher!“

begrüßte. Dies war keineswegs despektierlich oder in irgendeiner Form als Beleidigung für die Anwesenden zu werten. Es war eher eine „moselfränkische Zusammenfassung“ für: Hallo Jungs, wie geht es Euch? Insofern erntete unser „Kippen-Pit“ auch meistens Gelächter oder die mehrstimmige Info: „Alles klar Pit!“ Dies führte dann meistenteils zu noch mehr befremdlichem Kopfschütteln bei „auswärtigen Fremdlingen“.

Originale gibt oder gab es aber nicht nur in Trier. Eine lange Zeit trieb sich der Schreiber dieser Zeilen auch im Großraum Köln / Bonn herum. Der absolute Motorrad-Szene-Treff war dort immer der „Köln-Bonner-Verteiler“. Für nicht Ortskundige – das war der Verteilerkreis den man am Ende der A 555 befuhr um über den Militärring in Köln „einzufallen“. Hier war nicht nur eine „Tanke“, sondern auch immer eine Gaststätte mit wechselnden Besitzern und der Möglichkeit der „kundigen Menge“ vor Ort die Maschinen zu präsentieren.

Allein schon die „Köllsche Mundart“ war bei mir immer für ein Schmunzeln gut. Selbst reine Sachvorträge erreichten bei diesem Dialekt bereits den Status einer exzellenten Büttenrede im Karneval. Hier traf sich also ALLES aus dem Großraum in und um Köln um „Benzingespräche“ zu halten ODER aber schnell noch gemeinsam und immer wieder in unterschiedlicher Zusammensetzung, die ein oder andere „zügige“ abendliche Tour in Angriff zu nehmen. Das ging vom „Bergischen“ über das Siebengebirge und den Rhein bis hin zum „Ring“.

Und hier war dann unser „anderer Peter“. Bei seinem erstmaligen Erscheinen bei einer meiner ersten Touren zum „Verteiler“ rieb ich mir etwas verstört die Augen ob des merkwürdigen Anblicks. Da tauchte EINER mit seinem Motorrad und „Lederkluft“ auf und hatte über die Lederhose eine „RADFAHRHOSE“ gezogen. Auf Nachfrage bei meinen Bekannten wer oder was DAS denn sei kam die Antwort

„Eiih, datt iss däh Prostata-Pitter!“

Die Antwort ließ keinerlei weitere Nachfrage zu, weil SIE in einem derartigen Tonfall erfolgte, als ob man gerade nach dem Namen der „komischen Kirche“ weit im Hintergrund gefragt hätte.

„Prostata-Pitter“ zelebrierte seine „Auftritte“. Ob er dabei wirklich an besagtem „körperlichen Gebrechen“ litt, welches er jedem/jeder erzählte OB man es hören wollte oder nicht, blieb im „Dunkel der Geschichte und Geschichtchen“ verborgen. Denn ob die Radfahrhose tatsächlich einen positiven Beitrag zu seiner „angeschlagenen Vorsteherdrüse“ beitragen konnte wage ich eher zu bezweifeln. Aber – der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Meistens begannen die Geschichten mit der Einleitung

„Hür ens Jung“

und dann erfolgte der „Sachvortrag“ warum und weshalb er z. B. diese „Botz“ über seine Lederhose gezogen hat.

Das sicherlich einige seiner Anekdoten dem Bereich „Märchen und Heldensagen“ zuzuordnen sind ist dabei im Grunde genommen zu vernachlässigen. Alles war irgendwie hörenswert und seine Zuhörerschaft hatte Tränen vor Lachen in den Augen. Es war die Kölsche Motorradfahrervariante der Geschichten aus 1.000 und einer Nacht mit Prinzessin Sheherazade. Nur statt der schönen Prinzessin eben mit „Prostata-Pitter“ und seiner Radfahrhose – also „etwas“ weniger Romantik und stattdessen „rustikales Volkstheater“.

„Prostata-Pitter“ fuhr eine Honda VF 1100 C. Richtig Leute, wir bewegen uns in grauer Vorzeit, den 80ern, als die Japaner noch dachten einen Chopper kreiert man indem einfach ein höherer Lenker und eine abgestufte Sitzbank auf eine Straßenmaschine montiert wird. Diese 1100er C hatte einen Motor im Rahmen stecken, der in seinen Ursprüngen aus einem „Sportler“ kam und seine Gene auch nicht verleugnen konnte. Also von choppermäßiger Fortbewegung wollte der Motor eigentlich nichts wissen.

Eines Abends erschien unser „Pitter“ komplett aufgelöst am Verteiler. Mit gehetztem Blick stieg er von seiner Honda und kam zu uns gestapft, immer wieder in die Richtung seiner „Anfahrt“ blickend. Also war natürlich eine mitfühlende Frage auf Grund der Szenerie logisch:

„Pitter, watt iss. Hast`e Harndrang?“

Nach erneutem „subversivem“ Blick nach hinten folgte die Antwort:

„Hür ens Jungs. De Schmier hat hinnen am Ring en Radarkontroll` gemäht. Wenn die kommen. Ich sinn` en halwe Stunn schon do!“

Merkliches Gemurmel in der Gruppe und dann die nächste Frage:

„Ja Pitter. Hann` se dich dann überhaupt geknipst?“

Jetzt richtet sich unser „Prostata-Pitter“ zur vollen Größe auf und antwortet triumphierend:

„Jo. Awer ich hann` enn Wheelie gemäht. Die hann` höchstens de Ölwann` und de Krümmer druff!“

Tosendes Gelächter am Platze. Das Problem an seinen „Geschichtchen“ war einfach, dass ER durchaus für den ein oder anderen „Kracher dieser Art“ gut gewesen war und man nie richtig abschätzen konnte – wann hat unser „Prostata-Pitter“ tatsächlich die Wahrheit gesagt und wann ist IHM bei seinen Erzählungen die Phantasie etwas zu sehr durchgegangen.

Kurzweilig war jeder Abend mit ihm und ich möchte die Momente nicht missen.

Wie sehen „eure Originale“ aus und WO habt ihr sie kennengelernt?

MOTO GP ODER „Der Weltmeister der Herzen“!

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Was war das für eine Moto GP Saison? Ich musste jetzt erst einmal einige Tage ins Land gehen lassen um nicht zu emotional ans Werk zu gehen.

Wenn man objektiv an die Frage herangeht wann oder warum der Doctor die WM 2015 verloren hat, bleibt man wahrscheinlich bei seinem „Heim-Grand-Prix“ in Misano hängen. Warum dort? Hier hatte er doch 11 Punkte auf seinen direkten Verfolger Jorge Lorenzo gut gemacht.
Soweit korrekt – aber hier verbuchte Vale auch den ersten „Nicht-Podestplatz“ der Saison 2015. Das Gesamtklassement im Hinterkopf und der mehr als kuriose Verlauf dieses Regenrennens führten Rossi zu Platz -5-. Der einzige taktische Fehler in diesem Jahr, denn bei einem zeitigeren Maschinenwechsel eine Runde zuvor wäre unser Doctor auf Platz -2- im Rennen gelandet und mit diesem 20-Punktepolster von Misano hätte er am Rennabend in Valencia, bei gleichem weiteren Verlauf, mit -4- Punkten Vorsprung den WM-Titel gefeiert!

Dann hätte der spanische Sunnyboy machen können was er will, es hätte an der Titelvergabe nichts mehr geändert. NEIN, ich meine nicht Jorge Lorenzo. Der ist eine tolle Saison gefahren. Wenn er sich nach den Ereignissen in Malaysia, die ihn nur mittelbar betrafen, komplett herausgehalten hätte, dann wäre dies eines Champions allerdings würdiger gewesen. So hatte es den Anschein, dass seine Angst vor dem „Teamkollegen“ derart groß war, dass er IHN zur Sicherheit am „Grünen Tisch“ kalt stellen wollte. Das Ganze ändert aber nichts an der Tatsache, dass Jorge Lorenzo in der Saison 2015 der „schnellste Fahrer“ auf der Strecke war und damit sicherlich auch ein würdiger Weltmeister wäre, wenn nicht abschließend dieser Makel an der Titelvergabe haften würde.

NEIN, mit Sunnyboy meine ich den selbsternannten „Schildknappen“ von Jorge, der seinem HERRN in schimmernder Wehr in den letzten Rennen den Rücken freigehalten hat. Dies komplett konträr zu seinen früheren Verhaltensweisen, die oftmals jenseits aller Risikobereitschaft lagen und vor ALLEM jenseits von Rücksichtnahme gegenüber seinen „Gegnern“ auf der Strecke. Hier nahm unser, immer freundlich lächelndes, spanisches Wunderkind auch Stürze und Verletzungen seiner Kollegen billigend in Kauf. Besonders absurd wurden seine aktuellen Verhaltensweisen deshalb, weil sein eigentlicher „Lehnsherr“ Honda unseren Schildknappen an sich für Rennsiege bezahlt und nicht für „Geleitschutzflüge“ zugunsten eines Fahrers auf einem Konkurrenzprodukt.

Wer am Rennsonntag das Moto-GP-Rennen mitverfolgte der sah, dass unser bereits entthronter Weltmeister erst aus der Agonie seiner spätpubertären Trotzphase herausgerissen wurde, als sein Teamkollege Dani Pedrosa zu den beiden „Freunden“ Marquez und Lorenzo aufgeschlossen hatte. Der gute Pedrosa wollte hier „tatsächlich einfach nur ein Rennen fahren“ und das konnte Herr Marquez kurz vor Rennende nicht mehr zulassen. Erst jetzt kam sein alter Kampfgeist wieder auf, als Pedrosa kurz zum Überholen ansetzte, denn der war in bester Absicht da um das Rennen zu gewinnen.

Den Gipfel dieser Farce lieferte Herr Marquez dann bei den sich anschließenden Testfahrten auf gleicher Strecke. Wieder „ganz der Alte“ driftete er quer die Bremspunkte der Kurven mit stempelndem Hinterrad an. Kein einziges dieser Manöver war am Rennsonntag von ihm zu sehen. Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Lieber Marc Marquez. Irgendwann in einer sportlichen Laufbahn rächt sich unsportliches Verhalten. Das ist so und so wird es auch bei Dir sein. Wahrscheinlich wird es eine Weile dauern und möglicherweise werden VIELE dein diesjähriges Verhalten vergessen haben.

ICH NICHT!

Und wenn DU dann auf einen Dir so ähnlichen Charakter auf der Strecke triffst, der eine wunderbare Rennsaison in dieser Form konterkariert und eine WM-Titelvergabe manipuliert – dann jammere nicht und führe keine Beschwerden. ES ist DIR dann RECHT geschehen!

Den (anderen) HELDEN der Moto GP wünscht Flying Haggis eine tolle Saison 2016 und spannende sowie „faire“ Rennen.

Forza Valentino! Weltmeister der Herzen!“

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