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Archiv des Autors: flyinghaggis2015

ADAC – Kompetenz in Sachen Motorsport?

30 Donnerstag Jun 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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ADAC, Grand Prix Sachsenring, Moto GP

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Da glaubt man doch oftmals nicht mehr seinen eigenen Ohren oder beim Lesen den eigenen Augen zu trauen, wenn man dieser Berichterstattung und den Informationen folgt.

Da macht sich der ADAC, oder sollte ich besser sagen der Alleinherrscher in der Organisation und Sportchef Herr Tomczyk, Gedanken darüber den Großen Preis von Deutschland der Motorräder vom Sachsenring zu verlegen! Der Hockenheimring böte sich ebenfalls an!

http://www.motorsport-total.com/motorrad/news/2016/05/deutschland-grand-prix-hockenheim-statt-sachsenring-16052406.html

Hört, Hört!

Die nächste organisatorische Meisterleistung der deutschen Lobbyorganisation für Motorsport für alles mit vier, sowie in Ausnahmefällen auch einmal mit zwei, Rädern bahnt sich an. Hat der gelbe Club in den zurückliegenden Jahren nicht bereits genug Reputation verloren?

Also rein vom Logistischen her müsste euer Flying Haggis in Jubel ausbrechen, wurde er doch auf dem Nürburgring und dem badischen Kurs in Hockenheim über Jahrzehnte sozialisiert. Der Anfahrtsweg zur Veranstaltung würde sich auf -1- bzw. -1 ½- Stunden reduzieren. Das wäre was! Schnell morgens zu Hause frühstücken und dann zum Rennen zügig aufbrechen, also ein lockerer Tagesausflug.

Wenn ich an die letzten Veranstaltungen dieser Art auf meinen alten „Lieblingsstrecken“ denke und diese mit den Rennen seit meinem ersten Besuch 2002 bis heute auf dem Sachsenring vergleiche, dann kann ich nur eines sagen:

MACHT DAS NICHT!

Macht es nicht, wenn Euch nur etwas an dieser Veranstaltung und den treuen Motorsportfans liegt. Die komplette Region rund um den Sachsenring von Hohenstein-Ernstthal bis Chemnitz L(I)EBT dieses Rennen UND seine Besucher und akzeptiert diese als Freunde, die eben nur einmal im Jahr (nach Hause) zu Besuch kommen. Herzlich werden hier die Motorradfahrer und -innen aufgenommen und bewirtet.

Am Wochenende vom 10. – 12. Juni zog es 30.400 begeisterte Rennfans an die Strecke in Hohenstein-Ernstthal. War Grand-Prix oder Superbike-WM?

Nein Herr Tomczyk – die ALTEN HELDEN der Szene gaben sich ein Stelldichein am Sachsenring und wohl in Gedenken an den US-Präsidenten John F. Kennedy teilte der alte Recke Jim Redman den Besuchern am Ring mit, dass er ein Hohenstein-Ernstthaler ist und ER es jetzt mit seinen -84- Jahren auf den Strecken dieser Welt sein lässt. Also kein Wiedersehen mehr im Renndress mit dem Ex-Weltmeister.

 

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Das da eben korrekt gelesen Herr Tomczyk? 30.400 Zuschauer – Dreißigtausendvierhundert! Und das Schöne ist, dass man im Stammhaus in München nicht sagen kann – Man hätte das NICHT gewusst! Der ADAC war nämlich Ausrichter dieser Veranstaltung.

30.400 Zuschauer bei einem Classicrennen. Wenn SIE das auf dem Nürburgring oder dem Hockenheimring veranstaltet hätten, dann wären die Streckenposten und die Sanitäter, gemeinsam mit den Fahrern, in Überzahl gewesen. Sozusagen eine Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Rennsport findet mit dem Herzen statt. Zumindest bei den Fans. Momentan scheint bei DER Motorsportorganisation schlechthin in Deutschland kein Herz mehr für den Motorsport zu schlagen, sondern nur noch etwas im Stile einer Geldzählmaschine.

Die erste Quittung für ihre kommerzielle Verfahrensweise in Sachen Motorsport werden SIE bei dem nächsten deutschen Rallye-WM-Lauf in Deutschland erhalten, den SIE ab 2017 aus meiner Heimatstadt Trier ins benachbarte Saarland verlegt haben. Mammon lässt grüßen. Die nächste Quittung erhalten SIE, wenn sie den Motorrad-WM-Lauf an einen anderen Austragungsort als den Sachsenring verlegen. Anstatt mehr als 200.000 Rennbesucher über das Wochenende – leere Ränge. Wer`s mag – dem geschieht natürlich recht!

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Herr Tomczyk SIE sind der Verantwortliche des ADAC in Sachen Motorsport – Hände weg vom Sachsenring ODER die Rennfans unter den Motorradfahrern servieren IHNEN eine Rechnung, die SIE bei der nächsten Hauptversammlung des ADAC nicht mehr schönrechnen können!

Gehen Sie in sich und führen Sie Selbstgespräche ODER haben Sie Angst davor sich selbst einmal die Meinung zu sagen?

Ruhe in Frieden?

15 Mittwoch Jun 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Luis Salom, Marco Simoncelli, Moto GP

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Das Erste was mir bei den Burschen immer in den Sinn kam war – Unzerstörbar! Aber DAS ist die falsche Einschätzung auch wenn SIE einen immer wieder zum Zweifeln bringen, wenn SIE nur Minuten nach katastrophalen Stürzen mit ihren Maschinen wieder die Boxengasse hinausfahren, als ob nichts passiert wäre.

Natürlich wissen diese Profis um die Gefahr rund um ihren Sport und der Zuschauer weiß es ebenfalls. Dennoch habe ich jedes mal einen Kloß im Hals, wenn es wieder passiert. Vor allem wenn es dann auch noch derartige Sympathieträger trifft wie Salom und Simoncelli.

Unzerstörbar – erinnert IHR euch noch an Jugendzeiten? Da stand immer unzerbrechlich auf den Kämmen und DAS hat einen immer wieder herausgefordert DAS Ganze auszutesten. Die waren zerbrechlich – man musste sich nur die entsprechende Mühe geben. Genau wie die Titanic nicht unsinkbar war. Das hat der Kahn bereits bei seiner Jungfernfahrt unter Beweis gestellt.

 

Die Fahrer in der Motorrad-WM sind auch nicht unzerstörbar. Das letzte Grand-Prix-Wochenende in Barcelona hat es wieder einmal gezeigt. Da ist Luis Salom „El Mexicano“ beim Training der Moto 2 tödlich verunglückt.
Und unwillkürlich habe ich mich direkt wieder an den letzten Fahrer erinnert, der vor Luis Salom tödlich verunglückte. Marco „Supersic“ Simoncelli war das, der ebenso tragisch die Weltbühne Moto GP verlassen hat.

Was für ein Wahnsinnsduell hatte sich Salom in der
Moto 3 2013 geliefert. Die meisten Saisonsiege (-7-) auf dem Konto wurde er in den Red Bull Farben des Aki Ajo-Teams nur ganz knapp am Saisonende geschlagen.

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Von Größen wie Vinales und Rins. Und das auch nur, weil IHM gegen Ende der Saison die Nerven ein Schnippchen schlugen und er zweimal zuviel das Kiesbett aufgesucht hatte. Wenn man die damaligen Gegner betrachtet merkt man zu was Salom noch in der Moto 2 fähig gewesen wäre, WENN ja wenn er dort noch einmal ein ähnlich professionelles und vor allem familiäres Team wie das von Aki Ajo gefunden hätte. Denn irgendwie hat „El Mexicano“ Salom dieses Familiäre um sich herum immer benötigt um Höchstleistungen zu bringen.

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Das Drama um „Supersic“, dass selbst einer griechischen Tragödie würdig gewesen wäre, bleibt bei mir ohnehin unvergessen. In der laufenden Saison 2011 dreimal auf dem undankbaren vierten Platz, knapp das Podest verpasst, kam ER dann in unmittelbarer Folge mit einem 2. Platz vom Grand Prix aus Australien im Gepäck nach Malaysia.

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Jeder ahnte, DAS dauert nicht mehr lange und dann ist Marco, nach gefühlten Ewigkeiten, der Erste aus einem Kundenteam der den Werksfahrern wieder einen Sieg wegschnappt. Und dann diese Verkettung unglücklicher Umstände mit dem Ende, dass ausgerechnet sein Freund Valentino Rossi IHN noch abschließend überrollt. Die Szene wie Vale sich unmittelbar danach vor Verzweiflung an den Helm fasste werde ich nie vergessen.

Ruht in Frieden?

Das ist wirklich DAS LETZTE an das ich denke, wenn ich mich an diese Fahrer erinnern will. Ganz ehrlich glaube ich auch nicht, dass SIE das im Sinn hatten, wenn SIE an ihr Ende dachten. Falls sie solchen fatalistischen Gedanken überhaupt nachgingen.

Hört IHR DAS? Dieses tiefe Brummen und Grummeln? Ein Sommergewitter?

Vielleicht für die Pragmatiker unter EUCH. Für mich lassen die Jungs da OBEN ihre Moto GP Maschinen warmlaufen für ihr nächstes Rennen. Und auf dem „Walhalla Renn Circuit“ da drehen SIE ihre Runden mit den anderen, alten Größen wie Mike „the Bike“ Hailwood, Joey Dunlop und „Hizzy“ (Flying Haggis) Hislop und den anderen Helden der Motorradrennszene.

Von wegen Ruhe in Frieden → In voller Schräglage auf der letzten Rille um die nächste Kurve! Genau SO werde ich SIE in Erinnerung behalten!

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DUNLOP Roadsmart III ODER des Kaiser`s neue Kleider

03 Freitag Jun 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Technik & Ausrüstung

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Dunlop, Motorradreifen, Roadsmart 3

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Eigentlich ist euer Flying Haggis mit seiner „dicken“ @venture zufrieden und das schließt auch die serienmäßige Bereifung von Continental in vollem Umfang mit ein. Für mich war es Wahnsinn, was der Trail Attack alles wegsteckte und zu welcher Kilometerleistung diese Bereifung fähig ist. Das GANZE auch noch verbunden mit einer guten Nasshaftung, was normalerweise im krassen Gegensatz zu einem guten Verschleißverhalten steht UND einer guten Haftung in allen Lebenslagen.

Also WARUM wechseln?

Weil das Bessere der Feind des Guten ist! Und damit sind wir bei dem DUNLOP Roadsmart und zwar der Evolutionsstufe III.

Diese Reifenpaarung stellt aktuell die Verbindung zwischen dem exzellenten WP-Fahrwerk meiner KTM @venture und den unterschiedlichen Asphaltdecken unserer Region dar. Und das macht der Roadsmart III in einer Form, dass ich nachhaltig begeistert bin.
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Eigentlich eher ein Tourensportreifen, als die korrekte Bereifung für eine Reiseenduro, war ich zunächst etwas skeptisch. Aber sind wir mal ehrlich – WIR GS-, Tiger- und @venturetreiber. Die Momente in denen wir uns mit diesen gewichtigen Teilen wirklich in unebenem Geläuf aufhalten sind eher selten und der Dunlop steckt einen Waldweg oder Schotterpassagen in ähnlicher Manier weg wie sein Pendant von Continental.

Er ist schnell auf Temperatur gebracht, der NEUE von Dunlop. Ein paar kurze Griffe oder Tritte in und auf die Bremse und der Roadsmart III ist bereits in einem Temperaturfenster, dass er sauber seiner Arbeit nachkommt. Dabei baut er eine Haftung auf, die vor nicht allzu langer Zeit einem reinen Sportreifen zur Ehre gereicht hätte. Auf Deutschlands Landstraßen ist ER jedenfalls, selbst bei ambitionierter Fahrweise, nicht an seine Haftungsgrenzen zu bringen. Das ein versierter Testfahrer wie Alex66 auf einer abgesperrten Strecke wahrscheinlich in diese Grenzbereiche kommen kann, sei mal dahin gestellt.

In Sachen Eigendämpfung ist der Roadsmart III, insbesondere in der Sporteinstellung bei dem WP-Fahrwerk meiner @venture, eine Nuance härter als der Continental. Dies ist auch nach den ersten Metern von der besten Sozia von allen feststellbar gewesen, ohne das Flying Haggis dahingehend vorab einen Kommentar verlauten ließ. Sicherlich das Richtige bei einem Training auf der Rennstrecke oder einem topfebenem Streckenbelag auf der Tour. Soll es ein wenig komfortabler sein, dann bei einem elektronisch einstellbaren Fahrwerk auf den kommoden „Straßenmodus“ wechseln oder bei einem manuell einstellbaren Fahrwerk vielleicht etwas Federvorspannung herausnehmen.

Beim Thema Handlichkeit soll der Vorgänger, also der Roadsmart II, laut Aussagen in großen Reifentests eine Spur zu steif gewesen sein. Aus meiner Sicht ist das kein so großer Nachteil und eher Geschmacksache oder individuelle Wahrnehmung. MIR persönlich kommt diese Eigenheit sehr gut zupass, weil mir zu handliche Reifen oftmals einen Hang zur „Kippeligkeit“ entwickeln. Der atuellen Evolutionsstufe des Roadsmart kann ich fehlende Agilität nicht nachsagen, jedoch fehlt mir der unmittelbare Vergleich zum IIer. Kippelig ist er jedoch keineswegs. Soll heißen: Der Roadsmart muss in Kurvenfahrt nicht mit Nachdruck in die Richtung gebracht werden, verhält sich dazu aber absolut spurstabil und folgt der angepeilten Linie wie an der berühmten Schnur gezogen. Hier kippt in Spitzkehren NICHTS urplötzlich nach innen und macht den Kurvenradius ungewollt noch etwas enger. Im besten Sinne des Wortes → Neutral. Ein ähnliches Bild gibt die Bereifung in langezogenen, zügig durchfahrenen Kurven ab. Kurvenausgang anvisiert und da wo Blickführung des Fahrers oder der Fahrerin hingeht dahin führt uns auch der Roadsmart III. Das Ganze derartig unspektakulär, dass es schon fast an langweilig grenzt. Das Gefühl das von da ganz unten nach oben an den Fahrer signalisiert wird – Du bist sicher aufgehoben! Laut Dunlop ist die aktuelle Verbesserung des IIIer im Vergleich zu seinem Vorgänger u. a. den geänderten Reifenkonturen geschuldet. So ist der Vorderreifen etwas spitzer als der Roadsmart II und das Pendant auf dem Hinterrad hat einen vergrößerten Radius und wirkt etwas breiter. Soll somit auch wieder zusätzlich für Stabilität sorgen. Warum dies auch die Handlichkeit der Reifenpaarung derart verbessert hat entzieht sich meinem laienhaften Verständnis. Wahrscheinlich können die Alchimisten aus der Gummiküche von Dunlop profunde Antwort darüber geben. Mir ist es erst einmal egal, denn in der Praxis funktioniert die Sache einwandfrei und ist über jeden Zweifel erhaben. Auch Korrekturen einer angepeilten Linie gehen derart leger über die Bühne, dass es nur eines vermittelt → Sicherheitsgefühl allenthalben.

Von daher erübrigt sich fast die Beschreibung wie es mit der Geradeauslaufstabilität des neuen Roadsmart aussieht. Die Korrekturen, die vormals mit meinem alten Conti häufiger vonnöten waren, wurden von mir auf die stattlichen Ausmaße meines Untersatzes geschoben und die damit verbundene Empfindlichkeit auf Windeinflüsse jedweder Art. Jetzt marschiert meine KTM mit dem Roadsmart III wie ein Shinkansen auf seinen Schienen. Ich hätte als Metapher auch den deutschen ICE nehmen können, da die japanische Schnellzugvariante als sicherste der Welt gilt schien mir diese redaktionelle Variante angebracht.

Habe ich es schon erwähnt? Im Laufe der Jahre hat Flying Haggis in Sachen Regenfahrten ein eher zurückhaltendes Temperament entwickelt. Zu früheren Zeiten mit einer Jahresleistung von 15.000 km + X und zahllosen Regenfahrten eingeschlossen war mir der Zustand der Asphaltdecke relativ egal. Ist jetzt eben nass – Na und? Irgendwann mit nachlassender Jahreskilometerzahl und dem kritischen Blick nach draussen – bei strömendem Regen muss DAS jetzt nicht sein – war die Leichtigkeit dahin. Insbesondere wenn sich bei dauerhaftem Schütten einfach kein Stückchen trockene Asphaltdecke mehr finden lassen will. Fehlende Kilometer im „Nassen“ machen sich eben negativ bemerkbar. Fehlende Routine = Mangelnde Souveränität. Es ist mit der „Dicken“ wieder besser geworden. Wahrscheinlich spielt sich das Ganze zwischen den Ohren ab und das Gefühl Regenmodus ein und der Rechner hilft Dir mit Traktionskontrolle und ABS hat wieder für merkliche Entspannung gesorgt. Ergänzend dazu war der Conti Trail Attack aus meiner Sicht im Regen über jeden Zweifel erhaben und hat das Seine dazu beigetragen dieses verspannte Gefühl im Regen zu minimieren.

Aber wir sprechen ja jetzt über den Roadsmart der neuesten Generation. Die Evolutionsstufe III lässt KEINE Wünsche mehr offen in Sachen Nasshaftung. So muss sich ein Regenreifen in der Moto GP anfühlen. Das Negativprofil des Dunlop verdrängt derart gut das Wasser, dass einfach kein schlechtes Gefühl mehr aufkommen will.
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Nasshaftung optimal, selbst beim Bremsen absolut spurstabil und neutral zieht die @venture ihre Bahn. Sollte es tatsächlich noch etwas Besseres auf dem Markt bei Regengüssen oder nasser Fahrbahn geben, dann müssen diese Reifen aus dem Material der Sandalen sein die unseren Herrn über den See Genezareth wandeln ließen.

Wie es abschließend mit dem Verschleiß des Roadsmart III aussieht und ob er hier mit dem Conti mithalten konnte werde ich nachberichten. Noch ist hier keine repräsentative Information möglich. Ich halte Euch hier permanent auf dem Laufenden und teile auch mit wie sich der Reifen mit fortschreitender Kilometerleistung entwickelt, sprich ob sich die bis dato festgestellten positiven „Charaktereigenschaften“ mit nachlassendem Profil verändern. Bislang ist kein nennenswerter Verschleiß erkennbar und der Reifen läuft sich vorne wie hinten schön gleichmäßig ab. Der Zweikomponententechnik sei Dank.

In Heft 13 einer großen Fachzeitschrift erscheint in Kürze ein Reifentest für Sporttourer. Der neue Roadsmart III nimmt an diesem Test teil. Ich bin gespannt ob sich die Tester der Motorrad der „neutralen Bewertung“ von Flying Haggis anschließen: Für mich ist der DUNLOP Roadsmart III aktuell die Referenz unter den Tourensportreifen.

Brot und Spiele!

23 Montag Mai 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Gaffer, Rettungseinsätze, Schaulustige

Also in mir KOCHT es hoch wie in alten (schnell reizbaren) Tagen, wenn ich derartige Meldungen in den Medien höre oder lese. Da werden Not- und Rettungsdienste bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben behindert und gestört!

BEI EINEM RETTUNGSEINSATZ!

WER aus der Facebook- und You-Tube-Generation ist in der Zwischenzeit moralisch derart tief gesunken, dass ER / SIE zu etwas Derartigem fähig ist? Dass Polizeifahrzeuge bei der Anfahrt zu oder während eines Einsatzes behindert oder gestört werden gehört zwischenzeitlich ja bereits lange zum Alltag. ABER Notarzt- und Rettungswagen, deren einziges Bestreben es ist Menschen in höchster Not oder vielleicht sogar aus Lebensgefahr zu helfen, bei ihrer Arbeit zu stören → Das ist das abgrundtiefst Verachtenswerteste was mir bislang untergekommen ist.

WAS treibt diese Menschen – ach nein, das passt ja in diesem Fall überhaupt nicht – diese Personen an? Sind es diejenigen denen es nicht mehr reicht Z-Prominenten beim „Madenfressen“ im TV zuzuschauen?

Jetzt wird die grenzenlose Sensationsgeilheit auf offener Straße ausgelebt: „Schau` mal Schatz der stirbt gerade. Warte ich nehme es Dir auf`s Handy auf! Der Blödmann vom DRK steht mir komplett im Weg. Moment – ich schiebe ihn kurz beiseite!“

Ich weiß nicht wie IHR diese Geschichte jetzt seht, aber meine Maxime ist folgende:

Wer sich selbst benimmt wie ein Schwein hat keinen Anspruch auf menschliche Behandlung!

Wenn ICH jemals an einer solchen Unfallörtlichkeit vorbeikomme, an der Rettungskräfte bei Erstmaßnahmen gestört oder behindert werden, dann wird die beste Sozia von Allen mich nicht zurückhalten können. Der erste Beste den ich dann zu greifen kriege erhält auf „seinem eigenen Handy“ eine Echtzeitdokumentation wie er zu seiner eingeschlagenen Visage gekommen ist. Die kann ER dann von mir aus in You-Tube veröffentlichen.

Wahrscheinlich findet Ihr SIE dort unter dem Titel: Motorradfahrer läuft Amok!

http://www.focus.de/regional/rheinland-pfalz/notfaelle-gaffer-behindern-einsatz-von-rettungsdienst_id_5555230.html

 

Sag` zum Abschied leise Servus ODER arrivederci Sella Ronda, Falzarego, Giau………….

13 Freitag Mai 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Dolomiten, Südtirol, Sella Ronda

Ich bin ein Fan dieses kleinen Landstriches auf unserem Globus. Vom Land, von der Landschaft, von den grundehrlichen Bewohnern und nicht zuletzt vom Essen. Mein Gott ich könnte für Spinatknödel mit Käsesoße einen Mord begehen.

Genau deshalb, weil ich diese Bewohner verstehe, kann ich auch nachvollziehen WARUM sich momentan die entscheidenden Leute in Bozen in Südtirol mit gewissen Gedanken befassen, die UNS und damit meine ich uns Motorradfahrer, unangenehm aufstossen. Noch schlimmer als eine überdimensionierte Portion Spinatknödel mit Käsesoße ohne anschließenden Grappa.

Da beschäftigt man sich in Südtirol ernsthaft mit dem Gedanken die Sella Ronda in gewissen Zeitfenstern zu sperren. Und DAS wäre dann sicherlich erst der Anfang.

Auf Grund der Verkehrsdichte sieht man das Unesco Weltnaturerbe Dolomiten in Gefahr und will mit dieser Maßnahme schon einmal für Entschärfung sorgen. Wenn man sieht WAS sich an den Wochenenden hier im wahrsten Sinne des Wortes hinaufquält hat man Verständnis für die Idee.
Geplant sind sogenannte Fensterschließungen für Juli und August. Zeitfenster von 11: 00 Uhr bis 14: 00 Uhr oder 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Geplant ist dabei ein Kreisverkehr oberhalb von Plan de Gralba. Ein Schelm wer bei Jahreszeit und Zeitfenster Böses denkt.
In einigen Motorradforen habe ich Aufschreie des Entsetzens gelesen ob dieser geplanten Maßnahme.

…..Die werden schon sehen was sie davon haben. ….. Schließlich bringen wir ja das Geld da runter und kurbeln den Tourismus an……..usw. und so fort.

Sollten WIR hier tatsächlich den Mund so voll nehmen? Oder tragen WIR nicht mit unserer Fahrerei ein gerüttelt Maß zu dieser Idee bei? Oder BESSER einige von uns!

Egal zu welchem Zeitfenster ich im Sommer in Südtirol unterwegs bin – überall sind ähnliche Meldungen zu lesen und im Radio zu hören:

Schwer verunglückter (oder tödliche verunglückter) Motorradfahrer in der Sella Ronda oder am Falzarego oder am Mendelpass oder oder oder. Und dabei oftmals mit dem Zusatz deutscher Motorradfahrer.

Jetzt haben wir es über die Jahre geschafft, dass wunderbare Strecken in Deutschland für uns zur Gänze oder an den Wochenenden Tabu sind. Scheinbar hat das einigen noch nicht gereicht und man musste sein grenzenloses Unvermögen auch noch über die Grenzen bis nach Südtirol tragen. Hanging Off und das Knie auf der Straße sind eine wunderbare Sache – in der Sachskurve auf dem Hockenheimring. In den Spitzkehren zum Pordoi hinauf oder rauf zum Stilfserjoch hat der Stil aber nichts zu suchen. Wenn ich einige Landsleute mit ihren Maschinen auf den Passstrassen sehe, dann frage ich mich ob SIE noch irgendetwas von dieser faszinierenden Landschaft bemerken?

JA – glaube ich nicht! NEIN – dann fahrt bitte, wenn es Euch nur ums Heizen geht zu einem Renntraining ins immerwarme und trockene Spanien. Da könnt ihr dann Gesteinsproben in den Kiesbetten dieser Rennstreckenwelt nehmen und niemand (wahrscheinlich auch IHR nicht) kommt dabei zu Schaden. Schöner Nebeneffekt – keine der wunderbaren Routen in Südtirol müsste gesperrt werden.

Und ich kann dann mit den anderen Windgesichtern, ein Lächeln im Gesicht, oben auf dem Falzarego sitzen und einfach denken:

Man(n) ist das schön hier!

Wo ist die nächste Hütte mit den Spinatknödeln?

Wie gehen WIR denn jetzt mit der sich abzeichnenden Situation um? Auch auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden – WAS haltet IHR davon:

Jeder von UNS nimmt sich in diesem Jahr ein klein wenig zurück bei der Kurvenräuberei in den Dolomiten und sorgt dafür, dass ER / SIE gesund und munter wieder zu Hause eintrifft. Vielleicht schaffen WIR es dann, dass es im Sommer KEINEN toten oder schwerstverletzten Motorradfahrer in der Region Südtirol gibt!
Und vielleicht schaffen WIR es damit auch, dass sich die Verantwortlichen in Bozen von ihrer Idee verabschieden!

https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Dolomiten-Paesse-Der-Weg-zur-Sperre-ist-frei

Der Weg ist das Ziel – Teil I

30 Samstag Apr 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Anderstouren

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Bei gewissen Ausfahrten ist es für mich gar nicht wichtig welches Ziel die Tour jetzt letztendlich haben soll. Einfach drauflos ist die Devise und es wird sich schon ergeben wo wir abschließend landen. Oftmals ergeben sich unter diesem Aspekt die schönsten Routen, wenn man einfach vom angestammten Weg plötzlich eine bis dato nie bewusst erkannte Abzweigung erspäht und dieser neuen Streckenführung buchstäblich auf den Grund geht. Unter dieser Maxime hätte ich die heutige Tour auch „Links und Rechts der Bundesstraße“ nennen können.

Also verlassen wir heute Trier zu unserer knapp 200 km langen Tour auf der B 51 stadtauswärts in Richtung Konz / Saarburg um kurz vor der Stadtgrenze an der letzten Ampelanlage nach links auf die B 268 in Richtung Pellingen abzubiegen. Nur kurz verbleiben wir auf der Bundesstraße um nur wenige hundert Meter hinter den letzten Häusern nach rechts auf die K 6 in Richtung Niedermennig (Konz) abzubiegen.

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Der Vorfahrtsstraße folgend rollen wir durch den kleinen Ort und biegen alsbald an der nächsten Kreuzung nach links ab (L 138).

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Dieser Route, von den einheimischen liebevoll Tälchen genannt, folgen wir weiter gemächlich bis nach Krettnach. Unschwer erkennbar ist das alte Umlauftal der Mosel vom Weinanbau geprägt. Ortseingang Krettnach biegen wir erneut nach links ab

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und folgen dem kurvigen Verlauf der L 139 wieder bergan zur B 268. Rechtsabbiegend verbleiben wir nur für ca. 1 ½ km auf der B 268 und erneut geht es links ab in Richtung Franzenheim (Pluwig) auf die L 139. Talabwärts in Richtung von Franzenheim fahrend genießen wir die Kurven und bei gutem Wetter die wunderbare Sicht über die Höhenzüge.

Ortsausgang von Franzenheim geht es kurvig bergan. Wir nehmen aber nicht allzu viel Schwung aus den Kurven mit, denn auf der Höhe geht es unmittelbar für uns wieder nach rechts (Orientierungspunkt: hinter der kleinen Baumgruppe) in Richtung Ollmuth. Dem Straßenverlauf der K 46 folgen wir jetzt nach Ollmuth und hier geht es auf der K 45 nach Obersehr.

Von Obersehr führt uns unser Weg über Lampaden (K 43 ) und Hentern (K 44) nach Baldringen und von Baldringen über die K 145 wieder in Richtung B 268, die wir wiederum nur „kurz touchieren“. Soll heißen an der Kreuzung rechts ab und wenige Meter (ca. 200 m) später nach links abbiegen in Richtung Vierherrenborn (L 140). Von dort gelangen wir automatisch auf die B 407 die wir über Irsch nach Saarburg befahren. Die B 407 können wir trotz unserer „Bundesstraßenphobie“ ruhig nutzen, da sie wirklich eine der kurvenreicheren Varianten ihrer Spezies ist.

Durch den Saarburger Ortsteil Beurig fahrend gelangen wir hinunter an die Saar und hier, der Beschilderung Mettlach / Merzig folgend, auf die B 51. Den Flusslauf der Saar halten wir jetzt immer zu unserer Rechten. Ortseingang von Serrig hat unsere Episode Bundesstraße bereits ein Ende und linksabbiegend folgen wir der K 139 in Richtung Losheim.

Wahrscheinlich wundert es jetzt niemanden mehr, dass wir uns an der folgenden Kreuzung wieder an der B 268 befinden.

Wem es jetzt nach einer Pause ist, der kann an dieser Einmündung (ca. 150 m zur Linken) das Gasthaus „Panshaus“ anfahren und dort rasten. Küche ist soweit okay, gute Hausmannskost.

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Vom Panshaus begeben wir uns nochmals kurz auf den Asphalt der B 268 in Richtung Losheim um die ungeliebte Bundesstraße nach etwas mehr als 6 km nach links in Richtung Bergen wieder zu verlassen.

Über Bergen auf der L 373 führt unser Weg nach Scheiden und von Waldhölzbach nach Rappweiler. Hier folgen wir zunächst der Beschilderung nach Weiskirchen (L 157) , um jetzt noch eine „kleine Schleife einzubauen“ und biegen am Ortsbeginn nach links auf die L 151 (Trierer Straße) ab. Nach nicht einmal 4 km Wegstrecke geht es diesmal mitten in einer schönen Waldstrecke nach rechts (K 69). Die führt uns knappe 4 km wunderbar durch den Hochwald zur B 407, der wir nach rechts in Richtung Kell (Hermeskeil) abbiegend nun für 6 ½ – 7 km folgen. In Höhe der Ortschaft Kell weist uns ein Wegweiser nach rechts die Richtung nach Grimburg (Wadern /Wadrill). Also nichts wie runter von der Bundesstraße und auf geht`s wieder auf kleine Kreisstraßen (K 74 / K 76)

Wir sind jetzt aber in einem Gewissenskonflikt der besonderen Art! Haben wir im „Panshaus“ bereits gespeist oder pausiert? Wenn NEIN: Ist uns nach einem gemütlichen und ruhigen Platz mit kleiner Gastronomie und einem schönen „Blick“? Dann bleiben wir für weitere ca. 5 km auf der K 74 und rollen, dem Streckenverlauf in Richtung Wadrill / Wadern folgend, zur „Hochwaldalm“. Nach ca. 5 km auf der K 74 weist uns hier der Weg links ab in den Wald. Die Hochwaldalm Wadrill ist die einzige Alm im Saarland. Jedes Jahr bringen Bauern aus dem Hochwald ihr Vieh auf die saftigen Weiden der Alm. Früher gab es sogar einen Hirten, der sich um das Vieh kümmerte. Heute ist die rustikale Almhütte ganzjährig bewirtschaftet und bietet kleine Speisen für ihre Gäste an.

http://www.hochwald-alm.de/

Die anderen biegen nach etwa 500 m nach links auf die K 76 ab und fahren nach Grimburg. Unschwer nachzuvollziehen wer Namensgeber des kleinen Hochwaldortes war. Natürlich die „Grimburg“, bei der es sich um eine ehemalige kurfürstliche Landesburg des Bischofs (Kurfürsten) von Trier handelt. Wahrscheinlich schon vor 1190 n. Chr. erbaut zählt sie zu den sieben trierischen Landesburgen (Arras, Ehrenbreitstein, Manderscheid, Neuerburg, Saarburg, Welschbillig und Grimburg) Am Ende der Ortsdurchfahrt Grimburg dann rechtsabbiegend auf die L 147 und in der Folge nach Wadrill. In der Ortslage Wadrill angekommen folgt unsere heutige Route jetzt der Wegweisung (links ab) nach Sitzerath auf der L 365.

Was soll ich euch jetzt sagen Leute? Im Grunde genommen kommt jetzt der Höhepunkt unserer heutigen Tour! Nur wird es wahrscheinlich nicht der komplette Höhepunkt, wenn WIR von dieser Station noch nach Hause fahren und dann unumgänglich noch unsere Maschinen nutzen müssen. ALSO bei der Planung dieser heutigen Anderstour vielleicht eine Übernachtung in dem Örtchen Sitzerath ins Auge fassen und dann mit reichlich HUNGER und Vorfreude in das Landgasthaus Paulus einkehren.

http://www.landgasthof-paulus.de/

Warum diese Umstände und die Übernachtung? Beim Chef des Hauses handelt es sich um den 3. Besten Sommelier in der Europa Trophee Ruinart und seine „Chefin“, die bezeichnenderweise den Nachnamen Essenpreis trägt, hat die Verantwortung für eine exzellente Küche. Wirklich ratsam bei der Auswahl der Speisen sind die von Hause aus vorgeschlagenen Alternativen 3- oder 4-Gang Menü mit individueller Zusammenstellung der Speisen. Der Chef des Hauses Hr. Nickel schlägt dann aus dem reichhaltigen Repertoire seines Weinkellers (alles „offene“ Weine) den, dem Gusto des Gastes entsprechenden, Wein für das jeweilige Gericht vor. Die Chance hier in einem noch „fahrfähigen Zustand“ das Lokal zu verlassen geht gegen Null. Also abwägen wo WIR heute unsere Schwerpunkte setzen! Zwei kleine Runden mit dem Motorrad verbinden mit einem exzellenten Menü und einer Übernachtung auf Grund des Weingenusses ODER wir lassen die flüssige Komponente im antialkoholischen Bereich und hängen unsere „Rückfahrtvariante“ unmittelbar an die Pausenstation (Wo auch immer wir sie gemacht haben) dran.

Also Start zur zweiten Runde vom Landgasthof Paulus in Sitzerath auf der L 365 nach Nonnweiler und von dort nach Otzenhausen. Wer möchte kann hier etwas für seine Allgemeinbildung in Sachen Geschichte tun und den Keltenring besichtigen.

http://www.keltenring-otzenhausen.de/

Die mit Kelten, Hunnen o. ä. nichts am Hut haben, fahren sicherlich trotzdem unter dem Schutz von Teutates auf der L 147 weiter an Neuhütten und Züsch vorbei und biegen dann oberhalb des Ortes nach rechts in Richtung Thiergarten auf die L 166 ab. Unversehens landen wir dann mal wieder an einer Kreuzung die uns mit einer Bundesstraße konfrontiert. Der B 327, auch Hunsrückhöhen-straße genannt, folgen wir rechtsabbiegend etwa 4 km bis wir hinter der Ortschaft Malborn der Wegweisung nach Beuren (Höhe Rothmühle) folgen und diesmal links auf die L 152 abbiegen. Ortsende Beuren bleiben wir nur noch etwa 700 – 800 m auf der L 152 und dann biegen wir nach rechts in Richtung Bescheid auf die L 148 ab.

Wie war das noch? Der Weg ist das Ziel! Also schnell noch die Kurven talabwärts an Bescheid vorbei mitgenommen. An der Zufahrt zum „Tourilokal“ Forellenhof vorbei und kurz hinter einem Nobelrestaurant (Landhaus St. Urban → 1 Michelinstern) links ab nach Naurath (Wald).

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Die Kurven der K 87 bergan nehmen wir noch auf die Schnelle mit.

Falls jemand unter uns ist, der bis jetzt keine der Anlaufstellen genutzt hat und nun auf dem „Hungerast“ sitzt, der kann in die Ortslage Naurath einfahren und sucht die Pizzeria „Da Luigi“ auf. Früher hieß die Gaststätte Wilddieb und eine gleichnamige Pension existiert noch immer. Also bei entsprechendem Hunger erfolgt hier der Einkehrschwung und die Aufnahme von Nahrungsmitteln.

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http://www.wilddieb-naurath.de/wilddieb-da-luigi/speisekarte/pizza/

Dann aus Naurath hinaus und nachdem wir die Autobahn passiert haben geht es an der nächsten Kreuzung erneut nach rechts weiter auf der K 85 über Neumehring zu unserer nächsten Abzweigung. Da wir jetzt fast unbemerkt Neu-Mehring passiert haben, zieht es uns hinunter an die Mosel in den ungleich größeren Ort Mehring. Also an der Einmündung der L 150 unweit der Autobahn rechts ab (ca. 600 – 700 m), unter der Autobahn hindurch und dann unmittelbar nach links, schön kurvig bergab nach Mehring (K 85). Wer von seinem Zeitfenster noch ausreichend Luft hat kann jetzt noch einmal Geschichtsunterricht zum Anfassen erleben. Wir sind bei unserer Anfahrt in den Moselort genau auf der richtigen Flussseite um noch einen schnellen Abstecher in die „Villa rustica“, eine alte römische Villa aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., zu machen.

http://www.trier-info.de/roem-villa-mehring-info

In Mehring angekommen folgen wir der Mosel zu unserer Linken auf der B 53 dem Streckenverlauf bis nach Schweich. Also ich für meinen Teil vertrete die Auffassung, dass ein Eis immer noch irgendwie und irgendwo im Magen- Darmtrakt Platz findet. Dies ist jetzt nicht empirisch erhoben, aber mehrfache ausgiebige Selbstversuche haben diese Meinung bei mir gefestigt. Wer ein ähnliches Meinungsbild vertritt fährt, an dem Verteilerkreis Ortsanfang Schweich angekommen, die erste Ausfahrt rechts ab und findet nach ca. 100m zu seiner Rechten die „Weltklasseeisdiele“ Cortina.

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Also das Prädikat Weltklasse hat SIE nicht durch das Platzangebot verdient, dieses ist eher knapp bemessen, ABER durch die Qualität des Eises. Bei Fabiola und Plinio Soccol sind wir gut aufgehoben. Ein Blick in das Allerheiligste des Meisters, die Eisküche, zeigt dem geneigten Betrachter, dass Plinio Soccol nicht nur das richtige Händchen für die Eiszubereitung hat, sondern auch ein Herz für uns Motorradfahrer. Die Fotos zeigen eindeutig, dass es von Vorteil ist wenn man Treiber der Frecce Tricolori ist und irgendetwas aus italienischer Manufaktur durch die Landschaft treibt. Flying Haggis „kontrolliert“ regelmäßig die Produkte und muss infolgedessen über die Sommermonate peinlich darauf achten, dass die Kalorientierchen nicht die Kombi enger nähen.

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Eis erledigt? Dann geht es über die Moselbrücke und im Anschluss unmittelbar nach links über Longuich und Fastrau nach Fell. Für erfahrene Anderstourer erübrigt sich jetzt die weitere Streckenbeschreibung, denn die Route über die alte Bergrennstrecke hinauf nach Thomm ist bereits mehrfach Bestandteil unserer Touren gewesen. Ebenfalls der dann folgende Streckenverlauf, der uns über Waldrach und Korlingen wieder zurück nach Trier führt. Ein schöner kurviger Abschluss zum Ende unserer heutigen Tour → Der Weg war unser Ziel und an schönen Eindrücken sowie gutem Essen hat es uns heute wieder einmal nicht gemangelt!

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Auf bald – im Hochwald!

Beim „Freundlichen“!

16 Samstag Apr 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Technik & Ausrüstung

≈ Ein Kommentar

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Beim Freundlichen; Motorradhändler, Bodo Schmidt

Motorradkäufer und –fahrer sind ANDERS als Autofahrer – das ist ein Fakt! Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand → ein Motorrad bedeutet aber für seinen Besitzer eine EMOTION die Gestalt angenommen hat.

Und da sind wir jetzt bei dem Kernproblem. Habe ich einen Händler, der diese Emotionen nicht teilt und im Grunde genommen auch Akkuschrauber in einem Baumarkt verkaufen könnte, dann springt HIER der oftmals zitierte Funke nicht über. Meistens färbt dann diese Einstellung auch auf die Angestellten ab. Verkäufer demotiviert – Werkstatt zum vergessen – schlampige Arbeiten und wenig kundenfreundlich, bis hin zu dem Status, dass der Begriff Freundlichkeit überhaupt nicht in deren Wortschatz vorkommt.

Flying Haggis hat in dem einen oder anderen Bericht bereits ziemlich unverblümt das ein oder andere Fehlverhalten zur Sprache gebracht und kritisiert. JETZT ist der Zeitpunkt gekommen WO ich namentlich einen ORT nenne, der Prototyp für die Umschreibung in einigen Motorradforen sein könnte, wenn es heißt: Ich fahre zu meinem „Freundlichen“!

Seit 1981 bin ich jetzt auf Motorrädern unterschiedlicher Marken unterwegs. Der blau-weiße Propeller war noch nicht dabei, aber sämtliche Japaner sind durch und über Italien ist der überzeugte Ducatisti Flying Haggis bei KTM gelandet.

KTM bedeutet in unserer Region „Bodo Schmidt Motorsport“ in Schmelz und gelandet bedeutet → im besten Sinne des Wortes „gut aufgehoben“. HIER springt der Funke „Emotion“ in Sachen Motorrad bei allen Mitarbeitern und in jeder Ecke des Betriebes über.

Beim Chef des Hauses die Kompetenz in Sachen Motorräder auch nur in Zweifel zu ziehen bedeutet, dass man sich nicht sachkundig gemacht hat und Unkenntnis über seine motorsportliche Vita hat. Der Mann lebt Motorrad ist im Verkaufsgespräch ruhig und sachlich – es kommt kein Herunterbeten irgendwelcher inhaltsloser Werbe- oder Prospektslogans, sondern kompetente Information. Emotional wird er dann (und zu Recht), wenn in irgendeiner (angeblichen) Fachzeitschrift wieder ein Testbericht über ein Modell aus seinem Angebot steht dem es inhaltlich an jeglicher sachlichen Fachkompetenz sowie neutraler und objektiver Betrachtung samt Bewertung mangelt.

Die komplette Belegschaft ist zu jedem Zeitpunkt hilfsbereit und das auch in hektischen und betriebsamen Zeiten. Da jetzt jemanden herauszuheben, wäre beinahe den anderen Unrecht zugefügt. Dennoch werde ich jetzt „2“ ganz besonders erwähnen.

Da ist zum einen der „Ritzelgott“ Michael, Herrscher über Ersatzteile und Zubehör. Mit einer stoischen Ruhe und (fast) immer einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen nimmt Michael wirklich jeden Auftrag akribisch an und setzt ihn anschließend auch noch in die Tat um. Alles frei nach dem Motto: „Wunder werden sofort erledigt – auf Wunsch wird gehext!“ Zum anderen der Meister in der Werkstatt des Betriebs → ANTON. Hat die Fehlerhexe zugeschlagen weiß Anton immer für Abhilfe zu sorgen. Der Defekt, den ER nicht beseitigen kann wurde bislang im Sonnensystem noch nicht gefunden. Mit Anton an Bord wäre der berühmte Funkspruch aus der Apollo 13: „Houston, wir haben ein Problem“ niemals an Mutter Erde gefunkt worden. Stattdessen hätte man aus dem Hintergrund (leicht ungeduldig) ein: „Geh´ jetzt auf Seite und lass` mich mal dahin“ gehört.

Wäre das Team ein Fußballverein, dann hätte schon der CF Barcelona oder Real Madrid versucht „Spieler“ abzuwerben ABER wahrscheinlich ist die Mannschaft zu heimatverbunden, um auf derartige Avancen zu reagieren.

Wer sich also in Gedanken bereits mit dem Neukauf einer Maschine beschäftigt, der sollte konkret (wenn er emotional keine Markenbindung hat) Bodo Schmidt in Schmelz unmittelbar ins Auge fassen. Hier ist man nicht nur in Sachen KTM „Ready to Race“ gut aufgehoben, sondern auch bei den Grünen aus Hamamatsu in Sachen Kawasaki.

Ich für meinen Teil bin jetzt in -35- Motorradjahren noch nie bei einem Händler derart gut aufgehoben gewesen.

Also Leute – absoluter Flying Haggis Händlertipp: Bodo Schmidt Motorsport in Schmelz http://www.bodo-schmidt.de

Saisonbeginn

06 Mittwoch Apr 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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Lenkimpuls, Saisonbeginn

Ich weiß jetzt nicht wie es euch geht, aber bei Flying Haggis gehen zu Saisonbeginn meistens 1 – 2 Tankfüllungen durch die Einspritzpumpe meiner KTM bis der Bewegungsablauf wieder so ist, dass ich mit mir zufrieden und mit der Maschine eine Einheit bilde.

Da ist zum einen die Harmonie mit dem Motorrad über Winter etwas eingerostet und zum anderen müssen sich die Sinne des Fahrers wieder auf wesentliche Dinge wie das Lesen der Fahrbahn schärfen. Mit dem Bürgerkäfig sind mir Frostaufbrüche und Bitumenstreifen oder großflächige, sowie leicht erhobene Flickarbeiten auf der Straße komplett egal. Mit dem Motorrad können SIE Dir nachhaltig die Linie verhageln oder schlimmer, je nach Reaktion des Fahrers, die gesamte Fuhre ziemlich in Unruhe bringen. Dann ist da die Sache mit der Blickführung in den Kurven, die einen Autofahrer höchstens marginal interessiert, da ihm Korrekturen in seinem mehrspurigen Fahrzeug leichter von der Hand gehen als dem doch recht fragilen Gebilde Motorrad plus Fahrer (oder Fahrerin). Mit dem Zweirad sollte man doch in der einen oder anderen Physikstunde aufgepasst haben, damit sich hilfreiche Notwendigkeiten auch erschließen. Da sind wir dann beim Stichwort Lenkimpuls, der nach dem Winterschlaf die ersten paarmal bewusst eingeleitet werden muss, um dann wieder in Fleisch und Blut überzugehen.

Einige von UNS benötigen diese innere Einkehr zu Beginn der Motorradsaison aber nicht. Oder zumindest sind SIE der persönlichen Überzeugung sich mit derartigen Nebensächlichkeiten nicht belasten zu müssen.

So fährt ein Treiber einer Boxer-BMW am Wochenende mit ziemlichem Tempoüberschuss von hinten auf meinen Bürgerkäfig auf. Flying Haggis hatte die Gummikuh bereits im Rückspiegel gesichtet und war verwundert über die Geschwindigkeit, weil WIR Gegenverkehr hatten und ein Überholvorgang ohne massiven Flurschaden eher unwahrscheinlich erschien. Zu diesem Schluss kam der Boxerfahrer erst etwas zeitverzögert und bremste jetzt seine Fuhre massiv zusammen. Dies derart, dass die Front des Boxers sichtlich in Unruhe geriet. Geradeso abgefangen setzte der Boxerpilot im unmittelbaren Anschluss kopfschüttelnd zum Überholen an, fuhr dann einige Meter nach seinem Manöver immer noch auf der Mittellinie die nächste Linkskurve (?) an, um kurz vor dem Einlenken noch schnell eine Korrektur nach rechts vorzunehmen, damit er nicht mit dem kompletten Oberkörper UND der Maschine in die Gegenfahrbahn hineinragte.

Der Mann war zügig unterwegs zu Saisonbeginn! Meiner Meinung nach nur etwas zu zügig für sein aktuelles Fahrvermögen und Fahrkönnen. Da hatte von vorne bis hinten nichts im Ablauf gepasst, dass man abschließend von einem Beherrschen der Situation hätte reden können. Ob sein Kopfschütteln Ausfluss der eigenen Erkenntnis über die persönliche Unfähigkeit war, ODER doch eher über meine physische Anwesenheit zur unpassenden Zeit, entzieht sich meiner Kenntnis.

ABER weil der beschriebene Boxerfahrer leider nicht allein ist mit seiner Selbstein- und -überschätzung haben WIR alljährlich das immer wiederkehrende Problem. In der Presse und den Medien werden WIR ALLE als hirnlose Raser und Irre vermarktet und dargestellt. Die Organspender sind wieder unterwegs.

Flying Haggis will seine Organe gerne noch eine lange Zeit selbst nutzen. Abschließend könnte ich vielleicht meine Leber mit allen militärischen Ehren auf der Isle of Man beerdigen lassen. In der Rechtskurve bei Creg Ny Baa wäre nicht schlecht! Da ist ein Pub in der Nähe und vielleicht verschüttet dann der ein oder andere TT-Besucher auf der „Begräbnisstätte“ noch einen Schluck Lagerbier.

Bis DAS soweit ist werde ICH lieber weiterhin meine 1 – 2 Tankfüllungen investieren bis der Bewegungsablauf auf der Maschine wieder passt und die Harmonie zwischen Fahrer und Motorrad wieder eingekehrt ist. Denn ich will nicht den Medien die Munition für weitere Streckensperrungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen für Motorräder geben UND ich gehe davon aus, dass das Gros von UNS diese Auffassung teilt.

Flying Haggis wünscht EUCH einen guten Saisonstart 2016 sowie eine wunderbare und vor allem sturzfreie Motorradsaison!

„Das ist doch dieses kritische Motorrad“

25 Freitag Mär 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

≈ 2 Kommentare

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Hochgeschwindigkeitspendeln

mit diesen Worten wurde Flying Haggis tatsächlich am Pirelli Stand in Dortmund begrüßt, als er vollkommen neutral und wertfrei (wie es meinem Naturell entspricht) nach einer Reifenfreigabe für den aktuellen Scorpion gefragt hatte.

Da wurde meine „Vroni“ von dieser Dame doch tatsächlich mit diesem o. a. Kommentar belegt.

Nur mit Mühe meine Contenance wahrend kam jetzt von mir die etwas hingeblaffte Frage: „Was soll denn an meiner @venture bitteschön kritisch sein?“

Mein Gegenüber (oder heißt es korrekt gemäß Gender Mainstreaming meine Gegenüberin) rang jetzt um ihre Fassung und es kam ein : „Jaaa, da steht so viel in der Fachpresse, dass DIE pendelt!“

Antwort: „Meine alte XJ 550 in den 80er DIE hat gependelt! Die KTM ist für eine empfindsame Seele möglicherweise etwas unruhig. PENDELN ist anders!“

Das Gespräch nahm dann seinen Verlauf und ein wirklich versierter Reifenfachmann von Pirelli, der seine Herkunft aus den „neuen Bundesländern“ sprachlich nicht verbergen konnte, stand dann auch mit dem ein oder anderen guten Tipp parat.

Worauf will ich jetzt hinaus?

Da geht ein Motorrad durch die Gazetten und die Internetforen wo sich diverse Nutzer und Fachleute und Adabeis über Qualität oder Nichtqualität, insbesondere Fahrsicherheit auslassen.
Wohlgemerkt – ich möchte mich nicht negativ darüber auslassen, wenn irgendein Fahrer auf Grund technischer Probleme tatsächlich einen schweren Unfall mit der KTM erlitt – ABER bei gewissen Darstellungen der „PROBLEME“ stellen sich mir die Haare zu Berge.

Deshalb versuche ich es zunächst mit einem konstruierten Beispiel aus dem Automobilsektor. Es handelt sich natürlich um ein orthopädisches Beispiel, weil es hinkt! Oftmals haben Beispiele ja diese Neigung zu hinken.

Also irgendein Autofahrer, nennen wir den Mann einfach Hr. Müller – dies erscheint mir in Deutschland recht unverfänglich. Hr. Müller fährt einen PKW mit den Ringen unter den Augen und ist überraschenderweise aus Ingolstadt. Seinem Fahrzeug geben wir jetzt einfach die Typenbezeichnung Q 8 und ausreichend Qualm unter die Motorhaube um den Asphalt bei Bedarf aufzurollen.
Hr. Müller ist jetzt Campingfan, montiert also an seinen Q 8 einen schönen Wohnanhänger und begibt sich auf Urlaubsfahrt in das flache Land im Norden, wo Campinganhänger eher unauffällig sind.
Da sein Bolide es hergibt ignoriert Hr. Müller geflissentlich die 100er Zulassung seines Anhängers und fährt mit seinem leicht schlingernden Gespann mit lockeren 200 auf der Uhr in Richtung Grenze. Der Schwingungsdämpfer des Anhängers hat recht wenig Arbeit, da der Campinganhänger ohnehin kaum mehr Bodenhaftung hat.
Bei der Tankpause an der Grenze erkennt unser Hr. Müller, dass jetzt lediglich noch Fragmente seines Campingwagens an seiner Anhängerkupplung hängen und sein Fahrzeugheck irgendwie einen derangierten Eindruck hinterlässt.


Vollkommen erbost schreibt jetzt Hr. Müller an den Hersteller seines Fahrzeuges mit den Ringen unter den Augen, weil DIE ihm schließlich ein Produkt angedreht haben, welches jetzt einfach nicht eine Fahrt mit guten „200“ auf der Uhr und Anhänger im Schlepp zu seiner Zufriedenheit erledigt!

Irgendwie kann ich mir die fiktive Antwort des Fahrzeugherstellers annähernd vorstellen:
Vielen Dank Hr. Müller für ihre Information über unser Fahrzeug. Unser firmeneigener Therapeut wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis zu seinem Eintreffen nehmen Sie bitte die Familienpackung TAVOR, die diesem Schreiben beiliegt, ein und Verharren in Stille. Bei Risiken und Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage oder schlagen Sie ihren Arsch von Apotheker.

LEUTE! DAS ist eine Reiseenduro! Vollgepackt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack steht DIE im Wind wie eine Wurlitzer Musikbox! Mit Sozia sind wir jetzt in einem Ladungszustand, dass WIR besser gar keinen Blick in den Fahrzeugschein unter die Sparte Gesamtgewicht werfen (→ da sind nämlich jetzt 99 % unserer Maschinen LOCKER drüber).
Als Lenker haben wir jetzt auch noch eine Segelstange, die UNS bei jeder Dolomitenrunde ein Grinsen ins Gesicht treibt, weil WIR die Maschine einfach WUNDERBAR im GRIFF haben – ABER auf der Autobahn schafft diese Art Lenker denkbar ungünstige ergonomische Voraussetzungen zum Tempobolzen.
Krampfhaft jenseits der 200 an dieser STANGE klammernd, damit uns der Fahrtwind nicht in Richtung Sozia und Topcase drückt, übertragen WIR nämlich jetzt Schwingungen ins Fahrwerk, dass selbst ein Panzer keinen ruhigen Geradeauslauf mehr hätte.

Wenn ICH auf Urlaubstour voll „aufgerödelt“ unterwegs bin, dann ist die Wohlfühlgeschwindigkeit auf Dauer (UND das kann bei mir lang sein) irgendwo zwischen 140 und 160.

Bei Überholmanövern kann es dann auch mal etwas mehr sein und mit mir an Bord lag meine @venture auch vollgepackt bei diesen kurzen Manövern bis 200 ruhig.

Wer jetzt unbedingt von dieser Art Maschine, ähnlich einem Superbike, eine stoische Fahrwerksruhe bis Tacho 270 erwartet, DER / DIE sitzt de facto auf dem falschen Motorrad und sollte bei den Supersportlern nach einem passenden Produkt suchen – ODER Hr. Müller nach seinen Erfahrungen mit dem Q 8 und seinen Medikamenten fragen!

Die Wahrnehmung ODER das Bewusstsein!

12 Freitag Feb 2016

Posted by flyinghaggis2015 in Nachdenkliches & Provokantes

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die Wahrnehmung und das Bewusstsein, Wunderbare Momente

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Gemeinhin behauptet der Volksmund, dass Vorfreude die größte Freude ist. Mit Sinnsprüchen ist das so eine Sache. Irgendwie artverwandt mit den alten Bauernregeln. Es mag oftmals passen ABER eine allgemeingültige Regel daraus zu machen geht mir einfach zu weit. Die Sinnfrage im Bezug auf das MOTORRADFAHREN hat Flying Haggis zu Beginn des Blogs bereits gestellt und im Grunde genommen (weitestgehend) für sich beantwortet.

Die Vorfreude ist ja ganz nett, aber nett ist bekanntlich die kleine Schwester von langweilig (Manch einer assoziiert hier sogar einen etwas derberen Begriff). Die richtige Freude, das Kribbeln im Bauch, das stellt sich bei mir auf der Maschine ein. Weil Motorradfahren für mich Genuss bedeutet. Genießen mit allen Sinnen. Und das Genießen hat bei mir etwas mit den schönen Momenten oder Augenblicken beim Fahren zu tun.

Wenn man aber einen wunderbaren Moment erst bei nachträglicher Betrachtung als solchen erkennt und zu würdigen weiß, dann ist in unserer Wahrnehmung etwas schief gelaufen!

Das mit den wunderbaren Momenten ist aber jetzt auch so ein Thema, weil die Geschmäcker bekanntermaßen unterschiedlicher Natur sind. Es soll ja auch Menschen geben, die sich gerne auspeitschen lassen.
Aber jetzt sind wir bereits wieder leicht abseits unseres ursprünglichen Themas. Auf und mit dem Motorrad gibt es für mich ein breites Spektrum an wunderbaren Momenten.
Das kann bereits etwas so Profanes wie eine richtig gut gelungene Kurvenkombination sein. Oder die morgendliche Fahrt durch den aufsteigenden Frühnebel über die Höhenzüge von Eifel oder Hunsrück. Der Blick von der Höhe auf die Flußschleife bei Bremm mit der Ruine des Klosters Stuben und dem Calmont.
Apropos Blick, der nach der letzten „Tornante“ der UNS den atemberaubenden Blick auf die Marmolada oder den Rosengarten freigibt oder vom Mendelpass hinunter ins Tal nach Bozen oder vom Jaufenpass hinunter ins Passeiertal.
Das Schweizer Pässe-Triple Grimsel – Susten – Furka, mit all seinen Eindrücken und Aussichten. Oder auf nach Grindelwald und mit einem Stück herzhaften Bergkäse und Bauernbrot auf einer Bergwiese den eindrucksvollen Blick auf den Eiger geniessen. ODER……ODER…….UND………..UND.

Freuen WIR uns also auf unsere Motorradsaison 2016 – auf viele wunderbare Momente die wir auch als solche DIREKT im Augenblick des Erlebens erkennen und empfinden UND auf geniessen mit allen Sinnen!

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